Natur & Umwelt

Antrag zum Wolfsabschuss im Kreistag Rosenheim

Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Auch die Arbeitsgemeinschaft ELF (Ernährung, Landwirtschaft und Forsten) meldet sich zum Thema Wolf zu Wort und schlägt nachfolgende Resolution für den Kreistag von Rosenheim vor:

Sehr geehrter Herr Landrat Otto Lederer, liebe Mitglieder des Kreistages Rosenheim, weltweit gibt es über 200000 Wölfe. Laut Angaben der EU leben in Mitteleuropa etwa 23000 Wölfe, wovon laut Angaben des deutschen Jagdverbandes seit dem Frühsommer 2019 etwa 1300 in Deutschland leben, Erwachsene und Jungtiere. Man kann hier also nicht mehr von einer bedrohten Art sprechen, denn jährliche Steigerungszahlen von 30 % sind dabei an der Tagesordnung. Mit großer Sorge beobachten deshalb wir Landwirte im Landkreis Rosenheim die rapide Zunahme der Wolfspopulation in ganz Deutschland.

Viele unserer Landwirte betreiben Weidehaltung, entweder weil die maschinelle Bewirtschaftung der Flächen nicht möglich ist, sei es in hügeligen Gelände oder ganz speziell im Berggebiet und auf den Almen, oder aus Überzeugung. Ganz abgesehen davon ist es eine Haltungsform der Zukunft, die dem Tierwohl dient und vom Verbraucher auch immer mehr gewünscht wird.

Jährlich gibt es nun immer mehr Übergriffe des Wolfes auf unsere Nutztiere wie Rinder, Schafe und Ziegen, sei es durch bestialische Risse oder die Versprengung des Weideviehs. Der Wolf tötet grausam, er frisst am noch lebenden Tier und tötet es dadurch. Schutzmaßnahmen die vom Staat finanziert werden, entweder durch Zäunung oder die Haltung von Herdenschutzhunden sind unserer Meinung nach reine Verschwendung von Steuergeldern. Sie lösen nicht das Problem Wolf, sondern verschärfen es. Denn der ausgesperrte Wolf treibt dann außerhalb des Zaunes sein Unwesen. Außerdem ist eine Zäunung in unserer tourismusreichen, schönen Region völlig unpraktikabel, da Straßen und Wanderwege auch durch unsere Weiden und Almen führen.Die Konsequenz, wenn wir das Problem Wolf nicht in den Griff bekommen ist, dass Almen nicht mehr mit Vieh bestoßen werden und die Weidehaltung, die von unseren Verbrauchern so gewünscht ist, eingestellt wird.

Die Folge ist ein Zuwachsen und Verbuschen der Weiden und Almen und damit eine sehr starke Abnahme der Artenvielfalt. Dies hätte auch fatale Auswirkungen auf unseren florierenden Tourismus, da dieser auch sehr mit der Pflege der Landschaft durch unsere Landwirte zusammenhängt.

Deshalb fordern wir: Der Kreistag fordert die höheren politischen Ebenen Landtag, Bundestag, EU Parlament per Resolution auf, das Naturschutzrecht zu ändern und den Schutzstatus des Wolfes aufzuheben, ihn in das Jagdrecht aufzunehmen und so den Abschuss zu ermöglichen, um einen Wolfsfreien Landkreis Rosenheim zu erhalten.

Josef Paul, Kreisrat
Foto: stock.adobe.com | Dennis

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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