Brauchtum

Aschauer Gebirgsschützen feiern

Anton Hötzelsperger
Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

In diesem Jahr feiert die königlich bayerische Gebirgsschützenkompanie Aschau i.Chiemgau ihr 60. Wiedergründungsfest. In diesem Zusammenhang gibt es am Samstag 8. und Sonntag 9. September in Aschau i.Chiemgau ein umfangreiches Festprogramm in Verbindung mit dem 34. Bataillonsfest des Gebirgsschützenbataillons Inn- Chiemgau. Schon seit Bestehen ist die Kompanie aus dem Aschauer Ortsleben nicht mehr wegzudenken und ist sowohl bei weltlichen wie kirchlichen Anlässen stets vertreten. Schon beim 10 jährigen Wiedergründungsfest 1958 hat Ludwig Benedikt Freiherr von Cramer Klett den Sinn und Zweck der Gebirgsschützen wie folgt trefflich beschrieben: “Der kriegerische Zweck, der die Gebirgsschützen entstehen ließ, ist überholt. Geblieben aber ist der schöne, in ernster Zeit geborene Gedanke, die Verteidigung der Heimat in die Hände derer zu legen, die mit ihr in verantwortungsvoller Liebe am engsten verbunden sind. Es sind zwar alte Waffen, die in unserem Jahrhundert zu einer militärischen Verteidigung nicht mehr die Kraft hätten. Aber sie sind Sinnbild für die Entschlossenheit einer kleinen Schar von bodenständigen Männern, sich, wo es Not tut, schützend vor den äußeren und noch mehr den inneren Wert unserer engsten Heimat zu stellen.

Seit vielen Wochen und Monaten laufen bereits die Vorbereitungen der Hauptmannschaft mit Hauptmann Hubert Stein und Festleiter Thomas Graf an der Spitze. Die Schirmherrschaft für die diesjährige Festivität hat SKH Herzog Max in Bayern übernommen. Zum Festwochenende werden neben den Aschauer und Sachranger Ortsvereinen die Gebirgsschützenkompanien aus dem Bataillon Inn- Chiemgau sowie befreundete Gebirgsschützenkompanien aus Tegernsee und Waakirchen erwartet. Zahlreiche Ehrengäste, die benachbarten Schützenkompanien aus Tirol und befreundete Südtiroler Schützenkompanien haben bereits ihr Kommen zugesagt.

Folgender Ablauf ist geplant: Am Samstag 8.September 2018 um 17.30 Uhr  Eintreffen der Gäste und Fahnenabordnungen am Festzelt an der Schützenstraße. Um 18 Uhr Aufstellung am Festzelt und Abmarsch zur Totenehrung am Kriegerdenkmal in Niederaschau. 18.30 Uhr Totenehrung mit Kranzniederlegung und Ehrensalut anschließende Aufstellung und Rückmarsch zum Festzelt. Der Festabend mit Grußworten und Ehrungen beginnt um 19.15 Uhr und wird durch die Musikkapelle Aschau i.Chiemgau musikalisch gestaltet. Ab 20 Uhr ist dann boarischer Tanz mit den beiden Musikgruppen Hallgrafen Musikanten und Virginia Blos. Der Eintritt ist frei.

Am Festsonntag 9. September ab 8 Uhr treffen die Kompanien und Gäste am Festzelt ein. Um 9 Uhr Aufstellung zum Kirchenzug und um 9.15 Uhr Abmarsch vom Festzelt über die Schützen- zur Schulstraße, Kampenwandstrasse zum Aschauer Kurpark. Die Bewohner der Häuser entlang dieser Wegstrecke werden gebeten, anlässlich dieses besonderen Festes die Häuser zu schmücken und Fahnen anzubringen. Im Kurpark beginnt um 10 Uhr der Festgottesdienst durch seine Geistlichkeit Paul Janßen mit Predigt durch Kompaniepfarrer Hermann Overmeyer. Der Rückmarsch führt über die gleiche Wegstrecke, jedoch mit einer Erweiterung über den Hans-Clarin-Platz  zurück zum Festzelt. Zum Mittagstisch gibt es musikalische Unterhaltung.

Fotos: Hötzelsperger

  • GSK Aschau im Jahr 2000 in Rosenheim
  • GSK Aschau beim jährlichen Chiemgau-Gedenken auf der Kampenwand

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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