Leitartikel

Bartl Irlinger aus Wössen feierte 75. Geburtstag

Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Dieser Tage feierte der Bartholomäus Irlinger, der Barthl, seinen 75. Geburtstag in „seinem Oberwössen“. Seit 1978 über 40 Jahre im Gemeinderat und viele Jahre Zweiter Bürgermeister galt er im Volksmund als der „Oberwössner Bürgermeister“, auch wenn es ihm persönlich immer ein Anliegen war etwaige Barrieren zwischen den Ortsteilen Ober- und Unterwössen abzubauen. Für die Oberwössner war in Sachen Gemeindepolitik immer Irlinger der Ansprechpartner, zugleich auch Zielscheibe für jede Kritik am Rathaus unten in Unterwössen. Seit vielen Jahren erläutert und vermittelt Irlinger geduldig die Rathausentscheidungen im Oberdorf.

Ursprünglich in Berchtesgaden geboren, musste seine Mutter selbst für den Familienunterhalt sorgen, als der Vater starb. Sie gab seine Schwester und ihn, Barthl, in Obhut. Barthl war da sieben Jahre alt, er kam zur Oma nach Oberwössen-Brem. Nach der Volksschule in Oberwössen lernte er Drucker und arbeitete später in verschiedenen Druckereien ehe er seine bis heute andauernde Anstellung beim Verlag Linus Wittich in Marquartstein fand. Noch heute ist er als Repräsentant für das Unternehmens unterwegs wie zum Beispiel alljährlich beim Biathlon-Weltcup in Ruhpolding.

Repräsentant, das macht Sinn, denn Barthl Irlinger ist weit in der Region bekannt. Er ist Vorsitzender des Imageausschusses des Chiemgau Tourismus. Da die Familie Irlinger engagiert an Feriengäste vermietet, machte Irlinger die Interessen der Ferienvermieter immer schon zu seinen eigenen. Seit 50 Jahren engagiert er sich im Verkehrsverein Oberwössen, seit vielen Jahren als zweiter Vorsitzender. Seit seiner Gründung vor sieben Jahren führt er den Verband der privaten Vermieter im Chiemgau, gut vernetzt in der Zusammenarbeit mit dem Chiemgau-Tourismus und dem Tourismus im Nachbarland Österreich.

Bewundernswert, dass er daneben noch Zeit für seine Hobbies findet. 35 Jahre führte er den Oberwössner Trachtenverein D’Rechlberger und moderieret deren Heimatabende bis heute. Am Herzen liegt ihm die jahrzehntelange Theaterarbeit im Theaterverein Reit im Winkl. Er ist sportlich unterwegs, interessiert sich nach wie vor für Fußball und war auch diese Saison schon wieder auf Skiern auf der Piste. Verheiratet ist er nicht nur mit seinem Dorf, sondern seit 1975 mit seiner Frau Resi Irlinger. Die hilft, ihm dieses Engagement zu ermöglichen.

Bericht und Foto: Ludwig Flug – Zu den ersten Gratulanten zum 75. Geburtstag des Oberwössner Barthl Irlinger Mitte gehörten Weggefährten: Bürgermeister Ludwig Entfellner (links) und Altbürgermeister Hans Haslreiter.

 

 

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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