Brauchtum

Berliner Alphorn in der Schweiz und in Bayern unterwegs

Anton Hötzelsperger
Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Es ist inzwischen schon zur Tradition geworden, dass sich jedes Jahr im August Alphornspieler aus der Schweiz und Deutschland zu einem Workshop in Calonico, im Schweizer Kanton Tessin, treffen. Eingeladen hierzu hat der bekannte Alphornprofi Balthasar Streiff aus Basel. Als Meister des Alphorns versteht er es bestens, neben traditionellen Klängen auch moderne Musikstücke auf dem Schweizer Kultinstrument den Teilnehmern  nahezubringen.

Auf einer Alm in 1200 Meter Höhe, mit Blick auf den St. Gotthard, ist es immer wieder ein Erlebnis, mit Schweizer Freunden zu musizieren. Dieses Mal war auch wieder der Wettergott gnädig und lies an dem Wochenende die Regenwolken außen vor. Mit dabei war auch Helmut Amberger vom Berliner Alphornorchester.

Nach dem musikalischen Klangerlebnis im Schweizer Hochgebirge ging es dann wieder zurück nach Deutschland, nach Bayern, ins Allgäuer Alpenvorland. In dem reizvollen Dörfern Ober- und Unterbleichen, nahe der Stadt Krumbach, dem Herzen Mittelschwabens, wurde gerade der Feiertag „Maria Himmelfahrt“ feierlich begonnen. Im Anschluss an das Hl. Amt  mit Kräuterweihe, in der prachtvoll renovierten Dorfkirche von Unterbleichen, benannt auch  nach dem Marienfest „Maria Himmelfahrt“, lud die Kirchengemeinde zu einem traditionellen Weißwurstfrühstück auf dem Dorfplatz ein.

Nach einem Alphornständchen auf dem Haldeberg von Oberbleichen, mit Blick auf die dortige wunderschöne Dorfkirche, ging  es dann weiter nach München. Dort gab es ein Treffen besonderer Art mit Wilfried Griebel, dem bekannten Münchner Autor des außergewöhnlichen Buches „Bergführer Berlin“, ein Stadtführer für urbane Gipfelstürmer, in dem die über 50 Erhebungen der Bundeshauptstadt beschrieben sind. Er hatte sich angeboten, als „Bergführer“ die Besteigung des höchsten Gipfels von München, dem Olympiaberg im Olympiapark, zu begleiten. Trotz festem Schuhwerk war der Aufstieg bei sengender Hitze und mit dem Alphorn auf den Rücken nicht gerade einfach. Dafür wurde man auf dem 565 Meter (über NN) hohen Berg mit einem fantastischen Rundblick über die  Landeshauptstadt Bayerns belohnt, dazu mit Alphornklängen als Bereicherung des Musiksommers im Olympiapark.

Beim Abstieg verwies „Bergführer“ Griebel auch auf Münchens höchstgelegenen Biergarten, der Olympia Alm. Es ist ein echter Insidertipp, da dieser Biergarten etwas abseits vom touristischen Teil des Olympiaparks liegt, in ruhiger und alpenländlicher Atmosphäre. Bei kühlem Bier und deftiger bayerischer Hausmannskost, fand somit die Bergtour besonderer Art, sowie die Alphorn-Rundreise durch die Alpen einen gemütlichen Abschluss.

Helmut Amberger – 1. Vorsitzender vom Verein der Bayern in Berlin e.V.

 

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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