Wirtschaft

Aschau i. Chiemgau: Bürgerschaftliches Engagement

Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

 Im November 2020 hatte der Gemeinderat von Aschau im Chiemgau die Initiative für einen Innovationskreis Aschau Sachrang (InKAS) einstimmig befürwortet. Im Rahmen einer Informationsveranstaltung vor der Gemeinderatssitzung am 07.Dezember 2021 konnten erste Zwischenergebnisse von zwei Innovationsgruppen den Bürgermeistern und Vertretern des Gemeinderats vorgestellt werden.

Unterbrochen durch den ersten Lockdown bis Juni 2021 war eine Aufnahme der Aktivitäten des Innovationskreises erst Mitte des Jahres mit Verzögerung möglich.  Ziele der Initiative sind, neue Ideen und Konzepte aus den unterschiedlichen Bereichen des Lebens und der Arbeit zu sammeln, zu Konzepten zu entwickeln und für eine Bewertung und Abstimmung im Gemeinderat aufzubereiten. Dazu i bringen etwa dreißig Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus dem gesamten Gemeindegebiet ihre Zeit unentgeltlich, dafür aber mit großem Ideenreichtum und Engagement ein. In drei Plenumssitzungen wurden die relevanten Themen definiert und neun Innovationsgruppen Jugend, Wohnen & Arbeiten, Verkehr/Mobilität, Kurpark, Start-ups, Gemeindepartnerschaften, Kultur, Tourismus und Sport & Gesundheit gebildet.

Die Koordinatoren Harald Westermann und Elmar Stegmeier sind dabei zentrale Ansprechstelle und organisieren jeweils die Treffen des Plenums und koordinieren den Austausch zu Querschnittsthemen, wie beispielsweise Gesundheit. Vor den Gemeinderatssitzungen der kommenden Monate sollen jeweils zwei Innovationsgruppen einen Zwischenstand der Ergebnisse dem Gemeinderat zur Diskussion und Aufnahme von Rückmeldungen für die weitere Bearbeitung vorstellen.

Vor der Sitzung am 7. Dezember 2021 hat zunächst die Innovationsgruppe „Gemeindepartnerschaften“ ein Konzept für eine Identifikation von potenziellen Gemeinden im Ausland für eine Gemeindepartnerschaft präsentiert. Gemeinsame Sprache, Einwohnerzahl und Entfernung unter 500 Kilometern wurden als wichtige Kriterien genannt. Da für Partnerschaften bestehende Kontakte und das Vereinswesen eine zentrale Rolle spielen, wurde auch eine Umfrage bei 30 Vereinen aus Aschau und Sachrang und ein Treffen mit Vereinsvertretern organisiert.

Die Start-up-Gruppe entwickelte ein Konzept für den gesamten Gemeindebereich mit allen großen und kleinen Ortsteilen. Es soll die Gründung und Niederlassung von innovativen Start-ups aus Handwerk, High-Tech und Kreativwirtschaft ermöglicht und gefördert werden. Dabei wird die Rolle bestehender Unternehmen und einheimischen Gründern in einem Netzwerk gestärkt. Alle Möglichkeiten im Gemeindebereich sollen durch das dezentrale System nutzbar gemacht werden., wie Werkstätten, Seminarräume und Aktionen in der Natur. Mit dem Alleinstellungsmerkmal einer „Aschauer work-life-nature-balance“ soll die Wirtschaftskraft in allen Ortsteilen gestärkt und gleichzeitig die Identität des Ortes beibehalten werden.

Bürgermeister Simon Frank bedankte sich am Ende der Sitzung bei den Koordinatoren und Vortragenden und unterstrich die Bedeutung von bürgerlichem Engagement als Beitrag zur Weiterentwicklung der Gemeinde.  „Für die Bewältigung der künftigen Aufgaben der Gemeinde sowie der schrittweisen Umsetzung des neuen Leitbilds der Umsetzung des neuen Leitbilds „Aschau 2035“ kann eine Initiative wie die des Innovationskreises Aschau Sachrang einen wesentlichen Beitrag leisten.“, so der Bürgermeister.

Bericht und Foto: Gemeinde Aschau i. Chiemgau / Herbert Reiter

 

 

 

Bild – Quellenangabe Foto H. Reiter:

Von links nach rechts: E. Stegmeier, H. Westermann, S. Frank (stehend), M. Andrelang

 

Zur Erläuterung:

InKAS Koordinnatoren = E. Stegmeier, H. Westermann

  1. Bürgermeister = S. Frank
  2. Bürgermeister = M. Andrelang

 

Quelle: Gemeinde Aschau, Foto H. Reiter

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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