Tourismus

Bernauer ehren Bernhard Schulz mit Trauerfeier und Ehrensalut

Anton Hötzelsperger
Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Eine große Trauergemeinde fand sich in der Bernauer Pfarrkirche St. Laurentius ein, um im Rahmen eines Trauergottesdienstes Abschied zu nehmen von Bernhard Schulz. Wie berichtet verstarb der langjährige Leiter der Bernauer Tourist-Information nach schwerer Krankheit im Alter von 63 Jahren, seine letzte Ruhestätte fand er in seiner Heimatstadt Offenburg im Schwarzwald im dortigen Städtischen Friedhof.

Kaplan Stefan Leitenbacher erinnerte zu Beginn des Gottesdienstes an den Wert von Gemeinschaft und von Verbundenheit. Diese Eigenschaften kamen sichtbar und schön zum Ausdruck durch die große Anzahl von zahlreichen Freunden, Kollegen und Weggefährten. „Das ihm vormals fremde Bernau ist Bernhard Schulz zur Heimat geworden, er hat das Leben hier mitgestaltet und so ist die Chiemseeregion zu einer wichtigen Lebensstation für ihn geworden“ – sagte der Kaplan, der beim Rückblick auf den Lebenslauf von Bernhard Schulz den Weg vom Wirtschafts-Gymnasium im Schwarzwald über den Bundeswehrdienst an der Deutschen Botschaft in Washington bis zur schulischen Weiterbildung in Worms nachzeichnete. Bürgermeister Philipp Bernhofer würdigte die beruflichen und menschlichen Leistungen von Bernhard Schulz mit Dankesworten und er sagte: „Die heutige Trauer passt gar nicht zur Lebensfreude und Fröhlichkeit, die Bernhard Schulz zu eigen war. In seinem Beruf, der eine Schnittstelle zur Öffentlichkeit war und der tagtäglich verlangte, den Anliegen, Wünschen und zum Teil auch den Aggressionen der Menschen gerecht zu werden, hat er Stehvermögen gezeigt. Bernhard Schulz hat ob seiner vielen Fähigkeiten und Ausbildungen den Bernauer Tourismus vom analogen ins digitale Zeitalter geführt, er gab Anregungen und Impulse bei vielen Tourismus-Projekten wie dem Chiemsee-Ringlinien-Bus, bei der bayrischen-tirolerischen Grenzenlos-Gemeinschaft sowie beim Bernauer Bahnhof und Wanderwegenetz“. Wie Bürgermeister Bernhofer weiter ausführte, war er als Beirat beim Tourismusverband München-Oberbayern, bei der IHK Oberbayern sowie bei verschiedenen Tourismus-Bildungsstätten ein gefragter Fachmann, Prüfer und Dozent. „Bernhard Schulz war ein immer fröhlicher Herzens-Mensch, der fest im Glauben verwurzelt und in den Ortsvereinen integriert war“, so der Bürgermeister. Unter anderem war Schulz aktiv bei der Wiedergründung der Bernauer Gebirgsschützenkompanie dabei. Ihm, dem Leutnant der GSK Bernau zu Ehren erschienen die Fahnenabordnungen der Kompanien von Bernau, Neubeuern und Söllhuben und unter der Leitung von Hauptmann Matthias Wicha gab die Bernauer Kompanie nach der Trauerfeier im Bernauer Friedhof einen dreifachen Ehrensalut. Den Gottesdienst gestalteten fünf Mitglieder der Hafenstoana Alphornbläser sowie Organistin Annette Bauer musikalisch. Insgesamt war Bernhard Schulz 23 Jahre Leiter der Tourist-Information Bernau, im ersten Monat seines offiziellen Ruhestands musste er sterben.

Fotos: Hötzelsperger – Eindrücke von der Trauerfeier bzw. Ehrensalut für Bernhard Schulz

 

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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