Leitartikel

Bayerische Verdienst-Medaille für Benno Pertl aus Sachrang

Anton Hötzelsperger
Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Tradition ist es zu Beginn der Münchner Reise- und Freizeitmesse „f.re.e“, dass auf der Bühne des Bayerischen Rundfunks das Bayerische Wirtschaftsministerium das ehrenamtliche Engagement für den Tourismus in Bayern würdigt. Unter den fünf ausgezeichneten Persönlichkeiten, die heuer die Medaille für Verdienste um die bayerische Gastlichkeit erhielten, befand sich auch Benno Pertl aus Sachrang in der Gemeinde Aschau i. Chiemgau. „Ehrenamtliche Helfer sind unverzichtbar für einen erfolgreichen Tourismus in Bayern“ – so Bayerns Wirtschafts- und Tourismus-Minister Hubert Aiwanger in seiner Grußbotschaft. Die öffentliche Auszeichnung nahm Amtschefin und Ministerialdirektorin Dr. Ulrike Wolf vor.

In ihrer Laudatio erinnerte Frau Dr. Wolf daran, dass Benno Pertl seit 1997 ehrenamtlicher Vorsitzender des Verkehrsvereins Sachrang ist. Zu seinen besonderen Verdiensten gehören unter anderem die Errichtung des Müllner-Peter-Museums im Jahr 2001, die Begründung und Durchführung des Sachranger Bauern- und Handwerker-Marktes sowie die grenzenlose Kooperation mit dem benachbarten Tirol. Weiter heißt es in der Laudatio: „Der Tourismus – damals noch „Fremdenverkehr“ genannt – wurde Benno Pertl schon in die Wiege gelegt. In seinem Elternhaus – dem Bergerhof in Berg bei Sachrang – waren Feriengäste schon immer willkommen und umsorgt. Bis in die 1960ger Jahre war das Café im Bergerhof ein beliebter Treffpunkt.  Auch danach, besonders im Winter bei unzähligen Langlaufveranstaltungen am „Berger Feld“ oder bei den beliebten „Ballonglühen“ ging es hier zu wie im Taubenschlag. In den neun Jahren als 1. Vorsitzender des Wintersportvereins Sachrang hat Benno Pertl viel erreicht, z.B. den Bau des Vereinsheims, den Aufbau einer erfolgreichen Damen-Fußballmannschaft mit entscheidender Hilfe seiner Frau Kathi oder das 1. Hundeschlittenrennen. Das Biathlonstadion auf seinem Grundstück erlebte hochkarätige Wettbewerbe und machte Sachrang weitum bekannt. Das ist Geschichte, aber bis heute ist der Berger-Hof ein Haus mit weit offenen Türen. Im neu erbauten Zuhaus bieten Benno Pertl und seine Frau Kathi zwei besonders auch bei Familien mit Kindern sehr beliebte Ferienwohnungen. Den Gästen wird mit viel Gespür und echter Herzlichkeit begegnet“.

Weitere Themen und Aufgaben für Benno Pertl waren und sind die Auszeichnung von Sachrang als Bergsteigerdorf, das Langlauf-Loipen- und Wander-Wege-Netz, die erste Sachranger Webcam an seinem Bauernhof mit stets aktuellen Bildern von der Langlauf-Loipe sowie viele Prientaler Themen als Mitglied des Aschauer Gemeinderates. Der Auszeichnung wohnten auch seine Frau Kathi und sein Sohn Simon bei, erste Gratulanten nach ihnen waren Landtagsabgeordneter Klaus Stöttner als Präsident des Tourismusverbandes Oberbayern-München, Christina Pfaffinger als Geschäftsführerin des Tourismusverbandes Chiemsee-Alpenland sowie Herbert Reiter als Tourismus-Chef für Aschau und Sachrang. Die weiteren Preisträger und Empfänger einer Urkunde und der Medaille für bayerische Gastlichkeit waren Hannelore Zinsmeister aus Donauwörth, Leop Pfister aus Dollnstein, Dr. Gerrit Himmelsbach aus Hösbach sowie Matthias Schmid aus Bruckbergerau.

Fotos: Hötzelsperger – 1. Ministerialdirektorin Dr. Ulrike Wolf vom Bayerischen Wirtschaftsministerium überreichte an Benno Pertl Urkunde und die Medaille für besondere Verdienste um die bayerische Gastlichkeit.

2. von links: Stephanie Vorleitner (CAT), Frau Dr. Ulrike Wolf, Herbert Reiter, Benno Pertl, MdL Klaus Stöttner und CAT-Geschäftsführerin Christina Pfaffinger.

3. Weitere Bilder von der Medaillen-Verleihung

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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