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Atzinger kümmern sich um Ortsweiher im alten Moorbad

Anton Hötzelsperger
Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Seit vielen Jahren wird in Atzing die Zukunft des ehemaligen Moorbades an der Elpertinger Straße als nutzbarer Löschweiher diskutiert. Nachdem vor einigen Jahren aufgrund von Boden-Untersuchungen hohe Belastungen festgestellt wurden, konnte die Gemeinde Prien dem Wunsch der Atzinger Feuerwehr und der Anwohner nicht entsprechen und eine Weiher-Ausbaggerung in Auftrag geben. Die Kosten hierfür und vor allem für einen weiten Transport des Sonder-Materials hätte nach ersten Berechnungen rund 30.000 Euro gekostet. Deshalb entschied die Gemeinde, den Weiher zukünftig nicht mehr als Löschweiher zu deklarieren und anstatt dessen an naher Stelle einen Wasser-Hydranten zu installieren, was inzwischen auch geschehen ist. Bei der jüngsten Versammlung der Freiwilligen Feuerwehr erinnerte das aktive Feuerwehr-Mitglied und Weiher-Nachbar Georg Müller anhand eines Beitrags in der Festschrift zum 100jährigen Feuerwehrbestehen im Jahr 2004, dass der Weiher früher gern genutztes Badegelände unter anderem auch für die Königlichen Hoheiten von Wildenwart war und dass er schon immer als Löschweiher gedacht war, den die örtlichen Landwirte alle 20 Jahre immer wieder ausgegraben und ertüchtigt haben. Der nunmehrige Privatbesitzer des Weihers Uwe Richter, der bei der Feuerwehrversammlung selbst zugegen war, würde sich freuen, wenn der Weiher wieder für einen allgemeinen Nutzen zur Verfügung steht, unter anderem diente er in den Vorjahren zum Eisstockschießen. Als Besitzer und Anwohner die ablehnende Haltung der Gemeinde vernahmen, starteten sie im Vorjahr eine Eigeninitiative zur Finanzierung der Wiederherstellung des Weihers, unter anderem mit einem Festzelt bei einem kleinen „See-Fest“. Wie Georg Müller bei der Feuerwehr-Versammlung informierte, kam es inzwischen zu einer zweiten Bodenprobe durch das Wasserwirtschaftsamt mit einem für die Anwohner positiven Ergebnis. Dieses Ergebnis erlaubt, das von einem Bagger ausgehobene Material auf dem weiteren Teil des Privatgrundstücks zu verteilen, so dass keine Transportkosten mit Lastwagen anfallen. Die dennoch ein paar Tausend Euro kostende Maßnahme ist in diesen Tagen aufgrund der passenden Wetterlage angegangen worden. Nach der Feuerwehrversammlung wurde der Dialog  wegen der zukünftigen Weiher-Nutzung wieder mit der Gemeinde Prien aufgenommen. „Der Besitzer alleine soll auf den Kosten nicht sitzen bleiben, denn der Weiher wird fortan für alle Bürger verfügbar sein, auch wenn er kein offizieller Löschweiher mehr ist“, so Georg Müller Nach Rückfragen im Priener Rathaus nach der Feuerwehr-Versammlung wurde bestätigt, dass die Kosten für die Ausbaggerung des Atzinger Ortsweihers wie vor ca. zwei Jahren von Ersten Bürgermeister Jürgen Seifert zugesagt auch jetzt übernommen werden. Die derzeitige Kälte ist ideal für die Ausbaggerungsarbeiten. Wie Paul Schlosser und Georg Müller vor Ort mitteilten, war es gut, dass bereits vorab das Wasser abgelassen worden ist. Dennoch kommt es im tieferen Bereich zu schlammigen Material. Das ganze Bodengut, das ausgebaggert wird, wird auf dem weiteren Grundstück von Besitzer Uwe Richter verteilt. „Da ist es gut, dass ich gleich ein paar Boden-Unebenheiten ausgleichen kann“, so Uwe Richter. Unterstützt wurden und werden die Baggerführer bei den fast dreitägigen Arbeiten noch von Hans-Peter Riepertinger, der mit einem Lader die Verteilung der moorigen Erde vornimmt. Insgesamt hat der Atzinger Weiher eine Wasseroberfläche von rund 450 Quadratmetern. Im Zuge der derzeitigen Arbeiten wurde entschieden, auch das kaputte Wehr für einen zukünftig besseren Wasserabfluss wieder herzurichten, hierfür hat sich Feuerwehrkamerad Lorenz Höhensteiger bereit erklärt.

Foto/s: Hötzelsperger – Aktuelle Arbeiten am Atzinger Ortsweiher

Weitere Informationen: www.feuerwehr-atzing.de

 

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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