Kultur

Bayerischer Musik-Marathon im Ruhrpott

Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Seit 19 Jahren treffen sich zum Vatertag beim Bayernverein „Einigkeit Dortmund e.V.“ zahlreiche Musiker zum volkstümlichen Musizieren. Eingeladen sind Freunde der bayerischen Volksmusik aus ganz Europa, vom niederländischen Nordseestrand bis in die Alpen. Insbesondere mit Teilnehmern aus den Niederlanden hat sich das Treffen zu einem internationalen Musikanten-Event entwickelt.

Als bayerischer Hobby-Musiker war auch ich erstmals zu dieser traditionellen Musikveranstaltung aus Berlin angereist, Alphorn und Akkordeon im Gepäck. Bereits am Sonntag davor war ich schon einmal Gast  bei den Dortmunder Bayern zum Almauftrieb, wo ich gemeinsam mit den Herdecker Alphornbläsern für alpenländliche Klänge im Ruhrpott sorgen durfte.

Gegenüber dem Almauftrieb hatte sich das Wetter doch merklich abgekühlt. Man konnte es jedoch bei entsprechender Bekleidung durchaus auf der gepflegten Almwiese aushalten. Wenigstens hatte es nicht geregnet. Umso mehr drängelten sich die Gäste in der urigen Almhütte „Almfrieden“. Das Interesse an dem Event war groß. Es gab kaum noch freie Sitzplätze auf der Bayern-Alm.

Der Vereinsvorsitzende Jürgen Wörl hieß die Musiker mit ihren Fans zum 19. Volksmusikantentreffen auf der Bayernalm herzlich willkommen. In seinen einleitenden Worten betonte er, dass gerade die Volksmusik, neben dem Trachtentanz, mit zur Pflege der bayerischen Traditionen gehört.  Volkstümliche Musik verbindet uns zudem über Grenzen hinweg, so Jürgen Wörl.

Mit den Herdecker Alphorn-Trio, Andrea Schober, Reinhard Scholz und Tim Lin hatte ich die Ehre, in deren blauem Outfit, dieses Treffen mit anzublasen. Danach gab es nonstop Volksmusik pur. Sowohl auf dem Freigelände als auch in der Almhütte erklang volkstümliche Musik  ohne Pause. Selten hatte ich so viele Harmonikaspieler zusammen erlebt, und das alles Nicht-Bayern. Nahezu alle beherrschten ihre „Steierische“ perfekt. Natürlich waren auch Musiker mit anderen Musikinstrumenten vertreten, wie Gitarre, Akkordeon, Trompete, Bariton, Tuba, Löffel und Alphorn.

Höhepunkt war die eigene Kapelle des Bayernvereins, die „Bayern-Musi“, wozu der Vorsitzende Jürgen Wörl die Tuba blies. Dazu mit Gitarre, Bariton und zwei Steierischen ertönte Volksmusik auf höchstem Niveau. Ebenso die Klänge vom Vereins-Duo Josef Gwose auf der Steierischen und Elisabeth Brinkmöller auf der Gitarre, beide leidenschaftliche Volksmusikanten. Ein weiteres Highlight des Dortmunder Bayernvereins sind die Herdecker Alphornspieler. Dieses Mal in Vierer-Formation (Andrea, Reinhard, Tim und Helmut), verliehen sie dem Musikantentreffen eine  alpenländliche Note.

Selbstverständlich gab es auch bayerisches Bier, sowie bayerische Schmankerln wie Bratwurst, Leberkäs, Weißwurst und Brezn  aus der Almküche. Dazu eine leckere Erbsensuppe aus der Gulaschkanone von den  befreundeten Feuerwehrleuten aus Braubach am Rhein. Zum Abschluss des 8-stündigen Musik-Marathons gab es dann noch vom Vorsitzenden Jürgen Wörl für jeden Teilnehmer eine Urkunde, zusammen mit einer Einladung für den 20. Musiker-Treff, einem runden Jubiläum, im nächsten Jahr.

Bericht: Helmut Amberger – Vorsitzender vom „Verein der Bayern in Berlin e.V.“
Bilder: Andrea Schober und Helmut Amberger

Redaktion

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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