Tourismus

Aschauer Tourist-Info in der Gondel

„Tourismuswirtschaft ist die tragende Säule im Priental. In 135 Jahren wurde aus kleinen Anfängen ein Wirtschaftszweig der untrennbar zu Aschau gehört und der zu einer Selbstverständlichkeit geworden ist. Tourismus stellt die wichtigste Einnahmequelle für Kommune, Gewerbe, Einzelhandel, Leistungsträger und Arbeitnehmer dar“, so der Leiter der Aschauer Tourist-Info Herbert Reiter bei seinem Vortrag zur Information des Aschauer Gemeinderates über die aktuelle Lage des Tourismus im Oberen Priental. „Die Bürger von Aschau und aus der ganzen Region profitieren natürlich ebenfalls von dieser attraktiven touristischen Infrastruktur. Viele Dinge wären sicher nicht so, wenn nicht durch den Tourismus so eine erhebliche Finanzstärke gegeben wäre. Ein Ferienwohnungs-Gast gibt 86 Euro am Tag im Dorf aus; der Tourismus ist für das gesamte Priental essentiell wichtig“.Um

Die klassische Arbeit der Tourist Info sei auch heute noch die Beratung der Gäste, doch das elfköpfige Team der Tourist Info in Aschau und Sachrang habe Arbeitsbereiche, die weit darüber hinausreichen. Neben der Arbeit mit den Gästen und den Vermietern kommen noch ungezählte Dienstleistungen, angefangen beim Betrieb des Hauses des Gastes in Aschau und der Alten Schule in Sachrang über die gemeindlichen Museen, die Badeplätze, die Führungs- und Veranstaltungsangebote bis hin zum Ticketverkauf für alle Veranstaltungen im Dorf und weit darüber hinaus. In ungezählten Die komplette Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, die Pflege der Homepage und der sozialen Medien gehören genauso dazu, wie die Erstellung von Prospekten und Werbematerial für das Obere Priental. „Zu diesen ständigen Arbeiten kommen in jedem Jahr irgendwelche Sondervorhaben, sei es im Vorjahr das Heilige Grab, die Veranstaltungen auf Schloss Hohenaschau oder große Ausstellungsvorhaben überall im Ort“. Bankerldorf, Genussdorf, Bergsteigerdorf, Luftkurort, Zertifizierte Tourist Info: die zahllosen Urkunden und Anerkennungen pflastern mittlerweile alle Wände in der Tourist Info.

„Das sind unzählige Aufgaben und Zuständigkeiten, doch das zentrale Thema und Mittelpunkt der Bemühungen ist der Mensch, sei es der Gast- oder der Bürger für den wir da sind und den wir betreuen Das Ganze wird mit ganz wenigen finanziellen Mitteln möglich gemacht. Das Besondere das wir einbringen ist Hirnschmalz und Herzblut.“.

„Wir haben unsere Zahlen aus den Vorjahren weitgehend gehalten“, so Herbert Reiter, „das Halten der jetzigen Gäste- und Übernachtungszahlen ist ein Erfolg auf diesem heiß umkämpften Markt“. Aschau hatte im Vorjahr über 337000 Übernachtungen und 68500 Gäste, dabei liegt die Aufenthaltsdauer in Aschau mittlerweile wieder deutlich über vier Tagen. „Im Jahr 2019 konnten wir auf 300 Vermieter in unseren bewährten Betrieben zurückgreifen, insgesamt standen 2300 Betten zur Verfügung“, erklärte Herbert Reiter. „Der Trend, Urlaub im eigenen Land zu machen, ist weiterhin deutlich erkennbar und davon können wir natürlich profitieren und sollten das auch nutzen. Sogar die jungen Leute finden wieder den Weg in die heimischen Berge und speziell nach Aschau: in der Altersgruppe zwischen 35 und 45 Jahre war ein Zuwachs von über 35 Prozent zu verzeichnen“. Die Treue der Gäste zur Aschauer Region sei bemerkenswert. Rund 100 Gästeehrungen wurden durchgeführt, dabei gab es zahlreiche Ehrungen für langjährige Aufenthalt.

Zahllose Veranstaltungen konzipierte die Tourist-Info in Zusammenarbeit mit den Vereinen und Gruppierungen des Dorfes. Vom Schlosskonzert über die Festivo-Reihe bis zum Musikforum Sachrang, weiter über die Kampenwand Gedenkfeier bis hin zum Aschauer Markt und die Ölbergwallfahrt, alle Veranstaltungen zogen zahllose Gäste ins Tal, ebenso die Prädikate Genussort, Bergsteigerdorf und das Bankerldorf.

Schloss Hohenaschau entwickelte sich zu einem Hauptanziehungspunkt der Region: über 7000 Erwachsene und Kinder haben sich vom kulturellen Angebot in den historischen Gemäuern überzeugt. Das Programmangebot für die Gäste wurde weiter verdichtet, zahllose Führungen, Kurse und Wanderangebote, wie „Bauernland und Bauersleut“ der Aschauer Bäuerinnen oder die verschiedenen Blumen- und Kräuterführungen werden sehr gut angenommen.

„Doch bei allem genannten steht eines im absoluten Fokus und im Mittelpunkt unserer touristischen Arbeit, das ist der Mensch. Es ist einfach wunderbar, jeden Tag aufs Neue die Schönheiten unserer Heimat den Gästen und Bürgern näher zu bringen und mit Angeboten zu begeistern. Was kann es schöneres geben als Gäste im Priental willkommen zu heißen und wunderbare Momente der Begeisterung und Freude zu schenken. Meine Aufgabe als Leiter der Tourist Info ist seit zwölf Jahren für mich zugleich Leidenschaft und Erfüllung“, schloss der Touristik-Chef seine Ausführungen.

Bericht und Foto: Heinrich Rehberg

Bildunterschrift: Der Leiter der Tourist Info Aschau Herbert Reiter (rechts) mit den Mitarbeiterinnen der Tourist Info Aschau

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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