Gesundheit & Corona

Bayerisches Gastgewerbe wieder im Aufwind

Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger
Vor-Corona-Werte aus dem Jahr 2019 bei Umsatz und Zahl der Beschäftigten allerdings weiter verfehlt

Wie das Fachteam des bayerischen Landesamts für Statistik nach den vorläufigen Ergebnissen der „Monatsstatistik im Gastgewerbe“ berichtet, steigt der Umsatz im Gastgewerbe in Bayern im ersten Halbjahr 2022 gegenüber dem Vorjahreszeitraum nominal um 110,7 Prozent und preisbereinigt um 100,4 Prozent. Die Zahl der Beschäftigten nimmt im gleichen Zeitraum um mehr als ein Fünftel zu. Nichtdestotrotz liegen Umsatz und Beschäftigtenzahl noch im zweistelligen Prozentbereich unter den Werten des ersten Halbjahres 2019.

Im Juni 2022 verzeichnet das bayerische Gastgewerbe zum Vorjahresmonat eine Umsatzzunahme von 36,9 Prozent nominal und 28,2 Prozent preisbereinigt. Verglichen zum Juni 2019 erhöht sich der nominale Umsatz um 0,9 Prozent, während der preisbereinigte Umsatz um 10,8 Prozent zurückgeht. Die Zahl der Beschäftigten wächst im Juni 2022 im Vergleich zum Juni 2021 um 13,3 Prozent, liegt aber in ähnlicher Größenordnung (-13,4 Prozent) noch unter der Beschäftigtenzahl des Juni 2019 vor der Corona-Pandemie.

Fürth/Schweinfurt. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik weiter mitteilt, steigt im ersten Halbjahr 2022 der nominale Umsatz der bayerischen Gastronomie gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 81,6 Prozent und der reale Umsatz um 71,5 Prozent. Einen prozentual noch stärkeren Umsatzzuwachs erzielt unterdessen die Beherbergung mit einem Plus von 185,5 Prozent nominal und 170,6 Prozent preisbereinigt. In den ersten sechs Monaten 2022 sind in der Beherbergung 13,2 Prozent und in der Gastronomie sogar über ein Viertel mehr Beschäftigte tätig als noch im gleichen Zeitraum vor einem Jahr. Nichtsdestotrotz ist das Umsatz- sowie Beschäftigtenniveau des ersten Halbjahres vor Corona 2019 weder in der Beherbergung noch in der Gastronomie erreicht. Die Lücke beträgt im Gastgewerbe insgesamt noch gut 20 Prozent beim preisbereinigten Umsatz und nahezu 16 Prozent bei den Beschäftigten.

Im Juni 2022 erhöht sich der Umsatz in der Beherbergung im Vergleich zum Vorjahresmonat nominal um gut die Hälfte und real um 39,4 Prozent. Prozentual weniger stark, aber ebenfalls deutlich nimmt der nominale und preisbereinigte Umsatz in der Gastronomie, mit einer Steigerung um 28,9 Prozent bzw. 21,1 Prozent, zu. Die Beschäftigtenzahl wächst im Juni 2022 um 8,3 Prozent in der Beherbergung sowie um 15,8 Prozent in der Gastronomie. Sowohl Beherbergung als auch Gastronomie haben im Juni 2022 den nominalen Umsatz des Juni 2019 erreicht und verzeichnen sogar ein leichtes Umsatzplus von jeweils unter einem Prozent. Der preisbereinigte Umsatz liegt jedoch in beiden Wirtschaftsabteilungen, mit 8,5 Prozent in der Beherbergung und 12,6 Prozent in der Gastronomie, unter dem Umsatz des Juni 2019 vor der Corona-Krise.

Trotz Anstieg der Beschäftigtenzahl zum Vorjahresmonat, hat die Zahl der Beschäftigten in der Beherbergung und der Gastronomie das Niveau des Juni 2019 nicht erreicht.Im Vergleich zum Mai 2022 steigt im Juni 2022 in Bayerns Gastgewerbe der nominale Umsatz um 1,9 Prozent und die Zahl der Beschäftigten um 1,8 Prozent.

Bericht: Bayerisches Landesamt für Statistik

Foto: Hötzelsperger

Redaktion

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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