„Wir waren froh und dankbar für den Dienst am Menschen den Pfarrer i.R. Johann Weindl auch in seinem Ruhestand noch für uns in Aschau und Frasdorf für den Pfarrverband Oberes Priental verrichtete, er brachte – auch nach seiner Pensionierung vor sieben Jahren – die Menschen der Region in die heilsame Berührung mit Christus“, würdigte der Aschauer Pfarrer Paul Janßen beim Festgottesdienst zum Mariä Himmelfahrtstag in der Pfarrkirche „Darstellung des Herrn“ den scheidenden Pfarrer Johann Weindl. Kirchenchor und –orchester der Pfarrei unter der Leitung von Kirchenmusikerin Christine Klinger gestalteten den Festgottesdienst musikalisch. Nach dem Gottesdienst verabschiedete sich der Kirchenchor mit einem Ständchen am Kirchenportal.

Zum Ende des Monats wird Pfarrer Weindl den Pfarrverband Oberes Priental, in dem er seelsorgerlich mitgewirkt hat, verlassen und mit seiner Haushälterin Elisabeth Fraundienst in ein Altenheim nach Vilsbiburg umziehen. Pfarrer Janßen bedankte sich, dass Pfarrer Weindl trotz seiner angeschlagenen Gesundheit ständig im Pfarrverband mitgewirkt habe und vor allem durch die Übernahme von Gottesdiensten, die Vertretung des Pfarrers in den zahlreichen kirchlichen Gremien und bei den Krankenbesuchen für eine Entlastung der Person des Pfarrers gesorgt habe. „Kein Mensch erwartet, dass einer nach seiner Pensionierung noch große Bäume ausreißt, es hilft oft schon, dass er da ist und das seine tut. Pfarrer Weindl hat einfach durch seine Anwesenheit gewirkt und damit schon geholfen“.

Zusammen mit den Vertretern der anderen drei Pfarrgemeinden des Pfarrverbands Oberes Priental Frasdorf, Sachrang und Umrathshausen verabschiedeten sich die Aschauer von ihrem Ruhestandsgeistlichen. Geboren am 10. Januar 1942 wuchs er mit einem Bruder und drei Schwestern in Oberneukirchen-Wastlhub auf. Nach der vierten Klasse wechselte er ins Gymnasium nach Traunstein und später auch auf besonderen Wunsch des damaligen Taufkirchner Pfarrers Josef Reitmeier ins Priesterseminar nach Freising. Dort studierte er Theologie mit dem Berufsziel Priester zu werden. Am traditionellen Tag der Priesterweihe im Erzbistum München und Freising, am Peter- und Paulstag 1968, wurde Johann Weindl im hohen Dom zu Freising von Julius Kardinal Döpfner zum Priester geweiht. Nach seinen Kaplansjahren in Mittenwald, Markt Indersdorf und Berchtesgaden war er 38 Jahre Pfarrer in Geisenhausen. Hier führte er alle grundlegenden Änderungen des zweiten vatikanischen Konzils durch, begann mit der Berufung von Lektoren und Kommunionhelfern und gründete als Dekan den ersten Pfarrverband. 2012 trat er in den Ruhestand und verließ seine Pfarrei. Seitdem wohnte Pfarrer Johann Weindl in Aschau. Im vergangenen Jahr feierte er gemeinsam mit den Gottesdienstbesuchern, den Umrathshauser und Frasdorfer Vereinen und den Vertretern des Pfarrverbandes Oberes Priental aus Aschau, Sachrang, Frasdorf und Umrathshausen in der Kirche Heilig Blut in Umrathshausen das Fest seines Goldenen Priesterjubiläums.

Bericht und Fotos: Heinrich Rehberg

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

Schreibe einen Kommentar

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

© Copyright Samerberger Nachrichten.