Kultur

Alphornmusik im Bernauer Kurpark

Anton Hötzelsperger
Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Wie schon in den letzten Jahren hatten auch dieses Jahr die „Hafenstoaner Alphornbläser“ wieder zu einem Konzert eingeladen und viele begeisterte Gäste bei traumhaften sommerlichen Bedingungen in den Bernauer Kurpark gelockt.

Zum ersten Mal seit ihrem Bestehen traten die Musiker zu sechst auf. Zu dem Ensemble unter der Leitung von Donat Frey, der auch in charmanter Art durch das Konzert führte, gehören Günther Frey, Bernhard Kreuz, Franz Gnadl, Thomas Schmidt und seit diesem Jahr auch Karin Bichlbauer. Der Abend stand unter dem Motto „Vom Jodler bis zur Polka“ und zeigte einen Querschnitt aus dem Repertoire der Bläser. Aufgrund der neuen Zusammensetzung waren auch einige neu einstudierte Stücke zu hören, unter anderem eines mit „Echo“, bei dem sich die Gruppe halbiert und von zwei unterschiedlichen Standorten im Park musizierte.

In seinen Moderationen erzählte Frey kurze Geschichten, wie es zum Alphornspiel in Bernau kam und beschrieb als langjähriger Alphornbauer sehr genau den Aufbau und die Entstehung des ca. vier Meter langen Instruments. Seine Instrumente können nicht auseinander genommen werden, da sie aus einem krumm gewachsenen Stamm aus Fichtenholz geschnitzt, verziert und abschließend noch lackiert werden. Da keine Ventile oder Klappen vorhanden seien, mit denen man mehr Töne produzieren könnte, kann der Spieler nur etwa 15 unterschiedliche Töne, die sog. Naturtöne, erzeugen. Aus diesem Grund kommt es zu der für Alphörner charakteristischen Mehrstimmigkeit. Lieder mit bekannten Melodien zum Mitsingen sind deshalb aber meist nicht spielbar. Für das als Nationalsymbol der Schweiz bekannt gewordene Instrument haben vor allem auch Schweizer Komponisten Stücke geschrieben, wie z.B. Hansjörg Sommer. Und so erklangen dann in munterer Folge und bei bester Intonation verschiedene Alphornrufe, Jodler und Polkas oder eine kleine musikalische Szene einer Wallfahrt. Als Zuhörer konnte man richtig spüren, mit welcher Freude und Hingabe die sechs Musikanten bei der Sache waren.

Zum Abschluss gab es dann zu den letzten Sonnenstrahlen, die den Kurpark in ein ganz besonderes Licht tauchten, das Stück „Kein schöner Land in dieser Zeit“, was vom begeisterten Publikum mit langanhaltendem Applaus bedacht wurde.

Eine Wiederholung des Konzerts gibt es bei trockener Witterung am Donnerstag, 13. August, ebenfalls im Kurpark Bernau.

Bericht und Bilder – Georg Leidel

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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