Kultur

Bayerische Kasperltour startet mit neuem Ferienprogramm

Von Mitte März bis Anfang Juni hatte auch das Chiemsee Kasperltheater Corona bedingte „Sendepause“. Mit den ersten Corona-Lockerungen durfte der Kasperl dann wieder vor Kindern auftreten. Jetzt im Sommer hat er „trotz“ Corona Hochsaison, aber kämpft in der Organisation an allen Fronten gegen die Auswirkungen der Pandemie.

Zunächst war nicht klar, in welchen Sälen gespielt werden darf. Kann der Mindestabstand eingehalten werden, was sagen die Betreiber der Spielstätten? Auch viele Kommunen waren verunsichert. Die Einen sagten im Mai schon voreilig alles ab. Andere waren optimistischer und planten das Ferienprogramm voll durch. Wiederum einige Gemeinden stampften erst im Juli – kurz vor „Torschluss“ ein Notprogramm aus dem Boden. Zu guter Letzt gab es sozusagen in letzter Minute noch Änderungen in der Saalbelegung.

„Man merkte genau, wo ein Ferienprogramm „Herzensangelegenheit“ war und welche Kommune das nur als vielleicht überflüssige „Kür“ sah, beschreibt Chiemsee-Kasperl Stephan Mikat die Nöte und Diskussionen, denen er sich ausgesetzt sah.

Auch die Ordnungsbehörden waren keine Hilfe. Unterschiedlichste Aussagen zu den Hygieneauflagen und räumlichen Voraussetzungen machten die Planung der Bayerischen Kasperltour in den Sommerferien nicht leicht.

„Da waren manche Saalbetreiber päpstlicher als der Papst“ und auch die Kreisverwaltungsbehörden waren unsicher und gaben teilweise sogar falsche Auskünfte, wollten in keinster Weise Verantwortung übernehmen.

Chiemsee Kasperl Stephan Mikat hat ein eigenes Hygienekonzept auf die Beine gestellt. Sitzpläne mit Mindestabstand und Höchstbelegung mussten ausgetüftelt werden. Und ein eigenes Buchungssystem wurde für den Ticketvorverkauf auf die Internetseite www.chiemsee-kasperl.de implementiert.

Wichtig war der Wegfall der Maskenpflicht am Sitzplatz, denn wer hat schon Lust ein Kasperltheater mit Gesichtsmaske anzusehen?

Das ist bereits seit Wochen vom Tisch und so hat das Chiemsee Kasperltheater jetzt eine Ferienprogramm-Tour auf die Beine gestellt, die sich sehen lassen kann.

Teils ohne jegliche organisatorische Begleitung durch die Kommunen, teils mit vollster örtlicher Unterstützung tourt die Bayerische Kasperltour in den Sommerferien durch Oberbayern. Wichtige Partner sind auch Touristiker und besonders die Kirchengemeinden, die ihre Säle dem Kasperl immer schon gerne zur Verfügung gestellt haben. Aber auch viele Gemeinden öffnen ihre Sporthallen, teilweise sogar die Sitzungssäle der Rathäuser.

Bis zu zweimal täglich tritt Stephan Mikat zusammen mit seiner Partnerin Kathy Puchalla oder Tochter Denise auf. Gespielt werden wechselnde Geschichten unter dem Motto „Kasperls lustiger Ferienspaß“ oder „Kasperls lustige Ferienabenteuer“. Die Vorstellungen dauern kindgerecht maximal 45 Minuten.

Das genaue Programm kann auf der Internetseite des Chiemsee Kasperltheaters eingesehen werden. Hier werden auch mögliche Programmänderungen bekannt gegeben.

Für die Anmeldung gibt’s mehr Möglichkeiten: Entweder über das örtliche Ferienprogramm, wo es für angemeldete Kinder ermäßigte Eintrittskarten (5 € pro Kind) gibt. Oder über das Kasperl eigene Ticketvorverkaufssystem bei dem die Eintrittskarten online bestellt, bezahlt und sofort ausgedruckt werden können.

Kinder ab 3 Jahren sind bei den Vorstellungen willkommen. Allerdings ist immer die Begleitung mindestens eines Erwachsenen erforderlich. Kinderwägen sind in den Veranstaltungsräumen aus Sicherheitsgründen nicht erlaubt.

Das ausführliche Hygienekonzept und weitere Sicherheitshinweise, sowie aktuelle Programmänderungen gibt es unter www.chiemsee-kasperl.de.

Text und Fotos: Chiemsee-Kasperl

Anhang: Ferienprogramm

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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