Kirche

Am Grab von Carla Boggusch aus Prien-Siggenham

Anton Hötzelsperger
Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Fassungslosigkeit und tiefe Trauer hat der plötzliche Tod von Carla Boggusch aus Prien-Siggenham in ihrer Familie und darüber hinas ausgelöst. Frau Boggusch verstarb im Alter von 62 Jahren und hinterlässt ihren Ehemann Wilfried und ihre Tochter Anna. Bei den Trauerfeierlichkeiten in der Filialkirche St. Salvator erinnerte Gemeindereferent Werner Hofmann an das Leben der Verstorbenen,  das mit der Geburt in Essen-Ost als viertes Kind ihrer Eltern begann. In Essen folgten der Besuch des Katholischen Kindergartens, der Michael-Schule und eines von Nonnen geführten Gymnasiums. Nach ihrem Abitur begann Carla Boggusch eine Lehre zur Groß- und Außenhandelskauffrau in einem Apotheken-Großhandel. In Essen lernte sie ihren späteren Mann Wilfried kennen, mit dem sie gerne Reisen unternahm. 1992 schlossen die beiden in ihrem Urlaubsdomizil Lenggries den Bund der Ehe und sind 1996 aus beruflichen Gründen nach Prien a. Chiemsee gezogen. Zwei Jahre später war mit der Geburt ihrer Tochter Anna das Familienglück perfekt. Carla Boggusch pflegte viele Freundschaften und hatte viele Hobbies, unter anderem das Schneidern von neuen Kleidern sowie das Kochen und Backen. „Bei all ihren Aktivitäten, die sie perfekt ausübte, stand stets ihre Familie im Mittelpunkt“ – so Werner Hofmann in seinen Betrachtungen. Neben ihrer Familie hat auch der Trachtenverein „Daxenwinkler“ Atzing mit dem Tod von Carla Boggusch einen schweren Verlust hinnehmen müssen. Erster Vorstand Michael Schlosser dankte am offenen Grab dafür, dass Carla Boggusch 1998 dem Verein beitrat und seit 2014 das Amt der stellvertretenden Schriftführerin ausübte. „Seit 2016 war Carla im Vereinshausteam und hat in diesem federführend die Organisation übernommen, sie war beim Gaufest 2017 und bei vielen Waldfesten eine wichtige Helferin, sie war uns in Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft immer ein Vorbild“, so der Trachtenvorstand, der im Beisein der Fahnenabordnung und zahlreicher Röckefrauen einen Kranz als letzten Gruß niederlegte. Dritter Bürgermeister Alfred Schelhas von der Marktgemeinde Prien würdigte Carla Boggusch als neue Kraft für die Rathaus-Pforte mit den Worten: „In den wenigen Wochen, in denen Frau Boggusch seit Jahresbeginn ihren Dienst im Rathaus leistete, hat sie bei der Kollegschaft und bei der ratsuchenden Bürgerschaft ob ihrer Herzlichkeit und Fröhlichkeit Freunde und Zustimmung gewonnen“. In einer sehr bewegenden Rede bezeichnete Tochter Anna ihre Mutter als beste Freundin und Ratgeberin, die es verstand mit ihrer Menschlichkeit Heimat und mit ihrer Liebe ein Zuhause zu geben. Die musikalische Gestaltung in der Kirche von St. Salvator übernahm der Chiemseewinkl-Gesang  sowie Organistin Annette Bauer. Aufgrund des tragischen Todesfalles haben die Atzinger Ortsvereine ihren heurigen Dorffasching im Atzinger Vereinshaus abgesagt.

Sterbefoto: Carla Boggusch, die plötzlich im Alter von erst 62 Jahren verstarb

 

 

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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