Land- & Forstwirtschaft

Bayern: 4.566 landwirtschaftliche Grundstücke wechselten den Eigentümer

Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Im Jahr 2020 wurden in Bayern 4 566 landwirtschaftliche Grundstücke (ohne Gebäude und ohne Inventar) mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 6 408 Hektar für insgesamt 410,0 Millionen Euro verkauft. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik weiter mitteilt, errechnet sich daraus ein durchschnittlicher Kaufwert von 63 986 Euro je Hektar Landwirtschaftsfläche. Die durchschnittlichen Kaufwerte je Hektar unterscheiden sich je nach Region zum Teil erheblich. Die Bandbreite reicht dabei von 112 118 Euro in Oberbayern zu 24 738 Euro in Oberfranken.

Auf Basis der Meldungen der Finanzämter ermittelte das Bayerische Landesamt für Statistik, dass in Bayern im Jahr 2020 4 566 landwirtschaftliche Grundstücke mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 6 408 Hektar verkauft wurden. Es handelt sich um Grundstücke ohne Gebäude und ohne Inventar mit einer Mindestgröße von 1 000 m², die zumindest in einem überschaubaren Zeitraum weiterhin landwirtschaftlich als Acker- oder Grünland genutzt werden. Die Kaufsumme betrug insgesamt 410,0 Millionen Euro. Je Verkaufsfall wurden durchschnittlich 1,4 Hektar landwirtschaftlich genutzte Fläche veräußert. Bei 56,5 Prozent der Kauffälle lag die Fläche unter einem Hektar, in lediglich 3,8 Prozent der Fälle wechselten mindestens fünf Hektar Landwirtschaftsfläche den Besitzer.

Im Schnitt wurden im Jahr 2020 in Bayern landwirtschaftlich genutzte Flächen zum Wert von 63 986 Euro je Hektar (6,40 Euro je m²) verkauft. Der Unterschied zwischen den durchschnittlichen Kaufwerten je Hektar war in den einzelnen Regierungsbezirken erheblich. Am höchsten war er mit 112 118 Euro in Oberbayern. Auch in Niederbayern (100 298 Euro) wurde ein überdurchschnittlicher Hektarpreis erzielt. Der niedrigste Verkaufswert errechnete sich mit 24 738 Euro für den Regierungsbezirk Oberfranken. Das sind 61 Prozent weniger als im Landesdurchschnitt und ein gutes Fünftel des Hektarpreises in Oberbayern. Deutlich unter dem Landesmittel lag auch der in Unterfranken erzielte Hektarerlös (29 849 Euro). Es ist allerdings zu beachten, dass es sich bei der Kaufwertestatistik methodisch um keine echte Preisstatistik handelt, sodass die durchschnittlichen Kaufwerte für einen regionalen und zeitlichen Vergleich nur bedingt aussagekräftig sind. So wird der Verkaufspreis bei jeder Grundstückstransaktion durch andersgeartete kauffallspezifische Eigenschaften wie Bodenqualität, Lage, Nutzungsart oder Grundstücksgröße maßgeblich beeinflusst.

Bericht: Bayerisches Landesamt für Statistik

Foto: Rainer Nitzsche (Luftaufnahme Samerberg)

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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