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Bayern stockt Mittel für Dorferneuerungen auf

Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Gute Nachricht für Bayerns ländliche Kommunen: Die für die Ländliche Entwicklung zuständige Agrarministerin Michaela Kaniber hat insgesamt 40 Millionen Euro zusätzlicher Mittel für die Dorferneuerung bereitgestellt. Wie die Ministerin in München mitteilte, werden die für die Dorferneuerung in Bayern in diesem Jahr zur Verfügung stehenden 90 Millionen Euro durch Umschichtungen um 20 Millionen Euro aufgestockt. Zudem stehen für Projekte bis 2025 EU-Mittel in Höhe von ebenfalls 20 Millionen Euro bereit. „Dorferneuerung ist Liebe zur eigenen Heimat im ländlichen Raum praktisch umgesetzt. Durch die erfreulich hohe Nachfrage der Gemeinden, von Kleinstunternehmern und privaten Bauherren nach unseren Maßnahmen der Dorferneuerung könnten nicht alle Projekte zeitnah gefördert werden. Vor allem unsere attraktive Initiative ‚Innen statt außen‘ kommt sehr gut an. Deswegen habe ich entschieden, dass in diesem Jahr auch Mittel aus dem EU-Wiederaufbaufonds für die Ländliche Entwicklung bereitgestellt werden. Ich bin mir sicher, dass das zur Entspannung der Situation beitragen und die Projekte voranbringen wird“, sagte die Ministerin in München.

Die Unterstützung der ländlichen Gemeinden ist nach Überzeugung Kanibers in der aktuellen Situation besonders vordringlich: „Der durch die Corona-Pandemie beschleunigte digitale Wandel schafft neue Möglichkeiten des Arbeitens fernab der Ballungsräume. Damit daraus neue Chancen und Perspektiven für unsere ländlichen Räume entstehen, müssen die Dörfer und Gemeinden noch attraktiver werden. Dazu müssen wir den Gemeinden kontinuierlich helfen, ihre wichtigen, mit den Bürgern erarbeiteten Projekte zu verwirklichen. Diese Investitionen kommen auch der regionalen Wirtschaft und den Handwerksbetrieben zugute. Vitale ländliche Räume gibt es nicht zum Nulltarif – aber es ist ein sehr gut angelegtes Geld, das vielfältige Früchte trägt.“

Die Dorferneuerung ist in Bayern seit nunmehr 40 Jahren ein Erfolgsmodell. Aktuell profitieren von ihr 970 Gemeinden mit 2.200 Dörfern. Durch die Bürgermitwirkung und ihrem breiten Themenspektrum trägt die Dorferneuerung erfolgreich dazu bei, gleichwertige Lebensverhältnisse und Arbeitsbedingungen in Bayern zu schaffen.

Weitere Informationen zur Dorferneuerung in Bayern gibt es im Internet unter www.landentwicklung.bayern.de/dorferneuerung.

Bericht: Bayerisches Landwirtschaftsministerium

Foto: Hötzelsperger – Dorfplatz in Törwang auf dem Samerberg

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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