Kirche

Am Grab von Theresia Wimmer aus Törwang

Anton Hötzelsperger
Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Eine große Trauergemeinde nahm in der Pfarrkirche „Maria Himmelfahrt“ in Törwang Abschied von Theresia Wimmer, Irleitner-Oma aus Törwang, die im hohen Alter von 92 Jahren verstarb. Bei der Trauerfeier mit Kirchenchor und Volksgesang erinnerte Diakon Günter Schmitzberger an ein arbeitsreiches und tiefgläubiges Leben, das 1927 in Viehhausen bei Griesstätt begann. „Frau Wimmer wuchs mit drei Brüdern auf dem elterlichen Hof auf, kam als Hausangestellte in den Gasthof Zur Post nach Törwang. Dort lernte sie ihren Mann Josef Wimmer kennen, den sie 1953 ehelichte.   Mit ihm und mit den gemeinsamen vier Kindern führte sie die Landwirtschaft auf dem Irleitnerhof weiter“ – so der Diakon, der Frau Wimmer einen ganz besonderen Dank dafür sagte, dass sie 35 Jahre die Verantwortung für den Blumenschmuck in der Kirche von Törwang übernahm – was wiederum ihrer großen Leidenschaft für Garten und Blumen entsprach. Ganze 65 Jahre gehörte Theresia Wimmer der Christlichen Frauengemeinschaft an, viele Jahre war sie auch Kassierin dieser Gemeinschaft. Darüber hinaus war sie von 1956 bis 1971 auf dem Samerberg als Ortsbäuerin engagiert. Ihre große Liebe zu den Menschen, Tieren und Pflanzen kam auch ab Mitte der Sechziger-Jahre durch Vermietung den Feriengästen zugute, in ihrer großen Familie fanden ihre gestrickten Socken und Schmalznudeln einen ganz speziellen Anklang. Viel Freude bereiteten ihr die acht Enkel- und zwölf Urenkelinder, für die sie immer ein offenes Ohr hatte. Sechs Enkelsöhne trugen nach einem würdevollen und familiären Seelengottesdienst  den Sarg vom Kirchen-Inneren zur Grabesstätte, den Gang und die Verabschiedung umrahmten Samerberger Bläser musikalisch.

Sterbefoto: Theresia Wimmer

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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