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Aschauer Bäder wieder geöffnet

„Es ladet zum Bade“: die beiden Aschauer Freibäder sind nach Corona wieder geöffnet; seit dieser Saison wird der Moor-Badeplatz von Rosalie Sattlberger aus Samerberg betreut. Der Moorbadeplatz ist von Montag bis Freitag täglich von 11 Uhr bis 19 Uhr und an den Wochenenden und Feiertagen bereits um 10 Uhr. Der Eintritt ist frei. Im Moorbad gibt es keine Badeaufsicht, alle Besucher baden auf eigene Gefahr!

Der Moorbadeplatz Aschau wird mit dem Wasser aus dem Naturschutzgebiet des benachbarten Bärnsees gespeist, Aus dem Bad heraus sieht man  auf den Aschauer Kopf und das Zellerhorn. Die Beckenumrandung rund um das ganze Schwimmbecken, mit dem markanten dunkelbraunen Moorwasser, ist mit Holz verschalt. Die Liegewiese bietet den Badegästen viel Platz zum Ausruhen, ein paar Bäume spenden Schatten oder es können sich Sonnenschirme und Liegestühle ausgeliehen werden.

Ein Spielplatz mit einer Schaukel und Sandspielplatz laden die Kleinkinder zum Spielen ein. Für Nichtschwimmer stehen zwei niedrigere Bereiche zur Verfügung. Die Badegäste erwartet Umkleiden, eine Dusche, WC und Behinderten-WC sowie ein Kiosk für Getränke, kleinere Speisen und Eis; dazu ein schöner, kleiner Gastgartenbereich für die Brotzeit zwischendurch.

Am Eingang vom Moorbadeplatz befindet sich eine ganz besondere Kneippanlage mit einem Wasserrad und Armtauchbecken. Die Besonderheit dieser Kneippanlage ist das Zusammentreffen zweier Bäche. Das Rainbachl mit braunem Moorwasser trifft auf den Schafelbach mit hellem Bergwasser. Daher hat man zwei unterschiedliche Temperaturen und kann vom etwas wärmeren trüben Wasser in das kalte klare Wasser steigen und anschließend den Barfußweg erleben.

Auf Sichtweite vom Moorbad entfernt liegt das Aschauer Naturschwimmbad mit seinem türkis-grünen Wasser am Rande des Ortes zu Füßen des Haindorfer Berges mit freiem Blick in das Priental. Es ist täglich von 9 Uhr bis 22 Uhr geöffnet. Auch wenn das klare grüne Wasser auf den ersten Anblick einen Hauch von Karibik vorspiegelt, ist das ein Trugschluss: das Wasser wird vollständig aus dem Grundwasser des Prientales bezogen und erfrischt auch an heißen Sommertagen.

Für Menschen mit Handicap, hat das Naturfreischwimmbad etwas Einmaliges zu bieten: es ist kein Schwimmbecken im herkömmlichen Sinne mit Kacheln und Eisentreppen, sondern ein natürlich fallender Kiesstrand. Als Einstieg von Westen her ermöglicht er einen langsamen Weg ins kühle grüne Nass, vom Osten her einen Beckenrand mit Holz verschalt und Einstiegshilfen. Ein spezieller Einstieg für Rollstuhlfahrer ermöglicht es den Badegästen alleine ins Wasser zu rutschen um so das kühle Nass so richtig zu genießen. Vom Wasser aus sieht man Schloss Hohenaschau und die Pfarrkirche „Darstellung des Herrn“ in Niederaschau, hat einen wunderbaren Blick auf die Prientaler Berge und in den Eingang des Sachranger Tales. Die Wassertiefe beträgt an der tiefsten Stelle 1,30 Meter. Für alle Nichtschwimmer steht ein deutlich abgetrennter seichter Bereich zur Verfügung.

Großflächige Liegewiesen bieten den Badegästen viel Platz und Bäume spenden genügend Schatten für diejenigen, die der prallen Sonne entweichen möchten. Rund um das großzügige Schwimmbecken gibt es einen Kiosk mit Gastgartenbereich, genügend Umkleiden und Toiletten, Behinderten WC und Duschen. Neben den Angeboten im Wasser mit Wasserrutschen gibt es auch an Land viele Freizeitmöglichkeiten vom Kinderspielplatz mit Schaukel über (Beach-) Volleyballplatz bis zum Fußballplatz.

Bericht und Fotos: Heinrich Rehberg

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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