Leitartikel

Bayernbund ehrt Trachtler-Chef Max Bertl

Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Bayernbund Kreisverband Weilheim-Schongau/Garmisch-Partenkirchen – Max Bertl hat sich in außerordentlicher Weise für das christliche Brauchtum in Bayern und das Allgemeinwohl engagiert.

 Es ist mittlerweile eine schöne und langjährige Tradition, dass der Kreisverband Weilheim-Schongau/Garmisch-Partenkirchen des Bayernbundes alljährlich zum Bayerischen Verfassungstag Persönlichkeiten mit seinem Ehrenring auszeichnet, die sich über viele Jahre hinweg für die Allgemeinheit eingesetzt haben und dabei unsere Region über ihre Grenzen hinaus bekannt gemacht haben. In diesem Jahr hat sich der Kreisvorstand einstimmig für den Landesvorsitzenden des Bayerischen Trachtenverbandes Max Bertl aus Wildsteig ausgesprochen. In den früheren Jahren wurde der Ehrenring immer im Rahmen einer festlichen Veranstaltung verliehen. In diesem Jahr war dies leider nicht möglich, um den Geehrten und die Gäste vor einer Infektion mit dem Coronavirus zu schützen. Deshalb fand die Verleihung in kleinstem Rahmen statt.

Als Laudator hatte sich der Landesvorsitzende des Bayernbundes, Sebastian Friesinger zur Verfügung gestellt. Er war eigens angereist, weil ihn eine langjährige Freundschaft mit Max Bertl verbindet und beide auch als Landesvorsitzende ihrer Verbände in der kommissarischen Leitung der Bürgerallianz Bayern zusammenarbeiten. Sebastian Friesinger dankte dem Kreisverband des Bayernbundes dafür, die Laudatio halten zu dürfen und rief die zahlreichen ehrenamtlichen Engagements in Erinnerung, die Max Bertl in den vergangenen Jahrzehnten ausgeübt hat. Der Zimmerermeister und passionierte Jäger führte nicht nur den eigenen Betrieb in Wildsteig. Als Pfarrgemeinderat, Gemeinderat und Mitglied des Kreistages ging und geht seine Sorge weit über den beruflichen und familiären Rahmen hinaus. Seine besondere Liebe gilt der bayerischen Tracht und ihrer Pflege. Er ist Mitglied in seinem Heimatverein „Alpengruß“ Wildsteig. Darüber hinaus war er fünf Jahre zweiter und 21 Jahre erster Gauvorstand.

2011 sprachen dem damaligen stellvertretenden Landesvorsitzenden die Mitglieder des Bayerischen Trachtenverbandes ihr Vertrauen aus und wählten ihn zu ihrem Landesvorsitzenden. Seitdem ist er „Bayerns oberster Trachtler“. Neben vielen anderen Ehrungen wurde Max Bertl 2018 mit dem Bayerischen Verdienstorden ausgezeichnet. Ministerpräsident Dr. Markus Söder würdigte sein Wirken für den Bayerischen Trachtenverband und ganz besonders für die finanzielle und bautechnische Verantwortung für den Umbau des Trachtenkulturzentrums in Holzhausen bei Landshut. Darüber hinaus wurde er 2018 auch noch mit der Eustachius-Medaille des Bayerischen Jagdverbandes und dem päpstlichen Gregorius-Orden geehrt. In seiner Laudatio würdigte damals Reinhard Kardinal Marx den Wildsteiger als einen Mann, der sich in außerordentlicher Weise für das christliche Brauchtum in Bayern und das Allgemeinwohl engagiert. Max Bertl engagiert sich darüber hinaus im Beirat des Festring München e.V. sowie in der Bayerischen Einigung e.V. Außerdem ist er Mitglied im Landesbeirat des Bayernbundes. Zur Neuwahl des Landesvorsitzenden des Bayerischen Trachtenverbandes tritt Max Bertl, demnächst 75 Jahre alt, nicht mehr an. Die Wahl seines Nachfolgers sollte eigentlich auf der letzten Landesversammlung stattfinden, musste aber aus bekannten Gründen auf 2021 verschoben werden. (Fritz Lutzenberger)

Fotos: Fritz Lutzenberger – Den Ehrenring des Bayern-Kreisverbandes überreichte Landrätin Andrea Jochner-Weiß an Max Bertl, verbunden mit herzlichen und persönlichen Glückwünschen für den Jubilar. (v.l. Annemarie Bertl, Max Bertl, Kreisvorsitzender Ludwig Bertl aus Schönberg, Landrätin Andrea Jochner-Weiß und Bayernbund-Landesvorsitzender Sebastian Friesinger.Anschließend an die Verleihung des Ehrenrings bedankte sich Max Bertl beim Bayernbund für die Auszeichnung und dankte seiner Frau für ihr Verständnis und ihre Unterstützung.

Laudatio zur Verleihung des Ehrenringes des Bayernbundes vom Kreisverband Weilheim-Schongau/Garmisch-Partenkirchen an Max Bertl am 1. Dezember 2020 durch Sebastian Friesinger, Landesvorsitzender des Bayernbundes.

 Ein herzliches Grüß Gott an

  • Max und Annemarie Bertl,
  • Landrätin Andrea Jochner-Weiß,
  • Kreisvorsitzenden Ludwig Bertl,
  • Stellvertretenden Kreisvorsitzenden Altlandrat Luitpold Braun

Es ist mir eine große Ehre, für einen Mann mit so viel Verdiensten für unser Land Bayern, sowie für unsere Trachten- und Gesprächskulturen und einen sehr guten Freund meinerseits, die Laudatio anlässlich der Überreichung des Ehrenringes des Bayerbundes des Kreisverbandes Weilheim-Schongau/Garmisch-Partenkirchen halten zu dürfen. Die Anfrage hat mich natürlich narrisch g‘freit und dass i für die Laudatio zu euch kemma derf, – das mach i natürlich auch ganz besonders gern.

Der Kreisverband überreicht jedes Jahr am Verfassungstag seinen Ehrenring an Persönlichkeiten, die das Wirkungsgebiet des Kreisverbandes überörtlich in ausgezeichneter Weise repräsentiert haben sowie sich für unser Bayern außergewöhnliche Dienste erworben haben. Mit diesen Grundvoraussetzungen bestens ausgestattet ist der diesjährige Ehrenringträger Max Bertl, es ist zudem die höchste Auszeichnung die der Kreisverband vergeben kann. Max Bertl erfüllt alle Kriterien über 100%. Vielleicht war das typisch bayerische gar nicht der Anfang des jungen Max Bertl, der als vierter Sohn auf einem Bauernhof aufwuchs und früh die Zimmererlehre anging. Waren doch Arbeit und Leistung zu erbringen für sich und die Seinen der Antrieb in den jungen Jahren, in denen er seit 1970 mit seiner Ehefrau Annemarie eine treue und feste Unterstützung in all seinem Tun und Handeln hat. So war es Max Bertl schon in jungen Jahren wichtig, Ehrenämter anzunehmen, wie 1978 als Gemeinderat, sowie 1984 als Verwaltungsrat der Verwaltungsgemeinschaft und ab 2002 das Mandat eines Kreisrates im Landkreis Weilheim-Schongau.

Zugleich wirkte er ab 1978 als Pfarrgemeinderatsmitglied und 1991 als stellvertretender Hegeringleiter der Hegegemeinschaft Steingaden – denn es war klar, dass er auch diese ihm angetragene Aufgabe als leidenschaftlicher Jäger gerne annahm. Dazu wurde er ab 2004 Beirat im Landesverband zur Heimatpflege und später Landesbeirat im Bayernbund sowie im Vereinsausschuss stets für seine geliebte Heimat mit Einsatz aktiv. Mit dem Jahr 1964 und der Mitgliedschaft im Trachten-Verein Alpengruß Wildsteig begann sein „Trachtler-Leben“. Mit der Annahme des zweiten Vorstandes im 1984 und bis 1986 fortgeführt, setzte er als 1.Vorstand von 1986 – 1991 heimatliche Schwerpunkte. Mit seinen gezeigten Fähigkeiten war auch für seine Heimatgemeinde Wildsteig 2009 es eine Selbstverständlichkeit ihn zum Festleiter der 900 Jahr-Feier zu ernennen. Der Name Max Bertl war im Trachtengau „Oberer Lechgau“ schnell ein Begriff und so wurde er 1982 zweiter Gauvorstand und 1987 zum ersten Gauvorstand gewählt.

Als der 2009 neu ernannte Gau-Ehrenvorstand sowie natürlich als aktives Mitglied im Lenkungsausschuss beim Umbau des Trachtenkulturzentrums im niederbayerischen Holzhausen bei Landshut war er als stellvertretender Landesvorsitzender des bayerischen Trachtenverbandes von 2002 – 2011 ein großer Unterstützer dieses Jahrhundertvorhabens und gerne die rechte Hand von Otto Dufter. Seit 2011 bis heute ist Max Bertl nun als erster Landesvorsitzender des bayerischen Trachtenverbandes ein über die Landesgrenzen hinweg hoch geschätzter „Oberster Trachtler Bayerns“. „Das wichtigste in unserem Tun ist der Erfolg der Jugendarbeit, deshalb wünscht er sich in diesen besonderen Zeiten, dass Tradition und Bräuche auch fortan in der Gesellschaft lebendig bleiben!“ Dieser Satz von Max Bertl anlässlich einer BR Sendung „Trachten- und Musikantentreffen“ ist nichts mehr hinzuzufügen. Max Bertl, ausgestattet mit einer ganz besonderen Ausstrahlungskraft, ist daher auch für die Organisationen wie die Bürger-Allianz Bayern ein Vorbild für den Einsatz im Ehrenamt. Bürgerallianzsprecher Dr. Jürgen Vocke nannte ihn einmal „einen besonderen Türöffner für wichtige Partner, Sponsoren und Ministerien“. Meinerseits möchte ich ebenfalls ein ganz ein großes „Danke“ sagen, dass Max Bertl im kommissarischen Organisationskreis der Bürgerallianz einen sehr wichtigen Beitrag leistet, und als guter Freund und Ratgeber mit seiner Lebensweisheit der ehrenamtlichen Erfahrung für die Bürgerallianz, dem Bayernbund und ganz Bayern zur Verfügung steht!  Lieber Max „Vergelt‘s Gott“! Zudem machte er in seiner geringen Freizeit neben dem Zimmererbetrieb und dem Ehrenamt noch mit großer Freude und Leidenschaft das Amt als Hochzeitslader, und wie er selber sagt als „Ehre“ auch gerne einen Primizlader. Dies war wiederum bei der Hochzeitsausstellung in Holzhausen für alle mit großer Freude zu sehen.

Ihm war auch ein gemeinsames Treffen bei der Vorstellung des oberbayerischen Festtags- und Brauchtumskalenders genauso wichtig wie ein Besuch in Rom bei Papst Benedikt. Die Wertschätzung der kleinen stetigen Dinge im Leben macht ihm Freude und dafür gibt er seinen ganzen Einsatz genauso wie bei Gesprächen mit der hohen Politik. Es muss jedoch auf alle Fälle dem Land Bayern und natürlich den bayerischen Trachtenverband dienlich sein. Ob beim Sommerempfang im Schloss Schleißheim, oder bei so manchem Neujahresempfang in unserem Heimatland. Ob beim Gespräch mit BR-Intendant Ulrich Wilhelm oder mit Heimatminister Albert Füracker, ob Landtagspräsidentinnen, Ministerpräsidenten, Bundeskanzlerin oder Bundespräsidenten, alle tauschen sich gerne mit Max Bertl aus und sind für seine mit Überzeugungskraft vorgetragenen Bitten und Anliegen stets offen. Bekommen jedoch seine Trachtler nicht die nötige Wertschätzung, gibt er dies genauso kund, so geschehen bei der Verfassungsfeier in Franken und er bringt diese Vorkommnisse in den nächsten Verhandlungen für seinem Trachtenverband natürlich umso nachhaltiger und vorteilhaft für seinen Trachtenverband wieder ein. Dabei ist dem Bertl Max keiner böse, denn er hat eine innere Einstellung und die Gabe Anliegen vorzutragen, dass jeder sofort merkt, er will nur den Zusammenhalt und die Gemeinschaft fördern und festigen. Genau diese Tugenden haben ihn schon oftmals für Auszeichnungen vorschlagen lassen und sind Fundament für sein nachhaltiges Wirken und seinen ehrenamtlichen Erfolg.

Was mit der Verleihung der Bezirksmedaille im Jahr 2000 begann und im Jahr 2002 mit der Überreichung des Ehrenkruges der Gemeinde Wildsteig Fortsetzung fand, wurde 2002 mit der Verleihung des Ehrenzeichens des bayerischen Ministerpräsidenten besonders gewürdigt. Dies ist ebenfalls Ausdruck von Dankbarkeit und Einsatz im Ehrenamt im ganz besonderen Sinn. Die silberne Ehrennadel des Bayernbundes Kreisverbandes 2004 und die goldene Verdienstmedaille der Gemeinde Wildsteig folgten im Jahr 2012. Höhepunkt war sicherlich die Überreichung des Bundesverdienstkreuzes am Bande 2016 und der Bayerische Verdienstorden, beides überreicht durch die Ministerpräsidenten des Freistaates Bayern. Es folgten im Jahre 2018 noch die Eustachius-Medaille des bayerischen Jagdverbandes, verbunden mit dem Dank der Bürgerallianz Bayerns sowie der päpstliche Gregorius-Orden für Max Bertl im Jahre 2019. Im gleichen Jahr wurde ihm ebenfalls das Ehrenzeichen in Gold vom Tiroler Landes- Trachtenverband mit großer Dankbarkeit und grenzübergreifender Wertschätzung überreicht.

Dies alles waren nicht nur Auszeichnungen für den Einsatz für cirka 800 Vereine in 22 Trachten-Gauverbänden sondern auch insbesonders ein Dank für die Einsatzbereitschaft für seine Gemeinde, den Landkreis und sein Heimatland Bayern. Stets Verbunden mit der Sorge um seine Ehefrau Annemarie, seinen Betrieb und seine Mitarbeiter, denn war stets oberstes Gebot von Max Bertl. Dazu ist er immer der Max mit der besonderen Ausstrahlung und der Aura, versehen mit dem Auge für sich und die seinen und unserer Heimat geblieben! Hochachtung! Lieber Max wir bräuchten viel mehr solche Vorbilder wie dich! Herzliche Gratulation – verbunden mit dem Wunsch nach noch langer Gesundheit und weiterhin Freude am Ehrenamt – Dein Bayernbund –

Gott mit dir – Du Land der Bayern!

Bericht und Bilder: Bayernbund – www.bayernbund.de – Fritz Lutzenberger / Weiß-Blaue Rundschau

 

 

 

 

 

 

 

 

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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