Land- & Forstwirtschaft

Bienenschwarm-Freuden an Fronleichnam  

Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Außergewöhnlich hoch ließ sich am Fronleichnamstag ein zugeflogener Bienenschwarm in Prien-Prutdorf nieder. In sechs Metern Höhe eines Kiefern-Baumes war es für den erfahrenen und 85jährigen Imker Leopold Schlosser aus Prien-Stetten und seinen Enkel Florian Hötzelsperger eine kleine Herausforderung, das große, ausgeschwärmte Volk nach unten zu holen.

„Bienen schwärmen im Mai und Juni aus, manchmal schon Ende April, interessanterweise gerne am Feiertag Fronleichnam, sie sind eine Wissenschaft für sich“ – so Leopold Schlosser, der aufgrund seiner vielen Jahre an Erfahrung mit der Imkerei noch hinzufügt: „Da kannst Du über 100 Jahre alt werden, bei den Bienen gibt es immer wieder neue Naturanpassungen, aus denen wir lernen können“.  21 Tage dauert es bis die Jungbienen ausflugstauglich sind. Ein dann großer Schwarm hat dann als Volksstärke schon bis zu 50.000 bis 70.000 Bienen. Sie alle folgen ihrer Königin, diese zu erwischen ist somit das oberste Ziel der Imker bei einem Schwarm. Ob das heurige Jahr ein gutes Honig-Jahr wird sich erst zeigen – so die Imker nachdem sie mit Leiter, Wasserbesprühung und Ast-Abschneidungen das neue Bienenvolk am Boden in den vorgesehenen Kasten und ihr neues Zuhause gebracht haben. Dass sich dabei auch Bienenstiche ergeben, ist keine Sorge. Leopold Schlosser zum Beispiel führt die bis zu 20 Stiche an einem Tag und das damit erhaltene „Gift“ auch darauf zurück, dass er noch nie eine Grippe gehabt hat. Und der junge Nachwuchs-Imker Florian reagiert wie folgt: „In ein paar Stunden siehst und spürst Du nichts mehr“.

Fotos: Hötzelsperger –     Eindrücke von einem Bienenschwarm-Fang an Fronleichnam in Prien-Prutdorf

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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