Kultur

Alpenländisches Osteroratorium von Hans Berger in Rott am Inn

Anton Hötzelsperger
Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Die Kirche war – wie bei den meisten Konzerten von Hans Berger- voll besetzt – ein großes Publikum und eine stattliche Anzahl an Musikern und Sängern füllten die Klosterkirche St. Marinus und Anianus. Eine Vielzahl an typisch alpenländischen Instrumenten kam zum Einsatz: Harfe, Hackbrett, Zither oder Blasinstrumente. Es sang der Montini-Chor (bayr.-tirol. Chorgemeinschaft), zusammen mit dem Männerchor Feldkirchen, Solisten wie der Tenor Andreas Smettan und Dreigesängen. Es musizierte Hans Bergers großes Ensemble. Inhaltlich ging es um die Betrachtung der Nachricht von der Auferstehung des gekreuzigten Jesu. Das Werk wird als Oratorium eingeordnet, weil ihm ein erzählender Bibeltext zugrunde liegt. Normalerweise wird dieser Text von einem Evangelisten vorgetragen, hier wurde er in freier Form wiedergegeben. Eine Zugabe gönnte Hans Berger dem Publikum freilich auch: Mit Blick auf Pfingsten ließen die Chöre „Weit ist das Meer“ erklingen. Hans Berger äußerte sich selbst zu seinem Werk mit den Worten: „Das Alpenländische Oster-Oratorium stellt einen weiteren Baustein  meines musikalischen Schaffens  dar. Ostern ist auch in der Liturgie der Höhepunkt vom Leiden und Sterben bis hin zur freudigen Auferstehung unseres Herrn Jesus Christus. Das Oratorium beginnt mit der Feier des Aschermittwochs, dem Palmsonntag und der Karwoche mit Gründonnerstag und Karfreitag.  Im feierlichen „Exsultet“ werden die fleißigen Bienen erwähnt, aus ihrem kostbaren Wachs wird die Osterkerze hergestellt. Die große Freude wird dann im „Christ ist erstanden“ hörbar, wenn das große Orchester zusammen mit dem Chor über die Auferstehung jubiliert – denn dies ist die Nacht,  in der die Glaubenden  von der Hoffnungslosigkeit zur Hoffnung,  von der Trauer zur Freude, von der Bedrängnis in die Freiheit, vom Tod zum Leben geführt werden.“

Hans Berger ist bayerischer Kirchenmusiker und Chorleiter. Zudem gilt er als Zithervirtuose und hat für dieses Instrument sowie für das Ensemble eine Vielzahl von Werken aus Barock und Klassik bearbeitet und komponiert. Er hat bereits mehrere alpenländische Oratorien, unter anderem zu Weihnachten, geschaffen. Das Osteroratorium ist das jüngste fulminante Musikwerk aus seiner Feder.

Fotos: Rainer Nitzsche

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

Schreibe einen Kommentar

© Copyright Samerberger Nachrichten.