Kirche

Aktuelles vom Helferkreis für die Diözese Ternopil-Ukraine

Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

 Liebe Mitglieder, Freunde und Gönner vom Chiemgaur Helferkreis für die Diözese Ternopil-Urkaine!

Leider hat sich die Corona-Situation noch nicht geändert, so dass ein Treffen auf absehbare Zeit nicht möglich sein wird. Daher möchte ich Euch auf diesem Weg wieder einige Informationen geben: Auf den  Hilferuf für Familie Demchuk im Dezember letzten Jahres kam ein überwältigendes Echo von Euch. Mehr als 6.000 Euro gingen an Spenden ein. Die Summe wurde dann durch den Helferkreis noch auf 8.000 Euro  aufgestockt. Frau Demchuk mit ihren vier Kindern hat inzwischen das Geld von Bischof Semenjuk erhalten. (siehe Foto)

Auf Initiative von Pfarrer Firman schenkte ein Bauunternehmer aus Ternopil der Familie Demchuk eine 2-Zimmer-Rohbau-Wohnung. Die Diözese Ternopil wird dafür sorgen, dass die Wohnung u.a. mit unserer Spende fertig gestellt wird und die Familie noch in diesem Jahr einziehen kann. Das ständige Verkaufsangebot an Marmeladen im Hofladen des „Wastlhofes“ in Elperting bei Atzing wird sehr gut angenommen. Seit Dezember 2020 konnten schon wieder mehr als 200 Gläser verkauft werden. Zusammen mit der Oster-Verkaufsaktion, bei der Palmbuschen, Osterkerzen, Türkränze und andere Osterartikel angeboten wurden, konnte ein Umsatz von ca. 2.500 Euro erzielt werden. Der Gewinn daraus wurde für die Erhöhung der Spendensumme an Familie Demchuk verwendet.

Ein herzliches „Vergelt’s Gott“ gilt dafür der Familie Riepertinger für die Möglichkeit, unsere Waren  anbieten zu dürfen, sowie  Traudi und  Jak Steiner, die sich um den Verkauf kümmerten. Allen, die sich in irgend einer Weise an den Vorbereitungen beteiligt haben, sagen wir ebenfalls „Herzlicher Dank“, denn ohne Eure  tätige Mithilfe wäre ein solcher Erfolg nicht möglich gewesen. In diesem Jahr sind beim Helferkreis wieder Neuwahlen angesagt. Sobald es die Situation erlaubt werdet Ihr dazu eine termingerechte Einladung erhalten.

 Wie mir Pfarrer Shafran mitteilte, ist die Corona-Situation in der Ukraine nach wie vor sehr angespannt,. Es gibt zwar einen Impfstoff aus Indien, die Bevölkerung hat zu ihm jedoch kein großes Vertrauen, da der Impfstoff in ihrem Land nicht auf  Wirksamkeit und Verträglichkeit  geprüft und zugelassen wurde.  Jedes Jahr wird im April der Chernobyl-Katastrophe gedacht. Die  Aktion des „Friedens-Baumes“ wird konfessions-übergreifend auch von der Diözese unterstützt. Pfarrer Shafran als Öko-Beauftragter der Diözese Ternopil hat in diesem Jahr mit seinem Auto-Anhänger an die 1.500 Roteichen-Bäumchen an die Dekanate geliefert, die dann an die Pfarreien verteilt und dort mit der Bevölkerung gepflanzt wurden. Dank seiner inzwischen guten Kontakte wurden ihm die Bäume kostenlos überlassen. Es ist dies ein Zeichen für die Verantwortung, auch den kommenden Generationen eine Zukunft zu sichern.

 Eine sehr traurige Mitteilung erreichte mich ebenfalls: Ein junger Priester mit 25 Jahren, der bereits zum zweiten Mal an Corona erkrankte, ist nun verstorben. Er war Sänger im Chor, der uns letztmals 2017 besuchte.  Zwei Wochen vor dem Osterfest der Ostkirche betete Bischof Semenjuk in der Kathedrale von Zarvanytsja  den Kreuzweg, der über das Fernsehen in die  ganze Region übertragen wurde. Die kirchlichen Vertreter hatten sich auf diesen Weg geeinigt, um allen Menschen trotz Corona ein Dabeisein zu ermöglichen.

 Ich wünsche Euch allen nun alles Gute, bleibt gesund und verliert nicht den Mut! In der Hoffnung, dass Ihr alle bald geimpft seid und ich  Euch wieder persönlich treffen kann  grüßt Euch ganz herzlich

Eure Kathi Schmid im Namen der gesamten Vorstandschaft

Tel. 08032-5578 – email: schmid-rohrdorf@t-online.de

 

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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