Kirche

Am Grab von Alois Schuster aus Prien-Bachham

Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Kurz nach seinem 85. Geburtstag und wenige Wochen nach schwerer Krankheit verstarb Alois Schuster aus Prien-Bachham. Bei den Trauerfeierlichkeiten in der Wallfahrtskirche St. Salvator erinnerte Pfarrvikar Gottfried Grengel an den Taxi- und Omnibusunternehmer und an dessen Arbeitsfleiß bis ins hohe Alter. Die musikalische Gestaltung des Requiems erfolgte mit Orgel- und Zitherweisen sowie mit Gesang der Inntaler Sänger.

Der Geistliche begann seine Betrachtungen auf das Leben des Verstorbenen mit einem Zitat von Marie von Ebner-Eschenbach, das lautet: „Müde macht uns die Arbeit, die wir liegenlassen, nicht die, die wir tun“ und er fügte hinzu: „Alois Schuster kam als eines von fünf Geschwistern auf dem Sachl der Bauersleute Rosina und Anton Schuster zur Welt. Bereits mit 11 Jahren verlor er seinen Vater und er musste im Hof, im Stall und auf den Feldern anpacken, trotzdem war er ein Einser-Schüler“. Nach der Schulzeit machte Alois Schuster eine Mechaniker-Lehre bei der Firma Fichtl in Prien (dort war er sieben Jahre beschäftigt), es folgten der LKW- und Omnibus-Führerschein und eine Anstellung bei der Priener Baufirma Stein. „Nach den Zerstörungen des Weltkriegs herrschte die Stunde Null, Jeder war selbst seines Glückes Schmied, Alois Schuster war es für sich, weil er bei seinen Vorhaben der Erste war, der die Schaufel in die Hand nahm und zugleich der Letzte war, der sie wieder aus der Hand gab“ – mit diesen Erinnerungen informierte der Pfarrvikar weiter, dass Schuster 1968 sein eigenes Taxi- und Omnibus-Unternehmen gründete und bis jetzt mit seinem Sohn für Bad Endorf für 160 Schulkinder Millionen von Kilometern bis zum Rentenalter unterwegs war. Als Jungunternehmer erbaute er sich 1969 ein eigenes Haus, 1976 erwarb er ein sanierungs- und renovierungsbedürftiges Geschäftshaus in der Alten Rathausstraße in Prien und 1976 heiratete er seine Ehefrau Irmgard, aus dieser Ehe ging Sohn Alois hervor (Irmgard Schuster verstarb im Jahr 2016). In den 80er-Jahren baute Alois Schuster sein elterliches Bauernhaus als Wohnhaus für seine Schwestern um, 1990 erfolgte an seinem Haus ein Anbau für seinen Schulbus und 1999 ist sein Sohn Alois in das Unternehmen eingestiegen. Später konnte er auch noch in Bad Endorf ein Haus und eine Schulbus-Halle im Handwerkerpark erbauen. In Anbetracht dieser vielen Bautätigkeiten charakterisierte Gottfried Grengel den Verstorbenen wie folgt: „Alois Schuster hatte viele Talente, er hat Sinn und Lebensglück in seinem Arbeitsfleiß gefunden, er hat 2011 eine schwere Herzoperation überwunden und letztlich ein großes Lebenswerk hinterlassen“.

Sterbefoto: Alois Schuster aus Prien-Bachham – verstarb im Alter von 85 Jahren

 

 

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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