Land- & Forstwirtschaft

Gedankenaustausch mit Molkerei Berchtesgadener Land

Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Die Freie-Wähler (FW)-Bundestagskandidatin  Andrea Wittmann kommt aus Truchtlaching –  damals war dort die Chiemgau-Molkerei, die mit dem Molkerei-Vertrieb Piding fusionierte. „Wir sind ein kleiner Player, eine Dorfmolkerei“ sagt der Geschäftsführer der Molkerei Berchtesgadener Land  Bernhard Pointner. Nun besuchte Andrea Wittmann u.a. mit MdL Florian Streibl und mit stellvertendem Landrat Michael Koller die Molkerei, davon und vom Gedankenaustausch nun der nachfolgende Bericht:

Die seit 1927 bestehende Genossenschaftsmolkerei beschäftigt ca. 480 Mitarbeiter und 30 Auszubildende und erwirtschaftet über 200 Millionen Euro Umsatz jährlich aus 320 Millionen (0,8 Prozent der in Deutschland gemolkenen Milch) Litern Rohmilch von ca. 1.800 Bauernhöfen. Die Milchwerke Berchtesgadener Land sind seit 1973 Bayerns erste Bio-Molkerei und die Ziele sind ganz klar: Nachhaltigkeit, mehr Bio-Kunststoff in der Verpackung, Früchte aus fairem Handel und kein Palmöl bzw. Kokosfett. Wenn mehr mit Milchfett produziert wird, dann stärkt es unsere regionalen Milchviehbauern. Bundesweit bekommen die Landwirte (Durchschnitt der Molkerei BGL liegt bei 27 Kühen) die höchsten Milchpreise und halten sich an das Glyphosatverbot. Trotzdem ist es für viele Landwirte nicht kostendeckend. Es muss  im Bundestag (§ 148) zugunsten unserer bäuerlichen Landwirtschaft Vieles zeitgemäß geregelt werden. Günstige Nahrungsmittel sind in Deutschland eine Selbstverständlichkeit und die großen Handelsketten, wie Aldi, Lidl, Kaufland, REWE und EDEKA bestimmen den Preis. Deren Umsätze liegen zwischen 60 und 100 Milliarden. Die Vermarktung ist sehr entscheidend. Der Vergleich mit regionaler Milch und z.B. OATLY! wurde vorgenommen. Die Milch kostet die Hälfte und ist ein reines Naturprodukt mit Herkunftsgarantie, Weidehaltung, grasenden Kühen und ohne Gentechnik. OATLY! ist künstlich zugeführt mit unbekannter Herkunft, Monokultur, Wasserverschwendung und gentechnisch verändert. Teamgeist und Mitarbeiterbindung sowie hohe Qualitätsansprüche haben das über Jahrzehnte innovative Unternehmen zur positiven Entwicklung beigetragen, so Pointner. Regional ist das neue Bio! Das Bewusstsein der Menschen sollte dafür noch mehr gestärkt werden. Auch wäre im Rahmen des Schulunterrichts  das Näherbringen der Regionalen Nahrungsmittelerzeugung – speziell mit dem Rohstoff Milch – auf einen landwirtschaftlichen Betrieb für unsere jungen Generationen sehr wichtig. Somit wird das Interesse der Kinder und Jugendlichen geweckt und gerade Stadtkinder, die wenig Möglichkeiten dafür haben, dürfen mehr Einblick für den Bauernhof erfahren. Der Stellv. Landrat Michael Koller sprach dazu als Lehrer im Fach „Werken“ aus der Praxis. Andrea Wittmann wird demnächst diese Anregung  verstärkt mit den BBV-Landfrauen an Kultusminister Prof. Dr. Michael Piazolo weitergeben.

Foto 1: Austausch mit FW Bundestagskandidatin Andrea Wittmann mit Geschäftsführer Bernhard Pointner (Mitte), MdL Florian Streibl (links vom Bild) und Stellv. Landrat Michael Koller.

Foto 2: Austausch mit FW Bundestagskandidatin Andrea Wittmann mit Geschäftsführer Bernhard Pointner, Vorstandsvorsitzender Andreas Argstatter, Aufsichtsratsvorsitzender Anton Berger, MdL Florian Streibl, Kreisrätin Brigitte Rudholzner und Kreisrat Daniel Längst.

 

 

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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