Kirche

Am Grab von Postler Heinz Geisler aus Prien

Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Im Alter von 84 Jahren verstarb völlig überraschend Heinz Geisler aus Prien. Der langjährige Leiter der Priener Poststelle erfreute sich über seine Familie hinaus großer Wertschätzung bei seinen Freunden und bei den Vereinen. Pfarrer Mirko Hoppe von der Evangelisch-Lutherischen Gemeinde Prien erinnerte bei der Trauerfeier in der Evangelischen Christuskirche an einen Mitmenschen, der gerne gelebt hat, einen ganz eigenen Humor hatte und nunmehr friedlich von dieser Welt abberufen wurde.

„Lobe den Herrn meine Seele und danke, was Er Dir Gutes getan hat“ – diesen Psalm legte Pfarrer Hoppe seiner Predigt zugrunde und er erinnerte daran, dass Heinz Geisler vom Steigerwald   nach Prien kam und sagte: „Seinen ersten Prien-Aufenthalten im Hotel Möve folgte 1963 die Hochzeit mit seiner Frau Inge, fast 60 Jahre hatten sie mit ihren beiden Kindern eine gute, gemeinsame Zeit“. Mitte der 60er Jahre wurde Heinz Geisler von der Post in Würzburg nach Prien versetzt. Nach einiger Zeit kam er beruflich für mehrere Jahre nach Rosenheim, um dann wieder zurück zu kommen als ihm kurz darauf die Leitung des Priener Postamtes übertragen wurde. Bis zuletzt war er mit seinen ehemaligen Kollegen insbesondere beim Postler-Stammtisch kameradschaftlich und gesellig verbunden. „Heinz Geisler war ein Postler durch und durch!“ – so der Pfarrer, der auch noch erwähnte, dass Heinz Geisler gerne auf Reisen ging und sehr mit dem Priener Vereinsleben verbunden war. So dankte bei der Trauerfeier auf dem Priener Friedhof stellvertretender Vorstand Klaus Löhmann vom Priener Trachtenverein dem Verstorbenen für seine Vereinstreue seit 1978 und sagte dazu: „Heinz hat in Prien eine Heimat gefunden, das hat er mit seiner fördernden Mitgliedschaft zum Ausdruck gebracht. Gerade die fördernden Mitglieder sind es, die in einer Gemeinde und in einem Verein für Zusammenhalt und für bewusste Heimatpflege sorgen“. Seit 1992 gehörte Heinz Geisler auch dem Hufeisenverein Prien-Kaltenbach an, dessen Ehren-Vorsitzender Peter Freund würdige Heinz Geisler wie folgt: „Mit Rat und Tat wurden wir von Heinz unterstützt, er führte bei uns die Vereinschronik ein und er war von 1996 bis 2010 Zweiter Vorstand. 2017 konnten wir ihn für 25jährige Mitgliedschaft ehren“. Beide Vereine waren mit einer Fahnen- bzw. Standarten-Abordnung bei den Trauerfeierlichkeiten in der Kirche und am offenen Urnengrab präsent, um einen guten Vereinskameraden die letzte Ehre zu erweisen.

Sterbefoto: Heinz Geisler, ehemaliger Leiter der Priener Poststelle

 

 

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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