Landwirtschaft

Bayerische Tafeln retten Lebensmittel

Anton Hötzelsperger
Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Die bayerischen Tafeln sind nicht nur eine unverzichtbare Hilfe bei der Versorgung Bedürftiger, sie helfen auch wirksam gegen die Verschwendung von Lebensmitteln. Darauf hat Ernährungsminister Helmut Brunner beim Besuch der Kulmbacher Tafel hingewiesen. „Die Tafeln sind die wichtigsten Lebensmittelretter in Bayern“, sagte der Minister. Jahr für Jahr würden allein im Freistaat 33 000 Tonnen an wertvollen Nahrungsmitteln vor der Vernichtung bewahrt. Die landesweit etwa 5 000 Ehrenamtlichen versorgen damit rund 200 000 Tafelgäste im Jahr. Als Schirmherr des Landesverbands der Tafeln in Bayern hat es sich Brunner zur Aufgabe gemacht, weitere Fürsprecher und Unterstützer für die Tafeln zu gewinnen. „Wir brauchen möglichst viele Spender und Sponsoren, die uns bei dieser wichtigen Aufgabe unterstützen“, appellierte der Minister.

Die Tafeln sind auch Partner in Brunners 2016 initiiertem Bündnis „Wir retten Lebensmittel!“, dem mittlerweile 40 verschiedene Organisationen, Verbände, Unternehmen und sonstige Akteure angehören. Gemeinsames Ziel ist es, neue Wege für einen ressourcenschonenden Umgang mit Lebensmitteln zu beschreiten. So ist zum Beispiel eine digitale Anwendung geplant, mit der Tafelmitarbeiter zukünftig schneller wissen, wann und wo wertvolle Lebensmittel „gerettet“ werden können. Einer Studie zufolge können auf allen Ebenen – vom Erzeuger bis zum Verbraucher – bayernweit insgesamt 1,3 Millionen Tonnen an Lebensmitteln pro Jahr vor einer Entsorgung im Müll bewahrt werden. Weitere Informationen zum Bündnis und den geplanten Maßnahmen gibt es im Internet unter www.stmelf.bayern.de/wir-retten-lebensmittel.

Foto: Nicolas Armer –  Ministerbesuch bei der Kulmbacher Tafel

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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