Brauchtum

Almbauern-Heimatabend auf dem Samerberg

Anton Hötzelsperger
Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Die Ausrichtung des 70. Oberbayerischen Almbauerntages auf dem Samerberg war mit einem Almbauernheimatabend gesellschaftlicher Höhepunkt und Zeugnis echter Brauchtumsliebe zugleich. In der voll besetzten Samer Halle konnten Bezirksalmbauer Bartholomäus Mayer und Vorsitzender Georg Mair vom Almwirtschaftlichen Verein Oberbayern (AVO) zahlreiche Almleute, Sennerinnen und Senner,  Bäuerinnen und Bauern, sowie Ehrengäste willkommen heißen. „Es ist eine reine Freude, wie die Samerbergerinnen und Samerberger ihre Halle für uns hergerichtet haben und es ist schon imposant, was Bezirksalmbauer Bartholomäus Mayer mit seinen Leuten auf die Füße gestellt haben. Zusammen mit der sommerlichen Hauptalmbegehung sind diese beiden Mammutveranstaltungen in einzigartiger Weise von den Samerberger Gastgebern vorbereitet und bewältigt worden“ – so der AVO-Vorsitzende, der zum Thema „Wolf“ und zu den vielen sonstigen Herausforderungen noch sagte: „Wir tun alles, damit es für die Almbauern passt“. „Ein Hoch auf die Almbauern und Almleute, mit ihrem Fleiß, mit dem Offenhalten der Weiden sowie mit ihrer Sorge um Tiere und Pflanzen ermöglichen sie es uns immer wieder, dass wir auf den gepflegten Almen der Hektik des Alltages entfliehen und uns erholen können“ – mit diesen Worten begann Fritz Dräxl die Ansage für den Heimatabend mit einem besonders almerischen Programm. Hierbei wirkten mit die Samer Sänger, die Geschwister Bauer als Gesangsgruppe, Hans Sattlberger mit den Sennerinnen Rosi und Birgit mit Jodler-Einlagen. Ziachspieler Maxi Binder (Fritz Dräxl: „Der Herbert Pixner vom Samerberg“), die Baschtla Stubenmusi von Rossholzen, die Samerberger Alphornbläser und Weisenbläser aus den Reihen der ebenfalls in starker Besetzung aufspielenden Musikkapelle Samerberg unter der Leitung von Benedikt Paul und nicht zuletzt die drei Trachtenvereine aus dem Almbezirk Samerberg-Nussdorf aus Rossholzen, Grainbach und Nussdorf. Ein besonderer Auftritt war von den Samerberger Bäuerinnen mit einer Theatereinlage, deren Inhalt auf jüngste Wolfs-Ereignisse abgestimmt war, unter anderem hieß es dabei: „Der Tierschutz soll nicht nur für den Wolf gelten, sondern auch für unsere Tiere, die wir auf den Almen halten, damit die Landschaft so schön bleibt wie sie ist“. Zum Abschluss spielte die Musikkapelle noch zum Tanz und zur geselligen Unterhaltung auf.

Fotos: Hötzelsperger – Eindrücke vom Almbauernheimatabend auf dem Samerberg

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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