Landwirtschaft

Bayer. Bauernverband fordert Holzbauoffensive

Anton Hötzelsperger
Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

„Der Freistaat und öffentliche Bauträger sollten sich verpflichten, bevorzugt in Holz zu bauen und privaten Bauherren einen CO2-Zuschuss von 180 Euro für jede in Holz verbaute Tonne CO2 zu gewähren“, forderte der Bauernpräsident. Dazu sei die Bayerische Bauordnung zu ändern und zudem die Öko- und CO2-Bilanz (betrachtet über den Lebenszyklus des Gebäudes) als Entscheidungskriterium bei Ausschreibungen zwingend vorzuschreiben.

Die Fähigkeit, ständig nachzuwachsen und dabei fortwährend Kohlendioxid zu speichern, macht Holz zu einem einzigartigen Rohstoff und Baustoff. Nachhaltige Forstwirtschaft und die Verwendung von Holz sind daher aktiver Klimaschutz. So bindet ein Kubikmeter Holz fast 1 Tonne CO2 als Kohlenstoff – darin steckt enormes Potenzial, denn pro Sekunde wächst in Bayern ein Kubikmeter Holz zu. Allein durch den jährlichen Waldzuwachs in Bayern werden 27 Mio. Tonnen CO2 gebunden. Doch Holz kann noch mehr: Das Multitalent kann energieintensiv hergestellte Rohstoffe ersetzen und bei der Energiegewinnung als Ersatz für fossile Brennstoffe dienen. „Mehr Holz als klimaneutrales Heizmaterial ist gut fürs Klima und auch die dringend nötige Entlastung auf dem Holzmarkt kann so erreicht werden. Deshalb müssen Heizanlagen für Hackschnitzel gezielt gefördert werden“, so Heidl.

Derzeit liegt die Holzbauquote bei in Bayern errichteten Wohngebäuden bei knapp 22 Prozent und damit höher als im deutschen Durchschnitt (15 Prozent). Auch die Landwirtschaft setzt auf den Rohstoff Holz, denn Holz ist der bei landwirtschaftlichen Gebäuden am häufigsten verwendete Baustoff.  Auch der Bayerische Bauernverband setzt auf Holz: Von 2002 bis heute hat der BBV bereits 12 Geschäftsstellen in Holzbauweise errichtet, zwei weitere sind gerade im Bau. Von Holzbau spricht man dann, wenn bei der Erstellung der tragenden Konstruktion des Gebäudes überwiegend der Baustoff Holz verwendet wird.

Foto: BBV – Pro Sekunde wächst in Bayern ein Kubikmeter Holz zu – wie viel das ist, zeigt dieser Klima-Holzwürfel. „Das Waldland Nummer Eins muss Holzbauland werden“, fordert Bayerns Bauernpräsident Walter Heidl von Ministerpräsident Markus Söder. Mit auf dem Bild sind BBV-Waldpräsident Josef Wutz (li.), Staatsministerin Michaela Kaniber, Landesbäuerin Anneliese Göller und BBV-Vizepräsident Günter Felßner.

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

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Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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