Tourismus

Bodenmais ist Vorreiter bei digitaler Besucherlenkung

Das Bayerische Wirtschaftsministerium fördert die Digitalisierung im Tourismus. In Bodenmais unterstützt der Freistaat ein Projekt zur digitalen Besucherlenkung, bei dem Sensoren die Parkplatzbelegung automatisch erfassen und die Daten in den Ausflugsticker Bayern einspeisen. Wirtschafts- und Tourismusminister Hubert Aiwanger: „Viele Menschen haben in den vergangenen zwei Jahren Urlaub in Bayern gemacht und als Tagesausflügler ihre Region neu entdeckt. Das führt an einigen Orten jedoch zu lokaler Überlastung und stört Gäste und Einheimische gleichermaßen. Digitale Besucherlenkung ist hier ein wichtiger Baustein zur Lösung des Problems.“

Die Gemeinde Bodenmais hat den Parkplatz am Langlaufzentrum Bretterschachten mit Kameras ausgestattet, die die Zu- und Abfahrten erfassen. Die Restplätze werden in Echtzeit  sowohl auf Displays an den Zufahrten als auch online im Ausflugsticker Bayern angezeigt. Damit ist der Parkplatz einer der ersten, dessen Daten in dieses Tool zur digitalen Besucherlenkung fließen. Der Freistaat fördert das Projekt mit 22.500 Euro. Die Gemeinde im Bayerischen Wald plant zudem, weitere Parkplätze mit Sensoren auszustatten.

Aiwanger: „Bodenmais ist hier Vorreiter und beweist, dass Digitalisierung keine Frage der Größe ist. Doch auch andere Gemeinden investieren in digitale Besucherlenkung. Wir haben bereits über 120 Anträge mit einer Fördersumme von rund 1,2 Millionen Euro bekommen. Doch da geht noch mehr: Überzeugen Sie die Touristiker und Verantwortlichen Ihrer Kommune, jetzt aktiv zu werden.“

Die Förderung zur digitalen Besucherlenkung ist Teil des Sonderprogramms „Tourismus in Bayern – fit für die Zukunft„. Anträge können alle Betreiber von touristisch relevanten Parkplätzen und Attraktionen stellen. Die Förderquote beträgt 75 Prozent. Maßnahmen müssen bis Herbst 2022 umgesetzt werden.

Bericht und Foto: Bayerisches Wirtschaftsministerium

Redaktion

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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