Landwirtschaft

Annegret Kramp-Karrenbauer bei Waldeigentümern

Anton Hötzelsperger
Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Die Waldeigentümer mit der neuen CDU-Parteivorsitzenden Annegret Kramp-Karrenbauer in Berlin getroffen. Ziel des Gesprächs war, die Parteivorsitzende angesichts der Erarbeitung eines neuen Grundsatzprogramms über die Anliegen der Waldeigentümer zu informieren. „Die Waldeigentümer mit ihrer Wertschöpfung und Heimatverbundenheit sind ein Stabilitätsfaktor im ländlichen Raum“, sagte AGDW-Präsident Philipp zu Guttenberg. Kramp-Karrenbauer hatte ein starkes Bekenntnis zum ländlichen Raum abgelegt und die AGDW eingeladen, ihre Anliegen in die Debatte zur Ausgestaltung des Grundsatzprogramms einzubringen

An dem Gespräch haben neben dem AGDW – Präsidenten und dem Hauptgeschäftsführer Alexander Zeihe auch die Spitzen der Landesverbände teilgenommen. Außerdem waren der Bundestagsabgeordnete Hans-Georg von der Marwitz, der Waldbeauftragte des Bundeslandwirtschaftsministeriums, Cajus Caesar, sowie der designierte Präsident der Familienbetriebe Land und Forst, Max von Elverfeldt, dabei. 

Der ländliche Raum und die Debatte rund das Gefühl von Heimat hätten bei ihrer Zuhör-Tour im Vorfeld des Parteitages eine wichtige Rolle gespielt, berichtete Annegret Kramp-Karrenbauer. Dies sei eines der zentralen Themen, die bei der Formulierung eines eigenen Wertekompasses im Fokus stehen müssten. „Die Stärkung des ländlichen Raumes und die Schaffung gleichwertiger Lebensverhältnisse wie etwa in der Breitbandversorgung werden eine zentrale Rolle einnehmen“, sagte die Parteichefin. Sie machte deutlich, dass es eine der Herausforderungen für die CDU sei, die Partei im ländlichen Raum auch als politische Heimat wieder stärker zu verankern.

Kramp-Karrenbauer betonte, dass die Waldbewirtschafter mit ihrer Verknüpfung aus Ökonomie und Ökologie für das grüne Thema schlechthin ständen – für die Nachhaltigkeit. Die Verbindung von Umweltpolitik und Nachhaltigkeit mit den Bedingungen der sozialen Marktwirtschaft sei ein weiterer Baustein für das Grundsatzprogramm. Hier ginge es darum, einen Ausgleich zwischen den verschiedenen Interessen rund um den Wald herzustellen. Darüber hinaus seien die Familienbetriebe ein starkes Pfund, da sie über Generationen Bestand hätten und für Kontinuität ständen.

AGDW-Präsident zu Guttenberg betonte, dass bei diesem Interessensausgleich die Sicherung der Eigentumsrechte eine zentrale Rolle spiele. Die Politik müsse hier für stabile Rahmenbedingungen sorgen, damit Waldeigentümer und Forstbetriebe den Wald nachhaltig bewirtschaften können.  „Mit unserer multifunktionalen Forstwirtschaft und mit unseren vielzähligen Familienforstbetrieben sind wir ein wichtiger Pfeiler im ländlichen Raum“, sagte AGDW – Präsident zu Guttenberg. Dazu zählten neben der Wertschöpfung die Pflege der Wälder, die Bereitstellung des Rohstoffes Holz und die Schaffung von Beschäftigung. „Dieses Pfund, das den ländlichen Raum prägt, muss im neuen Grundsatzprogramm verankert werden.“

Für den Hintergrund

Die Waldeigentümer:

  • Von den 11,4 Millionen Hektar Wald in Deutschland sind 67 Prozent Privatwald sowie Kommunal- und Körperschaftswald.
  • Fast die Hälfte (48 Prozent) der 11,4 Millionen Hektar ist Privatwald, der von rund 2 Millionen Waldeigentümern nachhaltig bewirtschaftet wird.
  • Rund die Hälfte der Privatwaldfläche teilen sich Betriebe mit weniger als 20 Hektar. Nur 13 Prozent des Privatwaldes gehören zu Betrieben mit einer Größe über 1.000 Hektar.
  • Die AGDW setzt sich für die Interessen der privaten Waldeigentümer sowie der Körperschaften und Kommunen ein.

Wirtschaftsfaktor Wald und Holz:

  • Das Cluster Forst und Holz bietet rund 1,2 Millionen Menschen in fast 130.000 Betrieben Arbeit und steht für rund 180 Milliarden Euro Umsatz pro Jahr.
  • Neue Trends: Dazu zählen die Bestattungswälder oder Ruheforste. Mittlerweile sind Baumbestattungen an rund 500 Standorten möglich.

Text: AGDW – Fotos: Photothek/Thomas Imo

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

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Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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