Corona-Krise

Angespannte Lage in Rosenheims Partnerstadt Briançon

Anton Hötzelsperger
Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Während deutschlandweit die Inzidenzen von COVID-19 wieder zunehmen, stand Rosenheims französische Partnerstadt Briançon kurz vor einem erneuten Shutdown.  Nachdem in Frankreich der 7-Tage Inzidenzwert pro 100.000 Einwohner über 200 lag, stand das Département des Hautes-Alpes, in dessen Region sich Briançon befindet, Mitte März zwischenzeitlich kurz vor dem erneuten Shutdown. Das Gebiet wurde dafür unter Beobachtung gestellt und zur so genannten „schwarzen Zone“ – dem gesundheitlichen Ausnahmezustand – erklärt. Dies ist die höchste Corona-Alarmstufe in Frankreich. Da im Département des Hautes-Alpes die Zahlen zum 22. März wieder leicht sanken, konnte der drohende Lockdown zunächst abgewendet werden. Die Region steht aber weiterhin unter Beobachtung. Frankreichweit gilt von 19 Uhr bis 6 Uhr eine nächtliche Ausgangssperre. Die Schulen bleiben mithilfe von Schnelltests geöffnet.

In Briançon können sich die Menschen – wie in Rosenheim – kostenlos auf das Virus testen lassen. Dies übernehmen meistens Apotheken, oder kleine Teststationen, die in den umfunktionierten Verkaufsständen des Weihnachtsmarkts untergebracht sind. Sollte der Test positiv ausfallen, beträgt die Quarantänezeit derzeit sieben Tage – zehn, wenn es sich um eine der ansteckenderen Varianten handelt. Große Hoffnungen legt auch Briançon auf den Impfstoff. So konnten in der Region Département des Hautes-Alpes bisher 6.300 Menschen geimpft werden. Das entspricht einer Impfquote von ca. 4,5 %. Rosenheims Impfquote liegt im Landkreis und Stadtgebiet insgesamt bei 5,3%. Ähnlich wie in Deutschland gibt es dabei bisher eine Priorisierung von älteren Menschen und medizinischem Personal.

„COVID-19 hat uns in vielen Bereichen und leider auch in der aktiven Pflege der Städtepartnerschaft stark eingeschränkt. Dennoch arbeiten alle Beteiligten auch digital an gemeinsamen kommenden Projekten, die die Partnerschaft pflegen und stärken. Momentan hat beispielsweise der Förderverein Städtepartnerschaft Briançon – Rosenheim seine Mitglieder zu einer Fotoaktion eingeladen, bei der die schönsten Erinnerungsbilder an Briancon gesammelt werden. Frankreich möchte ein ähnliches Projekt starten. Wir freuen uns sehr auf die Zeit, wenn auch wieder persönliche Besuche möglich sein werden“, blickt Wolfgang Hauck, Kulturreferent der Stadt Rosenheim, optimistisch in die Zukunft.

Foto: Monique Schmauch  –  Corona-Teststation in einem Weihnachtverkaufsstand in Briançon

 

 

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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