Corona-Krise

Ausstellungs-Ende: „Götterdämmerung II – Die letzten Monarchen“

Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Das Haus der Bayerischen Geschichte in Regensburg mit seinem Museum am Donaumarkt zieht trotz der Pandemie-bedingten Schließzeit im Frühjahr 2021 und einer Corona-bedingten Verschärfung der Besuchsregeln Mitte November positive Bilanz für Museum und Bayerische Landesausstellung: Seit der Wiedereröffnung des modernen Ausstellungshauses am 8. Juni 2021 konnten an 200 Öffnungstagen bis Mitte Januar ca. 100.000 Besucher verzeichnet werden.

Die Bayerische Landesausstellung „Götterdämmerung II – Die letzten Monarchen“, die am Sonntag, den 16. Januar 2022 um 18 Uhr im Donausaal des Hauses der Bayerischen Geschichte ihre Pforten schließt, geht in den Endspurt des letzten Wochenendes. Für all diejenigen, die sich von Schicksal, Lebensgefühl und Krise der letzten Monarchen noch kein Bild gemacht haben, besteht die letzte Möglichkeit zum Ausstellungsbesuch. Die seit Ende November 2021 geltende 2G-plus-Regel für den Museums- und Ausstellungsbesuch hat bis Mitte Dezember zu sehr verhaltenen Besuchszahlen geführt. Ab den Weihnachtsfeiertagen setzte dann aber der Endspurt mit an die 1.000 Besucherinnen und Besucher pro Tag ein. Das moderne Haus verkraftet solche Zahlen auch in Coronazeiten problemlos. Dr. Richard Loibl, Direktor des Hauses in Augsburg und Regensburg ist zufrieden: „Wir werden die Schau am Sonntag voraussichtlich mit über 55.000 Gästen abschließen können, angesichts der Umstände ein Erfolg! Für das Jahr 2022 wünsche ich mir, dass sich der Aufwärtstrend fortsetzt. Die Wiedereinführung der 2G-Regel würde dazu erheblich beitragen.“

Positive Bilanz zieht auch Wolfgang Dersch, Kulturreferent der Stadt Regensburg: „Ich freue mich sehr über den großen Erfolg, dass die Bayerische Landesausstellung unter diesen schwierigen Umständen so viele Besucher und Besucherinnen nach Regensburg gelockt hat. Insbesondere unser thematisch so breit gefächertes Begleitprogramm – von historischen Vorträgen und Führungen über kostümgeschichtliche Exkurse bis hin zu digitalen Kunstprojekten – ist auf enormes Interesse gestoßen und hatte so viel Zuspruch, dass wir manche Veranstaltungen sogar mehrmals angeboten haben.“

Hohe Besucherzufriedenheit

Der Blick ins Besucherbuch zeigt, dass selbst internationale Gäste aus Übersee, genauer gesagt New York, begeistert von der aktuellen Landesausstellung sind: „Awesome guide! Very interesting exhibition, good history explanation“, ist dort zu lesen. Mehrfachbesuche der Schau gab es ebenso: „Auch beim 2. Besuch ein Erlebnis – […] Besuch Nr. 3 folgt.“

Bericht und Plakatmotiv: Haus der Bayerischen Geschichte

Plakatmotiv zur Bayerischen Landesausstellung 2021  –  „Götterdämmerung II – Die letzten Monarchen“

© Haus der Bayerischen Geschichte, Augsburg | Entwurf: Peter Schmidt Group unter Verwendung von (v.r.n.l.o.): König Ludwig II., Johann Nepomuk Hautmann 1894 © Bayerisches Nationalmuseum München | Kaiser Franz Joseph, Victor Tilgner, 1885 © Wien Museum/Birgit u. Peter Kainz | Kaiser Wilhelm II., Walter Schott, 1896 Schloss Langenburg © HdBG Augsburg, Foto: Jürgen Weller | Kaiserin Elisabeth, Hermann Klotz, 1906 © HdBG Augsburg, Foto: www.altrofoto.de

Der erste Buchstabe des Titels, das „G“, bildet Hintergrund und Rahmen für vier Protagonisten der Landesausstellung: Sie stehen auch für das „System“ Monarchie: rechts, König Ludwig II., der Märchenkönig, mit dessen Begräbnis der Ausstellungsrundgang beginnt. Links, etwas unterhalb von ihm der österreichische Kaiser Franz Joseph, ein Monarch vom alten Schlag. Auf der ganz linken Seite ein weiterer Kaiser, Wilhelm II., dem der bayerische König Ludwig II. die Kaiserkrone über das Deutsche Reich antrug und der einer ganzen Epoche seinen Namen gab. Schließlich eine Frau, Elisabeth, genannt Sisi. Kleiner und im Hintergrund platziert steht sie für die Rolle der Frauen im Hochadel.

www.hdbg.de

 

 

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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