Kirche

Am Grab von Diakon i. R. Walter Munkler

Anton Hötzelsperger
Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Eine große Trauergemeinde nahm in der Pfarrkirche „Maria Himmelfahrt“ und auf dem Priener Friedhof  Abschied von Diakon i.R. Walter Munkler, der im Alter von 92 Jahren nach einem schaffensreichen Leben verstarb. Pfarrer Klaus Hofstetter feierte das Requiem zusammen mit Diakon Josef Jackl, der als Diözesanreferent für die Diakone zugleich der Vertreter der Erzdiözese München-Freising war. Die musikalische Gestaltung übernahm die Musikgruppe „Die jungen Wilden“ unter der Leitung des neuen Kirchenmusikers Bartholomäus Prankl.

In seiner Würdigung erinnerte Pfarrer Hofstetter an das christliche Leben von Diakon Munkler, das von vielen Freundschaften und vor allem von seinem ausgeprägten Familiensinn bestimmt war. „Seine Ehefrau Eva-Maria heiratete er 1956 bei einer Bauernhochzeit mit 500 Gästen im Berchtesgadener Land, 1969 kam er mit Ehefrau und fünf Kindern nach Prien und 1974 empfing er im Zweiten Weihekurs unter Kardinal Julius Döpfner und voll geprägt vom Zweiten Vatikanischen Konzil die Diakonenweihe“. Und weiters sagte Pfarrer Hofstetter: „Walter Munkler hat immer was aus seinem Leben gemacht, so war er auch im Berchtesgadener Land Gemeinderat und Mitglied der Weihnachtsschützen und er war ein aufrechter und aufrichtiger Christ, der die Gnade und Kraft Gottes immer weiter geschenkt hat“. Seine erste berufliche Station war kaufmännischer Art, doch fühlte er einen weiteren Auftrag. Und so studierte er und ganz zu seiner Freude war seine erste Trauung die seiner eigenen Tochter und die Taufe all seiner Enkelkinder, denen er ein rühriger Großvater war, konnte er mit ebenso großer Freude vornehmen. „Seine Menschenfreundlichkeit und seine konkrete Liebe zu den Menschen war wohl darin begründet, dass er als uneheliches Kind geboren war und nach seinem Kriegsdienst in jungen Jahren von einer Bauersfamilie ohne eigene Kinder im Berchtesgadener Land adoptiert wurde. Dafür war er ein Leben lang dankbar, was sich auch in seiner Zuneigung zu Geflüchteten und Asylbewerbern der jüngsten Zeit zeigte“. Ganz im Sinne  des Verstorbenen wurde das Requiem als Auferstehungsgottesdienst  mit der liturgischen Farbe weiß und mit österlichen Liedern gefeiert.

Bildunterschrift: Diakon i. R. Walter Munkler – er verstarb im Alter von 92 Jahren

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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