Tourismus

Ausflugs- und Bergsteigerbus zwischen Chiemsee und Inntal

Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Ohne Stress und Stau kommen Ausflügler und Wanderer auch in diesem Jahr in die heimische Bergwelt rund um das Prien- und Inntal. Das ermöglicht der grenzüberschreitende „Ausflugs- und Bergsteigerbus“ zwischen Chiemsee und Inntal. Wer sich mit den Fahrplänen auseinandersetzt, spart sich nicht nur die lästige Parkplatzsuche und Gebühren, sondern entdeckt neue Geheimtipps und Kombinationen – das Ganze noch dazu umweltschonend. Los geht es in diesem Jahr am 22. Mai 2021.

Kampenwand, Geigelstein, Klausenberg, Spitzstein und viele mehr: Der Ausflugs- und Bergsteigerbus zwischen Chiemsee und Inntal (RVO-Linie 9502) erschließt jeden Tag nicht nur einige der schönsten Wanderwege in der Region, sondern auch die Gipfel mit den besten 360-Grad-Aussichten. Das ÖPNV-Angebot, das sich inzwischen steigender Beliebtheit erfreut, verbindet zudem das Inntal mit dem Chiemgau auf direktem Weg über Niederndorf in Tirol. Felden, Sebi, Ebbs und das Bergsteigerdorf Sachrang stehen ebenso im Fahrplan wie der Wildpark in Wildbichl. Zudem gibt es Bahnanschlüsse in Bernau, Aschau und Oberaudorf.

Das Angebot eignet sich besonders gut, um ausgedehnte Wanderungen und Bergtouren entgegen des Ausgangspunktes an einem anderen Ort zu beenden. Eine Kombination mit dem Wanderbus Samerberg bietet sich genauso an wie eine Hin- oder Rückfahrt mit der Chiemgau-Bahn. Überschreitungen und Durchquerungen sind damit ohne allzu großen logistischen Aufwand planbar. Zinnenberg, Predigstuhl und Laubenstein werden dank des dichten Netzes an Haltestellen genauso erreicht wie Sonnwendwand, Weitlahnerkopf und die Priener Hütte auf der anderen Seite des Tals.

Ein weiterer „Trumpf“ sind Ausflüge oder Rundfahrten zum „Bayerischen Meer“ oder zu eine der anderen Sehenswürdigkeiten: Erlebnisberg Hocheck, Grafenloch und Luegsteinsee in Oberaudorf, Raritätenzoo und Fohlenhof in Ebbs, das BernaMare Familienbad mit Sauna sowie der „Boarische Entschleunigungsweg“, Burg Hohenaschau und die Kampenwandbahn im preisgekrönten „Bankerldorf“ Aschau. Der Alpenverein hat in Zusammenhang mit dem Angebot „Umweltfreundliche Tourentipps“ auf seiner Homepage zusammengefasst.

Finanziert wird der Bus von den Gemeinden Oberaudorf, Aschau und Bernau sowie dem Landkreis Rosenheim und dem Verkehrsverbund Tirol. Weiterführende Linien in die Region Kufsteinerland unter www.kufstein.com/mobilität. Gästekarten-Inhaber von Aschau, Sachrang, Oberaudorf, Kufsteinerland und Bernau fahren gratis. Ohne Gästekarte gibt es eine Tageskarte für 10,40 Euro (Erwachsene) bzw. 6,50 Euro (Kind) und 24,50 Euro (Familie). Für Wanderer empfehlen sich zudem Einzeltickets nach RVO-Streckentarif. Wegen der Aussicht während der Fahrt vom Linienbus aus auf den Wilden Kaiser und die Gipfel links und rechts des Prientals lohnt sich schon alleine eine Rundfahrt, beispielsweise mit Umstiegen in die Bayerische Regiobahn bzw. Südostbayernbahn in Oberaudorf und Aschau. Im Winterhalbjahr verkehren die Busse zwischen Aschau, Bernau und Sachrang.

Weitere Informationen unter www.tourismus-oberaudorf.de/tipps/ausflugsbus-inntal-chiemsee.

Bericht und Bilder: Martin Aerzbäck

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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