Corona-Krise

Aktuelle Informationen zur Corona-Krise

Anton Hötzelsperger
Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Freitag, 23. Oktober:

Landratsamt und Gesundheitsamt Rosenheim: COVID-19-Wochenbericht – Der vorliegende Lagebericht soll die aktuelle Situation in Stadt und Landkreis Rosenheim zu Erkrankungen mit dem neuartigen Coronavirus (COVID-19) widerspiegeln. Die Daten beruhen auf den Meldedaten nach dem Infektionsschutzgesetz bis zum 22.10.2020 24 Uhr. Aufgrund von Aktualisierungen kann es zu Veränderungen kommen.

Aktueller Sachstand:

Das Staatliche Gesundheitsamt Rosenheim weist darauf hin, dass seit dem 14.10.2020 auch im Landkreis Rosenheim die 7-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohner in den letzten 7 Tagen mit nun 85,7 über dem Schwellenwert von 50 liegt. Erstmals hat am 22.10. die Stadt Rosenheim den neuen Schwellenwert von 100 mit 114,9 deutlich überschritten. Seit dem 21.10. ist es dabei in Stadt und Landkreis zu einem sprunghaften Anstieg der Fallzahlen gekommen.

Infektionsübertragungen ereignen sich überwiegend im privaten Umfeld. Es kommt aber auch vereinzelt zu Superspreading-Ereignissen zum Beispiel durch private Feiern. In einem Fall wurde eine Party in einem unbelüfteten Kellerraum mit über 30 Personen gefeiert. Dem Gesundheitsamt gegenüber wurde durch den Verursacher des Ausbruchs die Feier nicht genannt, so dass wertvolle Zeit zur Eindämmung des Geschehens verloren wurde. Der Fall wurde mittlerweile der Kriminalpolizei übergeben.

Zunehmend fällt es schwerer, die Quelle einer Ansteckung zu ermitteln und die Infektionsketten nachzuverfolgen. Trotz des Anstiegs der Fallzahlen versucht das Gesundheitsamt Rosenheim, die Fälle weiterhin tagesaktuell telefonisch und schriftlich über ihre Infektion zu informieren und die erforderlichen Infektionsschutzmaßnahmen anzuordnen. Es wird jedoch immer schwieriger, daran anschließend die engen Kontaktpersonen zeitnah zu kontaktieren und ebenfalls eine häusliche Quarantäne anzuordnen. Das Personal des Gesundheitsamtes wird derzeit weiter aufgestockt, um die Infektionsschutzmaßnahmen leisten zu können.

Aus Sicht des Staatlichen Gesundheitsamtes Rosenheim sind die Schulen keine Treiber der Pandemie. Trotzdem kommt es in Schulen zunehmend zum Auftreten von Infektionen mit Folgefällen: Im Zeitraum vom 1. bis zum 22. Oktober wurden in 15 Schulen im Landkreis und 10 Schulen in der Stadt insgesamt 78 Personen positiv auf SARS-CoV-2 getestet. Von den 25 Schulen waren acht Grundschulen mit 14 Fällen betroffen. Insgesamt mussten über 1.200 enge Kontaktpersonen in häusliche Quarantäne geschickt werden.

Auf die steigenden Infektionszahlen reagierten Stadt und Landkreis Rosenheim in Abstimmung mit dem Staatlichen Gesundheitsamt Rosenheim erneut mit verschärften Maßnahmen, die mittels Allgemeinverfügungen vom 20.10. die Allgemeinbevölkerung betreffen. Die Bayerische Staatsregierung hat mit Änderungsverordnung zur 7. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung vom 16.10. unter anderem eine Erweiterung der Maskenpflicht an Schulen angeordnet: Nunmehr besteht die Pflicht, dass bei Überschreiten der 7-Tages-Inzidenz von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner die Schüler aller Jahrgangsstufen, auch in Grundschulen, eine Mund-Nasen-Bedeckung auch im Unterricht tragen.

„Der plötzliche starke Anstieg der Fallzahlen in Stadt und Landkreis ist besorgniserregend und dramatisch. Die Lage spitzt sich zu, wir befinden uns aktuell mitten in der zweiten Welle und sehen eine rasante Ausbreitung des Infektionsgeschehens“, mahnt Dr. Wolfgang Hierl, Leiter des Staatlichen Gesundheitsamtes Rosenheim. „Das Gesundheitsamt stemmt sich mit aller Macht gegen diese 2. Welle und versucht, durch weitere deutliche Aufstockung des Personals eine unkontrollierte Ausbreitung und damit zwangsläufig einen Lockdown für die Region zu verhindern. Ziel muss sein, Erkrankungen von Senioren und das Eindringen von Infektionen in Pflegeheime mit der Folge schwerster Erkrankungen und weiterer Todesfälle zu verhindern. Wir müssen zwingend eine Überlastung der Krankenhäuser in unserer Region vermeiden. Das gelingt aber nur, wenn sich alle Bürgerinnen und Bürger streng an die Hygieneregeln halten! Grundsätzlich lassen sich auch jetzt noch Infektionsübertragungen im privaten Umfeld durch einfache Mittel verhindern: Ich appelliere daher eindringlich an alle Bürgerinnen und Bürger, sich sowohl zu Hause als auch im Urlaub verantwortungsvoll an die AHA+L-Regeln, das sind das Abstandsgebot von mindestens 1,50 Metern, die Hygienemaßnahmen mit Husten- und Niesregeln sowie regelmäßigem Händewaschen und die Verwendung von Alltagsmasken, einzuhalten zum Schutz unserer Gesundheit. Auch der gemeinsame Aufenthalt in geschlossenen Räumen über 30 Minuten kann im Einzelfall bei Aerosolbildung zu Übertragungen führen. Hier ist auf regelmäßiges und ausreichendes Lüften zu achten“, so Hierl.

Fallzahlenentwicklung:
Seit dem letzten Wochenbericht mit Stand 15.10.2020 24 Uhr wurden dem Gesundheitsamt 297 neue Fälle für Stadt und Landkreis Rosenheim gemeldet. Seit dem 21.10. ist es dabei in Stadt und Landkreis zu einem sprunghaften Anstieg der Fallzahlen gekommen.

Bisher sind insgesamt 3955 Fälle von COVID-19 in Stadt und Landkreis Rosenheim aufgetreten (Landkreis: 3067, Stadt: 888). Seit Juni liegt im Gegensatz zum Beginn der Pandemie der Schwerpunkt der Altersstruktur der positiv Gemeldeten bei Jugendlichen und Erwachsenen bis 60 Jahren. Personen ab 80 Jahren sind bislang noch kaum betroffen. Mittlerweile wurde bei mindestens 3163 Personen eine Genesung dokumentiert.

Seit dem letzten Wochenbericht sind drei weitere Personen im Landkreis mit über 80 Jahren mit einer COVID-19-Infektion verstorben. Der letzte Todesfall war am 06.07. gemeldet worden. Insgesamt sind nunmehr 225 Personen an und mit COVID-19 gestorben (Landkreis: 202, Stadt: 23). Von den Verstorbenen waren 7 Personen unter 60 Jahren. 148 Verstorbene waren über 80 Jahre alt. 14 COVID-19-Patienten werden aktuell in Stadt und Landkreis Rosenheim stationär behandelt. Hiervon befindet sich ein Patient auf einer Intensivstation.

Donnerstag, 22. Oktober:

Der Bayeische Hotel- und Gaststättenverband: Hinsichtlich der durch die Bayerische Staatsregierung angekündigten Verschärfung der Infektionsschutzmaßnahmenverordnung, die künftig zusätzlich eine dunkelrote Warnstufe mit weiteren Einschränkungen vorsieht, nimmt Dr. Thomas Geppert, Landesgeschäftsführer des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes DEHOGA Bayern, wie folgt Stellung: „Wenn die Sperrstunde in der geplanten Form und ohne Kompensation kommt, sehe ich hier für das bayerische Gastgewerbe auch dunkelrot: Ohne wenn und aber: Die Gesundheit unserer Mitarbeiter und Gäste steht an oberster Stelle, wir nehmen Corona sehr, sehr ernst. Wir versuchen Entgegenkommen zu zeigen, wo es nur geht. Die nunmehr beschlossenen Änderungen bedeuten aber für das bayerische Gastgewerbe einen Quasi-Lockdown, der unverhältnismäßig ist und sich nicht mehr nachvollziehen lässt. Die Zahlen belegen es: Das ordentlich arbeitende, konzessionierte Gastgewerbe stellt keine Gesundheitsgefahr dar. Es gibt funktionierende Hygienekonzepte, die einen sicheren Betrieb ermöglichen. Wenn Einzelne sich nicht an Regeln halten, dann müssen diese einzeln zur Verantwortung gezogen werden“, erklärt Geppert, das, was aber nun geschehe, setze die Existenz des gesamten Gastgewerbes aufs Spiel.

Geppert erläutert den Widerspruch der Regelungen: „Wenn ich die Öffnungszeiten in der geschützten Gastronomie, in der Hygienekonzepte nachweislich erfolgreich umgesetzt und Gäste registriert werden, verkürze, dränge ich diejenigen, die nicht um neun Uhr ins Bett wollen, zwangsläufig zu privaten Zusammenkünften, bei denen dann weder Hygienekonzepte angewendet, noch Mindestabstände und maximale Teilnehmerzahlen eingehalten werden, geschweige denn eine Gästeregistrierung stattfindet. Zudem bedeutet für die Hotellerie eine Sperrstunde um neun Uhr, dass es künftig nicht mehr möglich sein wird, die Gäste des Hauses in zwei „Schichten“ Abend essen zu lassen. Dies trägt derzeit maßgeblich zur Entzerrung der Gästenachfrage bei und schafft Raum für Abstände zwischen den Tischen.“ Geppert: „Ich halte die Verschärfungen für kontraproduktiv und in höchstem Maße existenzgefährdend.“

Für gastgewerbliche Betriebe in Lockdown-Gebieten brauchen wir umgehend die von Ministerpräsident Markus Söder in seiner Regierungserklärung angekündigten Soforthilfen: „Ohne schnelle Entschädigungen für die unverschuldeten Schließungen unserer Betriebe werden viele den Lockdown und die Folgen daraus nicht überstehen. Als zusätzliche branchenübergreifende Rettungsmaßnahme benötigen wir einen Tilgungszuschuss. Nur so kann die Zahlungsfähigkeit von der Pandemie besonders betroffener Betriebe auch im nächsten Jahr mittelfristig gesichert werden.“

Eishockey-Rosenheim: Rest der Starbulls-Saisonvorbereitung ohne Zuschauer – Traurige, aber verständliche Nachrichten für alle Starbulls Fans: Nach Rücksprache mit den örtlichen Behörden der Stadt Rosenheim sind auch in den drei abschließenden Heimspielen der Saisonvorbereitung 2020/2021 gegen Bad Tölz, Landshut und Höchstadt keine Zuschauer im ROFA-Stadion erlaubt.

 Auf Grund der in den letzten Tagen massiv angestiegenen Infektionszahlen (7-Tage-Inzidenz) in Stadt- und Landkreis Rosenheim sind nach Rücksprache mit den örtlichen Behörden in den restlichen drei Vorbereitungspartien der Starbulls zuhause gegen die Tölzer Löwen (23.10.2020), den EV Landshut (25.10.20.20) und die Höchstadt Alligators (30.10.2020) keine Zuschauer im Rosenheimer ROFA-Stadion zugelassen.

 SpradeTV für Dauerkartenbesitzer kostenfrei

 Dennoch müssen alle Grün-Weißen Fans nicht komplett auf ihre Helden auf dem Eis verzichten: Das Spiel wird wie gewohnt im Starbulls-Livestream auf SpradeTV angeboten. Der Preis für alle Vorbereitungsspiele auf SpradeTV beträgt sechs Euro pro Partie. Für alle Dauerkartenbesitzer wird die Übertragung, wie schon bereits am vergangenen Wochenende gegen Peiting, kostenlos freigeschaltet. Die Freischaltung erfolgt bis spätestens Freitagvormittag (23.10.2020).

WICHTIG: Voraussetzung hierfür ist die korrekte Angabe des persönlichen SpradeTV-Accounts (E-Mail-Adresse) bei der Dauerkartenbestellung, sowie die vollständige Bezahlung der erworbenen Dauerkarte.

Dauerkarte vor Ort abholen – Bestellungen nur Online möglich – Die nächste Gelegenheit zur Abholung der bestellten Dauerkarte an der Geschäftsstelle der Starbulls Rosenheim ist am kommenden Sonntag, den 25.10.2020 zwischen 09:00 – 11:00 Uhr.  Die Abholung erfolgt nicht in der Geschäftsstelle, sondern über die Stehplatz-Tageskasse an der Stirnseite des ROFA-Stadion. Eine Dauerkarenbestellung bzw. ein Dauerkartenkauf vor Ort ist, wie bereits vorab vermeldet, nicht möglich. Bestellungen für eine Starbulls Dauerkarte zur Saison 2020/2021 sind nur auf der Starbulls Website unter http://www.starbulls.de/de/dauerkarte/ buchbar.

 Gesundheit steht über allem – Starbulls sind für Derbys hochmotiviert

„Dass auch die restlichen drei Heimspiele der diesjährigen Saisonvorbereitung ohne unsere treuen Fans stattfinden müssen, macht uns und auch ganz besonders unser Team sehr traurig. Die Entscheidung der Behörden in enger Abstimmung mit dem Verein ist aber vollkommen richtig und absolut alternativlos. Die Gesundheit aller muss immer an oberster Stelle stehen und genauso werden wir dies auch in Zukunft handhaben. Trotz dieser negativen Botschaft hoffen wir, dass viele Grün-Weiße Fans vor den SpradeTV-Bildschirmen mit unseren Jungs mitfiebern werden. Am kommenden Wochenende treffen wir innerhalb von zwei Derbys auf bärenstarke Teams aus der DEL2 und natürlich möchten wir uns dort von unserer besten Seite präsentieren“, sagt Daniel Bucheli, Geschäftsführer des Starbulls Rosenheim e.V. – Pressemitteilung Starbulls Rosenheim e.V. (C.S.)

Information vom k1 der Stadt Traunreut. coronabedingt mussten wir die Veranstaltung am Wochenende von Rix Rottenbiller (24.10.2020) leider verschieben. Neuer Termin ist der 29.01.2022. Die Tickets behalten ihre Gültigkeit.

Wegen eines erneuten Coronafalls in der Theaterbesetzung muss die Veranstaltung „Die Geierwally“ am 10.01.2021 nun doch ersatzlos abgesagt werden. Alle bereits gekauften Tickets können bei uns zurückgegeben werden. Weitere Informationen zur Rückerstattung finden Sie auf unserer Homepage unter www.k1-traunreut.de.

Mittwoch, 21. Oktober:

Landratsamt Rosenheim – Maskenpflicht in Schulen – Kein klar eingrenzbares Ausbruchsgeschehen

Die Pflicht für Grundschüler, im Klassenzimmer eine Mund-Nase-Bedeckung zu tragen, kann in den Grundschulen in Stadt und Landkreis Rosenheim aus rechtlichen und fachlichen Gründen nicht aufgehoben werden. Nachdem einige wenige Landkreise bzw. kreisfreien Städte die landesweit verfügte Maskenpflicht für Grundschüler nicht umsetzen, wandten sich zahlreiche Eltern an das Landratsamt bzw. das Rathaus in Rosenheim, ebenso zu handeln.

Rechtliche Grundlage ist die 7. Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung. In ihr ist unter anderem geregelt, dass bei Überschreiten der 7-Tages-Inzidenz von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner, Grundschüler auch im Klassenzimmer eine Mund-Nase-Bedeckung tragen müssen. Dies unterstützt im Übrigen auch das Robert Koch-Institut in einer am 12. Oktober veröffentlichten Empfehlung zu Präventionsmaßnahem in Schulen während der COVID-19-Pandemie. Eine Ausnahme lässt die 7. Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung zu. In Paragraf 25 a heißt es, die Neuinfektionen müssen auf ein klar eingrenzbares Ausbruchsgeschehen zurückzuführen sei. Dies ist in Stadt und Landkreis Rosenheim nicht der Fall. Im Zeitraum vom 1. bis zum 20. Oktober wurden in elf Schulen im Landkreis und neun Schulen in der Stadt insgesamt 49 Personen positiv auf SARS-CoV-2 getestet. Von den 20 Schulen waren sieben Grundschulen mit zehn Fällen betroffen. Insgesamt mussten rund 1.200 enge Kontaktpersonen in häusliche Quarantäne geschickt werden. Grundsätzlich gilt, dass Kinder seltener von einer Infektion betroffen sind als Erwachsene. Trotzdem werden inzwischen täglich Neuinfektionen gemeldet und es besteht der hinreichende Verdacht, dass es zu Infektionsübertragungen kommt. Hiervon betroffen sind alle Schularten und alle Jahrgangsstufen. Das in der 7. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung für eine Ausnahme geforderte klar eingrenzbare Ausbruchsgeschehen gibt es in Stadt und Landkreis Rosenheim nicht. Dies ist jedoch unabdingbare Voraussetzung für die Anordnung einer Ausnahmeregelung. Daher kann die Pflicht für Grundschüler, im Klassenzimmer eine Mund-Nase-Bedeckung zu tragen, nicht aufgehoben werden.

Weitere Überbrückungshilfen vom Bayerischen Wirtschaftsministerium: Ab sofort können Unternehmen Anträge für die zweite Runde der Corona-Überbrückungshilfe des Bundes stellen. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: “Der Bund hat die Überbrückungshilfe II attraktiver gemacht. Bayern konnte sich dabei mit einigen wichtigen Forderungen durchsetzen, sodass Unternehmen nun deutlich mehr Geld erhalten. Ich fordere deshalb alle betroffene Betriebe aus Bayern auf, die Chance zu nutzen und die finanziellen Hilfen zu beantragen.” Folgende Verbesserungen gehen auf Anregungen Bayerns zurück:

  • Der erforderliche Umsatzeinbruch, um die Hilfen beantragen zu können, wurde gesenkt. Statt bisher ein Umsatzeinbruch im April/Mai 2020 von 60 Prozent ist es nun ausreichend, wenn der Umsatz in zwei zusammenhängenden Monaten im Zeitraum April bis August 2020 um mindestens 50 Prozent gegenüber den jeweiligen Vorjahresmonaten zurückgegangen ist. Alternativ reicht ein durchschnittlicher Umsatzrückgang im gesamten Zeitraum April bis August 2020 um mindestens 30 Prozent.
  • Die Fördersätze für die erstattungsfähigen Kosten betragen nun 90 anstatt 80 Prozent.
  • Die bisherigen Förderdeckel für kleine und mittelständische Unternehmen werden abgeschafft, alle Unternehmen können jetzt bis zu 50.000 Euro erhalten.
  • Die Personalkostenpauschale wird von 10 auf 20 Prozent verdoppelt.

Die Antragsfrist für die erste Phase der Überbrückungshilfe ist am 9. Oktober ausgelaufen. Mit knapp 22.000 Anträgen kamen 16 Prozent aller gestellten Anträge mit einer Summe von über 300 Millionen Euro aus Bayern, 218 Millionen Euro wurden für Unternehmen aus dem Freistaat bereits bewilligt. Aiwanger begrüßt, dass nun auch Investitionen für Hygienemaßnahmen gefördert werden. “Alle Maßnahmen, um die Bewirtung im Außenbereich zu ermöglichen oder im Innenbereich noch sicherer zu machen, werden gefördert. Wer also beispielsweise Luftreiniger oder Heizpilze anschafft, erhält einen Teil der Kosten zurückerstattet.”

Aiwanger betont die Notwendigkeit weiterer Hilfsprogramme für das Jahr 2021: “Wir sehen, dass sich die wirtschaftliche Lage in Bayern insgesamt kontinuierlich verbessert. Umso wichtiger ist deshalb die weitere Unterstützung für die Betriebe und Branchen, die noch nicht vollständig über dem Berg sind. Der Bund muss jetzt zeitnah eine Überbrückungshilfe 3 besprechen und Konzepte für weitere Programme für die Zeit ab 1. Januar 2021 präsentieren.”

Die zweite Phase der Überbrückungshilfe umfasst die Fördermonate September bis Dezember 2020. Anträge für die Überbrückungshilfe II werden online bis zum 31. Dezember von einem Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, vereidigter Buchprüfer, Rechtsanwalt für das betroffene Unternehmen gestellt. Die Abwicklung in Bayern bleibt weiter bei der IHK für München und Oberbayern.

Weitere Informationen zur Überbrückungshilfe unter www.stmwi.bayern.de/ueberbrueckungshilfe-corona

Dienstag, 20. Oktober:

Pressemitteilung der Stadt Rosenheim: Staatsregierung erlässt schärfere Corona-Beschränkungen: Neue Allgemeinverfügung der Stadt Rosenheim

 Rosenheim. Die bayerische Staatsregierung hat mit der Verordnung zur Änderung
der Siebten Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung die Corona-Beschränkungen für Landkreise und Städte verschärft, deren 7-Tage-Inzidenz über der kritischen Marke von 50 Neuinfektionen bezogen auf 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen liegt. Die Regelungen sind zum 19.10.2020 in Kraft getreten. Damit hat die städtische Allgemeinverfügung vom 16.10.2020 ihre Gültigkeit verloren. Wichtigste Änderung ist die Neuregelung für private Feierlichkeiten. Hier beträgt die Höchstgrenze ab sofort nicht mehr 25 Personen, sondern nur noch max. fünf Personen aus unterschiedlichen Haushalten oder zwei gemeinsame Hausstände unabhängig der Personenanzahl.

Ab morgen, 21.10.2020 gilt für die Stadt Rosenheim eine neue Allgemeinverfügung mit nachfolgenden Regelungen:  Der Besuch von Patienten in Krankenhäusern, Alten- und Pflegeheimen und vergleichbaren Einrichtungen wird auf täglich eine Person aus dem engeren familiären Umfeld und dem eigenen Hausstand beschränkt. Minderjährige Bewohner und Patienten können von Eltern oder Sorgeberechtigten jedoch auch gemeinsam, während fester Besuchszeiten besucht werden.

·       In Kindergärten, Kindertagesbetreuungseinrichtungen, Heilpädagogischen Tagesstätten und vergleichbaren Einrichtungen gelten die Infektionsschutzmaßnahmen der Stufe 2 des festgelegten Rahmen-Hygieneplans. In allen Einrichtungen der Kindertagesbetreuung muss das Personal eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen. Bei offenen oder teiloffenen Konzepten müssen feste Gruppen gebildet werden

  • Die gemäß § 25a Abs. 1 Nr. 1 der 7.BayIfSMV bestehende Maskenpflicht wird in der Stadt Rosenheim für folgende, stark frequentierte und öffentliche Plätze festgelegt:

  • Alle Fußgängerzonen im Stadtgebiet (Max-Josefs-Platz, Münchner Straße, Salzstadel, Ludwigsplatz).

  • Auf den gesamten Marktflächen im Stadtgebiet, während der Durchführung von zugelassenen Marktveranstaltungen (Grüner Markt, Mantelsonntag).

Ausgenommen sind jeweils gastronomisch genutzte Flächen.

Ebenso wurde das gemäß § 25a Abs. 1 Nr. 8 der 7.BAyIfSMV verhängte Alkoholverbot ab 22 Uhr für folgende Plätze festgelegt:

  • Alle Fußgängerzonen im Stadtgebiet (Max-Josefs-Platz, Münchner Straße, Salzstadel, Ludwigsplatz).

  • Alle öffentlichen Grünanlagen und städtische Erholungsgebiete (Mangfallpark, Happinger Seen)

Die sonstigen Vorschriften der 7. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung (7. BayIfSMV) des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege, insbesondere die Beschränkungen in § 25a Abs. 1 und 2 in der jeweils gültigen Fassung bleiben unberührt und sind einzuhalten.

Dazu gehören in der Stadt Rosenheim derzeit:

  • Sperrstunde um 22 Uhr in der Gastronomie.

  • Kein Alkoholverkauf an Tankstellen ab 22 Uhr

  • Private Feiern (Hochzeit, Geburtstage o.ä.) und Kontakte – zuhause wie im öffentlichen Raum – werden auf zwei Hausstände oder maximal 5 Personen begrenzt.

  • Maskenpflicht an allen Schulen aller Jahrgangsstufen, auch am Platz.

Für sportliche und kulturelle Veranstaltungen sowie für berufliche und fortbildungsbedingte Veranstaltungen oder Tagungen sind derzeit keine verschärften Regelungen erlassen worden.  In der Änderung der 7. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung wurde die Höchstteilnehmerzahl von 200 Personen für Gottesdienste und religiöse Zusammenkünfte im Freien gestrichen.

Damit sind Gräbersegnungen unter freiem Himmel ohne Teilnehmerbegrenzung, aber unter Beachtung der gebotenen Schutzmaßnahmen und der Einhaltung der Mindestabstandsregelungen, möglich. Der Mindestabstand von 1,5 m muss nicht eingehalten werden zwischen Angehörigen des eigenen Hausstands, Ehegatten, Lebenspartnern, Partnern einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft, Verwandten in gerader Linie, Geschwistern sowie Angehörigen eines weiteren Hausstands. Unter Umständen kann auch noch eine Maskenpflicht angeordnet werden. Die Stadt Rosenheim ist hierzu gerade in Abstimmung mit den Kirchen.

Erzbistum feiert Korbiniansfest in neuer Form – Livestreams von Gottesdiensten in Freising / Gläubige pilgern an Orten im ganzen Erzbistum –  Die Erzdiözese München und Freising begeht ihr zentrales Fest zu Ehren des Bistumspatrons Korbinian auf dem Freisinger Domberg in diesem Jahr in neuer Form. Alle Gottesdienste rund um den Gedenktag des Heiligen am Freitag, 20. November, können im Livestream mitgefeiert werden. Zudem sind alle Gläubigen eingeladen, ab Dienstag, 20. Oktober, eine eigene Wallfahrt zu gestalten und so an selbst gewählten Orten im ganzen Erzbistum mit dem Heiligen Korbinian zu pilgern. Das Korbiniansfest steht im Jahr 2020 unter dem Motto „Wohin gehst du?“. „Auch in diesem Jahr dürfen wir Sie herzlich zum Korbiniansfest einladen“, schreiben Generalvikar Christoph Klingan, Generalvikar des Erzbischofs von München und Freising, und Hans Tremmel, Vorsitzender des Diözesanrats der Katholiken, in ihrer Einladung zum Fest. Angesichts der Coronakrise seien „neue Formen des Mitdabeiseins und Mitfeierns“ entstanden: „Passend zum diesjährigen Motto ‚Wohin gehst Du?‘ möchten wir Sie ermuntern, den Weg zum Festtag mitzugehen“, so Klingan und Tremmel: „Es wäre schön, wenn Sie die Angebote nutzen und wir gemeinsam an vielen Orten, vereint im Glauben, uns auf den Weg machen.“

Am Samstag, 21. November, um 10 Uhr feiert der Erzbischof von München und Freising, Kardinal Reinhard Marx, im Freisinger Mariendom den zentralen Gottesdienst zu Ehren des Heiligen Korbinian. Um 15 Uhr beginnt die Korbiniansvesper, in der der Erzbischof allen Kindern einen besonderen Segen zusprechen wird. Am Vorabend, Freitag, 20. November, beginnt um 19 Uhr eine ökumenische Vesper, die mit einer Lichtinszenierung rund um den Schrein des Heiligen Korbinian gestaltet wird. Den Auftakt zur Korbinianswoche macht traditionell die Jugendkorbinianswallfahrt am Wochenende zuvor, Samstag, 14. November, die mit einem Gottesdienst im Freisinger Mariendom um 16 Uhr beginnt und in ein virtuelles Festival mit zahlreichen Online-Angeboten mündet. Alle vier Gottesdienste werden unter www.korbiniansfest.de übertragen. Alle Gläubigen im Erzbistum sind zudem aufgerufen, zwischen dem 20. Oktober und dem 20. November eine eigene Wallfahrt zu gestalten, allein oder in kleinen Gruppen an einem selbst gewählten Ort einige Kilometer mit dem Heiligen Korbinian zurückzulegen und so um die Fürsprache des Heiligen Korbinian in ihren Anliegen und in den Herausforderungen des Erzbistums zu bitten. Unter www.korbiniansfest.de stehen dafür inhaltliche Impulse bereit. Dort findet sich auch ein Link zu einer Seite, auf der Nutzer die zurückgelegten Kilometer eintragen können und auf der fortlaufend angezeigt wird, wie viele Kilometer die Menschen im Erzbistum insgesamt bereits zurückgelegt haben. Ziel ist, dass alle Gläubigen im Erzbistum zusammen mindestens 2600 km schaffen, so viele, wie der Heilige Korbinian von Arpajon über Freising nach Rom und zurück nach Freising gegangen ist. „Wir wollen allen Gläubigen in unserem Erzbistum die Mitfeier der Korbinianswoche ermöglichen“, erklärt Armin Wouters, als Leiter des Ressorts Grundsatzfragen und Strategie im Erzbischöflichen Ordinariat München verantwortlich für das zentrale Fest des Erzbistums. „Durch die Livestreams können bei den Gottesdiensten alle Interessierten mitfeiern. Das ist auch eine Chance, diese Tage im Zeichen des Heiligen Korbinian im ganzen Erzbistum zu gestalten.“ Auch die Wallfahrt vor Ort lade alle Gläubigen zur Beteiligung ein. „Wir können uns gemeinsam auf den Weg machen und miteinander verbunden sein, auch ohne uns an einem bestimmten Ort zu treffen“, zeigt sich Wouters überzeugt. Eine Feier des Korbiniansfestes in Freising in der sonst üblichen Form ist aufgrund der Coronakrise in diesem Jahr nicht geplant. Die persönliche Teilnahme an den Gottesdiensten ist wegen der Schutzmaßnahmen nur eingeschränkt möglich, das Kultur- und Begegnungsprogramm wird durch die dezentrale Wallfahrt ersetzt. Bisherige Erfahrungen mit Livestreams von Gottesdiensten zeigen, dass dieses Angebot bei den Gläubigen breiten Zuspruch findet. So erreicht ein normaler Sonntagsgottesdienst aus dem Münchner Liebfrauendom regelmäßig etwa 15.000 Menschen; Übertragungen von besonderen Gottesdiensten erreichen bis zu 55.000 Menschen. (gob)

dRote Corona-Ampel bremst Kinder-Kultur-Sonntag aus: Kinderprogramm in Bernau wird verschoben – Der für kommendes Wochenende (25.10.) geplante Kinder-Kultur-Sonntag im Haus des Gastes in Bernau wird auf 25. April 2021 verschoben! Die kürzlich eingeführte Corona-Ampel steht im Landkreis Rosenheim derzeit auf “rot”, was für kulturelle Veranstaltungen auch eine Maskenpflicht am Sitzplatz bedeuten würde. Das passt natürlich nicht zur geplanten Mischung aus Kinderliedern und Kasperltheater. Deshalb hat sich Veranstalter Stephan Mikat schweren Herzens zu einer Verschiebung ins Frühjahr 2021 entschlossen. Bereits im Vorverkauf erworbene Karten behalten  ihre Gültigkeit oder können beim Veranstalter umgetauscht werden. Weitere Infos gibts unter www.krawuzzi-bambuzzi.de

Montag, 19. Oktober:

Wirtschaftsministerium und Gesundheitsministerium setzten beim Bayerischen Pharmagipfel intensiven Dialogprozess mit der pharmazeutischen Industrie in Bayern fort – Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Gesundheitsministerin Melanie Huml haben sich am Montag in München zu einem Spitzengespräch mit den Pharmaverbänden und bedeutenden Pharmaunternehmen getroffen. Wichtige Themen bei dem Bayerischen Pharmagipfel 2020 waren die Stärkung der Arzneimittelproduktion in der Europäischen Union und besonders auch in Bayern sowie die nachhaltige Verbesserung der Arzneimittelversorgungssicherheit für die bayerische Bevölkerung. Ein weiterer Schwerpunkt war die Rolle Bayerns und seiner Unternehmen bei der Entwicklung eines COVID-19-Impfstoffs. An dem Treffen nahmen der Bundesverband der Arzneimittelhersteller e.V. (BAH), die Biotechnologie-Industrie-Organisation Deutschland e.V. (BIO Deutschland), der Landesverband Bayern des Bundesverbandes der Pharmazeutischen Industrie e.V. (BPI), der Pro Generika e.V., der Verband Forschender Arzneimittelhersteller e.V. (vfa) sowie namhafte Pharmaunternehmen mit Standorten in Bayern teil.

Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Der Freistaat Bayern nimmt im internationalen Vergleich der Biotechnologie- und Pharmastandorte eine Spitzenposition ein, insbesondere bei der Entwicklung. Die Corona-Pandemie hat die herausragende Bedeutung der Pharmaindustrie als systemrelevanter Wirtschaftszweig aufgezeigt. Wir wollen die bayerischen Standorte als Innovationstreiber stärken und mittelfristig auch die Produktion spezifischer Arzneimittel und Wirkstoffe nach Europa zurückholen. Wir brauchen mehr Resilienz bei der Arzneimittelverfügbarkeit – das ist eine der offensichtlichen Lehren der Pandemie. Dafür bieten wir in der Staatsregierung der Branche unsere Unterstützung an.“ Gesundheitsministerin Melanie Huml unterstrich: „Besonders am Herzen liegt mir, die Versorgungssicherheit von relevanten Arzneimitteln für die bayerischen Bürgerinnen und Bürger zu stärken. Die Corona-Pandemie hat nochmals die Marktverengung auf wenige Wirkstoffhersteller und die Abhängigkeit von globalen Lieferketten aufgezeigt. Zugleich ist mir der Zugang zu therapeutischen Innovationen ein zentrales Anliegen. Es ist insbesondere wichtig, dass baldmöglichst sichere Impfstoffe gegen Covid-19 für unsere Bevölkerung in ausreichender Menge zur Verfügung stehen.“ Für die Hersteller generischer Arzneimittel hob Wolfgang Späth, Vorstand Hexal AG und Vorstandsvorsitzender von Pro Generika, die Bedeutung der Arzneimittelversorgung hervor: „Lieferengpässe sind ein drängendes Thema. Die Politik hat mit den gesetzten Rahmenbedingungen die Doktrin des billigsten Preises gesetzt und nur die Politik kann jetzt die notwendigen Impulse für einen Richtungswechsel im Sinne einer gestärkten Arzneimittelversorgung setzen.“ Nach Ansicht des BAH-Vorstandsvorsitzenden Jörg Wieczorek, Geschäftsführer Hermes Arzneimittel GmbH, sind „Änderungen bei den sozialrechtlichen Steuerungselementen – und vor allem beim Preismoratorium und den Rabattverträgen – wichtige Voraussetzungen für eine nachhaltige, krisenfeste Arzneimittelversorgung. Ohne ein Aussetzen des Preismoratoriums ist die gerade in Corona-Zeiten so wichtige Markteinführung neuer Anwendungen bekannter Substanzen kaum möglich“.

Aus Sicht der forschenden Pharmaunternehmen spielt die Innovationskraft eine wichtige Rolle. So betonten Chantal Friebertshäuser, Vorsitzende der Geschäftsführung MSD Sharp & Dohme GmbH, und Heinrich Moisa, Geschäftsführer Novartis Deutschland GmbH, als Landesbeauftragte des vfa: „Innovativ, nachhaltig, zukunftsweisend – gerade in diesen herausfordernden Zeiten sind die pharmazeutischen Unternehmen ein verlässlicher Partner, um die Gesundheit der Menschen und die Leistungsfähigkeit der Wirtschaft zu erhalten. So entwickeln forschende Pharmaunternehmen unterschiedlicher Größe in nie dagewesenem Tempo innovative Tests, Impfstoffe und Therapien. Das gelingt, weil sie schnell und unkompliziert mit privaten und universitären Forschungseinrichtungen, Biotechfirmen, Start-ups, Unternehmen der Medizintechnik, der Diagnostik sowie der Politik zusammenarbeiten. Wir sind eine Schlüsselindustrie der Zukunft.“ Im Hinblick auf die zukünftige Gesundheitsversorgung unterstrich Oliver Kirst, Geschäftsleiter Servier Deutschland GmbH und Vorstand des BPI-Landesverbands Bayern, die Bedeutung von digitalen Gesundheitsanwendungen: „Digitalisierung, aber auch Künstliche Intelligenz, bieten über smarte Forschung, innovative digitale Gesundheitsanwendungen sowie telemedizinische Möglichkeiten vielfältige Chancen, um die flächendeckende Gesundheitsversorgung zu verbessern und den Innovationsstandort Deutschland zu stärken.“

Dr. Peter Heinrich, Geschäftsführer der Sinfonie Life Science Management GmbH und Vorstand der BIO Deutschland, fügte hinzu: „Der Standort Bayerns ist jetzt schon sehr stark, besonders bei der Produktion von biotechnologisch hergestellten Pharmazeutika. Dennoch müssen wir daran arbeiten, die Rahmenbedingungen so zu gestalten, dass diese Standorte gehalten und auch weiter ausgebaut werden. In einer gemeinsamen Anstrengung müssen wir Wege finden, wie wir die biopharmazeutische Arzneimittelproduktion in Europa stärken können. Dafür brauchen wir zum einen die Unterstützung der Politik, zum anderen natürlich weiterhin hochqualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.“ Alle Teilnehmer betonten die gelungene und konstruktive Kooperation. Wirtschaftsminister Aiwanger sagte: „Beweis für unsere nachhaltig gute Zusammenarbeit sind die erfolgreichen Bayerischen Pharmagipfel in den Jahren 2014 bis 2019. Hier konnte das heutige Spitzengespräch anknüpfen.“ Gesundheitsministerin Huml ergänzte: „Wir werden nach dem Bayerischen Pharmagipfel 2020 heute den engen Austausch des Wirtschafts- und des Gesundheitsministeriums mit den Verbänden und Unternehmen jetzt zeitnah im Rahmen des Expertendialogs Arzneimittel auf Fachebene fortsetzen.“

Erzbischöfliches Ordinariat: Gott im Lockdown: Was Pfarreien aus der Krise lernen können – Online-Veranstaltungsreihe von Diözesanrat und Domberg-Akademie – Pastoraltheologe Paul Zulehner wird aus Wien zugeschaltet. –  „Corona: Was können Pfarrgemeinden aus der Krise lernen?“ So ist eine Veranstaltungsreihe überschrieben, die vom Diözesanrat der Katholiken gemeinsam mit der Domberg-Akademie der Erzdiözese München und Freising als Online-Angebot organisiert wird. An drei Donnerstagabenden wird reflektiert und diskutiert, wie Kirche in der Coronakrise nahe bei den Menschen sein kann, und wie in einer Zeit des Umbruchs innovative Potenziale freigesetzt werden können. Es stehen aber auch ganz konkrete Fragen im Fokus, etwa wie Gläubige ermächtigt werden, in Eigeninitiative neue Gottesdienstformen zu erproben, oder wie die Zusammenarbeit von Haupt- und Ehrenamtlichen gut gelingen kann. Am Donnerstag, 22. Oktober, ist Professor Paul Zulehner, Pastoraltheologe in Wien, per Video-Schalte zu Gast. „Gott im Lockdown. Die Gemeinde der Zukunft in Zeiten des Übergangs“ ist das Thema, zu dem er sprechen und mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern ins Gespräch kommen wird. Am Donnerstag, 5. November, geht es um „Auswege. Digitale Klerikalisierung vermeiden – neue Gottesdienstformen erproben“. Für diesen Abend konnten die Veranstalter den Liturgiewissenschaft-Professor Benedikt Kranemann von der Universität Erfurt gewinnen. Am Donnerstag, 19. November, schließt Schwester Susanne Schneider MC aus München die Reihe ab. „Fülle in der Leere. Anstöße der Ordensfrauen für Menschenwürde“ ist das Thema des Abends.

Die Veranstaltungen werden jeweils von 19.30 bis 21 Uhr mit einem Videokonferenzsystem durchgeführt; die Zugangsdaten werden nach der Anmeldung mitgeteilt. Eine Anmeldung ist per E-Mail an info@domberg-akademie.de möglich, die Teilnahme ist kostenfrei. (glx)

Landratsamt Rosenheihm: Großes Interesse an Webinaren  – Weil coronabedingt Informationsveranstaltungen mit Publikum nur unter erschwerten Bedingungen möglich sind, bot das Staatliche Gesundheitsamt Rosenheim erstmals Webinare an. Die Rückmeldungen auf die vier Online-Vorträge fielen so positiv aus, dass die Verantwortlichen planen, weitere Webinare zu pflegerelevanten Themen anzubieten. Die ersten vier Online-Veranstaltungen waren eine Kooperation mit der famPLUS GmbH. Inhaltlich reichte das Themenspektrum von Demenz bis Vorsorge. Das Angebot wurde von den zahlreichen Teilnehmerinnen und Teilnehmern als „wertvoll“ oder „innovativ“ bewertet. Das Seminar „Vorsorgevollmacht mit Erläuterungen zur Betreuungs- und Patientenverfügung“ gar als „Klasse“ bezeichnet und das Seminar „Demenz – die große Herausforderung für Angehörige“ unter anderem wegen der vielen praktischen Alltagstipps als helfende Schulung beurteilt. Die Webinare, die an zwei Tagen stattfanden, waren ein kostenfreies Angebot. Die Pflegeexpertin und Pflegepädagogin Anne Katrin Schulz hatte die vier Vorträge online gehalten.

Sonntag, 18. Oktober:

FREILASSING, LKR. BERCHTESGADENER LAND. Die Polizeiinspektion Freilassing hat am gestrigen Abend in einer Shisha-Bar die geltenden Corona-Beschränkungen kontrolliert und erhebliche Verstöße feststellen müssen. Den Betreiber der Bar erwarten nun eine Anzeige sowie ein empfindliches Bußgeld.

Am vergangenen Samstagabend kontrollierten Beamten der Polizeiinspektion Freilassing gegen 22.35 Uhr eine Shisha-Bar im Stadtgebiet von Freilassing hinsichtlich der Einhaltung aktuell geltender Corona-Beschränkungen. Die Beamten stellten in der Bar deutlich über 100 statt der erlaubten 80 Personen fest. Zudem gilt die Sperrstunde wegen der deutlich überschrittenen 7-Tage-Inzidenz von 134,05 im Landkreis Berchtesgadener Land bereits ab 22.00 Uhr. Ein Hygienekonzept war zwar vorhanden, jedoch hielten sich die wenigsten Gäste daran. Der 30-jährige Betreiber führte zudem keine zwingend vorgeschriebene Gästeliste. Die Gäste verhielten sich kooperativ und folgten den Anweisungen der Beamten. Alle Bargäste verließen unter Einhaltung der geltenden Regeln (Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes) die Bar. Die Polizeiinspektion Freilassing hat die Ermittlungen aufgrund der vorliegenden Verstöße aufgenommen und das zuständige Landratsamt Berchtesgadener Land bereits vorab über die Vorkommnisse in Kenntnis gesetzt. Den Barbetreiber erwartet nun ein empfindliches Bußgeld.

„Aufgrund der aktuell sehr stark ansteigenden Infektionszahlen hat das Polizeipräsidium Oberbayern Süd die polizeiliche Kontrolltätigkeit intensiviert und wird die Einhaltung der geltenden Bestimmungen streng überwachen. Gerade in sog. Hotspot-Regionen mit hohen Inzidenzwerten müssen Uneinsichtige mit einer konsequenten Ahndung ihres Fehlverhaltens rechnen. Daher mein Appell: Es ist für uns alle sehr wichtig, die geltenden Regeln und Beschränkungen zu beachten. Jede Infektion mit dem Corona-Virus ist eine zu viel! Zeigen Sie Solidarität, nehmen Sie Rücksicht und übernehmen Verantwortung für sich und andere! Mit dem Einhalten von Abstand und dem Tragen eines Mund-Nasen-Schutz können Sie Menschenleben retten!“

 Aktuelle Informationen zu den geltenden Beschränkungen finden Sie unter anderem hier: https://www.stmgp.bayern.de/coronavirus/

Freitag, 16. Oktober:

Aktualisierte Allgemeinverfügungen des Landkreises Rosenheim:  Coronabedingte Einschränkungen

Mit einer weiteren Allgemeinverfügung reagiert der Landkreis Rosenheim auf die Überschreitung der Anzahl von Neuinfektionen mit dem Coronavirus von 50 pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen. Die Allgemeinverfügung tritt am Samstag, den 17. Oktober um 0 Uhr in Kraft. Im öffentlichen Raum sowie in privat genutzten Räumen und auf privat genutzten Grundstücken dürfen sich Angehörige eines Hausstandes sowie eines weiteren Hausstandes oder Gruppen von maximal fünf Personen treffen. Für anlassbezogene Veranstaltungen und nicht öffentliche Veranstaltungen wie Hochzeiten, Beerdigungen, Geburtstage, Vereins- und Parteisitzungen wird die Höchstzahl an zulässigen Teilnehmern auf maximal 25 Personen in geschlossenen Räumen beschränkt. Bei Veranstaltungen dieser Art, die vollständig im Freien stattfinden, liegt die Höchstzahl bei 50 Personen. In Gaststätten dürfen zwischen 22 Uhr und 6 Uhr keine Speisen und Getränke zum Verzehr vor Ort abgegeben werden. Patienten und Bewohner in Krankenhäusern sowie Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen dürfen pro Tag nur von einer Person besucht werden. Einzige Ausnahme, bei Minderjährigen dürfen die Eltern ihr Kind gemeinsam besuchen.

Die Allgemeinverfügung gilt zunächst vom 17. bis zum 25. Oktober. Interessierte können sie auf der Startseite der Landkreis-Homepage www.landkreis-rosenheim.de nachlesen.

Corona-Beschränkungen für die Stadt Rosenheim werden verlängert und ergänzt  – Für die Stadt Rosenheim liegt der Wert der 7-Tage-Inzidenz nach wie vor über der kritischen Marke von 50 Neuinfektionen bezogen auf 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen. Die Corona-Beschränkungen werden daher um eine Woche bis zunächst 23. Oktober verlängert. Neben den bisherigen Regelungen kommt noch hinzu, dass der Besuch von Patienten in Krankenhäusern, Alten- und Pflegeheimen und vergleichbaren Einrichtungen auf täglich eine Person aus dem engeren familiären Umfeld und dem eigenen Hausstand, bei Minderjährigen auch von den Eltern oder Sorgeberechtigten gemeinsam, während einer festen Besuchszeit beschränkt wird und der Sperrzeitbeginn auf 22 h vorverlegt wird.

Möglicherweise müssen die Beschränkungen im Laufe der nächsten Woche nochmal den aktuellen Vorgaben der Bayerischen Staatsregierung angepasst werden, sobald die entsprechenden Rechtsgrundlagen vorliegen.

Es gelten zunächst folgende Bestimmungen weiter:

  1. gemeinsame Aufenthalt im öffentlichen Raum wird auf Gruppen von bis zu fünf Personen beschränkt. Weiterhin dürfen sich auch zwei Hausstände im öffentlichen Raum aufhalten, auch wenn sie mehr als fünf Personen in der Gesamtpersonenzahl ergeben.
  2. Der Teilnehmerkreis von Zusammenkünften ohne besonderen Anlass in privat genutzten Räumen und auf privat genutzten Grundstücken wird auf Gruppen von bis zu fünf Personen beschränkt. Auch hier ist wie bisher das Treffen von zwei getrennten Hausständen zulässig, auch wenn die Gesamtzahl von fünf Personen überschritten wird. Bei den Zusammenkünften ohne besonderen Anlass handelt es sich um Treffen, die nicht unbedingt notwendig sind und sich problemlos verschieben lassen, wie z.B. gemeinsames Grillen, Kaffeetrinken oder der Spieleabend.
  3. Die zulässige Anzahl der Teilnehmer an sogenannten „Privat-Veranstaltungen“, wie Geburtstagsfeiern, Hochzeiten, Beerdigungen, Vereins- und Parteisitzungen wird auf max. 25 Personen in geschlossenen Räumen oder auf bis zu max. 50 Personen unter freiem Himmel beschränkt.
  4. In privaten Räumen sind keine Feierlichkeiten mit mehr als 25 Teilnehmern erlaubt.

Hintergrund und Anlass dieser Beschränkungen ist es, die inzwischen nahezu unkontrollierbaren Party-Veranstaltungen einzudämmen, die als sehr infektionsträchtig bewertet werden. Veranstaltungen wie Gottesdienste, Messen, Amateursport oder kulturelle Veranstaltungen sind von der Beschränkung derzeit nicht betroffen.

Der Unterschied zwischen privaten Zusammenkünften und den privaten Feierlichkeiten in Privaträumen, zu denen max. 25 Leute kommen dürfen, liegt im Anlass. „Der Stadtverwaltung war es im Hinblick auf die Akzeptanz der Verschärfungen wichtig, dass private Familienfeiern wie der Geburtstag der Eltern, eine Firmung, Taufe, Kommunion oder der Kindergeburtstag zumindest im kleinen Rahmen bis 25 Personen noch stattfinden können“, so der Leiter des städtischen Ordnungsamtes Oliver Horner.

5. Der Konsum von Alkohol in den Fußgängerzonen, den öffentlichen Grünanlagen und den städt. Erholungsgebieten (Mangfallpark, Happinger Seen) wird untersagt.

6. Die Abgabe von Speisen und Getränken zum Verzehr an Ort und Stelle ist in der Zeit von 22 Uhr bis 6 Uhr untersagt.Verstöße gegen diese Allgemeinverfügung stellen eine Ordnungswidrigkeit dar, die mit einer Geldbuße von bis zu 25.000 EUR geahndet werden kann.

Folgende Bestimmung gilt ab Samstag, 17. Oktober neu: Der Besuch von Einrichtungen wie Kliniken, Alten- und Pflegeheimen sowie vergleichbaren Einrichtungen wird auf täglich eine Person aus dem engeren familiären Umfeld bzw. dem eigenen Hausstand, bei Minderjährigen auch von den Eltern oder Sorgeberechtigten gemeinsam, während einer festen Besuchszeit beschränkt. Die Stadtverwaltung weist ausdrücklich darauf hin, dass diese Regelungen ggf. zeitnah wieder angepasst werden müssen, wenn die rechtliche Umsetzung der gestern durch die Staatsregierung beschlossenen Beschränkungen vorliegen. So könnten dann unter Umständen auch Privatfeiern noch weiter eingeschränkt werden hinsichtlich der Personenanzahl.

VORLÄUFIGES ENDE DES BEHERBERGUNGSVERBOTES: Das umstrittene Beherbergungsverbot für Reisende aus Corona-Hotspots läuft in ganz Bayern am heutigen Freitag aus. Die Staatsregierung verzichte auf eine Verlängerung der Vorschrift, heißt es aus München am heutigen Mittag – demnach gilt das Verbot ab dem morgigen Samstag nicht mehr! Sollte es notwendig werden, könne es aber wieder angewendet werden. Seit Tagen durften Touristen aus Gegenden mit besonders hohen Corona-Zahlen nur in ein Hotel oder in eine Ferienwohnung, wenn sie einen negativen Corona-Test vorlegen konnten, der nicht älter als 48 Stunden war.

Dazu aktuell: Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger hat sich erleichtert über das rasche Ende des Beherbergungsverbotes für Menschen aus Regionen mit hohen Infektionszahlen auch in Bayern geäußert. Aiwanger: “Das Beherbergungsverbot war im Kampf gegen Corona das falsche Instrument am falschen Ort. Die bayerischen Hotels haben hervorragende Hygienekonzepte, auf deren Einhaltung genau geschaut wird. Eine Ansteckung ist dort sehr unwahrscheinlich. Das Verbot hat also die Falschen bestraft und war deshalb ein stumpfes Schwert im Kampf gegen Covid-19. Ich habe mich intensiv darum bemüht, diese Belastung unserer Beherbergungsbetriebe abzuschaffen und bin froh, dass der Koalitionspartner diesen Weg mitgeht. Ich appelliere an alle Gäste unserer Hotels und gastronomischen Einrichtungen, sich so zu verhalten, dass dort keine unnötigen Infektionsgefahren entstehen. Dann können unnötige Einschränkungen der Gastronomie am schnellsten zurückgeführt werden.“

Landkreis und Gesundheitsamt Rosenheim – aktueller Lagebericht: Der vorliegende Lagebericht soll die aktuelle Situation in Stadt und Landkreis Rosenheim zu Erkrankungen mit dem neuartigen Coronavirus (COVID-19) widerspiegeln. Die Daten beruhen auf den Meldedaten nach dem Infektionsschutzgesetz bis zum 15.10.2020 24 Uhr. Aufgrund von Aktualisierungen kann es zu Veränderungen kommen.

Das Staatliche Gesundheitsamt Rosenheim weist darauf hin, dass seit dem 14.10.2020 nun auch im Landkreis Rosenheim die 7-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohner in den letzten 7 Tagen mit nun 57,0 über dem Schwellenwert von 50 liegt. Seit Ende April wird somit erstmals wieder sowohl für Stadt als auch für den Landkreis der Schwellenwert überschritten.

Auf die steigenden Infektionszahlen reagieren Stadt und Landkreis Rosenheim in Abstimmung mit dem Staatlichen Gesundheitsamt Rosenheim mit verschärften Maßnahmen, die mittels Allgemeinverfügungen die Allgemeinbevölkerung betreffen. Ab dem 10.10.2020 wurden für die Stadt Rosenheim und heute werden für den Landkreis Rosenheim Maßnahmen nach § 25 der 7. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung per Allgemeinverfügung angeordnet. Dies wurde erforderlich, da die Ursache für die Ansteckung, die sog. Exposition, in einigen Fällen unklar blieb und Infektionsketten nicht mehr in jedem Fall nachvollziehbar waren.

Entsprechend dem Rahmen-Hygieneplan des Bayerischen Kultusministeriums vom 02.10.2020 wurde darüber hinaus ab dem 12.10.2020 im Stadtgebiet und ab dem 14.10.2020 im Landkreis für die weiterführenden Schulen ab der Jahrgangsstufe 5 die Stufe 2 des Rahmen-Hygieneplans eingeleitet. Die Schülerinnen und Schüler werden zum Tragen der Mund-Nasen-Bedeckung auch während des Unterrichts verpflichtet, wenn dort der Mindestabstand von 1,5 m nicht gewährleistet werden kann. Hiervon sind bislang die Grundschulen nicht betroffen.

Trotz des Anstiegs der Fallzahlen informiert das Gesundheitsamt Rosenheim die Fälle weiterhin tagesaktuell telefonisch und schriftlich über ihre Infektion und ordnet die erforderlichen Infektionsschutzmaßnahmen an. Daran anschließend werden unverzüglich die engen Kontaktpersonen kontaktiert und ebenfalls eine häusliche Quarantäne angeordnet. Dank der personellen Aufstockung im Gesundheitsamt kann dies derzeit sicher gewährleistet werden. „Der plötzliche bundesweite Anstieg der Fallzahlen bereitet dem Gesundheitsamt erhebliche Sorgen. Parallel dazu sehen wir einen zunehmenden Anstieg auch im Stadt- und Landkreisgebiet. Die Lage ist sehr ernst, wir befinden uns aktuell mitten in der zweiten Welle“, mahnt Dr. Wolfgang Hierl, Leiter des Staatlichen Gesundheitsamtes Rosenheim. „Ziel muss sein, eine Überlastung der Krankenhäuser in unserer Region sicher zu verhindern. Ich appelliere daher eindringlich an alle Bürgerinnen und Bürger, sich sowohl zu Hause als auch im Urlaub weiterhin verantwortungsvoll an die AHA-Regeln, das sind das Abstandsgebot von mindestens 1,50 Metern, die Hygienemaßnahmen mit Husten- und Niesregeln sowie regelmäßigem Händewaschen und die Verwendung von Alltagsmasken, einzuhalten zum Schutz unserer Gesundheit. Auch der gemeinsame Aufenthalt in geschlossenen Räumen über 30 Minuten kann im Einzelfall bei Aerosolbildung zu Übertragungen führen. Hier ist auf regelmäßiges und ausreichendes Lüften zu achten“, so Hierl.

Allgemein wurde von der Bundeskanzlerin und den Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder ein Schwellenwert von 50 bei der 7-Tage-Inzidenz eingeführt, bei dem die Landkreise und kreisfreien Städte sofort ein konsequentes Beschränkungskonzept umsetzen müssen. Die Bayerische Staatsregierung hat darüber hinaus einen Signalwert von 35 Fällen pro 100.000 Einwohnern in den vergangenen sieben Tagen festgelegt, damit von den Kreisverwaltungsbehörden rechtzeitig die Zunahme der Fallzahlen analysiert und Maßnahmen zur Gegensteuerung ergriffen werden können.

Rosenheimer FallzahlenentwicklungSeit dem letzten Wochenbericht mit Stand 08.10.2020 24 Uhr wurden dem Gesundheitsamt 196 neue Fälle für Stadt und Landkreis Rosenheim gemeldet. Allein am 15.10.2020 waren dies 57 Fälle. Diese Fallzahl wurde zuletzt am 16. April erreicht. Bisher sind insgesamt 3660 Fälle von COVID-19 in Stadt und Landkreis Rosenheim aufgetreten (Landkreis: 2845, Stadt: 815). Mittlerweile wurde bei mindestens 3062 Personen eine Genesung dokumentiert. 222 Personen sind bis zu diesem Zeitpunkt an der Erkrankung gestorben (Landkreis: 199, Stadt: 23). Von den Verstorbenen waren 7 Personen unter 60 Jahren. 145 Verstorbene waren über 80 Jahre alt. 10 COVID-19-Patienten werden aktuell in Stadt und Landkreis Rosenheim stationär behandelt. Die 7-Tages-Inzidenz (Fälle pro 100.000 Einwohner während der letzten 7 Tage) liegt mit Stand 16.10.2020 (0:00 Uhr) für die Stadt Rosenheim bei 73,96, für den Landkreis Rosenheim bei 57,02.

Weitere Berichte zur Situation in Bayern und Deutschland finden Sie auf den Seiten des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit und des Robert Koch-Instituts:

https://www.lgl.bayern.de/gesundheit/infektionsschutz/infektionskrankheiten_a_z/coronavirus/karte_coronavirus/index.htm

https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Fallzahlen.html

Donnerstag, 15. Oktober:

Der Bayerische Hotel- und Gaststättenverband informiert: Der heutige Beschluss des Bayerischen Kabinetts setzt nach Ansicht des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes DEHOGA Bayern beim Gastgewerbe an der falschen Stelle an. So ist etwa die Sperrstunde um 23 bzw. 22 Uhr nicht zielführend. „Ständig wird gesagt, dass vor allem Feiern im privaten Bereich problematisch seien, gleichzeitig verkürzt man jetzt den organisierten Bereich in der Gastronomie für den eine Gästeregistrierung und strenge Hygienekonzepte gelten. Wir wollen Infektionsketten nachvollziehen, deshalb müssen wir den organisierten Bereich stärken und nicht ständig schwächen,“ so Dr. Thomas Geppert, Landesgeschäftsführer des DEHOGA Bayern. „Zudem wurde gestern noch auf deutschlandweite Einheitlichkeit gepocht und im Ergebnis heute im Alleingang eine Sperrstunde bereits ab einem 7-Tage-Inzidenzwert von 35 auf den Weg gebracht. Auch die Begrenzung privater Feiern im Gastgewerbe ist nicht nachvollziehbar, weil es dort im Gegensatz zu privaten Räumen Hygienekonzepte und Gästeregistrierung gibt. Auch sind uns keine nennenswerten Fälle in der konzessionierten Gastronomie bekannt. Ich kann nicht alles verbieten, ich muss es nur richtig kanalisieren.“

„Wenn Corona uns eines gelehrt hat, dann dass das Infektionsgeschehen insbesondere im ungeschützten Raum ansteigt“, erläutert Dr. Thomas Geppert weiter: „Durch Beschlüsse wie diese drängen wir diejenigen, die um zehn noch nicht nach Hause wollen, geradezu wieder auf illegale Partys im öffentlichen oder privaten Raum. Zudem führt es zu Konzentrationen, wenn zeitgleich die Gäste das Restaurant verlassen müssen.“   Auch dass die Regelungen der Bundesländer bezüglich der Beherbergung für Reisende aus besonders betroffenen Gebieten erst zum Ende der Herbstferien am 8. November neu bewertet werden sollen, enttäuscht den Verband. DEHOGA Landesgeschäftsführer Geppert dazu: „Auch Beherbergungsverbote sind nicht nur unangemessen, sondern sogar kontraproduktiv. Die massenhaften Stornierungen der vergangenen Tage in den Hotels haben gezeigt, dass sie zur Verunsicherung aller Reisenden beitragen. Jeder Politiker sagt, dass in den Ländern um uns herum das Infektionsgeschehen viel schlimmer sei und jetzt erlassen diese gleichzeitig für Deutsche in Deutschland ein Beherbergungsverbot. Die Gäste bleiben jedoch nicht zuhause, sondern buchen dort, wo es möglich ist. Das wird Gäste ins Ausland verlagern.“

Die starke Kritik von Virologen und Ärztevertretern wie Rechtswissenschaftlern zur Sinnhaftigkeit und Erforderlichkeit der Regelung des Beherbergungsverbots sollte ernst genommen werden. Beherbergungsverbote entsprechen nicht dem Grundsatz der Verhältnismäßigkeit. Dies wurde heute u.a. vom Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg bestätigt. Das Beherbergungsverbot ist dort mit sofortiger Wirkung ausgesetzt. Jetzt gelte es vor allem an die Eigenverantwortlichkeit eines jeden Bürgers zu appellieren. „Will ich eine Akzeptanz der Maßnahmen erreichen, muss ich die Eigenverantwortlichkeit der Bürger stärken und den Bürgern dadurch auch vermehrt das Gefühl geben, dass sie es selbst in der Hand haben“, so Geppert. „Durch eine Sperrstunde und ein Beherbergungsverbot eine falsche Sicherheit vorzutäuschen, ist in unseren Augen gefährlich und wird nicht die gewünschten Erfolge mit sich bringen.“

Explizit positiv zu benennen ist das Bekenntnis von Bund und Ländern, besonders betroffene Betriebe durch weitere Hilfsmaßnahmen zu unterstützen.

Das Landratsamt Rosenheim teilt mit: Wie Sie sicher inzwischen wissen, liegt die 7-Tage-Inzidenz im Landkreis Rosenheim über 50. Deshalb wird der Landkreis morgen eine Allgemeinverfügung erlassen. Sie wird eine Sperrstunde sowie ein Alkoholverkaufsverbot enthalten. Private Feiern werden auf fünf Personen oder zwei Hausstände begrenzt. Zudem wird sie eine Besucherregelung für Pflegeeinrichtungen enthalten. Eine Allgemeinverfügung tritt immer am Tag nach der Veröffentlichung in Kraft, das heißt, die neuen Beschränkungen gelten ab Samstag 0 Uhr.

Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger begrüßt die im Raum stehende Fortführung der Überbrückungshilfen über das Jahresende hinaus. Nach Medienberichten plant das Bundeswirtschaftsministerium eine Verlängerung bis 30. Juni 2021 mit verbesserten Konditionen für die hauptbetroffenen Wirtschaftsbereiche. „Obwohl es erste Zeichen einer konjunkturellen Erholung gibt, hat Corona die Wirtschaft weiter fest im Griff. Gerade Dienstleistungsbranchen wie das Hotel- und Gaststättengewerbe, der Veranstaltungssektor oder die Messe- und Ausstellungswirtschaft leiden massiv. Viele der Unternehmen kämpfen um ihre Existenz und werden auch in der ersten Hälfte des nächsten Jahres noch auf staatliche Unterstützung angewiesen sein, um Einnahmeausfälle aufzufangen und nicht in die Insolvenz zu geraten. Die Überbrückungshilfen sichern die dringend benötigte Liquidität. Ich unterstütze daher ausdrücklich die Bestrebungen von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier, die Überbrückungshilfen bis Mitte 2021 zu verlängern und noch stärker auf die besonders betroffenen Branchen auszurichten“, erklärt Minister Aiwanger.

Die Unternehmen in Bayern profitieren bereits jetzt maßgeblich von der Überbrückungshilfe. Seit Start des Programms wurden bereits über 196 Millionen Euro an rund 13.400 bayerische Firmen ausbezahlt. Dies entspricht aktuell einem Anteil von knapp 20 Prozent aller ausgezahlten Überbrückungshilfen in Deutschland. Bayern liegt damit auch dank der professionellen Abwicklung durch die IHK für München und Oberbayern deutschlandweit an der Spitze. Die Überbrückungshilfe soll die wirtschaftliche Existenz von kleinen und mittelständischen Unternehmen sichern, die durch Corona-bedingte vollständige oder teilweise Schließungen oder Auflagen erhebliche Umsatzausfälle erleiden. Das Programm war im Juli mit einer Laufzeit von zunächst drei Monaten (Juni bis August 2020) und einem Volumen von 24,6 Milliarden Euro gestartet und dann bis Ende Dezember 2020 verlängert worden. Die Anträge dürfen ausschließlich durch Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, Rechtsanwälte und vereidigte Buchprüfer gestellt werden. In der ersten Phase der Überbrückungshilfe waren alle kleinen und mittleren Unternehmen antragsberechtigt, die in Folge der Corona-Krise in den Monaten April bis Mai 2020 einen Umsatzrückgang von mindestens 60 Prozent und in den Monaten Juni, Juli und August mindestens 40 Prozent im Vergleich zu den Vorjahresmonaten erlitten haben. In der zweiten Phase der Überbrückungshilfe sind Unternehmen antragsberechtigt, deren Umsatz in zwei zusammenhängenden Monaten im Zeitraum April bis August 2020 um mindestens 50 Prozent gegenüber den jeweiligen Vorjahresmonaten zurückgegangen ist oder deren durchschnittlicher Umsatz im gesamten Zeitraum April bis August 2020 um mindestens 30 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum zurückgegangen ist und die in den Monaten September bis Dezember einen Umsatzrückgang von mindestens 30 Prozent erlitten haben .Die Überbrückungshilfe soll in erster Linie Fixkosten erstatten mit einem Höchstbetrag von 50.000 Euro je Monat.

Am Donnerstag, 15. Oktober, 10 Uhr, leitet Ministerpräsident Dr. Markus Söder die Sitzung des Ministerrats in der Staatskanzlei. Das Kabinett befasst sich im Schwerpunkt mit den Folgen der Corona-Pandemie und den Ergebnissen der Ministerpräsidentenkonferenz. Über die wesentlichen Ergebnisse der Beratungen informieren Ministerpräsident Dr. Markus Söder und Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger, im Rahmen einer Pressekonferenz um 12 Uhr im Foyer des Prinz-Carl-Palais, Franz-Josef-Strauß-Ring 5, 80539 München. Die Pressekonferenz wird als Live-Stream übertragen, unter anderem über die Internetseite www.bayern.de (http://www.bayern.de) , auf YouTube (youtube.com/bayern (http://www.youtube.com/bayern) ) und Facebook (facebook.com/bayern (http://www.facebook.com/bayern) ). In Gebärdensprache übersetzt und untertitelt kann die Pressekonferenz live unter www.verbavoice.net/player/bayerischestaatskanzlei/ (http://www.verbavoice.net/player/bayerischestaatskanzlei)  verfolgt werden. Im Anschluss ist das Video unter youtube.com/bayern (http://www.youtube.com/bayern)  abrufbar.

Mittwoch, 14. Oktober:

Bayerischer Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: “Besonders betroffene Branchen brauchen weiterhin staatliche Hilfen”

MÜNCHEN   Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger begrüßt die im Raum stehende Fortführung der Überbrückungshilfen über das Jahresende hinaus. Nach Medienberichten plant das Bundeswirtschaftsministerium eine Verlängerung bis 30. Juni 2021 mit verbesserten Konditionen für die hauptbetroffenen Wirtschaftsbereiche. „Obwohl es erste Zeichen einer konjunkturellen Erholung gibt, hat Corona die Wirtschaft weiter fest im Griff. Gerade Dienstleistungsbranchen wie das Hotel- und Gaststättengewerbe, der Veranstaltungssektor oder die Messe- und Ausstellungswirtschaft leiden massiv. Viele der Unternehmen kämpfen um ihre Existenz und werden auch in der ersten Hälfte des nächsten Jahres noch auf staatliche Unterstützung angewiesen sein, um Einnahmeausfälle aufzufangen und nicht in die Insolvenz zu geraten. Die Überbrückungshilfen sichern die dringend benötigte Liquidität. Ich unterstütze daher ausdrücklich die Bestrebungen von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier, die Überbrückungshilfen bis Mitte 2021 zu verlängern und noch stärker auf die besonders betroffenen Branchen auszurichten“, erklärt Minister Aiwanger.

Die Unternehmen in Bayern profitieren bereits jetzt maßgeblich von der Überbrückungshilfe. Seit Start des Programms wurden bereits über 196 Millionen Euro an rund 13.400 bayerische Firmen ausbezahlt. Dies entspricht aktuell einem Anteil von knapp 20 Prozent aller ausgezahlten Überbrückungshilfen in Deutschland. Bayern liegt damit auch dank der professionellen Abwicklung durch die IHK für München und Oberbayern deutschlandweit an der Spitze. Die Überbrückungshilfe soll die wirtschaftliche Existenz von kleinen und mittelständischen Unternehmen sichern, die durch Corona-bedingte vollständige oder teilweise Schließungen oder Auflagen erhebliche Umsatzausfälle erleiden. Das Programm war im Juli mit einer Laufzeit von zunächst drei Monaten (Juni bis August 2020) und einem Volumen von 24,6 Milliarden Euro gestartet und dann bis Ende Dezember 2020 verlängert worden. Die Anträge dürfen ausschließlich durch Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, Rechtsanwälte und vereidigte Buchprüfer gestellt werden. In der ersten Phase der Überbrückungshilfe waren alle kleinen und mittleren Unternehmen antragsberechtigt, die in Folge der Corona-Krise in den Monaten April bis Mai 2020 einen Umsatzrückgang von mindestens 60 Prozent und in den Monaten Juni, Juli und August mindestens 40 Prozent im Vergleich zu den Vorjahresmonaten erlitten haben. In der zweiten Phase der Überbrückungshilfe sind Unternehmen antragsberechtigt, deren Umsatz in zwei zusammenhängenden Monaten im Zeitraum April bis August 2020 um mindestens 50 Prozent gegenüber den jeweiligen Vorjahresmonaten zurückgegangen ist oder deren durchschnittlicher Umsatz im gesamten Zeitraum April bis August 2020 um mindestens 30 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum zurückgegangen ist und die in den Monaten September bis Dezember einen Umsatzrückgang von mindestens 30 Prozent erlitten haben .Die Überbrückungshilfe soll in erster Linie Fixkosten erstatten mit einem Höchstbetrag von 50.000 Euro je Monat.

 

Erzbischöfliches Ordinariat in München: „Uns ist wichtig, dass es positiv weitergeht“  – Neue Folge der Videoreihe „Mittwochsminuten“ betont Bedeutung von Ehrenamt in der Coronakrise

Ehrenamtliches Engagement in der Kirche bleibt auch in der Coronakrise von zentraler Bedeutung – das betonen Karoline Fries und Regina Grabichler, zwei engagierte Ehrenamtliche aus dem Landkreis Rosenheim, in der neuen Folge der Videoreihe „Mittwochsminuten“, die am Mittwoch, 14. Oktober, erscheint. „Wir sind in den Pfarreien ja eine große Mannschaft an Ehrenamtlichen, mit so vielen Ideen. Wir dürfen uns jetzt nicht entmutigen lassen, wir müssen schauen, dass es gut weitergehen kann.“ Das Ehrenamt sei für sie und für viele andere Engagierte „unsere Herzensangelegenheit“.

Fries aus der Gemeinde St. Korbinian in Heufeld und Grabichler aus St. Vigilius in Kirchdorf berichten, wie ihnen nach wenigen Wochen im Lockdown klar wurde, dass sich die Pandemie länger hinziehen werden. „Und dann sind wir aktiv geworden. Uns war wichtig, dass es weitergeht, und positiv weitergeht! Wir haben uns überlegt, was wir jetzt anbieten können, zum Beispiel Gottesdienste draußen oder ein Pfarrfest ‚to go‘ mit Mitgebseln. Wir haben gebastelt und unsere Kirche dekoriert.“

Vom hauptamtlichen Seelsorgsteam seien die Ehrenamtlichen dabei stets unterstützt worden, betonen Fries und Grabichler: „Sie haben uns von Anfang an wieder mit ins Boot genommen. Die ehrenamtlichen  Wortgottesdienstleiter durften sofort wieder mitgestalten, und so ist wieder eine schöne Gemeinschaft entstanden – fast so wie vorher.“

Aufgenommen wurden die aktuellen „Mittwochsminuten“ in und vor der Kirche St. Korbinian in Heufeld, das zum Markt Bruckmühl im Landkreis Rosenheim gehört. Die Videoreihe „Mittwochsminuten“ erscheint jeden zweiten Mittwoch ab 12 Uhr im Internet unter www.erzbistum-muenchen.de/mittwochsminuten sowie auf den Social-Media-Kanälen der Erzdiözese München und Freising. (gob)

Dienstag, 13. Oktober:

Landkreis Rosenheim: Mund-Nasen-Bedeckung auch im Unterricht – Ab den fünften Klassen gilt ab morgen Stufe 2 des Rahmen-Hygieneplans

Die Tendenz von zunehmenden Infektionen hat ab morgen Auswirkungen auf den Unterricht an weiterführenden Schulen im Landkreis Rosenheim. Schülerinnen und Schüler ab der fünften Jahrgangsstufe sind am Sitzplatz im Klassenzimmer zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung verpflichtet, wenn dort ein Mindestabstand von 1,5 Metern nicht gewährleistet werden kann. In einem Brief informierte der Leiter des Staatlichen Gesundheitsamtes Rosenheim Dr. Wolfgang Hierl alle Schulleiterinnen und Schulleiter. Er teilte darin mit, dass vom 14. Oktober bis einschließlich 23. Oktober Stufe 2 des Rahmen-Hygieneplans gilt. Zur Begründung schrieb Dr. Hierl, dass seit etwa einer Woche eine Tendenz von zunehmenden Infektionen festzustellen sei, von der nun auch der Landkreis Rosenheim betroffen sei. Eine richtungsweisende Abnahme der Infektionszahlen sei kurzfristig nicht in Sicht. In den Grundschulen besteht die Pflicht zum Tragen von Masken nicht. Die Vorkurse Deutsch für Kindergartenkinder mit geringen Deutschkenntnissen entfallen ebenfalls im Zeitraum vom 14. bis 23. Oktober.

Die 7-Tage-Inzidenz des Landkreises Rosenheim liegt seit dem 10. Oktober über dem Signalwert von 35 Fällen pro 100.000 Einwohner in den letzten 7 Tagen.

Montag, 12. Oktober:

Landkreis Rosenheim erlässt Allgemeinverfügung, neue Vorgaben gelten ab Dienstag – Nachdem im Landkreis Rosenheim der Signalwert der 7-Tage-Inzidenz von 35 Fällen pro 100.000 Einwohner überschritten wurde, reagiert das Landratsamt Rosenheim und beschränkt die Teilnehmerzahl für bestimmte Veranstaltungen und nicht öffentliche Versammlungen in geschlossenen Räumen auf 50. Die Allgemeinverfügung ist heute Mittag veröffentlicht worden. Damit können die neuen Vorgaben am Dienstag um 0 Uhr in Kraft treten. Die in der Allgemeinverfügung beschriebenen Vorgaben gelten zunächst bis 25. Oktober. Die Höchstzahl von maximal 50 Teilnehmern gilt für Veranstaltungen und nicht öffentliche Versammlungen, die in angemieteten oder öffentlichen Räumen stattfinden und die üblicherweise nur von einem absehbaren Teilnehmerkreis, bzw. nicht für ein beliebiges Publikum angeboten werden. Dies sind beispielsweise Hochzeiten, Beerdigungen, Geburtstage, Vereins- und Parteisitzungen sowie andere private Zusammenkünfte oder Feierlichkeiten. Sollten die Zusammenkünfte und Feierlichkeiten aller Art in privaten, geschlossenen Räumlichkeiten stattfinden, empfiehlt das Landratsamt Rosenheim den Veranstaltern dringend eine Beschränkung auf maximal 25 Teilnehmer. Wenn allerdings die Abstandsregeln nicht eingehalten werden können, ist der Teilnehmerkreis abhängig von den örtlichen Gegebenheiten eigenverantwortlich weiter zu begrenzen.

Für Veranstaltungen, die im Freien stattfinden, rät die Behörde dringend, eigenverantwortlich nicht mehr als 100 Teilnehmer zuzulassen. Diese Einschränkungen gelten nicht für Tagungen, Messen und Kongresse und vergleichbare Veranstaltungen, die beruflich oder dienstlich veranlasst sind, sowie für kulturelle Veranstaltungen. Für sie gelten weiterhin die Vorschriften der 7. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung. Demnach beträgt die Anzahl der möglichen Teilnehmer in geschlossenen Räumen höchstens 100 und unter freiem Himmel höchstens 200. Bei zugewiesenen und gekennzeichneten Sitzplätzen erhöht sich die Anzahl der möglichen Teilnehmer in geschlossenen Räumen auf höchstens 200 und unter freiem Himmel auf höchstens 400.

Am Dienstag, 13. Oktober  ab   9 Uhr, leitet Ministerpräsident Dr. Markus Söder die Sitzung des Ministerrats in der Staatskanzlei. Das Kabinett befasst sich im Schwerpunkt mit den Folgen der Corona-Pandemie. Über die wesentlichen Ergebnisse der Beratungen informieren Ministerpräsident Dr. Markus Söder, die Vorsitzende des Dreierrats Grundrechtsschutz und ehemalige evangelische Münchner Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler und Prof. (ETHZ) Dr. Gerald Haug, Präsident der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina, im Rahmen einer Pressekonferenz um 12 Uhr im Foyer des Prinz-Carl-Palais, Franz-Josef-Strauß-Ring 5, 80539 München.

Die Pressekonferenz wird als Live-Stream übertragen, unter anderem über die Internetseite www.bayern.de (http://www.bayern.de) , auf YouTube (youtube.com/bayern) und Facebook (facebook.com/bayern). In Gebärdensprache übersetzt und untertitelt kann die Pressekonferenz live unter www.verbavoice.net/player/bayerischestaatskanzlei/ (http://www.verbavoice.net/player/bayerischestaatskanzlei/)  verfolgt werden. Im Anschluss ist das Video unter youtube.com/bayern abrufbar.

Sonntag, 11. Oktober:

Polizeiinspektion Miesbach – Kein Corona-Schutz: Polizei löst private Feier auf – Am Samstagabend, 10. Oktober 2020, veranstaltete ein 30-jähriger Schlierseer eine Geburtstagsfeier in einer Lagerhalle in Schliersee mit ca. 50 Gästen. Aufgrund einer Mitteilung aus der Bevölkerung wurde die Feier von einer Streife der Polizeiinspektion Miesbach um ca. 22:30 Uhr überprüft. Dabei wurde festgestellt, dass durch den Veranstalter kein erforderliches Hygienekonzept erstellt worden war. Es wurde weder eine Gästeliste geführt, noch waren Desinfektionsspender oder ähnliches aufgestellt worden. Die Sitzgarnituren waren ohne ausreichenden Abstand zueinander. Des Weiteren wurden durch die Gäste, abseits der Tische, keine vorgeschriebenen Mund-Nase-Bedeckungen getragen. Auch der Mindestabstand wurde größtenteils nicht eingehalten. Durch die Polizei wurden die Personalien aller noch auf der Veranstaltung befindlichen Personen festgehalten, die Feier wurde um 00:45 Uhr aufgelöst. Die Personen verhielten sich bei den getroffenen polizeilichen Maßnahmen stets kooperativ. Den Veranstalter erwartet eine Anzeige nach dem Infektionsschutzgesetz.

Freitag, 9. Oktober:

Landkreis Rosenheim: Mehr Vor- und Rücksicht – Die zunehmende Zahl der Neuinfektionen veranlasst den Landkreis Rosenheim, Empfehlungen für die Bürgerinnen und Bürger auszusprechen. Bindende Vorgaben sind dies nicht, da die kritische Grenze von 50 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen nicht erreicht wird. So rät der Landkreis, den gemeinsamen Aufenthalt im öffentlichen Raum auf Gruppen von bis zu fünf Personen zu beschränken. Auch im privaten Bereich sollte die Anzahl von fünf Personen nicht überschritten werden. Wenn sich Angehörige des eigenen und eines weiteren Haushalts treffen, können es auch mehr als fünf Personen sein. Bei Veranstaltungen sollte die maximal anwesende Zahl von Personen in geschlossen Räumen auf 25 und unter freiem Himmel auf 50 beschränkt werden.

Im Landkreis Rosenheim hofft man, dass durch die Empfehlungen und vor allem durch die ergriffenen Hygienemaßnahmen ein weiterer Anstieg der Neuinfektionen verhindert werden kann. Insbesondere schwere Verläufe müssen vermieden werden. Entscheidend ist, dass es zu keiner Überlastung der Krankenhäuser und speziell dort der Intensivstationen kommt. Das Staatliche Gesundheitsamt rät deshalb auch Risikopatienten zur Grippeschutzimpfung. Hierdurch könnte verhindert werden, dass mehr Personen wegen der Influenzagrippe stationär behandelt werden müssen.

Landkreis Rosenheim: OVID-19-Wochenbericht – Der vorliegende Lagebericht soll die aktuelle Situation in Stadt und Landkreis Rosenheim zu Erkrankungen mit dem neuartigen Coronavirus (COVID-19) widerspiegeln. Die Daten beruhen auf den Meldedaten nach dem Infektionsschutzgesetz bis zum 08.10.2020 24 Uhr. Aufgrund von Aktualisierungen kann es zu Veränderungen kommen.

Aktuelle Empfehlungen:

Das Staatliche Gesundheitsamt Rosenheim weist darauf hin, dass seit dem 08.10.2020 im Stadtgebiet Rosenheim die 7-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohner mit 66,3 deutlich über dem Schwellenwert von 50 liegt. Die Infektionen konzentrieren sich auf die Altersgruppe der 15- bis 59-jährigen. Zudem hat es im Stadtgebiet ein sog. „Superspreader“-Ereignis gegeben, bei dem bisher 14 Menschen durch einen Infizierten angesteckt wurden. Auf die steigenden Infektionszahlen reagierte die Stadt Rosenheim in Abstimmung mit dem Staatl. Gesundheitsamt Rosenheim mit verschärften Maßnahmen, die mittels Allgemeinverfügung die Allgemeinbevölkerung betreffen. Ab dem 10.10.2020 werden Maßnahmen nach §25 der 7.BayIfSMV per Allgemeinverfügung angeordnet. Dies wurde erforderlich, da die Infektionsketten in vielen Fällen nicht mehr nachvollziehbar waren. Entsprechend des Rahmenhygieneplans des Bay. Kultusministeriums vom 02.10.2020 wird darüber hinaus ab dem 12.10.2020 im Stadtgebiet für die weiterführenden Schulen ab der Jahrgangsstufe 5 die Stufe 2 des Rahmenhygieneplans eingeleitet. Die Schülerinnen und Schüler werden zum Tragen der Mund-Nasen-Bedeckung auch während des Unterrichts verpflichtet, wenn dort der Mindestabstand von 1,5 m nicht gewährleistet werden kann. Hiervon sind die Schulen im Landkreis Rosenheim und die Grundschulen im Stadtgebiet nicht betroffen. Der plötzliche bundesweite Anstieg der Fallzahlen bereitet dem Gesundheitsamt erhebliche Sorgen. Ziel muss sein, eine Überlastung der Krankenhäuser zu vermeiden. Daher appelliert das Gesundheitsamt eindringlich an alle Bürgerinnen und Bürger, sich sowohl zu Hause als auch im Urlaub weiterhin verantwortungsvoll an die AHA-Regeln, das sind das Abstandsgebot von mindestens 1,50 Metern, die Hygienemaßnahmen mit Husten- und Niesregeln sowie regelmäßigem Händewaschen und die Verwendung von Alltagsmasken, einzuhalten zum Schutz unserer Gesundheit. Allgemein wurde von der Bundeskanzlerin und den Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder ein Schwellenwert von 50 bei der 7-Tage-Inzidenz eingeführt, bei dem die Landkreise und kreisfreien Städte sofort ein konsequentes Beschränkungskonzept umsetzen müssen. Die Bayerische Staatsregierung hat darüber hinaus einen Signalwert von 35 Fällen pro 100.000 Einwohnern in den vergangenen sieben Tagen festgelegt, damit von den Kreisverwaltungsbehörden rechtzeitig die Zunahme der Fallzahlen analysiert und Maßnahmen zur Gegensteuerung ergriffen werden können.

Fallzahlenentwicklung:
Seit dem letzten Wochenbericht mit Stand 01.10.2020 24 Uhr wurden dem Gesundheitsamt 115 neue Fälle für Stadt und Landkreis Rosenheim gemeldet. Bisher sind insgesamt 3463 Fälle von COVID-19 in Stadt und Landkreis Rosenheim aufgetreten (Landkreis: 2695, Stadt: 768). Mittlerweile wurde bei mindestens 3019 Personen eine Genesung dokumentiert. 222 Personen sind bis zu diesem Zeitpunkt an der Erkrankung gestorben (Landkreis: 199, Stadt: 23). Von den Verstorbenen waren 7 Personen unter 60 Jahren. 145 Verstorbene waren über 80 Jahre alt. 8 COVID-19-Patienten werden aktuell in Stadt und Landkreis Rosenheim stationär behandeDie 7-Tage-Inzidenz (Fälle pro 100.000 Einwohner während der letzten 7 Tage) liegt mit Stand 09.10.2020 (0:00 Uhr) für die Stadt Rosenheim bei 66,3, für den Landkreis Rosenheim bei 27,97.

Verteilung der Gesamtzahl der Fälle und der Genesenen auf die Gemeinde:

Bei der berichteten Verteilung der Fälle auf die Gemeinden kann es durch festgestellte Ausbrüche z.B. in Pflegeeinrichtung zu einer deutlich höheren Fallzahl kommen als in umliegenden Gemeinden. Im Rahmen von Reihenuntersuchungen werden hier Fälle entdeckt, die in anderen Gebieten nicht entdeckt wurden, so dass die Fallzahlen kein Abbild der Erkrankungen in der Bevölkerung darstellen. Hierbei werden auch Personen positiv getestet, die einen Verlauf ohne Symptome zeigen. Zusätzlich kann das Testverhalten zu regionalen Unterschieden führen. Deshalb kann man im Moment keine Rückschlüsse auf eine höhere oder niedrigere Gefahr in den unterschiedlichen Gemeinden ziehen. Aufgrund von Aktualisierungen kann es zu Veränderungen kommen.

Kontaktpersonen:
Vorübergebend wurde die Aufgabe der Nachverfolgung von Kontaktpersonen von COVID-19-Erkrankten durch die Landkreisgemeinden bzw. die Stadt Rosenheim übernommen. Aufgrund der gesunkenen Fallzahlen hat das Gesundheitsamt zum 01.07.2020 die Kontaktpersonennachverfolgung wieder selbst übernommen. „Ohne die zuverlässige Zuarbeit der Gemeinden hätte die Kontaktpersonennachverfolgung nicht so schnell wieder zeitnah und vollständig erfolgen können.“, so Hierl. Durch Beschluss des Bayerischen Ministerrats wurden den Gesundheitsämtern neue Stellen für die Kontaktpersonennachverfolgung bewilligt. Seit Anfang August hat ein Großteil der neuen Mitarbeiter am Gesundheitsamt Rosenheim ihre Tätigkeit begonnen. Bei der Kontaktpersonennachverfolgung wird umfassend ermittelt, ob ein enger Kontakt mit erhöhtem Infektionsrisiko bestanden hat. Diese engen Kontaktpersonen der Erkrankungsfälle werden zeitnah kontaktiert und über die einzuhaltenden Hygienemaßnahmen und die Verpflichtung zu einer 14-tägigen häuslichen Quarantäne belehrt und auf SARS-CoV-2 untersucht. Treten bei den Kontaktpersonen Atemwegssymptome auf, so sind sie verpflichtet, diese umgehend gegenüber dem Gesundheitsamt mitzuteilen.

Durch Allgemeinverfügungen des bayerischen Gesundheitsministeriums ist automatisch für alle bestätigten Erkrankungsfälle und deren enge Kontaktpersonen eine 14-tägige Quarantäne angeordnet. Eine mündliche oder schriftliche Anordnung durch die Kreisverwaltungsbehörde ist nicht mehr notwendig.

Reiserückkehrer:
Viele beliebte Urlaubsziele der Deutschen stehen in der Liste der Corona-Virus-Risikogebiete des Robert Koch-Instituts. Das Staatliche Gesundheitsamt Rosenheim fordert die Reisenden auf, diese Liste zu beachten. In einem Merkblatt weist die Gesundheitsbehörde zudem auf die Regelungen der Bayerischen Einreisequarantäneverordnung hin. Sie regelt unter anderem, dass Reiserückkehrer aus Risikogebieten für 14 Tage in häusliche Quarantäne müssen. Dieser Zeitraum lässt sich verkürzen, zum Beispiel, wenn sich Urlauber in den letzten 48 Stunden vor der Rückkehr noch im Urlaubsland, am Flughafen oder beim Hausarzt testen lassen. Erst nach Vorlegen dieses negativen Tests kann die Quarantäne durch das Gesundheitsamt Rosenheim aufgehoben werden. Seit dem 8. August ist bundesweit die Regelung in Kraft getreten, dass Personen, die aus Risikogebieten in die Bundesrepublik Deutschland einreisen, bis zu 14 Tage nach Einreise auf Anforderung des zuständigen Gesundheitsamtes ein ärztliches Zeugnis über eine Testung auf das Coronavirus vorlegen müssen. Personen, die kein solches Zeugnis vorlegen können, sind verpflichtet, eine ärztliche Untersuchung zu dulden. Die Rosenheimer Gesundheitsbehörde fordert alle Bürgerinnen und Bürger in Stadt und Landkreis Rosenheim auf, sich nach der Rückkehr aus einem Risikogebiet umgehend per E-Mail unter ga.einreise@lra-rosenheim.de zu melden. Um mögliche Infektionsketten so schnell wie möglich unterbrechen zu können, ist dem Gesundheitsamt die telefonische Erreichbarkeit besonders wichtig. Zu den Risikogebieten gehören nun neben den meisten nicht-europäischen Staaten auch immer mehr europäische Staaten. U.a. ist auch das benachbarte österreichische Bundesland Tirol hinzugekommen. Hinweise zu der Einreisequarantäneverordnung, den zu meldenden Daten und auch deren Ausnahmen sind der Homepage des Landkreises Rosenheim zu entnehmen. (s. im Aushang „COVID-19 Fragen und Antworten“ unter www.landkreis-rosenheim.de)

Weitere Berichte zur Situation in Bayern und Deutschland finden Sie auf den Seiten des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit und des Robert Koch-Instituts:

https://www.lgl.bayern.de/gesundheit/infektionsschutz/infektionskrankheiten_a_z/coronavirus/karte_coronavirus/index.htm

https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Fallzahlen.html

Stadt Rosenheim. Zur Präzisierung der Allgemeinverfügung vom 08.10.2020 teilt die Stadtverwaltung mit – Abgrenzung von privaten Zusammenkünften und privaten Feierlichkeiten – Die Beschränkung der Teilnehmerzahl bei Veranstaltungen von 25 Personen in Innenräumen und 50 Personen unter freiem Himmel bezieht sich ausschließlich auf private Veranstaltungen zuhause und in der Gastronomie. Für die Gastronomie gilt ab Samstag, 10. Oktober auch eine Sperrstunde ab 23 Uhr. „Hintergrund und Anlass dieser Verschärfung ist es, die inzwischen nahezu unkontrollierbaren Party-Veranstaltungen einzudämmen, die als sehr infektionsträchtig bewertet werden“, so der Leiter des städtischen Ordnungsamtes Oliver Horner.. Veranstaltungen wie Gottesdienste, Messen, Amateursport oder kulturelle Veranstaltungen sind von der Beschränkung derzeit nicht betroffen. Der Unterschied zwischen privaten Zusammenkünften, zu denen max. 5 Personen kommen dürfen und Feierlichkeiten in Privaträumen, zu denen max. 25 Leute kommen dürfen, liegt im Anlass. „Der Stadtverwaltung war es im Hinblick auf die Akzeptanz der neuerlichen Verschärfungen wichtig, dass private Familienfeiern wie der Geburtstag der Eltern, eine Firmung oder der Kindergeburtstag zumindest im kleinen Rahmen bis 25 Personen noch stattfinden können“, so Horner. Zusammenkünfte von mehr als zwei Haushalten oder mehr als fünf Personen ohne besonderen Anlass, die sich problemlos verschieben lassen, wie z.B. gemeinsames Grillen, Kaffeetrinken oder ein Spieleabend müssen aber eingeschränkt werden.

Die Regelungen der Allgemeinverfügung gelten vorerst bis Freitag, 16.10. 2020, 24 Uhr für das gesamte Rosenheimer Stadtgebiet.

Stadt Rosenheim. Die für Samstag, 10.10.2020 geplante Befragung zur Attraktivität der Rosenheimer Innenstadt wird abgesagt. Aufgrund der gestiegenen Corona-Infektionszahlen hat sich die Stadtverwaltung entschieden, die Befragung zu verschieben. Ein Nachholtermin wird rechtzeitig bekannt gegeben.

Donnerstag, 8. Oktober:

Stadt Rosenheim: Steigende Infektionszahlen – Stadt erlässt verschärfte Corona-Beschränkungen

Seit heute (08.10.2020) hat die kreisfreie Stadt Rosenheim die kritische Grenze von 50 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner der letzten sieben Tage überschritten. Nach aktuellsten Zahlen des Rosenheimer Gesundheitsamtes liegt die 7-Tage-Inzidenz für die kreisfreie Stadt Rosenheim derzeit bei 66,3. Die Infektionen konzentrieren sich auf die Altersgruppe der 15- bis 59-jährigen. Zudem hat es ein sog. „Superspreader“-Ereignis gegeben, bei dem 14 Menschen durch einen Infizierten angesteckt wurden. Auf die steigenden Infektionszahlen reagiert die Stadt Rosenheim nun mit verschärften Maßnahmen.

Ab Samstag, 10.10.2020, 0 h (Nacht von Freitag auf Samstag) gelten folgende Bestimmungen:

  1. Der gemeinsame Aufenthalt im öffentlichen Raum wird auf Gruppen von bis zu fünf Personen beschränkt.
  2. Der Teilnehmerkreis von Zusammenkünften in privat genutzten Räumen und auf privat genutzten Grundstücken wird auf Gruppen von bis zu fünf Personen beschränkt.
  3. Die zulässige Anzahl der Teilnehmer an Veranstaltungen wird auf bis zu max. 25 Personen in geschlossenen Räumen oder auf bis zu max. 50 Personen unter freiem Himmel beschränkt.
  4. In privaten Räumen sind keine Feierlichkeiten mit mehr als 25 Teilnehmern erlaubt.
  5. Der Konsum von Alkohol in den Fußgängerzonen, den öffentlichen Grünanlagen und den städtischen Erholungsgebieten (Mangfallpark, Happinger Seen) wird untersagt.
  6. Die Abgabe von Speisen und Getränken zum Verzehr an Ort und Stelle ist in der Zeit von 23 Uhr bis 6 Uhr untersagt.
  7. Verstöße gegen diese Allgemeinverfügung stellen eine Ordnungswidrigkeit dar, die mit einer Geldbuße von bis zu 25.000 EUR geahndet werden können.
  8. Die Allgemeinverfügung tritt mit Wirkung ab dem 10.10.2020, 0 Uhr in Kraft und gilt zunächst bis zum Ablauf des 16.10.2020.Der neuerliche Anstieg der Fallzahlen bereitet der Stadt Rosenheim erhebliche Sorgen. Oberbürgermeister Andreas März: „Die Infektionsketten sind nach Angaben des Rosenheimer Gesundheitsamtes teilweise nicht mehr nachvollziehbar. Deshalb ist jetzt in besonderer Weise die Selbstdisziplin jedes Einzelnen gefragt. Mit den neuen Beschränkungen tragen wir der Verschärfung des Infektionsgeschehens Rechnung. Ich appelliere zudem eindringlich an alle Bürgerinnen und Bürger, sich zu Hause, am Arbeitsplatz oder in der Freizeit an die AHA-Regeln zu halten. Das Abstandsgebot von mindestens 1,50 Metern, die Hygienemaßnahmen mit Husten- und Niesregeln sowie regelmäßigem Händewaschen sind wichtig. Dazu kommen sollte gerade jetzt im Herbst ein infektionsschutzgerechtes Lüften, um die Ansteckungsgefahr in Innenräumen während der kalten Jahreszeit zu verringern.“

Dienstag, 6. Oktober:

Bayerische Staatskanzlei informiert: Bayern bereitet intensiv möglichen Impfstoff-Einsatz gegen Covid-19 vor:

Wirksame Impfungen werden eine wesentliche Rolle bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie spielen. Die Bayerische Staatsregierung bereitet deshalb intensiv einen möglichen Impfstoff-Einsatz gegen Covid-19 vor. Weltweit laufen derzeit etwa 190 Projekte zur Entwicklung von COVID-19-Impfstoffen. Die meisten dieser Projekte (152) befinden sich derzeit noch in der präklinischen Entwicklungsphase, d. h. sie werden noch nicht an Menschen getestet. 40 Impfstoffkandidaten werden aktuell im Rahmen von klinischen Studien an Menschen (Probanden) erprobt. Dabei werden 17 klinische Studien (10 Impfstoffkandidaten) in Phase 3 an einer großen Anzahl von Probanden durchgeführt. Erfolgreiche klinische Studien dieser letzten Prüfphase sind eine Voraussetzung für die Erteilung einer Marktzulassung. Bei einem entsprechend positiven Verlauf der Studien ist laut Bundesgesundheitsministerium zu erwarten, dass noch bis Ende des Jahres 2020 bzw. zu Beginn des nächsten Jahres erste, auch größere Mengen an Impfdosen in Deutschland zur Verfügung stehen und verimpft werden könnten. Der Freistaat trifft bereits jetzt Vorbereitungen, um nach der Zulassung eines Impfstoffs so schnell wie möglich mit der Impfung der Bevölkerung und vor allem von Risikogruppen beginnen zu können. Zur Vorbereitung von Impfungen in Bayern und zur Erstellung einer erforderlichen Ablaufplanung führt das Bayerische Gesundheitsministerium Gespräche u. a. mit der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns (KVB) und der Bayerischen Krankenhausgesellschaft (BKG). Nach bisherigem Kenntnisstand werden sich zudem massive Herausforderungen an Logistik und Lagerung stellen. Dazu laufen aktuell intensive Gespräche zwischen Bund und Ländern.

Montag, 5. Oktober:

Mittelstands-Union Oberbayern lehnt Rechtsanspruch auf 24 Tage Home-Office ab – Der Wirtschaftsflügel der CSU Oberbayern lehnt Überlegungen für einen Rechtsanspruch auf 24 Tage Home-Office für jeden Arbeitnehmer ab. „Die SPD ist hier auf dem Holzweg. Die Wahl des Ortes für den Arbeitseinsatz muss weiterhin der unternehmerischen Entscheidungsfreiheit überlassen bleiben. Ein willkürlich festgelegter gesetzlicher Zwang geht nicht nur an den Bedürfnissen der Arbeitgeber, sondern auch der Arbeitnehmer vorbei“, so der Bezirksvorsitzende der Mittelstands-Union Oberbayern (MU Oberbayern) Dr. Thomas Geppert. „Weitere Belastungen und bürokratische Hürden sind Gift gerade in Zeiten einer weltweiten Pandemie. Weite Teile des Mittelstandes ringen weiterhin um ihre Existenz. Die wirklich wichtigen Themen nimmt der Bundesminister leider nicht auf. Wir brauchen Reform- und Rettungsmaßen, die Strukturen langfristig erhalten und nicht gefährden. Statt populistischer Schnellschüsse wäre eine dringend notwendige Flexibilisierung des Arbeitszeitgesetzes wichtig. Die starre Tageshöchstarbeitszeit ist ein deutliches Hemmnis. Arbeitgebern und Arbeitsnehmern würde die Umstellung auf eine Wochenarbeitszeit sofort mehr Flexibilität und Eigenverantwortung geben. Gleichzeitig müsste die Verdienstgrenze für Minijobs erhöht werden und dynamisch an den Mindestlohn angepasst werden.“

Riesen-Stimmung auch mit Corona-Maßnahmen – Thomas Worm vom Schloss Diedersdorf informiert:

Liebe Freunde, unsere Kapelle hat an den ersten beiden Tagen des 27. Berlin-Brandenburgischen Oktoberfestes für riesige Stimmung in der Markthalle gesorgt. Wir danken allen Gästen, dass sie sich trotz bester Laune vorbildlich an die Corona-Maßnahmen gehalten haben. Damit haben wir allen gezeigt, dass man auch in diesen Zeiten grandios feiern kann, ohne andere zu gefährden. Die mehrmals dezent vorbeischauende Polizei hatte nichts auszusetzen.

Ermutigt durch diese tolle Erfahrung läuft das Oktoberfest wie geplant bis zum 24. Oktober jeden Freitag und Sonnabend weiter. Seien Sie dabei, informieren Sie sich, holen Sie sich hier Ihre Tickets im Vorverkauf, und gönnen Sie sich gerade jetzt eine wundervolle Party mit allen Wiesn-Hits, Oktoberfestbier und bayerischen Speisen. Sechs Personen aus sechs verschiedenen Haushalten dürfen an einem Tisch sitzen. Die Bierzeltgarnituren stehen jeweils mehr als 1,50 Meter auseinander. Auch wenn unsere Kapelle hinter einem Spuckschutz aus Plexiglas auftritt, waren anschließend auch die Skeptiker überzeugt. Alle gingen beseelt nach Hause.

Bayerische Staatskanzlei informiert: Am Dienstag, 6. Oktober um 10 Uhr leitet Ministerpräsident Dr. Markus Söder die Sitzung des Ministerrats in der Staatskanzlei. Das Kabinett befasst sich im Schwerpunkt mit den Folgen der Corona-Pandemie und dem Nationalpark Bayerischer Wald. Über die wesentlichen Ergebnisse der Beratungen informieren der Leiter der Bayerischen Staatskanzlei, Staatsminister Dr. Florian Herrmann, und Umweltminister Thorsten Glauber im Rahmen einer Pressekonferenz um 13.00 Uhr im Foyer des Prinz-Carl-Palais, Franz-Josef-Strauß-Ring 5, 80539 München.

Die Pressekonferenz wird als Live-Stream übertragen, unter anderem über die Internetseite www.bayern.de, auf YouTube (youtube.com/bayern (http://youtube.com/bayern) ) und Facebook (facebook.com/bayern (http://facebook.com/bayern) ). In Gebärdensprache übersetzt und untertitelt kann die Pressekonferenz live unter www.verbavoice.net/player/bayerischestaatskanzlei/ (http://www.verbavoice.net/bayerischestaatskanzlei/)  verfolgt werden. Im Anschluss ist das Video unter youtube.com/bayern (http://youtube.com/bayern)  abrufbar.

Donnerstag, 1. Oktober:

Der Bayerische Hotel- und Gaststättenverband informiert über Bußgelder für Falschangaben bei der Gästeregistrierung: Nach den Bund-Länder-Beschlüssen zu Corona von Dienstag hat das bayerische Kabinett heute entschieden, dass Gäste, die bei der Registrierung in der Gastronomie oder bei Veranstaltungen falsche Angaben machen, künftig ein Bußgeld in Höhe von bis zu 250 Euro entrichten müssen. Ebenso muss ein Wirt, der keine Gästeregistrierung durchführt, mit einem Bußgeld in Höhe von 1.000 Euro rechnen. In diesem Zusammenhang erläutert Dr. Thomas Geppert, Landesgeschäftsführer des DEHOGA Bayern: „Die Hygienekonzepte in der Gastronomie funktionieren, das Infektionsgeschehen findet fast ausschließlich außerhalb gastronomischer Betriebe statt. Da jedoch die Gesundheit der Gäste höchste Priorität hat und man im Falle des Falles gewappnet sein will, ist die Gästeregistrierung von Anbeginn an fester Bestandteil unserer Hygienekonzepte. Nachdem die Rückverfolgbarkeit des Infektionsgeschehens einen enorm wichtigen Stellenwert besitzt, liegt es in unserem ureigensten Interesse, hier alles dafür zu tun, diese zu ermöglichen. Wir von unserer Seite haben die notwendigen Instrumentarien geschaffen, eine datenschutzkonforme Gästeregistrierung durchführen zu können, insbesondere die digitale Lösung mit darfichrein.de bietet ein Höchstmaß an Sicherheit für alle Seiten. Doch allein kann der Gastronom den gesetzlichen Vorgaben nicht nachkommen, er ist hierbei zwingend auf das Mitwirken seiner Gäste angewiesen. Auch wenn wir uns gewünscht hätten, dass die Gäste im eigenen Interesse freiwillig an der Registrierung mitgewirkt hätten, hoffen wir, dass die Gäste, die sich bislang nicht an die Vorgaben gehalten haben, in unser allem Sinne mitmachen. Und Wirte, die Schwierigkeiten bei der Umsetzung der Registrierungspflicht haben, beraten wir gerne im Rahmen unserer Mitgliedschaft.“

Bayerische Staatsregierung informiert: Corona-Pandemie: Bayern setzt Beschlüsse der Ministerpräsidentenkonferenz um / Bußgelder festgelegt

Bislang haben Deutschland und der Freistaat Bayern die Herausforderungen der Corona-Krise auch Dank breiter Unterstützung der Bevölkerung gut bewältigt. Vor dem Hintergrund der nun beginnenden kalten Jahreszeit, der anstehenden Erkältungs- und Grippesaison und der auch in Bayern wieder gestiegenen Infektionszahlen gilt nun mehr denn je das Gebot der Umsicht und der Vorsicht. Nur durch konsequentes und verständiges Zusammenwirken der gesamten Gesellschaft und erhöhte Vorsicht, insbesondere bei privaten Feiern und Treffen, können die bislang erreichten Erfolge erhalten bleiben. Wichtigstes Ziel bleibt die Verhinderung eines weiteren flächendeckenden Lockdowns. Vor allem die Offenhaltung von Schulen und Kinderbetreuungseinrichtungen sowie die Stärkung der Wirtschaft stehen im Fokus aller Anstrengungen. Gezielte, an das regionale Infektionsgeschehen angepasste Maßnahmen sind am besten geeignet. Sie gewährleisten, dass das Infektionsgeschehen begrenzt wird, nachverfolgbar bleibt und Infektionsketten durchbrochen werden. Neben den allgemeinen Regeln des Abstandhaltens, der Hygiene und der Alltagsmasken kommt in der kälteren Jahreszeit vor allem auch dem regelmäßigen Lüften in privaten und öffentlichen Räumen besondere Bedeutung zu, um die Gefahr einer Ansteckung zu verringern. Der von der Bundeskanzlerin mit den Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder am 29. September 2020 gefasste Beschluss sieht hierzu bundesweit einheitliche Leitlinien vor. Bayern ist Vorreiter und Unterstützer dieses Kurses.

Im Einzelnen beschließt der Ministerrat die folgenden Maßnahmen und Regeln:

  • Um die Nachverfolgbarkeit von Infektionsketten zu gewährleisten, sind wahrheitsgemäße Kontaktdaten (insbesondere Kontaktinformationen und Aufenthaltszeitraum) unerlässlich. Es wird deswegen eine entsprechende, bußgeldbewehrte Pflicht zur Erfassung der Daten für Gastronomen, Hotelbetreiber und Veranstalter von 1.000 Euro eingeführt. Für falsche persönliche Angaben auf angeordneten Gästelisten in Restaurants usw. soll ein Bußgeld in Höhe von in der Regel bis zu 250 Euro für den Gast gelten. Ergänzend werden die Gaststättenbetreiber aufgefordert, durch Plausibilitätskontrollen dazu beizutragen, dass angeordnete Gästelisten richtig und vollständig geführt werden.
  • Hinsichtlich der Teilnehmerzahl bei privaten Feierlichkeiten werden Regelungen erlassen, wonach eine Höchstteilnehmerzahl festgelegt wird, wenn in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt die 7-Tages-Inzidenz von 35 überschritten ist. Diese soll für Feierlichkeiten in öffentlichen oder angemieteten Räumen auf maximal 50 Teilnehmer festgelegt werden. In privaten Räumen wird dringlich empfohlen, keine Feierlichkeiten mit mehr als 25 Teilnehmern durchzuführen.
  • Bei einem Überschreiten einer Inzidenz von 50 Fällen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen verbleibt es bei den entsprechend dem Ministerratsbeschluss vom 22. September 2020 erlassenen Regelungen.
  • Die bayerische Einreise-Quarantäne-Verordnung wird bis zum 18.10.2020 verlängert.

Das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege wird beauftragt, die notwendigen Änderungen in den einschlägigen infektionsschutzrechtlichen Bestimmungen umzusetzen. Es wird eine neue 7. Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung mit Geltung bis zum 18.10.2020 erlassen

Mittwoch, 30. September:

Das Deutsche Theater in München teilt mit: leider muss das Musical Der Schuh des Manitu um ein Jahr auf 2021 verschoben werden. „Die derzeit geltenden Vorschriften und Regelungen für Theaterbetriebe machen es leider un-möglich die Produktion wie geplant in diesem Herbst auf unsere Bühne zu bringen“, so die Ge-schäftsführer des Deutschen Theaters Carmen Bayer und Werner Steer. „Bis zuletzt hatten wir gehofft, dass es noch zu Änderungen bzw Lockerungen kommen wird, die uns eine Aufführung des Stücks, das seit Anfang August am Salzburger Landestheater mit großem Engagement und riesiger Begeisterung aller Beteiligten einstudiert wird, ermöglichen.“ Die Verschiebung der Aufführungsserie auf das kommende Jahr erfolgt somit auch zum spätest möglichen Zeitpunkt, bevor jetzt die finalen Proben in München hätten beginnen müssen. Die Aufführungen von Der Schuh des Manitu werden nun auf den Zeitraum 13. Oktober 2021 bis 9. Januar 2022 verschoben. „So sehr wir diese Verschiebung bedauern, so sehr freuen wir uns auf die Münchenpremiere im kommenden Jahr. Dann hoffentlich unter anderen Voraussetzungen und ohne durch Corona bedingte Beschränkungen“, so Carmen Bayer und Werner Steer.

Am Donnerstag, 1. Oktober um 10 Uhr leitet Ministerpräsident Dr. Markus Söder die Sitzung des Ministerrats in der Staatskanzlei. Das Kabinett befasst sich im Schwerpunkt mit den Folgen der Corona-Pandemie und dabei insbesondere mit der Umsetzung der Beschlüsse der Ministerpräsidentenkonferenz.

Über die wesentlichen Ergebnisse der Beratungen informiert der Leiter der Bayerischen Staatskanzlei, Staatsminister Dr. Florian Herrmann,im Rahmen einer Pressekonferenz um 13.00 Uhr im Foyer des Prinz-Carl-Palais, Franz-Josef-Strauß-Ring 5, 80539 München.

Die Pressekonferenz wird als Live-Stream übertragen, unter anderem über die Internetseite www.bayern.de (http://www.bayern.de) , auf YouTube (youtube.com/bayern (http://www.youtube.com/bayern) ) und Facebook (facebook.com/bayern (http://www.facebook.com/bayern) ). In Gebärdensprache übersetzt und untertitelt kann die Pressekonferenz live unter www.verbavoice.net/player/bayerischestaatskanzlei/ (http://www.verbavoice.net/player/bayerischestaatskanzlei/)  verfolgt werden. Im Anschluss ist das Video unter youtube.com/bayern (http://www.youtube.com/bayern)  abrufbar.

Dienstag, 29. September:

Bezirksumlage 2021:  moderate Erhöhung um 0,7 Prozentpunkte in politischer Diskussion – Bezirk Oberbayern informiert

 Wegen der Steuerausfälle durch die Corona-Pandemie und steigender Ausgaben für seine sozialen Leistungen sieht sich der Bezirk Oberbayern vor schwierigen finanziellen Rahmenbedingungen. Darüber unterrichtete Bezirkstagspräsident Josef Mederer am Dienstag in München die oberbayerischen Landräte und Oberbürgermeister. Nach intensiver und kontroverser Diskussion wurde vereinbart, mit einer maßvollen Erhöhung der Bezirksumlage für 2021 um 0,7 auf 21,7 Prozentpunkte in die weitere politische Diskussion zu gehen.

Auch die 20 Landkreise und drei kreisfreien Städte Oberbayerns stehen wegen der Corona-Pandemie vor großen finanziellen Herausforderungen. Bereits im laufenden Jahr haben die kreisfreien Städte mit deutlich sinkenden Steuereinnahmen zu kämpfen. Die Einnahmekrise wird sich auf allen kommunalen Ebenen über mehrere Jahre hinziehen. Der Bezirk Oberbayern rechnet 2022 für seinen Haushalt mit der größten Schere zwischen Einnahmen und Ausgaben. Um diese Lücke zu schließen, scheint eine Erhöhung der Bezirksumlage in den nächsten Jahren unvermeidbar. „Unsere Richtschnur ist wirtschaftliches Handeln in sozialer Verantwortung“, sagte Bezirkstagspräsident Josef Mederer. „Umso schwerer wiegen die Mehrkosten durch die Pandemie, die uns alle noch über Jahre belasten werden.“

Bezirkstagspräsident Mederer signalisierte bei der Unterrichtung der Landräte und Oberbürgermeister die Bereitschaft, die Umlage mit mehreren Maßnahmen stabil bei 21 Prozentpunkten zu halten. Der Hebesatz für 2021 berechnet sich auf der Basis der Umlagekraft von 2019, die bei rund 8,3 Milliarden Euro lag. Bei einem Hebesatz von 21 Prozentpunkten flössen dem Bezirkshaushalt 2021 rund 1,744 Milliarden Euro zu. Der ungedeckte Bedarf liegt bei 1,91 Milliarden Euro. Um die Umlagezahler zu entlasten, entnimmt der Bezirk im kommenden Jahr 45 Millionen Euro aus seiner Rücklage. Diese schmilzt damit auf das gesetzliche Minimum ab. Die Kämmerei stellte darüber hinaus die Option in den Raum, den Verwaltungshaushalt mit der Aufnahme neuer Kredite in Höhe von 50 Millionen Euro zu stützen.

Dieser Vorschlag wurde von den Landräten und Oberbürgermeistern intensiv und kontrovers diskutiert. Im Ergebnis plädierte eine Mehrheit für einen Anhebung der Umlage 2021 um 0,7 Prozentpunkte. Alle Beteiligten waren sich darin einig, dass die Belastungen aus der Corona-Pandemie noch nicht abschließend bewertet werden können.

Dieses Diskussionsergebnis ist für den Bezirk Oberbayern die Basis für die weiteren Haushaltsberatungen in seinen Gremien. Über den Haushaltsentwurf und die Höhe der Umlage stimmt der Bezirkstag im Dezember ab. Bezirkstagspräsident Mederer sagte: „Die heutige Diskussion mit unseren Umlagezahlern ist für uns der Beweis, dass die kommunale Familie an einem Strang zieht. Wir sind verlässliche Partner und werden die finanziellen Herausforderungen gemeinsam meistern.“

Weitere Informationen zur Haushaltsprognose 2021:

Im Bezirk Oberbayern steigen die Fallzahlen und Ausgaben in der Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderungen und der Hilfe zur Pflege weiter an. Für 2021 rechnet die Kämmerei in der Eingliederungshilfe bei Ausgaben in Höhe von 1,18 Milliarden Euro mit einem Plus von 92 Mio. €. Auf die ambulante und stationäre Hilfe zur Pflege entfallen 314,7 Millionen Euro – ein Zuwachs von 27,4 Millionen Euro. Den Haushalt belastet zusätzlich, dass der Bezirk seit 2008 soziale Aufgaben von den Kommunen übernommen und zahlreiche gesetzliche Vorgaben neu umgesetzt hat, die nicht alle kompensiert worden sind. So haben beispielsweise die Übernahme der Ambulanten Hilfe zur Pflege sowie die Umsetzung des Angehörigen-Entlastungsgesetzes und des Bundesteilhabegesetzes den Haushalt spürbar belastet.

 

Aus dem Bayerischen Landtag: Anfrage und Antworten – Schriftliche Anfrage des Abgeordneten Andreas Krahl BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN vom 19.05.2020

Umsetzung der Hygiene- und Quarantänemaßnahmen in stationären Einrichtun­gen

Pflegeheime stehen in der aktuellen Corona-Pandemie vor enormen Herausforderun­gen. Besonders Einrichtungen, die Bewohner mit kognitiven Einschränkungen und/oder hirnorganischen Erkrankungen wie bspw. Demenz betreuen, stehen hinsichtlich (notwendiger) und verordneter Hygienemaßnahmen großen Belastungen gegenüber. Ganz besonders dann, wenn der/die Betroffene an COVID-19 erkrankt ist oder nach einem Krankenhausaufenthalt in der Einrichtung in Quarantäne untergebracht werden muss. § 30 Infektionsschutzgesetz sieht vor, dass die jeweils zuständige Behörde an­ordnen kann, dass an COVID-19 erkrankte Personen in einem Krankenhaus oder einer anderen geeigneten Einrichtung abgesondert werden, wenn die betreffenden Personen andere Schutzmaßnahmen nicht befolgen, befolgen können oder befolgen würden und sie dadurch ihre Umgebung gefährden. Die Heimaufsicht/FQA (Fachstelle für Pflege- und Behinderteneinrichtungen – Qualitätsentwicklung und Aufsicht) hat nach dem Bay­erischen Pflege- und Wohnqualitätsgesetz die Aufgabe, stationäre Einrichtungen und sonstige Wohnformen für pflege- und betreuungsbedürftige Menschen zum Schutz der Würde sowie der Interessen und Bedürfnisse der Bewohner und Bewohnerinnen (Art. 1 Abs. 1 Nr. 1 Pflege- und Wohnqualitätsgesetz – PfleWoqG) zu überwachen.

Ich frage die Staatsregierung:

1.1 Können gegenüber Bewohnerinnen und Bewohnern von Pflegeheimen Zwangsmaßnahmen ergriffen werden, sei es eine medikamentöse Sedierung oder das Ergreifen freiheitsentziehender Maßnahmen, um die Einhaltung des Kontaktverbotes respektive Abstandsgebotes von mobilen Bewohnern mit einer hirnorganischen Erkrankung, wie z. B. Demenz, durchzusetzen?……..2

1.2 Sind der Staatsregierung Anordnungen von Gesundheitsämtern gegenüber Pflegeeinrichtungen bekannt, bei mobilen Patientinnen und Patienten oder Bewohnerinnen und Beweohnern mit einer hirnorganischen Erkrankung, wie z. B. Demenz, Zwangsmaßnahmen zu ergreifen, sei es eine medika­mentöse Sedierung oder das Ergreifen freiheitsentziehender Maßnahmen, um die Einhaltung des Kontaktverbotes respektive Abstandsgebotes in der Einrichtung zu gewährleisten?…………………………………………………………………..2

1.3 Liegen dem Patientenbeauftragten der Staatsregierung dazu Beschwerden vor?……………………………………………………………………………………………………….2

2.1 Welche Maßnahmen hat die Staatsregierung, sollte Sie Kenntnis über die Tatsachen in Punkt 1.1 bis 1.3 haben, ergriffen?………………………………………….3

2.2 Nach welchen Kriterien beraten die Gesundheitsämter und die FQA die stationären Einrichtungen zu den vorgegebenen Quarantänemaßnahmen, wenn diese nicht eingehalten werden können?……………………………………………3

2.3 Durch wen erfolgt die Evaluation dieser Beratung bzw. der Umsetzung der vorgegebenen Quarantänemaßnahmen?……………………………………………………3

3.1 In vielen Fällen kam es dazu, dass Betroffene, die Anordnungen zu den Qua­rantäne- und Hygienemaßnahmen aufgrund hirnoganischer Erkrankungen nicht nachkommen können, zwangsweise in einem abgeschlossen Teil im Hinweis des Landtagsamts: Zitate werden weder inhaltlich noch formal überprüft. Die korrekte Zitierweise liegt in der Verantwortung der Fragestellerin bzw. des Fragestellers sowie der Staatsregierung. Drucksachen, Plenarprotokolle sowie die Tagesordnungen der Vollversammlung und der Ausschüsse sind im Internet unter www.bayern.landtag.de – Dokumente abrufbar. Die aktuelle Sitzungsübersicht steht unter www.bayern.landtag.de – Aktuelles/Sitzungen/Tagesübersicht zur Verfügung. Bayerischer Landtag 18. Wahlperiode Drucksache 18/9514 Seite 2/4

Krankenhaus oder anderen möglichen Einrichtungen untergebracht wur­den?………………………………………………………………………………………………………3

3.2 Inwiefern sind die Gesundheitsämter darin inolviert?……………………………………3

3.3 Hat die Staatsregierung Kenntnis darüber, wie bzw. ob Beschwerden von Angehörigen und/oder Einrichtungsleiterinnen und -leitern an entsprechende Stellen weitergeleitet wurden?…………………………………………………………………..4

Antwort

des Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege im Einvernehmen mit dem Patienten- und Pflegebeauftragten der Staatsregierung vom 02.08.2020

1.1 Können gegenüber Bewohnerinnen und Bewohnern von Pflegeheimen Zwangsmaßnahmen ergriffen werden, sei es eine medikamentöse Sedierung oder das Ergreifen freiheitsentziehender Maßnahmen, um die Einhaltung des Kontaktverbotes respektive Abstandsgebotes von mobilen Bewohnern mit einer hirnorganischen Erkrankung, wie z. B. Demenz, durchzusetzen?

Die mechanische oder medikamentöse Freiheitsentziehung von Bewohnerinnen und Bewohnern ist nur bei Vorliegen eines entsprechenden Gerichtsbeschlusses durch das zuständige Betreuungsgericht zulässig.

1.2 Sind der Staatsregierung Anordnungen von Gesundheitsämtern gegenüber Pflegeeinrichtungen bekannt, bei mobilen Patientinnen und Patienten oder Bewohnerinnen und Beweohnern mit einer hirnorganischen Erkrankung, wie z. B. Demenz, Zwangsmaßnahmen zu ergreifen, sei es eine medikamen­töse Sedierung oder das Ergreifen freiheitsentziehender Maßnahmen, um die Einhaltung des Kontaktverbotes respektive Abstandsgebotes in der Einrichtung zu gewährleisten?

Hierzu liegen der Staatsregierung keine Erkenntnisse vor.

1.3 Liegen dem Patientenbeauftragten der Staatsregierung dazu Beschwerden vor?

Dem Patienten- und Pflegebeauftragten der Staatsregierung (PPB) liegen Beschwerden von Bürgerinnen und Bürgern zu den in Punkt 1.1 geschilderten Sachverhalten vor; es liegen jedoch keine Beschwerden zu Punkt 1.2 vor. Bei den Beschwerden zu Punkt 1.1 handelt es sich um Vorwürfe, wonach in Pflegeeinrichtungen oder Einrichtungen für Menschen mit Behinderung entweder ruhigstellende bzw. vermeintlich falsche Arznei­mittel gegeben würden oder Heimbewohner Zimmer nicht verlassen bzw. nicht in den Garten gehen dürften. Aus Sicht des PPB empfiehlt sich in solchen Fällen in erster Linie, die örtliche Fachstelle für Pflege- und Behinderteneinrichtungen – Qualitätsentwicklung und Aufsicht (FQA) zu informieren. Daneben erreichen den PPB auch etliche Eingaben Bayerischer Landtag 18. Wahlperiode Drucksache 18/9514 Seite 3/4

mit Zustimmung und Verständnis für die weitreichenden Schutzmaßnahmen für pflege­bedürftige Menschen oder Menschen mit Behinderung.

2.1 Welche Maßnahmen hat die Staatsregierung, sollte Sie Kenntnis über die Tatsachen in Punkt 1.1 bis 1.3 haben, ergriffen?

Die Verbände der Pflegeeinrichtungen wurde mit E-Mail vom 28. April 2020 ausführlich über den Umgang mit freiheitsentziehende Maßnahmen im Rahmen des § 30 Infektions­gesetz (IfSG) oder § 1906 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) informiert. Insbesondere wurde dabei darauf hingewiesen, dass eine zwangsweise Freiheitsentziehung nur bei Vorliegen eines entsprechenden Gerichtsbeschlusses durch das zuständige Betreuungs­gericht zulässig ist.

Beschwerden von Betroffenen oder Angehörigen werden durch die Staatsregierung datenschutzkonform zur Prüfung an die zuständige FQA über die Regierung weiter­geleitet.

2.2 Nach welchen Kriterien beraten die Gesundheitsämter und die FQA die stationären Einrichtungen zu den vorgegebenen Quarantänemaßnahmen, wenn diese nicht eingehalten werden können?

2.3 Durch wen erfolgt die Evaluation dieser Beratung bzw. der Umsetzung der vorgegebenen Quarantänemaßnahmen?

Die Gesundheitsämter sind die Vertreter des Öffentlichen Gesundheitsdienstes vor Ort. Sie übernehmen hierbei wichtige Kontroll- und Beratungsaufgaben im Bereich der Hygiene und des Infektionsschutzes. Die Gesundheitsämter übernehmen das Management eines Ausbruchs, insbes. die Ermittlung von Kontaktpersonen, sowie die ggf. erforder­liche Anordnung von weiteren Maßnahmen, wie Kohortierung, Quarantänemaßnahmen oder Besuchsverbote. Das Gesundheitsamt ist auch zur Beantragung eines Gerichts­beschlusses für die Durchsetzung einer Quarantänemaßnahme nach § 30 Abs. 2 IfSG berechtigt.

Die Festlegung der erforderlichen Maßnahmen erfolgt in Absprache mit der FQA und der Pflegeeinrichtung vor Ort und richtet sich nach den örtlichen Gegebenheiten und der Größe und Art des Ausbruchs. In der Regel wird auch die Taskforce Infektiolo­gie des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) einbezogen. Seit dem 3. April 2020 fanden in 971 von 2 157 Pflegeeinrichtungen (45,0 Prozent) 1 364 Einsätze in Form von Begehungen, Testungen und/oder Beratungen (auch telefonisch) durch die Mobilen Teams des LGL statt (Stand: 5. August 2020).

Das Handeln der Gesundheitsbehörden orientiert sich an den derzeitigen wissen­schaftlichen Fachempfehlungen, z. B. des Robert-Koch-Instituts und des LGL, die der­zeit einem raschen und stetigen Wandel unterworfen sind. Sollte es zu Unstimmigkeiten über Entscheidungen des Gesundheitsamtes kommen, ist die zuständige Regierung als Fach- und Rechtsaufsichtsbehörde der richtige Ansprechpartner.

Die Staatsregierung führt zu den Beratungen keinen Statistiken. Für eine Evaluation besteht kein Bedarf.

3.1 In vielen Fällen kam es dazu, dass Betroffene, die Anordnungen zu den Qua­rantäne- und Hygienemaßnahmen aufgrund hirnoganischer Erkrankungen nicht nachkommen können, zwangsweise in einem abgeschlossen Teil im Krankenhaus oder anderen möglichen Einrichtungen untergebracht wur­den?

Hierzu liegen der Staatsregierung keine Erkenntnisse vor.

3.2 Inwiefern sind die Gesundheitsämter darin inolviert?

Die Gesundheitsämter sind für die Anordnung von Quarantänemaßnahmen nach § 30 Abs. 1 IfSG zuständig. Sie sind auch für die Beantragung von notwendigen Gerichts­beschlüssen für die Durchsetzung von Quarantänemaßnahmen nach § 30 Abs. 2 IfSG zuständig.Bayerischer Landtag 18. Wahlperiode Drucksache 18/9514 Seite 4/4

3.3 Hat die Staatsregierung Kenntnis darüber, wie bzw. ob Beschwerden von An­gehörigen und/oder Einrichtungsleiterinnen und -leitern an entsprechende Stellen weitergeleitet wurden?

Die staatliche Aufgabenverwaltung ist durch Zuordnung von Zuständigkeiten geprägt. Dies stellt sicher, dass Anfragen von der Stelle bearbeitet werden, die dafür sachlich und örtlich zuständig ist. In der staatlichen Verwaltung werden daher Schreiben, die in einer unzuständigen Behörde eingehen, regelmäßig der zuständigen Behörde weiter­geleitet. Zudem erhält der Absender in der Regel eine Abgabenachricht. Gehen im Staatsministerium für Gesundheit und Pflege beispielsweise Beschwerden über statio­näre Einrichtungen der Pflege oder für volljährige Menschen mit Behinderung ein, wird die Beschwerde datenschutzkonform über die Regierung an die zuständige FQA zur Prüfung weitergeleitet.

Freitag, 25. September:

München – Liebe Schülerinnen und Schüler, liebe Freunde der Wastl Fanderl Schule, wir sind ins neue Schuljahr gestartet und freuen uns, trotz erschwerter Bedingungen neue Veranstaltungen planen zu können. 

Dank des flexiblen Einsatzes unserer Lehrer- und Schülerschaft konnten wir schon im März mit dem Online-Unterricht beginnen und sind nun auf alle Eventualitäten vorbereitet. Auch im Veranstaltungsbereich fahren wir nun teilweise eine Hybridlösung, wie bereits im letzten Schuljahr mit dem Onlinekurs. Ausdrücklicher Dank gilt daher unseren Lehrer/innen, aber auch unseren Schüler/innen – wir halten zsamm! Herzlichen Dank!  Unter Einhaltung der Hygieneschutzmaßnahmen ist es uns möglich, einige Veranstaltungen vor Ort durchzuführen und freuen uns auf Anmeldungen unter volkskultur@volkskultur-musikschule.de oder telefonisch unter 089 98 79 80.  Wir starten unsere diesjährige Veranstaltungsreihe mit einem Vortrag in unserem Haus – wir bitten um vorherige Anmeldung bis 29.09.20. Wer online zugeschaltet werden möchte, schreibe bitte an volkskultur@volkskultur-musikschule.de. 

„Das Gasthaus in Oberbayern“ – Das bayerische Wirtshaus trägt sehr viel zum Selbstverständnis des Landes bei. Gerade die oberbayerischen Wirtshäuser stehen für ein Lebensgefühl, das gerne mit echter Gemütlichkeit und wahrer Lebensfreude in Verbindung gebracht wird.Ein besonderes Augenmerk liegt hierbei – als Höhepunkt bayerischer Gasthausarchitektur – auf den Gaststätten und Bierpalästen der Prinzregentenzeit.
Referent: Dr. Karl Gattinger (Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege) – Eintritt frei, Spenden erbeten.

Wichtige Hinweise gibt es weiterhin auf unserer Homepage und auf Facebook unter „volkskultur musikschule“. Termine finden Sie im Kalender auf der Homepage. Bitte beachten Sie beim Besuch unseres Hauses zum Schutz unserer Schüler/innen und Mitarbeiter/innen stets die Hygienevorschriften! Wir bedanken uns schon jetzt für Ihre aktive Mithilfe.

Corona-bedingt bitten wir für alle Veranstaltungen um vorherige Anmeldung unter volkskultur@volkskultur-musikschule.de herzlichst das Team der Wastl Fanderl Schule

 

Stadt Rosenheim – Sinkende Infektionszahlen – Stadt lockert Corona-Einschränkungen –  Seit dem 12.09.20 liegt die Stadt Rosenheim bei der 7-Tage-Inzidenz unter der bundesweiten „Alarmschwelle“ von 50 Neuerkrankungen pro 100.000 Einwohner und seit dem 16.09.20 auch unter der „Frühwarnstufe“ von 35. Der nun seit mehreren Tagen vorliegende Positivtrend rechtfertigt eine Aufhebung der verschärften Beschränkungen für das Stadtgebiet.

Ab Samstag, 26.09.20 0 h gelten daher folgende Bestimmungen:

  • Öffentlicher Raum / Gastronomie: Es sind wieder Gruppen von 10 Personen erlaubt. Diese dürfen sich auch zusammen an einen Tisch setzen.
  • Privatveranstaltungen zu Hause oder auch in der Gastronomie: max. 100 Personen in Innenräumen und max. 200 Personen unter freiem Himmel. Privatveranstaltungen sind Veranstaltungen, die üblicherweise nicht für ein beliebiges Publikum angeboten oder aufgrund ihres persönlichen Zuschnitts nur von einem absehbaren Teilnehmerkreis besucht werden wie z.B. Hochzeiten, Beerdigungen, Geburtstage, Schulabschlussfeiern, Sitzungen von Vereinen, Institutionen, Parteien etc.
  • Reiserückkehrer aus Risikogebieten müssen kein zweites ärztliches Zeugnis (Testung) mehr beim Gesundheitsamt vorlegen. Die Quarantäne für diese Personen endet mit dem ersten negativen Testergebnis.

Die Stadt Rosenheim und das Gesundheitsamt weisen jedoch darauf hin, dass bei einem erneuten Anstieg der Fallzahlen wieder mit verschärften Maßnahmen zu rechnen ist. „Wir appellieren daher an die Bevölkerung, weiterhin die gültigen bayernweiten Beschränkungen einzuhalten“, so Oberbürgermeister Andreas März. Dazu gehört, im beruflichen wie privaten Alltag die AHA-Formel zu beachten: Abstand halten – Hygiene beachten – Alltagsmaske (Mund-Nasen-Bedeckung) tragen.

Dienstag, 22. September:

Bericht aus der Kabinettssitzung der Bayerischen Staatskanzlei vom 22. September 2020

  1. Aktuelle Pandemie-Lage erfordert passgenaue Reaktionsmöglichkeiten vor Ort / Kabinett beschließt potenzielle Regelmaßnahmen / Verschärfung der Einreisequarantäneverordnung  (#a-1)
  2. (#a-2) Bayern beteiligt sich mit 500 000 Euro am gemeinsamen Fonds von Bund, Freistaat Bayern und Stadt München für die Betroffenen des Oktoberfestattentats  (#a-2)
  3. Aktuelle Pandemie-Lage erfordert passgenaue Reaktionsmöglichkeiten vor Ort / Kabinett beschließt potenzielle Regelmaßnahmen / Verschärfung der Einreisequarantäneverordnung

Der Ministerrat bekräftigt die Bayerische Strategie zur Bekämpfung der Corona-Pandemie. Insbesondere durch Reiserückkehrer und durch nachlassende Achtsamkeit hat sich das Infektionsgeschehen im Vergleich zum Frühsommer wieder erhöht. Es gilt, frühzeitig einer weiteren Erhöhung des Infektionsgeschehens entgegenzuwirken. Deshalb sollen die örtlich zuständigen Gesundheitsbehörden insbesondere bei Überschreiten der 7-Tages-Inzidenz von 50 zügig und entschlossen mit verschärften, aber passgenauen Maßnahmen reagieren.

Der Ministerrat hält insbesondere folgende Regelmaßnahmen der örtlich zuständigen Gesundheitsbehörden bei Überschreiten der 7-Tages-Inzidenz von 50 für geeignet:

  • Beschränkung des gemeinsamen Aufenthalts im öffentlichen Raum auf v.a. maximal zwei Hausstände, nahe Angehörige oder auf Gruppen von bis zu fünf Personen. Das gilt auch für Regelungen, die auf die Kontaktbeschränkungen im öffentlichen Raum Bezug nehmen.
  • Beschränkung des Teilnehmerkreises von Zusammenkünften in privat genutzten Räumen und auf privat genutzten Grundstücken auf v.a. maximal zwei Hausstände, nahe Angehörige oder auf Gruppen von bis zu fünf Personen.
  • Beschränkung der zulässigen Anzahl der Teilnehmer an Veranstaltungen, dabei insbesondere bei privaten Feiern wie Hochzeiten, Geburtstage o.ä. auf höchstens ein Viertel der in der 6. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung vorgesehenen Teilnehmergrenzen, also auf bis zu 25 Teilnehmer in geschlossenen Räumen oder bis zu 50 Teilnehmer unter freiem Himmel.
  • Anordnung einer Maskenpflicht auf bestimmten stark frequentierten öffentlichen Plätzen.
  • Verbot des Konsums von Alkohol auf bestimmten stark frequentierten öffentlichen Plätzen (außerhalb des zulässigen Gastronomiebetriebs nach § 13 Abs. 4 der 6. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung).
  • Untersagung der Abgabe von Speisen und Getränken zum Verzehr an Ort und Stelle in der Gastronomie in der Zeit von 23 Uhr bis 6 Uhr („Sperrstunde“).
  • Beschränkung des Besuchs von Einrichtungen wie Krankenhäuser, Alten- und Pflegeheime, Behinderteneinrichtungen auf täglich eine Person (in der Regel aus dem eigenen Hausstand oder nahe Angehörige), bei Minderjährigen auch von den Eltern oder Sorgeberechtigten gemeinsam, während einer festen Besuchszeit.

Die oben genannten Regelmaßnahmen sollen dabei als Regelbeispiele in die 6. Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung aufgenommen werden. Die örtliche Gesundheitsbehörde wird dabei entsprechend der örtlichen Gegebenheiten jeweils situationsbedingt angepasst handeln. Die Infektionszahlen steigen aktuell an, deswegen muss weiterhin umfangreich getestet werden. Noch neuartige Schnelltests, die derzeit mit Hochdruck entwickelt und erprobt werden, können dabei eine echte Perspektive für eine Ergänzung der bestehenden Testverfahren darstellen.

Das Staatsministerium für Gesundheit und Pflege wird daher beauftragt, • die Bayerische Teststrategie auf neue innovative Testmöglichkeiten (Schnelltests) auszuweiten und dafür • ein Testkonzept vorzulegen, das unter Berücksichtigung der Validität der Ergebnisse dieser Tests Einsatzmöglichkeiten beispielsweise für bestimmte geeignete Personenkreise / Bereiche vorsieht.

Das Staatsministerium für Gesundheit und Pflege wird weiter beauftragt, in einem ersten Schritt 10 Mio. Schnelltests zu beschaffen bzw. dafür Kaufoptionen zu erwerben.

Die sogenannte AHA-Formel hilft: Abstandhalten, Hygienemaßnahmen und Alltagsmasken dämmen die Infektionsgefahr ein. Daneben kommt dem infektionsschutzgerechten Lüften gerade in den bevorstehenden Herbst- und Wintermonaten enorme Bedeutung zu, um die Virenlast und damit die Ansteckungsgefahr in Gebäudeinnenräumen durch regelmäßige Frischluftzufuhr zu verringern. Aus AHA wird deshalb AHA-L. Vor dem Hintergrund des Schul- und Kitastarts 2020/2021 im Regelbetrieb und zur Flankierung der entsprechenden Hygienekonzepte beschließt der Ministerrat ein Bayerisches Förderprogramm in Höhe von bis zu 50 Mio. Euro. Damit sollen die Träger von Schulen und Kitas bei der Umsetzung technischer Maßnahmen zum infektionsschutzgerechten Lüften, zur Ertüchtigung bzw. Neuinstallation raumlufttechnischer Anlagen unterstützt sowie geeignete CO2-Messgeräte für den Einsatz an Schulen und Kitas angekauft werden.

Der Ministerrat hält eine Verschärfung der Bayerischen Einreisequarantäneverordnung für erforderlich. Auch bei Kurzaufenthalten in Risikogebieten besteht eine erhebliche Infektionsgefahr, insbesondere beim Besuch von Großveranstaltungen. Eine Ausnahme von der Quarantänepflicht bei Reisen mit einem Aufenthalt von weniger als 48 Stunden soll nicht mehr gelten, wenn die Reise dem Besuch einer kulturellen Veranstaltung, eines Sportereignisses oder einer sonstigen Freizeitveranstaltung dient.

Der Ministerrat begrüßt, dass die Bundeswehr mit 100 Soldatinnen und Soldaten den Öffentlichen Gesundheitsdienst bei der Kontaktnachverfolgung unterstützt. Das Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration wird gebeten, zu prüfen, ob Kräfte der Bereitschaftspolizei kurzfristig zur Unterstützung des ÖGD bei der Kontaktnachverfolgung geschult und gegebenenfalls eingesetzt werden können.

Das Staatsministerium für Gesundheit und Pflege wird beauftragt, die notwendigen Änderungen in den einschlägigen infektionsschutzrechtlichen Bestimmungen umzusetzen. Die Änderungen treten ab morgen, 23. September, in Kraft.

  1. Bayern beteiligt sich mit 500 000 Euro am gemeinsamen Fonds von Bund, Freistaat Bayern und Stadt München für die Betroffenen des Oktoberfestattentats

Anlässlich des 40. Jahrestags des Oktoberfestattentats am 26. September 2020 wollen der Bund, der Freistaat Bayern und die Landeshauptstadt München einen gemeinsamen Fonds einrichten. Der Ministerrat hat heute beschlossen, dass sich Bayern hierfür mit 500.000 Euro an dem Fonds beteiligen wird. Vor dem Hintergrund des fortdauernden Leids der Betroffenen sowie der Tatsache, dass der Generalbundesanwalt bei der Einstellung des im Jahr 2014 wieder aufgenommenen Ermittlungsverfahren am 6. Juli 2020 nun ausdrücklich die rechtsextremistische Motivation des Täters festgestellt hat, sollen die Betroffenen dadurch eine weitere Anerkennung in Form einer Solidarleistung durch den Staat erfahren.

In Kürze werden der Bund, der Freistaat Bayern und die Stadt München weitere Informationen bekannt geben.

Montag, 21. September:

Am Dienstag, 22. September 2020, 10.00 Uhr, leitet Ministerpräsident Dr. Markus Söder die Sitzung des Ministerrats in der Staatskanzlei. Das Kabinett befasst sich mit den aktuellen Entwicklungen der Corona-Pandemie, dabei insbesondere mit den steigenden Infektionszahlen. Über die wesentlichen Ergebnisse der Beratungen informieren Ministerpräsident Dr. Markus Söder, Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Gesundheitsministerin Melanie Huml

im Rahmen einer Pressekonferenz um 13:00 Uhr im Foyer des Prinz-Carl-Palais, Franz-Josef-Strauß-Ring 5, 80539 München.

Die Pressekonferenz wird als Live-Stream übertragen, unter anderem über die Internetseite www.bayern.de (http://www.bayern.de) , auf YouTube (youtube.com/bayern) und Facebook (facebook.com/bayern).

In Gebärdensprache übersetzt und untertitelt kann die Pressekonferenz live unter www.verbavoice.net/player/bayerischestaatskanzlei/ (http://www.verbavoice.net/player/bayerischestaatskanzlei/)  verfolgt werden. Im Anschluss ist das Video unter youtube.com/bayern abrufbar.

Samstag, 12. September:

Bayerischer Waldgau informiert: Nach sorgfältiger Abwägung und um die Ausbreitung des Corona-Virus zu bremsen, werden folgende geplante Waldgau-Veranstaltungen abgesagt: Gau-Jugendbildungsmaßnahme am 24. Oktober; Bezirksjugendtag REG in Teisnach am 25.Oktober; Waldgau-Hoagartn am 31. Oktober; Gaustammtisch am 5. November und der Kathreintanz in Arrach am 14. November. Die Gauvorstandschaft bedauert diese Tatsache und hofft, dass nächstes Jahr alles wieder in gewohnten Bahnen verlaufen kann.

Am Montag, 14. September 2020, 10.00 Uhr, leitet Ministerpräsident Dr. Markus Söder die Sitzung des Ministerrats in der Staatskanzlei. Das Kabinett befasst sich im Schwerpunkt mit der Corona-Pandemie. Über die wesentlichen Ergebnisse der Beratungen informieren Ministerpräsident Dr. Markus Söder, Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Wissenschaftsminister Bernd Sibler im Rahmen einer Pressekonferenz um 13:00 Uhr im Foyer des Prinz-Carl-Palais, Franz-Josef-Strauß-Ring 5, 80539 München.

Die Pressekonferenz wird als Live-Stream übertragen, unter anderem über die Internetseite www.bayern.de (http://www.bayern.de) , auf YouTube (youtube.com/bayern) und Facebook (facebook.com/bayern). In Gebärdensprache übersetzt und untertitelt kann die Pressekonferenz live unter www.verbavoice.net/player/bayerischestaatskanzlei/ (http://www.verbavoice.net/player/bayerischestaatskanzlei/)  verfolgt werden. Im Anschluss ist das Video unter youtube.com/bayern abrufbar.

Freitag, 11. September:

Rosenheim: Mund-Nasen-Bedeckung auch in der Grundschule – Aufgrund der andauernden Überschreitung des Schwellenwertes der 7-Tages-Inzidenz von 50 in der Stadt Rosenheim seit dem 6. September hat das Gesundheitsamt Rosenheim weitere präventive Infektionsschutzmaßnahmen für Schulen und Kindertagesstätten festgelegt. Am Montag, den 14. September, spätestens jedoch am Dienstag, den 15. September müssen in allen Schulen der Stadt Rosenheim, auch in Grundschulen und Grundschulstufen der Förderzentren, alle Personen auf dem Schulgelände eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen, auch im Unterricht. Die Verpflichtung gilt bis einschließlich Freitag, den 18. September. Ab dem 21. September besteht die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung im Unterricht für Schülerinnen und Schüler, wenn im Klassenzimmer ein Mindestabstand von 1,5 Metern nicht gewährleistet werden kann. Auch in den Kindertagesstätten im Stadtgebiet von Rosenheim gelten ab kommendem Montag, spätestens jedoch ab Mittwoch, den 16. September bis einschließlich 2. Oktober präventive Infektionsschutzmaßnahmen. Einrichtungen, welche offene oder teiloffene Konzepte umsetzen, müssen wieder feste Gruppen bilden. Die Beschäftigten müssen eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen. Der Besuch von Kindern mit nur leichten Krankheitssymptomen bleibt weiterhin möglich. Den Schulen und Kindertageseinrichtungen im Landkreis Rosenheim empfiehlt das Gesundheitsamt die Umsetzung dieser präventiven Maßnahmen.

COVID-19-Wochenbericht Gesundheits- und Landratsamt Rosenheim – Der vorliegende Lagebericht soll die aktuelle Situation in Stadt und Landkreis Rosenheim zu Erkrankungen mit dem neuartigen Coronavirus (COVID-19) widerspiegeln. Die Daten beruhen auf den Meldedaten nach dem Infektionsschutzgesetz bis zum 10.09.2020 24 Uhr. Aufgrund von Aktualisierungen kann es zu Veränderungen kommen.

Aktuelle Empfehlungen: Das Staatliche Gesundheitsamt Rosenheim weist darauf hin, dass zunehmend Erkrankungsfälle[1] an COVID-19 bei Bürgerinnen und Bürgern in Stadt und Landkreis Rosenheim auftreten, die aus dem Ausland zurückgekehrt sind. Insbesondere bei der Stadt Rosenheim wird dies deutlich: Vom 1. August bis zum 10. September wurden für die Stadt Rosenheim 135 neue Erkrankungsfälle registriert, davon waren 111 Personen (= 82 Prozent) Reiserückkehrer. Allein in den letzten sieben Tagen wurden von insgesamt 38 Fällen 28 Reiserückkehrer positiv getestet. Dies führt dazu, dass der Wert der 7-Tages-Inzidenz, d.h. der Zahl an Neuerkrankungen in den letzten sieben Tagen bezogen auf 100.000 Einwohner, für die Stadt Rosenheim auf 60,01 angestiegen ist. Der Leiter des Rosenheimer Gesundheitsamtes, Dr. Wolfgang Hierl, erläutert: “Alle positiv getesteten Reiserückkehrer wurden durch das Gesundheitsamt umgehend über das Testergebnis informiert, sobald uns der Befund vorlag. Bei den Erkrankten und ihren engen Kontaktpersonen wurde umgehend eine häusliche Quarantäne angeordnet. Darüber hinaus wurde sowohl in Stadt und Landkreis Rosenheim eine Allgemeinverfügung erlassen, mit der geregelt wird, dass Reiserückkehrer aus Risikogebieten einen zweiten Test in der Zeit vom 5. bis zum 7. Tag nach Einreise durchführen lassen müssen, um eine Aufhebung der Quarantäne zu erreichen. Die Allgemeinverfügung der Stadt Rosenheim beschränkt zudem Kontakte im öffentlichen Raum und begrenzt die Anzahl von Teilnehmern nicht öffentlicher Veranstaltungen und Versammlungen. Für das Landkreisgebiet gelten diese beiden Maßnahmen als dringende Empfehlungen.“ Darüber hinaus wurden zusätzliche Infektionsschutzmaßnahmen für Schulen und die Kindertagesbetreuung der Stadt Rosenheim durch das Gesundheitsamt angeordnet. Es gilt ab nächster Woche bis einschließlich 18.09. für alle Schulen einschließlich der Grundschulen und Grundschulstufen der Förderzentren eine allgemeine Pflicht zum Tragen für Mund-Nasen-Bedeckung für alle auf dem Schulgelände befindlichen Personen – auch im Unterricht. Ab dem 21.09. werden die Schülerinnen und Schüler aller Jahrgangsstufen zum Tragen der Mund-Nasen-Bedeckung auch am Sitzplatz im Klassenzimmer während des Unterrichts verpflichtet, wenn dort ein Mindestabstand von 1,5 Metern nicht gewährleistet werden kann. Für die Kindertagesbetreuung gilt ebenfalls ab nächster Woche folgende Regelung: Es können weiterhin alle Kinder die Einrichtung besuchen. Soweit Einrichtungen offene oder teiloffene Konzepte umsetzten, müssen wieder feste Gruppen gebildet werden, um eine bessere Nachverfolgbarkeit im Falle eines Ausbruchsgeschehens zu erleichtern. Die Beschäftigten müssen eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen. Dr. Hierl erklärt dazu: „Wir haben hier eine zusätzliche Sicherheitsbarriere geschaffen, um zu verhindern, dass bislang unerkannte Erkrankungen in Schulen und Kindertagesstätten eingebracht werden. Die Maßnahme dient dem Schutz der betreuten Kinder und Jugendlichen und auch der Lehrkräfte bzw. Erzieherinnen und trägt dazu bei, dass präventiv eine Ausbreitung der Infektionen in der Bevölkerung verlangsamt werden soll. Derzeit sind alle erforderlichen Maßnahmen veranlasst. Das Gesundheitsamt beobachtet und analysiert die Lage auch weiterhin sehr genau.“

Bei den Reiseländern der Erkrankten handelte es sich insbesondere um das Kosovo, Bosnien und Herzegowina, Kroatien, Rumänien, Serbien und Italien. „Bei den Neuerkrankungen ist zwischenzeitlich eine Trendumkehr eingetreten. Der Anstieg der Fallzahlen und insbesondere die hohe Zahl an infizierten Reiserückkehrern bereiten uns erhebliche Sorgen. Ich appelliere daher eindringlich an alle Bürgerinnen und Bürger, sich sowohl zu Hause als auch im Urlaub weiterhin verantwortungsvoll an die AHA-Regeln, das sind das Abstandsgebot von mindestens 1,50 Metern, die Hygienemaßnahmen mit Husten- und Niesregeln sowie regelmäßigem Händewaschen und die Verwendung von Alltagsmasken, einzuhalten zum Schutz unserer Gesundheit. Der Anstieg der Fallzahlen sollte für uns eine Warnung sein; wir dürfen das Erreichte keinesfalls verspielen!“, sagt Hierl. „Seit Überschreiten des Schwellenwertes von 50 Fällen pro 100.000 Einwohnern in der Stadt Rosenheim wurden zusätzliche Infektionsschutzmaßnahmen per Allgemeinverfügung erlassen, um dem weiteren Anstieg der Fallzahlen rechtzeitig entgegenzusteuern“, erläutert Hierl.

Allgemein wurde von der Bundeskanzlerin und den Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder ein Schwellenwert von 50 bei der 7-Tage-Inzidenz eingeführt, bei dem die Landkreise und kreisfreien Städte sofort ein konsequentes Beschränkungskonzept umsetzen müssen. Die Bayerische Staatsregierung hat darüber hinaus einen Signalwert von 35 Fällen pro 100.000 Einwohnern in den vergangenen sieben Tagen festgelegt, damit von den Kreisverwaltungsbehörden rechtzeitig die Zunahme der Fallzahlen analysiert und Maßnahmen zur Gegensteuerung ergriffen werden können.

Am 10.09.2020 wurden dem Gesundheitsamt 12 neue Fälle für Stadt und Landkreis Rosenheim gemeldet. Seit dem letzten Wochenbericht mit Stand 03.09.2020 24 Uhr wurden dem Gesundheitsamt 86 neue Fälle für Stadt und Landkreis Rosenheim gemeldet (Stand 03.09.2020 24 Uhr: 52 Fälle). Bisher sind insgesamt 3168 Fälle von COVID-19 in Stadt und Landkreis Rosenheim aufgetreten (Landkreis: 2492, Stadt: 676). Mittlerweile wurde bei mindestens 2820 Personen eine Genesung dokumentiert. 222 Personen sind bis zu diesem Zeitpunkt an der Erkrankung gestorben (Landkreis: 199, Stadt: 23). Von den Verstorbenen waren 7 Personen unter 60 Jahren. 145 Verstorbene waren über 80 Jahre alt. Ein COVID-19-Patient wird aktuell in Stadt und Landkreis Rosenheim stationär auf Normalstation behandelt, kein Patient befindet sich derzeit auf einer Intensivstation.

Die 7-Tages-Inzidenz (Fälle pro 100.000 Einwohner während der letzten 7 Tage) liegt mit Stand 11.09.2020 (0:00 Uhr) für die Stadt Rosenheim bei 60,01, für den Landkreis Rosenheim bei 18,39.

Dienstag, 8. September:

Der Ministerrat der Bayerischen Staatsregierung hat in seiner Sitzung am 8. September 2020 beschlossen: 1. Der Ministerrat bekräftigt die Bayerische Teststrategie. Testungen haben sich als wirksames Mittel erwiesen, um Infektionen schnell zu entdecken und Infektionsketten zu unterbrechen. Das zeigen klar die festgestellten Positivfälle an den Teststationen für Reiserückkehrer. Neben Testungen setzt Bayern weiter insbesondere auf die Einhaltung von Hygieneregeln, die Wahrung des Mindestabstandsgebots sowie die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung in bestimmten öffentlichen Bereichen.

Mit dem Ende der Sommerferien wird die Zahl der Reiserückkehrer zurückgehen. Gleichzeitig gilt es, mit Blick auf die kommende kältere Jahreszeit die Testkapazitäten auf die damit verbundenen neuen Herausforderungen umzusteuern. Die Bayerische Teststrategie wird daher weiterentwickelt. Bis zum 30. September 2020 werden die Teststationen an den nächstgelegenen Rastanlagen der Autobahngrenzübergänge Kiefersfelden, Walserberg und Pocking, an den Hauptbahnhöfen in München und Nürnberg sowie am Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) München eingestellt. Die dabei freiwerdenden Testkapazitäten sollen weiter gesichert und bedarfsorientiert, insbesondere für die Testzentren in den Landkreisen und kreisfreien Städten, nutzbar gemacht werden. Damit wird das niederschwellige Testangebot der Bayerischen Teststrategie weiter gestärkt. Das Staatsministerium für Gesundheit und Pflege wird beauftragt, mit den derzeitigen Betreibern der Teststationen jeweils Vertragsanpassungen über die weitere Bereitstellung und Umsteuerung von Testkapazitäten abzuschließen. Die Teststationen an den Flughäfen München, Nürnberg und Memmingen bleiben mit Blick auf die besondere Situation des Flugverkehrs bestehen.

Durch Reiserückkehrer sind in den vergangenen Wochen die Corona-Infektionen in Bayern angestiegen. Dabei wurde in einzelnen kreisfreien Städten der 7-Tages-Inzidenz-Frühwarnwert von 35 und vereinzelt auch der Warnwert von 50 überschritten, ab dem grundsätzlich weitere infektionsschutzrechtliche Maßnahmen ergriffen werden sollen. Die von den Gesundheitsämtern ergriffenen Maßnahmen müssen mit Blick auf das jeweilige Infektionsgeschehen vor Ort flexibel eingesetzt und zielgerichtet darauf abgestimmt sein. Das Staatsministerium für Gesundheit und Pflege und das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit unterstützen die betroffenen kreisfreien Städte und Landkreise. Der Ministerrat beschließt, ab dem 9. September 2020 bei öffentlichen Versammlungen unter freiem Himmel jedenfalls ab einer Teilnehmerzahl von 200 Personen eine regelmäßige Maskenpflicht einzuführen.

Angesichts der guten Erfahrungen aus dem Trainingsspielbetrieb in Kontaktsportarten wird der reguläre Wettkampfbetrieb in Kontaktsportarten unter Beachtung der Hygiene- und Schutzmaßnahmen sowohl im Freien als auch in geschlossenen Räumen zugelassen. Bei Kampfsportarten mit einem länger andauernden unmittelbaren Körperkontakt soll hierbei im Training und Wettkampf eine Obergrenze von 20 Sportlerinnen oder Sportlern gelten. Bei Sportveranstaltungen in Bayern werden – vorläufig mit Ausnahme der Profiligen, des DFB-Pokal und der UEFA Champions-League – Zuschauer entsprechend den Regelungen bei kulturellen Veranstaltungen erlaubt, mit der Maßgabe, dass bei Stehplätzen eine Maske zu tragen ist, wenn der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann. Die vorgenannten Regelungen gelten ab dem 19. September 2020. Schankwirtschaften werden ab dem 19. September 2020 grundsätzlich unter gleichen Bedingungen wie Speisewirtschaften zugelassen, einschließlich des dort geltenden Tanzverbots. Ergänzend gilt, dass o in geschlossenen Räumen die Bedienung am Tisch erfolgen muss, o in geschlossenen Räumen nur Hintergrundmusik zulässig ist, o sich jede Person einzeln registrieren muss, Wird in einer kreisfreien Stadt oder einem Landkreis laut Robert-Koch-Institut (RKI) der 7-Tages-Inzidenz-Frühwarnwert von 50 überschritten, kann in Speise- und Schankwirtschaften ab 23 Uhr ein Alkoholverbot durch die örtlichen Behörden verhängt werden.

Im Kongresswesen kann ab 19. September 2020 bei festen oder zugewiesenen Sitzplätzen und Wahrung des Mindestabstands eine Person auf 10 Quadratmeter zugelassen werden.

  1. Freistaat stockt Corona-Rettungsschirm für ÖPNV auf / 636 Millionen Euro Unterstützung für Verkehrsunternehmen in Bayern / Ersatz von bis zu 90% der Corona-bedingten Einnahmenausfälle

Der Öffentliche Personennahverkehr ist unverzichtbar für die Gesellschaft und wird durch die Corona-Pandemie vor besondere Herausforderungen gestellt. Die Bayerische Staatsregierung steht auch in dieser schwierigen Zeit eng an der Seite der Kommunen und oft mittelständischen Verkehrsunternehmen. Als erstes Bundesland hat Bayern deshalb mit der Auszahlung der Mittel aus dem gemeinsamen ÖPNV-Rettungsschirm von Bund und Ländern begonnen. Insgesamt gehen daraus 381 Millionen Euro nach Bayern. Davon sind Stand vergangene Woche bereits Leistungen in Höhe von über 102 Millionen Euro über die Bezirksregierungen bewilligt worden. Außerdem hat der Ministerrat heute beschlossen, den Rettungsschirm für die Verkehrsunternehmen im Freistaat um zusätzliche 255 Millionen Euro aufzustocken. Damit können die Erlösausfälle im bayerischen ÖPNV weitgehend ausgeglichen werden. Die Staatsregierung investiert dadurch nachhaltig in einen auch in Zukunft leistungsfähigen und attraktiven ÖPNV. Kommunen und Verkehrsunternehmen habe auch in der Hochphase der Corona-Pandemie ein stabiles und leistungsfähiges Grundangebot an Zug-, U-Bahn-, Straßenbahn- und Busverbindungen aufrechterhalten, obwohl deutlich weniger Fahrgäste unterwegs waren. Vorausschauend wurde das Grundangebot schrittweise wieder zum Regelfahrplan ausgeweitet. Nach Angaben der Eisenbahnverkehrsunternehmen, des Landesverbandes Bayerischer Omnibusunternehmen und des Verbandes Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) sind aber die Fahrgelderlöse um 70 bis 90 Prozent eingebrochen. Nachdem die Mindereinnahmen auch nicht zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden können, erfolgt über den ÖPNV-Rettungsschirm ein Billigkeitsausgleich von bis zu 90 Prozent der Fahrgelderlösausfälle.

Zur Meldung: http://www.bayern.de/bericht-aus-der-kabinettssitzung-vom-8-september-2020/

Montag, 7. September:

Liebe Freunde der Neurosenheimer,  nach einer ganzen Reihe abgesagter Konzerte, trauen wir uns wieder Werbung für einen Auftritt von uns zu machen, der mit Sicherheit stattfinden wird. Der Konzertverein München e.V. hat sich vorgenommen regionale Künstler zu unterstützen und lädt seit 4. September bis 3. Oktober 2020 im Rahmen der Reihe „Brunnenhof Open Air 2020“ in den Brunnenhof der Residenz in München ein. Alle Konzerte beginnen um 19 Uhr und finden unter Vorgabe der Hygieneregeln ohne Pause statt. Wir Neurosenheimer spielen am: Sonntag, den 13. September 2020 um 19 Uhr im Brunnenhof der Münchner Residenz (Residenzstr. 1 in 80333 München), Einlass ab 18 Uhr – Karten zu 29,50 Euro gibt’s bei:  www.muenchenticket.de/tickets/event/p67ua0a40rvf/Brunnenhof-Open-Air-2020 oder unter Tel. 089-54 81 81 81 . Weitere Informationen auch unter www.konzert-verein.de und unter www.facebook.com/events/1434210603435977/

Wichtig zu wissen ist auch noch, dass jeder „mit dem Kauf eines Tickets sich nicht nur Zutritt zu einem Konzert verschafft, sondern gleichzeitig freiberufliche, bayerische KünstlerInnen unterstützt und somit einen Beitrag zum Erhalt der musikalischen Vielfalt in Bayern leistet!“ (Zitat: Konzertverein München e.V.) Wir freuen uns auf jeden Fall schon mal sakrisch auf den Auftritt und hoffen, dass das Wetter und viele kulturhungrige Zuhörer mitmachen! Dann wollten wir noch erwähnen, dass wir alle vier Biere der Simsseer Braumanufaktur probiert haben und dass uns allen ALLE geschmeckt haben! Außerdem ist uns aufgefallen, dass man nicht nur Zwetschgendatschi sondern auch Zwetschgenknödl machen kann (die Katl hätt da ein Rezept von ihrer Mama!) und die Marita möcht noch sagen, dass sie ihr Alt-Saxofon und ihre Es-Klarinette verkauft, falls jemand Interesse hat, einfach melden. Und falls wir uns was wünschen dürften, dann wäre es der Wunsch, dass es in Rosenheim auch mal so eine Art Brunnenhof Open Air gibt, weil wir uns jetzt schon sind, dass das eine sehr lässige Veranstaltung wird!

Marita, Katrin, Katl und Tobi von den Neurosenheimern

Sonntag, 6. September:

Der Trachtenverein Rottau informiert seine Mitglieder anlässlich des bevorstehenden Trachtenjahrtages durch Vorständin Lisi Hlger wie folgt: Liabe Vereinsmitglieder, am 13. September 2020 is unser Trachtenjahrtag und der findet wegen der aktuellen Situation folgendermaßen statt:  Um 8:45 Uhr beginnt der Gottesdienst , bei geeignetem Wetter am Kirchplatz im Freien, ohne Aufstellung am Feuerwehrhaus und ohne Zug zur Kirche!

Es wird eine kleine Besetzung der Dorfmusi spielen, de bei Regen in der Kirche a Platz hat. Es beteiligen sich auch nur de 2 Fahnen vom Trachtenverein, weil es in der Kirche zu eng wird. Am Platz in der Kirche darf der Mundschutz abgenommen werden! Der gemeinsame Zug zum Friedhof entfällt: es geht nur eine Abordnung vom Ausschuss mit den 2 Fahnen vom Trachtenverein zum Kriegerdenkmal, wo wir einen Kranz niederlegen. Es steht natürlich jedem frei selber unter Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln zum Friedhof zu gehen! Im Anschluss vom Gottesdienst werd i a bissal was sagn, und danach konn jeder gern selber zum Wirt geh, wer mog. Die Versammlung im Saal fällt leider aus, weil de Hygienevorschriften recht aufwändig sind, und eigentlich ned vui zu berichten is, weil ja nix los war und de weiteren Planungen a sehr unsicher sind! Bitte die Maske nicht vergessen und Abstand halten, aber des wissts ja eh scho! Mir gfrein uns auf alle Kinder, Jugendlichen, Aktiven, Manner und Weiberleut, und auf Alle, de mit uns den außergewöhnlichen Trachtenjahrtag mitfeiern.

Freitag, 4. September:

COVID-19-Wochenbericht von Landratsamt und Gesundheitsamt Rosenheim – Der vorliegende Lagebericht soll die aktuelle Situation in Stadt und Landkreis Rosenheim zu Erkrankungen mit dem neuartigen Coronavirus (COVID-19) widerspiegeln. Die Daten beruhen auf den Meldedaten nach dem Infektionsschutzgesetz bis zum 03.09.2020 24 Uhr. Aufgrund von Aktualisierungen kann es zu Veränderungen kommen.

Aktuelle Empfehlungen: Das Staatliche Gesundheitsamt Rosenheim weist darauf hin, dass zunehmend Erkrankungsfälle an COVID-19 bei Bürgerinnen und Bürgern in Stadt und Landkreis Rosenheim auftreten, die aus dem Ausland zurückgekehrt sind. Insbesondere bei der Stadt Rosenheim wird dies deutlich: Vom 1. August bis zum 3. September 2020 wurden für die Stadt Rosenheim 97 neue Erkrankungsfälle registriert, davon waren 78 Personen (= 81 Prozent) Reiserückkehrer. Allein in den letzten sieben Tagen wurden 18 Reiserückkehrer positiv getestet. Dies führt dazu, dass der Wert der 7-Tages-Inzidenz, d.h. der Zahl an Neuerkrankungen in den letzten sieben Tagen bezogen auf 100.000 Einwohner, für die Stadt Rosenheim seit dem 21.08.2020 über dem Signalwert von 35 liegt und zeitweise vom 26. bis 27. August auch den Schwellenwert von 50 überschritt. Der Leiter des Rosenheimer Gesundheitsamtes, Dr. Wolfgang Hierl, erläutert: “Alle positiv getesteten Reiserückkehrer wurden durch das Gesundheitsamt umgehend über das Testergebnis informiert, sobald uns der Befund vorlag. Bei den Erkrankten und ihren engen Kontaktpersonen wurde umgehend eine häusliche Quarantäne angeordnet. Darüber hinaus wurde sowohl in Stadt und Landkreis Rosenheim eine Allgemeinverfügung erlassen, mit der geregelt wurde, dass Reiserückkehrer aus Risikogebieten einen zweiten Test in der Zeit vom 5. bis zum 7. Tag nach Einreise durchführen lassen müssen, um eine Aufhebung der Quarantäne zu erreichen. Somit müssen zwei negative Tests vorgelegt werden. Die Allgemeinverfügung der Stadt Rosenheim beschränkt zudem Kontakte im öffentlichen Raum und begrenzt die Anzahl von Teilnehmern nicht öffentlicher Veranstaltungen und Versammlungen. Für das Landkreisgebiet gelten diese beiden Maßnahmen als dringende Empfehlungen. Derzeit sind alle erforderlichen Maßnahmen veranlasst. Das Gesundheitsamt beobachtet und analysiert die Lage sehr genau.“

Fallzahlenentwicklung: Seit dem letzten Wochenbericht mit Stand 27.08.2020 24 Uhr wurden dem Gesundheitsamt 52 neue Fälle für Stadt und Landkreis Rosenheim gemeldet. Damit liegt die Zahl der wöchentlichen Neuerkrankungen unter dem Wert der Vorwoche (80 neue Fälle). Bisher sind insgesamt 3082 Fälle von COVID-19 in Stadt und Landkreis Rosenheim aufgetreten (Landkreis: 2444, Stadt: 638). Mittlerweile wurde bei mindestens 2759 Personen eine Genesung dokumentiert. 222 Personen sind bis zu diesem Zeitpunkt an der Erkrankung gestorben (Landkreis: 199, Stadt: 23). Von den Verstorbenen waren 7 Personen unter 60 Jahren. 145 Verstorbene waren über 80 Jahre alt. Vier COVID-19-Patienten werden aktuell in Stadt und Landkreis Rosenheim stationär behandelt. Hiervon befinden sich keine Patienten auf einer Intensivstation. Die 7-Tage-Inzidenz (Fälle pro 100.000 Einwohner während der letzten 7 Tage) liegt mit Stand 04.09.2020 (0:00 Uhr) für die Stadt Rosenheim bei 41,06, für den Landkreis Rosenheim bei 9,96.

Spiegel einer Pandemie – Corona-Tagebuch von Karl Stankiewitz – September: Die fortlaufenden Corona-Chroniken verschiedener Medien fesseln mich immer wieder. Sie lassen mich staunen und rätseln und rechnen. Sie bieten viel mehr als die übliche Information. Sie spiegeln ein farbiges Bild von einer persönlich miterlebten Krise, die so viele und ständig neue Facetten hat. Dabei konzentriere ich mich auf drei Quellen: die Süddeutsche Zeitung mit einer täglichen Sonderseite, die Apotheken-Umschau mit fast täglichen konkreten Ratschlägen und den Norddeutschen Rundfunk mit regelmäßigen Podcasts des Virologen Christian Drosten.

Unter „Wissen“ läuft die spezielle Corona-Folge der SZ. Ein Blatt voll farbiger Grafiken und aktueller Texte. Schwarz auf Weiß steht da zum Beispiel am 3. September 2020: „Die Mutation D614G, oder kurz G614, verändert möglicherweise die Zahl der Andockstellen auf dem Erreger und könnte damit eine Ansteckung begünstigen.“ Mit den Andockstellen sind die Zacken oder Krönchen gemeint, die der Sars-CoV-2-Mikrobe den Namen „Corona“ (Krone) geben. Jenseits solcher Satzungeheuer erfährt der Leser durhaus Neues aus der Forschung zum ungeklärten Virus-Problem, die nach übereinstimmenden Berichten „fieberhaft“ betrieben wird, und zwar überall in der Welt.

Wie es auf der Welt draußen und zuhause mit der täglichen Ausbreitung der Infektionen momentan aussieht, lässt sich indes aus den vielen Kurven und Statistiken leichter erkunden als aus manchen wissenschaftlich fundierten Texten. Doch auch hier wundert sich der verunsicherte Leser. Etwa darüber, dass sich die Zahlen des Robert-Koch-Instituts und des bayerischen Gesundheitsamtes deutlich unterscheiden. Dass die Städte Landshut, Ingolstadt und Memmingen plötzlich den als gefährlich geltenden Wert überschritten haben. Dass sich auch München in diesem Wochenende der Alarmstufe 1 nähert, Dass Laschets Land bei der Gesamtzahl der Infizierten das Söder-Land überholt hat. Dass Indien die USA überholt hat. Dass Deutschland und Italien jetzt gleichauf liegen. Und so weiter. Ein Verwechsl-das-Bäumchen-Spiel, nur weniger lustig. Mehr Fragen als Klarheit.

Sehr viel praktischer informiert mich zur gleichen Zeit der Online-Dienst der Apotheken-Umschau. Spätestens nach drei bis vier Stunden Tragezeit sollte die Maske jedoch getauscht werden, rät ein Virologe. Sie könnte auch, einer Studien zufolge, nach einmaliger Benutung bei 95 Grad, mindestens aber bei 60 Grad gewaschen und anschließend vollständig getrocknet werden. Allerdings bieten „einfache Alltagsmasken“ keinen nachgewiesenen Schutz gegen das Virus, dienten aber als „Barriere für den Tröpfchenauswurf des Maskenträgers“ und könnten somit die Gefahr einer Übertragung „zumindest ein Stück weit verringern“.

Nicht sehr zuversichtlicher stimmt mich auch der Chef-Virologe Christian Drosten, dessen Berliner Charité eine Art Andockstelle für aktuelle, globale Medizinrätsel geworden scheint. Die Infektionshäufigkeit werde unterschiedlichen Gründen unterschätzt, stellte er zum Start seiner neuen Podcast-Serie fest. Viele junge Leute würden ihre meist harmlosen Symptome verstecken, um nicht diagnostiziert zu werden. „Wenn ich auf ‘ner illegalen Techno-Party war, dann hab ich ja noch mehr die Tendenz,“ meinte Drosten verständnisvoll. Trotzdem meint er jetzt, dass fünf statt bisher 14 Tage Quarantäne genügen könnten.

Auch die Süddeutsche zitiert oft und gern den 48-jährigen Berliner Virenpapst. Und fand es einmal angemessen, ihn als „Posterboy der Stunde“ zu porträtieren. Insbesondere von dessen „geradezu spitzbübischer“ Haartracht schien die Stil-Beschreiberin entzückt zu sein. „Seit Wochen hängen wir an seinen sinnlichen Lippen,“ hieß es in dem feuilletonistischen Fauxpas. Wobei noch anzumerken wäre, dass Christian Drosten von Corona-Leugnern mit Beschimpfungen bis hin zur Morddrohungen bombardiert wird. Auch das gehört zum Spiegel einer Pandemi

Donnerstag, 3. September:

Landeskomitee will Sonntag schützen und Infektionen vermeiden – Laien lehnen Vorstoß von Wirtschaftsminister Aiwanger zu Sonntagsmärkten entschieden ab –  Das Landeskomitee der Katholiken in Bayern spricht sich auch in Zeiten wirtschaftlicher Beeinträchtigung durch die Coronapandemie deutlich für den Sonntagsschutz aus. In einer Stellungnahme reagiert der Vorsitzende des Laiengremiums, Joachim Unterländer, auf einen Brief des bayerischen Wirtschaftsministers an die Bürgermeister der Kommunen, in dem für Marktsonntage in Innenstädten geworben wird: „Mit kalkulierbarer Regelmäßigkeit unternimmt Hubert Aiwanger Vorstöße, den Sonntagsschutz zu unterminieren. Sein jüngster Brief an die bayerischen Kommunen, bis zu vier Marktsonntage pro Jahr durchzuführen, ist ebenso überflüssig wie gefährlich“, schreibt Unterländer. Den bayerischen Kommunen sei „diese Möglichkeit bestens bekannt und sie muss ihnen daher nicht erst ministeriell nahe gebracht werden“, heißt es in dem Schreiben weiter.

„Aus guten Gründen“ habe das Grundgesetz „in Artikel 140 die Bestimmung der Weimarer Verfassung unverändert übernommen, die in Artikel 139 den Sonntag und die staatlich anerkannten Feiertage ,als Tage der Arbeitsruhe und der seelischen Erhebung‘ ausdrücklich schützt“, so Unterländer. Jede Ausnahme davon müsse gut begründet werden. Die kaum genutzten Sonderregelungen der Bayerischen Staatsregierung zu den erweiterten Öffnungszeiten im Handel während der Coronakrise hätten nach Ansicht des Landeskomitees der Katholiken „überdeutlich gezeigt, dass davon kaum Gebrauch gemacht wurde“. Von Mitte März bis Mitte Mai durften Lebensmittelmärkte werktags von 6 bis 22 Uhr und sonntags von 12 bis 18 Uhr öffnen.

Die katholischen Laien stellen dazu fest: „Niemand hat in Zeiten von Kurzarbeit und drohendem Arbeitsplatzverlust einen Euro mehr verfügbar, nur weil sonntags Märkte stattfinden.“ Zudem müsse befürchtet werden, dass „die nach wie vor hohe Infektionsrate durch volksfestartige Märkte eher wieder steigen und erneut Personen gefährden“ würde. So verständlich die Sehnsucht vieler Menschen nach Normalität und Gemeinschaft sei, „so gefährlich sind vor allem Feste und Feiern nicht nur für diejenigen, die daran teilnehmen, sondern sie sind es auch für die, mit denen die Feiernden hinterher in Kontakt kommen“. Statt zu Versammlungen zu animieren, zu denen es bei Markttagen käme, solle man laut Unterländer „dankbar sein und alles dafür tun, dass Deutschland trotz der beinahe 250.000 Infizierten und trotz der mehr als 9.000 Todesfälle noch immer zu den europäischen Ländern zählt, die vergleichsweise glimpflich durch die Coronakrise kommen“. Ein Wirtschaftsminister, der in der Coronakrise mehr Sonntagsmärkte fordert, müsse sich laut Unterländer fragen lassen, „ob er in seiner politischen Verantwortung dazu beitragen will, das Infektionsgeschehen zu potenzieren“. (hs)

Kardinal Marx wendet sich gegen Verschwörungstheorien – Absage an politischen Fundamentalismus, Schuldzuweisungen, Schwarz-Weiß-Denken – Kardinal Reinhard Marx wendet sich gegen die extremistischen Tendenzen bei den Corona-Demonstrationen. „Unsere Antworten als Kirche sind nicht Verschwörungstheorien, politischer Fundamentalismus, Schwarz-Weiß-Denken, Schuldzuweisung. Unsere Antwort ist Gebet und Solidarität“, sagte der Erzbischof von München und Freising in einer Videobotschaft. Er appellierte an die Gläubigen, stattdessen „für die anderen im Gebet da zu sein, im Gottesdienst und auch im Einsatz für die Nächsten“. Anlässlich des „Weltkirchlichen Sonntags des Gebets und der Solidarität mit den Leidtragenden der Coronapandemie“ am 6. September bat der Kardinal die Gläubigen daher um Unterstützung und Spenden für die von Corona am härtesten getroffenen Regionen der Welt.

„Unser Blick muss sich auch weiten auf die ganze Welt“, so Marx. Deshalb sei es wichtig, am kommenden Sonntag zu unterstreichen: „Die Coronapandemie betrifft nicht nur Deutschland und Europa. Sie betrifft besonders auch die armen Länder, die noch intensiver darunter leiden.“ Es gelte nun ein Zeichen der Solidarität zu setzen und „im Gebet verbunden zu sein, aber auch in der finanziellen Unterstützung“. Die Solidaritätsaktion der katholischen Kirche in Deutschland für die Leidtragenden der Corona-Pandemie, in deren Zentrum der „Sonntag des Gebets und der Solidarität“ steht, wird von der Deutschen Bischofskonferenz, den (Erz-)Diözesen, den weltkirchlichen Hilfswerken und den Ordensgemeinschaften getragen. Zentraler Bestandteil ist eine Sonderkollekte in den Gottesdiensten am 6. September. Weitere Informationen gibt es unter www.weltkirche.de/corona-kollekte. (hs)

Hinweis: Weitere Informationen und die Videobotschaft von Kardinal Reinhard Marx sind unter www.erzbistum-muenchen.de/coronavirus abrufbar.

Stadt Rosenheim informiert: Rückkehr aus Corona-Risikogebieten: Zur Aufhebung der Quarantäne negative Zweittestung notwendig – Zur Eindämmung des Corona-Infektionsgeschehens hat die Stadt Rosenheim in ihrer Allgemeinverfügung vom 25.08.2020 festgelegt, dass die Quarantänepflicht erst enden kann, wenn ein zweiter Corona-Test vorgelegt wird, der am fünften bis siebten Tag nach der Einreise vorgenommen wurde. Zu dieser Regelung hat es diverse Nachfragen gegeben. Die Stadt Rosenheim weist zur Präzisierung auf folgendes hin:

  1. Wer nach einer Auslandsreise an seinen Wohnort in Rosenheim zurückkehrt und sich innerhalb von 14 Tagen vor der Einreise in einem Risikogebiet aufgehalten hat, ist verpflichtet, sich bei der Einreise ein erstes Mal testen zu lassen (Testpflicht), sich beim Gesundheitsamt Rosenheim zu melden und sich unverzüglich für einen Zeitraum von 14 Tagen in Quarantäne zu begeben. Eine Liste der Risikogebiete ist auf der Homepage des Robert-Koch-Instituts (RKI) zu finden unter https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Risikogebiete_neu.html. Die Meldung an das Rosenheimer Gesundheitsamt kann per eMail erfolgen an ga-reiserueckkehrer@lra-rosenheim.de.
  2. Der erste Test kann noch im Urlaubsland vorgenommen werden. Er darf bei Einreise aber nicht älter als 48 Stunden sein. Dieser Test kann auch bei bzw. nach der Einreise nach Deutschland, z. B. an den Teststationen bei den Rastanlagen Hochfelln (A8) oder Heuberg (A93) sowie beim Testzentrum von Stadt und Landkreis Rosenheim auf der Rosenheimer Loretowiese durchgeführt werden.
  3. Während des Quarantänezeitraums ist es nicht gestattet, Besuch von Personen zu empfangen, die nicht dem eigenen Hausstand angehören.
  1. Eine Aufhebung der Quarantäne ist möglich, wenn der Einreisende aus Risikogebieten dem Rosenheimer Gesundheitsamt einen zweiten Laborbefund mit einem negativen Testergebnis einer Abstrich-Untersuchung (PCR-Test) vorlegt und keine Erkrankungssymptome auf COVID-19 bestehen. Die zweite Testung muss am fünften bis siebten Tag nach der Einreise vorgenommen werden.

„Um aus der Quarantäne entlassen werden zu können sind also zwei Testate dringend erforderlich, die beide negativ sein müssen“, so der städtische Justiziar Herbert Hoch zur Präzisierung der bestehenden Regelungen.

Mittwoch, 2. September:

Bericht der Organisation Renovabis mit dem Titel “Sonntag der Solidarität in der Corona-Krise am kommenden Wochenende”
: Am kommenden Wochenende begeht die katholische Kirche in Deutschland den „Weltkirchlichen Sonntag des Gebets und der Solidarität mit den Leidtragenden der Corona-Pandemie“. In allen Gottesdiensten wird eine Sonderkollekte abgehalten, zu der die Bischöfe bereits in der vergangenen Woche aufgerufen haben.

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Dr. Georg Bätzing, schreibt in einem Brief an die Pfarrgemeinden über den globalen Charakter der Corona-Pandemie und die damit einhergehende Verantwortung der Christen. „Wenn Menschen ihr Leben als bedroht und gefährdet erleben, ist Seelsorge besonders wichtig. Und nie dürfen wir Christinnen und Christen es an der Nächstenliebe fehlen lassen. Allen, die in den Monaten der Krise anderen geholfen und sie die christliche Hoffnung haben spüren lassen, gebührt großer Dank“, so Bischof Bätzing. Er betont, dass die Katholiken in Deutschland über Jahrzehnte hinweg gelernt hätten, ihren Blick auch auf die Not in anderen Teilen der Welt zu richten. „Corona trifft die Ärmsten oft mit aller Wucht. Nur schwer können sie sich vor dem Virus schützen, sie haben kaum Zugang zu Gesundheitseinrichtungen, Millionen und Abermillionen droht Hunger, weil sie nicht mehr für ihren Lebensunterhalt sorgen können. Die Menschen in Afrika, Asien, Lateinamerika und Osteuropa brauchen Hilfe. Sie sollten sich auf unsere weltkirchliche Solidarität verlassen können.“

Die Pfarrgemeinden und alle Gläubigen sind eingeladen, sich am kommenden Wochenende dem „Weltkirchlichen Sonntag des Gebets und der Solidarität mit den Leidtragenden der Corona-Pandemie“ anzuschließen. „Ich bitte Sie: Begehen Sie diesen Tag in Ihrer Gemeinde, vor allem im Gottesdienst. Beten wir für die Armen weltweit, die von der Pandemie und ihren wirtschaftlichen und sozialen Folgen schwer gebeutelt werden – und beten wir mit ihnen! Seien wir auch in ganz praktischer Weise solidarisch, indem wir die Corona-Kollekte an diesem Tag und die begleitende Spendenaktion zu einem Erfolg machen“, so Bischof Bätzing in seinem Brief.

Unter www.weltkirche.de/corona-kollekte werden umfangreiche Materialien zur Aktion (Wort-Bild-Marke, Gebetszettel, Informationsflyer und Plakat, Social Media-Vorlagen) angeboten. Dort finden sich auch liturgische Hilfen (Fürbitten und Predigtvorschläge) für die Gestaltung der Gottesdienste am 6. September 2020 und der Aufruf der deutschen Bischöfe zum Corona-Sonntag.

Für die Aktion ist ein Sonderkonto für Spenden eingerichtet (Verband der Diözesen Deutschlands, Stichwort: Corona-Kollekte 2020, IBAN DE53 4006 0265 0003 8383 03, GENODEM1DKM, Darlehnskasse Münster). Mit dem Erlös fördert die Kirche in Deutschland die Arbeit ihrer weltkirchlichen Werke und der Orden, die in der internationalen Corona-Hilfe aktiv sind.

Dienstag, 1. September:

Bericht aus der Bayerischen Staatskanzlei und von der Kabinetts-Sitzung zu Corona-Angelegenheiten: Für die Bayerische Staatsregierung haben der Schulbetrieb und der Gesundheitsschutz der Schülerinnen und Schüler und Lehrkräfte im Freistaat oberste Priorität.

Ziel ist es, im Schuljahr 2020/2021 so viel Präsenzunterricht wie möglich bei bestmöglichem Infektionsschutz für alle Beteiligten durchzuführen. In Abhängigkeit vom Infektionsgeschehen kehren die Schulen ab dem 8. September 2020 daher zu einem Regelbetrieb unter umfassenden Hygieneauflagen zurück. Daher tritt an den Schulen ein umfassender Rahmen-Hygieneplan in Kraft. Von zentraler Bedeutung ist dabei – neben einem Konzept zur Lüftung der Unterrichtsräume, dass das Tragen von Mund-Nasen-Bedeckung (MNB) oder einer geeigneten textilen Barriere im Sinne einer MNB grundsätzlich für alle Personen auf dem Schulgelände verpflichtend ist. Ausnahmen von dieser Pflicht sind in begründeten Fällen möglich.

In den ersten beiden Unterrichtswochen des neuen Schuljahres gilt darüber hinaus eine allgemeine Maskenpflicht für Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte auf dem Schulgelände und auch im Unterricht. Ausgenommen sind Schülerinnen und Schüler und Lehrkräfte der Jahrgangsstufen 1 bis 4 (einschl. der Schulvorbereitenden Einrichtungen). Ziel ist, das Infektionsrisiko durch Reiserückkehrerinnen und -rückkehrer in den ersten Schultagen so weit wie möglich zu minimieren.

Um auf Änderungen des Infektionsgeschehens angemessen reagieren zu können, hat das Kultusministerium in Abstimmung mit dem Gesundheitsministerium einen Drei-Stufen-Plan entwickelt. Dieser Stufenplan orientiert sich am Infektionsgeschehen im jeweiligen Kreis (Sieben-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner) und unterscheidet folgende Szenarien:

Stufe 1: Sieben-Tage-Inzidenz unter 35 pro 100.000 Einwohner (Maßstab Kreis): Regelbetrieb unter Hygieneauflagen.

Stufe 2: Sieben-Tage-Inzidenz 35 bis unter 50 pro 100.000 Einwohner (Maßstab Kreis): Verpflichtung zum Tragen einer geeigneten Mund-Nasen-Bedeckung für Schüler auch am Sitzplatz im Klassenzimmer ab Jahrgangstufe 5.

Alternativ zum Tragen einer MNB während des Unterrichts an weiterführende Schulen: Gewährleistung des Mindestabstandes im Klassenzimmer von 1,5 Metern.

Stufe 3: Sieben-Tage-Inzidenz ab 50 pro 100.000 Einwohner (Maßstab Kreis): Wiedereinführung des Mindestabstands von 1,5 Metern.

Verpflichtung zum Tragen einer geeigneten MNB für Schüler auch am Sitzplatz im Klassenzimmer für Schüler aller Jahrgangsstufen. Soweit aufgrund der baulichen Gegebenheiten der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann, bedeutet dies eine zeitlich befristete erneute Teilung der Klassen und eine damit verbundene Unterrichtung der Gruppen im wöchentlichen oder täglichen Wechsel von Präsenz- und Distanzunterricht.

Bei den genannten Schwellenwerten handelt es sich um Richtkriterien, die den Entscheidungsträgern vor Ort als Orientierungshilfe bei ihrer Entscheidung dienen. Die letzte Entscheidung, ab wann welche Stufe greift, trifft das zuständige Gesundheitsamt in Abstimmung mit der Schulaufsicht. Im Zeitraum vom 24. August bis 18. September 2020 erhalten Lehrkräfte und weiteres Schulpersonal der staatlichen, kommunalen und privaten Schulen die Möglichkeit zur Teilnahme an kostenlosen Reihentestungen auf COVID-19. Die Ergebnisse sollen damit möglichst frühzeitig zu Beginn des neuen Schuljahres vorliegen und den getesteten Personen übermittelt sein.

  1. Vorsorge- und Hygienemaßnahmen für den Schülerverkehr / Freistaat übernimmt Kosten für zusätzliche Verstärkerbusse / Verkehrsplattform vermittelt freie Kapazitäten

Die Bayerische Staatsregierung erhöht das Platzangebot im Schülerverkehr, um die Gefahr einer Ansteckung mit dem Corona-Virus auf dem Schulweg zu minimieren.

Um das Platzangebot vor allem in den Schulbussen und damit die Abstände zu erhöhen, hat die Staatsregierung den Schulen und deren Aufgabenträgern empfohlen, Schulbeginn und Unterrichtszeiten wo möglich zu entzerren und zusätzliche Verstärkerbusse einzusetzen. Sie können ein wichtiges Mittel sein, das Infektionsrisiko der Fahrgäste sowie der Schülerinnen und Schüler effektiv zu reduzieren. Die Bayerische Staatsregierung hat beschlossen, 100 Prozent der Kosten für Verstärkerfahrten im Schülerverkehr zu übernehmen – sowohl innerhalb des ÖPNV als auch in Schulbussen im freigestellten Schülerverkehr. Sie stellt dafür bis zu den Herbstferien 2020 in einem eigens eingerichteten Förderprogramm 15 Millionen Euro bereit. Für die Organisation zusätzlicher Busse stellt das bayerische Verkehrsministerium den Kommunen außerdem eine Vermittlungsplattform zur Verfügung: Dort können kommunale Aufgabenträger mit Verkehrsunternehmern in Kontakt treten, die freie Kapazitäten für Busse und Fahrten haben. Darüber hinaus wird der Landesverband Bayerischer Omnibusunternehmen e. V. (LBO) den Verkehrsunternehmen und Aufgabenträgern örtlich verfügbare Kapazitäten seiner zahlreichen Mitgliedsunternehmen im gesamten Freistaat mitteilen. Nach Angaben des LBO stehen im Freistaat rund 650 zusätzliche Verstärkerbusse zur Verfügung.

Auch an der Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung wird unverändert festgehalten. Damit soll im Schülerverkehr der Infektionsschutz insbesondere dort gewährleistet werden, wo Mindestabstände nicht eingehalten werden können.

Montag, 31. August:

Am Montag, 31. August 2020, 10.00 Uhr, laden Ministerpräsident Dr. Markus Söder und Staatsminister Dr. Florian Herrmann zum Gespräch über den Unterrichtsbetrieb unter Pandemiebedingungen in den Kuppelsaal der Staatskanzlei ein. Teilnehmen werden unter anderem Kultusminister Prof. Dr. Michael Piazolo, Gesundheitsministerin Melanie Huml sowie für die Schulfamilie Vertreter der Lehrerverbände, der Direktorenvereinigungen, der Elternverbände und des Landesschülerrats. Im Mittelpunkt des Austauschs stehen die Rahmenbedingungen, die bei entsprechender Entwicklung des Corona-Pandemie-Geschehens, einen Regelbetrieb an Schulen unter besonderen Hygieneauflagen im kommenden Schuljahr ermöglichen können.

Über die wesentlichen Ergebnisse der Beratungen informieren Ministerpräsident Dr. Markus Söder, Kultusminister Prof. Dr. Michael Piazolo sowie Vertreter der Verbände im Rahmen einer Pressekonferenz um 13.00 Uhr im Foyer des Prinz-Carl-Palais, Franz-Josef-Strauß-Ring 5, 80539 München. Die Pressekonferenz wird auch als Live-Stream übertragen, unter anderem über die Internetseite www.bayern.de (http://www.bayern.de) , auf YouTube (youtube.com/bayern) und Facebook (facebook.com/bayern). In Gebärdensprache übersetzt und untertitelt kann die Pressekonferenz live unter www.verbavoice.net/player/bayerischestaatskanzlei/ (http://www.verbavoice.net/player/bayerischestaatskanzlei)  verfolgt werden. Im Anschluss ist das Video unter youtube.com/bayern abrufbar.

Samstag, 29. August:

Posselt: Zuständigkeit für Grenzschließungen auf die EU-Kommission übertragen –  Der CSU-Europapolitiker Bernd Posselt, Präsident der überparteilichen Paneuropa-Union, hat schärfstens gegen die einseitige Schließung von EU-Binnengrenzen protestiert: “Corona muß lokal und konkret bekämpft werden. Willkürliche und überfallartige Abriegelungen ganzer Nationalstaaten verstoßen gegen die Schengen-Freiheit, die uns Europäern zusteht und die wir selbst erkämpft haben.” Dies gelte auch für plötzliche Reisewarnungen, die ganze EU-Mitgliedstaaten betreffen. Posselt forderte, “die Zuständigkeit für die Schließung von Binnengrenzen sowie für Reisewarnungen innerhalb der EU der EU-Kommission zu übertragen, damit nicht Schaufensterpolitik nationaler Regierungen die Einheit des EU-Gebiets auf Dauer zerstört.”

Pressestelle Bernd Posselt, MdEP a.D., Präsident der Paneuropa-Union Deutschland Dachauer Str. 17, 80335 München, Tel. 089/554683, Fax 089/594768, berndposselt@t-online.de, www.bernd-posselt.de

Freitag, 28. August:

Sommer in Rosenheim   – Absage des Veranstaltungsprogramms am Samstag, 29.08.2020 – Transit Art-Festival findet wie geplant statt

Aufgrund des angekündigten Dauerregens müssen die für den morgigen Samstag, 29.08.2020 geplanten Veranstaltungen im Rahmen der Reihe „Sommer in Rosenheim“ leider abgesagt werden. „In aller Deutlichkeit und um Spekulationen vorzubeugen: Die Absage hat nichts mit den Beschränkungen im Zuge des Wiederanstiegs der 7 Tage-Inzidenz bei den Coronafällen zu tun. Die Einhaltung der notwendigen Schutz- und Hygieneregeln könnten wir selbstverständlich gewährleisten. Aber leider soll uns der Wettergott für morgen einen gehörigen Strich durch die Rechnung machen. Dann muss man rechtzeitig die notwendigen Konsequenzen ziehen, auch wenn es weh tut. Starten wird aber auf jeden Fall das geplante Transit Art-Festival, also die Anbringung künstlerisch gestalteter Graffitis an ausgewählten Hauswänden“, so Werner Oeckler, der Geschäftsführer der veranstaltenden Landesgartenschau GmbH. Einzelheiten hierzu sind auf der Homepage der städtischen Galerie unter https://galerie.rosenheim.de/kunstvorort/transit-art-festival-2020 zu finden.

 Rosenheimer Loretowiese: Corona-Testzentrum wird errichtet – In gemeinsamer Trägerschaft von Stadt und Landkreis Rosenheim wird ab heute das Corona-Testzentrum auf der Rosenheimer Loretowiese wieder aktiviert. Mit dem Testzentrum soll die intensive Testungsstrategie des Freistaats Bayern, die sich besonders an Reise- und Urlaubsrückkehrer richtet, in der Region Rosenheim umgesetzt werden. „Nicht getestet werden symptomatische Personen, also Menschen mit Schnupfen, Husten, Hals- und Rachenschmerzen“, betont der Leiter des Rosenheimer Gesundheitsamts, Dr. Wolfgang Hierl. Dieser Personenkreis soll sich umgehend an den jeweiligen Hausarzt wenden. Wer erfährt, dass er Kontakt mit positiv getesteten bzw. infizierten Personen hatte, soll sich direkt mit dem Rosenheimer Gesundheitsamt unter der Telefonnummer 08031 392 6070 in Verbindung setzen. Für Reiserückkehrer aus Risikogebieten steht die E-Mail-Adresse ga.reiserueckkehrer@lra-rosenheim.de zur Verfügung. Die Teststation entsteht im Bereich zwischen Kaiserstraße und Glückshafen. „Die Station wird so stabil und wetterfest aufgebaut, dass sie mindestens bis Jahresende betrieben werden kann. Sie sieht mehrere Fahrspuren für Testpersonen vor, die mit dem PKW ankommen. Für Fußgänger wird eine eigene Spur bereitgestellt“, so der städtische Leiter der Corona-Koordinierungsgruppe von Stadt und Landkreis Rosenheim, Hans Meyrl. Die genaue Situierung ist aus der beigefügten Planskizze ersichtlich. Die Teststation soll im Laufe der nächsten Woche ihren Betrieb aufnehmen. Rechtzeitig hierzu wird auch eine Online-Terminvereinbarung freigeschaltet. Der genaue Betriebsbeginn und die Internet-Adresse für die Terminplanung werden über eine separate Presseerklärung mitgeteilt.

COVID-19-Lagebericht vom Landratsamt/Gesundheitsamt Rosenheim –  Der vorliegende Lagebericht soll die aktuelle Situation in Stadt und Landkreis Rosenheim zu Erkrankungen mit dem neuartigen Coronavirus (COVID-19) widerspiegeln. Die Daten beruhen auf den Meldedaten nach dem Infektionsschutzgesetz bis zum 27.08.2020 24 Uhr. Aufgrund von Aktualisierungen kann es zu Veränderungen kommen.

Aktuelle Empfehlungen:

Das Staatliche Gesundheitsamt Rosenheim weist darauf hin, dass zunehmend Erkrankungsfälle an COVID-19 bei Bürgerinnen und Bürgern in Stadt und Landkreis Rosenheim auftreten, die aus dem Ausland zurückgekehrt sind. Insbesondere bei der Stadt Rosenheim wird dies deutlich: Vom 1. bis zum 27. August wurden für die Stadt Rosenheim 71 neue Erkrankungsfälle registriert, davon waren 58 Personen (= 82 Prozent) Reiserückkehrer. Allein in den letzten sieben Tagen wurden 26 Reiserückkehrer positiv getestet. Dies führt dazu, dass der Wert der 7-Tages-Inzidenz, d.h. der Zahl an Neuerkrankungen in den letzten sieben Tagen bezogen auf 100.000 Einwohner, für die Stadt Rosenheim auf 52,1 angestiegen ist. Der Leiter des Rosenheimer Gesundheitsamtes, Dr. Wolfgang Hierl, erläutert: “Alle positiv getesteten Reiserückkehrer wurden durch das Gesundheitsamt umgehend über das Testergebnis informiert, sobald uns der Befund vorlag. Bei den Erkrankten und ihren engen Kontaktpersonen wurde umgehend eine häusliche Quarantäne angeordnet. Darüber hinaus wurde sowohl in Stadt und Landkreis Rosenheim eine Allgemeinverfügung erlassen, mit der geregelt wird, dass Reiserückkehrer aus Risikogebieten einen zweiten Test in der Zeit vom 5. bis zum 7. Tag nach Einreise durchführen lassen müssen, um eine Aufhebung der Quarantäne zu erreichen. Die Allgemeinverfügung der Stadt Rosenheim beschränkt zudem Kontakte im öffentlichen Raum und begrenzt die Anzahl von Teilnehmern nicht öffentlicher Veranstaltungen und Versammlungen. Für das Landkreisgebiet gelten diese beiden Maßnahmen als dringende Empfehlungen. Derzeit sind alle erforderlichen Maßnahmen veranlasst. Das Gesundheitsamt beobachtet und analysiert die Lage sehr genau.“

Bei den Reiseländern der Erkrankten handelte es sich insbesondere um das Kosovo, Bosnien und Herzegowina, Kroatien, Rumänien und Serbien.

„Bei den Neuerkrankungen ist zwischenzeitlich eine Trendumkehr eingetreten. Der Anstieg der Fallzahlen und insbesondere die hohe Zahl an infizierten Reiserückkehrern bereiten uns erhebliche Sorgen. Ich appelliere daher eindringlich an alle Bürgerinnen und Bürger, sich sowohl zu Hause als auch im Urlaub weiterhin verantwortungsvoll an die AHA-Regeln, das sind das Abstandsgebot von mindestens 1,50 Metern, die Hygienemaßnahmen mit Husten- und Niesregeln sowie regelmäßigem Händewaschen und die Verwendung von Alltagsmasken, einzuhalten zum Schutz unserer Gesundheit. Der Anstieg der Fallzahlen sollte für uns eine Warnung sein; wir dürfen das Erreichte keinesfalls verspielen!“, sagt Hierl. „Seit Überschreiten des Schwellenwertes von 50 Fällen pro 100.000 Einwohnern in der Stadt Rosenheim wurden zusätzliche Infektionsschutzmaßnahmen per Allgemeinverfügung erlassen, um dem weiteren Anstieg der Fallzahlen rechtzeitig entgegenzusteuern“, erläutert Hierl.

Allgemein wurde von der Bundeskanzlerin und den Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder ein Schwellenwert von 50 bei der 7-Tage-Inzidenz eingeführt, bei dem die Landkreise und kreisfreien Städte sofort ein konsequentes Beschränkungskonzept umsetzen müssen. Die Bayerische Staatsregierung hat darüber hinaus einen Signalwert von 35 Fällen pro 100.000 Einwohnern in den vergangenen sieben Tagen festgelegt, damit von den Kreisverwaltungsbehörden rechtzeitig die Zunahme der Fallzahlen analysiert und Maßnahmen zur Gegensteuerung ergriffen werden können.

Fallzahlenentwicklung:

 

Seit dem letzten Wochenbericht mit Stand 20.08.2020 24 Uhr wurden dem Gesundheitsamt 80 neue Fälle für Stadt und Landkreis Rosenheim gemeldet. Bisher sind insgesamt 3031 Fälle von COVID-19 in Stadt und Landkreis Rosenheim aufgetreten (Landkreis: 2419, Stadt: 612). Mittlerweile wurde bei mindestens 2699 Personen eine Genesung dokumentiert. 222 Personen sind bis zu diesem Zeitpunkt an der Erkrankung gestorben (Landkreis: 199, Stadt: 23). Von den Verstorbenen waren 7 Personen unter 60 Jahren. 145 Verstorbene waren über 80 Jahre alt. Zwei COVID-19-Patienten werden aktuell in Stadt und Landkreis Rosenheim stationär behandelt.

Die 7-Tage-Inzidenz (Fälle pro 100.000 Einwohner während der letzten 7 Tage) liegt mit Stand 28.08.2020 (0:00 Uhr) für die Stadt Rosenheim bei 52,11, für den Landkreis Rosenheim bei 18,01.

Verteilung der Gesamtzahl der Fälle und der Genesenen auf die Gemeinde:

Bei der berichteten Verteilung der Fälle auf die Gemeinden kann es durch festgestellte Ausbrüche z.B. in Pflegeeinrichtung zu einer deutlich höheren Fallzahl kommen als in umliegenden Gemeinden. Im Rahmen von Reihenuntersuchungen werden hier Fälle entdeckt, die in anderen Gebieten nicht entdeckt wurden, so dass die Fallzahlen kein Abbild der Erkrankungen in der Bevölkerung darstellen. Hierbei werden auch Personen positiv getestet, die einen Verlauf ohne Symptome zeigen. Zusätzlich kann das Testverhalten zu regionalen Unterschieden führen. Deshalb kann man im Moment keine Rückschlüsse auf eine höhere oder niedrigere Gefahr in den unterschiedlichen Gemeinden ziehen. Aufgrund von Aktualisierungen kann es zu Veränderungen kommen.

* Bei einer Fallzahl kleiner 5 erfolgt aus Datenschutzgründen keine Auswertung der Genesenen.

Kontaktpersonen:
Vorübergebend wurde die Aufgabe der Nachverfolgung von Kontaktpersonen von COVID-19-Erkrankten durch die Landkreisgemeinden bzw. die Stadt Rosenheim übernommen. Aufgrund der gesunkenen Fallzahlen hat das Gesundheitsamt zum 01.07.2020 die Kontaktpersonennachverfolgung wieder selbst übernommen. „Ohne die zuverlässige Zuarbeit der Gemeinden hätte die Kontaktpersonennachverfolgung nicht so schnell wieder zeitnah und vollständig erfolgen können.“, so Hierl. Durch Beschluss des Bayerischen Ministerrats wurden den Gesundheitsämtern neue Stellen für die Kontaktpersonennachverfolgung bewilligt. Seit Anfang August hat ein Großteil der neuen Mitarbeiter am Gesundheitsamt Rosenheim ihre Tätigkeit begonnen. Bei der Kontaktpersonennachverfolgung wird umfassend ermittelt, ob ein enger Kontakt mit erhöhtem Infektionsrisiko bestanden hat. Diese engen Kontaktpersonen der Erkrankungsfälle werden zeitnah kontaktiert und über die einzuhaltenden Hygienemaßnahmen und die Verpflichtung zu einer 14-tägigen häuslichen Quarantäne belehrt und auf SARS-CoV-2 untersucht. Treten bei den Kontaktpersonen Atemwegssymptome auf, so sind sie verpflichtet, diese umgehend gegenüber dem Gesundheitsamt mitzuteilen.

Durch Allgemeinverfügungen des bayerischen Gesundheitsministeriums ist automatisch für alle bestätigten Erkrankungsfälle und deren enge Kontaktpersonen eine 14-tägige Quarantäne angeordnet. Eine mündliche oder schriftliche Anordnung durch die Kreisverwaltungsbehörde ist nicht mehr notwendig.

Reiserückkehrer:
Viele beliebte Urlaubsziele der Deutschen stehen in der Liste der Corona-Virus-Risikogebiete des Robert Koch-Instituts. Das Staatliche Gesundheitsamt Rosenheim fordert die Reisenden auf, diese Liste zu beachten. In einem Merkblatt weist die Gesundheitsbehörde zudem auf die Regelungen der Bayerischen Einreisequarantäneverordnung hin. Sie regelt unter anderem, dass Reiserückkehrer aus Risikogebieten für 14 Tage in häusliche Quarantäne müssen. Dieser Zeitraum lässt sich verkürzen, zum Beispiel wenn sich Urlauber in den letzten 48 Stunden vor der Rückkehr noch im Urlaubsland oder unmittelbar nach der Einreise am Grenzübergang, am Flughafen oder beim Hausarzt testen lassen. Erst nach Vorlegen eines weiteren zweiten negativen Tests, der in der Zeit vom 5. bis zum 7. Tag nach Einreise durchgeführt wurde, kann die Quarantäne durch das Gesundheitsamt Rosenheim aufgehoben werden.

Seit dem 8. August ist bundesweit die Regelung in Kraft getreten, dass Personen, die aus Risikogebieten in die Bundesrepublik Deutschland einreisen, bis zu 14 Tage nach Einreise auf Anforderung des zuständigen Gesundheitsamtes ein ärztliches Zeugnis über eine Testung auf das Coronavirus vorlegen müssen. Personen, die kein solches Zeugnis vorlegen können, sind verpflichtet, eine ärztliche Untersuchung zu dulden. Die Rosenheimer Gesundheitsbehörde fordert alle Bürgerinnen und Bürger in Stadt und Landkreis Rosenheim auf, sich nach der Rückkehr aus einem Risikogebiet umgehend per E-Mail unter ga.reiserueckkehrer@lra-rosenheim.de zu melden. Um mögliche Infektionsketten so schnell wie möglich unterbrechen zu können, ist dem Gesundheitsamt die telefonische Erreichbarkeit besonders wichtig. Zu den Risikogebieten gehören derzeit etliche europäische Staaten wie zum Beispiel Albanien, Bosnien-Herzegowina, Kosovo oder Serbien und einige Gebiete in Belgien, Bulgarien, Frankreich, Kroatien, Spanien sowie Rumänien. Darüber hinaus listet das Robert Koch-Institut auch zahlreiche beliebte Reiseländer auf wie Ägypten, Türkei oder USA auf. Das Merkblatt zu den Regelungen der Bayerischen Einreisequarantäneverordnung ist auf der Startseite von www.landkreis-rosenheim.de im Aushang „COVID-19“ zu finden.

Seit dem 30.07. wird Einreisenden auch an der Autobahn A93 die Möglichkeit einer Testung angeboten. Am 19.08.2020 ist die Teststation an den Rastplatz Heuberg umgezogen. Die Tests werden sehr rege in Anspruch genommen. Leider ist es in der Vergangenheit aus technischen Gründen teilweise zu deutlichen Verzögerungen bei der Befundübermittlung gekommen. Bisher wurden alle positiv Getesteten, die dem Rosenheimer Gesundheitsamt durch das untersuchende Labor gemeldet wurden, unverzüglich informiert und in häuslicher Quarantäne abgesondert. Dem jeweils zuständigen örtlichen Gesundheitsamt wurde der Fall zur weiteren Bearbeitung weitergeleitet. Auch alle negativen Befunde wurden umgehend entweder per Serienbrief oder – wenn die Adresse nicht angegeben war – telefonisch übermittelt. Seit dem 13.08.2020 hat das untersuchende Labor die Ergebnismitteilung übernommen. Nach Rückmeldungen von Reisenden funktionieren die Prozesse am Testzentrum einwandfrei und Testergebnisse können von den Getesteten zeitnah abgerufen werden.

Darüber hinaus befindet sich ein kommunales Testzentrum an der Lorettowiese in Planung. Sobald das Startdatum für die neue Teststation feststeht, erfolgt eine zeitnahe Information der Bevölkerung.

Weitere Berichte zur Situation in Bayern und Deutschland finden Sie auf den Seiten des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit und des Robert Koch-Instituts:

https://www.lgl.bayern.de/gesundheit/infektionsschutz/infektionskrankheiten_a_z/coronavirus/karte_coronavirus/index.htm – https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Fallzahlen.html

Donnerstag, 27. August:

Landratsamt Rosenheim teilt mit: Hotel in Aschau bleibt vorübergehend geschlossen – Das Aktiv-Hotel in Aschau muss bis einschließlich 4. September geschlossen bleiben. Das Staatliche Gesundheitsamt Rosenheim ordnete die sofortige Schließung an, weil Gäste einer Reisegruppe aus Nordrhein-Westfalen positiv auf SARS-CoV-2 getestet wurden. Die Mitglieder der Reisegruppe waren am 21. August abgereist und ließen sich auf der Rückreise testen. Zudem erhielt eine Mitarbeiterin des Hotels heute (27.08.20) ein positives Testergebnis. Alle weiteren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gelten als Kontaktpersonen der Kategorie I. Deshalb musste das Gesundheitsamt Rosenheim die sofortige Schließung anordnen. Das Team des Hotels wird im Gesundheitsamt getestet. Weil der letzte infektionsrelevante Kontakt am 21. August stattfand, endet die Quarantäne am 4. September. Alle Gäste des Hotels, die sich derzeit dort aufhalten, hatten bislang keinen Kontakt zu einer positiv getesteten Person. Nach Aussage der Geschäftsführung hatten sich alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Hotels konsequent an die Abstands- und Hygieneregeln sowie das Hygienekonzept des Hotels gehalten.

Mittwoch, 26. August:

Stadt Rosenheim: „Sommer in Rosenheim“ geht unter strenger Einhaltung der  Corona-Regeln weiter – Der „Sommer in Rosenheim“ geht unter strenger Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln in seine nächste Runde. „Die Veranstaltungen und Aktionen verteilen sich in bewährter Weise im gesamten Innenstadtbereich. Es wird wie immer sehr darauf geachtet, dass es zu keinen größeren Menschenansammlungen kommt“, betont Werner Oeckler von der veranstaltenden Landesgartenschau GmbH ein zentrales Anliegen.

Dass trotzdem Stimmung verbreitet wird, dafür sorgt am Donnerstag (27.08.2020) Four Saxess, ein sprühendes Saxophonquartett, dessen Repertoire sich von swingenden Jazzarrangements über groovige Funknummern bis hin zu tanzbaren Rock’n Roll Songs erstreckt. Die Musiker werden an diesem Abend an insgesamt vier verschiedenen Plätzen auftreten. „Moritatensänger“ waren die Zeitung ihrer Zeit, ihre „Bänkellieder“ erzählten Geschichten – und zwar möglichst dramatisch, spannend, rührselig oder lustig. Sie traten auf Marktplätzen und bei Stadtfesten auf. Am Donnerstag kann man sie live auf dem Ludwigsplatz erleben.

Auch am Donnerstag zu hören sind die Musiker um die Sängerin und Frontfrau Rayka der Band „Lifve Chords“. Es handelt sich um versierte Instrumentalisten, die in verschiedenen Genres ihre musikalischen Erfahrungen gesammelt haben. Mit Alice Guinet & Steffan Hutter, Flöte und Gitarre, kommt auch das Publikum der eher leisen Töne auf seine Kosten. Am kommenden Samstag (29.08.2020) geht es weiter mit dem Theater für die Jugend: „Was Ihr wollt“ ist jeweils um 11 h und um 14 h auf der Salingartenbühne zu sehen. Wer schon immer einmal wissen wollte, was es mit den Skulpturen im Salingarten so auf sich hat, für den gibt es um 11 h eine kostenlose Stadtführung speziell zu diesem Thema, Treffpunkt Nepomukbrunnen. Für Kinder ist der 2-stündige Collagen-Workshop mit Franziska Eslami – Beginn jeweils um 11 h und 14 h – im Galeriegarten der Städtischen Galerie vielleicht genau das Richtige. Hier kann nach Herzenslust geschnippelt, geschnitten und geklebt werden. Ihre ganz persönliche Collage können die Kinder selbstverständlich mit nach Hause nehmen.

Abends garantieren dann die Bavarian Immigrants für beste Unterhaltung: Sie singen bayerisch, sind in vielen Stilen sicher und mischen sie fröhlich zusammen. Lassen Sie sich überraschen! Und wer meint, sich bei „Steckerlfisch und Schlagsahne“ etwas zum Essen zu holen, der hat sich getäuscht: Hinter dem zugegebenermaßen etwas irreführenden Namen verstecken sich die Comedians Angelika Aschbacher und Christian Haller. Und die beiden stehen für nicht für Kulinarik, sondern für garantiertes Training der Lachmuskeln.

Das genaue Programm finden Sie wie immer unter www.sommer-in-rosenheim.de.

DO, 27.08.2020 Ort
Uhrzeit AKTION/KÜNSTLER
18 Uhr – 21 Uhr Susie Wimmer Walking Act
18 Uhr -21 Uhr Stefan Pillokat Walking Act
18 Uhr – 21 Uhr FOUR SAXESS – Saxophon-
quartett
Salinplatz
ES Baum
Heilig Geist
Ludwigsplatz/Grüner Markt
18 – 19 Uhr Moritatensänger Ludwigsplatz
18 – 21 Uhr Alice Guinet & Steffan Hutter
Flöte/Gitarre
Ölberg
18 – 21 Uhr Lifve Chords Salingartenbühne
SA , 29.08.2020 Ort
Uhrzeit AKTION/KÜNSTLER
11-15 Uhr Walk Act Susie Wimmer
Stefan A Pillokat
Walking Act
11 Uhr – 15 Uhr
11 Uhr & 14 Uhr
Theater für die Jugend
“Was Ihr wollt” 2x
Aufbau 9 Uhr
Salingartenbühne
11 Uhr – 15 Uhr Warwitz “Two for Jazz” mobil
11 Uhr – 15 Uhr Duo Georgia Huber & Istvan Gallus Innenstadt mit Salingarten
bei Theater für die Jugend
11 Uhr Stadtführer
“Skulpturen im Salingarten”
Nepobrunnen
dann Salingarten
11 – 13 Uhr & 14 – 16 Uhr Franziska Eslami Kollagenworkshop 2h Galeriegarten
18 – 21 Uhr Bavarian Immigrants Salingartenbühne
18 – 21 Uhr Steckerlfisch und Schlagsahne Ölberg + Bühne 4x3m

 

Dienstag, 25. August:

Brauchtumstag bei Innviertler Trachtler abgesagt – Liebe Vorstandskollegen, liebe Unterstützer des Brauchtumstages, ich habe gerade telefonisch die Information erhalten, dass der im Rahmen von „Sommer in Rosenheim“ geplante Brauchtumstag wegen der sich wieder verschärfenden Coronalage in Rosenheim leider abgesagt wird.  Nachdem das Konzept steht, werde ich mich dafür einsetzen, dass wir die Veranstaltung durchführen, wenn es die Lage erlaubt. Ich danke Euch an dieser Stelle herzlich für Eure Kooperation und würde mich gerne wieder bei Euch melden, wenn die Lage besser wird. Und dann geht’s auf!! Mit herzlichen Grüßen Alfred Licht, 1. Vorstand und Pressewart Trachtenverein “D’ Innviertler” Rosenheim e.V.

„Sommer in Rosenheim“ wird mit Änderungen fortgesetzt Sicherheitsauflagen entscheidender Pfeiler des Konzepts – Trotz der verschärften Kontaktbeschränkungen aufgrund des Wiederanstiegs der sog. 7 Tage-Inzidenz kann der Sommer in Rosenheim weiterhin stattfinden. Darauf weist der Geschäftsführer der städtischen Landesgartenschau GmbH, Werner Oeckler, hin. „Das städtische Ordnungsamt und der Sicherheitsdienst stehen wegen der notwendigen Sicherheitsmaßnahmen in engem Kontakt. Weil das Gesamtkonzept mit viel Fingerspitzengefühl und schon unter Berücksichtigung möglicher Verschärfungen der Corona-Beschränkungen geplant wurde, müssen aufgrund der neuen Regelungen nur geringfügige Anpassungen umgesetzt werden“, so Oeckler.

In der neuen städtischen Allgemeinverfügung ist u.a. geregelt, dass bei Veranstaltungen unter freiem Himmel künftig nur noch 100 Personen statt bisher 200 zugelassen sind. „Für das Projekt ‚Sommer in Rosenheim‘ bedeutet dies, dass wieder die gleichen Spielregeln gelten wie zu Beginn der Veranstaltungsreihe Mitte Juli. Auch damals waren nur 100 Personen erlaubt“, erläutert Oeckler. Die Veranstaltungsreihe, immer donnerstags und samstags, ist noch bis zum 6.9.2020 geplant. Inhaltlich wird es vorerst eine Änderung geben: Der für Samstag, 5. September vorgesehene Tag des Brauchtums entfällt, da hier viele Akteure mitwirken würden und folglich eine Unterschreitung der Abstände kaum zu verhindern sein dürfte. Alle anderen Veranstaltungen werden stattfinden. Die jeweiligen Orte werden im Lichte der neuen Verschärfungen noch einmal intensiv begutachtet und gegebenenfalls geändert. „Oberste Priorität haben die Einhaltung der Abstandsregeln und die Gesundheit von Künstlern und Besuchern“, betont der LGS-Geschäftsführer. Ein Sicherheitsdienst mit einem versierten Veranstaltungsleiter ist, wie bisher auch, bei allen Veranstaltungen dabei. Er weist Künstler und Besucher in die Verhaltensregeln ein und schreitet bei Bedarf unverzüglich ein. So musste z.B. das Konzert von Roland Hefter am 15.08. wegen zu vielen Besuchern unterbrochen bzw. an einen anderen Ort verlegt werden. Alle Auffälligkeiten werden dokumentiert und am nächsten Tag mit dem Ordnungsamt besprochen, um eventuell gegenzusteuern.

Am nächsten Wochenende startet das Transit Art Festival. Wenn sich die Künstler in ihre Hebebühnen schwingen, um ausgewählte Fassaden in der Stadt mit kunstvolle Graffittis zu verzieren, sind für die Zuschauer die geltenden Abstands- und Hygieneregeln zu beachten.

Freitag, 21. August:

Prien Marketing GmbH informiert zu Beherbergungsverbot für Gäste aus besonders betroffenen Landkreisen
Die bayerische Staatsregierung hat ab 15.08.2020 recht unbemerkt wieder ein Beherbergungsverbot für Gäste aus besonders betroffenen Landkreisen/Regionen eingeführt.
Dehoga schreibt dazu:
Beherbergungsverbot Mit der Verordnung zur Änderung der Sechsten Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung und der Einreise-Quarantäneverordnung vom 14. August 2020 wurde die Geltung der Maßnahmen zum Infektionsschutz bis zum 2. September 2020 verlängert.
In die Verordnung wieder aufgenommen wurde eine Regelung hinsichtlich eines Beherbergungsverbots für Gäste aus Landkreisen, Gemeinden oder abgegrenzten Gemeindeteilen innerhalb Deutschlands, bei denen aufgrund infektionsschutzrechtlicher Daten ein erhöhtes Risiko für eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 besteht. Das Staatsministerium für Gesundheit und Pflege wird aufgrund des in diesem Zusammenhang getroffenen Beschlusses des Bayerischen Verwaltungsgerichthofs vom 28. Juli 2020 künftig die betreffenden Landkreise, Gemeinden oder abgegrenzte Gemeindeteile im Bayerischen Ministerialblatt unter www.verkuendung-bayern.de/baymbl/ und www.stmgp.bayern.de/coronavirus/rechtsgrundlagen  veröffentlichen.
Maßstab sind hier nun nicht mehr die bisher 50 Infizierten im 7-Tages-Rhytmus, sondern Einzelfallentscheidungen. Aktuell liegen noch keine entsprechenden Bekanntmachungen des Gesundheitsministeriums vor. ”
Das Staatliche Gesundheitsamt Rosenheim weist darauf hin, dass zunehmend Erkrankungsfälle an COVID-19 bei Bürgerinnen und Bürgern in Stadt und Landkreis Rosenheim auftreten, die aus dem Ausland zurückgekehrt sind. Insbesondere bei der Stadt Rosenheim wird dies deutlich: Vom 1. bis zum 19. August wurden für die Stadt Rosenheim 34 neue Erkrankungsfälle registriert, davon waren 28 Personen (= 82 Prozent) Reiserückkehrer. Allein in den letzten sieben Tagen wurden 19 Reiserückkehrer positiv getestet. Dies führt dazu, dass der Wert der 7-Tage-Inzidenz, d.h. der Zahl an Neuerkrankungen in den letzten sieben Tagen bezogen auf 100.000 Einwohner, für die Stadt Rosenheim auf 33,2 angestiegen ist. Der Leiter des Rosenheimer Gesundheitsamtes, Dr. Wolfgang Hierl, erläutert: “Alle positiv getesteten Reiserückkehrer wurden durch das Gesundheitsamt umgehend über das Testergebnis informiert, sobald uns der Befund vorlag. Bei den Erkrankten und ihren engen Kontaktpersonen wurde umgehend eine häusliche Quarantäne angeordnet. Derzeit sind alle erforderlichen Maßnahmen veranlasst. Das Gesundheitsamt beobachtet und analysiert die Lage sehr genau.“

Donnerstag, 20. August:

Gesundheitsamt Rosenheim ruft angesichts steigender Fallzahlen zur Einhaltung der AHA-Regeln auf.

Das Staatliche Gesundheitsamt Rosenheim weist darauf hin, dass zunehmend Erkrankungsfälle an COVID-19 bei Bürgerinnen und Bürgern der Stadt Rosenheim auftreten, die aus dem Ausland zurückgekehrt sind. Vom 1. bis zum 18. August wurden für die Stadt Rosenheim 29 neue Erkrankungsfälle registriert, davon waren 24 Personen Reiserückkehrer. Allein in den letzten sieben Tagen wurden 19 Reiserückkehrer positiv getestet. Dies führt dazu, dass der Wert der 7-Tage-Inzidenz, d.h. der Zahl an Neuerkrankungen in den letzten sieben Tagen bezogen auf 100.000 Einwohner, für die Stadt Rosenheim auf 30 angestiegen ist. Der Leiter des Rosenheimer Gesundheitsamtes, Dr. Wolfgang Hierl, erläutert: “Alle positiv Getesteten Reiserückkehrer wurden durch das Gesundheitsamt umgehend über das Testergebnis informiert, sobald uns der Befund vorlag. Bei den Erkrankten und ihren engen Kontaktpersonen wurde umgehend eine häusliche Quarantäne angeordnet. Derzeit sind alle erforderlichen Maßnahmen veranlasst. Das Gesundheitsamt beobachtet und analysiert die Lage sehr genau.“

Bei den Reiseländern der Erkrankten handelte es sich insbesondere um das Kosovo, Bosnien und Herzegowina, Kroatien, Rumänien und Serbien. Somit stammen die Infektionen nicht nur aus den durch das Robert Koch-Institut definierten Risikoländern. „Um von einer Trendumkehr zu sprechen, ist es derzeit noch zu früh. Der Anstieg der Fallzahlen und insbesondere die hohe Zahl an infizierten Reiserückkehrern bereitet uns jedoch Sorgen. Ich appelliere daher eindringlich an alle Bürgerinnen und Bürger, sich sowohl zu Hause als auch im Urlaub weiterhin verantwortungsvoll an die AHA-Regeln, das sind das Abstandsgebot von mindestens 1,50 Metern, die Hygienemaßnahmen mit Husten- und Niesregeln sowie regelmäßigem Händewaschen und die Verwendung von Alltagsmasken, einzuhalten zum Schutz unserer Gesundheit. Der Anstieg der Fallzahlen sollte für uns eine Warnung sein; wir dürfen das Erreichte keinesfalls verspielen!“, sagt Hierl.

Allgemein wurde von der Bundeskanzlerin und den Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder ein Schwellenwert von 50 bei der 7-Tage-Inzidenz eingeführt, bei dem die Landkreise und kreisfreien Städte sofort ein konsequentes Beschränkungskonzept umsetzen müssen. Die Bayerische Staatsregierung hat darüber hinaus einen Signalwert von 35 Fällen pro 100.000 Einwohnern in den vergangenen sieben Tagen festgelegt, damit von den Kreisverwaltungsbehörden rechtzeitig die Zunahme der Fallzahlen analysiert und Maßnahmen zur Gegensteuerung ergriffen werden können.

Rosenheim: OB März ruft wegen steigender Corona-Infektionszahlen zu erhöhter Vorsicht auf – Rosenheim beim Infektionsgeschehen im bayern- und bundesweiten Vergleich besonders betroffen.

Mit zunehmender Sorge beobachtet die Stadt Rosenheim das Corona-Infektionsgeschehen. Seit einigen Wochen zeichnet sich eine kontinuierliche Steigerung bei den Infektionszahlen ab. „Das hängt sicherlich mit der Ausweitung der Corona-Tests zusammen. Wir registrieren aber auch ein deutlich zunehmendes Infektionsgeschehen im Zusammenhang mit Urlaubsreisen, vor allem bei Rückkehrern aus südosteuropäischen Ländern“, so Rosenheims Oberbürgermeister Andreas März. „Die Dynamik des Anstiegs der 7 Tage-Inzidenz gibt zu Sorgen Anlass. Mit einem aktuellen Wert von 31,6 sind wir in Bayern an Rang 1 und im Bundesgebiet auf Rang 2 unter den 401 Kreisfreien Städten und Landkreisen“, verweist Rosenheims Stadtoberhaupt auf die neuesten Infektionszahlen.

„Gerade weil neue Infektionen derzeit ganz überwiegend aus dem Urlaub nach Rosenheim importiert werden und das eigentliche heimische Infektionsgeschehen auf niedrigem Niveau verharrt, müssen wir alles daransetzen, das neuerliche Entstehen von Infektionsketten zu verhindern. Deshalb bitte ich alle, die unter Quarantäne stehen, um Einhaltung der Regeln. Ich bin mir bewusst, dass es gerade für junge, symptomfreie Menschen schwierig nachvollziehbar ist, in Quarantäne bleiben zu müssen, wenn sie sich eigentlich gesund und fit fühlen. Trotzdem ist diese Vorsichtsmaßnahme unabdingbar, um das Infektionsgeschehen stadtweit im Griff zu behalten. Ich appelliere deshalb eindringlich an die Eigenverantwortung unserer Mitbürgerinnen und Mitbürger und an ihr Verantwortungsbewusstsein gegenüber ihren Mitmenschen“, so März.

Das RoMed-Klinikum Rosenheim ist vom Anstieg des Infektionsgeschehens bisher nicht betroffen. „Die Situation ist erstaunlich stabil. Wir erwarten derzeit auch keine annähernd so schwierige Situation wie im Frühjahr, weil das Durchschnittsalter der derzeit bestätigten Covid-Fälle in der Region deutlich niedriger liegt. Zudem sind wir jetzt viel besser vorbereitet, selbst wenn die Infektionszahlen noch einmal exponentiell nach oben gehen sollten“, so RoMed-Geschäftsführer Dr. Jens Deerberg.

 

Montag, 17. August:

Caritas international: Helfer in Gefahr – Zugang zur notleidenden Bevölkerung immer schwieriger
Anlässlich des Welttags der Humanitären Hilfe lobt Caritas international den selbstlosen Einsatz humanitärer Helfer in Zeiten von Covid-19

Freiburg, 17. August 2020. Caritas international zeigt sich besorgt über die zunehmende Gefahr für die Arbeit in Krisenregionen. Mitarbeiter humanitärer Organisationen müssen immer öfter hohe Risiken eingehen, um notleidenden Menschen zu helfen. „Den selbstlosen Einsatz, den unsere Mitarbeiter weltweit in Zeiten von Covid-19 leisten, kann man gar nicht hoch genug bewerten“, sagt Oliver Müller, Leiter von Caritas international. „Neben Gefahren wie kriegerischen Auseinandersetzungen trotzen sie in der Nothilfe oder der medizinischen und psychologischen Betreuung von Notleidenden nun auch noch der Gefährdung durch die Pandemie.“

Zum Welttag der Humanitären Hilfe weist das Hilfswerk darauf hin, dass die Zahl der jährlich getöteten Helfer sich seit den 90er Jahren verdreifacht hat. Allein im Jahr 2020 wurden humanitäre Helfer bereits rund eintausend Mal bei ihrer Arbeit behindert, mehr als 50 wurden getötet. Erst vergangene Woche, am 9. August, wurden in Niger acht humanitäre Helfer bei einem Anschlag ermordet.

Laut aktuellen Daten des Aid Worker Security Reports sind Syrien, Südsudan, die Demokratische Republik Kongo, Afghanistan sowie die Zentralafrikanische Republik die fünf gefährlichsten Länder für humanitäre Helfer. „Insbesondere dort wird unseren Mitarbeitern der Zugang zur notleidenden Bevölkerung entweder ganz verwehrt oder ist nur unter extrem schwierigen Bedingungen und hohen Gefahren möglich“, sagt Oliver Müller, der Leiter von Caritas international.

Der Bedarf an humanitärer Hilfe steigt derweil an. Weltweit sind derzeit 168 Millionen Menschen hilfsbedürftig. Rund 36 Millionen mehr als im Jahr zuvor. „Gleichzeitig stellen wir fest“, sagt Müller, „dass die Politisierung von humanitärer Hilfe stark zunimmt. In Syrien etwa versucht das dortige Regime die Hilfen zu manipulieren und im eigenen Interesse zu nutzen.“ Das humanitäre Völkerrecht stellt humanitäre Helfer und Helferinnen unter besonderen Schutz. „Wir appellieren deshalb an die Konfliktparteien, den humanitären Organisationen Sicherheit und Zugang zu gewähren“, sagt Müller, „sonst ist die Hilfe in Gefahr.“

Seit 2009 wird jedes Jahr am 19. August der Welttag der Humanitären Hilfe begangen. Es wird an diesem Tag der humanitären Helfer gedacht, die weltweit im Einsatz für Menschen in Not ihr Leben ließen.

Caritas international ruft zu Spenden auf:

Caritas international, Freiburg

IBAN: DE88 6602 0500 0202 0202 02,

Bank für Sozialwirtschaft Karlsruhe,

BIC: BFSWDE33KRL

oder online unter: https://www.caritas-international.de/spenden/

 

Diakonie Katastrophenhilfe, Berlin

IBAN: DE68 5206 0410 0000 5025 02

Evangelische Bank eG

BIC GENODEF1EK1

oder online unter www.diakonie-katastrophenhilfe.de/spenden/

Caritas international ist das Hilfswerk des Deutschen Caritasverbandes. Dieser gehört zum weltweiten Netzwerk der Caritas mit 166 nationalen Mitgliedsverbänden.

Samstag, 15. August:

Erzbischöfliches Ordinariat: „In der Krise Christus hörbar machen“ – Festgottesdienst zu Mariä Himmelfahrt mit Kardinal Marx in Maria Eich:

In seiner Predigt zum Hochfest Mariä Aufnahme in den Himmel hat Kardinal Reinhard Marx dazu aufgerufen, in der aktuellen Krise „einen klaren Kopf“ zu behalten und sich gerade im Kampf gegen gesellschaftliche Missstände die Gestaltungshoheit nicht nehmen zu lassen. „In Krisenzeiten wie dieser können die Menschen zu Recht erwarten, dass die Christen Jesus hörbar machen“, sagte der Erzbischof von München und Freising bei einem Gottesdienst am Samstag, 15. August, am Freialtar der Wallfahrtskirche Maria Eich in Planegg. Dabei sei die Gottesmutter eine wichtige Begleiterin: „Maria stößt uns in die Rippen: Habt Hoffnung! Ich habe euch meinen Sohn geschenkt!“ An Mariä Himmelfahrt rücke mit dem Magnificat, Marias biblischem Lobgesang, die Botschaft von Ostern in den Fokus. „Ostern heißt Aufstand gegen den Tod und die Mächte des Todes: gegen Hass, Gewalt und Ungerechtigkeit“, betonte Marx. „Ostern wird überall dort spürbar, wo Menschen aufstehen und die Würde des Menschen verteidigen, die Würde des Lebens, die Würde der Freiheit – auch in Weißrussland“, ergänzte der Kardinal auch mit Blick auf die aktuellen politischen Proteste in Belarus.

Die Corona-Krise habe neue Erkenntnisse über die Gesellschaft gebracht, etwa zu den Spannungen zwischen Arm und Reich und der eng damit verbundenen Frage, wer eine Chance habe, in dieser Krise durchzuhalten. „Wir sind noch lange nicht am Ende mit der Bewertung, welche Lehren wir aus dieser Krise ziehen können, auch wir als Kirche“, stellte der Erzbischof fest, „und wir müssen auch aufmerksam werden für die Fehler, die wir gemacht haben.“ Ein Ort wie Maria Eich könne helfen, orientiert an der Gottesmutter den Blick zu weiten, „weg von den alltäglichen Schuldzuweisungen, einer gegen den anderen, die jetzt beginnen und die uns nicht weiterbringen, hin zu einem größeren Horizont, zu dem, was uns gegeben ist“. Kardinal Marx ermutigte: „Wir können gestalten! Zwar können wir die Welt nicht in ein Paradies umwandeln, wir müssen mit Tod und Sterben umgehen, aber wir können fragen: Gibt es eine Hoffnung, gibt es einen Weg der einen Menschheitsfamilie, gehen wir gemeinsam oder jeder für sich?“

Aufgabe der Kirche ist es laut Marx gerade in der jetzigen Krise, „Jesus zur Welt zu bringen“, allen Mächten zum Trotz, denen seine Botschaft nicht gefalle. Der Erzbischof griff in seiner Predigt den an Mariä Himmelfahrt vorgetragenen Lesungstext aus der Offenbarung des Johannes auf, in dem das weihnachtliche Geschehen der Menschwerdung Jesu mit neuen, drastischen Worten erzählt werde. Das Fest Mariä Himmelfahrt vereine damit die Botschaft von Ostern und Weihnachten. „Doch Weihnachten und Ostern sind kein Ereignis der Vergangenheit oder der Zukunft, sie finden jetzt statt“, unterstrich Marx, „Weihnachten und Ostern sind eingestiftet in die Geschichte der Menschheit, des Kosmos, in das Leben jedes einzelnen Menschen.“ Gott betrachte den Menschen als Ganzes, „mit Leib und Seele, alles soll geheilt werden“. In den Münchner Pfarr- und Wallfahrtskirchen Maria Ramersdorf und St. Maria Thalkirchen beginnt an Mariä Himmelfahrt der traditionelle Frauendreißiger. Bis zum Fest Kreuzerhöhung am 14. September finden dann in beiden Wallfahrtsorten täglich Andachten und Pilgermessen statt. Für die Feiern in Thalkirchen ist eine Anmeldung über das Pfarrbüro unter Telefon 089/742844-0 erforderlich. In Ramersdorf findet vor Ort jeweils ein Einlass entsprechend der noch freien Plätze statt. (kbr)

 

Der vorliegende Lagebericht soll die aktuelle Situation in Stadt und Landkreis Rosenheim zu Erkrankungen mit dem neuartigen Coronavirus (COVID-19) widerspiegeln. Die Daten beruhen auf den Meldedaten nach dem Infektionsschutzgesetz bis zum 13.08.2020 24 Uhr. Aufgrund von Aktualisierungen kann es zu Veränderungen kommen.

Aktuelle Empfehlungen: „Die Zahl der täglichen Neuerkrankungen bewegt sich in Stadt und Landkreis Rosenheim derzeit noch im einstelligen bis niedrigen zweistelligen Bereich. Allerdings hat die durchschnittliche Fallzahl im Vergleich zu den letzten Wochen zugenommen. Insbesondere Reiserückkehrer – auch aus Nicht-Risikogebieten – und familiäre Häufungen haben bislang zu der Steigerung der Fallzahlen beigetragen. Um von einer Trendumkehr zu sprechen, ist es jedoch noch zu früh. Teilweise ist in der Bevölkerung zu beobachten, dass Abstandsregeln nicht mehr konsequent eingehalten werden und Mund-Nasen-Bedeckungen nicht korrekt getragen werden. Ich appelliere daher eindringlich an alle Bürgerinnen und Bürger, sich sowohl zu Hause als auch im Urlaub weiterhin verantwortungsvoll an die AHA-Regeln, das sind das Abstandsgebot von mindestens 1,50 Metern, die Hygienemaßnahmen mit Husten- und Niesregeln sowie regelmäßigem Händewaschen und die Verwendung von Alltagsmasken, einzuhalten zum Schutz unserer Gesundheit. Der Anstieg der Fallzahlen sollte für uns eine Warnung sein; wir dürfen das Erreichte keinesfalls verspielen!“, sagt Dr. Wolfgang Hierl, der Leiter des Gesundheitsamtes Rosenheim. „Ich lege Ihnen darüber hinaus ans Herz, die Corona Warn-App auf Ihr Handy herunterzuladen und sie zu verwenden. Die App ist ein wichtiger Baustein einer Gesamtstrategie zur Bekämpfung der Pandemie. Die Corona-Pandemie ist trotz aktuell sinkender Fallzahlen noch lange nicht überstanden. Solange kein Impfstoff verfügbar ist, kann eine neue Infektionswelle nicht ausgeschlossen werden.“

FallzahlenentwicklungSeit dem letzten Wochenbericht mit Stand 06.08.2020 24 Uhr wurden dem Gesundheitsamt 30 neue Fälle für Stadt und Landkreis Rosenheim gemeldet. Somit hat sich die Zahl der wöchentlichen Neuerkrankungen im Vergleich zur Vorwoche mehr als verdoppelt. Täglich wurden dem Gesundheitsamt zwischen einem und 12 Neuerkrankungen gemeldet. Bisher sind insgesamt 2909 Fälle von COVID-19 in Stadt und Landkreis Rosenheim aufgetreten (Landkreis: 2352, Stadt: 557). Mittlerweile wurde bei mindestens 2640 Personen eine Genesung dokumentiert. 222 Personen sind bis zu diesem Zeitpunkt an der Erkrankung gestorben (Landkreis: 199, Stadt: 23). Von den Verstorbenen waren 7 Personen unter 60 Jahren. 145 Verstorbene waren über 80 Jahre alt. Ein COVID-19-Patient wird aktuell im Landkreis Rosenheim stationär behandelt. Die 7-Tage-Inzidenz (Fälle pro 100.000 Einwohner während der letzten 7 Tage) liegt mit Stand 14.08.2020 (0:00 Uhr) für die Stadt Rosenheim bei 15,79, für den Landkreis Rosenheim bei 7,66.

Freitag, 14. August:

Bundesschießen 2020 der  Bayerischen Gebirgsschützen-Kompanien  abgesagt!

Die größte Schießveranstaltung der Bayerischen Gebirgsschützen ist jeweils das Bundesschießen, an dem bisher jeweils jährlich rund 800 Gebirgsschützen aus dem Oberland teilgenommen haben. Es sollte vom Freitag, 25.09.2020 bis Sonntag, 27,09.2020 in Bad Tölz, Schießstätte am Buchberg und in Kreuth im Schützenhaus stattfinden. Insgesamt schossen in den letzten Jahren jeweils aus 47 Kompanien die Gebirgsschützen der 5 Gaue bzw. Bataillone, vom Werdenfels bis zum Chiemgau.

Der Bayerische Ministerpräsident Dr. Markus Söder hatte bisher traditionsgemäß den Ehrenschutz über das Bundesschießen übernommen. Auch die Südtiroler Schützen waren mit einer Abordnung als Gäste angekündigt. Heuer kann wegen der „Corona-Krise“ mit den vom Staat angeordneten Maßnahmen das Bundesschießens nicht in der gewohnten Form durchgeführt werden.  Grund dafür sind sind die strengen Auflagen – Zugang und Ausgang getrennt, Abstandsregelungen, laufende Desinfektion der Stände und der Waffen – in den beiden Schießstätten in Bad Tölz und Kreuth kaum erfüllbar. Und schließlich sieht der Bund der Bayerischen Gebirgsschützen-Kompanien sich auch in der Verantwortung, die gesundheitliche Gefährdungen der Schützen zu vermeiden. Deshalb haben sich die Verantwortlichen anlässlich der Versamm-lung der Gauhauptleute am 10.07.2020 entschlossen, in diesem Jahr kein Bundesschießen durchzuführen.

2020 gibt es noch ein weiteres besonderes Ereignis für die Bayerischen Gebirgsschützen-Kompanien, denn die Bundesfahne wird 100 Jahre alt. Sie wurde am 14.11.1920 in Tegernsee kirchlich geweiht. Aus diesem Anlass plante die Landeshauptmannschaft ein Jubiläumsschießen – eventuell gemeinsam mit dem Bundesschießen – durchzuführen. Aus den gleichen Gründen, wie oben ausgeführt, müssen die Gebirgsschützen leider auch davon absehen, das Jubiläum „100 Jahre Landesschützen-Fahne“, mit einem Jubiläumsschießen nach dem Vorbild des Landesschießens von 1920 zu begehen.

Donnerstag, 13. August:

Das Polizeipräsidium Oberbayern Süd informiert: Vorsicht, Fake News! Falschinformationen im Zusammenhang  mit der Corona-Pandemie

  „Ladeninhaber, Verkäufer, ja sogar die Ordnungsbehörden und die Polizei sind nicht befugt, sich Atteste zur Befreiung von der gesetzlichen Vorgabe zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung („Maskenpflicht“) vorlegen zu lassen.“ Diese Falschinformation und weitere irreführende Aussagen sorgen vereinzelt bereits für Verunsicherung bei Geschäftsinhabern und in der Bevölkerung insgesamt. Das Polizeipräsidium Oberbayern Süd stellt die geltende Rechtslage klar.       

 Ein Informationsblatt, Urheber angeblich das Bundesministerium für Gesundheit, wurde einer Bäckerei-Verkäuferin vor wenigen Tagen, am 10. August, in Rosenheim von einem Kunden vorgelegt. Der Mann hatte das Geschäft ohne die vorgeschriebene Mund-Nase-Bedeckung betreten und auch auf Aufforderung das Tragen einer Maske strikt abgelehnt. Begründet hat er seine Weigerung mit der Vorlage eines „amtlichen“ Schreibens des Bundesgesundheitsministeriums zur Rechtslage rund um die Maskenpflicht. Geschäftsinhaber, deren Angestellte, wie auch Ordnungsbehörden und die Polizei hätten demzufolge kein Recht, Atteste, die von der Maskenpflicht befreien, einzusehen. Darüber hinaus habe das Hausrecht des Ladeninhabers in solchen Fällen keine Gültigkeit. Vielmehr könne ein Kunde sogar Strafanzeige gegen die Verkäuferinnen erstatten, wenn diese ihn „widerrechtlich“ zum Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung aufforderten. Dass dem nicht so ist, musste der 56-jährige Rosenheimer kurz darauf erfahren. Die herbeigerufene Streifenwagenbesatzung der Polizeiinspektion Rosenheim nahm die Anzeige der Bäckerei wegen Hausfriedensbruch entgegen, erteilte dem 56-Jährigen einen Platzverweis und prüft derzeit, ob der Mann tatsächlich ein gültiges Attest besitzt. Andernfalls wird die Polizei auch wegen eines Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz Anzeige erstatten.

Das Polizeipräsidium Oberbayern Süd nimmt den Fall zum Anlass, auf die tatsächlich geltenden Rechtsvorschriften im Zusammenhang mit der Pflicht zum Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung hinzuweisen:

  • In Bayern besteht eine eingeschränkte Maskenpflicht (Mund-Nasen-Bedeckung), insbesondere bei der Benutzung des öffentlichen Nahverkehrs (ÖPNV), des öffentlichen Fernverkehrs und des Flugverkehrs sowie in Geschäften. Eine generelle Maskentragepflicht für jeglichen Aufenthalt im öffentlichen Raum besteht jedoch nicht.
  • Gewerbetreibende bzw. Geschäftsinhaber haben gegenüber „Maskenverweigerern“ selbstverständlich die Möglichkeit der Inanspruchnahme des Hausrechts!

 Das Attest (Befreiung von der Pflicht zum Tagen einer Mund-Nase-Bedeckung) muss nicht ständig mitgeführt werden. Bei einer möglichen Kontrolle durch die Polizei erleichtert das Mitführen aber natürlich die Überprüfbarkeit und verhindert einen hohen Zeitaufwand bei der Überprüfung.

  • Bei Nichteinhaltung der “Maskenpflicht” muss mit einem Bußgeld gerechnet werden! Nach dem zwischen dem Innen- und dem Gesundheitsministerium abgestimmten Bußgeldkatalog ist bei solchen Verstößen ein Bußgeld in Höhe von 150 Euro vorgesehen. Die Dienststellen des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd kontrollieren die Einhaltung der gesetzlichen Pflicht derzeit verstärkt und werden Verstöße konsequent ahnden.
  • Das Tragen von Masken ist dringend notwendig! Die zuletzt gestiegenen Infektionszahlen belegen dies. Die Polizei appelliert deshalb an die Vernunft und den Gemeinsinn aller – wo und wann immer vorgeschrieben – eine geeignete Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen!

Alle einschlägigen Informationen und Antworten auf Fragen zum Thema Coronavirus finden Interessierte auf den Internetseiten des Bayerischen Staatsministeriums des Innern, für Sport und Integration: https://www.corona-katastrophenschutz.bayern.de/faq/index.php

 Dienstag,  11. August:

Der Kneipp-Verein Prien hat seine heurige Mitgliederversammlung für den 18. September abgesagt und auf den 26. März 2021 verschoben. Auch die Adventfeier im Bayerischen Hof am 11. Dezember wurde abgesagt, evtl. gibt es hier eine Ersatz-Veranstaltung im Freien am nachmittag des 1. Advent.

Montag, 10. August:

Entscheidungen des Bayerischen Ministerpräsidenten  und des Bayerischen Kabinetts vom 10. August 2020:

Das aktuelle Infektionsgeschehen erfordert nach wie vor größte Umsicht und Vorsicht. Die aktuellen Zahlen weltweit zeigen, dass die Corona-Pandemie ungebrochen ist. Es gilt nun, eine zweite Welle und ein Infektionsgeschehen wie im März und April dieses Jahres zu verhindern. Bayern setzt dabei insbesondere auf die Einhaltung von Hygieneregeln, die Wahrung des Mindestabstandsgebots, die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung in bestimmten öffentlichen Bereichen sowie Testungen.

Der Ministerrat hat in seiner Sitzung folgende wichtige Beschlüsse gefasst:

1. Der Ministerrat beschließt, einen „Corona-Koordinator“ der Staatsregierung einzusetzen, der sämtliche, pandemiebedingte Maßnahmen bündelt, koordiniert und deren Umsetzung gewährleistet. Zum „Corona-Koordinator“ wird der Leiter der Bayerischen Staatskanzlei, Staatminister Dr. Florian Herrmann, MdL, bestimmt.

2. Der Ministerrat begrüßt die Fortentwicklung der Bayerischen Teststrategie und den massiven Ausbau der Testkapazitäten durch das Staatsministerium für Gesundheit und Pflege. Diesen Weg gilt es konsequent fortzuführen und den weiterhin steigenden Bedarf an Testungen zu decken. Der Ministerrat stellt dabei fest, dass die Testzentren für Reiserückkehrer an den drei bayerischen Flughäfen in München, Nürnberg und Memmingen, an den nächstgelegenen Rastanlagen der Autobahngrenzübergänge Kiefersfelden, Walserberg und Pocking sowie den Hauptbahnhöfen München und Nürnberg von Reiserückkehrern sehr gut angenommen werden und damit zur Minimierung des Infektionsrisikos beitragen. Das Staatsministerium für Gesundheit und Pflege hat zudem umgehend mit Inkrafttreten der bundesrechtlichen Testpflicht bestimmt, dass Passagiere aus Risikogebieten noch an den Flughäfen München, Nürnberg und Memmingen zu testen sind, wenn sie nicht bereits bei Einreise einen entsprechenden negativen Corona-Test vorweisen. Der Ministerrat begrüßt, dass die Betreibergesellschaften der Flughäfen zur Umsetzung dieser Testpflicht kurzfristig die Testung bereits in den Sicherheitsbereichen der Flughäfen ermöglicht haben. Das ist ein starker Beitrag zu einer möglichst effektiven Durchsetzung der Testpflicht. Den Flughäfen werden sämtliche durch die Testungen in den Sicherheitsbereichen verursachten Zusatzkosten aus dem Sonderfonds Corona-Pandemie erstattet.

3. Der Ministerrat beschließt, in jeder kreisfreien Stadt und jedem Landkreis ein „Bayerisches Testzentrum“ umgehend einzurichten, in dem sich jeder kostenlos testen lassen kann. Damit weitet der Freistaat sein Testangebot erneut aus und gewährleistet ein flächendeckendes Testangebot, das auch für die Reihentestungen von Lehrkräften und Schulpersonal sowie Erzieherinnen und Erziehern am Ende der Sommerferien genutzt werden soll. Das Staatsministerium für Gesundheit und Pflege wird beauftragt, in Abstimmung mit dem Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration die Kreisverwaltungsbehörden mit der Einrichtung, Organisation und dem Betrieb der Testzentren zu betrauen. Die Kosten für die Einrichtung und den Betrieb der Testzentren sowie für die Testungen einschließlich der Labordiagnostik trägt der Freistaat Bayern, soweit sie nicht von der gesetzlichen Krankenversicherung oder anderen Kostenträgern getragen werden. Das Staatsministerium für Gesundheit und Pflege wird ermächtigt, die für die Kostenerstattung von Testzentren benötigten Haushaltsmittel aus den zur Umsetzung des Bayerischen Testkonzepts zur Verfügung gestellten Haushaltsmitteln in Höhe von insgesamt 272 Mio. Euro zu entnehmen und den Regierungen zuzuweisen.

4. Das aktuelle Corona-Ausbruchsgeschehen im Landkreis Dingolfing-Landau zeigt, dass landwirtschaftliche Betriebe mit Erntehelfern und Saisonarbeitskräften ein hohes Gefährdungspotenzial für Infektionen haben. Der Ministerrat begrüßt das von der Staatsministerin für Gesundheit und Pflege in Abstimmung mit den Staatsministerien für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten sowie Familie, Arbeit und Soziales entwickelte Konzept, nach dem in landwirtschaftlichen Betrieben mit mehr als zehn Beschäftigten nur noch Personen beschäftigt werden dürfen, die bei Beginn der Beschäftigung über ein ärztliches Zeugnis verfügen, wonach bei ihnen keine Anhaltspunkte für das Vorliegen einer Infektion mit dem Coronavirus bestehen. Zur Durchsetzung der Testpflicht werden diese landwirtschaftlichen Betriebe verpflichtet, die Erntehelfer und Saisonarbeitskräfte den zuständigen Kreisverwaltungsbehörden zu melden. Daneben wird für Erntehelfer und Saisonarbeiter von ausgewählten Großbetrieben, die bereits in Beschäftigung sind, eine Reihentestung durchgeführt.

5. Neben Testungen muss in landwirtschaftlichen Betrieben mit Erntehelfern und Saisonarbeitnehmern das Infektionsrisiko durch konsequente, auf den jeweiligen Betrieb zugeschnittene Schutz- und Hygienekonzepte minimiert werden. Dabei sind insbesondere die erforderlichen Mindestabstände, Desinfektionen und Lüftungen zu gewährleisten.

6. Die Einhaltung der Schutz- und Hygienekonzepte in landwirtschaftlichen Betrieben mit Erntehelfern und Saisonarbeitskräften ist engmaschig zu kontrollieren. Der Ministerrat begrüßt, dass hierzu gemeinschaftliche Teams bestehend aus den örtlichen Gesundheitsämtern, den Landwirtschaftsämtern sowie den Gewerbeaufsichtsämtern/Sozialversicherung Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) gebildet wurden. Bei Kontrollen festgestellte Verstöße gegen Schutz- und Hygieneauflagen werden konsequent geahndet.

7. Der Ministerrat bekräftigt – in Abhängigkeit vom Infektionsgeschehen – das Ziel, ab September 2020 möglichst zum Regelbetrieb an den Schulen in Bayern unter Wahrung der erforderlichen Schutz- und Hygienemaßnahmen zurückzukehren. Zur Minimierung des Infektionsrisikos sind dabei Reihentestungen auf COVID-19 für Lehrkräfte, sonstiges schulisches Personal sowie Verwaltungsangestellte von zentraler Bedeutung, wie sie der Ministerrat bereits beschlossen hat. Die Reihentestungen müssen von den Schulen bzw. Schulträgern vor Ort insbesondere mit Blick auf die vorhandenen Testkapazitäten bei Vertragsärzten und in den Testzentren geplant, abgestimmt und organisiert werden.

8. Die Corona-Pandemie kann nur mit einem optimal ausgestatteten Öffentlichen Gesundheitsdienst bewältigt werden, der auch auf größere örtliche Ausbruchsgeschehen (sog. „Hotspots“) flexibel, schnell und zielgerichtet reagiert. Hierzu wird beim Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit die bestehende „Taskforce Infektiologie“ zu einer schlagkräftigen Einheit ausgebaut, die bayernweit zur Unterstützung der örtlichen Gesundheitsämter bei größeren örtlichen Ausbruchsgeschehen jederzeit zur Verfügung steht. Das Staatsministerium für Gesundheit und Pflege wird beauftragt, umgehend die „Taskforce Infektiologie“ zu verstärken. Zur Verstetigung der Aufgaben der verstärkten „Taskforce Infektiologie“ sollen 80 neue Stellen sowie die notwendigen Sachmittel im Doppelhaushalt 2021/2022 bereitgestellt werden.

9. Corona-Ausbruchsgeschehen erfordern sofortiges und entschiedenes Handeln. Dabei gilt es, vor Ort alle Kräfte der Gesundheits- und Sicherheitsverwaltung, der Hilfsorganisationen und des Gesundheitswesens effizient zusammenzuführen und zu koordinieren. Der Ministerrat begrüßt die durch die Staatsministerien für Gesundheit und Pflege sowie des Innern, für Sport und Integration beabsichtigte Einrichtung einer „Koordinierungsgruppe Corona-Pandemie“ an jeder Kreisverwaltungsbehörde. Zu ihren Aufgaben gehören u.a. die umgehende Organisation von Reihentestungen in betroffenen Betrieben und Einrichtungen, die konsequente Umsetzung von Quarantänen und Kohortierungen gegenüber asymptomatischen infizierten Personen und Kontaktpersonen, Absperrungen und die Organisation von Testangeboten für die Bevölkerung. Die „Koordinierungsgruppen Corona“ stehen unter der Leitung des Landrats/der Landrätin bzw. des Oberbürgermeisters/der Oberbürgermeisterin unter Einbeziehung der Fachexpertise von Gesundheitsamt, Polizei, nicht-polizeilicher Gefahrenabwehr und ggf. der Bundeswehr. Zur Abstimmung der Maßnahmen mit den Leistungserbringern sollen im Benehmen mit der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns auch Vertreter der niedergelassenen Ärzte als ärztliche Koordinatoren eingebunden werden.

10. Das Staatsministerium für Gesundheit und Pflege wird beauftragt, zusammen mit der Mitte August anstehenden Verlängerung der 6. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung eine Nachfolgeregelung zur der vom Bayerischen Verwaltungsgerichtshof außer Vollzug gesetzten Bestimmung zu erlassen, wonach die Beherbergung von Reisenden aus innerdeutschen Risikogebieten ausgeschlossen ist.

11. Der Ministerrat spricht sich dafür aus, die Kriterien für die Einstufung einer Region als Risikogebiet zu erweitern, um auf diesem Weg die Testpflicht für Reiserückkehrer auf weitere, infektiologisch problematische Gebiete auszuweiten. Der Bund wird deshalb gebeten zu prüfen, welche zusätzlichen Kriterien rechtssicher herangezogen werden können. Das Staatsministerium für Gesundheit und Pflege wird zudem beauftragt zu prüfen, ob und inwieweit auf der Grundlage einer fachlichen Einschätzung des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit für den Freistaat Bayern zusätzliche Risikogebiete für besondere Gefahrenländer ausgewiesen werden können.

12. Die Einhaltung der infektionsschutzrechtlichen Bestimmungen ist bisweilen zum Teil in kritischem Ausmaß zurückgegangen. Um eine zweite Infektionswelle zu verhindern, ist aber gerade die Einhaltung der Maskenpflicht und der Mindestabstandsregeln von zentraler Bedeutung. Die Polizei wird daher aufgefordert, die Einhaltung der geltenden infektionsschutzrechtlichen Bestimmungen verstärkt zu kontrollieren und insbesondere Verstöße gegen die Maskenpflicht konsequent zur Anzeige zu bringen. An Brennpunkten wie Innenstädten, Badeseen, Parks und sonstigen Orten, in denen erfahrungsgemäß erhöhte Menschenansammlungen anzutreffen sind, soll durch verstärkte Polizeipräsenz die Bedeutung der Infektionsschutzregel verdeutlicht werden.

Freitag, 7. August:

Information der Bayer. Staatsregierung: Am Montag, 10. August 2020, 10.00 Uhr, leitet Ministerpräsident Dr. Markus Söder die Sitzung des Ministerrats als Videokonferenz im Bayerischen Heimatministerium in Nürnberg. Das Kabinett befasst sich mit der Corona-Pandemie, dabei insbesondere mit der aktuellen Situation, Testzentren und Schulen. Über die wesentlichen Ergebnisse der Beratungen informieren Ministerpräsident Dr. Markus Söder und Gesundheitsministerin Melanie Huml im Rahmen einer Pressekonferen um 12.00 Uhrim Atrium des Bayerischen Heimatministeriums, Bankgasse 9, 90402 Nürnberg.

Die Pressekonferenz wird als Live-Stream übertragen, unter anderem über die Internetseite www.bayern.de (http://www.bayern.de) , auf YouTube (youtube.com/bayern) und Facebook (facebook.com/bayern). In Gebärdensprache übersetzt und untertitelt kann die Pressekonferenz live unter www.verbavoice.net/player/bayerischestaatskanzlei/  (http://www.verbavoice.net/player/bayerischestaatskanzlei/) verfolgt werden. Im Anschluss ist das Video unter youtube.com/bayern abrufbar.

Donnerstag, 6. August:

Verteilung von Flugblättern in Rosenheim im Bereich der Endorfer-Au-Straße – Im Bereich der Endorfer-Au-Straße in Rosenheim ist in den vergangenen Tagen ein Fall einer Erkrankung mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 festgestellt worden. Weil es zudem einige Verdachtsfälle gibt, wurden heute auf Bitte des Staatlichen Gesundheitsamtes Rosenheim Flugblätter an alle Haushalte in diesem Bereich verteilt. Die Bürgerinnen und Bürger werden darin aufgefordert, verschiedene Verhaltensregeln zu beachten zum Schutz ihrer eigenen Gesundheit. Konkret geht es unter anderem um den Sicherheitsabstand von mindestens eineinhalb Meter, das Verzichten auf Händeschütteln oder Umarmungen, das Tragen einer Alltagsmaske, dort wo es vorgeschrieben ist, und das regelmäßige Händewaschen. Eltern werden darüber hinaus aufgefordert, bei Krankheitszeichen ihrer Kinder wie Husten, Schnupfen oder Fieber, diese zu Hause zu lassen und Kontakt mit dem Haus- oder Kinderarzt aufzunehmen

Dienstag, 4. August: Fortschreibung des Corona-Tagebuches des Münchner Reisejournalisten Karl StankiewitzAugust.

Sie können einem jetzt richtig leid tun, unsere Freunde und Helfer. Ich merke das mal an ohne Häme, auch ohne großen Respekt vor hoheitlicher Gewalt. (Oft genug musste ich über Missgriffe berichten). Was sich nämlich derzeit in manchen deutschen Großstädten tut, ist nicht mehr das seit den Schwabinger Krawallen gewohnte Katz-und-Maus-Spiel, es ist offene Konfrontation. Über die Ursachen dieser Entwicklung zerbrechen sich Psychologen, Soziologen, Polizeisprecher und kommentatoren der Medien die Köpfe.

Unsere Polizei, das neue Feindbild? Berlin, Stuttgart und Frankfurt liegen zwar nicht in Bayern, doch auch hierzulande eskaliert ein gewisser, neuartiger Konflikt. Mindestens an allen regenfreien Wochenendabenden müssen in München ganze Hundertschaften ausrücken, um Massen von Maskenverweigerern, vorgeblichen Grundrechte-Schützern, Krakeelern und als solche erkennbaren Provokateure, oft mit rechtsextremen Schreiern durchsetzt, bei elementarer Missachtung der Hygiene-Regeln aufzuklären, an den „Hotspots“ einigermaßen zu bändigen oder notfalls zu zerstreuen. Künftig sollen uniformierte Ordnungshüter auch noch Auslandsheimkehrer zum Corona-Test zwingen. Das alles natürlich mit den beschränkten Mitteln der „Verhältnismäßigkeit“, die ihnen auch Gerichte immer öfter auferlegt. Wie denn nun? Mit höflichem Hinweis? Dann wird eine Polizistin schon mal blutig gebissen, wie in Landshut geschehen. Vielleicht mit Hausverbot wegen Beharren auf „Mundfreiheit“? Oder hilft schließlich nur noch das Wegtragen, wie in einem Günzburger Hotel geschehen? Der gut geschulte Polizeigriff, als „Achter“ bekannt, darf allenfalls bei Widerstand gegen die Staatsgewalt angewandt werden.

Nicht einfach auch, Gruppen von tausend oder mehr fröhlich feiernden Menschen „wegzusprechen“, wie Münchens Polizeisprecher Marcus da Gloria Martins die Taktik Nr.1 benennt. Körperlichen Zwang? Die Polizeigewerkschaft hält es manchmal für nötig, Bayerns Innenminister, eigentlich einer harten Linie nicht abgemeigt, ist grundsätzlich dagegen. Zeitlich und örtlich begrenzte Aufenthalts- oder Alkoholverbote? Hat der Münchner Stadtrat abgelehnt; die CSU-Fraktion würde dem Party-Rummel lieber durch eine Aktion mit nett formulierten Postkarten begegnen. Die Rede ist sogar von Reiterstaffeln und Streifen auf Fahrrädern mit eigener Uniform. Die Ratlosigkeit frustriert, nicht zuletzt Teile der Polizei. „Es ist mehr als notwendig, der Bevölkerung eine klare Linie vorzugeben und diese Linie auch ebenso konsequent um- und durchzusetzen,“ schrieb mir ein Beamter, den ich als freundlichen, historisch gebildeten Polizisten gut kenne. Die Polizei, klagt er, „wagt“ nicht zu agieren wie in den 60er Jahren. Insofern habe sich tatsächlich viel in der Ausbildung zum Positiven gewendet. Leider aber gleiche der Einsatz gegen die Corona-Leugner und der Party- Freaks oftmals einem Kampf gegen Windmühlen. Während sich die Polizei beim Bewältigen solcher Einsatzlagen weiterentwickelt habe, bleibe der Respekt gegenüber den Kollegen und das Verständnis fürn die nicht unberechtigten Vorgaben der Staatsregierung auf der Strecke.

Warum sich das Verhalten in Teilen der Gesellschaft dermaßen entwickelt hat, kann mein Polizist auch nur vermuten: Der gemeine Bürger denke: „Man liest nichts mehr, man sieht nichts mehr, man hört nichts mehr, man ist selbst bislang davongekommen – dann ist auch nichts mehr in Bezug auf Corona zu erwarten.“ Dieses Denken, gepaart mit der Rücksichtslosigkeit, Oberflächlichkeit und vor allem Dummheit Einzelner, werde noch Folgen haben. – Dem möchte ich nichts hinzufügen.

Freitag, 31. Juli:

Caritas: Brasilien riskiert das Überleben seiner indigenen Völker

Caritas international warnt vor einem Genozid an indigener Bevölkerung – Brasilianische Bischöfe kritisieren Bolsonaro scharf – Start eines Corona-Hilfsprojektes im Amazonas-Gebiet

Freiburg, 31. Juli 2020. Die brasilianische Regierung muss ihre menschenverachtende Untätigkeit in der Pandemiebekämpfung aufgeben und marginalisierte Bevölkerungsgruppen, besonders Indigene, schützen, fordert das Hilfswerk des Deutschen Caritasverbandes, Caritas international. „Mit der Politik der Regierung Bolsonaro, die sich dezidiert gegen die Indigenen und ihren Lebensraum richtet und aktuell ihren Genozid riskiert, muss endlich Schluss sein“, sagt Oliver Müller, Leiter von Caritas international.

Mit fast 70.000 Neuinfizierten innerhalb nur eines Tages hat das Land mittlerweile mehr als 2,6 Millionen COVID-19 Fälle zu verzeichnen. Besonders gefährdet sind marginalisierte und arme Bevölkerungsgruppen, unter denen sich die Infektionen rasant ausbreiten und für Zuwächse von über 30 Prozent innerhalb nur einer Woche sorgen. Gerade aber diese Gruppe ist in der Pandemie auf sich alleine gestellt und erhält vom staatlichen Gesundheitssystem kaum ausreichend Hilfe. Der ehemalige Präsident und amtierende Richter des obersten Gerichtshofs Brasiliens, Gilmar Mendes, befürchtet einen Genozid.
Eingeschaltet haben sich auch 152 brasilianische Bischöfe, die die Pandemie als „beispiellose Gesundheitskrise“ Brasiliens und Bolsonaro als unfähig beschreiben, diese zu bewältigen. Er stelle nicht „das Wohl aller in den Mittelpunkt, sondern die Interessen einer Wirtschaft, die tötet, die sich auf den Markt und den Profit um jeden Preis konzentriert.“

Außerordentlich stark betroffen sind der Bundesstaat Amazonas und hier besonders die indigene Bevölkerung, die in Manaus in Armutsvierteln unter prekären Umständen auf engstem Raum lebt. Die Gesundheitsversorgung in Manaus selbst ist schwach, im Umland, wohin sich die Pandemie jetzt verstärkt ausbreitet, ist sie praktisch kaum vorhanden. Nur sehr wenige Kommunen halten intensivmedizinische Betten vor. Es mangelt an Schutzausrüstung für die Mitarbeitenden des Gesundheitssystems und insgesamt an Corona-Tests.

Durch illegale Eindringlinge wie Holzfäller und Goldsucher in ihre Territorien, wird die indigene Bevölkerung im Umland zusätzlich bedroht und der Gefahr einer Infektion ausgesetzt. „Der Staat muss unbedingt die indigene Bevölkerung besser schützen sowie spezifische und dringende Notfallmaßnahmen eines kürzlich erarbeiteten Gesetzesvorhaben umsetzen, dessen zentrale Inhalte, die indigene und marginalisierte Bevölkerungsgruppen schützen sollten, von Präsident Bolsonaro aber gestrichen wurden“, fordern übereinstimmend Afonso Brito, Geschäftsführer der Caritas der Erzdiözese Manaus, sowie Adriana Azevedo, Regionalkoordinatorin der Nichtregierungsorganisation CIMI, die sich für indigene Rechte einsetzt.

Caritas international hat mit der Caritas der Erzdiözese Manaus und CIMI ein Nothilfeprojekt begonnen, das die indigene Bevölkerung in Manaus und im Amazonas-Umland besser vor COVID-19 schützen soll. Das Projekt wird mit einer Million Euro vom Auswärtigen Amt finanziert.
Dabei werden staatliche Gesundheitszentren mit COVID-Schutzausrüstung, medizinischem Gerät und Medikamenten sowie Corona-Tests ausgestattet. Auch soll die indigene Bevölkerung besser und kulturell sensibel zu COVID-19 informiert und ihre Hygienesituation verbessert werden. Da die indigenen Völker von der Regierung nicht unterstützt werden, sollen sie in ihrer Selbstschutzfähigkeit gestärkt werden. Erreicht werden mit dem Corona-Nothilfeprojekt etwa 60.000 Menschen im Amazonasgebiet.

Hinweis an die Redaktionen: Für ein Interview stehen der Leiter des Lateinamerika-Referats, Claudio Moser, und der Projektverantwortliche für Brasilien, Manuel Brettschneider gerne bereit.
Wenden Sie sich bitte an die Pressestelle: 0761 200 510 oder presse@caritas-international.de

Für die weltweite Hilfe im Kampf gegen das Coronavirus ruft Caritas international zu Spenden auf:

Caritas international, Freiburg
Stichwort: “Corona-Hilfe
IBAN: DE88 6602 0500 0202 0202 02,
Bank für Sozialwirtschaft Karlsruhe,
BIC: BFSWDE33KRL oder online unter: https://www.caritas-international.de/spenden/

Diakonie Katastrophenhilfe, Berlin
IBAN: DE68 5206 0410 0000 5025 02
Evangelische Bank eG
BIC GENODEF1EK1
oder online unter www.diakonie-katastrophenhilfe.de/spenden/

Caritas international ist das Hilfswerk des Deutschen Caritasverbandes. Dieser gehört zum weltweiten Netzwerk der Caritas mit 166 nationalen Mitgliedsverbänden.

Landratsamt und Gesundheitsamt Rosenheim – Aktuelle Empfehlungen: „Die Zahl der täglichen Neuerkrankungen bewegt sich in Stadt und Landkreis Rosenheim derzeit noch im einstelligen Bereich. Allerdings hat die durchschnittliche Fallzahl im Vergleich zu den letzten Wochen zugenommen. Insbesondere familiäre Häufungen haben bislang zu der Steigerung der Fallzahlen beigetragen. Um von einer Trendumkehr zu sprechen, ist es jedoch noch zu früh. Teilweise ist in der Bevölkerung zu beobachten, dass Abstandsregeln nicht mehr konsequent eingehalten werden und Mund-Nasen-Bedeckungen nicht korrekt getragen werden. Ich appelliere daher eindringlich an alle Bürgerinnen und Bürger, sich auch weiterhin verantwortungsvoll an die AHA-Regeln, das sind das Abstandsgebot von mindestens 1,50 Metern, die Hygienemaßnahmen mit Husten- und Niesregeln sowie regelmäßigem Händewaschen und die Verwendung von Alltagsmasken, einzuhalten zum Schutz unserer Gesundheit. Der Anstieg der Fallzahlen sollte für uns eine Warnung sein; wir dürfen das Erreichte keinesfalls verspielen!“, sagt Dr. Wolfgang Hierl, der Leiter des Gesundheitsamtes Rosenheim. „Ich lege Ihnen darüber hinaus ans Herz, die Corona Warn-App auf Ihr Handy herunterzuladen und sie zu verwenden. Die App ist ein wichtiger Baustein einer Gesamtstrategie zur Bekämpfung der Pandemie. Die Corona-Pandemie ist trotz aktuell sinkender Fallzahlen noch lange nicht überstanden. Solange kein Impfstoff verfügbar ist, kann eine neue Infektionswelle nicht ausgeschlossen werden.“

Fallzahlenentwicklung:  Seit dem letzten Wochenbericht mit Stand 23.07.2020 24 Uhr wurden dem Gesundheitsamt 21 neue Fälle für Stadt und Landkreis Rosenheim gemeldet. Die tägliche Zahl der Neuerkrankten schwankte dabei zwischen null und sieben Fällen. Zu einem großen Teil handelte es sich dabei um familiäre Häufungen. Bisher sind insgesamt 2865 Fälle von COVID-19 in Stadt und Landkreis Rosenheim aufgetreten (Landkreis: 2326, Stadt: 538). Mittlerweile wurde bei mindestens 2614 Personen eine Genesung dokumentiert. 222 Personen sind bis zu diesem Zeitpunkt an der Erkrankung gestorben (Landkreis: 199, Stadt: 23). Von den Verstorbenen waren 7 Personen unter 60 Jahren. 151 Verstorbene waren über 80 Jahre alt. Aktuell werden in Stadt und Landkreis Rosenheim drei COVID-19-Patienten stationär behandelt. Die 7-Tage-Inzidenz (Fälle pro 100.000 Einwohner während der letzten 7 Tage) liegt mit Stand 31.07.2020 (0:00 Uhr) für die Stadt Rosenheim bei 11,05, für den Landkreis Rosenheim bei 4,98.

Erzbischof Marx: Coronakrise rückt Wohl aller Menschen in den Blick  – Erzbischof von München und Freising ruft in Radiobeitrag zu Solidarität auf. Kardinal Reinhard Marx mahnt, bei der Suche nach einem Impfstoff zur Bekämpfung der Coronapandemie das Wohl aller im Blick zu behalten. „Die Coronapandemie hat uns ganz deutlich gemacht, dass Globalisierung bis ins kleinste Detail hinein bedeutet: Alles hängt mit allem zusammen“, so der Erzbischof von München und Freising in einem Radiobeitrag für die Reihe „Zum Sonntag“ des Bayerischen Rundfunks, der am Samstag, 1.  August, gesendet wird. „Vielleicht haben wir weltweit noch nie so sehr verstanden, was es heißt, eine Menschheitsfamilie zu sein.“

Corona betreffe alle Kontinente und gefährde am stärksten diejenigen, die unter Krankheit und Gebrechlichkeit litten, die unter Bedingungen von Armut und Not lebten, unterstreicht der Kardinal. „Deshalb befremdet es uns auch so sehr, wenn einzelne Staaten möglichst zuerst für sich selbst Corona-Medikamente oder -Impfstoffe sichern wollen. Denn das widerspricht den ethischen Kriterien eines Weltgemeinwohls und globaler Gerechtigkeit.“ „Ich appelliere deshalb dringlich an die Pharmaindustrie, an Forschungsinstitute und an die politisch Verantwortlichen, dieser Verlockung zum kurzfristigen Gewinn nicht nachzugeben, sondern langfristig das Wohl der gesamten Menschheitsfamilie im Blick zu haben und die eigenen Entscheidungen daran auszurichten“, so Marx. Es gehe um eine „Globalisierung der Solidarität“, zu der auch Papst Franziskus ermutige. Der Kardinal zeigt sich optimistisch, dass die Menschen aus der Pandemie gelernt hätten: „Mich bestärken die Erfahrungen der vergangenen Monate in der Hoffnung, dass die Menschen begriffen haben, dass alles mit allem zusammenhängt und das Überleben der gesamten Menschheitsfamilie davon abhängt, ob wir wirklich solidarisch miteinander sind.“ (uq)

Hinweis: Der Radio-Beitrag von Kardinal Marx wird am Samstag, 1. August, um 17.55 Uhr im zweiten Hörfunkprogramm des Bayerischen Rundfunks gesendet.

Polizeipräsidium Oberbayern-Süd: Aufgrund der Reisebeschränkungen bezüglich der Corona-Pandemie unternahmen in den letzten Wochen und Monaten noch mehr Einheimische und Ausflügler einen Kurztrip in die Ausflugsregionen des südlichen Oberbayerns. Dies führte in Berg- und Seeregionen zu teils belastenden Verkehrsverhältnissen. In den nächsten Wochen führen die betroffenen Dienststellen des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd mit Unterstützung der Bayerischen Bereitschaftspolizei daher verstärkt Kontrollen zur Aufrechterhaltung der Verkehrssicherheit durch. Zudem wird nochmals eindringlich an alle Verkehrsteilnehmer appelliert, insbesondere beim Parken von Fahrzeugen die Vorschriften der Straßenverkehrsordnung sowie die Bestimmungen der Gemeinden und Kommunen einzuhalten.

 Im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd befinden sich zahlreiche touristische „Hotspots“. Die An- und Abfahrtswege sowie öffentlichen Parkplätze waren bereits vor der Corona-Pandemie regelmäßig durch den Ausflugsverkehr überfüllt und nicht mehr aufnahmefähig. Während und auch nach der Ausgangsbeschränkung kam es in den Regionen der oberbayerischen Berge und Seen zu neuen Belastungsspitzen. Vielerorts waren öffentliche Ausflugsparkplätze schon am frühen Vormittag belegt, so dass zahlreiche Fahrzeuge am Fahrbahnrand, auf Grünstreifen, in Wäldern oder auf Wiesen abgestellt wurden. Diese „Wildparkerei“ führte in den vergangenen Wochen zu massiven Verkehrsproblemen, da auf den schmalen Zufahrtsstraßen durch die am Fahrbahnrand geparkten Fahrzeuge erhebliche Behinderungen entstanden. Für breitere Einsatzfahrzeuge, insbesondere des Rettungsdienstes und der Feuerwehr, wäre vielerorts kein Durchkommen möglich gewesen.Aus diesem Grund werden die vom Ausflugsverkehr betroffenen Dienststellen des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd ab diesem Samstag, den 1. August 2020, bis zum Ende der bayerischen Sommerferien an allen Wochenenden die Einhaltung der Straßenverkehrsordnung und das Freihalten der Rettungswege in den Ausflugsregionen verstärkt überwachen. Die örtlichen Polizeiinspektionen werden hierbei von Einheiten der Bayerischen Bereitschaftspolizei unterstützt. Festgestellte Verstöße werden konsequent geahndet. Dies kann von einem Verwarnungsgeld oder einer Ordnungswidrigkeitenanzeige bis hin zur Abschleppung des Fahrzeugs führen.

Die Polizei appelliert im Interesse aller:

  • Parken Sie nur auf ausgewiesenen Parkplätzen und -flächen!
  • Denken Sie an die Umwelt! Insbesondere Wiesen und Wälder, die nicht explizit als Parkplatz ausgewiesen wurden, sind nicht zum Abstellen eines Fahrzeugs geeignet!
  • Halten Sie Rettungswege frei und achten Sie beim Parken am Fahrbahnrand auf eine ausreichende Fahrbahnbreite für größere Einsatz- und Rettungsfahrzeuge!
  • Weichen Sie auf andere Parkplätze aus, auch wenn sich hierdurch Ihr Fußweg verlängert!
  • Fahren Sie keine Ausflugsziele an, von denen Sie z.B. aus dem Rundfunk wissen, dass es hier bereits zu Stauungen auf der Anfahrt kommt!
  • Nutzen Sie, wenn möglich, den öffentlichen Personennahverkehr oder bilden Sie Fahrgemeinschaften!
  • Überlegen Sie sich vor Fahrtantritt einen „Plan B“, also ein alternatives Ausflugsziel! Die Internetseite https://www.oberbayern.de/ausflugs-ticker/ bietet hierfür wertvolle Tipps.

Landratsamt/Gesundheitsamt Rosenheim: Import von COVID-19-Erkrankungen verhindern –Gesundheitsamt Rosenheim veröffentlicht Merkblatt zu Einreisequarantäneverordnung

Viele beliebte Urlaubsziele der Deutschen stehen in der Liste der Corona-Virus-Risikogebiete des Robert Koch-Instituts. Das Staatliche Gesundheitsamt Rosenheim fordert die Reisenden auf, diese Liste zu beachten. In einem Merkblatt weist die Gesundheitsbehörde zudem auf die Regelungen der Bayerischen Einreisequarantäneverordnung hin. Sie regelt unter anderem, dass Reiserückkehrer aus Risikogebieten für 14 Tage in häusliche Quarantäne müssen. Dieser Zeitraum lässt sich verkürzen, zum Beispiel wenn sich Urlauber in den letzten 48 Stunden vor der Rückkehr noch im Urlaubsland oder unmittelbar nach der Einreise am Grenzübergang, am Flughafen oder beim Hausarzt testen lassen. Die häusliche Quarantäne ist dann nur bis zum Vorliegen eines negativen Ergebnisses notwendig.

Die Rosenheimer Gesundheitsbehörde fordert alle Bürgerinnen und Bürger in Stadt und Landkreis Rosenheim auf, sich nach der Rückkehr aus einem Risikogebiet umgehend per E-Mail unter gesundheitsamt@lra-rosenheim.de zu melden. Um mögliche Infektionsketten so schnell wie möglich unterbrechen zu können, ist dem Gesundheitsamt die telefonische Erreichbarkeit besonders wichtig. Zu den Risikogebieten gehören derzeit etliche europäische Staaten wie Albanien, Bosnien-Herzegowina, Kosovo oder Serbien. Darüber hinaus listet das Robert Koch-Institut auch zahlreiche beliebte Reiseländer auf wie Ägypten, Türkei oder USA auf. Das Merkblatt zu den Regelungen der Bayerischen Einreisequarantäneverordnung ist auf der Startseite von www.landkreis-rosenheim.de im Aushang „COVID-19“ zu finden.

Mittwoch, 29. Juli:

ITB Berlin veröffentlicht IPK Sonderumfrage: Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf das internationale Reiseverhalten – Auslandsreiselust der Deutschen hoch trotz fehlendem Impfstoff – Auto-Reisen & naturorientierter Urlaub genießen höchstes Sicherheitsimage – Maßnahmen zur Senkung des Corona-Risikos von großer Bedeutung

Berlin, 29. Juli 2020 – Die Deutschen machen ihrem Ruf als Reiseweltmeister weiterhin alle Ehre – so lautet ein Ergebnis einer weltweiten Umfrage zu Reisen in Zeiten von Corona von IPK International unter Beteiligung der ITB Berlin. Demnach ist die Lust der Deutschen auf Reisen außerhalb des eigenen Landes deutlich höher als bei den meisten anderen Ländern. Gleichzeitig gibt es aber auch große Unterschiede bei Reiseart und Reiseziel wie die Studie zeigt. Nicht zuletzt messen die Befragten den Maßnahmen zur Senkung des Ansteckungsrisikos eine sehr große Bedeutung zu.

Überdurchschnittlich hohe Auslandsreiseabsichten der Deutschen

Gefragt nach den Reiseabsichten in Zeiten von Corona gaben über 70 Prozent der deutschen Auslandsreisenden an, nach wie vor in andere Länder reisen zu wollen – trotz fehlendem Impfstoff. Damit liegt Deutschland messbar über dem europäischen und insbesondere weltweiten Durchschnitt. Ausschließlich innerhalb Deutschlands zu reisen, können sich knapp 20 Prozent der Befragten vorstellen. Zehn Prozent gaben an, in Zeiten von Corona auf Reisen ganz verzichten zu wollen. Als Gründe hierfür nannten fast 90 Prozent der Befragten gesundheitliche Risiken aufgrund von Corona.

Über 80 Prozent wollen noch in diesem Jahr verreisen – Spanien liegt vorne

Mehr als 80 Prozent der Deutschen, die in Zeiten von Corona ins Ausland reisen möchten, wollen noch in diesem Jahr ihren Urlaub antreten. Bevorzugtes Reiseziel ist Spanien (mit den Kanaren auf Rang eins), gefolgt von Italien, Frankreich und Österreich. Ein, im Vergleich zu den Zeiten vor Corona, überdurchschnittliches Interesse haben die Deutschen derzeit auch an der Schweiz, Griechenland, Kroatien und Dänemark. Die Lust auf Reiseziele außerhalb Europas liegt dagegen noch unter dem Durchschnitt. In einer zweiten Umfrage im September möchte IPK International erneut die Potenziale für Reiseziele ermitteln und mögliche Veränderungen aufzeigen.

Auto-Reisen und naturorientierter Urlaub genießen höchstes Sicherheits-Image

Auf die Frage nach dem Corona-Infektionsrisiko bei touristischen Produkten und Angeboten gaben deutsche Auslandsreisende folgende Bewertung ab: Die besten Werte erzielten Auto-Reisen (nur vier Prozent sehen hier ein erhöhtes Corona-Risiko) – als ebenso sicher gelten naturorientierte Urlaubsarten, Ferienwohnungen, Camping, aber auch der Bade- & Strandurlaub wird überwiegend noch als „coronasicher“ eingestuft. Im Gegensatz dazu sehen die Befragten ein mehrheitlich hohes Corona-Risiko vor allem bei Flugreisen, Kreuzfahrten sowie beim Besuch von größeren Veranstaltungen.

Sicherheitsgefühl zu stärken hat höchste Priorität

Trotz hohem Interesse, auch in den Zeiten von Corona ins Ausland zu reisen, ist die Mehrheit der Deutschen (85 Prozent) ähnlich wie in anderen Ländern nicht angstfrei und betrachtet Reisen als zusätzliches Infektionsrisiko (80 Prozent). Maßnahmen, die das Sicherheitsgefühl erhöhen, sind daher von großer Bedeutung, um Reiseinteressierte auch als Kunden zu gewinnen. Hierbei legen die Deutschen vor allem auf die Einhaltung der Mindestabstände, sowohl in Restaurants, aber auch in den Verkehrsmitteln wie Bahn und Flugzeug, großen Wert: 90 Prozent der deutschen Auslandsreisenden erachten diese Maßnahmen als wichtig. Als ebenfalls essentiell gelten Mund- und Nasenschutz sowie die generelle Einhaltung der Hygienevorschriften.

Einschätzung des Corona-Risikos in den einzelnen Reisezielen

Wie schätzen deutsche Auslandsreisende das Corona-Risiko in den verschiedenen Reisezielen ein? Das eigene Land ist aus der Sicht der Deutschen derzeit das mit Abstand sicherste Reiseziel, gefolgt von den Nachbarländern Schweiz, Dänemark, den Niederlanden und Österreich. Im Hinblick auf Fernreiseziele schneiden Süd-Korea, Singapur und die Vereinigten Emirate im Sicherheits-Ranking am besten ab.

Ist ein Recovery zu erwarten? Wie verändert sich das Stimmungsbild?

Diesen Fragen wird IPK International in einer zweiten Umfrage im September auf den Grund gehen. In 18 Märkten weltweit wird das Institut im Rahmen von bevölkerungsrepräsentativen Interviews  erneut eine Reihe von Fragen zu den Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf das internationale Reiseverhalten stellen und entsprechende Ergebnisse und Trends ableiten.

Über die ITB Berlin und IPK International

Neben der seit Jahren erfolgreich praktizierten Kooperation von ITB und IPK zur Publizierung internationaler Reisetrends und Prognosen auf der Basis des  World Travel Monitor®, veröffentlicht die ITB nun Ergebnisse der IPK COVID-19 Sonderstudie. Weitere Informationen zu dieser Studie finden Sie auf www.ipkinternational.com.

Über die ITB Berlin und den ITB Berlin Kongress
Die ITB Berlin 2021 findet von Mittwoch bis Sonntag, 10. bis 14. März, statt. Von Mittwoch bis Freitag ist die ITB Berlin für Fachbesucher geöffnet. Die ITB Berlin ist die führende Messe der weltweiten Reiseindustrie. 2019 stellten rund 10.000 Aussteller aus 181 Ländern ihre Produkte und Dienstleistungen rund 160.000 Besuchern, darunter 113.500 Fachbesuchern, vor. Parallel zur Messe läuft der ITB Berlin Kongress von Mittwoch bis Samstag, 10. bis 13. März 2021. Er ist weltweit der größte Fachkongress der Branche. Der Eintritt zum ITB Berlin Kongress ist für Fachbesucher und Aussteller kostenlos. Mehr Informationen sind zu finden unter www.itb-berlin.de, www.itb-kongress.de und im ITB Social Media Newsroom.

Dienstag, 28. Juli:

Aktuell aus dem Bayerischen Kabinett:

1.Bayerische Teststrategie / Weiterer massiver Ausbau der Testkapazitäten pro Tag / Mehr Sicherheit durch mobile Teststrecken an Schulen und in Gemeinschaftsunterkünften / Testzentren für Reiserückkehrer an den bayerischen Flughäfen, an den Hauptbahnhöfen München und Nürnberg sowie an Grenzübergängen / Ausweitung der Testungen in Asylunterkünften / Testungen in landwirtschaftlichen Betrieben mit Saisonarbeitern. Die bayerische Teststrategie im Kampf gegen das Corona-Virus erweist sich bisher als sehr erfolgreich: Die Zahl der durchschnittlichen Testungen konnte seit Mai um über 77 Prozent gesteigert werden, die täglichen Testkapazitäten der PCR-Abstrichuntersuchungen im gleichen Zeitraum um 24 Prozent. Insgesamt wurden seit den ersten festgestellten SARS-CoV-2-Infektionen Ende Januar fast 1,5 Mio. Proben im Freistaat untersucht.

Massiver Ausbau der Testkapazitäten

Die Corona-Pandemie ist aber noch nicht vorbei. Bayern baut nun seine Testkapazitäten im Kampf gegen das Corona-Virus soweit als möglich aus, um insbesondere für eine mögliche zweite Welle optimal vorbereitet zu sein. Der Ministerrat entschied heute, Testkapazitäten bis Ende 2020 in erheblichem Umfang bei privaten Laboren und Unternehmen anzukaufen bzw. zu reservieren. Die Testkapazität wird damit von aktuell rund 27.200 Testungen pro Tag massiv erhöht. Diese zusätzlichen Kapazitäten werden insbesondere Vertragsärzten sowie im Bedarfsfall auch Krankenhäusern für die Umsetzung des bayerischen Testangebots zur Verfügung gestellt. Zudem will die Bayerischen Staatsregierung insbesondere Personen mit erhöhtem Ansteckungsrisiko noch mehr Sicherheit bieten. Darum beschloss das Kabinett heute den Einsatz mobiler Teststrecken an Schulen und sowie in Gemeinschaftsunterkünften (wie etwa im Asylbereich, auf Schlachthöfen oder bei Erntehelfern). Mobile Teststrecken eignen sich besonders um regelmäßig und zeitnah größere Bevölkerungsgruppen mit PCR zu testen, da sie sowohl über die notwendige Logistik als auch über entsprechende Hochdurchsatzmethoden verfügen. Auf die mobilen Teststrecken sollen die Schulleitungen und -träger zusätzlich zur Möglichkeit von Reihentestungen durch Vertragsärzte zurückgreifen können, wenn an den Schulen zum Ende der Sommerferien die Testungen von Lehrkräften und weiterem Schulpersonal beginnen.

Testzentren für Reiserückkehrer

Das Infektionsgeschehen in einigen Ländern ist weiterhin besorgniserregend. Insbesondere Bilder aus beliebten Reisezielen, die Urlauber ohne die unabdingbare Einhaltung der Abstands- und Hygieneangebote zeigen, stimmen sorgenvoll. Das lässt befürchten, dass aus dem Sommerurlaub eine Vielzahl von Urlaubern infiziert nach Bayern zurückkehrt. Die Bayerische Staatsregierung will Infektionen bei Reiserückkehrern schnell erkennen und verhindern, dass Infektionsketten in Bayern ausgelöst werden. Der Schutz der Bevölkerung steht hier an oberster Stelle. Neben der bereits bestehenden Quarantänepflicht für Rückkehrer aus Risikogebieten ist deshalb eine massive Ausweitung der Testungen notwendig. Es soll ein attraktives, kostenloses Testangebot für Reiserückkehrer an den bayerischen Flughäfen, bayerischen Autobahngrenzübergängen und den Hauptbahnhöfen München und Nürnberg entstehen. Das Testangebot umfasst Ankommende aus Risikogebieten ebenso wie aus Nicht-Risikogebieten. Diese Testzentren werden entsprechend eingesetzt, wenn der Bund die angekündigte Testpflicht für Rückkehrer aus Risikogebieten einführt. Die Staatsregierung hat bereits begonnen an den Flughäfen München und Nürnberg vorläufige Testzentren einzurichten. Bis zum 30.07.2020 soll auch am Flughafen Memmingen ein Testzentrum die Arbeit aufnehmen. Mit dem Betrieb der Testzentren sollen externe Betreiber beauftragt werden. Das reguläre Testangebot soll täglich von 5 Uhr bis 23 Uhr und auch am Wochenende zur Verfügung stehen. Um möglichst viele Infizierte bei der Rückkehr nach Bayern zu identifizieren, sollen zudem Kontrollen an den großen Grenzübergängen nach Österreich stattfinden. Die Testzentren werden an den nächstgelegenen Rastanlagen Hochfelln-Nord (A8), Heuberg (A93) (dauerhaft ab 07.08.2020, bis dahin übergangsweise Inntal-Ost) und Donautal-Ost (A3) eingerichtet. Die Testzentren in den Hauptbahnhöfen Nürnberg und München sollen bis 07.08.2020 einsatzbereit sein. Die Testzentren sollen ebenfalls von externen Betreibern betreut werden. Das Verkehrsministerium wird unverzüglich in Verhandlungen mit dem Bund bzw. der Deutschen Bahn AG treten und die Voraussetzungen für die Bereitstellung der notwendigen Flächen sowie die Beschilderung und Verkehrsleitung schaffen. Das Innenministerium wird mit den freiwilligen Hilfsorganisationen bzw. dem THW den vorläufigen Betrieb von Testzentren nachgelagert zu den drei Grenzübergängen und den Hauptbahnhöfen in München und Nürnberg verhandeln und beauftragen. Ziel ist eine Inbetriebnahme der vorläufigen Testzentren am 30.07.2020. Die Kosten übernimmt der Freistaat Bayern, soweit sie nicht von der gesetzlichen Krankenversicherung getragen werden. Zudem sollen im Bahn- und Straßenverkehr aus Risikogebieten Stichprobenkontrollen der Reisenden durchgeführt werden, um die Einreisebestimmungen durchzusetzen. Der Bund wird aufgefordert dafür Sorge zu tragen, dass die Verpflichtung zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes im Bahnverkehr und auf den Bahnhöfen wirksam kontrolliert und durchgesetzt wird.

Ausweitung von Testungen in Asylunterkünften Bereits seit dem 27.02.2020 werden ankommende Asylsuchende in den bayerischen ANKER-Zentren verdachtsunabhängig auf das Corona-Virus getestet. Mehr als 6.000 Tests wurden seitdem durchgeführt, hinzu kommen Testungen in Gemeinschafts- und dezentralen Unterkünften bei entsprechendem Verdacht. Dadurch konnte die Zahl der Corona-Infektionen in der Asylunterbringung erfolgreich begrenzt werden.

Im Rahmen der Teststrategie erweitert die Staatsregierung auch die Testungen in Asylunterkünften und verbessert die Informationsvermittlung an die Bewohner. Zukünftig werden Asylbewerber bei jedem Besuch des Ärztezentrums eines ANKER-Zentrums verdachtsunabhängig auch auf das Corona-Virus getestet, unabhängig vom konkreten Anlass des Arztbesuchs. Um dem Verschleppen von unerkannten Infektionen vorzubeugen, wird auch vor jeder Verlegung eines Asylbewerbers verdachtsunabhängig getestet. Eine Verlegung erfolgt erst nach Vorliegen eines negativen Befundes. Zudem sollen bei einem Positiv-Fall immer alle Bewohner sowie Beschäftigte der betroffenen Unterkunft getestet und die gesamte Einrichtung mindestens 14 Tage unter Quarantäne gestellt werden. Erst wenn eine weitere Testung am Ende der Quarantäne ausschließlich zu negativen Testergebnissen kommt, wird sie aufgehoben. Außerdem sollen auch in umliegenden Asylunterkünften Reihentestungen durchgeführt werden, wenn relevante persönliche Kontakte zwischen den Bewohnern bestehen, um örtliche Infektionsgeschehen noch besser eingrenzen und bewältigen zu können.

Testungen in landwirtschaftlichen Betrieben mit Saisonarbeitern Testungen von landwirtschaftlichen Betrieben mit Saisonarbeitern Landwirtschaftliche Betriebe mit Saisonarbeitnehmern haben für Corona-Ausbruchsgeschehen ein hohes Gefährdungspotential, das durch konsequente betriebliche Schutz- und Hygieneauflagen minimiert werden muss. Wird ein Corona-Ausbruchsgeschehen festgestellt, werden umgehend prioritär – wie im niederbayerischen Mamming – der Betrieb selbst sowie konzentrisch alle umliegenden landwirtschaftlichen Betriebe kontrolliert und alle Saisonarbeitnehmer und sonstige Betriebszugehörige getestet. Im Fall einer positiven Testung wird unverzüglich eine umfassende Quarantäne angeordnet. Landwirtschaftliche Betriebe mit Saisonarbeitnehmern werden generell in kürzeren Intervallen als bisher, auch unangemeldet Tag und Nacht, kontrolliert und auf eine Corona-Infektion getestet. Für die Kontrollen werden gemeinschaftliche Teams gebildet, bestehend aus den örtlichen Gesundheitsämtern, den Landwirtschaftsämtern sowie den Gewerbeaufsichtsämtern/Sozialversicherung Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau. Aufbau und Einsatz der gemeinschaftlichen Teams erfolgen unter Koordinierung durch die zuständige Kreisverwaltungsbehörde. Verstöße gegen Schutz- und Hygieneauflagen in landwirtschaftlichen Betrieben mit Saisonarbeitnehmern begünstigen eine Verbreitung des Corona-Virus und gefährden damit die Gesundheit vieler anderer. Solche Verstöße können nicht hingenommen werden und sind konsequent sowie mit abschreckender Wirkung zu ahnden.

  1. Bayerische Corona-Strategie / Verlängerung bayerische Infektionsschutzverordnung und Einreisequarantäneverordnung / Wiederaufnahme Präsenzbetrieb an Hochschulen ab WS 2020/2021 möglich / Erhöhung des Bußgeldrahmens auf 25.000 Euro / Prüfung von Alkoholverboten im öffentlichen Raum

Die vom Robert-Koch-Institut in den letzten Tagen angezeigte Erhöhung der Ansteckungsrate innerhalb Deutschlands zeigt, dass bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie auch im Hinblick auf weitere Lockerungen höchste Wachsamkeit geboten ist. Der Ministerrat hat daher folgende rechtliche Anpassungen beschlossen:

  • Die Geltungsdauer der bestehenden bayerischen Infektionsschutzverordnung wird zunächst um zwei Wochen bis einschließlich 16.08.2020 zu verlängert. Das Staatsministerium für Gesundheit und Pflege entscheidet Mitte August auf Basis der dann bestehenden Infektionslage über eine weitere Verlängerung der Verordnung.
  • Ab dem 01.08.2020 wird die derzeit geltende Begrenzung der Trainingsgruppen in Kampfsportarten auf höchstens fünf Personen auf diejenigen Kampfsportarten beschränkt, bei denen durchgängig oder über einen längeren Zeitraum ein unmittelbarer Körperkontakt erforderlich ist.
  • Die Wiederaufnahme des Präsenzbetriebs an bayerischen Hochschulen zum Wintersemester 2020/2021 wird ermöglicht. Ziel ist es, im Wintersemester 2020/2021 grundsätzlich Lehrveranstaltungen in Präsenzform durchführen zu können, soweit das Infektionsgeschehen dies zulässt. Grundlage für die Durchführung von Präsenzveranstaltungen an bayerischen Hochschulen ist die Beachtung der allgemeinen Regelungen des Infektionsschutzes sowie die von den Hochschulverbünden in Abstimmung mit den Staatsministerien für Wissenschaft und Kunst sowie für Gesundheit und Pflege erarbeiteten und fortzuschreibenden Rahmenkonzepte. Dazu gehören insbesondere die Einhaltung einer maximalen Teilnehmerzahl von 200 Personen sowie die Dokumentation der Teilnehmer zur Nachverfolgung etwaiger Infektionsketten. Das Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst wird in Abstimmung mit dem Staatsministerium für Gesundheit und Pflege die Fortschreibung der Hygienekonzepte der Hochschulverbünde einleiten.
  • Die geltende Einreisequarantäneverordnung wird inhaltlich unverändert zunächst bis einschließlich 17.08.2020 verlängert. Das Staatsministerium für Gesundheit und Pflege entscheidet Mitte August auf Basis der dann bestehenden Infektionslage über eine weitere Verlängerung.
  • Für Unternehmen und landwirtschaftliche Betriebe, die mindestens 50 Personen beschäftigen, die in Sammelunterkünften oder in betriebseigenen oder angemieteten Unterkünften untergebracht sind, können die aus infektionsschutzrechtlicher Sicht erforderlichen Schutz- und Hygienemaßnahmen von den zuständigen Kreisverwaltungsbehörden im Einzelfall angeordnet werden. Die Betreiber sind für die Einhaltung der Schutz- und Hygienemaßnahmen verantwortlich zu machen und haben dies regelmäßig zu überprüfen und zu dokumentieren. Der Dringlichkeit der Pflichten der Betreiber wird durch eine Ausschöpfung des Bußgeldrahmens besonderer Nachdruck verschafft.
  • Verstöße gegen infektionsschutzrechtliche Anordnungen können nach dem Infektionsschutzgesetz des Bundes in Verbindung mit der bayerischen Infektionsschutzverordnung mit einem Bußgeld geahndet werden, das bis zu 25.000 Euro betragen kann.
  • Die Erfahrung hat gezeigt, dass insbesondere gemeinsamer Alkoholkonsum innerhalb größerer Menschenansammlungen im öffentlichen Raum zu einer verstärkten Missachtung der nötigen Infektionsschutzregeln und damit zu einer erheblichen Ansteckungsquelle führt. Das kann in sozialer Verantwortung gegenüber dem Gemeinwohl nicht toleriert werden. Die kreisfreien Städte und Landkreise werden daher nachdrücklich ermuntert, an einschlägigen Örtlichkeiten ihrer jeweiligen Zuständigkeit Alkoholverbote im öffentlichen Raum zu prüfen. Das Staatsministerium des Innern und für Sport wird den Städten und Landkreisen hierfür raschestmöglich die nötigen rechtlichen Handreichungen geben.
  1. Schneller, kostengünstiger, zielgerichteter: Staatsregierung plant Pilotprojekte für innovative Testkonzepte mit modernsten Testverfahren und alternativen Methoden / Ausweitung der Antikörpertestungen

Die Bayerische Staatsregierung startet Pilotprojekte für innovative Testkonzepte unter Einsatz modernster Testverfahren und alternativer Methoden mit dem Ziel der Erweiterung der Testangebote und der Verkürzung der Testzeiten sowie zum Einsatz von Antikörpertestungen. Die Testungen sollen noch schneller, kostengünstiger und zielgerichteter durchgeführt werden. Bayern will hierfür bis zum Ende des ersten Halbjahres 2021 über eine Million Euro investieren.

  • In einem ersten Pilotprojekt sollen Antigen-Schnelltests ähnlich denen, die bei den jährlichen Grippewellen zum Einsatz kommen, erprobt werden. Das über Jahre hin erprobte Antigen-Testverfahren bei Influenza-Erkrankungen erlangt allmählich auch für SARS-CoV-2 Marktreife. Allerdings bestehen nach wie vor Unsicherheiten über die Zuverlässigkeit der Testergebnisse. Die neuen Schnelltests sollen an die Gesundheitsämter verteilt und im Rahmen von Ausbruchsgeschehen parallel zur regulären PCR-Testung erprobt werden. Vorgesehen ist, zunächst an 50 Gesundheitsämter jeweils 100 Tests zu verteilen.
  • „Next Generation Sequencing (NGS)“: NGS ist ein molekularbiologisches Testverfahren unter Einsatz von Großsequenzierautomaten, mit dem das Vorliegen von Gensequenzen untersucht wird, die auf eine SARSCoV-2 Infektion hinweisen. Damit können Ausbrüche und Infektionsketten besser verfolgt beziehungsweise Mutationen des Virus entdeckt werden. Nicht zuletzt wird auch auf eine deutlich schnellere Diagnostikzeit hingewiesen, wobei noch offen ist, ob dies bei größeren Testzahlen auch der Fall ist. Ziel ist es, in einem breiter aufgestellten Projekt mit höheren Fallzahlen die Tauglichkeit von NGS festzustellen. Dadurch könnten PCR-Testungen eingespart und eine höhere Effizienz erreicht werden. Nicht zuletzt bestünde dadurch eine zusätzliche Möglichkeit, Infekionstketten aufzudecken und neue Mutationen des Virus zu entdecken.
  • Speichelprobe statt belastendem Nasen-Rachenabstrich: Die Entnahme von Untersuchungsmaterial mittels eines Abstrichs im Nasen- und Rachenbereich wird häufig als unangenehm empfunden und ist zeit- und personalaufwändig. Alternativ käme die Gewinnung und Untersuchung von Speichelproben in Betracht. Erste Studien mit allerdings geringer Fallzahl sehen hier eine Möglichkeit, eine ähnliche Genauigkeit zu erzielen wie mittels der deutlich invasiver gewonnenen Rachenabstriche. Dies würde zu erheblichen Kosteneinsparungen führen, da keine Aufwendungen mehr für die ärztliche Abstrichnahme entstünden. Zudem würden die Getesteten von der als unangenehm empfundenen Prozedur entlastet. Aufgrund des geringeren Aufwands wären engmaschigere Kontrollen gerade in Risikobereichen möglich.
  • Darüber hinaus will Bayern mit Antikörpertests die Grundlagen für Infektionsschutzstrategien schaffen, um mit einem gezielten präventiven Vorgehen zur Vermeidung weiterer Infektionswellen beizutragen. Mit Antikörpertests können Hinweise gewonnen werden, welche Personengruppen, Altersklassen etc. der Bevölkerung besonders von dem neuen Corona-Virus betroffen waren oder sind. Damit können die bestehenden Teststrategien ergänzt und zielgerichtete Schutzstrategien und -maßnahmen für einzelne Bevölkerungsgruppen erarbeitet werden. In Kooperation mit Krankenhäusern soll deshalb die effiziente und wirksame Durchführung von Antikörpertestungen an einer eingrenzbaren besonders vulnerablen Gruppe erprobt werden.
  1. Staatsregierung sichert den weiterhin hohen Personalbedarf im Öffentlichen Gesundheitsdienst / Befristete Neueinstellungen für Contact Tracing Teams

Das Personal des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (ÖGD) wurde wegen der Corona-Pandemie kurzfristig um rund 4.000 Mitarbeiter, insbesondere aus den anderen Ressorts, auf insgesamt 5.150 Mitarbeiter verstärkt. Durch diesen massiven Personaleinsatz ist es gelungen, auf das sich epidemisch ausbreitende Infektionsgeschehen flexibel zu reagieren. Zur Sicherstellung der Arbeitsfähigkeit des ÖGD gilt es, diese Personalverstärkung beizubehalten. Die Staatsregierung hat deshalb beschlossen, den Einsatz der Unterstützungskräfte an den Gesundheitsämtern, am Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) und im Gesundheitsministerium bis zum Ende des Jahres zu verlängern. Die Unterstützungskräfte sollen aber baldmöglichst durch befristete Neueinstellungen ersetzt werden.

Bei jedem Landratsamt wird pro 20.000 Einwohner ein Contact Tracing Team (CTT), bestehend aus je 5 Mitarbeitern, durch befristete Neueinstellungen von mindestens 700 Mitarbeitern gebildet. Sie sollen die schnelle Nachverfolgung von Infektionsketten gewährleisten. Die bisherigen Erfahrungen aus dem Einsatz der CTT haben gezeigt, dass auch eine CTT-Einsatzreserve bei den Regierungen dringend notwendig ist, um bei Bedarf die Gesundheitsämter im Regierungsbezirk bei der Bekämpfung eines massiv auftretenden Infektionsausbruchs kurzfristig und schlagkräftig unterstützen zu können. Hierzu wurden den Regierungen insgesamt 75 befristete Einstellungsmöglichkeiten für 15 CTT zugewiesen. Für die Bildung von CTT benennen ferner alle Ressorts Personal im Umfang von 2.550 Mitarbeitern, das bei Bedarf von den Gesundheitsämtern für die Eindämmung eines Infektionsgeschehens unmittelbar abgerufen werden kann. Die Deckung des Personalbedarfs der CTT wird von den Ressorts in der Fläche sichergestellt.

  1. Staatsregierung unterstützt Kommunen und Einsatzorganisationen mit 400 Mio. Euro bei Kosten der Corona-Pandemie / Erstattung der Einsatzkosten über die Regierungen

Die Kommunen und Einsatzorganisationen im Freistaat haben einen maßgeblichen Anteil an der Bewältigung der Corona-Pandemie. Zur Erstattung der im Rahmen des Katastrophenschutzes angefallenen Kosten stellt die Staatsregierung 400 Mio. Euro aus dem Sonderfonds Corona-Pandemie bereit. Außerdem hat der Ministerrat beschlossen, dass auf sonst erforderliche Eigenbeteiligung der Landkreise und kreisfreien Gemeinden sowie der anderen zur Katastrophenhilfe Verpflichteten verzichtet wird und entstandene, notwendige und angemessene Einsatzkosten erstattet werden. Die von der Einsatzkostenerstattungsrichtlinie erfassten Einsatzkosten betreffen unter anderem die Errichtung und den Betrieb von Corona-Schwerpunktpraxen und Corona-Teststellen – soweit diese nicht von der Kassenärztliche Vereinigung Bayerns zu tragen sind – den Betrieb der Führungsgruppen Katastrophenschutz oder die Kosten der Verteilung und der dezentralen Beschaffungen von persönlicher Schutzausrüstung. Anträge können bei den zuständigen Regierungen gestellt werden.

 

Sonntag, 26. Juli:

Ministerpräsident Dr. Markus Söder wird gemeinsam mit dem Leiter der Bayerischen Staatskanzlei, Staatsminister Dr. Florian Herrmann, und Gesundheitsministerin Melanie Huml zum aktuellen Corona-Geschehen berichten und einen Ausblick auf das weitere Vorgehen geben. Hierzu laden wir ein zu einer

Pressekonferenz am Montag, 27.07.2020 um 10.00 Uhr  im Foyer des Prinz-Carl-Palais, Franz-Josef-Strauß-Ring 5, 80539 München.

Die Pressekonferenz wird als Live-Stream übertragen, unter anderem über die Internetseite www.bayern.de (http://www.bayern.de) , auf YouTube (youtube.com/bayern) und Facebook (facebook.com/bayern). In Gebärdensprache übersetzt und untertitelt kann die Pressekonferenz live unter www.verbavoice.net/player/bayerischestaatskanzlei/ (http://www.verbavoice.net/player/bayerischestaatskanzlei/)  verfolgt werden. Im Anschluss ist das Video unter youtube.com/bayern abrufbar.

Mittwoch, 22. Juli:

Erzdiözese verstärkt Coronahilfe im In- und Ausland – Die Erzdiözese München und Freising verstärkt ihre Hilfen für infolge der Coronapandemie notleidende Menschen im In- und Ausland. Menschen aus der Erzdiözese werden mit 100.000 Euro unterstützt, weitere 100.000 Euro gehen an Menschen in Somalia. In der Erzdiözese sind von der Krise insbesondere Menschen betroffen, die ihre Arbeit verloren haben. Vor allem Menschen in ohnehin prekären Lebensverhältnissen wie Wohnungslose, aber auch Alleinerziehende, Migranten, Kranke oder Menschen mit Behinderung sind in existenzielle Not geraten. 65.000 Euro werden nach den Kriterien des diözesanen Allgemeinen Notlagenfonds vergeben, also als einmalige finanzielle Zuwendungen an bedürftige Menschen. Antragsberechtigt sind Pfarreien und soziale Beratungsstellen. 20.000 Euro gehen an die Katholische Bahnhofsmission und 15.000 Euro an die Schwestern und Brüder vom Heiligen Benedikt Labre, die mit ihrem Teebus „Möwe Jonathan“ in München obdachlose Menschen versorgen. Beide Hilfsorganisationen in der bayerischen Landeshauptstadt verzeichnen infolge der Coronapandemie deutlich mehr Nachfrage, bei der Bahnhofsmission hat sich diese im Mai sogar verdoppelt auf 18.000 Hilfesuchende im Vergleich zum Vorjahresmonat. Dementsprechend sind die Ausgaben gestiegen. In Somalia hilft die Erzdiözese notleidenden Menschen mit einer einmaligen finanziellen Spende in Höhe von 100.000 Euro. Der Betrag geht an Caritas International. In Somalia werden über die lokale Partnerorganisation WARDI Gesundheitseinrichtungen im Distrikt Daynile, in der Hauptstadtregion Banaadir, unterstützt, wo 75.000 Binnenflüchtlinge leben, die ihre Heimat infolge von Konflikten und Naturkatastrophen verlassen mussten. Mit dem Geld werden zusätzlich Mitarbeitende für die Gesundheitseinrichtungen ausgebildet, die in den Vertriebenenlagern Schulungen zu Prävention und Eindämmung der Pandemie durchführen. 400 Familien, deren Lebensunterhalt durch die Pandemie ernsthaft gefährdet ist, erhalten für drei Monate Geldleistungen und Hygieneausstattungen. Insgesamt gibt es in Somalia rund 2,6 Millionen Binnenvertriebene, abhängig von humanitären Hilfen sind in Somalia 5,2 Millionen Menschen. (uq)

Dienstag, 21. Juli:

Bericht aus der Sitzung des Bayerischen Kabinetts:

  1. Freistaat baut Bayerisches Pandemiezentrallager auf / Verfügbarkeit von Schutzausrüstung auch bei Lieferengpässen gewährleistet

Der Kampf gegen die Corona-Pandemie ist noch nicht vorbei. Mit Blick auf eine mögliche zweite Corona-Welle, aber auch eine andere Pandemie in der Zukunft, arbeitet Bayern weiter intensiv für einen bestmöglichen Schutz der Bevölkerung. Der Gesundheitsschutz hat dabei immer Priorität. Entscheidend für die Eindämmung und Bekämpfung einer Pandemie ist unter anderem die Verfügbarkeit von medizinischem Schutzmaterial. Die Erfahrungen der letzten Monate haben deutlich gemacht, dass dies zu einer großen Herausforderung werden kann. Für die Bedarfsträger, wie Krankenhäuser, Arztpraxen und Pflegeheime, kann die Beschaffung nahezu unmöglich werden, wenn Lieferketten ganz oder zeitweise abbrechen. Der Ministerrat hat deshalb den Aufbau eines Bayerischen Pandemiezentrallagers beschlossen. Mit diesem strategischen Grundstock kann in künftigen Krisensituationen konsequent und schnell gehandelt werden. Das Bayerische Pandemiezentrallager garantiert die Versorgung der medizinischen und pflegerischen Bedarfsträger in pandemischen Krisensituationen mit der notwendigen Persönlichen Schutzausrüstung. Bereits bei der ersten Corona-Infektionswelle im Frühjahr hatte der Freistaat die Aufgabe der Beschaffung medizinischen Materials in großem Umfang für die Bedarfsträger übernommen. Das diente der Unterstützung im medizinischen und pflegerischen Bereich sowie im Rettungsdienst, in der Gefahrenabwehr und in der Öffentlichen Sicherheit. Das Bayerische Pandemiezentrallager wird folgende Schutzausrüstung mit einem Lagerwert von rund 300 Mio. Euro enthalten:

  • 42,6 Mio. OP-Masken,
  • 12,6 Mio. Pflegekittel/OP-Kittel,
  • 10 Mio. FFP2-Masken und 2,1 Mio. FFP3-Atemschutzmasken als partikelfiltrierende Halbmasken, • 3,6 Mio. Schutzanzüge verschiedener Schutzstufen, • 190 Mio. Infektionshandschuhe, • rd. 750.000 Augenschutzbrillen.

Zur Berechnung der vorzuhaltenden Mengen an persönlicher Schutzausrüstung wurde die Zahl der bayerischen Meldefälle während der Corona-Pandemie zugrunde gelegt und auf die Ausbruchsschwere im deutlich stärker betroffenen Spanien hochgerechnet. Ausgehend davon wurde der Bedarf für sechs Monate ermittelt, um vorausschauend eine größtmögliche Sicherheit im Pandemiefall zu schaffen. Der strategische Grundstock enthält zudem Desinfektionsmittel und Beatmungsgeräte. Auch bereits beschaffte CT-Geräte und Blutgas-Analysegeräte sollen in den Grundstock integriert werden. Die bereits beschafften Ausrüstungsgegenstände zur Ausstattung etwaiger Notunterkünfte sowie zur Durchführung von Reinigungs- und Infektionsschutzmaßnahmen werden ebenfalls Teil des Grundstocks. Über den Standort des Bayerischen Pandemiezentrallagers wird zeitnah entschieden. Aktuell werden geeignete Grundstücke geprüft. Übergangsweise werden die bisherigen Lagerkapazitäten weiter genutzt.

  1. Bayern weitet Corona-Teststrategie aus / Förderung kommunaler Testzentren erweitert das Testangebot für die Bevölkerung

Ausreichende Testmöglichkeiten sind ein zentraler Baustein zur Erkennung und Eindämmung der Corona-Pandemie. Bayern weitet deshalb seine Teststrategie zum raschen Erkennen von Infektionen aus und fördert künftig kommunale Testzentren finanziell. Damit sollen weitere Testmöglichkeiten geschaffen werden. Zusätzlich zur Testung in Arztpraxen und freiwilligen Reihentestungen zum Beispiel in Alten- und Pflegeeinrichtungen, bei Polizei, Justiz, Erzieherinnen und Erziehern sowie Lehrerinnen und Lehrern unterstützt der Freistaat damit nun auch das Angebot in Testzentren. Landkreise und kreisfreie Städte werden mit einem Betrag von 50 Prozent der Kosten für die Organisation und den Betrieb der Testzentren unterstützt. Hinzu kommt eine Pauschale für die Koordinierung insbesondere der Terminvergabe und eventuell anfallende Transportkosten für Proben. Die Kosten für Testungenin Testzentren, also ärztliche und labordiagnostische Leistungen, werden im Rahmen der Bayerischen Teststrategie komplett vom Freistaat Bayern übernommen, soweit sie nicht von der gesetzlichen Krankenversicherung getragen werden. Der Betrieb eines Testzentrums liegt in der Entscheidung der jeweiligen kreisfreien Stadt und des jeweiligen Landkreises entsprechend der bestehenden Nachfrage und dem konkreten Bedarf an Testungen vor Ort. Die voraussichtlich anfallenden zusätzlichen Kosten von rund 4,7 Mio. Euro pro Jahr werden aus den Mitteln für die Umsetzung der Bayerischen Teststrategie (insgesamt 272 Mio. Euro) finanziert. Kreisfreie Städte und Landkreise können ihre Anträge auf anteilige Kostenübernahme quartalsweise beim Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) einreichen, das nach Prüfung die erstattungsfähigen Aufwendungen auszahlt.

  1. Konzept für mögliche Rückkehr zum Kita-Regelbetrieb ab 1. September / Drei-Stufen-Modell je nach Infektionsgeschehen

Das Infektionsgeschehen in Bayern hat sich in den vergangenen Wochen deutlich verbessert. Die Strategie der Vorsicht und Umsicht mit schrittweisen Öffnungen hat sich bewährt. Gerade die Familien waren durch die Einschränkungen besonders gefordert. Das verdient Anerkennung und Respekt für Eltern und Kinder. Bayernweit gibt es etwa 9.800 Kindertageseinrichtungen, in denen etwa 590.000 Kinder betreut werden. Sollte das Infektionsgeschehen weiterhin stabil bleiben, will Bayern ab 1. September 2020 zum Regelbetrieb in der Kinderbetreuung zurückkehren. Die Situation kann sich aber weiterhin schnell ändern. Das Konzept zur Wiederaufnahme des Regelbetriebs sieht deshalb auch Stufen bei Verschlechterung des Infektionsgeschehens vor. Dabei sollen zunächst vorrangig lokale Einschränkungen greifen, um die Einschränkungen für Familien möglichst gering zu halten bei bestmöglichem Infektionsschutz. Alle Entscheidungen werden jeweils aktuell unter Berücksichtigung des weiteren Infektionsgeschehens getroffen. Das Drei-Stufen-Modell für die Kindertagesbetreuung in Bayern zum neuen Kindergartenjahr ab 1. September 2020 sieht vor:

  • Stufe 1: Regelbetrieb bei stabilem Infektionsgeschehen

Die Kinder sollen mit möglichst wenig Einschränkungen die Kindertageseinrichtung beziehungsweise Kindertagespflegestelle besuchen können. Im Regelbetrieb müssen die Einrichtungen weiterhin ein Schutz- und Hygienekonzept einhalten, das sich an dem Rahmen-Hygieneplan Corona des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) orientiert. Dieser Rahmen-Hygieneplan für die Kindertageseinrichtungen wird aktuell überarbeitet und soll noch vor den bayerischen Sommerferien veröffentlicht werden. Ziel ist es, dass die Träger ihr Schutz- und Hygienekonzept vor Ort entsprechend der Personalausstattung, der Anzahl und der Größe der Räume sowie der Anzahl und des Alters der Kinder noch individueller ausgestalten können. Das schafft Flexibilität vor Ort. Zudem sollen offene Betreuungskonzepte wieder zugelassen werden. Im Hinblick auf die üblichen Erkältungswellen ab Herbst sollen Kinder trotz leichten Schnupfens ihre Kindertageseinrichtung besuchen dürfen, wenn sie im Übrigen gesund sind. Das LGL erarbeitet dafür gemeinsam mit Kinderärztinnen und Kinderärzten einen leicht verständlichen Leitfaden für die Kita-Praxis, der die Erzieherinnen und Erzieher bei der Einschätzung von Krankheitssymptomen bei Kindern unterstützen soll.

  • Stufe 2: Eingeschränkter Betrieb bei verschlechtertem Infektionsgeschehen

Um auf steigende Corona-Zahlen zu reagieren und eine Verbreitung des Virus zu verlangsamen, sollen Einschränkungen vorrangig lokal beziehungsweise regional begrenzt erfolgen. Zudem soll möglichst ein eingeschränkter Betrieb mit reduzierten Gruppengrößen möglich bleiben, dessen Rahmen die Träger ausgestalten können. Flexibilität vor Ort soll vermeiden, dass einzelne Kinder über einen langen Zeitraum überhaupt keine Förderung und Bildung in der Betreuung in Anspruch nehmen können. Schließungen von Kindertageseinrichtungen bleiben das letzte Mittel und werden auf das infektionsschutzmäßig unbedingt nötige Mindestmaß begrenzt. Die Entscheidung über eine Reduzierung von Gruppengrößen und die anzubietende Notbetreuung trifft bei lokal begrenzten Ausbrüchen des Coronavirus das jeweils zuständige Gesundheitsamt, bei Bedarf in Abstimmung mit dem örtlichen Jugendamt. Die individuelle Ausgestaltung der Betreuung erfolgt dann vor Ort von den Trägern in Abstimmung mit den Eltern, insbesondere dem Elternbeirat. So könnten die Kinder den Betreuungspersonen etwa in kleinen Gruppen fest zugeordnet werden oder die Betreuungszeiten der Kinder angepasst werden, etwa in Schichtmodellen.

  • Stufe 3: Eingeschränkte Notbetreuung bei starker Verschlechterung des Infektionsgeschehens

Wenn das Infektionsgeschehen sich stark verschlechtert, muss eine Notbetreuung in einer Art „Baukastensystem“ in Abhängigkeit vom jeweiligen Infektionsgeschehen angeboten werden. Auch hier erfolgt die Entscheidung, welche Gruppen in der Notbetreuung betreut werden, bei lokal begrenzten Ausbrüchen auf örtlicher Ebene nach einer vorgegebenen Priorisierung (z.B. Kinder mit Eltern in kritischer Infrastruktur) durch das Gesundheitsamt, bei Bedarf in Abstimmung mit dem örtlichen Jugendamt. Sollte eine Einschränkung des Betriebs der Kindertagesbetreuung notwendig werden, sollen auch wieder Eltern-Betreuungsgruppen möglich sein, in denen mehrere Familien sich gegenseitig bei der privaten Betreuung der Kinder unterstützen können.

Mittwoch, 15. Juli:

Kardinal Marx: „Nah am Menschen, heißt nah bei Christus sein“  – Erzbischof dankt Mitarbeitenden der Caritas und allen Helferinnen und Helfern in Zeiten der Coronapandemie.

Kardinal Reinhard Marx hat bei einem Gottesdienst im Münchner Liebfrauendom am Mittwoch, 15. Juli, allen Helfenden, die sich während der Coronapandemie für andere engagierten, gedankt. Mit Bezug auf das Motto der Caritas im Erzbistum München und Freising, „nah am Nächsten“, sagte er an die Mitarbeitenden der Caritas gewandt, die zu dem Gottesdienst eingeladen waren: „Nah am Menschen zu sein, heißt, nah bei Christus zu sein.“ Das „Social Distancing“, das ein „Leitwort der letzten Monate geworden ist und es wohl auch noch bleiben wird“, benannte Marx als „das absolute Gegenteil zu diesem Motto“. Die Coronapandemie bedeute, „wir können vielleicht nicht so nah sein, wie wir möchten. Und doch müssen wir es“, so der  Erzbischof von München und Freising. Auch über die Mitarbeitenden der Caritas hinaus dankte Marx „allen, die sich unter diesen Umständen bemüht haben in der Pflege, in den Einrichtungen, aber auch zuhause, Nähe spürbar zu machen und Social Distancing nicht zu einer Erfahrung der Entfernung werden zu lassen“. All dies sei erfolgt unter kaum vorhersehbaren, wechselnden Bedingungen, weil „praktisch in jeder Woche neue Vorschriften, neue Überlegungen und neue Hygieneorientierungen hinzukamen, die umgesetzt werden mussten“ und eine „enorme Herausforderung“ bedeutet hätten. Die gesellschaftliche Wertschätzung für dieses Engagement müsse auch über die Coronazeit bewahrt bleiben und sich in guten Arbeitsbedingungen etwa in der Pflegebranche widerspiegeln.Aus dem Umgang mit Corona könne man Lehren ziehen, so Marx: „Wir alle haben gelernt, einen neuen Blick zu richten auf die Schwachen in dieser Gesellschaft“ und gelernt, dass die Alten, Einsamen und Benachteiligten „nicht vergessen werden dürfen, nicht abgeschoben werden dürfen, sondern integriert werden müssen“. Das gelte auch für die Obdachlosen, die Flüchtlinge oder die Menschen mit Behinderung, sage Marx und forderte eine Abkehr von der „Isolation der Schwachen von den Starken“ und die Hinwendung zur „Integration des Zusammenführens“. Auch dass die Wirtschaft sich von der Krise erhole, sei aktuell wichtig: „Aber es geht nicht nur um die Produktivität von ökonomischen Ergebnissen“, sondern auch um ein gutes Leben in der Gesellschaft, den Familie, den Schulen und den Kindergärten. (hs)

 

Caritas-International: Zahl der Hilfsbedürftigen weltweit deutlich gestiegen – Hilfswerk reagiert mit Rekordausgaben – 600.000 Menschen aus Corona-Hilfsfonds unterstützt – Globale Entwicklungen verhindern vielerorts zunehmend effektive Hilfe

Freiburg, 15. Juli 2020. Mehr Geld als je zuvor konnte Caritas international im Jahr 2019 weltweit für Menschen in Not einsetzen: 82,2 Millionen Euro standen dem Hilfswerk des Deutschen Caritasverbandes im zurückliegenden Jahr für 725 Hilfsprojekte in 81 Ländern zur Verfügung. „Nie zuvor waren so viele Menschen weltweit auf Hilfe angewiesen. Wir sind sehr dankbar, dass unsere Spender diese bedrückende Entwicklung aufmerksam registrieren und uns deshalb so nachhaltig unterstützen“, sagte  Peter Neher, Präsident des Deutschen Caritasverbandes, anlässlich der Vorstellung des Jahresberichtes. Als hilfsbedürftig gelten aktuell weltweit 168 Millionen Menschen. Rund 36 Millionen mehr als im Jahr zuvor. Aus dem Corona-Hilfefonds von Caritas international sind bislang 600.000 Menschen weltweit unterstützt worden. Die Hilfsprojekte reichen von der medizinischen Ausstattung von Gesundheitsstationen bis hin zu Lebensmittelverteilungen für Tagelöhner, denen durch den Lockdown ihre Einkünfte weggebrochen sind. Das Hilfswerk der deutschen Caritas stellt sich darauf ein, dass insbesondere aufgrund der indirekten Folgen der Pandemie diese Hilfe noch lange fortgeführt werden muss: „Die wirtschaftlichen und sozialen Folgen von Corona werden uns weltweit wie ein langer Schatten verfolgen, selbst wenn die gesundheitlichen Folgen irgendwann kontrollierbar sein sollten. Hunderte Millionen Menschen werden in die Armut abrutschen und Hunger leiden“, warnt Oliver Müller, Leiter von Caritas international.

Große Sorge bereiten Caritas international die massiven Einschränkungen bezüglich der eigenen Handlungsmöglichkeiten als Hilfswerk: „Die Zahl der jährlich getöteten Helfer hat sich seit den 90er Jahren verdreifacht, und die Politisierung von Humanitärer Hilfe nimmt zu. Humanitäre Hilfe wird aber auch immer häufiger gesellschaftlich in Frage gestellt, teilweise gar kriminalisiert. Diese Entwicklung bereitet uns große Sorgen“, so Oliver Müller, Leiter von Caritas international.Der aktuelle Jahresbericht weist aus, dass Caritas international im Jahr 2019 Einnahmen in Höhe von 84,1 Millionen Euro erzielt hat. 30,4  Millionen Euro der Gesamtsumme stammen aus Spenden, 50,6 Millionen Euro aus öffentlichen und kirchlichen Zuwendungen. Gut 70 % der Projekte umfasste die Hilfe nach Naturkatastrophen und Kriegen; die restlichen knapp 30 % der Mittel flossen in soziale Projekte für Kinder sowie alte, kranke und behinderte Menschen. Die Werbe- und Verwaltungskosten lagen bei 9,2 %. – Caritas international ist das Hilfswerk des Deutschen Caritasverbandes. Dieser gehört zum weltweiten Netzwerk der Caritas mit 166 nationalen Mitgliedsverbänden.

Freitag, 10. Juli:

Ministerpräsident Dr. Markus Söder, MdL, hat am 9. Juli 2020 an der letzten Landtagssitzung vor der Sommerpause teilgenommen. Dr. Söder, MdL: „Wir haben Bayern gut beschützt. Dank an alle, die mitgeholfen haben. Die Herausforderungen bleiben groß: Andere Länder müssen frühe Lockerungen wieder zurücknehmen. Für Leichtsinn ist kein Platz. Bayern hat Grund zu Optimismus, aber braucht Geduld.“

Erzbischöfliches Ordinariat zu Einrichtungen der Erwachsenenbildung: Während der Corona-Krise haben die Einrichtungen der Erwachsenenbildung in der Erzdiözese München und Freising neue digitale Bildungsangebote entwickelt und bestehende Online-Aktivitäten ausgebaut. Die in den vergangenen Monaten entstandenen Konzepte und Kompetenzen sollen auch unabhängig von der Krise genutzt werden und in die Programmplanung einfließen. Die Domberg-Akademie der Erzdiözese mit Sitz in Freising bietet unter anderem ein Webinar zur Geschichte des Rassismus an. In dem Online-Kurs mit dem Titel „Eine Geschichte der Abwertung – Streifzug durch einhundert Jahre Rassismus und der Widerstand dagegen“ werden auch die aktuellen “Black Lives Matter”-Proteste Thema sein. Eine Fortbildung zur Biografiearbeit beginnt im Oktober. Der Kurs für Personen, die ehrenamtlich oder beruflich mit Gruppen arbeiten wollen, wird sowohl digital als auch analog umgesetzt. Zahlreiche Kurse der Katholischen Erwachsenenbildung, die bisher als Präsenzveranstaltungen durchgeführt wurden, finden zurzeit ausschließlich oder teilweise online statt. So können Interessierte noch bis Ende August per Video das Jodeln lernen. Junge Mütter erhalten bei einem virtuellen Treffen Tipps und Anregungen rund ums Stillen. Auch Themen wie Stressbewältigung durch Achtsamkeit, Online-Moderation, Nichtraucher-Werden oder kreatives Schreiben werden digital vermittelt.

Die Zugriffszahlen auf die seit mehr als zwei Jahren bestehende Lernplattform für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Erzdiözese sind während der Corona-Zeit stark gestiegen. Haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können über die Plattform in virtuellen Räumen an Veranstaltungen teilnehmen, Materialien herunterladen und Übungen absolvieren. Lernräume existieren unter anderem zu Themen der theologischen Bildung, der Familienbildung und der Seniorenbildung. Bereits mehr als 100 Frauen und Männer wurden zu sogenannten Lerngestaltern ausgebildet und setzen ihre Erfahrungen beispielsweise in der Erwachsenenbildung für die neue Lehr- und Lernweise ein.

Ab Herbst verfügbar sein wird eine App der katholischen Seelsorge an der KZ-Gedenkstätte Dachau. Mit dem Programm können die Lebensdaten von etwa 2.800 Geistlichen unterschiedlicher Religionen und Konfessionen abgerufen werden, die im Konzentrationslager Dachau inhaftiert waren. Mehr als ein Drittel dieser Geistlichen hat die Haft nicht überlebt, etliche von ihnen wurden ermordet. Beim Öffnen der App werden die Daten derer angezeigt, deren Todestag sich am jeweiligen Tag jährt. Zudem stehen zwei Kreuzwegmeditationen mit jeweils sieben Stationen auf dem Gedenkstättengelände zur Verfügung. Sie enthalten biografische Informationen zu einzelnen Personen, Bibeltexte und Betrachtungen. (ct)

Hinweis:  Eine Auswahl digitaler Bildungsangebote für Erwachsene mit Links zu den einzelnen Einrichtungen findet sich unter www.erzbistum-muenchen.de/digitale-bildungsangebote.

Erzbischöfliches Ordinariat: „Coronakrise verschärft Ungleichheiten“- Kardinal Reinhard Marx hat davor gewarnt, dass sich durch die Coronakrise die sozialen Spannungen in der Gesellschaft verschärfen werden. „Die Ungleichheiten werden nicht kleiner werden, sie werden größer werden – sie waren vorher schon groß“, sagte der Erzbischof von München und Freising am Donnerstagabend, 9. Juli, in der Katholischen Akademie in München. Der Austausch mit Akademiedirektor Achim Budde war die erste öffentliche Diskussionsveranstaltung des Kardinals seit Beginn der Coronakrise. In Krisen sei es oft so, dass diejenigen profitierten, die ohnehin in saturierten Verhältnissen lebten, sagte Kardinal Marx. Aktuell werde beispielsweise die Bedeutung von Pflegekräften und Beschäftigen im Einzelhandel betont – „aber wir müssen langfristig schauen, ob sie dann auch wirklich zu denen gehören, die durch die Krise an Bedeutung gewinnen“. Insgesamt mache ihm Sorgen, dass Chancen zunehmend ungleich verteilt seien. „Im Bildungsbereich ist das ja offensichtlich“, so der Erzbischof: „Die Unterschiede werden größer zwischen den Kindern, die zuhause Hilfe haben, und sei es nur, was die technischen Dinge angeht, und denen, bei denen das so nicht der Fall ist, durch die sozialen Verhältnisse oder die Bildungssituation.“ Das seien „Anzeichen dafür, dass die Spannungen steigen könnten“, sagte Kardinal Marx. „Ich bin froh, dass Populisten aktuell nicht so en vogue sind, weil jetzt Politiker gefragt sind, die die Probleme tatsächlich auch lösen. Aber nach der Krise, wenn die Ungleichheit sichtbar wird, wenn deutlich wird, dass manche ihren Job für immer verloren haben, ihre Zukunftsidee, dass ihre Lebenspläne endgültig hinüber sind – dann wird die Spannung vielleicht größer, das ist meine Sorge.“Auch die globale Situation müsse stärker in den Blick genommen werden, mahnte der Erzbischof an, das sei durch die Coronakrise noch deutlicher geworden: „Wenn wir auf Afrika schauen – der Kontinent wird wahrscheinlich um Jahrzehnte zurückgeworfen, und dann steigt die Ungleichheit dramatisch an.“ (gob)

Donnerstag, 9. Juli:

Die Hanns-Seidl-Stiftung bietet ein Online-Seminar “Erste Erfahrungen mit der Corona-App” am Dienstag, 14. Juli von 18 Uhr bis 20 Uhr und informiert dazu: Die deutsche Corona-App ist seit Juni da. Mit über 15 Millionen Downloads ist die App ein Erfolg. Mit der App sollen die Corona-Infektionsketten besser erkannt werden. Sie soll dafür sorgen, dass bei einer Lockerung für das öffentliche Leben die Ausbreitung des Coronavirus nicht wieder stark zunimmt.
In diesem Online-Seminar zeigen die Referenten, wie die App funktioniert und was sie leistet. Wo liegen die Probleme? Warum ist die App nicht im Ausland nutzbar? Was sind die nächsten Schritte? Ddas sind weitere Themen unseres Online-Seminars.

Mittwoch, 8. Juli:

Kardinal feiert mit Caritas-Mitarbeitern Gottesdienst – Wertschätzung für außerordentliche Leistungen in Coronazeit / Mitfeier per Live-Stream im Internet möglich. Als Wertschätzung für ihre außerordentlichen Leistungen in der Coronazeit feiert der Erzbischof von München und Freising, Kardinal Reinhard Marx, am Mittwoch, 15. Juli, um 9 Uhr mit Mitarbeitern der Caritas aus dem ganzen Erzbistum einen Gottesdienst im Münchner Liebfrauendom. Die wegen der Pandemie stark reduzierte Anzahl von Plätzen im Dom ist für Vertreter aus allen Geschäftsbereichen und der Zentrale der Caritas reserviert. Eingeladen wurden Mitarbeiter aus den Beratungszentren, von Altenheimen, ambulanten Pflegediensten, Behinderten- und Kinderbetreuungs­einrichtungen. Eine Mitfeier ist zeitgleich per Live-Stream im Internet möglich unter www.erzbistum-muenchen.de/stream. (uq)

Dienstag, 7. Juli:

Bericht aus der Kabinettssitzung:

  1. Bayerische Corona-Strategie / 200 Personen bei Veranstaltungen und Versammlungen im Freien bzw. 100 in geschlossenen Räumen zugelassen / Freizeiteinrichtungen im Innenbereich können wieder öffnen / Kontaktlose Sportwettkämpfe in geschlossenen Räumen sowie Training von Kontaktsportarten unter Auflagen wieder möglich / Öffnung zoologischer- und botanischer Innenbereiche / Betrieb von Flusskreuzfahrtschiffen zugelassen  (#a-1)
  2. Agrarökologie und regionale Wertschöpfung / Modernisierung der Landwirtschaftsverwaltung / Neue Strukturen tragen Herausforderungen der Zukunft Rechnung / Künftig bayernweit 32 Ämter für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten sowie 20 Schulstandorte (Abteilung Landwirtschaft) / Alle derzeitigen Ämterstandorte bleiben als Anlaufstelle für Landwirte erhalten  (#a-2)
  3. Bayerische Corona-Strategie / 200 Personen bei Veranstaltungen und Versammlungen im Freien bzw. 100 in geschlossenen Räumen zugelassen / Freizeiteinrichtungen im Innenbereich können wieder öffnen / Kontaktlose Sportwettkämpfe in geschlossenen Räumen sowie Training von Kontaktsportarten unter Auflagen wieder möglich / Öffnung zoologischer- und botanischer Innenbereiche / Betrieb von Flusskreuzfahrtschiffen zugelassen

Das Infektionsgeschehen in Bayern hat sich in den letzten Wochen positiv entwickelt. Die Strategie vorsichtiger, schrittweiser Öffnung hat sich bewährt. Bei der Umsetzung von Lockerungsschritten (Begrenzung der Besucherzahlen, Einhaltung von Hygienevorschriften) wird gewissenhaft vorgegangen. Der Ministerrat hat deshalb in seiner heutigen Sitzung folgende Erleichterungen der Beschränkungen ab dem 8. Juli 2020 beschlossen:

  • Die bislang geltende Personenbeschränkung für Veranstaltungen für ein nicht beliebiges Publikum, darunter insbesondere für private Feierlichkeiten (zum Beispiel Hochzeiten, Beerdigungen, Geburtstage, Schulabschlussfeiern und Vereins- und Parteisitzungen) und nichtöffentliche Versammlungen (etwa Tagungen) sowie für Versammlungen im Sinne des Versammlungsgesetztes wird in Bayern auf 200 Personen im Freien bzw. 100 Personen in geschlossenen Räumen angehoben. Diese Beschränkung der Teilnehmerzahl gilt auch, wenn die Veranstaltung in gastronomischen Betrieben stattfinden.
  • Der Betrieb von Freizeiteinrichtungen im Innenbereich (zum Beispiel Escape Rooms, Indoor-Spielplätze, Spielscheunen, Innen-Attraktionen in Freizeitparks) ist unter gleichen Voraussetzungen wie im Außenbereich zulässig, wenn der Betreiber ein Schutz- und Hygienekonzept vorhält (etwa zur Besucherlenkung, Wahrung des Mindestabstandes, Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung). Dabei müssen sich die Freizeiteinrichtungen mit Innenbereich an dem bereits erarbeiteten Hygienerahmenkonzept „Touristische Dienstleister“ orientieren.
  • Der Betrieb von Flusskreuzfahrtschiffen wird einheitlich in Bayern wieder zugelassen. Flusskreuzfahrtschiffe werden analog zu ortsfesten Hotels behandelt, da die Passagiere auf den Schiffen wie in einem schwimmenden Hotel über einen längeren Zeitraum hin übernachten, dort essen und auch die Freizeit zwischen den Landgängen dort verbringen. Die Reedereien müssen sich demnach an die Hygienekonzepte für Gaststätten und für Beherbergung halten.
  • Die Innenbereiche von zoologischen und botanischen Gärten können unter gleichen Voraussetzungen wie deren Außenbereiche geöffnet werden.
  • Bei den touristischen Erlebnisverkehren (wie zum Beispiel Fluss- und Seenschifffahrt im Ausflugsverkehr, touristische Bahnfahrten) kann analog zu den Regelungen für den ÖPNV und Reisebusreisen am Platz auf die Einhaltung des Mindestabstands von 1,5 m verzichtet werden. Im Übrigen gelten die Regelungen des Hygienekonzepts „Touristische Dienstleister“. Die aktuellen Regelungen für touristische Freizeiterlebnisse, wie zum Beispiel Raftingtouren und Floßfahrten mit über 10 Personen, bleiben unverändert und sind durch das Hygienekonzept „Touristische Dienstleister“ generell an die 1,5 m-Mindestabstandsregelung gebunden.
  • Wettkämpfe in kontaktfrei betriebenen Sportarten können unter Beachtung der Hygiene- und Schutzmaßnahmen auch in geschlossenen Räumen durchgeführt werden. Auch das Training mit Körperkontakt ist zugelassen, sofern in festen Trainingsgruppen trainiert wird; dabei darf die jeweilige Trainingsgruppe in Kampfsportarten maximal fünf Personen umfassen.

Die Einreise-Quarantäneverordnung wird über den 13. Juli 2020 hinaus um weitere zwei Wochen verlängert. Das Staatsministerium für Gesundheit und Pflege wird die sich ergebenden notwendigen Änderungen in den jeweiligen infektionsschutzrechtlichen Verordnungen im Einvernehmen mit den jeweils betroffenen Ressorts umsetzen.

Montag, 6. Juli:

Rosenheim – Technische Hochschule Rosenheim an Studien zu Auswirkungen der Corona-Pandemie in Kliniken und Pflegeeinrichtungen beteiligt. Das Fachgebiet Pflegewissenschaft der Fakultät für Angewandte Gesundheits- und Sozialwissenschaften der TH Rosenheim unterstützt als Forschungspartner zwei nationale Studien zu Auswirkungen der Corona-Krise auf die pflegerische Versorgung. Die Untersuchung RAPID-Care soll herausfinden, vor welche Herausforderungen Pflegekräfte durch die Pandemie gestellt wurden und welche Entscheidungen sie zu treffen hatten. Das Projekt HEICO wiederum betrachtet die Auswirkungen der notwendigen Schutzmaßnahmen auf die Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeheimen.

 

Die RAPID-Care-Studie führt die TH Rosenheim zusammen mit der Universität zu Lübeck und der Universität Halle durch. „Uns interessiert dabei, welche Folgen die Corona-Pandemie in Bezug auf die pflegerische Versorgung in Krankenhäusern nach sich zieht“, erläutert Pflegewissenschaftler Prof. Dr. Martin Müller. Damit verknüpft sei die Frage, welche Konsequenzen, aber auch Perspektiven im Sinne von Innovationen sich durch die Herausforderungen ergeben.  Um dies herauszufinden, werden Interviews mit Pflegedienstleitungen, Hygienebeauftragen und Pflegefachkräften geführt. „Basierend auf den Ergebnissen der Untersuchung soll ein Schulungsprogramm entwickelt werden, das künftig dabei helfen soll, kritische Entscheidungen im Pflegebereich reflektiert zu treffen, und das nicht nur im Zusammenhang mit einer Pandemie“, so Müller.

 

Der Fokus der Studie HEICO (Pflegeheime in der COVID-19 Pandemie) richtet sich auf die Notwendigkeit, gesetzliche Vorgaben zum Infektionsschutz einzuhalten und zugleich die Pflege und die Versorgung von Heimbewohnerinnen und -bewohner zu gewährleisten. „Geltende Prüfrichtlinien und Dokumentationspflichten wurden teilweise außer Kraft gesetzt. Zudem wurde die psychosoziale Situation durch die Kontaktsperre beeinflusst“, sagt Müller. Die damit einher gehenden Herausforderungen und Veränderungen in stationären Langzeitpflegeeinrichtungen beleuchtet ein Konsortium aus zehn Hochschulen, an dem die TH Rosenheim beteiligt ist. Dafür werden Interviews mit pflegerischen Fach- und Führungskräften sowie Angehörigen von Pflegebedürftigen geführt. Koordiniert wird das Projekt vom Institut für Gesundheits- und Pflegewissenschaft der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.

 

Sonntag, 5. Juli:

Kaniber fordert mehr kleinere und regionale Schlachthöfe für Deutschland – Bayerns Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber fordert einen bundesweiten Umbau der Schlachthof-Strukturen nach bayerischem Vorbild. „Die großen Strukturen, die wir in anderen Bundesländern vorfinden, sind nicht zukunftsfähig. Wir müssen bundesweit davon wegkommen. Dezentrale Lösungen sind das Gebot der Stunde. Bayern kann mit seinen zahlreichen regionalen Schlachthöfen dafür schon jetzt die Blaupause für die notwendige Neuausrichtung liefern. Das sind die besten Voraussetzungen für eine Agrarwende wie sie Ministerpräsident Dr. Markus Söder angeregt hat. Sein Vorschlag ‚Agrar-Ökologie statt Agrar-Kapitalismus‘ bestärkt unseren Weg“, sagte Kaniber.

Die Ministerin verweist darauf, dass Bayern mit seinen 1.800 EU-zugelassenen Schlachtstätten schon jetzt rund ein Drittel aller Schlachtstätten in ganz Deutschland stellt. „Das sorgt für kurze Wege und Transparenz.“ Regionale Erzeuger und Schlachtbetriebe fänden so schneller zusammen, die Verbraucher können sich besser informieren, wo ihr Fleisch herkomme. . Damit können die Partner in der Kette noch besser zusammenfinden und die kleinteiligen Strukturen gezielt stärken.“ Kaniber wird mit einer durchgängigen Strategie zur Regionalvermarktung verstärkt für mehr Sicherheit und Stabilität auf dem Fleischmarkt sorgen. „Die Vorfälle der vergangenen Wochen haben uns gezeigt welche Risiken große, zentrale Strukturen für das Gesamtsystem darstellen. Dezentrale Strukturen und regionale Wertschöpfungsketten dagegen geben mehr Stabilität und sichern die regionale Versorgung mit Lebensmitteln. Das stärkt auch das Vertrauen der Verbraucher“, sagte die Ministerin. Das entspreche dem bayerischen Weg in der Landwirtschaft, der schon immer die Stärkung gerade der kleineren und familiären Betriebe zum Ziel hatte. Die Politik wolle beste Voraussetzungen dafür schaffen, damit alle Beteiligten ihrer Verantwortung in der Wertschöpfungskette gerecht werden können. „Wenn alle zusammen arbeiten wird Bayerns Landwirtschaft insgesamt ökologischer, nachhaltiger und Tierwohl-gerechter.“

Freitag, 3. Juli:

Fallzahlenentwicklung: – Landkreis Rosenheim – Seit dem letzten Wochenbericht mit Stand 25.06. 24 Uhr wurden dem Gesundheitsamt 9 neue Fälle für Stadt und Landkreis Rosenheim gemeldet. Bisher sind insgesamt 2814 Fälle von COVID-19 in Stadt und Landkreis Rosenheim aufgetreten (Landkreis: 2290, Stadt: 524). Mittlerweile wurde bei mindestens 2432 Personen eine Genesung dokumentiert. 218 Personen sind bis zu diesem Zeitpunkt an der Erkrankung gestorben. Von den Verstorbenen waren 7 Personen unter 60 Jahren. 147 Verstorbene waren über 80 Jahre alt. 4 COVID-19-Patienten werden aktuell in Stadt und Landkreis Rosenheim stationär behandelt. Hiervon befindet sich kein Patient auf einer Intensivstation. Die 7-Tage-Inzidenz (Fälle pro 100.000 Einwohner während der letzten 7 Tage) liegt mit Stand 03.07.2020 (0:00 Uhr) für die Stadt Rosenheim bei 9,48, für den Landkreis Rosenheim bei 1,15.

Montag, 29. Juni:

Am Dienstag, 30. Juni 2020, 10.00 Uhr, leitet Ministerpräsident Dr. Markus Söder die Sitzung des Ministerrats in der Staatskanzlei. Das Kabinett befasst sich im Schwerpunkt mit der Corona-Pandemie. Über die wesentlichen Ergebnisse der Beratungen informiert Ministerpräsident Dr. Markus Söder, gegebenenfalls mit Fachministern im Rahmen einer Pressekonferenz um 13.00 Uhr im Foyer des Prinz-Carl-Palais, Franz-Josef-Strauß-Ring 5, 80539 München. Die Pressekonferenz wird als Live-Stream übertragen, unter anderem über die Internetseite www.bayern.de (http://www.bayern.de) , auf YouTube (youtube.com/bayern) und Facebook (facebook.com/bayern). In Gebärdensprache übersetzt und untertitelt kann die Pressekonferenz live unter www.verbavoice.net/player/bayerischestaatskanzlei/ (http://www.verbavoice.net/player/bayerischestaatskanzlei/)  verfolgt werden. Im Anschluss ist das Video unter youtube.com/bayern abrufbar.

Freitag, 26. Juni:

„Sommer in Rosenheim“: Veranstaltungsreihe bekommt einstimmig grünes Licht des Stadtrats –  Der Stadtrat hat in der Sitzung am 24.06.2020 einstimmig beschlossen, die Rosenheimer Innenstadt nach den Beschränkungen durch die Corona-Pandemie mit einer Veranstaltungsreihe zu beleben. Die aktuellen Corona-Infektionsschutzmaßnahmen sollen dabei selbstverständlich eingehalten werden. Als Veranstalter fungiert die Landesgartenschau Rosenheim 2010 GmbH. Diese städtische Konzerntochter richtet auch das Rosenheimer Sommerfestival aus, das heuer Corona-bedingt allerdings ausfallen muss. Derzeit arbeiten Schaustellerverband, CityManagement, Kulturforum und die Stadtverwaltung an einem Programm, das die Menschen wieder unbeschwert in der Innenstadt zusammenbringen und gleichzeitig Schausteller, Kultur- und Kreativwirtschaft sowie den Einzelhandel unterstützen soll. Veranstaltungszeitraum ist vom 18. Juli bis zum 06. September. Im gesamten Zeitraum laufen die Projekte „Innenstadtbelebung“ mit verschiedenen kulturellen Aktionen im gesamten Stadtgebiet und „Stadtmöblierung“, bei der bis zu 500 Stühle und Sitzgelegenheiten installiert werden. Dazu kommen ab dem 07. August die Angebote des Schaustellerverbandes mit Fahrgeschäften und Gastronomie, bevor Ende August ein StreetArt-Festival geplant ist. Für die Durchführung der gesamten Veranstaltungsreihe und die damit verbundene Unterstützung heimischer Künstler stellt die Stadt Rosenheim insgesamt 200. 000 EUR zur Verfügung. Wie das Programm im Detail aussieht wird derzeit erarbeitet und soll in der kommenden Woche im Rahmen einer Pressekonferenz vorgestellt werden.

Landeskomitee der Katholiken reicht Petition an den Bayerischen Landtag in ungewöhnlicher Allianz ein –  Mit einer gemeinsamen Petition an den Bayerischen Landtag will das Landeskomitee der Katholiken in Bayern in Kooperation mit zahlreichen weiteren gesellschaftlichen Akteuren erreichen, dass sich das öffentliche Leben noch stärker an sozialen und ökologischen Kriterien ausrichtet als das bislang der Fall ist. Der Landtag als die parlamentarische Vertretung der Bevölkerung und als Gesetzgeber soll die Bayerische Staatsregierung dazu animieren, dass „ein entsprechendes Konzept auf der Basis eines breit angelegten Dialogprozesses und einer parlamentarischen Anhörung entwickelt und mit den zuständigen Gremien auf Bundes- und Europaebene abgestimmt“ wird, heißt es in der Petition.

In einer ungewöhnlichen Allianz bestehend aus Bund Naturschutz (BUND), Landesverband Bayern, der Bewegung Fridays For Future und der Jesuitenmission in Nürnberg hat der Vorsitzende des Landeskomitees, Joachim Unterländer, die Petition heute an die Präsidentin des Bayerischen Landtags, Ilse Aigner, übergeben. Zahlreiche weitere Organisationen und Personen aus dem umweltpolitischen, kirchlichen, kulturellen und wissenschaftlichen Raum haben sich im Vorfeld bereit erklärt, diese Petition und das dahinter stehende Anliegen ebenfalls zu unterstützen und sich als Erstunterzeichner eintragen zu lassen.Die Initiatoren beobachten weltweit eine Übernutzung der natürlichen Ressourcen, die Lebensräume verkleinert und damit Lebensqualität verringert. Die Coronakrise sei ein Weckruf an die Menschheit, mit Natur und Umwelt anders umzugehen, und man dürfe nicht einfach zur Normalität der Globalisierung und ihrer Auswirkungen zurückkehren, wird in der Begründung zur Petition hervorgehoben. Gerade weil Maßnahmen gegen Artensterben und Klimawandel lange Zeit brauchten, um Wirkung zu entfalten, müsse man jetzt auf allen Ebenen des Regierungshandelns mit dem Umsteuern beginnen.

 

Es gelte, Wirksamkeit und Widerstandsfähigkeit miteinander zu versöhnen, die globalen Wertschöpfungsketten, also Produktions- und Vertriebswege, zu reduzieren, fairer zu gestalten und zu regionalisieren. Systemische Bedingungen beeinflussten regionale Aktivitäten in gleicher Weise, wie dies auch umgekehrt der Fall sei. Deshalb appellieren Initiatoren und Unterzeichner an die Innovations- und Gestaltungskraft Bayerns. Das ungewöhnliche Bündnis will Mut machen, über den gegenwärtigen Zustand hinauszudenken, der eine wachsende Zahl von Krisen beschere. Bayern habe noch nie einen Sonderweg in Deutschland oder Europa gescheut, wenn er seinen Bürgerinnen und Bürgern zugute komme. Das positive Beispiel Bayerns, wenn es in seinem Bereich den „Mythos von Laptop und Lederhose“ wieder neu belebe, könne Einfluss ausüben auf Berlin und Brüssel. Dabei sollten die Entwicklungen im Bereich der Digitalisierung erkannt, ihre Folgen bedacht und ihre Chancen genutzt werden.

 

Die soziale und ökologische Transformation könne nur gelingen, wenn alle gesellschaftlichen Akteure dafür Verantwortung übernehmen. Die nun eingereichte Petition stehe ganz im Geist der öko-sozialen Enzyklika von Papst Franziskus, „Laudato Sì“, die fast auf den Tag genau vor inzwischen fünf Jahren erschienen ist. Bereits darin habe Papst Franziskus darauf aufmerksam gemacht, dass die Sorge um die Natur, die Gerechtigkeit gegenüber den Armen, das Engagement für die Gesellschaft und der innere Friede untrennbar miteinander verbunden seien, ja dass letztlich alles mit allem verbunden sei, betonte Joachim Unterländer bei der Übergabe der Petition. Das Landeskomitee sehe in der aktuellen Krise auch eine Chance, die es nachhaltig zu nutzen gelte. Man könne in Bayern nun Vorreiter sein, um den Weg zu ebnen für eine globale sozial-ökologische Transformation. (ke/alx)

 

 

 

Der Bezirk Oberbayern vertagt die Auslobung seines Inklusionspreises wegen der Corona-Pandemie auf 2021. Das hat der Sozial- und Gesundheitsausschuss des oberbayerischen Bezirkstags am Donnerstag beschlossen.

 „Wir sind Heimat – Vielfalt leben vor Ort“: Unter diesem Motto hatte der Bezirk Oberbayern von 30. März bis 22. Mai 2020 den Inklusionspreis für 2020 ausgelobt. Der Zeitraum für die Ausschreibung fiel mit dem Höhepunkt der Corona-Beschränkungen zusammen. Nahezu alle Projekte, die sich mit dem Thema der Ausschreibung beschäftigen, wurden während des Lockdowns gestoppt. Oberstes Ziel war, Menschen mit Behinderungen sowie die Mitarbeitenden vor einer Ansteckung zu schützen. „Die Menschen hatten wirklich andere Sorgen, als sich auf den Inklusionspreis zu bewerben. Einige Projektträger haben uns informiert, dass sie großes Interesse hätten, wegen der schwierigen Lage aber für eine Bewerbung keine Zeit finden. Wir haben uns deshalb entschieden, die Ausschreibung um ein Jahr zu schieben“, sagte Bezirkstagspräsident Josef Mederer. „Dann haben alle inspirierenden Projekte die Chance mitzumachen.“ Den Inklusionspreis verleiht der Bezirk Oberbayern im Rahmen eines Festakts. „Diese Feier ist uns sehr wichtig als Anerkennung für die inklusive Arbeit der Preisträger“, so Mederer. „Ich hoffe, dass wir im Herbst 2021 gemeinsam mit allen Beteiligten die inklusiven Ideen und Projekte für Oberbayern feiern können.“ Unter dem Motto „Wir sind Heimat – Vielfalt leben vor Ort“ möchte der Bezirk Projekte und Initiativen auszeichnen, die sich für ein barrierefreies Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderungen, insbesondere in den Bereichen Kultur, Umwelt, Natur und Mobilität in den oberbayerischen Kommunen einsetzen. Bereits eingereichte Bewerbungen für 2020 werden bei der erneuten Ausschreibung im kommenden Jahr berücksichtigt. Sie müssen sich nicht neu bewerben. Den Zeitraum der Ausschreibung gibt der Bezirk Oberbayern im Frühjahr 2021 bekannt.

RENOVABIS – Nach Schlachtereien-Missstände: Renovabis fordert „Bewusstsein für gute Ware“ und „Schluss mit Ausbeutung von Osteuropäern“ – Solidaritätsaktion der deutschen Katholiken reklamiert gerechten Lohn und akzeptable Arbeitsbedingungen.

Das katholische Osteuropa-Hilfswerk Renovabis macht angesichts der weiteren Corona-Ausbrüche in Großschlachtereien abermals auf die ungerech­ten und gesundheitsgefährdenden Arbeitsverhältnisse für osteuropäische Arbeit­nehmerinnen und Arbeit­nehmern in Deutschland aufmerksam. Renovabis-Geschäftsführer Burkhard Haneke kritisiert die ausbeuterischen Bedingungen, unter denen insbesondere Arbeiter aus Bulgarien und Rumänien hier leben und ihren Unterhalt verdienen müssen. „Davor darf unsere Gesellschaft die Augen nicht mehr verschließen. Es kann doch nicht sein, dass wir erst wach werden, wenn unsere Urlaubspläne in Gefahr geraten oder unser Gemüse und unsere Früchte nicht zeitgerecht geerntet werden.“ Die Coronakrise decke Versäum­nisse auf, die wir in der Vergangenheit nicht wahrhaben wollten: „Wir messen mit zweierlei Maß, wenn es um gerechten Lohn oder akzeptable Arbeits- und Lebensbedingungen geht – und kaufen billigst produzierte Schweinesteaks.“

 Burkhard Haneke von Renovabis verurteilt die Ausbeutung in der Fleischindustrie als skandalös: „Migrantinnen und Migranten aus Osteuropa werden mitten in Deutsch­land als billige Arbeitskräfte missbraucht und in menschenun­würdigen Behausungen untergebracht.“ Dies dürfe nicht länger hingenommen werden. Die Coronakrise bringe die Gesellschaft dazu, bei manchen üblich gewordenen Gepflogenheiten, von denen wir bislang profitiert haben, jetzt nachzufragen, ob es nach der Krise so weiter gehen könne. „Die bedrückende Situation der osteuropäischen Lohnarbeiter in den Schlacht­fabriken aber auch auf Baustellen oder in der Landwirtschaft sind dafür prägnante Beispiele“, so Haneke, und weiter: „Als katholisches Hilfswerk setzen wir uns gemeinsam mit unseren Partnern im Osten Europas für die Entwicklung von Lebensperspektiven vor Ort ein. Und wir erheben unsere Stimme für die Menschen, die ihr Heimatland verlassen haben und nun mitten unter uns unter ausbeuterischen Bedingungen leben und arbeiten müssen.“

Haneke ergänzt, dass „jeder, dem an Menschenwürde und Solidarität gelegen ist, sich fragen lassen muss, ob das, was er konsumiert – was er isst, das Ergebnis von Ausbeutung ist. Uns muss bewusst sein, dass unser Konsumverhalten Einfluss auf Arbeitsbedingungen und Löhne hat“. Wirtschaftsformen, die den Menschen letztlich zum Gebrauchsgegenstand degradieren, habe Papst Franziskus in den vergangenen Jahren immer wieder als „unchristlich“ gebrandmarkt. In der Corona-Krise sind schlagartig wirtschaftliche Verflechtungen zwischen Ost- und Westeuropa spürbar geworden, als tausende osteuropäische Pflegekräfte aufgrund der Grenzschließungen in ihre Heimatländer zurückkehrten oder Erntehelfer nicht nach Deutschland einreisen konnten. Vor allem männliche Arbeitnehmer aus Rumänien, Bulgarien oder anderen Ländern Mittel-, Ost- und Südosteuropas sind in den Betrieben beschäftigt. Vielfach wird die Unterkunft an den Arbeitsplatz gekoppelt, denn bei Kündigung verlieren die Beschäftigten sofort auch ihre Bleibe. Oft müssen vier oder mehr Personen in einem Zimmer hausen. Diese Lebenssituation und die Tatsache, dass die osteuropäischen Beschäftigten geltende Regeln rein sprachlich nicht verstehen, könnten in kürzester Zeit zu hohen Covid-19-Infektionsraten führen. Ein wesentliches Problem ist das Werkvertrags-System: Die Arbeitnehmer schließen ihre Verträge mit Subunternehmen und nicht mit den Firmen, in denen sie tätig sind, womit diese sich ihrer Verantwortung für die Beschäftigten im Prinzip entledigen. Die Subunternehmen nutzen die Abhängigkeit der Werkvertragsnehmer oft aus. Gezwungenermaßen finden sich die Beschäftigten damit ab, um ihren Job nicht zu verlieren.

Donnerstag, 25. Juni:

Prien Tourismus-Marketing  GmbH informiert:

Hygienekonzept zur Wiedereröffnung von Kureinrichtungen zur Verabreichung ortsgebundener Heilmittel, Hallen- und Freibädern sowie Wellnesseinrichtungen in Thermen und Hotels
Hier finden Sie das Hygienekonzept und die Sechste Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung zum Download.

Inzidenzfälle TOP I – Sachstandsbericht Corona
Die Aufnahme von Gästen aus Gebieten mit hoher Neuinfektionszahl ist nicht gestattet. Den Sachstandsbericht finden Sie hier.
Falls Sie RKi Zahlen überprüfen möchten, hat eine Kollegin einen Link gefunden, der Ihnen vielleicht weiterhilft: corona.rki.de

Prienavera Erlebnisbad wieder offen
Rund zwei Wochen nachdem das Prienavera Strandbad die Pforten für Besucher wieder öffnen durfte, folgt nun das Hallenbad am morgigen Dienstag 23. Juni 2020 zu eingeschränkten Öffnungszeiten, täglich von 10 bis 18 Uhr. Der Saunabereich bleibt vorerst noch geschlossen. Weitere Informationen unter www.prienavera.de

Die Führungen “Mondkönig-Märchenkönig” und “Fledermausführungen” finden ab Juli wieder statt
Weitere Informationen zu den Führungen finden Sie hier.

Abgesagt: Veranstaltung „Sonnenkönig und Schneerahmtörtchen“
Angesichts der Corona-Pandemie haben sich die Prien Marketing GmbH und der Ludwig-II.-Biograf und -Experte Marcus Spangenberg schweren Herzens entschlossen, 2020 die abendliche Entdeckungsreise zu den Geheimnissen des „Märchenkönigs“ ausfallen zu lassen.

Mittwoch, 24. Juni:

Erzbischöfliches Ordinariat informiert: Aus Krisenzeiten auch gute Erfahrungen mitnehmen – In Videoreihe „Mittwochsminuten“ würdigt Bildungsressortleiterin Sandra Krump die Kreativität von Lehrkräften.

Das Engagement und die Kreativität vieler Lehrkräfte während der Coronakrise – weit über die Stoffvermittlung hinaus – hat Sandra Krump, Leiterin des Ressorts Bildung im Erzbischöflichen Ordinariat, in einem Videobeitrag hervorgehoben. In dem Clip aus der Serie „Mittwochsminuten“ würdigt sie „Schule als Ort des Lernens, aber auch der Gemeinschaft, der Begegnung und Erziehung“. Jeden zweiten Mittwoch werden die Videos der Impuls-Reihe ab 12 Uhr im Internet unter www.erzbistum-muenchen.de/mittwochsminuten sowie auf den Social-Media-Kanälen der Erzdiözese München und Freising veröffentlicht. Die Situation sei in den vergangenen Wochen für Schülerinnen und Schüler, Eltern und Lehrkräfte belastend gewesen, resümiert Krump die Schulschließungen und -beschränkungen aufgrund der Coronapandemie. „Aber es gab auch viele wunderbare Erfahrungen“, so Krump. Als Beispiele für die Bemühungen der Lehrkräfte, mit den Schülerinnen und Schülern in Kontakt zu bleiben, zählt sie den Unterricht per Videokonferenz, selbstgedrehte Erklärfilme, Motivationsbriefe mit Bewegungsideen für die Lernpause zu Hause, religiöse Angebote und Impulse auf. „Und doch ist Schule als realer Ort nicht zu ersetzen“, ist Krump überzeugt. Krump erinnert an die Neueröffnung der Erzbischöflichen Franziskus-Grundschule im September vergangenen Jahres. Nur wenige Monate konnten die beiden ersten Klassen dort unterrichtet werden, bis sie im März ins Homeschooling geschickt wurden. Sie zitiert ein Kind, das sich bei der Rückkehr in die Schule besonders auf den Religionsunterricht freute, und erläutert:  „Kinder stellen ganz selbstverständlich die großen Fragen des Lebens.“ Kinder hätten ein ausgeprägtes Gespür dafür, was wirklich wichtig sei, ist sie überzeugt. „Es ist besonders schön, wenn sie unseren Glauben, die Geschichten von Jesus, Gebete, Rituale, Sakramente als hilfreich, sie begleitend und tröstend entdecken“, so Krump. „Ich hoffe, dass wir alle aus dieser Krisenzeit auch gute Erfahrungen mitnehmen und dass wir uns von der Hoffnung und dem offenen Blick auf das Leben, die wir auch jetzt bei den Kindern und Jugendlichen erleben, inspirieren lassen.“ (glx)

 

Die Bayerische Staatsregingung informiert zu Themen anlässlich der Corona-Krise:

  1. Bayern bereitet Regelbetrieb an Schulen unter Hygieneauflagen vor / Zusätzliche Betreuung und Förderung für Schülerinnen und Schüler in den Sommerferien und im Herbst 2020 / Digitalisierung an Schulen wird weiter ausgebaut Bayern bereitet für das kommende Schuljahr 2020/2021 den Regelbetrieb unter Hygieneauflagen vor. Sofern es das Infektionsgeschehen zulässt, sollen ab 8. September wieder alle Schülerinnen und Schüler täglich im Präsenzunterricht unterrichtet werden. Oberste Priorität hat dabei weiterhin der Gesundheitsschutz der Schüler, Lehrkräfte und des schulischen Personals. Ziel des Konzepts ist, dass die bayerischen Schulen ihrem Bildungs- und Erziehungsauftrag auch im kommenden Schuljahr bestmöglich nachkommen können.

Voraussetzung für einen Regelbetrieb in Schulen unter Hygieneauflagen ist, dass sich das Infektionsgeschehen weiterhin positiv entwickelt und der derzeitige Mindestabstand von 1,5 Metern in den Klassenräumen sowie die damit verbundenen Klassenteilungen aufgehoben werden können. Die Hygieneauflagen werden vor Beginn des neuen Schuljahrs in Abstimmung mit dem Gesundheitsministerium in einem neuen Hygieneplan der aktuellen Situation angepasst. Basis hierfür ist der bestehende Hygieneplan, der neben allgemeinen Aspekten wie etwa regelmäßiges Händewaschen, Einhaltung der Husten- und Niesetikette auch Vorgaben zum Verhalten im Schulgebäude vorsieht. Schülerinnen und Schüler sollen durch die Einschränkungen der Corona-Pandemie fair behandelt werden. Mit verschiedenen pädagogischen Ansätzen werden daher für Schüler mit entsprechendem Unterstützungsbedarf sogenannte Brückenangebote im neuen Schuljahr 2020/2021 eingerichtet. Dazu gehören Angebote zur Betreuung und zusätzliche Förderangebote:

  • Der Freistaat wird 2020 einmalig Fördermittel bereitstellen, um zusätzliche, freizeitpädagogisch orientierte Ferienangebote in den Sommerferien zu ermöglichen. Die Angebote werden sich vor allem an die Jahrgangsstufen 1 bis 6 richten. Durch das Angebot sollen auch Alleinerziehende und Eltern unterstützt werden, die ihren Jahresurlaub bereits vor den Sommerferien eingebracht haben.
  • Schülerinnen und Schüler sollen einen guten Start in das neue Schuljahr haben. Dafür werden ab September bis Allerheiligen bzw. – je nach Schulart – bis Weihnachten spezielle Förderangebote an den Schulen eingerichtet. So sollen Schüler mit Lerndefiziten durch die Corona-Einschränkungen gezielt unterstützt werden. Die Angebote richten sich vor allem an diejenigen, die beispielsweise auf Probe in die nächsthöhere Jahrgangsstufe vorgerückt sind, das Klassenziel der vorherigen Jahrgangsstufe nur knapp erreicht haben oder Lernstandsdefizite in bestimmten Fächern beziehungsweise Kompetenzbereichen aufweisen.

Bayern baut zudem die Digitalisierung an den Schulen weiter konsequent aus. Den Schulen steht auch im Herbst 2020 ein digitales Gesamtpaket zur Verfügung. Zentrale Bausteine sind die „mebis“-Plattform (Landesmedienzentrum Bayern) sowie ein ergänzendes Werkzeug zur onlinebasierten Kommunikation für die weiterführenden Schulen. Alle Schülerinnen und Schüler sollen die Möglichkeit haben, auch zu Hause mit digitalen Medien zu lernen. Wer zu Hause keinen Zugang zu einem geeigneten digitalen Endgerät hat, soll dies bei der Schule befristet ausleihen können. Über das Sonderbudget Leihgeräte wurde hierfür ein eigenes Förderprogramm unter dem Dach des „DigitalPakt Schule“ 2019 bis 2024 aufgelegt.

  1. Mehr Besuche in Altenheimen, Behinderteneinrichtungen und Krankenhäusern möglich / Schutz der Bewohnerinnen und Bewohner durch individuelle Schutzkonzepte Die Besuchsregelung für Einrichtungen der Pflege und für Menschen mit Behinderung sowie für Krankenhäuser und Einrichtungen der Vorsorge und Rehabilitation wird erweitert. Ab 29. Juni können Einrichtungen dadurch deutlich mehr Besuche ermöglichen. Für Bewohnerinnen und Bewohner, ihre Angehörigen und Freunde bedeutet dies einen einem weiteren Schritt zu mehr Normalität. Gleichzeitig steht der Schutz der Gesundheit mit passgenauen Hygienekonzepten weiter an erster Stelle.

Das Coronavirus SARS-CoV-2 stellt für die Bewohnerinnen und Bewohner von Pflege- und Altenheimen sowie von Einrichtungen für Menschen mit Behinderung und die Patientinnen und Patienten in Krankenhäusern und Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen ein besonderes Risiko dar. Durch die Maßnahmen der Staatsregierung konnte das Ausbruchsgeschehen in diesen Einrichtungen deutlich zurückgedrängt werden. Gleichzeitig gilt es, sozialer Isolation und Vereinsamung entgegenzuwirken. Deshalb werden die derzeitigen Besuchsbeschränkungen durch einrichtungsindividuelle Schutz- und Hygienekonzepte ersetzt. Die Einrichtungen werden dabei mit einem Rahmenkonzept des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege sowie durch die Gesundheitsämter unterstützt. Wesentliche Eckpunkte sind das Einhalten von Mindestabständen und Hygieneregeln, Berücksichtigung von Belangen der Bewohnerinnen und Bewohner bei Terminen, Registrierung und Aufklärung beim Betreten, bereichsbezogene Beschränkungen und Wege für Besucher, sowie ein Betretungsverbot beim Vorliegen von Krankheitssymptomen.

  1. Hygienekonzept für Messe- und Kongressbetrieb beschlossen / Messen und Kongresse sollen bis September starten Messen und Kongresse sind ein wichtiger Bestandteil des Wirtschaftsstandorts Bayern. Ein erfolgreicher Neustart des Messe- und Kongressbetriebs im Herbst kann als Marktplattform einen wertvollen Beitrag zur konjunkturellen Stabilisierung leisten und der bayerischen Wirtschaft neuen Schub geben. Die bayerischen Messen zeichnen sich grundsätzlich durch eine gute Infrastruktur aus, die höchste Hygienestandards gewährleistet und Kontaktverfolgungen sowie die Überwachung von Hygieneregeln ermöglicht. Vorbehaltlich einer anhaltend günstigen Entwicklung des Infektionsgeschehens will die Staatsregierung deshalb die Öffnung des Messe- und Kongressbetriebs in Bayern spätestens ab 1. September ermöglichen.

Bei der Wiederaufnahme des Messe- und Kongressbetriebs haben Gesundheit und Eindämmung der Pandemie weiterhin Priorität. Dafür hat der Ministerrat einen Rahmen für Schutz- und Hygienemaßnahmen aufgestellt als Richtschnur für die individuellen Schutz- und Hygienekonzepte der Veranstalter. Damit sollen Infektionsrisiken begrenzt und die Nachverfolgbarkeit möglicher Infektionen sichergestellt werden.

  1. Bayern sorgt für zusätzlichen Vorrat an Impfstoff für die Grippesaison im Herbst Bayern wappnet sich frühzeitig für den Start der nächsten Grippesaison im Herbst. Die Staatsregierung bestellt beim Öffentlichen Gesundheitsdienst für Bayern rund eine halbe Million Impfdosen gegen die saisonale Influenza 2020/2021. Damit soll eine mögliche höhere Nachfrage im Herbst nach Grippeimpfstoff bedient werden können. Für die Beschaffung der zusätzlichen Impfstoffe steht ein Betrag von rund sechs Millionen Euro zur Verfügung.

Experten gehen davon aus, dass nach den Erfahrungen in der Corona-Pandemie das Interesse an einer Impfung gegen die saisonale Influenza in der kommenden Saison steigen dürfte. Die Grippeimpfung kann zudem helfen, im Herbst die Krankenhäuser vor Überlastung zu schützen, wenn sonst zahlreiche Influenza-Erkrankte mit Covid-19-Patienten einer möglichen zweiten Corona-Welle zusammentreffen würden.

Dienstag, 23. Juni:

Bayericher Hotel- und Gaststättenverband informiert über digitale Gäste-Registrierung: Um Gastgeber bei der im Rahmen der Corona-Pandemie bestehenden Registrierungspflicht ihrer Gäste zu unterstützen, hat die darfichrein GmbH, ein gemeinsames Tochterunternehmen der AKDB und des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverband DEHOGA Bayern eine einfache Lösung für die Registrierungspflicht auf den Weg gebracht. Der Kontakt entstand aus der Patenschaft der AKDB für das Umsetzungsprogramm des WirvsVirusHackathons der Bundesregierung. Digitalministerin Judith Gerlach, die die Schirmherrschaft über das Projekt übernommen hat, betont: „Ungewöhnliche Zeiten erfordern kreative Ansätze. Die Digitalisierung hilft uns bei der Bewältigung der Corona-Krise. Mit dieser cleveren digitalen Lösung kann die erforderliche Registrierung kontakt- und papierfrei erfolgen. Auch hier kann uns die Digitalisierung das Leben ein kleines bisschen erleichtern.“

„Unser oberstes Ziel ist es, die Registrierungspflicht abzuschaffen“, erläutert DEHOGA Bayern-Präsidentin Angela Inselkammer, „doch solange es sie noch gibt, wollen wir eine möglichst praktikable und einfache digitale Lösung anbieten. Die Web-Anwendung ermöglicht Gastronomen, der Dokumentationspflicht hinsichtlich der Kontaktinformationen ihrer Gäste einfach und vor allem sicher und datenschutzkonform nachzukommen“, erläutert DEHOGA Bayern-Präsidentin Angela Inselkammer. Gastronomen erstellen auf darfichrein.de in wenigen Sekunden ein Konto. Dabei wird ein QR-Code generiert, der von den Gastronomen ausgedruckt und sichtbar in der Gaststätte angebracht werden kann. Die Gäste scannen den QR-Code mit dem Smartphone und geben ihre die Kontaktdaten an. Dafür muss nichts installiert oder heruntergeladen werden. Diejenigen Gäste, die kein Smartphone besitzen oder es nicht verwenden möchten, sollen sich über ein Gerät, z.B. Tablet, der Gaststätte oder durch das Servicepersonal der Gaststätte eintragen. Die Daten werden verschlüsselt und sicher im Rechenzentrum der AKDB gespeichert. Entsprechend den gesetzlichen Vorgaben werden die Kontaktdaten nach vier Wochen automatisch gelöscht. Allein auf Anforderung der Gesundheitsbehörden darf der Restaurantbetreiber die Kontaktdaten der Gäste für ein bestimmtes Zeitfenster herunterladen, entschlüsseln und an die Behörden übergeben.

Datenschutz und Datensicherheit werden bei Nutzung der Web-Anwendung umfassend gewährleistet. Alle Daten werden ausschließlich im deutschen Rechenzentrum der AKDB gespeichert, das durch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnologie (BSI) auf Basis von IT-Grundschutz zertifiziert ist. Die AKDB als öffentlich-rechtlicher IT-Dienstleister entwickelt und betreibt IT-Lösungen für die Digitalisierung insbesondere von Kommunen und anderen öffentlichen Einrichtungen. Nun übernimmt die AKDB das Hosting der Datenbank der neuen darfichrein-Anwendung. Gudrun Aschenbrenner, Mitglied des Vorstands der AKDB: „Ich freue mich, dass die AKDB an einer so innovativen Lösung wie der darfichrein-Anwendung aktiv mitwirkt. Die Nutzer der Anwendung können auf den Schutz ihrer Daten in unserem Rechenzentrum vertrauen. Die Anwendung steht auch kommunalen Einrichtungen, wie etwa Schwimmbädern, über darfichrein.de zur Verfügung.“ „Bei der Programmierung der Anwendung stand der Hilfsgedanke für die Branche und keine Gewinnerzielungsabsicht im Vordergrund“, erläutert Inselkammer, „deswegen können alle Gastronomen, die sich im Rahmen der Einführungsphase bis zum 5. Juli 2020 auf darfichrein.de anmelden, den Service bis Ende August kostenfrei nutzen. Registriert man sich nach dem 5. Juli bzw. entscheidet man sich Ende August den Service weiter nutzen zu wollen, steht dieser zu einem geringen Entgelt zur Verfügung.“ Für DEHOGA-Mitglieder und AKDB-Kunden wird der Service für 5 Euro monatlich bereitgestellt. Der reguläre Preis beträgt 10 Euro pro Monat.

Über die AKDB:
Seit Gründung 1971 entwickelt die AKDB ein Komplettangebot an Lösungen für die Digitalisierung von Kommunen und öffentlichen Einrichtungen. Hierzu zählen Software, IT-Sicherheit, Beratung, Schulung und eine umfassende Dienstleistungspalette. Das Spektrum an IT-Services reicht von SaaS-Lösungen aus dem BSI-zertifizierten Rechenzentrum für alle behördlichen Fachbereiche über hoheitliche Aufgaben bei den bayerischen Melde- und Personenstandsregistern bis hin zu komplett gemanagten IT-Umgebungen. Im Bereich E-Government bietet die AKDB Ländern und Kommunen das Bürgerservice-Portal an, die bundesweit reichweitenstärkste interoperable Plattform für Onlineverwaltungsdienste, über die Bürger und Unternehmen ihre Transaktionen mit der Verwaltung immer häufiger digital abwickeln. Mit dem Nutzerkonto Bund stellt die AKDB der Bundesverwaltung seit 2019 das zentrale Zugangssystem (Identity Provider) für die Nutzung von Diensten im Rahmen des Online-Zugangsgesetzes (OZG) zur Verfügung. Zu den Kunden der AKDB gehören über 4.700 Kommunen, Gemeinden, Städte, Landkreise, Bezirke sowie öffentliche Institutionen und der Bund. Die AKDB ist eine öffentlich-rechtliche Einrichtung in Trägerschaft der vier kommunalen Spitzenverbände in Bayern und zählt im Unternehmensverbund etwa 1.100 Beschäftigte.

Weitere Informationen unter www.darfichrein.de.

Montag, 22. Juni:

Abgesagt in Prien und auf Herrenchiemsee: Veranstaltung „Sonnenkönig und Schneerahmtörtchen– Die Faszination um das sagenumwobene Leben und rätselhafte Sterben König Ludwig II. ist bis heute ungebrochen. Seit 2013 lockt immer Anfang August die stets ausgebuchte Sonderführung mit Lesung „Sonnenkönig und Schneerahmtörtchen“ der Bücherei Prien zahlreiche Teilnehmer aus ganz Bayern auf die Herreninsel. Angesichts der Corona-Pandemie haben sich die Prien Marketing GmbH und der Ludwig-II.-Biograf und -Experte Marcus Spangenberg schweren Herzens entschlossen, 2020 die abendliche Entdeckungsreise zu den Geheimnissen des „Märchenkönigs“ ausfallen zu lassen. „All das, was ‚Sonnenkönig und Schneerahmtörtchen‛ ausmacht – seltene Einblicke, eine exklusive Atmosphäre und ein königliches Abendessen – können wir unter den geforderten Auflagen leider nicht ermöglichen“, erklärt Marcus Spangenberg. Die Veranstalter freuen sich, das Sahnetörtchen unter den historischen Führungen und Lesungen 2021 wieder anbieten zu können. Als Termin ist Donnerstag, der 5. August, vorgesehen. Bereits erworbene Karten behalten ihre Gültigkeit oder können bei der jeweiligen Vorverkaufsstelle bis Donnerstag, 31. Dezember 2020 zurückgegeben werden. Kartenvorverkauf im Ticketbüro Prien, Alte Rathausstraße 11 unter Telefon +49 8051 965660 oder ticketservice@tourismus.prien.de sowie an allen München Ticket Verkaufsstellen. Weitere Informationen erhält man in der Bücherei Prien, Alte Rathausstraße 11 unter Telefon +49 8051 6905-33 oder buecherei@tourismus.prien.de sowie im Internet auf www.buecherei.prien.de. Änderungen vorbehalten!

Samstag, 20. Juni:

Bayerischer Hotel- und Gaststättenverband informiert: Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof hat mit Beschluss von heute die bis zum 21. Juni geltende Regelung der 5. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung, wonach die Abgabe von Speisen und Getränken sowohl in den Innenräumen von Gaststätten als auch auf Freischankflächen nur in der Zeit von 6 bis 22 Uhr erlaubt ist, als nicht rechtskonform erachtet. „Wir begrüßen den Beschluss des Bayerischen Verwaltungsgerichtshof“, so Dr. Thomas Geppert, Landesgeschäftsführer des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes DEHOGA Bayern, „konkret bedeutet dies, dass Gastronomiebetriebe ab sofort zumindest vorläufig so lange geöffnet haben dürfen, wie vor der Corona-Pandemie. Angesichts niedriger Infektionszahlen können wir wieder mehr Freiheit wagen. Zugleich belegt das niedrige Infektionsgeschehen, dass unsere Hygienekonzepte funktionieren.“ Geppert verweist auch auf den wirtschaftlichen Aspekt: „Wenn derzeit Corona-bedingt deutlich weniger Gäste einen gastronomischen Betrieb aufsuchen dürfen, ist dies jetzt zumindest wieder länger möglich. Der Beschluss schafft unseren Betrieben zusätzliche unternehmerische Spielräume.“ Zugleich appelliert Geppert an die Gäste: „Corona gibt es nach wie vor, jetzt liegt es an uns, mit diesen wiedergewonnenen Freiheiten verantwortungsbewusst umzugehen.“ Nähere Informationen unter www.vgh.bayern.de/media/bayvgh/presse/pressemitteilung_corona_gastronomie_offnungszeitenbeschrankung.pdf

Freitag, 19. Juni:

Landratsamt und Gesundheitsamt Rosenheim – Tagesmeldung: Am 18.06.2020 wurde dem Gesundheitsamt ein neuer Fall für Stadt und Landkreis Rosenheim gemeldet. Bisher sind insgesamt 2798 Fälle von COVID-19 in Stadt und Landkreis Rosenheim aufgetreten (Landkreis: 2284, Stadt: 514). Mittlerweile wurde bei mindestens 2203 Personen eine Genesung dokumentiert. 217 Personen sind bis zu diesem Zeitpunkt an der Erkrankung gestorben. Von den Verstorbenen waren 7 Personen unter 60 Jahren. 146 Verstorbene waren über 80 Jahre alt. 13 COVID-19-Patienten werden aktuell in Stadt und Landkreis Rosenheim stationär behandelt. Hiervon befinden sich 2 Patienten auf einer Intensivstation. Die 7-Tage-Inzidenz (Fälle pro 100.000 Einwohner während der letzten 7 Tage) liegt mit Stand 19.06.2020 (0:00 Uhr) für die Stadt Rosenheim bei 3,16, für den Landkreis Rosenheim bei 1,53.

Bayerische Staatskanzlei informiert:

Bayern ist derzeit Vorsitzland der Konferenz der Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder (Ministerpräsidentenkonferenz). Am 17. Juni 2020 lud Ministerpräsident Dr. Markus Söder zur Ministerpräsidentenkonferenz in die Bayerische Vertretung in Berlin. Ministerpräsident Dr. Markus Söder: „Ein klares Bekenntnis bei der Ministerpräsidentenkonferenz in Berlin: Wir bleiben bei Corona achtsam und vorsichtig. Kontaktbeschränkungen, Maskenpflicht und Hygiene sind die zentralen Eckpfeiler. Wir dürfen keinesfalls durch Leichtsinn einen neuen Ausbruch riskieren.“

Das Tourismusbüro von Prien informiert:

Orts- und Seeführungen mit Gästeführerin Helga Schömmer starten wieder
Nach einer zweimonatigen Zwangspause aufgrund der Corona-Krise sind ab Ende Juni 2020 die wöchentlichen Orts- und Seeführungen mit Gästeführerin Helga Schömmer wieder möglich. Anmeldung erforderlich.  Weitere Infos unter www.tourismus.prien.de

Es geht wieder los! Vorverkaufsstart für das Open-Air-Konzert mit der Band „Blues4Use“
Am Freitag, 03.07.2020 ab 19.30 Uhr spielt die Priener Rhythm’n’Blues-Band „Blues4Use“ auf der Open-Air-Bühne im kleinen Kurpark. Aufgrund der Corona-Sicherheitsmaßnahmen ist die Besucheranzahl begrenzt. Kartenvorverkauf im Ticketbüro Prien. Weitere Infos unter www.tourismus.prien.de/swinging-prien/

Mobil vor Ort 2020 – Prien am Chiemsee
Folgende Überischt mit den Bus-/Zug-Verbindungen in Prien wird wieder ausgehängt:
www.chiemseeagenda.de/weitere-projekte-und-infos/mobil-vor-ort-in-prien
Sollten Ihnen im Laufe der Zeit Fehlerhinweise und/oder Optimierungsvorschläge auffallen, dann melden Sie sich gern bei uns im Tourismusbüro und wir leiten diese dann entsprechend weiter, damit sie nächstes Jahr berücksichtigt werden können.

Ausstellung in der Galerie im Alten Rathaus: Drei „Künstlerfreunde“ auf einmal
die Galerie im Alten Rathaus Prien zeigt noch bis Ende Juni 2020 zu gesonderten Öffnungszeiten Bronzeskulpturen von Marianne Lüdicke, Malerei von Konrad Huber und Holzschnitte von Lenz Hamberger. Alle Infos unter www.galerie-prien.de.

Erste Rosenheimer LIGNA.Conference auf 2022 verschoben – „Das geht nur face-to-face“ – da sind sich die Veranstalter der ersten Rosenheimer LIGNA.Conference, die Deutsche Messe in Hannover und die Technische Hochschule Rosenheim, einig. Aufgrund der möglicherweise andauernden Covid-19-Restriktionen wird der neue Treffpunkt für die Branche der Holzbe- und -verarbeitung nicht wie geplant im Oktober 2020, sondern erst im Jahr 2022 durchgeführt. Auch eine virtuelle Konferenz, ein komplett anderes Format oder eine Verlegung auf das hannoversche Messegelände ziehen die Veranstalter nach umfangreichen Überlegungen nicht in Betracht. Die Deutsche Messe hat sich gemeinsam mit der Hochschule bei der Standortwahl bewusst für die TH Rosenheim als weltbekannte Bildungsstätte für hochqualifizierten Nachwuchs aus dem Bereich Holztechnik entschieden.

 

„Bei der Rosenheimer LIGNA.Conference steht der Mensch im Mittelpunkt. Es geht um das Zusammentreffen und den persönlichen Austausch. Dies ist die ‚DNA‘ unseres Geschäfts und unsere Kernkompetenz, ebenso wie bei unseren Rosenheimer Partnern. Angesichts der aktuell geltenden Reisebeschränkungen und Abstandsregeln, die eventuell auch noch im Oktober gelten, kann dieser für die Veranstaltung so wichtige Networking-Aspekt nicht realisiert werden“, betont Christian Pfeiffer, Global Director LIGNA & Woodworking Shows bei der Deutschen Messe. „Gerade nach den vielen Wochen oder gar Monaten des Social Distancing mit Lock-down, Ausgangssperren, Online-Events und Videokonferenzen im Homeoffice‚ sehnt sich die Branche nach einer Face-to-face-Veranstaltung. Deshalb werden wir die Veranstaltung in das Jahr 2022 verschieben und damit die erfolgreiche Reihe der LIGNA-Konferenzen in den ‚LIGNA-freien‘ geraden Jahren fortsetzen.“

 

Auch die TH Rosenheim bedauert die Verschiebung, arbeitet aber bereits jetzt zusammen mit der Deutschen Messe an der Veranstaltung 2022 und ihrem Auftritt auf der LIGNA im kommenden Jahr. „Wir haben mit viel Herzblut gemeinsam mit dem LIGNA-Team das Programm und die Ausgestaltung der Konferenz konzipiert und zahlreiche Referenten aus dem gesamten Bundesgebiet gewonnen. Dabei war es stets unser Ziel, Wissensvermittler und Neugierige ‚live vor Ort‘ zusammenzuführen und in einen Dialog zu treten. Uns ist bei der LIGNA.Conference der zwischenmenschlichen Austausch besonders wichtig. Daher erscheint uns eine Verschiebung nur folgerichtig.“, sagt Professor Thorsten Ober von der TH Rosenheim. „Deshalb nehmen wir die bereits entstandenen Ideen auf und entwickeln sie zielgerichtet weiter. Wir freuen uns schon jetzt auf unsere gemeinsame Veranstaltung im Jahr 2022 in Rosenheim und natürlich auf unsere Präsenz auf der LIGNA 2021 im Mai in Hannover.“

 

Die für den Oktober geplante erste Rosenheimer LIGNA.Conference sollte einen Ausblick auf die drei Fokusthemen der kommenden LIGNA geben: Transformation der Holzbearbeitung, Vorfertigungsprozesse im Holzbau sowie Prozesstechnologien der Bioökonomie. Diese drei Themen werden aber nicht erst auf der LIGNA im Mai 2021 „gespielt“. Erste Informationen über die Fokusthemen und die Ausstellungs-Highlights der kommenden LIGNA präsentiert die Deutsche Messe bereits am 10. Februar 2021 auf dem traditionellen Presse-Event, der LIGNA Preview in Hannover. Dort ist dann auch die TH Rosenheim vertreten. „Diese für die LIGNA so wichtige internationale Presseveranstaltung können wir dann auch hoffentlich face-to-face mit zahlreichen Ausstellern, Sprechern und Journalisten durchführen“, ergänzt Pfeiffer. 

Donnerstag, 18. Juni:

Fallzahlenentwicklung Landratsamt/Gesundheitsamt Rosenheim – Am 17.06.2020 wurde dem Gesundheitsamt erneut kein neuer Fall für Stadt und Landkreis Rosenheim gemeldet. Bisher sind insgesamt 2797 Fälle von COVID-19 in Stadt und Landkreis Rosenheim aufgetreten (Landkreis: 2283, Stadt: 514). Mittlerweile wurde bei mindestens 2183 Personen eine Genesung dokumentiert. 216 Personen sind bis zu diesem Zeitpunkt an der Erkrankung gestorben. 15 COVID-19-Patienten werden aktuell in Stadt und Landkreis Rosenheim stationär behandelt. Hiervon befinden sich zwei Patienten auf einer Intensivstation. Die 7-Tage-Inzidenz (Fälle pro 100.000 Einwohner während der letzten 7 Tage) liegt mit Stand 17.06.2020 (10:00 Uhr) für die Stadt Rosenheim bei 1,58, für den Landkreis Rosenheim bei 1,92. Weitere Berichte zur Situation in Bayern und Deutschland finden Sie auf den Seiten des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit und des Robert Koch-Instituts:

https://www.lgl.bayern.de/gesundheit/infektionsschutz/infektionskrankheiten_a_z/coronavirus/karte_coronavirus/index.htm

https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Fallzahlen.html

Flüchtlinge und Binnenvertriebene in der Corona-Krise nicht vergessen – Caritas international und Diakonie Katastrophenhilfe starten zum Weltflüchtlingstag die Aktion „Die größte Katastrophe ist das Vergessen“

Berlin/Freiburg, 18. Juni 2020. Caritas international und Diakonie Katastrophenhilfe warnen eindringlich davor, das Völkerrecht und die Menschenrechte unter dem Vorwand der Corona-Krise zu beschränken. „Flüchtlinge sowie Binnenvertriebene dürfen während der Pandemie nicht vergessen werden. Ihre Rechte müssen gewahrt werden“, fordern die beiden Hilfswerke zum Weltflüchtlingstag (20. Juni), dem Starttag ihrer gemeinsamen Aktion „Die größte Katastrophe ist das Vergessen“. Gerade Menschen auf der Flucht seien einem erhöhten Risiko ausgesetzt und brauchten daher besonderen Schutz, sonst könnten sie zu tragischen Opfern der Pandemie werden.

„Die Staaten müssen im Kampf gegen das Virus auch Menschen auf der Flucht im Blick haben“, sagt der Präsident des Deutschen Caritasverbandes, Prälat  Peter Neher. Doch gerade sie seien meist von Epidemie- und Katastrophenplanungen der Staaten ausgeschlossen. Ein Beispiel sind Grenzschließungen, die Menschen daran hindern, internationalen Schutz vor Verfolgung und Gewalt in Nachbarländern zu finden. So wird Südsudanesen die Flucht nach Uganda verweigert. Nigerianische Flüchtlinge, die sich vor der islamistischen Gruppe „Boko Haram“ in Sicherheit bringen wollen, können die Grenze nach Kamerun nicht überschreiten. „Die Möglichkeit auf Einreise in den Nachbarstaat, um das Leben zu retten, darf nicht einfach Corona-Maßnahmen geopfert werden“, kritisiert Peter Neher. „Die UN-Flüchtlingskonvention muss weiterhin gelten.“

Menschen auf der Flucht sind meist nur provisorisch untergebracht, oft in riesigen Camps, wo der Ausbruch der Seuche katastrophale Folgen hätte. „Gerade hier leben die Menschen dicht zusammengedrängt. Abstandsregeln sind in diesem Kontext vollkommen abwegig“, sagt Pfarrerin Cornelia Füllkrug-Weitzel, Präsidentin der Diakonie Katastrophenhilfe. Solche Camps wie beispielsweise das Rohingya-Camp Kutopalong in Bangladesch bieten dem Virus für seine Verbreitung die besten Bedingungen. Daher seien Aufklärung der Menschen in diesen Lagern sowie die Verteilung von zumindest minimaler Schutzausrüstung immens wichtig. „Trotz der momentanen Bewegungseinschränkungen muss sichergestellt werden, dass verstärkte Hygienemaßnahmen und Aufklärung auch in den Camps möglich sind“, sagt die Präsidentin des evangelischen Hilfswerks.

Diakonie Katastrophenhilfe und das Hilfswerk des Deutschen Caritasverbands erinnern mit ihrer Aktion „Die größte Katastrophe ist das Vergessen“ jedes Jahr an Katastrophen, die drohen, aus der öffentlichen Wahrnehmung zu verschwinden. In diesem Jahr steht das Schicksal der fast 80 Millionen Menschen auf der Flucht während der Corona-Pandemie im Mittelpunkt. Beide Hilfswerke haben ihre Projekte weltweit mit Corona-Maßnahmen erweitert oder zusätzliche Initiativen gegen die Pandemie ergriffen.

Weitere Informationen:
www.caritas-international.de/vergessene-katastrophen
www.diakonie-katastrophenhilfe.de/vergessene-katastrophen

Mittwoch, 17. Juni:

Landratsamt/Gesundheitsamt Rosenheim – Fallzahlenentwicklung:  Am 16.06.2020 wurde dem Gesundheitsamt kein neuer Fall für Stadt und Landkreis Rosenheim gemeldet. Bisher sind insgesamt 2797 Fälle von COVID-19 in Stadt und Landkreis Rosenheim aufgetreten (Landkreis: 2283, Stadt: 514). Mittlerweile wurde bei mindestens 2174 Personen eine Genesung dokumentiert. 216 Personen sind bis zu diesem Zeitpunkt an der Erkrankung gestorben. 10 COVID-19-Patienten werden aktuell in Stadt und Landkreis Rosenheim stationär behandelt. Hiervon befindet sich ein Patient auf einer Intensivstation. Die 7-Tage-Inzidenz (Fälle pro 100.000 Einwohner während der letzten 7 Tage) liegt mit Stand 16.06.2020 (10:00 Uhr) für die Stadt Rosenheim bei 3,16, für den Landkreis Rosenheim bei 1,92. Weitere Berichte zur Situation in Bayern und Deutschland finden Sie auf den Seiten des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit und des Robert Koch-Instituts:

https://www.lgl.bayern.de/gesundheit/infektionsschutz/infektionskrankheiten_a_z/coronavirus/karte_coronavirus/index.htm

https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Fallzahlen.htm

Dienstag, 16. Juni:

Bayerischer Hotel- und Gaststättenverband: Angela Inselkammer: „Lockerungen werden begrüßt, doch weitere Schritte müssen folgen“ – Die bayerische Staatsregierung hat heute weitere Lockerungsmaßnahmen der Corona-Beschränkungen für das bayerische Gastgewerbe bekanntgegeben. Demnach können ab kommenden Montag den 22. Juni in Gaststätten wieder Veranstaltungen wie Hochzeits- und andere Feiern stattfinden, mit bis zu 50 Personen in Innenräumen bzw. 100 Personen im Freien. Darüber hinaus dürfen Gaststätten und Biergärten bis 23 Uhr öffnen, eine Stunde länger als bisher. In der Hotellerie können Wellness- und Spa-Bereiche in Hotels für die Gäste geöffnet werden, ebenso sind Busreisen wieder erlaubt. Bereits ab Morgen dürfen sich allgemein wieder bis zu zehn Personen gleichzeitig im öffentlichen Raum treffen, unabhängig davon, aus welchem Haushalt sie kommen.

„Angesichts der Entwicklung des Infektionsgeschehens der vergangenen Wochen sowie den Regelungen in anderen Ländern begrüßen wir diese Lockerungen als logische Schritte in die richtige Richtung, denen jedoch noch viele weitere folgen müssen“, kommentiert Angela Inselkammer, Präsidentin des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes DEHOGA Bayern. Auch die Lockerung bei den Kontaktbeschränkungen und die Ausweitung auf hier nun zehn Personen ist ein wichtiger Schritt, um die Kapazitäten in den Betrieben zu erhöhen. „Die einseitig strengen Auflagen haben bei offenen Grenzen keinen Sinn mehr ergeben, da alle Länder rund um Bayern wesentlich geringere Schutzmaßnahmen verlangen“, setzt sie fort und fordert: „Jetzt müssen schnell Öffnungsperspektiven für alle anderen gastgewerblichen Betriebe geschaffen werden, insbesondere die getränkegeprägte Gastronomie. Die gelebte Realität um uns herum beweist, dass dies keine negativen Auswirkungen auf das Infektionsgeschehen hat. Planbarkeit heißt nicht Fahrlässigkeit.“

Fallzahlenentwicklung beim Landratsamt/Gesundheitsamt Rosenheim:  Am 15.06.2020 wurde dem Gesundheitsamt ein neuer Fall für Stadt und Landkreis Rosenheim gemeldet. Bisher sind insgesamt 2797 Fälle von COVID-19 in Stadt und Landkreis Rosenheim aufgetreten (Landkreis: 2283, Stadt: 514). Mittlerweile wurde bei mindestens 2132 Personen eine Genesung dokumentiert. 216 Personen sind bis zu diesem Zeitpunkt an der Erkrankung gestorben. 15 COVID-19-Patienten werden aktuell in Stadt und Landkreis Rosenheim stationär behandelt. Hiervon befinden sich 2 Patienten auf einer Intensivstation. Die 7-Tage-Inzidenz (Fälle pro 100.000 Einwohner während der letzten 7 Tage) liegt mit Stand 15.06.2020 (10:00 Uhr) für die Stadt Rosenheim bei 1,58, für den Landkreis Rosenheim bei 1,92.

Weitere Berichte zur Situation in Bayern und Deutschland finden Sie auf den Seiten des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit und des Robert Koch-Instituts:

https://www.lgl.bayern.de/gesundheit/infektionsschutz/infektionskrankheiten_a_z/coronavirus/karte_coronavirus/index.htm

https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Fallzahlen.html

Bayerische Staatskanzlei: Bericht aus der Kabinettssitzung vom 16. Juni 2020

  1. Bayerische Corona-Strategie / Aufhebung des Katastrophenfalls / Erweiterung der allgemeinen Kontaktbeschränkung / Lockerungen in Handel, Gastronomie und bei Veranstaltungen / mehr Publikum in Kunst und Kultur

Durch die zielgerichteten Maßnahmen der Staatsregierung ist es in den vergangenen Wochen gelungen, die Ausbreitung des Corona-Virus wirkungsvoll einzudämmen und deutlich zu verlangsamen. Belastungsspitzen und die ohne entschiedene Maßnahmen absehbare Überlastung der Gesundheitsversorgung konnten vermieden werden. Bayern ist durch sein umsichtiges und schnelles Handeln auch bei der Bekämpfung der Pandemie Wegweiser für ganz Deutschland geworden. Die Staatsregierung hat bereits in den vergangenen Wochen wesentliche erste Schritte in eine neue Normalität eingeleitet. Dazu gehören insbesondere der Übergang von allgemeinen Ausgangs- zu Kontaktbeschränkungen, die schrittweise Wiederaufnahme des Unterrichts an den Schulen, die Ausweitung der Kinderbetreuung, die Öffnung der Gastronomie, des Handels, die Wiederaufnahme von Gottesdiensten und Versammlungen sowie der Neustart des Sportbetriebs in verschiedenen Bereichen. Eine Bestandsaufnahme nach dem Ende der Pfingstferien zeigt, dass diese Schritte verantwortungsvoll und angemessen waren. Das Infektionsgeschehen ist nach wie vor stabil: Die Infektionszahlen sind weiter rückläufig. Die Zahl der Genesenen übersteigt seit einiger Zeit kontinuierlich die Zahl der neu Infizierten. In der Mehrzahl der Landkreise und kreisfreien Städte gab es in den vergangenen sieben Tagen keine Neuinfektionen. Die Staatsregierung setzt deshalb ihren Kurs der erfolgreichen Krisenbewältigung fort. Es gilt weiterhin, Rückkehr zur Normalität einerseits und Umsicht und Vorsicht andererseits durch abgestimmte Einzelschritte miteinander in Einklang zu bringen.

Vor diesem Hintergrund hat der Ministerrat beschlossen:

  1. Katastrophenfall

Die Feststellung des bayernweiten Katastrophenfalls am 16. März 2020 hat ein gezieltes Vorgehen gegen die Ausbreitung des Coronavirus ermöglicht und so erheblich zur Bewältigung des Pandemiegeschehens beigetragen. Der Ministerrat dankt den 104 Führungsgruppen Katastrophenschutz und allen dort eingesetzten Frauen und Männern für ihren großen und unverzichtbaren Einsatz. Angesichts sich weiterhin positiv entwickelnder Infektions- und Kennzahlen stellt der Ministerrat fest, dass die Aufhebung des bayernweiten Katastrophenfalles der nächste wichtige Schritt zurück in die Normalität ist. Er beauftragt den Staatsminister des Innern, für Sport und Integration unter Berücksichtigung gegebenenfalls noch vorhandenen Koordinierungsbedarfs zur Bewältigung des Pandemiegeschehens mit Ablauf des 16. Juni 2020 das Ende des Katastrophenfalls festzustellen.

  1. Allgemeine Kontaktbeschränkung

Die Regelungen zur allgemeinen Kontaktbeschränkung werden ab dem 17. Juni 2020 erweitert. Der Aufenthalt im öffentlichen Raum ist künftig in der Familie sowie mit Angehörigen des eigenen und eines weiteren Hausstands oder in einer Gruppe von bis zu zehn Personen gestattet. Bisher durfte man sich im öffentlichen Raum nur mit den Personen des eigenen Haushalts, Familienangehörigen oder Personen eines weiteren Haushalts treffen. Bei privaten Zusammenkünften zu Hause gilt keine Beschränkung auf einen festen Personenkreis oder eine zahlenmäßige Beschränkung, stattdessen soll dort die Personenzahl unter Berücksichtigung der allgemeinen Grundsätze (Mindestabstand) begrenzt werden. Das Abstandsgebot von 1,5 Metern und die Maskenpflicht in bestimmten öffentlichen Bereichen bleiben unverändert. In geschlossenen Räumen soll für ausreichend Belüftung gesorgt werden. Die Regelungen für die Gastronomie, Hotellerie und Kulturstätten werden entsprechend erweitert. Die Rahmenkonzepte der betroffenen Fachministerien werden, soweit erforderlich, entsprechend angepasst.

  1. Einrichtungen und Bereiche, in denen bisher eine Person pro 20 qm Fläche zugelassen war Für alle Einrichtungen und Bereiche, in denen bisher eine Person pro 20 qm Fläche zugelassen war, gilt ab dem 22. Juni 2020 die Regel, dass 10 qm pro Person ausreichen. Das betrifft insbesondere den Betrieb von Geschäften mit Kundenverkehr, aber auch Freizeiteinrichtungen und Kulturstätten, wie z. B. Museen oder zoologische Gärten.

Sofern die Mitarbeiter in Kassen- und Thekenbereichen von Ladengeschäften oder an Rezeptionen durch transparente Schutzwände aus Acrylglas o.ä. zuverlässig geschützt werden, entfällt für sie die Pflicht zum dauerhaften Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung.

  1. Gastronomie

Für die bisher zulässige Gastronomie wird ab 22. Juni 2020 die zulässige Öffnungszeit auf 23 Uhr verlängert.

  1. Kunst und Kultur

Kunst- und Kultur sind Vorreiter für die weiteren Öffnungsschritte im gesamten Veranstaltungsbereich. Seit 15. Juni sind erstmals wieder Veranstaltungen im Kunst- und Kulturbereich mit bis zu 50 Gästen in Innenräumen und mit bis zu 100 Gästen im Freien möglich. Ab 22. Juni 2020 werden diese Personenhöchstzahlen erweitert: Veranstaltungen im Kunst- und Kulturbereich werden mit zugewiesenen und gekennzeichneten Sitzplätzen mit bis zu 100 Besuchern in Innenräumen und mit bis zu 200 Besuchern im Freien möglich sein. Die Pflicht zum Tragen einer Maske gilt unverändert. Der Chorgesang im Bereich der Laienmusik wird ab 22. Juni 2020 wieder zugelassen. Voraussetzung ist ein Mindestabstand der Beteiligten von 2 m, regelmäßige Lüftungsintervalle und eine Begrenzung der Probendauer. Das Wissenschaftsministerium wird in Abstimmung mit dem Gesundheitsministerium ein entsprechendes Hygienekonzept entwickeln und veröffentlichen.

  1. Gottesdienste

Für öffentlich zugängliche Gottesdienste in Kirchen, Synagogen und Moscheen sowie für die Zusammenkünfte anderer Glaubensgemeinschaften gilt ab 22. Juni 2020 ein Mindestabstand zwischen den Teilnehmern von 1,5m.

  1. Veranstaltungen

Andere, üblicherweise nicht für ein beliebiges Publikum angebotene oder aufgrund ihres persönlichen Zuschnitts nur von einem absehbaren Teilnehmerkreis besuchte Veranstaltungen, insbesondere Hochzeiten, Beerdigungen, Geburtstage, Schulabschlussfeiern oder Vereinssitzungen, sind ab 22. Juni 2020 mit bis zu 50 Gästen innen und bis zu 100 Gästen im Freien möglich. Öffentliche Festivitäten oder einem größeren, allgemeinen Publikum zugängliche Feiern bleiben untersagt. Es bleibt beim Verbot von Großveranstaltungen bis zum 31. August 2020.

  1. Besuchsregelungen für Krankenhäuser, Altenheime und Behinderteneinrichtungen Das Gesundheitsministerium wird in Abstimmung mit dem Sozialministerium umgehend Vorschläge für eine Lockerung der Besuchsregelungen für Krankenhäuser, Altenheime und Behinderteneinrichtungen erarbeiten. Für die künftigen Besuchsregelungen gilt dabei der Grundsatz der Verantwortung der Träger und Einrichtungen vor Ort, jeweils im Einvernehmen mit den örtlich zuständigen Gesundheitsbehörden bzw. Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit: Der Schutz der Bewohner bzw. Patienten hat oberste Priorität. Ziel sind weitgehende Erleichterungen bei den Besuchsregelungen, dies stets aber nur in Abhängigkeit von den konkreten örtlichen Verhältnissen.
  2. Hallenbädern, Thermen und Hotelschwimmbädern Ab 22. Juni 2020 können Hallenbäder sowie Innenbereiche von Thermen und Hotelschwimmbädern einschließlich der Wellness- und Saunaangebote wieder geöffnet werden. Das Wirtschaftsministerium wird zusammen mit dem Gesundheitsministerium entsprechende Hygienekonzepte ausarbeiten und veröffentlichen.
  3. Betrieb von Reisebusunternehmen

Für den Betrieb von Reisebusunternehmen sollen künftig dieselben Regelungen gelten, wie sie auch für den Öffentlichen Personennah- und -fernverkehr gelten. Das Wirtschaftsministerium sowie das Verkehrsministerium werden in Abstimmung mit dem Gesundheitsministerium dementsprechend das geltende Rahmenkonzept für touristische Dienstleister in Bayern anpassen.

  1. Sport

Im Bereich des Sports kann ab dem 22. Juni 2020 die Wiederaufnahme des Lehrgangsbetriebs erfolgen. Die bislang geltenden Obergrenzen für den Outdoor- und Indoor-Sport (bisher 20 Personen) werden aufgehoben. Die künftige Teilnehmerbegrenzung ergibt sich für den Innen- und Außenbereich aus den jeweiligen konkreten räumlichen Rahmenbedingungen (Raumgröße, Belüftung).

  1. Kindertagesbetreuung und Schule

Ab 1. Juli 2020 sollen alle Kinder wieder die Einrichtungen der Kindertagesbetreuung nutzen können. Insgesamt gilt für die Kindertagesbetreuung und die Schule das Ziel, ab September wieder den Regelbetrieb aufzunehmen.

Montag, 15. Juni:

Caritas international beobachtet mit großer Sorge, wie die Corona-Krise den Friedensprozess in Kolumbien dramatisch schwächt. „Die Pandemie ist in Kolumbien nicht nur eine Gesundheitskrise, sondern sie geht sehr viel tiefer“, beschreibt Jonas Brenner, zuständiger Länderreferent beim Hilfswerk des Deutschen Caritasverbandes, die Entwicklung in Kolumbien. „Sie wirkt sich auch auf den für das Land so notwendigen Aussöhnungsprozess aus und schränkt vor allem die Bewegungsfreiheit der Friedensaktivisten in dramatischer Weise ein. Sie müssen gerade jetzt um ihr Leben fürchten.“

Die Regierung hat zur Eindämmung der Epidemie der Bevölkerung bereits seit Wochen ein strenges Ausgehverbot verordnet. Doch diese zum Gesundheitsschutz notwendigen Einschränkungen des öffentlichen Lebens wirken für Friedensaktivisten lebensbedrohend. Ihnen fehlt derzeit die Möglichkeit, sich an wechselnden Orten vor Banden versteckt zu halten, die vom Krieg profitieren und den Friedensprozess stören wollen. Jonas Brenner: “Allein zwischen März und Mai sind 24 Friedensaktivisten, die sich zu Hause aufhielten, an ihren Wohnorten aufgespürt und umgebracht worden.“ Um dem zu entgehen, ist eine Friedensaktivistin mit ihren drei Kindern nach Deutschland geflohen. Sie fühlt sich von den kolumbianischen Behörden nicht ausreichend beschützt. „Wir schaffen das nicht allein und benötigen dringend internationale Hilfe“, sagt sie gegenüber Caritas international. Die Pandemie verschärfe die soziale und politische Krise im Land und schwäche den Friedensprozess weiter. In einigen Regionen Kolumbiens haben bewaffnete Gruppen den Druck auf die Bevölkerung verstärkt und unter dem Vorwand der Pandemie selbst „Ausgangssperren“ verhängt. Sie kontrollieren den Verkehr medizinischer Hilfsgüter und Lebensmittel. „Mit großer Sorge müssen wir auch mit ansehen, wie diese Gruppen nun verstärkt Minderjährige für ihren Kampf rekrutieren“, sagt Jonas Brenner. Lateinamerika wird von der Weltgesundheitsorganisation aktuell als der Epidemie-Hotspot gesehen. Mit fast 49.000 Infizierten steht  Kolumbien auf Platz vier hinter Brasilien, Peru und Mexiko. Vor allem in Bogotá, der Hauptstadt Kolumbiens, aber auch ganz im Norden an der Grenze zu Venezuela grassiert das Virus.

Caritas international leistet in der Corona-Krise Nothilfe in den besonders vom bewaffneten Konflikt betroffenen Regionen Kolumbiens. Das Hilfswerk des Deutschen Caritasverbandes engagiert sich seit mehr als dreißig Jahren in Kolumbien. Die Schwerpunkte der Arbeit liegen in der Betreuung von Bürgerkriegsopfern, im Schutz der Zivilbevölkerung und in der Förderung des Friedensprozesses. Darüber hinaus werden durch die Krise im Nachbarland Venezuela verstärkt auch Flüchtlinge und Migranten versorgt. 

Landratsamt und Gesundheitsamt Rosenheim: am 14.06.2020 wurden dem Gesundheitsamt ein neuer Fall für Stadt und Landkreis Rosenheim gemeldet. Bisher sind insgesamt 2796 Fälle von COVID-19 in Stadt und Landkreis Rosenheim aufgetreten (Landkreis: 2284, Stadt: 512). Mittlerweile wurde bei mindestens 2121 Personen eine Genesung dokumentiert. 215 Personen sind bis zu diesem Zeitpunkt an der Erkrankung gestorben. Von den Verstorbenen waren 7 Personen unter 60 Jahren. 145 Verstorbene waren über 80 Jahre alt. 17 COVID-19-Patienten werden aktuell in Stadt und Landkreis Rosenheim stationär behandelt. Hiervon befinden sich 2 Patienten auf einer Intensivstation. Die 7-Tage-Inzidenz (Fälle pro 100.000 Einwohner während der letzten 7 Tage) liegt mit Stand 14.06.2020 (10:00 Uhr) für die Stadt Rosenheim bei 3,16, für den Landkreis Rosenheim bei 2,3.

Weitere Berichte zur Situation in Bayern und Deutschland finden Sie auf den Seiten des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit und des Robert Koch-Instituts:

https://www.lgl.bayern.de/gesundheit/infektionsschutz/infektionskrankheiten_a_z/coronavirus/karte_coronavirus/index.htm

https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Fallzahlen.html

Sonntag, 14. Juni:

Landratsamt-Gesundheitsamt Rosenheim: Der vorliegende Lagebericht soll die aktuelle Situation in Stadt und Landkreis Rosenheim zu Erkrankungen mit dem neuartigen Coronavirus (COVID-19) widerspiegeln. Die Daten beruhen auf den Meldedaten nach dem Infektionsschutzgesetz bis zum 12. Juni 2020 (Stand: 24:00 Uhr). Aufgrund von Aktualisierungen kann es zu Veränderungen kommen. Dem Gesundheitsamt wurden keine neuen Fälle gemeldet, so dass bisher insgesamt 2795 Fälle von COVID-19 in Stadt und Landkreis Rosenheim aufgetreten sind. Mittlerweile wurde bei mindestens 2121 Personen eine Genesung dokumentiert. 215 Personen sind bis zu diesem Zeitpunkt an der Erkrankung gestorben.

Freitag, 12. Juni:

Bayer. Hotel- und Gaststättenverband informiert: Das Verwaltungsgericht Regensburg hat heute festgestellt, dass die 5. Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung dem Betrieb des Innenschwimmbeckens, einer Sauna im Innenbereich sowie einer Sauna im Außenbereich eines Hotels nicht entgegensteht.

„Wir begrüßen den Beschluss des Regensburger Verwaltungsgerichts“, so Dr. Thomas Geppert, Landesgeschäftsführer des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes DEHOGA Bayern, „er gibt unserer Argumentation recht, weswegen wir fordern, dass die Bayerische Staatsregierung flexibel und schnell handelt, um eine Klagewelle zu verhindern und weiteren Schaden von der Branche abzuwenden. Insbesondere 4 und 5-Sterne Hotels können entscheidende Dienstleistungen wie beispielsweise Wellness- und Spabereiche mit Saunen und Indoorpools noch nicht nutzen. Familien mit Kindern suchen sich ihren Urlaub jedoch oftmals genau nach diesen Vorgaben aus. Infolgedessen weichen sie derzeit auf Österreich und andere Bundesländer aus. Reihenweise Stornierungen von bereits im Vorfeld gebuchten Aufenthalten sowie ausbleibende Neubuchungen belegen dies eindrucksvoll. Aber auch ganze Kommunen leiden darunter, dass ihre Thermen derzeit nicht geöffnet sein dürfen, was einen großen Schaden für die ansässige Hotellerie, ja den ganzen Ort bedeutet.“

Das Verwaltungsgericht hat dem Antrag auf vorläufigen Rechtsschutz stattgegeben, weil sie eine vollständige Betriebsuntersagung der Wellnesseinrichtungen des Hotels als Schutzmaßnahme gegen die Verbreitung des Corona-Virus als nicht erforderlich angesehen hat. Zwar sei die Corona-Pandemie noch keinesfalls überstanden. Allerdings hätte der Verordnungsgeber unter Berücksichtigung des derzeitigen Infektionsgeschehens zu dem Ergebnis kommen müssen, dass auch weniger einschneidende Schutz- und Hygienemaßnahmen geeignet seien, um das mit dem Betrieb von Wellnesseinrichtungen verbundene Infektionsrisiko einzudämmen. Außerdem verstoße die für Saunas und Innenschwimmbecken grundsätzlich geltende vollständige Betriebsuntersagung gegen den Gleichbehandlungsgrundsatz. Im Vergleich zu anderen geöffneten Einrichtungen wohne derartigen Wellnesseinrichtungen kein Infektionsrisiko inne, das auch bei Anwendung umfassender Schutz- und Hygienemaßnahmen eine Öffnung gänzlich ausschließe, so das Gericht.

Geppert verweist auf einen für die Branche zusätzlich sehr wichtigen Aspekt: „Das Verwaltungsgericht Regensburg hat in seinem Beschluss zudem klargestellt, dass ein Verbot, Gruppenreservierungen entgegenzunehmen, nicht gerechtfertigt sei.“ Laut Gericht habe das Rahmenkonzept lediglich die Funktion einer Empfehlung oder Handreichung. Der Hotelier hätte im Einzelfall anhand seines Schutz- und Hygienekonzeptes zu prüfen, ob die Annahme einer Gruppenreservierung möglich sei oder nicht. Nähere Informationen unter www.vgh.bayern.de/media/vgregensburg/presse/pm_2020-06-12_hotel_wellnessbereich.pdf

Landratsamt und Gesundheitsamt Rosenheim – Fallzahlenentwicklung Am 11.06.2020 wurden dem Gesundheitsamt keine neuen Fälle für Stadt und Landkreis Rosenheim gemeldet. Bisher sind insgesamt 2792 Fälle von COVID-19 in Stadt und Landkreis Rosenheim aufgetreten (Landkreis: 2280, Stadt: 512). Mittlerweile wurde bei mindestens 2087 Personen eine Genesung dokumentiert. 215 Personen sind bis zu diesem Zeitpunkt an der Erkrankung gestorben. Von den Verstorbenen waren 7 Personen unter 60 Jahren. 144 Verstorbene waren über 80 Jahre alt. 21 COVID-19-Patienten werden aktuell in Stadt und Landkreis Rosenheim stationär behandelt. Hiervon befindet sich 1 Patient auf einer Intensivstation. Die 7-Tage-Inzidenz (Fälle pro 100.000 Einwohner während der letzten 7 Tage) liegt mit Stand 12.06.2020 (0:00 Uhr) für die Stadt Rosenheim bei 3,16, für den Landkreis Rosenheim bei 1,15.

Donnerstag, 11. Juni (Fronleichnam):

Kardinal Marx: Religion zeigt Notwendigkeit von Unterbrechungen  – Erzbischof sieht in Coronapandemie Chance, Blick für den Wert von Religion zu schärfen –  Die Einschränkungen infolge der Coronapandemie können nach Ansicht von Kardinal Reinhard Marx dabei helfen, den Blick für den Wert von Religion und öffentlichen Glaubensbezeugungen zu schärfen. „Durch das Bekenntnis zur Wirklichkeit Gottes, die sich auch und gerade ausdrückt in einem Kult, in der sakramentalen Feier, in einer heiligen Handlung, wird unser Alltag durchbrochen, werden die Dinge der Welt nicht einfach fortgesetzt, geht es nicht um Nützlichkeit und Berechnung und persönliches Wohlergehen und Erfolg, um materiellen Gewinn und Verlust, sondern um eine neue Welt, eine neue Schöpfung“, sagt der Erzbischof von München und Freising am Donnerstag laut Redemanuskript bei der Fronleichnamsfeier im Münchner Liebfrauendom. Es gehe um eine „neue Wirklichkeit, die ganz anders ist und von daher unsere Welt, unseren Alltag, unsere Vorstellungen noch einmal in einem anderen Licht anstrahlt, in einen neuen Horizont hineinstellt“. Es drehe sich somit nicht um einen vordergründigen Nutzen, sondern um die Erkenntnis der „Notwendigkeit der Unterbrechung“. Geschähe nicht nur die Verwandlung des Brotes, sondern die Verwandlung unseres Lebens, wäre das eine wirkliche „produktive Unterbrechung“. Dagegen wäre eine in sich geschlossene Welt, in der es nur um Interessen, Nutzen, Berechnungen, Zwecke und Profit ginge, „wohl durch die Reduzierung auf je eigene Interessen bedrohlicher und vielleicht wäre sie auch langweiliger“. „Erst wenn all unsere Worte und all das, was wir tun, in die Stille der Anbetung einmünden, kommen wir dem Ort der wirklichen ‚Unterbrechung‘ nahe“, erinnerte Marx. „An keinem Fest wird das so deutlich wie am Fronleichnamsfest, wo in einem provokativen Zeichen – dem unscheinbaren Stück Brot – die Verwandlung der Welt in den Mittelpunkt gestellt wird. Eine Verwandlung, die über das hinausgeht, was wir machen und herstellen können, eine Verwandlung, die ein großes Geschenk ist.“ Der Auftrag als Kirche, als gläubige Menschen sei es, die „produktive und aufrüttelnde Erinnerung an diese andere Welt, an diese verwandelte Welt, die uns in Christus anschaut, wach zu halten und einzubringen“, unterstrich der Kardinal. „Dafür stehen Fronleichnam und die Anbetung und der eucharistische Segen für Stadt und Land. Dafür steht die Kostbarkeit des Sonntags“ – der, wie er hoffe, „bald wieder in gewohnter Weise“ ohne die Einschränkungen infolge der Pandemie gefeiert werden könne. (uq)

Mittwoch, 10. Juni:

Priener KunstNacht to go ab 12.06.2020
Die Öffentlichkeit braucht Kunst und die Kunst braucht ihr Publikum – da die „Priener KunstNacht“ 2020 nicht stattfinden kann, gibt es in der Seegemeinde über die Sommermonate originale Kunstwerke auf Schritt und Tritt. Alle Informationen finden Sie hier: www.tourismus.prien.de/priener-kunstnacht-2020/
Gerne holen Sie die Broschüre mit allen Informationen bei uns im Tourismusbüro ab.

Wiederöffnung Strandbad Prienavera Erlebnisbad

Ab Montag, 8. Juni 2020 darf das Strandbad des Prienavera Erlebnisbades öffnen. Bis zu 1.000 Badegäste verbringen hier normalerweise einen Sommertag am Ufer des Chiemsees – aufgrund der Corona-Auflagen können dieses Jahr nur maximal 275 Besucher eingelassen werden. Alle Informationen zum Strandbad und die Online-Reservierung der Eintrittskarten finden Sie unter www.prienavera.de

Samstagswanderungen finden ab 13.06.2020 wieder statt

Anmeldung im Tourismusbüro Prien erforderlich. Aktuelle Infos zu den Führungen unter www.tourismus.prien.de/erlebnis-kategorien/fuehrungen/

„Inselkonzerte“ am Samstag, 13.06.2020 und Sonntag, 14.06.2020 auf der Herreninsel
Beide Konzerte sind abgesagt. Laut Aussage des bayerischen Ministerpräsidenten dürfen ab dem 15. Juni Konzerte in verkleinerter Form stattfinden. Die 6. Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung wird am 12. Juni veröffentlicht und alle Fragen im Detail erläutern. Evtl. ist eine Verschiebung auf Sonntag, 21.06.2020 möglich.Bitte informieren Sie sich ab dem 15. Juni unter www.inselkonzerte-chiemsee.de und im Ticketbüro Prien, Tel. 08051 965660.

Ausstellung in der Galerie im Alten Rathaus: Drei „Künstlerfreunde“ auf einmal
die Galerie im Alten Rathaus Prien zeigt noch bis Ende Juni 2020 zu gesonderten Öffnungszeiten Bronzeskulpturen von Marianne Lüdicke, Malerei von Konrad Huber und Holzschnitte von Lenz Hamberger. Alle Infos unter www.galerie-prien.de.

Fallzahlenentwicklung: – Landratsamt und Gesundheitsamt Rosenheim:  Am 09.06.2020 wurde dem Gesundheitsamt ein neuer Fall für Stadt und Landkreis Rosenheim gemeldet. Bisher sind insgesamt 2791 Fälle von COVID-19 in Stadt und Landkreis Rosenheim aufgetreten (Landkreis: 2279, Stadt: 512). Mittlerweile wurde bei mindestens 2064 Personen eine Genesung dokumentiert. 215 Personen sind bis zu diesem Zeitpunkt an der Erkrankung gestorben. Von den Verstorbenen waren 7 Personen unter 60 Jahren. 144 Verstorbene waren über 80 Jahre alt. 25 COVID-19-Patienten werden aktuell in Stadt und Landkreis Rosenheim stationär behandelt. Hiervon befinden sich 2 Patienten auf einer Intensivstation. Die 7-Tage-Inzidenz (Fälle pro 100.000 Einwohner während der letzten 7 Tage) liegt mit Stand 10.06.2020 (0:00 Uhr) für die Stadt Rosenheim bei 3,16, für den Landkreis Rosenheim bei 3,45. Stand 6.6. und 7.6. (0:00 Uhr) lag die 7-Tage-Inzidenz der Stadt Rosenheim sogar bei 0, da in der Zeit vom 30.5. bis zum 6.6. keine Neuinfektionen für die Stadt Rosenheim gemeldet wurden.

Zu Gottesdiensten im Gedenken an den Heiligen Benno, den Stadtpatron Münchens, laden Weihbischof Rupert Graf zu Stolberg und Hiltrud Schönheit, Vorsitzende des Katholikenrates der Region München, für Sonntag, 14. Juni, ein. Der Weihbischof wird den Festgottesdienst um 10 Uhr und die Vesper um 17 Uhr im Liebfrauendom feiern. Das zweitägige Bennofest, bei dem sich im Rahmen des Stadtgründungsfestes katholische Pfarreien, Verbände und Organisationen mit Informationsständen und einem Bühnenprogramm präsentieren, muss hingegen wegen der aktuellen Auflagen entfallen. „Leider geht es uns wie vielen im Moment: Wir mussten Geburtstagsfeiern absagen, Erstkommunion- und Firmungsfeiern. Nichts ging mehr“, drückt Schönheit ihr Bedauern aus. „In den Gottesdiensten wollen wir den Heiligen Benno um seine Fürsprache bitten in Zeiten der Coronapandemie“, ermutigt der Weihbischof mit der Katholikenratsvorsitzenden in einem Videobeitrag der Serie „Mittwochsminuten“. Künftig jeden zweiten Mittwoch werden die Videos der Impuls-Reihe ab 12 Uhr im Internet unter www.erzbistum-muenchen.de/mittwochsminuten sowie auf den Social-Media-Kanälen der Erzdiözese München und Freising veröffentlicht.

„Corona hat uns allen einen Strich durch die Rechnung gemacht“, stellt Schönheit fest, wie das Leben auch dem Heiligen Benno einen Strich durch die Rechnung gemacht habe. In dem kurzen Film, der unter anderem am Benno-Portal und vor der Reliquien-Büste des Heiligen im Münchner Dom gedreht wurde, erzählen die Vorsitzende und der Weihbischof die Geschichte Bennos nach: Im elften Jahrhundert Bischof von Meißen, musste er aufgrund politischer Wirren seine Bischofsstadt verlassen. Zuvor verschloss er zur Sicherheit die Tore des Domes und warf den Schlüssel in die Elbe. „Dadurch kam das kirchliche Leben in Meißen zum Erliegen – auch eine Art Lockdown, wie wir es in der Zeit der Coronakrise erleben mussten“, merkt zu Stolberg an. Als Benno drei Jahre später unerkannt als Pilger nach Meißen zurückkehrte, fand er in einem Fisch, den man ihm in einem Wirtshaus servierte, den Schlüssel zu seinem Dom wieder. „Der Fisch war ein geheimes Erkennungszeichen in Zeiten der Christenverfolgungen“, erläutert der Weihbischof die Symbolik, „denn das griechische Wort für Fisch, ,Ichthys‘, ist so etwas wie ein kurzes Glaubensbekenntnis, auf Deutsch: ,Jesus Christus, Gottes Sohn, Retter‘.“ Der Schlüssel stehe für die Aufgabe des Bischofs, „den Menschen die Wege zu Christus aufzuschließen“, so zu Stolberg weiter. „Die Legende vom Heiligen Benno zeigt uns, wie sehr es sich lohnt, unser Vertrauen auf Jesus Christus zu setzen“, betont Schönheit. Zugleich laden die Vorsitzende und der Weihbischof stellvertretend für den Katholikenrat der Region München und die Seelsorgsregion München der Erzdiözese als Gastgeber des Bennofestes bereits für das kommende Jahr ein: „Dann können wir hoffentlich am 12. und 13. Juni 2021 zusammen mit Ihnen und mit vielen anderen unseren Stadtpatron und das Leben wieder kräftig feiern.“ (kbr)

Dienstag, 9. Juni:

Die Null steht – 7-Tage-Inzidenz für die Stadt Rosenheim auf Tiefststand – Die Stadt Rosenheim kann ein erfreuliches Ergebnis bei der Bekämpfung des Coronavirus verbuchen: Nach neuesten Daten des Robert-Koch-Instituts liegt die Stadt bei der sogenannten 7-Tage-Inzidenz inzwischen beim tiefsten erreichbaren Wert von 0,0. Die 7-Tage-Inzidenz misst die Zahl der Neuinfektionen innerhalb der letzten sieben Tage bezogen auf 100.000 Einwohner. „Dass unsere Stadt inzwischen diesen Mindestwert erreicht hat, ist vor dem Hintergrund der vielen Diskussionen um den Corona-Hotspot Rosenheim ein positives und erfreuliches Zwischenergebnis. Es zeigt, dass die bisherigen Maßnahmen zur Eindämmung des Infektionsgeschehens gegriffen haben, auch wenn damit zum Teil schmerzhafte Eingriffe in das Alltagsleben und die persönlichen Freiheitsrechte verbunden waren. Ich danke allen Rosenheimerinnen und Rosenheimern, dass sie die notwendigen Einschränkungen insgesamt gesehen mit einem hohen Maß an Disziplin und persönlichem Verantwortungsbewusstsein mitgetragen haben“, so Oberbürgermeister Andreas März in einem Zwischenfazit. Der Oberbürgermeister bittet aber darum, weiterhin wachsam zu bleiben: „Wir können die Pandemie leider noch nicht zu den Akten legen. Die Zahl der Neuinfektionen ist nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation weltweit auf den neuen Rekordstand von täglich über 120.000 Fällen geklettert. Das bedeutet, dass das Virus jederzeit zu uns zurückkommen kann. Umso wichtiger ist es, durch die Einhaltung der zwar lästigen, aber inzwischen eingeübten Abstands- und Hygieneregeln die erreichten wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Lockerungen nicht zu gefährden. Selbst wenn die Virologen davon ausgehen, dass es im Herbst eine zweite Infektionswelle geben könnte, müssen wir alles daran setzen, ein solches Ereignis so weit wie möglich hinaus zu zögern. Gerade unsere schwer betroffenen Unternehmen im Einzelhandel und in der Gastronomie brauchen so viel Normalität wie möglich, um die Kundenfrequenzen und die Umsätze wieder zu stabilisieren.“

Landratsamt und Gesundheitsamt Rosenheim: Am 08.06.2020 wurden dem Gesundheitsamt keine neuen Fälle für Stadt und Landkreis Rosenheim gemeldet. Bisher sind insgesamt 2790 Fälle von COVID-19 in Stadt und Landkreis Rosenheim aufgetreten (Landkreis: 2279, Stadt: 511). Mittlerweile wurde bei mindestens 2035 Personen eine Genesung dokumentiert. 214 Personen sind bis zu diesem Zeitpunkt an der Erkrankung gestorben. Von den Verstorbenen waren 7 Personen unter 60 Jahren. 144 Verstorbene waren über 80 Jahre alt. 33 COVID-19-Patienten werden aktuell in Stadt und Landkreis Rosenheim stationär behandelt. Hiervon befinden sich 3 Patienten auf einer Intensivstation. Die 7-Tage-Inzidenz (Fälle pro 100.000 Einwohner während der letzten 7 Tage) liegt mit Stand 09.06.2020 (0:00 Uhr) für die Stadt Rosenheim bei 1,58, für den Landkreis Rosenheim bei 3,45.

Montag, 8. Juni:

Landratsamt und Gesundheitsamt Rosenheim: Am 07.06.2020 wurden dem Gesundheitsamt 3 neue Fälle für Stadt und Landkreis Rosenheim gemeldet. Bisher sind insgesamt 2790 Fälle von COVID-19 in Stadt und Landkreis Rosenheim aufgetreten. Mittlerweile wurde bei mindestens 2025 Personen eine Genesung dokumentiert. 214 Personen sind bis zu diesem Zeitpunkt an der Erkrankung gestorben (Landkreis: 190, Stadt: 24). Von den Verstorbenen waren 7 Personen unter 60 Jahren. 144 Verstorbene waren über 80 Jahre alt. 43 COVID-19-Patienten werden aktuell in Stadt und Landkreis Rosenheim stationär behandelt. Hiervon befinden sich 7 Patienten auf einer Intensivstation. Die 7-Tage-Inzidenz (Fälle pro 100.000 Einwohner während der letzten 7 Tage) liegt mit Stand 08.06.2020 (0:00 Uhr) für die Stadt Rosenheim bei 1,58, für den Landkreis Rosenheim bei 3,45.

Weitere Berichte zur Situation in Bayern und Deutschland finden Sie auf den Seiten des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit und des Robert Koch-Instituts:

https://www.lgl.bayern.de/gesundheit/infektionsschutz/infektionskrankheiten_a_z/coronavirus/karte_coronavirus/index.htm

https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Fallzahlen.html

Sonntag, 7. Juni:

Landratsamt und Gesundheitsamt Rosenheim vermelden: Der vorliegende Lagebericht soll die aktuelle Situation in Stadt und Landkreis Rosenheim zu Erkrankungen mit dem neuartigen Coronavirus (COVID-19) widerspiegeln. Die Daten beruhen auf den Meldedaten nach dem Infektionsschutzgesetz bis zum 6. Juni 2020 (Stand: 24:00 Uhr). Aufgrund von Aktualisierungen kann es zu Veränderungen kommen. Dem Gesundheitsamt wurden keine neuen Fälle gemeldet, so dass bisher insgesamt 2787 Fälle von COVID-19 in Stadt und Landkreis Rosenheim aufgetreten sind. Mittlerweile wurde bei mindestens 2025 Personen eine Genesung dokumentiert. 214 Personen sind bis zu diesem Zeitpunkt an der Erkrankung gestorben.

Samstag, 6. Juni:

Europa-Union Oberbayern fordert mehr europäische Zusammenarbeit im Gesundheitsschutz –  „Das neuartige Coronavirus macht nicht an den Grenzen halt. Es kann jede Gemeinde in Europa schwer treffen. Wir sitzen alle in einem Boot“, sagt Isabella-Ines Ritter, Vorsitzende des Bezirksverbandes Oberbayern der überparteilichen Europa-Union Deutschland. Die Europa-Union Oberbayern spricht sich für mehr europäische Zusammenarbeit im Gesundheitsschutz aus. „Unser Verband fordert ein europäisches Infektionsschutzgesetz, gemeinsame Regeln für den Umgang mit lokalen oder regionalen Ausbrüchen.“ Dazu gehöre insbesondere eine freiwillige europäische Corona-App mit anonymisierten Daten. „Nationale Insellösungen ergeben keinen Sinn“, so Ritter. „Eine bessere europäische Koordinierung, gemeinsame Regeln und Vorkehrungen sind unverzichtbar“, sagt Isabella Ritter. „Dies wäre auch gut für den Tourismus und Geschäftsreisen zumindest innerhalb der EU. Die Gäste fehlen unseren Gemeinden. Wir selbst wollen uns sobald als möglich wieder frei in der EU bewegen können.“ Die Mitgliedstaaten müssen die EU stärken, fordert die Europa-Union in einem an Bundestag und Europäisches Parlament gerichtetes Schreiben. „Wir wollen, dass sich auch unsere lokalen Abgeordneten dafür einsetzen, dass es EU-weit Solidarität und eine verlässliche medizinische Versorgung gibt.“ „Gesundheit ist das höchste Gut“, so Ritter. „Die Charta der Grundrechte der Europäischen Union garantiert allen EU-Bürgerinnen und -Bürgern ein hohes Gesundheitsschutzniveau. Wir fordern nicht weniger als die Einhaltung dieses europäischen Grundrechts. Deshalb brauchen wir jetzt eine europäische Vorsorgestrategie, die uns auch hier vor Ort unterstützt. Besser zusammen, lautet die Parole!“

Freitag, 5. Juni:

Bayerische Staatskanzlei – Medienförderung: 2 Mio. Euro Corona-Sonderförderung für Wochenzeitungen, privaten Hörfunk und Lokal-TV in Bayern / Medienminister Dr. Herrmann: „Wir kümmern uns, besonders in Krisenzeiten: Zwei Millionen Euro Sonderförderung für lokale Medien sind ein klares Bekenntnis zur Medienvielfalt im Freistaat.“ Medienminister Dr. Florian Herrmann: „Gerade in der aktuellen Situation zeigt sich die große Bedeutung von Qualitätsmedien und gutem Journalismus überdeutlich. Demokratie braucht starke Medien, objektive Berichterstattung und Vielfalt. Bayern hat eine der vielfältigsten und vitalsten Medienlandschaften in Deutschland – nicht zuletzt dank der Unterstützung durch den Freistaat. Wir fördern zum Beispiel die flächendeckende Verbreitung von lokalen TV- und Radiosendern mit einem zweistelligen Millionenbetrag. Trotz allem sind auch bayerische Medien in der aktuellen Krise schwer von Umsatzeinbußen betroffen. Wir helfen schnell und stellen für unsere lokalen Medien eine Corona-Sonderförderung von insgesamt zwei Millionen Euro bereit. Diese Medien-Soforthilfe leistet nur Bayern. Sie ist unser klares Bekenntnis zur einzigartigen Medienvielfalt im Freistaat.“ Wochenzeitungen liefern Bürgern journalistische und redaktionelle Informationen aus ihrer unmittelbaren Umgebung, die von anderen (Print-) Medien nicht angeboten werden. Die vom Anzeigenrückgang besonders betroffenen kostenlosen lokalen Wochenzeitungen erhalten eine Sonderförderung von einer Million Euro für Zustellung, innovative technische Verbreitungsmethoden sowie Entwicklung neuer Geschäftsmodelle. 46 Verlage von Wochenzeitungen in Bayern mit einer Gesamtauflage von über 10. Mio. Exemplaren hatten im Vorfeld eine Förderung beantragt, die jetzt über den Bundesverband Deutscher Anzeigenblätter (BVDA) ausgereicht wird. Private Hörfunk- und Lokal-TV-Anbieter, die unter dem Wegfall von Werbeeinnahmen leiden, erhalten jeweils 500.000 Euro Sonderförderung für Herstellung und Verbreitung. Neben einer zusätzlichen Entlastung bei den Verbreitungskosten DAB+ wird auch die Verbreitung über UKW gefördert. Dies sichert die Angebotsvielfalt in der Corona-Krise und treibt die Digitalisierung weiter voran. Die Gewährung der Zusatzförderung für Hörfunk und Lokal-TV erfolgt über die Bayerische Landeszentrale für neue Medien (BLM). Staatsminister Dr. Herrmann: „Medien- und Meinungsvielfalt sind für unsere Gesellschaft unverzichtbar. Regionale Medien sind durch die aktuelle Krise besonders unter Druck. Unsere Corona-Soforthilfe ist wichtig, damit die regionale Vielfalt in Bayerns Medienlandschaft erhalten bleibt.“

Priener KunstNacht to go ab 12.06.2020
Die Öffentlichkeit braucht Kunst und die Kunst braucht ihr Publikum – da die „Priener KunstNacht“ 2020 nicht stattfinden kann, gibt es in der Seegemeinde über die Sommermonate originale Kunstwerke auf Schritt und Tritt. Alle Informationen finden Sie hier: www.tourismus.prien.de/priener-kunstnacht-2020/

Samstagswanderungen finden ab 13.06.2020 wieder statt

Anmeldung im Tourismusbüro Prien erforderlich. Aktuelle Infos zu den Führungen unter www.tourismus.prien.de/erlebnis-kategorien/fuehrungen/

Herrenchiemsee Festspiele
Die Veranstalter freuen sich, dass es gelungen ist, mit allen Ensembles einen Nachholtermin im kommenden  Jahr zu vereinbaren. Das Jubiläumsprogramm 20 Jahre Herrenchiemsee Festspiele – 20 Jahre „Der Welt entrückt“ findet somit vom 20. Juli bis 1. August 2021 statt. Die neuen Konzertdaten der einzelnen Veranstaltungen finden Sie unter www.herrenchiemsee-festspiele.de.
Bereits erworbene Karten behalten ihre Gültigkeit. 

Gut Immling
Schweren Herzens sieht sich Gut Immling  dazu gezwungen, das diesjähriges Festivalprogramm in das Jubiläumsjahr 2021 zu verschieben.Denn die Gesundheit des Publikums und aller Beteiligten steht klar vor allen ökonomischen und künstlerischen Anliegen. Bereits erworbene Karten behalten ihre Gültigkeit.

Erzbischof von München und Freising ruft in Radiobeitrag zu Verantwortung füreinander auf – Vor dem Dreifaltigkeitssonntag lenkt Kardinal Reinhard Marx den Blick auf den „Geist der Dreifaltigkeit“, der auch der „Geist des christlichen Menschenbildes“ sei, „den wir als Christen in diese Gesellschaft einbringen können“. In diesem Bewusstsein „können wir das Gemeinschaftliche stärken, gerade in Zeiten von ,Social Distancing‘ und Abstandsregeln“, so der Erzbischof von München und Freising in einem Radiobeitrag für die Reihe „Zum Sonntag“ des Bayerischen Rundfunks, der am Samstag, 6.  Juni, gesendet wird. Die „geteilte Sorge füreinander“ schaffe ein neues Miteinander und „unsere geteilten Krisen-Erfahrungen können den Blick dafür schärfen, das Leben in einem umfassenderen Sinn zu sehen und in der Balance von Ich und Wir zu entfalten“. Marx verweist in seinem Beitrag auf Worte aus dem Brief des Apostels Paulus an die Korinther: „Kehrt zur Ordnung zurück, lasst euch ermahnen, seid eines Sinnes, haltet Frieden!“ Dieser 2000 Jahre alte Appell, so Marx, wirke derzeit so aktuell, dass man ihn „vielleicht auch in einer Talkshow hören, in Reden von Politikern und Virologen, in Schulen und KiTas oder auch in der Warteschlange im Supermarkt“ verorten könnte. Nachdem die ersten umfassenden Lockerungen zum Tragen kommen und „wir uns langsam wieder daran gewöhnen, mehr Freiheit aber auch mehr Verantwortung zu tragen“, sei spürbar: „Die ,alte‘ Ordnung aus den Zeiten vor Corona gilt nicht mehr so richtig, ein neuer Weg ist noch nicht wirklich gefunden, immer noch ändert sich Vieles“, so der Kardinal. Dabei werde deutlich, dass die Coronapandemie kein kurzlebiges Phänomen sei, sondern unser Leben vermutlich noch länger beeinflussen werde. Die Krise habe „das Leben der Einzelnen und unserer Gesellschaft in mancher Hinsicht unruhiger, unsicherer, ja vielleicht sogar chaotischer gemacht“, so Marx. Die aktuellen Regeln, Vorgaben und Empfehlungen seien deshalb „wichtig geworden, damit bei aller persönlichen Freiheit und Verantwortung nicht das Gemeinschaftliche aus dem Blick gerät und diejenigen, um die wir uns sorgen“. Damit möglichst alle Menschen umfassende Freiheit genießen könnten, „brauchen wir Solidarität und Rücksichtnahme, wir brauchen eine gesellschaftliche Ordnung und die Möglichkeit, Verantwortung zu tragen für uns und andere“. Aktuell könne es für ein gutes Zusammenleben „auch angebracht sein, auf scheinbar Selbstverständliches hinzuweisen, so wie es Paulus tut“. Und wie in der Gemeinde von Korinth gehe es auch in der derzeitigen Lage „nicht um Vorschriften und Regeln um ihrer selbst willen, sondern um so unsere Gesellschaft – und im Fall der Pandemie die Weltgemeinschaft – zu schützen und zu stärken“, macht Marx klar. (hs

Hinweis: Der Radio-Beitrag von Kardinal Marx wird am Samstag, 6. Juni, um 17.55 Uhr im zweiten Hörfunkprogramm des Bayerischen Rundfunks gesendet.

Touristinfo Rosenheim wieder offen! Die Touristinfo ist wieder für Rosenheims Gäste da und hilft bei der Planung individueller Aufenthalte in eine der schönsten Regionen Bayerns. Unter den geltenden Hygiene- und Abstandsregelungen können auch wieder private und öffentliche Stadtführungen stattfinden. Deshalb startet am 17.06.20 die beliebte Stadtführung „Auf den Spuren der Rosenheim-Cops“. Unsere fachkundigen Stadtführer zeigen Ihnen Rosenheim aus dem Blickwinkel der Kameramänner der beliebten ZDF-Serie. Der Verkaufsschlager unter den Stadtführungen findet von 17.06.20 bis 30.09.20 jeden Mittwoch um 18:00 Uhr, jeden Samstag um 16:00 Uhr und jeden Sonntag um 11:00 Uhr statt. Ab 19.06.20 jeden Freitag um 15:00 Uhr wird die öffentliche Stadtführung „Im Herzen der Altstadt“ präsentiert. Lassen Sie sich verzaubern von der weißblauen Bilderbuchstadt am Inn mit atemberaubendem Alpenpanorama, pastellfarbenen Häuserfassaden und weitläufigen Plätzen. Am Samstag 11.07.20 um 14:00 Uhr geht es um „Weibsbilder“. Bei der Stadtführung mit Straßenschauspiel werden interessante Rosenheimer Frauenfiguren aus verschiedenen Jahrhunderten wieder lebendig. Einen Spaziergang zu Bachläufen, Brunnen und Flüssen in Rosenheim bietet die Gästeführung „Wasser: Lebensader und Gefahr“ am Samstag, 25. 07.20 um 14:00 Uhr. Die Teilnahme an den Stadtführungen kann nur nach Anmeldung erfolgen. Nähere Infos, sowie Ticketerwerb Reservierung erhalten Sie vom Team der Touristinfo Rosenheim.

Infos und Buchungen: Touristinfo Rosenheim im Parkhaus P1 – Hammerweg 1, 83022 Rosenheim – www.touristinfo-rosenheim.de – touristinfo@vkr-rosenheim.de – Tel. 08031 / 365 9061 – Fax: 08031 / 365 9060

Donnerstag, 4. Juni:

Schutz- und Hygiene-Konzept für Prienavera Freizeitbad in Prien a. Chiemsee-  Dieses Konzept ist angelehnt an die fünfte Bayrische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung vom 29. Mai 2020 und das Rahmenhygienekonzept Sport vom 29. Mai 2020 des bayrischen Staatsministeriums.Dieses Schutz- und Hygienekonzept gilt für das Strandbad des PRIENAVERA Erlebnisbades der Chiemsee Marina GmbH.

Es ist für alle Personen verbindlich, die das PRIENAVERA Erlebnisbad mit Strandbad betreten. (Kunden, Badegäste, Mitarbeiter, Mitarbeiter von Fremdfirmen, Lieferanten, Pächter, etc.) Das Infektionsschutz- und Hygienekonzept wird im Zugangsbereich Strandbad, im Zugangsbereich Kasse/Rezeption, am Handwerkereingang (Nebeneingang Mittelachse) und im Internet für Personen ersichtlich ausgehängt.

  1. Der physische Kontakt zu anderen Menschen außerhalb der Angehörigen des eigenen Hausstandes ist auf ein absolut nötiges Minimum zu reduzieren. Wo immer möglich, ist ein Mindestabstand zwischen zwei Personen von 1,5 m einzuhalten.
  2. Der Aufenthalt mehrerer Personen im öffentlichen Raum ist so zu gestalten, dass er höchstens den Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstandes, Ehegatten, Lebenspartner, Partner einer nicht ehelichen Lebensgemeinschaft, Verwandte in gerader Linie, Geschwister, sowie Angehörigen eines weiteren Hausstandes umfasst.
  3. Die Nutzung des Strandbades im PRIENAVERA Erlebnisbad ist kontaktfrei durchzuführen. Das heißt, der Beachvolleyballplatz und das Badmintonfeld ist gesperrt.
  4. Umkleidekabinen und die Duschen (Ausnahme Kaltwasserdusche im Freigelände) sind geschlossen.
  5. Der Spielplatz im Strandbad des PRIENAVERA Erlebnisbades ist für Kinder nur in Begleitung von Erwachsenen gestattet, die begleitenden Eltern sind gehalten, jede Ansammlung zu vermeiden und wo immer möglich auf ausreichenden Abstand der Kinder zu achten.
  6. Die Nutzung der Steganlagen erfolgt im Einbahnverkehr, mit dem nötigen vorgeschriebenen Sicherheitsabstand zum Vordermann von mindestens 1,5 m. Der Süd-Weststeg (kurzer Steg mit Badeplattform) kann seewärts begangen werden. Einen Sonnenbaden auf dem Steg ist nicht gestattet. Personen die diesen Zugang gewählt haben, verlassen den Steg über die entsprechenden Badeleitern, über den SeeDie Nutzung Zugang des Nordoststeges (Steg mit Sprungbrett) erfolgt über die Badeleiter. Hier kann der Gast zwischen zwei Richtungen wählen, einmal Verlassen des Steges landwärts oder Zutritt zum Sprungbrett. Entsprechende Schilder, und vor dem Sprungbrett entsprechende Wartezone mit einem Mindestabstand von 1,5 m, weisen den Kunden darauf hin. Ausgenommen von der Zutrittsregelung der Steganlagen ist das Personal. Das Personal wird beim Begegnen auf entsprechende Abstände und das Tragen von Mundschutz achten.
  7. Die Toilettenanlagen sind geöffnet, die Nutzung ist auf eine Person beschränkt. Entsprechende Schilder weisen darauf hin. Das Betreten der Toilettenanlagen erfolgt nur mit Mundschutz.
  8. Eine Zugangsbegrenzung erfolgt über die automatische Erfassung der Ein- und Austritte und wird aufgrund der Verordnung (20 m² pro Person) auf maximal 275 Besucher begrenzt.
  1. Um eine Kontaktpersonenermittlung im Falle eines nachträglich identifizierten COVID-19-Falles unter Gästen oder Personal zu ermöglichen, ist eine elektronische Reservierung unter Angabe von Name, Telefonnummer, E-Mail vorgeschrieben. Die Buchungen können auf der Seite des PRIENAVERA Erlebnisbades (prienavera.de) erfolgen. Diese Daten können im Falle einer nachträglichen Identifizierung eines COVID-19-Falles an die zuständige Gesundheitsbehörde weitergegeben werden. Diese Daten werden nach Ablauf eines Monats nach der Erhebung gelöscht. Darüber hinaus gelten die gültigen Datenschutzgrundsätze der Chiemsee Marina GmbH. Die Dokumentation wird so verwahrt, dass sie für dritte nicht einsehbar ist und somit für unbefugter oder unrechtmäßiger Verarbeitung geschützt sind.

Bei der Buchung können nur Tagestickets erworben werden. Der Zutritt zum Bad erfolgt nur für den gebuchten Tag.

Gegen Ausweisung der gebuchten Eintrittszeit kann der Kunde an der Rezeption des PRIENAVERA Erlebnisbades die Eintrittskarte für das Strandbad erwerben. Der Zutritt zum Strandbad erfolgt dann über das Drehkreuz des Strandbades. Im Zugangsbereich vom Strandbad weisen ebenfalls Abstandsmarkierungen auf den nötigen Sicherheitsabstand hin. Der Zutritt durch das Drehkreuz in dem überdachten Bereich, erfolgt mit einem Mundschutz. Entsprechende Hinweisschilder weisen den Kunden auf den Abstand und Tragen des Mundschutzes hin.

Bei gleichzeitigen Ein- oder Austritt am Drehkreuz des Strandbades hat der Eintretende Kunde „Vorfahrt“, Kunden die das Bad verlassen wollen, warten in einem ausreichenden Sicherheitsabstand, bis Kunden den Eingangs-/Ausgangsbereich (Drehkreuz) verlassen haben.

Der Zugang an der Kasse Rezeption/Foyer ist auf maximal 4 Personen begrenzt.

  1. Der Einlass von Kindern unter 14 Jahren ist nur in Begleitung eines Erziehungsberechtigen oder für die Betreuungen zuständige Erwachsenen erlaubt.
  2. Saisonkarten und die Vermietung unserer Dauerkabinen wird in diesem Jahr nicht angeboten.
  3. Personen die in den letzten 14 Tagen Kontakt zu COVID-19-Fällen hatten, und Personen mit unspezifischen Allgemeinsymptomen und respiratorischen Symptomen jeder schwere sind vom Besuch des Strandbades ausgeschlossen. Ebenfalls ausgeschlossen sind Personen, bei denen Symptome einer aktuellen Atemwegserkrankung jeglicher schwere oder von Fieber vorliegen. Kunden die während des Aufenthaltes Symptome entwickeln, haben das Strandbad umgehend zu verlassen.
  4. Die Nutzung der Gastronomie und der Massage unterliegen weiteren Maßnahmen, die durch die Pächter der Gastronomie oder der Massage gesondert bekannt gegeben werden.
  5. Bitte beachten Sie, weitere aktuelle Informationen unserer Behörden.

Prien,1. Juni 2020     –            Dirk Schröder – Geschäftsführer Chiemsee Marina GmbH

Dienstag, 2. Juni:

Fallzahlenentwicklung: Landkreis Rosenheim –  Am 01.06.2020 wurden dem Gesundheitsamt keine neuen Fälle für Stadt und Landkreis Rosenheim gemeldet. Bisher sind insgesamt 2780 Fälle von COVID-19 in Stadt und Landkreis Rosenheim aufgetreten (Landkreis: 2270, Stadt: 510). Mittlerweile wurde bei mindestens 1977 Personen eine Genesung dokumentiert. 211 Personen sind bis zu diesem Zeitpunkt an der Erkrankung gestorben. Von den Verstorbenen waren 7 Personen unter 60 Jahren. 143 Verstorbene waren über 80 Jahre alt. 61 COVID-19-Patienten werden aktuell in Stadt und Landkreis Rosenheim stationär behandelt. Hiervon befinden sich 9 Patienten auf einer Intensivstation. Die 7-Tage-Inzidenz (Fälle pro 100.000 Einwohner während der letzten 7 Tage) liegt mit Stand 02.06.2020 (0:00 Uhr) für die Stadt Rosenheim bei 6,32, für den Landkreis Rosenheim bei 6,13.

Weitere Berichte zur Situation in Bayern und Deutschland finden Sie auf den Seiten des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit und des Robert Koch-Instituts:

https://www.lgl.bayern.de/gesundheit/infektionsschutz/infektionskrankheiten_a_z/coronavirus/karte_coronavirus/index.htm

https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Fallzahlen.html

Die fünfte Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung ist zu sehen bei diesem Link: https://www.tourismus.prien.de/wp-content/uploads/2020/06/baymbl-2020-304.pdf

Das Hygienekonzept für Touristische Dienstleister  ist zu sehen bei diesem Link: https://www.tourismus.prien.de/wp-content/uploads/2020/06/baymbl-2020-305-002.pdf

Freitag, 29. Mai:

Regierung von Oberbayern: Mehr als 610 Millionen Euro Soforthilfe ausgezahlt  –  Bis zum heutigen Tag hat die Regierung von Oberbayern mehr als 610 Millionen Euro Soforthilfe an oberbayerische Betriebe und Freiberufler ausgezahlt. Seit Beginn des Programms, das die bayerische Staatsregierung Mitte März aufgelegt hat, sind rund 110.000 Anträge bei der Behörde eingegangen, deren Bearbeitung nun abgeschlossen ist. In rund 90.000 Fällen konnte eine Bewilligung erfolgen. Nicht berücksichtigt sind dabei Antragsteller aus der Landeshauptstadt München, deren Anträge vom dortigen Wirtschaftsreferat bearbeitet wurden.  „Wir freuen uns sehr, dass wir für die klein- und mittelständischen Unternehmer der gewerblichen Wirtschaft in Oberbayern, die durch die Corona-Krise in einen existenzbedrohlichen Liquiditätsengpass geraten sind, einen wichtigen Beitrag zur Überbrückung der schwierigen Situation leisten konnten“, freut sich Regierungspräsidentin Maria Els. „Ich bin froh und stolz, dass unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durch ihren unermüdlichen Einsatz diese große Zahl an Anträgen innerhalb weniger Wochen abgearbeitet haben.“   Ergänzend weist die Regierung von Oberbayern darauf hin, dass Anträge auf Soforthilfe nur noch bis einschließlich 31. Mai 2020 über ein Online-Formular unter www.stmwi.bayern.de/soforthilfe-corona eingereicht werden können. Die noch eingehenden Neuanträge werden schnellstmöglich verbeschieden. Für Unternehmen in Oberbayern, die ihre Betriebs- bzw. Arbeitsstätte außerhalb der Landeshauptstadt München haben, ist die Regierung von Oberbayern zuständige Bewilligungsbehörde, für Betriebe mit Sitz im Stadtgebiet von München die Landeshauptstadt München.

Rosenheim – FallzahlenentwicklungAm 28.05.2020 wurden dem Gesundheitsamt 7 neue Fälle für Stadt und Landkreis Rosenheim gemeldet. Bisher sind insgesamt 2777 Fälle von COVID-19 in Stadt und Landkreis Rosenheim aufgetreten (Landkreis: 2267, Stadt: 510). Mittlerweile wurde bei mindestens 1946 Personen eine Genesung dokumentiert. 209 Personen sind bis zu diesem Zeitpunkt an der Erkrankung gestorben (Landkreis: 185, Stadt: 24). Von den Verstorbenen waren 7 Personen unter 60 Jahren. 141 Verstorbene waren über 80 Jahre alt. 64 COVID-19-Patienten werden aktuell in Stadt und Landkreis Rosenheim stationär behandelt. Hiervon befinden sich 10 Patienten auf einer Intensivstation. Die 7-Tage-Inzidenz (Fälle pro 100.000 Einwohner während der letzten 7 Tage) liegt mit Stand 29.05.2020 (0:00 Uhr) für die Stadt Rosenheim bei 4,74, für den Landkreis Rosenheim bei 9,96.

Donnerstag, 28. Mai:

Fallzahlenentwicklung für Landkreis und Gesundheitsamt Rosenheim: Am 27.05.2020 wurden dem Gesundheitsamt 7 neue Fälle für Stadt und Landkreis Rosenheim gemeldet. Bisher sind insgesamt 2770 Fälle von COVID-19 in Stadt und Landkreis Rosenheim aufgetreten (Landkreis: 2261, Stadt: 509). Mittlerweile wurde bei mindestens 1932 Personen eine Genesung dokumentiert. 208 Personen sind bis zu diesem Zeitpunkt an der Erkrankung gestorben. Von den Verstorbenen waren 7 Personen unter 60 Jahren. 141 Verstorbene waren über 80 Jahre alt. 66 COVID-19-Patienten werden aktuell in Stadt und Landkreis Rosenheim stationär behandelt. Hiervon befinden sich 10 Patienten auf einer Intensivstation. Die 7-Tage-Inzidenz (Fälle pro 100.000 Einwohner während der letzten 7 Tage) liegt mit Stand 28.05.2020 (0:00 Uhr) für die Stadt Rosenheim bei 4,74, für den Landkreis Rosenheim bei 9,96.

Mittwoch, 27. Mai:

BayernTrend Mai 2020: Markus Söder weiter mit Spitzenwert – Menschen im Freistaat zufrieden mit Lockerungsmaßnahmen – Sorge um wirtschaftliche Entwicklung groß – Angst vor Ansteckung geht zurück – Wenn in Bayern am kommenden Sonntag Landtagswahl wäre, käme die CSU auf 48 Prozent. Die Grünen würden 19 Prozent erreichen, die SPD wäre mit 9 Prozent wieder im einstelligen Bereich, genauso wie die Freien Wähler mit 8 Prozent. Die AfD liegt bei nur noch 5 Prozent. Die FDP wäre genauso wie die Linke mit 3 Prozent nicht im Landtag vertreten. Dies ergibt eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts infratest dimap im Auftrag des BR-Politikmagazins Kontrovers.

Die CSU könnte aktuell bei einer Landtagswahl mit einer absoluten Mehrheit rechnen. Kaum verändert zum letzten BR-BayernTrend Anfang April hätte die CSU einen Stimmenanteil von 48 Prozent in Aussicht (-1). Die Grünen liegen in Bayern mit 19 Prozent (+2) wieder etwas besser als vor knapp zwei Monaten, die Sozialdemokraten mit 9 Prozent etwas schlechter (-1). Die Freien Wähler kämen wie Anfang April auf 8 Prozent. Die AfD dagegen müsste mit 5 Prozent (-1) derzeit um den Wiedereinzug in den Landtag kämpfen. Allen anderen Parteien bliebe der Einzug momentan verwehrt, darunter Linke und FDP mit jeweils 3 Prozent Wähleranteil.  Die Sonntagsfrage misst aktuelle Wahlneigungen und nicht tatsächliches Wahlverhalten. Sie ermittelt einen Zwischenstand im Meinungsbildungsprozess der Wahlbevölkerung, der erst am Wahlsonntag abgeschlossen ist. Rückschlüsse auf den späteren Wahlausgang sind damit nur bedingt möglich. Zum einen legen sich immer mehr Wähler kurzfristig vor einer Wahl fest, zum anderen hat die Bedeutung der letzten Wahlkampfphase mit der gezielten Ansprache von unentschlossenen und taktischen Wählern durch die Parteien zugenommen.

Weiterhin gute Noten für Krisenmanagement der Staatsregierung

Das Corona-Krisenmanagement der Staatsregierung findet weiterhin große Akzeptanz im Freistaat. Nur wenig verändert zu Anfang April sind neun von zehn Wahlberechtigten in Bayern (87 Prozent; -2) sehr zufrieden (36 Prozent) oder zufrieden (51 Prozent) mit dem Handeln der Staatsregierung. 13 Prozent (+2) üben Kritik. Der Zuspruch reicht nach wie vor weit in das Lager der Opposition. Selbst von den AfD-Anhängern äußert sich im Freistaat gut die Hälfte (54 Prozent) anerkennend.

Politikerbewertung: neun von zehn zufrieden mit Söder

Die nahezu unverändert positive Bewertung des Corona-Krisenmanagements spiegelt sich in einem nach wie vor hohen Zuspruch zum bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder wider. 90 Prozent der Wahlberechtigten (-4) sind zufrieden mit seiner Arbeit und damit kaum weniger als im letzten BayernTrend. Damit steht der CSU-Politiker im bundesweiten Vergleich aktuell an der Spitze der Länderchefs, die seit Februar 2020 in separaten Umfragen von infratest dimap abgefragt wurden. Deutlich weniger Zustimmung erfährt der Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, Armin Laschet (CDU), in seinem Bundesland. Er vertritt einen weniger strikten Kurs in der Coronakrise als Söder, zufrieden damit sind nur 68 Prozent der Befragten in NRW. Der Regierungschef von Baden-Württemberg, Winfried Kretschmann (Grüne), kommt auf 78 Prozent in seinem Bundesland, die SPD-Politikerin Malu Dreyer erreicht in Rheinland-Pfalz 73 Prozent, Volker Bouffier (CDU) in Hessen 69 Prozent. Mit der Arbeit des bayerischen Wirtschaftsministers Hubert Aiwanger von den Freien Wählern sind 49 Prozent (-8) zufrieden. Er bleibt damit deutlicher als Markus Söder hinter dem Zufriedenheitswert vom letzten BayernTrend zurück.

Bisherige Lockerungen: für zwei Drittel richtig

Seit Ende April werden auch im Freistaat erste Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie wieder gelockert. Für zwei Drittel der Bürgerinnen und Bürger in Bayern ist der Umfang dieser Erleichterungen im öffentlichen Leben richtig (67 Prozent). Für ein Achtel (13 Prozent) gehen diese Erleichterungen nicht weit genug. Noch höher ist allerdings der Anteil derer (18 Prozent), die die begonnenen Normalisierungen bereits als zu weitgehend empfinden. Mehrheitliche Unterstützung für das bisherige Normalisierungstempo findet sich in Bayern bei den Anhängern von CSU (72 Prozent), SPD (70 Prozent), Grünen (69 Prozent) und der Freien Wähler (57 Prozent). Die Anhänger der AfD sind in ihrem Urteil dagegen sichtbar gespalten: 41 Prozent bezeichnen die bisherigen Normalisierungen als richtig. Etwa ebenso viele (44 Prozent) bevorzugen stattdessen größere Normalisierungsschritte.

Sorge vor Ansteckung mit Corona-Virus zurückgegangen

In Bayern infizierten sich nach Berechnungen des Robert Koch-Instituts bis Ende Mai über 46.000 Personen mit dem neuartigen Corona-Virus. Mit der seit längerem rückläufigen Zahl an Neuinfektionen ist die Angst vor einer Ansteckung im Freistaat deutlich zurückgegangen. Aktuell haben drei von zehn (29 Prozent) im Freistaat sehr große bzw. große Sorgen, dass sie sich selbst bzw. Familienangehörige mit dem Corona-Virus anstecken könnten. Anfang April äußerten noch vier von zehn Bayern (42 Prozent) entsprechende Infektionsängste.

Wirtschaftliche Sorgen nach wie vor groß, aber rückläufig

Neben den Ansteckungsängsten sind in Bayern in den vergangenen Wochen auch die wirtschaftlichen Sorgen zurückgegangen, wenn auch nur leicht: Nach 71 Prozent im April äußern aktuell zwei Drittel der Bayern (64 Prozent) große bis sehr große Sorgen, dass sich wegen Corona die wirtschaftliche Lage im Freistaat verschlechtern könnte. Allerdings haben deutlich weniger Menschen Angst um ihre persönliche wirtschaftliche Lage: Ein Fünftel der bayerischen Wahlberechtigten (22 Prozent) gibt hier an, wegen Corona besorgt zu sein. Vor knapp zwei Monaten machten sich allerdings noch 30 Prozent ernsthafte Gedanken um die persönliche wirtschaftliche Situation.

Ein knappes Drittel besorgt wegen Beschränkung von Freiheitsrechten

Rückläufig ist auch die Sorge, dass in Bayern coronabedingt die Freiheitsrechte längerfristig eingeschränkt werden. Aktuell gibt ein knappes Drittel der Bayern (31 Prozent) an, sie seien in Sorge, dass wegen Corona entsprechende Rechte längerfristig beschränkt sein könnten. Anfang April waren es noch vier von zehn (38 Prozent). Derartige Bedenken finden sich in Bayern durchaus in allen Parteilagern. Allein in den Reihen der AfD prägen sie allerdings mit 72 Prozent die Sicht einer deutlichen Mehrheit.

18 Prozent glauben, Gefährlichkeit des Virus sei übertrieben worden

In den letzten Wochen kam es in Deutschland zu Demonstrationen gegen bestehende Corona-Einschränkungen, darunter auch in Bayern. Dabei wurde nicht zuletzt der Vorwurf geäußert, Politik und Medien hätten die Gefährlichkeit des Corona-Virus bewusst übertrieben und die Öffentlichkeit getäuscht. In Bayern folgt knapp jeder Fünfte (18 Prozent) dieser These, 77 Prozent teilen sie nicht. Die Idee einer absichtlichen Panikmache durch Politik und Medien wird allein in den Reihen der AfD-Anhänger mehrheitlich unterstützt (59 Prozent).

Sommerurlaub 2020: maximal in Deutschland

Mit 84 Prozent gibt das Gros der Bayern an, bereits zu wissen, ob und wohin sie diesen Sommer in den Urlaub verreisen werden. 15 Prozent sind sich noch unsicher. 44 Prozent denken, dass sie nach dem jetzigen Stand dieses Jahr wohl zu Hause bleiben und die Koffer gar nicht packen werden. 34 Prozent planen aktuell für den Sommer eine Urlaubsreise zumindest innerhalb Deutschlands, 19 Prozent wollen ins europäische Ausland. 5 Prozent denken trotz der bestehenden Einschränkungen im internationalen Reiseverkehr gegenwärtig darüber nach, ihren Urlaub außerhalb Europas zu verbringen. Ob es bei diesen Plänen tatsächlich bleibt, wird auch maßgeblich von konkreten Lockerungsschritten für den Tourismus in Deutschland und Europa in den nächsten Wochen abhängen.

Studieninformationen

Für die Umfrage wurden von Infratest dimap im Zeitraum von 20. bis 25. Mai 2020 1.000 Wahlberechtigte in Bayern telefonisch interviewt. Stichprobe: Repräsentative Zufallsauswahl. Fehlertoleranz: 1,4 bis 3,1 Prozentpunkte.

Quellenangabe: BR-BayernTrand – Informationen zu Sendung und BR-BayernTrend: br.de/kontrovers und br24.de – Kontrovers, heute, Mittwoch, 27. Mai 2020, 21.00 Uhr – Heute Abend präsentieren Ursula Heller und Andreas Bachmann die Ergebnisse des BR-BayernTrends im Politikmagazin Kontrovers ab 21.00 Uhr im BR Fernsehen.

Regelungen für Dauertickets des Stadtverkehrs Rosenheim – Bei der letzten Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am 19.05.2020 hat Stadträtin Sonja Gintenreiter die Frage aufgeworfen, wie angesichts des Notfahrplans des Stadtverkehrs Rosenheim mit Zeitkarten umgegangen wird. Dazu hat Ingmar Töppel, Geschäftsführer der Stadtverkehr Rosenheim GmbH, die den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) in Rosenheim privat und eigenwirtschaftlich betreibt, mitgeteilt: Dauertickets, zu denen z.B. Halbjahres- und Jahreskarten gehören, können von den Kundinnen und Kunden des Rosenheimer Busverkehrs zurückgegeben werden. Sie erhalten im Gegenzug einen Gutschein für die nicht verbrauchten Monate, um diesen dann später wieder als Fahrkarte einlösen zu können. Für weitere Informationen steht das Ticketcenter der Fa. Kroiss in der Stollstraße 1, Telefon 08031-15002 zur Verfügung.

Weihbischof Wolfgang Bischof: „Polizeibeamte setzen ihre Gesundheit für uns ein“ – Allen Polizistinnen und Polizisten hat Weihbischof Wolfgang Bischof für ihren Dienst an der Gesellschaft gedankt: „Sie setzen ihr Leben, ihre Gesundheit für uns ein“, sagte der Bischofsvikar für die Seelsorgsregion Süd des Erzbistums München und Freising, der auch Beauftragter deutschen Bischofskonferenz für die Polizeiseelsorge ist. Den Einsatzkräften wünsche er in Zeiten der Unsicherheit, „dass sie erfahren, dass Gott ihr Schild ist und sie begleitet in ihren Fragen“, so Bischof in einem Videobeitrag der Serie „Mittwochsminuten“, die geistliche Impulse anbietet. Jeweils mittwochs ab 12 Uhr werden die Videos im Internet unter www.erzbistum-muenchen.de/mittwochsminuten sowie auf den Social-Media-Kanälen der Erzdiözese veröffentlicht. Am Münchner Hauptbahnhof, einem „Ort des pulsierenden Lebens“, an dem auch eine Bundespolizeiinspektion ihren Sitz hat, wies Weihbischof Bischof auf viele von Unsicherheit geprägte E-Mails und Briefe hin, die ihn seit Beginn der Corona-Krise erreicht hätten und „deren Grundfrage darin gipfelte: Woher kommt mir Hilfe in dieser schwierigen Zeit?“. Diese Frage habe ihn an Psalm 121 erinnert, dessen Verfasser die Antwort gebe: „Von Gott kommt diese Hilfe.“ Oftmals werde aber vergessen, so Bischof, dass besonders die Einsatzkräfte der Polizei sich ständig fragen müssten, „habe ich den Virus? Habe ich ihn weitergegeben? Trage ich ihn mit nach Hause in meine Familie?“ In dieser Zeit der Fragen und des Zweifels könne laut Bischof das „Leitmotiv der Polizeiseelsorge“ helfen, das lautet „Gott ist für mich Sonne und Schild“. Allen Polizeibeamten wünschte er für ihren Dienst, dass  sie „vielleicht etwas spüren von dieser Sonne, wenn sie auf ihren Polizeistern schauen, der das symbolisiert.“  (hs)

Dienstag, 26. Mai:

Beschlüsse der Bayerischen Staatsregierung bei der heutigen Kabinetts-Sitzung:

  1. Bayern beschließt massive Ausweitung der Testungen auf SARS-CoV-2 / Regelmäßige Testungen für Beschäftigte in Krankenhäusern, Alten- und Pflegeheimen sowie Einrichtungen für Menschen mit Behinderung / Tests auch für Lehrkräfte und Erzieherinnen / Testergebnisse sollen schneller vorliegen

Der Ausbau der Testkapazitäten und deren Ausschöpfung ist von entscheidender Bedeutung für eine weiterhin erfolgreiche Eindämmung der Corona-Pandemie. Bayern hat deshalb eine massive Ausweitung der Testungen auf das neuartige Coronavirus beschlossen:

  • Personen mit Symptomen sollen innerhalb von 24 Stunden getestet werden und das Ergebnis innerhalb von weiteren 24 Stunden vorliegen.
  • Personen ohne Symptome soll eine Testung innerhalb von 48 Stunden ermöglicht werden. Das Testergebnis soll dann spätestens innerhalb einer Woche vorliegen.
  • Es wird sichergestellt, dass Kontaktpersonen der Gruppe I im Rahmen des medizinisch-fachlichen Zeitraums unverzüglich mindestens einmal während ihrer Quarantänephase verpflichtend getestet werden.
  • Die Testungen in Krankenhäusern, Alten- und Pflegeheimen sowie in Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen (inkl. Rehabilitationseinrichtungen) werden im eigenen Interesse der Mitarbeiter und Bewohner weiter deutlich verstärkt. Der Ministerrat spricht sich dafür aus, dass alle Beschäftigten und die Betreuungsrichter in den o. g. Einrichtungen sowie Bewohner von Alten- und Pflegeeinrichtungen und Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen regelmäßig auf eine SARS-CoV-2-Infektion getestet werden können.
  • Lehrkräfte und Erzieherinnen werden Gelegenheit erhalten, sich freiwillig testen zu lassen. Verstärkte Testungen sollen auch im Bereich der kritischen Infrastruktur, insbesondere in Justizvollzugsanstalten, bei der Polizei und im Maßregelvollzug durchgeführt werden. Entsprechende Konzepte werden von den zuständigen Ministerien zeitnah erarbeitet.
  • Verstärkte Testungen sollen auch im Bereich der kritischen Infra-struktur, insbesondere in Justizvollzugsanstalten, bei der Polizei und im Maßregelvollzug durchgeführt werden. Die betroffenen Ressorts werden in Abstimmung mit dem Staatsministerium für Gesundheit und Pflege mit der Umsetzung beauftragt.
  • Mit Blick auf mögliche Lockerungen der Einreisebeschränkungen nach Deutschland werden Innen- und Gesundheitsministerium ein Testkonzept insbesondere für Einreisende aus Drittstaaten erarbeiten.
  • Unabhängig von Symptomen sollen alle Personen die Möglichkeit erhalten, sich auf eine SARS-CoV-2-Infektionen testen zu lassen. Das Gesundheitsministerium wird entsprechende Details zeitnah erarbeiten.

Das Corona-Pandemiegeschehen ist eine Angelegenheit von nationaler Bedeutung. Der Freistaat Bayern fordert den Bund auf, die Finanzierung ausreichender Testkapazitäten und der Testungen sicherzustellen.

  1. Errichtung eines strategischen Grundstocks an Persönlicher Schutzausrüstung und medizinischen Geräten beschlossen / Staatregierung sichert Handlungsfähigkeit bei zweiter Corona-Welle

Die ausreichende Verfügbarkeit von Persönlicher Schutzausrüstung und medizinischen Geräten ist entscheidend für die Bewältigung der Corona-Epidemie. Der Ministerrat hat daher in seiner heutigen Sitzung beschlossen, die Beschaffung von Persönlicher Schutzausrüstung und medizinischen Geräten zur Errichtung eines strategischen Grundstocks fortzusetzen. Damit ist der Materialbedarf bis zu sechs Monate bei starkem Pandemiegeschehen gesichert.

Der Grundstock wird insbesondere Infektionsschutzhandschuhe, Kittel, Schutzanzüge, OP-Masken, FFP2- und FFP3-Masken sowie Schutzbrillen umfassen. Gesundheits-, Wirtschafts- und Innenministerium legen zeitnah entsprechende Details für die Errichtung und Verwaltung des dauerhaften strategischen Grundstocks vor. Das beinhaltet auch ein bedarfsgerechtes und flexibles staatliches Beschaffungswesen. Ein besonderer Blick liegt auf dem weiteren Ausbau der inländischen Produktion an persönlicher Schutzausrüstung und Beatmungsgeräten, um Lieferengpässe zu vermeiden.

  1. Staatsregierung sichert den weiterhin hohen Personalbedarf im Öffentlichen Gesundheitsdienst / Befristete Neueinstellungen für Contact Tracing Teams / Attraktivität des Öffentlichen Gesundheitsdienstes langfristig steigern

Das Personal des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (ÖGD) wurde im Zuge der Corona-Pandemie kurzfristig um ca. 4.000 Mitarbeiter, insbesondere aus den anderen Ressorts, auf insgesamt 5.150 Mitarbeiter verstärkt. Durch diesen massiven Personaleinsatz ist es gelungen, auf das sich epidemisch ausbreitende Infektionsgeschehen flexibel zu reagieren. Zur Sicherstellung der Arbeitsfähigkeit des ÖGD gilt es, diese Personalverstärkung beizubehalten.

Die Gesundheitsämter (Stammpersonal) und das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit werden bis 30.09.2020 durch Personal anderer Ressorts im bisherigen Umfang unterstützt. Das bayerische Gesundheitsministerium wird von anderen Staatsministerien im bisherigen Umfang bis 31.07.2020 unterstützt. Über eine weitere Verlängerung bis zum 30.09.2020 ist Anfang Juli 2020 im Lichte des aktuellen Infektionsgeschehens und der Aufgabenlast zu entscheiden.

Unterstützungskräfte, die an ihre Stammbehörden zurückkehren, werden durch bis 31.12.2021 befristete Neueinstellungen ersetzt. Bei jedem Landratsamt werden je nach Einwohnerzahl des Landkreises im Durchschnitt ein bis drei so genannte Contact Tracing Teams (CTT) für die schnelle Nachverfolgung von Infektionsketten durch befristete Neueinstellungen von mindestens 700 Mitarbeitern gebildet. Die Mittel hierfür werden aus dem Sonderfonds Corona-Pandemie zur Verfügung gestellt.

Für die Bildung von CTT benennen ferner alle Ressorts Personal im Umfang von 2.550 Mitarbeitern, das bei Bedarf von den Gesundheitsämtern für die Eindämmung eines Infektionsgeschehens unmittelbar abgerufen werden kann. Die Deckung des Personalbedarfs der CTT wird von den Ressorts in der Fläche sichergestellt.

Die Bayerische Staatsregierung will die Attraktivität des ÖGD steigern. Das Gesundheitsministerium wurde beauftragt, hierfür ein Konzept vorzulegen.

  1. Bayerische Corona-Strategie / Weitere Erleichterungen und Öffnungen im Bereich der Erwachsenenbildung, beim Betrieb von Reisebusunternehmen, bei der Abgabe von Speisen und Getränken durch gastronomische Betriebe im Freien, im Bereich des Sports, beim Theater-, Konzert-, und weiteren kulturellen Veranstaltungsbetrieb, für Kinos, im Vorlesungsbetrieb

In der Corona-Pandemie setzt Bayern weiterhin auf einen Kurs der Umsicht und Vorsicht. Die bislang vorgenommenen Erleichterungen bei den beschlossenen Maßnahmen zeigen, dass eine maßvolle Öffnung mit dem Schutz der Gesundheit und der Stabilität des Gesundheitssystems in Bayern sehr gut einhergeht. Vor dem Hintergrund des derzeitigen Infektionsgeschehens können daher weitere Erleichterungen bzw. Öffnungen vorgenommen werden:

Das Bayerische Kabinett hat beschlossen, dass • ab 30. Mai 2020 Präsenzangebote der Erwachsenenbildung i. S d. Art. 1 BayEbFöG, der Sprach- und Integrationsförderung und vergleichbarer Bildungsangebote, u.a. der Bildungszentren ländlicher Raum oder privatwirtschaftlicher Bildungsanbieter, sowie der Familienbildungsstätten, der Jugendarbeit (nur zu Zwecken der Bildungsarbeit nach dem SGB VIII) und der außerschulischen Umweltbildung in Bayern geöffnet werden. Zwingende Voraussetzung ist die Beachtung des erarbeiteten Hygienekonzepts.

  • ab 30. Mai 2020 der Betrieb von Reisebusunternehmen wieder möglich ist, soweit es sich nicht um explizite Gruppenreisen handelt. Es dürfen nur Individualbuchungen erfolgen. Die Beachtung des verbindlichen staatlichen Rahmenkonzepts für die Wiederaufnahme der Tätigkeit touristischer Dienstleister in Bayern ist dafür zwingende Voraussetzung.
  • ab 2. Juni 2020 die Abgabe von Speisen und Getränken durch gastronomische Betriebe im Freien auf die Zeit von 6 bis 22 Uhr verlängert wird.
  • ab 8. Juni 2020 weitere Erleichterungen im Bereich des Sports erfolgen, soweit erforderliche Abstandsregelungen und Schutz-/Hygienekonzepte eingehalten werden:

o Der Betrieb von Freibädern und von Außenanlagen von Badeanstalten (inkl. Außenbereich von Schwimmbädern, Kureinrichtungen, Hotels usw.) kann wieder aufgenommen werden.

o Die Einschränkung des Trainingsbetriebs auf den Begriff „Individualsportarten“ in der Infektionsschutzmaßnahmenverordnung (§ 9 Abs. 1 Satz 2 der 4. BayIfSMV vom 5. Mai 2020) entfällt ersatzlos.

o Das Training von Rehabilitationssportgruppen und der Trainingsbetrieb für National- bis einschließlich Landeskaderathleten sogenannter nichtolympischer Sportarten wird in Sportstätten wieder erlaubt.

o Der Outdoor-Trainingsbetrieb ist in Gruppen von bis zu 20 Personen zulässig.

o Indoorsportstätten können den Betrieb wieder aufnehmen.

o Der Wettkampfbetrieb für kontaktlos ausführbare Sportarten im Freien ist wieder zulässig.

o Tanzschulen für kontaktlosen Tanz und Paartanz mit einem festen Tanzpartner sowie Fitnessstudios können wieder öffnen.

  • ab 15. Juni 2020 die Wiederaufnahme des Theater-, Konzert-, und weiteren kulturellen Veranstaltungsbetriebs unter Zugrundelegung des entsprechenden Konzepts des Wissenschaftsministeriums in Abstimmung mit dem Gesundheitsministerium (bis zu 50 Gäste in geschlossenen Räumen, bis zu 100 Gäste im Freien) möglich ist.
  • ab 15. Juni 2020 die Wiederaufnahme des Kinobetriebs grundsätzlich möglich ist. Das Digitalministerium wird in Abstimmung mit dem Gesundheitsministerium ein konkretes Hygienekonzept erarbeiten und veröffentlichen, das sich vor allem im Hinblick auf die zulässige Gesamtbesucherzahl und die zu beachtenden Hygienevorschriften an das Konzept für Kultureinrichtungen anlehnt.
  • im Sommersemester 2020 der Vorlesungsbetrieb weiterhin vorrangig durch Online-Lehre sicherzustellen ist. Zusätzlich zu den bereits bestehenden Möglichkeiten der Durchführung von Präsenzveranstaltungen (Praxisveranstaltungen, die besondere Labor- oder Arbeitsräume an den Hochschulen erfordern, bei Einhaltung eines Mindestabstandes von 1,5 m) können zusätzlich kleinere Seminare unter Einhaltung von Abstandsregelungen und Höchstteilnehmerzahlen (30 Personen) als Ergänzung zur Online-Lehre als Präsenzveranstaltungen stattfinden.

Diözesanrat: Coronakrise kann wichtige Reformen anstoßen – Der Diözesanrat der Katholiken der Erzdiözese München und Freising sieht in der Coronakrise enormes Veränderungspotenzial. „Die Pandemie kann zur treibenden Kraft für Reformen in der Ernährung und in der Agrarpolitik werden“, betont Josef Fuchs, Vorsitzender des Sachbereichsgremiums Ökologie und Globale Verantwortung des Diözesanrats, in einer vor Pfingsten veröffentlichten Stellungnahme. „Das Virus deckt schonungslos all die Widersprüche, Schwächen und Verwundbarkeiten auf, die wir im privaten, kirchlichen, gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und politischen Alltag nicht wahrhaben wollen oder können. Am wichtigsten ist jetzt: Ein ‚Weiter so‘ wie vor der Krise darf es nicht geben.“ Der Diözesanrat verweist in diesem Zusammenhang auf die Enzyklika „Laudato Si‘“, die Papst Franziskus vor fünf Jahren veröffentlicht hatte. „Die Menschheit besitzt noch die Fähigkeit zusammenzuarbeiten, um unser gemeinsames Haus aufzubauen“, zitiert das Laiengremium den Heiligen Vater, der schon damals gefordert hatte: „Die Zeit, mutig voranzuschreiten, ist jetzt.“ Nun sei auch die Zeit für eine „breite gesellschaftliche Debatte“, wie der Vorsitzende des Diözesanrates, Hans Tremmel, unterstreicht. Wenn infolge der Coronakrise aus volkswirtschaftlichen Gründen Staatshilfen und Subventionen unumgänglich erschienen, müssten diese an soziale, nachhaltige und umweltfreundliche Bedingungen geknüpft werden, mahnt der Diözesanrat. „Das geplante Konjunkturprogramm muss Anreize setzen für ein konsequentes Umsteuern in Richtung Nachhaltigkeit und soziale Gerechtigkeit.“ Wichtig sei deshalb, die Staatshilfe an klar formulierte und überprüfbare Ziele zu knüpfen und international Verantwortung zu übernehmen. Komplementär zu Investitionsprogrammen müsse deshalb ein ressourcenorientiertes Lieferkettengesetz verabschiedet werden. „Gemeinwohl hat Vorrang vor Profit und Effizienz“, unterstreicht Tremmel. Diese Punkte könnten nur die ersten Schritte einer umfassenden sozial-ökologischen Transformation sein, heißt es in der Stellungnahme weiter. Eines habe die Coronapandemie aber jetzt schon gelehrt: „Plötzlich geht ganz viel.“ Fuchs betont: „Es liegt an uns, ob wir nach der Coronaschockstarre wieder in die alten Verhaltens- und Wirtschaftsmuster zurückfallen oder die Chance zu einer ganzheitlichen Umkehr im Sinne von ‚Laudato Si‘‘ ergreifen.“ (uq)

Montag, 25. Mai:

Gottesdienst mit Kardinal Marx zum Pfingstfest – Christen feiern Herabkunft des Heiligen Geistes, die die Apostelgeschichte beschreibt. Mit feierlichen Gottesdiensten gedenken Christen am Hochfest Pfingsten, Sonntag, 31. Mai, der Herabkunft des Heiligen Geistes, die in der biblischen Apostelgeschichte geschildert wird. Der Heilige Geist ermöglichte den in Jerusalem versammelten Jüngern Jesu Christi, den Glauben in fremden Sprachen zu verkünden und so den Grundstein für seine Verbreitung in der ganzen Welt zu legen. Deshalb wird das Hochfest Pfingsten auch „Geburtstag der Kirche“ genannt. Im Münchner Liebfrauendom feiert der Erzbischof von München und Freising, Kardinal Reinhard Marx, um 10 Uhr ein Pontifikalamt. Der Gottesdienst wird von Solisten der Capella Cathedralis unter der Leitung von Domkapellmeisterin Lucia Hilz mit Gregor Aichingers „Factus est repente“, „Gratias agimus tibi“ und „Regina Caeli“ musikalisch gestaltet. Der Einlass für bis zu 70 Gläubige beginnt um 9.30 Uhr. Für den Gottesdienst gelten die Hygiene- und Schutzmaßnahmen auf Grundlage des Infektionskonzeptes der Erzdiözese München und Freising. Das Pfingstfest wird am 50. Tag des Osterfestkreises gefeiert und schließt diesen ab. Traditionell wird in den Wochen davor und danach in Pfarreien die Firmung gespendet, bei der den Firmkandidaten der Heilige Geist zugesprochen wird. Das ist in diesem Jahr anders. Wegen der Corona-Pandemie sind die Firmungen im Erzbistum München und Freising bis zum Ende der Sommerferien aufgeschoben. Danach können sie, wenn die Situation es zulässt, unter Berücksichtigung der dann geltenden Schutzbestimmungen stattfinden. Die Kollekte aus allen katholischen Gottesdiensten in Deutschland am Pfingstsonntag ist für die Arbeit des Hilfswerks Renovabis bestimmt. Mit den Geldern wird die pastorale, soziale und gesellschaftliche Erneuerung der Länder in Mittel-, Ost- und Südosteuropa unterstützt. Da Gottesdienstkollekten in diesem Jahr aufgrund der Coronapandemie nur sehr eingeschränkt möglich sind, bittet Renovabis unter www.renovabis.de/spenden/pfingstspende/ online um eine Pfingstspende. Der Name „Pfingsten“ wird vom griechischen Wort „pentecoste“ für die Zahl 50 abgeleitet: Damit war das jüdische „Wochenfest“ gemeint, ein großes Wallfahrtsfest, das sieben Wochen nach dem Pessachfest als Dankfest für die Ernte des Wintergetreides wie auch für die Übergabe der zehn Gebote an Moses auf dem Berg Sinai gefeiert wurde. (hs)

Hinweise:  Das Pontifikalamt zum Hochfest Pfingsten wird im Internet übertragen unter www.erzbistum-muenchen.de/stream.

Am Dienstag, 26. Mai 2020, 10.00 Uhr, leitet Ministerpräsident Dr. Markus Söder die Sitzung des Ministerrats in der Staatskanzlei. Das Kabinett befasst sich im Schwerpunkt mit der Corona-Pandemie. Über die wesentlichen Ergebnisse der Beratungen informiert Ministerpräsident Dr. Markus Söder, gegebenenfalls mit Fachministern, im Rahmen einer Pressekonferenz um 13.00 Uhr im Foyer des Prinz-Carl-Palais, Franz-Josef-Strauß-Ring 5, 80539 München. Die Pressekonferenz wird als Live-Stream übertragen, unter anderem über die Internetseite www.bayern.de (http://www.bayern.de) , auf YouTube (youtube.com/bayern) und Facebook (facebook.com/bayern). In Gebärdensprache übersetzt und untertitelt kann die Pressekonferenz live unter www.verbavoice.net/player/bayerischestaatskanzlei/ (http://www.verbavoice.net/player/bayerischestaatskanzlei/)  verfolgt werden. Im Anschluss ist das Video unter youtube.com/bayern abrufbar.

Landratsamt/Gesundheitsamt Rosenheim – Tagesmeldung: Am 24.05.2020 wurden dem Gesundheitsamt 6 neue Fälle für Stadt und Landkreis Rosenheim gemeldet. Bisher sind insgesamt 2757 Fälle von COVID-19 in Stadt und Landkreis Rosenheim aufgetreten (Landkreis: 2251, Stadt: 506). Mittlerweile wurde bei mindestens 1875 Personen eine Genesung dokumentiert. 203 Personen sind bis zu diesem Zeitpunkt an der Erkrankung gestorben. Von den Verstorbenen waren 7 Personen unter 60 Jahren. 139 Verstorbene waren über 80 Jahre alt. 81 COVID-19-Patienten werden aktuell in Stadt und Landkreis Rosenheim stationär behandelt. Hiervon befinden sich 15 Patienten auf einer Intensivstation. Die 7-Tage-Inzidenz (Fälle pro 100.000 Einwohner während der letzten 7 Tage) liegt mit Stand 25.05.2020 (10:00 Uhr) für die Stadt Rosenheim bei 4,74, für den Landkreis Rosenheim bei 10,73. Hierbei wurden alle an das Gesundheitsamt Rosenheim gemeldete Fälle berücksichtigt.

Samstag, 23. Mai:

In Stadt und Landkreis Rosenheim blieb es am gestrigen Freitag, Stand 24 Uhr, bei insgesamt 2748 Fälle von COVID-19. Erstmals seit Wochen gab es damit keinen einzigen Neuerkrankten innerhalb von 24 Stunden. Bei 1872 Personen ist eine Genesung dokumentiert. 203 Personen sind im Zusammenhang mit der Corona-Erkrankung verstorben – ein Opfer mehr als noch am Donnerstag ist damit leider zu verzeichnen. 

Freitag, 22. Mai:

Fallzahlenentwicklung Landratsamt/Gesundheitsamt Rosenheim: Am 21.05.2020 wurden dem Gesundheitsamt 7 neue Fälle für Stadt und Landkreis Rosenheim gemeldet. Bisher sind insgesamt 2748 Fälle von COVID-19 in Stadt und Landkreis Rosenheim aufgetreten. Mittlerweile wurde bei mindestens 1864 Personen eine Genesung dokumentiert. 202 Personen sind bis zu diesem Zeitpunkt an der Erkrankung gestorben. Von den Verstorbenen waren 7 Personen unter 60 Jahren. 135 Verstorbene waren über 80 Jahre alt. 90 COVID-19-Patienten werden aktuell in Stadt und Landkreis Rosenheim stationär behandelt. Hiervon befinden sich 17 Patienten auf einer Intensivstation. Die 7-Tage-Inzidenz der übermittelten Fälle (pro 100.000 Einwohner während der letzten 7 Tage) liegt mit Stand 22.05.2020 (10:00 Uhr) für die Stadt Rosenheim bei 12,63, für den Landkreis Rosenheim bei 11,50.

Im Berchtesgadener Land finden sich die jeweiligen Öffnungszeiten von Ausflugszielen unter folgendem Link: https://www.berchtesgaden.de/ausflugsziele-geoeffnet

Bayerische Staatskanzlei gibt bekannt: Bericht aus der Kabinettssitzung vom 19. Mai 2020 – 1. Schrittweise Öffnung der Kinderbetreuung / ab 25. Mai erweiterte Notbetreuung / Weitere Gruppen ab 15. Juni / Gesundheitsschutz an oberster Stelle / 2. Genereller Aufnahmestopp in Alten- und Pflegeheimen und stationären Einrichtungen für Menschen mit Behinderung wird aufgehoben / Zukünftig individuelles Schutzkonzept für jede Einrichtung / 3. Ab Pfingsten wieder Urlaub in Bayern / Kontaktbeschränkungen gelten auch in Übernachtungsdomizilen / Umfassendes Hygienekonzept entwickelt / 4. Touristische Dienstleistungen öffnen ab dem 30. Mai / Voraussetzung: anhaltend günstige Entwicklung des Infektionsgeschehens / Staatsregierung erarbeitet verbindliches Rahmenkonzept / 5. Bayerisches Frühwarnsystem mit lokalen oder regionalen Beschränkungsmaßnahmen / Maßnahmen bereits ab 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern

Rosenheim: Schankwirtschaften bleiben weiterhin geschlossen – Musikauftritte in Biergärten und Speiselokale vorerst nicht gestattet – Nach dem Stufenplan der Bayerischen Staatsregierung zu schrittweisen Lockerungen dürfen ab dem 25.05.20 Speiselokale auch ihre Innenräume wieder für Gäste öffnen. Die Einhaltung der entsprechenden Hygieneschutzmaßnahmen, insbesondere des Mindestabstandes von 1,50 m, gelten natürlich hier genauso wie auf den Freischankflächen. Um Irritationen zu vermeiden möchte die Stadt Rosenheim darauf hinweisen, dass die Öffnung der Innenräume ausschließlich für Speiselokale gilt. Reine Schankwirtschaften, Bars, Clubs oder auch Shisa-Lokale, müssen innen drin weiterhin geschlossen halten. Ebenso gilt dies für Kneipen und Lokale, bei denen in der Vergangenheit evtl. nur kleine Snacks verkauft wurden, aber der Getränkeausschank klar im Vordergrund stand. Die Speisegaststätten dürfen im Innenbereich bis 22 Uhr öffnen. Im Außenbereich gilt vorerst weiterhin die Sperrzeit von 20 Uhr. Der Auftritt von Musikgruppen in Biergärten oder in Speiselokalen ist laut Auskunft des Gesundheitsministeriums derzeit noch nicht zulässig. Diese Regelungen gelten zunächst bis zum 29.05.20. Die Stadt Rosenheim appelliert nochmal an alle Bürgerinnen und Bürger die geltenden Vorgaben einzuhalten. Nur so können weitere Beschränkungen in naher Zukunft für die Bevölkerung entfallen, was im Interesse der aller sein dürfte.

Donnerstag, 21. Mai:

Tagesmeldung Landratsamt/Gesundheitsamt Rosenheim: In Stadt und Landkreis Rosenheim sind bisher insgesamt 2741 Fälle von COVID-19 aufgetreten. Bei 1854 Personen ist eine Genesung dokumentiert. 202 Personen sind verstorben. Die Daten beruhen auf den Meldedaten nach dem Infektionsschutzgesetz bis zum 20. Mai (Stand 24 Uhr).

Mittwoch, 20. Mai:

Landkreis Rosenheim: FallzahlenentwicklungAm 19.05.2020 wurden dem Gesundheitsamt 2 neue Fälle für Stadt und Landkreis Rosenheim gemeldet. Bisher sind insgesamt 2729 Fälle von COVID-19 in Stadt und Landkreis Rosenheim aufgetreten (Landkreis: 2222, Stadt: 507). Mittlerweile wurde bei mindestens 1821 Personen eine Genesung dokumentiert. 199 Personen sind bis zu diesem Zeitpunkt an der Erkrankung gestorben. Von den Verstorbenen waren 7 Personen unter 60 Jahren. 132 Verstorbene waren über 80 Jahre alt. 128 COVID-19-Patienten werden aktuell in Stadt und Landkreis Rosenheim stationär behandelt. Hiervon befinden sich 24 Patienten auf einer Intensivstation.  Die 7-Tage-Inzidenz (Fälle pro 100.000 Einwohner während der letzten 7 Tage) liegt mit Stand 20.05.2020 (0:00 Uhr) für die Stadt Rosenheim bei 12,63, für den Landkreis Rosenheim bei 13,41.

Als eine bedeutende Inspiration gerade angesichts der aktuellen Herausforderungen hat Kardinal Reinhard Marx die vor fünf Jahren erschienene Enzyklika „Laudato Si“ von Papst Franziskus gewürdigt: Er hoffe sehr, „dass diese Enzyklika, die auch ein Impuls ist für unser pastorales Leben und für unsere Pfarreien, nicht einfach zu den Akten gelegt wird, in die Schublade kommt, sondern auch für heute, in dieser herausfordernden Zeit, eine Inspiration ist“, so der Erzbischof von München und Freising in einem Videobeitrag in der Serie „Mittwochsminuten“, die geistliche Impulse anbietet. Jeweils mittwochs ab 12 Uhr werden die Videos im Internet unter www.erzbistum-muenchen.de/mittwochsminuten sowie auf den Social-Media-Kanälen der Erzdiözese veröffentlicht. In dem Video erinnert Marx an eine „Kleine Klimakonferenz“, bei der er im Juli letzten Jahres mit Schülerinnen und Schülern kirchlicher Schulen „über die Klimakrise, über die Bewahrung der Schöpfung“ diskutierte. Im Zentrum des Gesprächs stand die neu aufgekommene Bewegung Fridays for Future und die damit verbundenen Fragen: „Wie wollen wir unsere Zukunft gestalten, wie wollen wir die Welt, die Schöpfung, die uns Gott anvertraut hat, auch wirklich bewahren für die kommenden Generationen?“ Dabei habe ihn „sehr bewegt“, so Marx, „wie informiert und engagiert die Schülerinnen und Schüler waren“. Dieses Engagement für Ökologie und dieses Interesse am Zustand des Planeten wünsche er sich fünf Jahre nach dem Erscheinen von „Ladato Si“ für die gesamte Gesellschaft: „Die Enzyklika unterstreicht sehr stark: Es gibt das eine Haus der Schöpfung, und in diesem Haus muss Platz sein für alle.“ Um Ungleichheit und Leid auf dem Planeten zu verhindern, brauche es „eine neue Idee von Fortschritt, eine ökologische Umkehr, ein neues Miteinander“, so Marx. Für die Zeit nach Corona hofft der Kardinal, „dass wir diese Aufgabe vielleicht verschärft und neu in den Blick nehmen“. (ck/hs)

Hinweis: Vorlagen für einen Haus- und Familiengottesdienst zum 7. Sonntag der Osterzeit sowie ein Gebet und Fürbitten anlässlich fünf Jahren „Laudato Si“ stehen zum Download unter www.erzbistum-muenchen.de/im-blick/coronavirus/hausgottesdienste bereit.

Dienstag, 19. Mai:

Der Weg ist noch nicht zu Ende – Vergleich der Corona-Infektionszahlen aus Rosenheim, Tirol und Südtirol – Der Vergleich des Infektionsgeschehens in der Stadt Rosenheim mit den Entwicklungen in Tirol und Südtirol zeigt, dass die Corona-Krise in Rosenheim noch nicht vorüber ist. Nach wie vor besteht ein erhöhtes Infektionsrisiko. Darauf weist die Stadt Rosenheim auf der Grundlage einer vergleichenden Analyse des Infektionsgeschehens in der Stadt Rosenheim sowie dem Land Tirol und Südtirol hin. Zwar zeigt die 7-Tage-Inzidenz für die Stadt Rosenheim in den letzten Tagen eine sehr positive Entwicklung: Sie ist von 165,8 am 08. April auf 17,4 am 19. Mai gesunken. Rosenheim ist damit nicht mehr in den bundesweiten Top 10 der Neuinfektionen vertreten. Dennoch warnt der städtische Leiter der Führungsgruppe Katastrophenschutz (FüGK), Hans Meyrl, die Bürgerinnen und Bürger vor Nachlässigkeit. „Es wäre falsch, jetzt sorglos zu werden. Im Gegenteil: Gerade gegenüber Risikopatienten, speziell älteren Menschen, sollten alle Bürgerinnen und Bürger nach wie vor besonders achtsam und rücksichtsvoll sein“, so Meyrl.

Für die Analyse des Verlaufs der Infektionszahlen in Stadt und Landkreis Rosenheim, Tirol und Südtirol hat die Stadt die Fallzahlen jeweils auf 100.000 Einwohner umgerechnet. In der Zeit von 16.03. bis 18.05.2020 hat sich demnach in der Stadt Rosenheim die Anzahl der bestätigten Infektionsfälle von 5 auf 801 bzw. um den Faktor 160,2 erhöht. In Südtirol stieg die Anzahl der Fälle im gleichen Zeitraum von 45 Infizierten auf zuletzt 486 Fälle. Dies entspricht einem Faktor von 10,8. In Tirol sind die Fallzahlen in dieser Zeit von 41 auf 466, also um den Faktor 11,4 angestiegen. Die Entwicklung bei Infizierten und Genesenen zeigt, dass die Stadt Rosenheim gegenüber Tirol und Südtirol rd. vier Wochen hinterherhinkt. Die Stadt Rosenheim weist ausdrücklich darauf hin, dass wegen der methodischen Normierung der Fallzahlen auf jeweils 100.000 Einwohner diese Häufigkeitszahlen nicht mit den vom Rosenheimer Gesundheitsamt publizierten Zahlen an bestätigten Infizierten verglichen werden können. Die Umrechnung der Infektionszahlen auf jeweils 100.000 Einwohner ist notwendig, um die unterschiedlichen Bevölkerungsgrößen von Stadt und Landkreis Rosenheim sowie Tirol und Südtirol miteinander in Beziehung setzen zu können. „Die inzwischen erreichten Lockerungen und der Rückgang bei der 7-Tage-Inzidenz sind hoffnungsvolle Zeichen für eine zumindest in Ansätzen wiedergewonnene Normalität. Dennoch zeigt die Entwicklung der Zahlen in der Stadt Rosenheim, das der Kampf gegen die Viruserkrankung noch lange nicht zu Ende ist. Ich appelliere deshalb an alle Rosenheimerinnen und Rosenheimer, die neugewonnenen Freiheiten in der Gastronomie, gerade auch am bevorstehenden Vatertag, maßvoll und achtsam zu genießen. Die Einhaltung der bestehenden Abstandsregelungen sowie das Tragen von Mund-Nasen-Schutzmasken sind auch weiterhin absolut notwendig, um weitere Neuansteckungen zu verhindern“, warnt Meyrl vor zu viel Sorglosigkeit.

Die Daten für Stadt und Landkreis Rosenheim basieren auf den Zahlen des Robert-Koch-Instituts (https://experience.arcgis.com/experience/478220a4c454480e823b17327b2bf1d4/page/page_0/). Das Land Tirol veröffentlicht seine Infektionsdaten unter (https://experience.arcgis.com/experience/d225672c788d4847b231f1283d63aead/page/page_3/), die Südtiroler Landesverwaltung unter (http://www.provinz.bz.it/sicherheit-zivilschutz/zivilschutz/aktuelle-daten-zum-coronavirus.asp).

Rosenheimer Gesundheitsamt: Eine Mund-Nasen-Bedeckung kann durch Plexiglasvisiere nicht ersetzt werden – Plexiglasschutzhauben bieten nicht den gleichen Schutz wie eine Mund-Nasen-Bedeckung. Darauf haben jetzt das Gesundheitsamt Rosenheim und das Sachgebiet Verbraucherschutz im Landratsamt Rosenheim aufmerksam gemacht. Auch das Robert-Koch-Institut und das Bayerische Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit empfehlen das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung. In Lebensmittel- aber auch in anderen Geschäften trägt ein Teil des Personals eine Art Visier aus Plexiglas. „Sie stellen keinen ausreichenden Schutz dar“, sagt der Leiter des Gesundheitsamtes Rosenheim Dr. Wolfgang Hierl. Der Hauptübertragungsweg des neuartigen Corona-Virus sind feine Tröpfchen in der Atemluft. Aus diesem Grund wurde für bestimmte Bereiche im öffentlichen Leben eine Maskenpflicht eingeführt. Eine Mund-Nasen-Bedeckung soll vor allem andere Personen vor feinen Tröpfchen und Partikeln aus der Ausatemluft desjenigen schützen, der eine Mund-Nasen-Bedeckung trägt. Im Unterschied dazu können sich Tröpfchen trotz Plexiglasschutzhauben nach wie vor leicht verteilen und andere Personen oder Risikogruppen gefährden. Dr. Hierl spricht sich daher klar für eine Mund-Nasen-Bedeckung aus: „Das Reduzieren von Viren in der Atemluft ist der eigentliche Grund für die Maskenpflicht. Durch sie lässt sich die Ausbreitung von COVID-19 eindeutig verlangsamen.“ Gleiches gilt im Übrigen auch für Plexiglasscheiben in Kassenbereichen. Sie helfen, wenn Tröpfchen in der Atemluft frontal auftreffen. Wenn Kunden aber seitlich von den Plexiglasscheiben stehen, beispielsweise um zu Zahlen oder um die eingekaufte Ware einzutüten, ist kein Schutz mehr vorhanden. Das bedeutet, Plexiglasscheiben im Kassenbereich stellen einen zusätzlichen Schutz dar, das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung können sie nicht ersetzen.

Landratsamt/Gesundheitsamt Rosenheim: Am 18.05.2020 wurden dem Gesundheitsamt ein neuer Fall für den Landkreis Rosenheim gemeldet. Bisher sind insgesamt 2727 Fälle von COVID-19 in Stadt und Landkreis Rosenheim aufgetreten (Landkreis: 2220, Stadt: 507). Mittlerweile wurde bei mindestens 1789 Personen eine Genesung dokumentiert. 196 Personen sind bis zu diesem Zeitpunkt an der Erkrankung gestorben (Landkreis: 172, Stadt: 24). Von den Verstorbenen waren 7 Personen unter 60 Jahren. 131 Verstorbene waren über 80 Jahre alt. 130 COVID-19-Patienten werden aktuell in Stadt und Landkreis Rosenheim stationär behandelt. Hiervon befinden sich 21 Patienten auf einer Intensivstation. Die 7-Tage-Inzidenz (Fälle pro 100.000 Einwohner während der letzten 7 Tage) liegt mit Stand 19.05.2020 (0:00 Uhr) für die Stadt Rosenheim bei 17,37, für den Landkreis Rosenheim bei 15,71.

Aus der heutigen Bayerischen Kabinettsitzung:

  1. Schrittweise Öffnung der Kinderbetreuung / ab 25. Mai erweiterte Notbetreuung / Weitere Gruppen ab 15. Juni / Gesundheitsschutz an oberster Stelle

Die Bayerische Staatsregierung weitet die Notbetreuung für Kinder ab 25. Mai 2020 weiter schrittweise aus. Um Vorschulkindern einen Abschluss ihrer Kindergartenzeit zu ermöglichen, haben sie und ihre Geschwisterkinder, die dieselbe Einrichtung besuchen, dann wieder Zugang zur Kita. Auch die Großtagespflege wird geöffnet. Dort werden ab 25. Mai maximal zehn Kindern gleichzeitig von zwei oder drei Tagespflegepersonen betreut. Ebenso öffnen Waldkindergärten und andere nicht gebäudegebundene Kindertageseinrichtungen, weil hier der Kita-Betrieb an der frischen Luft stattfindet und das Ansteckungsrisiko daher tendenziell geringer sein dürfte. Bei allen Maßnahmen steht der Gesundheitsschutz an oberster Stelle. Es sollen auch künftig möglichst kleine und vor allem feste Gruppen gebildet werden, die von festen Bezugspersonen betreut werden. Für Kinder mit Krankheitssymptomen gilt auch weiterhin ein Betretungsverbot. Soweit die Entwicklung des Infektionsgeschehens dies zulässt, sollen nach den Pfingstferien ab 15. Juni 2020 die Kinder, die im Schuljahr 2021/22 schulpflichtig werden und die Krippenkinder, die am Übergang in den Kindergarten stehen, wieder aufgenommen werden. Zudem sollten ab dann parallel zum Schulbetrieb auch die Schüler der 2. und 3. Klassen an den Schultagen wieder in den Horten betreut werden.

  1. Genereller Aufnahmestopp in Alten- und Pflegeheimen und stationären Einrichtungen für Menschen mit Behinderung wird aufgehoben / Zukünftig individuelles Schutzkonzept für jede Einrichtung

Der derzeit bestehende grundsätzliche Aufnahmestopp für stationäre Einrichtungen der Pflege und für Menschen mit Behinderung wird unter Auflagen aufgehoben. Wegen der besonderen Gefährdung von Pflegebedürftigen und der oft schweren Krankheitsverläufe erfordert diese Lockerung jedoch zukünftig individuelle Aufnahmekonzepte der betroffenen Einrichtungen. Das stärkt auch die Verantwortung der Einrichtungsträger in der Bekämpfung der Pandemie. Voraussetzung für eine Aufnahme von Bewohnerinnen und Bewohnern ist demnach ein einrichtungsindividuelles Schutzkonzept, das den größtmöglichen Schutz der Bewohnerinnen und Bewohner und des Personals gewährleistet. Zuweisende Einrichtungen können durch eine nachweislich angewandte Schutzisolation, Testungen und bei vorhandener Symptomfreiheit der künftigen Bewohnerinnen und Bewohner den Aufnahmeprozess nachhaltig unterstützen. Dies gilt auch für geplante Aufnahmen aus der Häuslichkeit und für Rückverlegungen. Ergänzend werden auch verdachtsunabhängige Testungen von Personal und Bewohnern in Pflegeeinrichtungen intensiviert. Die getroffenen Maßnahmen unterliegen einer ständigen Evaluation und müssen situationsabhängig angepasst werden.

  1. Ab Pfingsten wieder Urlaub in Bayern / Kontaktbeschränkungen gelten auch in Übernachtungsdomizilen / Umfassendes Hygienekonzept entwickelt

Der Ministerrat hat beschlossen, dass alle Beherbergungsbetriebe, wie Hotels, Ferienwohnungen, Pensionen sowie Campingplätze, bei strikter Wahrung der Hygienevorschriften ab dem Pfingstwochenende (30. Mai 2020) wieder für Urlauber offenstehen. Auch bei Übernachtungen sind die geltenden Kontaktbeschränkungen einzuhalten: Eine Wohnung oder ein Zimmer beziehen nur Gäste, denen der Kontakt zueinander erlaubt ist – wie etwa Angehörige eines Haushalts oder Lebenspartner. Gruppenübernachtungen sind derzeit nicht möglich. In den Unterkünften sind insbesondere folgende Hygieneregeln zu beachten:

  • Die Wohneinheiten verfügen über eine eigene Sanitäreinheit.
  • Beim Check-in werden die Kontakte zwischen Mitarbeitern und Gästen auf das Notwendigste reduziert.
  • Einhaltung der Abstandsregel von 1,5 Metern zwischen Personen in allen Räumlichkeiten einschließlich der sanitären Einrichtungen, sowie beim Betreten und Verlassen der Räumlichkeiten und auf Fluren, Gängen, Treppen und im Außenbereich. Dies gilt für Gäste und Personal. Personen wie die Angehörigen eines Haushalts, für die im Verhältnis zueinander die Kontaktbeschränkung nicht gilt, haben die Abstandsregel nicht zu befolgen.
  • In allen gemeinschaftlich genutzten Bereichen haben Personal und Gäste Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Davon ausgenommen ist der Außenbereich.
  • Die geltenden Hygiene- und Reinigungsstandards werden konsequent eingehalten. Die Reinigung der Gäste- und Gemeinschaftszimmer hat möglichst in Abwesenheit der Gäste zu erfolgen.
  • Der Einsatz von Gegenständen, die von mehreren Gästen benutzt werden, ist im gesamten Betrieb auf ein Minimum zu reduzieren bzw. so zu gestalten, dass nach jeder Benutzung eine Reinigung oder Auswechslung erfolgt.
  • Die Betreiber haben insbesondere für gemeinschaftlich genutzte Bereiche ein Lüftungs- und Reinigungskonzept zu erstellen. Die Einrichtungen müssen über ein Parkplatzkonzept verfügen.
  • Die Nutzung von betriebseigenen Schwimmbädern, Saunen, Wellness- und Fitnessbereichen richtet sich nach den für diese Einrichtungen geltenden Bestimmunen und ist damit derzeit untersagt.

Mit dem heutigen Beschluss stellt die Staatsregierung die Weichen für sicheren Urlaub in Bayern und zeigt den stark von der Corona-Krise getroffenen Beherbergungsbetrieben eine Perspektive auf.

  1. Touristische Dienstleistungen öffnen ab dem 30. Mai / Voraussetzung: anhaltend günstige Entwicklung des Infektionsgeschehens / Staatsregierung erarbeitet verbindliches Rahmenkonzept

Bayern wird weitere unternehmerische Bereiche der Wertschöpfungskette Tourismus wieder öffnen. Die Entscheidung steht unter dem Vorbehalt einer anhaltend günstigen Entwicklung des Corona-Infektionsgeschehens. Abgestimmt auf die mögliche Öffnung von Beherbergungsbetrieben am 30. Mai sollen ab diesem Tag auch Freizeiteinrichtungen im Außenbereich wie beispielsweise Freizeitparks ihren Betrieb wiederaufnehmen können. Ebenso ermöglicht werden Stadt- und Gästeführungen, Berg-, Kultur- und Naturführungen sowie Führungen in Schauhöhlen und Besucherbergwerken. Ferner sollen touristischer Bus- und Bahnverkehr, Seilbahnen sowie die Fluss- und Seenschifffahrt starten können. Auch die Objekte der Schlösserverwaltung werden grundsätzlich ab dem 30. Mai wieder ihre Pforten öffnen. Die besucherstarken Objekte wie insbesondere die Schlösser Neuschwanstein und Linderhof sowie die Residenzen in München und Würzburg stehen ab dem 2. Juni wieder für Besucher offen. Um einen größtmöglichen Infektionsschutz zu gewährleisten, erarbeiten das Wirtschaftsministerium und das Gesundheitsministerium gemeinsam ein verbindliches staatliches Rahmenkonzept zur Umsetzung insbesondere folgender Hygienevorgaben:

  • Einhaltung der Abstandsregel von 1,5 m, • Mund-Nasen-Bedeckung, • Zugangsbeschränkungsregelung und geeignete Besucherlenkung zur Vermeidung von Menschenansammlungen, • Reinigung/Desinfektion häufig genutzter Flächen, • Maßnahmen, die die Nachverfolgbarkeit von Kontakten gewährleisten.

Auf Basis dieses Rahmenkonzepts werden die betroffenen Unternehmen individuell angepasste Betriebshygienekonzepte für ihre Dienstleistungen entwickeln. Das Rahmenkonzept für betriebliche Schutz- und Hygienekonzepte von Gastronomiebetrieben findet in allen Fällen Anwendung, in denen bei touristischen Angeboten eine Bewirtung angeboten wird, z.B. auf Ausflugsschiffen und in Freizeitparks. Für Veranstaltungen und Filmvorführungen gelten die allgemeinen Bestimmungen. Die heutige Entscheidung findet eine gute Balance zwischen der weiteren Bekämpfung der Corona-Pandemie und der Begrenzung von Schäden für Arbeitsplätze und Wohlstand in ganz Bayern.

  1. Bayerisches Frühwarnsystem mit lokalen oder regionalen Beschränkungsmaßnahmen / Maßnahmen bereits ab 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern

Angesichts der weitreichenden Erleichterungen ist eine erneut dynamische Entwicklung des Infektionsgeschehens nicht ausgeschlossen. Um eine weitere Ausbreitung von COVID-19 über Einrichtungs-, Orts- oder Landkreisgrenzen hinaus zu verhindern, müssen lokale Ausbruchsereignisse frühzeitig erkannt und wirksame Gegenmaßnahmen eingeleitet werden. Dazu gehört – neben der engmaschigen Beobachtung des Infektionsgeschehens durch die zuständigen Behörden und dem bayerischen „Frühwarnsystem“ (Maßnahmen bereits ab 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern in den letzten 7 Tagen) – auch ein konsequentes Beschränkungskonzept in Landkreisen oder kreisfreien Städten mit vielen Neuinfektionen. Bei einem lokalisierten und klar eingrenzbaren Infektionsgeschehen, zum Beispiel in einer Einrichtung, kann das Beschränkungskonzept nur diese Einrichtung umfassen. Hier sieht das abgestufte Konzept spezielle Maßnahmen vor – von der Beratung, über Reihentestungen bis hin zur Schließung der Einrichtung. Bei einem verteilten regionalen Ausbruchsgeschehen und unklaren Infektionsketten müssen allgemeine Beschränkungen wieder konsequent in der Region eingeführt werden. Das kann Kontaktbeschränkungen für die Bevölkerung, die Schließung von Bildungseinrichtungen, Geschäften und anderen Einrichtungen bis hin zu Ausgangsbeschränkungen umfassen.

 

Stadt Rosenheim: Auch in Corona-Zeiten: Honorarfreie Beratung für Unternehmer und Unternehmensgründer – Existenzgründer, Unternehmer und Freiberufler können sich von den zwei erfahrenen „Aktivsenioren“ Manfred Kehr und Karl-Heinz Werner honorarfrei beraten lassen. Während der Corona-Pandemie findet der nächste Beratungstag nicht wie üblich im Rathaus Rosenheim, sondern telefonisch oder als Videokonferenz (Skype/FaceTime) statt. Interessenten können bei Eva Huber von der städtischen Wirtschaftsförderung (Tel. 08031/3651106, E-Mail: eva.huber@rosenheim.de) einen Beratungstermin für den 28. Mai 2020 vereinbaren. Seit über 10 Jahren arbeiten die Wirtschaftsförderung der Stadt Rosenheim und die Aktivsenioren Bayern e.V. unter dem Motto „Erfahrung ist durch nichts zu ersetzen. Außer durch noch mehr Erfahrung“ zusammen. Die Aktivsenioren unterstützen junge Gründer, um sie mit den vielfältigen Anforderungen auf ihrem Weg ins Unternehmer-Neuland vertraut zu machen und helfen ihnen bei der Businessplanung. Kleinen und mittleren Firmen geben die Berater der Aktivsenioren die richtige Orientierung bei der Bewältigung ihrer Probleme und damit Hilfe zur Selbsthilfe. Außerdem bieten sie Hilfe bei Restrukturierungsmaßnahmen an.

Montag, 18. Mai:

Rosenheim: Quarantäne von Asylbewerberunterkunft in der Kufsteiner Straße kann aufgehoben werden – Die am 16. April 2020 verhängte Quarantäne über die Asylbewerberunterkunft in der Kufsteiner Straße kann ab sofort aufgehoben werden. Dies ist das Ergebnis der laufenden Testreihen bei den Bewohnerinnen und Bewohnern der Einrichtung auf das Corona-Virus. Zu Beginn der Quarantäne hielten sich 48 Personen in der Unterkunft auf. Insgesamt 18 Menschen wurden positiv getestet. Stand heute (18. Mai 2020) sind alle erkrankten Bewohnerinnen und Bewohner genesen. Alle bisher negativ getesteten Bewohner wurden am 13. Mai 2020 noch einmal getestet. Bei einer vierköpfigen Familie waren die Ergebnisse positiv. Bei einer weiteren Familie liegen die Testergebnisse noch nicht vollzählig vor. Beide Familien wurden verlegt und separiert untergebracht. Alle anderen Bewohnerinnen und Bewohner wurden erneut negativ getestet. „Weil es damit nach derzeitigem Stand in der Einrichtung keine Infizierten mehr gibt, kann der Bauzaun heute Abend wieder abgebaut werden. Keine der infizierten Personen musste ins Klinikum eingeliefert werden. Die medizinische Betreuung hat reibungslos funktioniert“, so der Leiter der städtischen Führungsgruppe Katastrophenschutz (FüGK), Hans Meyrl.

Rosenheim: Am 17.05. wurden dem Gesundheitsamt 11 neue Fälle für Stadt und Landkreis Rosenheim gemeldet. Bisher sind insgesamt 2726 Fälle von COVID-19 in Stadt und Landkreis Rosenheim aufgetreten. Mittlerweile wurde bei mindestens 1740 Personen eine Genesung dokumentiert. 193 Personen sind bis zu diesem Zeitpunkt an der Erkrankung gestorben. Von den Verstorbenen waren 7 Personen unter 60 Jahren. 130 Verstorbene waren über 80 Jahre alt. 113 COVID-19-Patienten werden aktuell in Stadt und Landkreis Rosenheim stationär behandelt. Hiervon befinden sich 21 Patienten auf einer Intensivstation. Die 7-Tage-Inzidenz (Fälle pro 100.000 Einwohner während der letzten 7 Tage) liegt mit Stand 18.05.2020 (10:00 Uhr) für die Stadt Rosenheim bei 18,95 für den Landkreis Rosenheim bei 22,22.

Samstag, 16. Mai:

In Stadt und Landkreis Rosenheim sind bisher insgesamt 2709 Fälle von COVID-19 aufgetreten. Bei 1716 Personen ist eine Genesung dokumentiert. 193 Personen sind verstorben. Die Daten beruhen auf den Meldedaten nach dem Infektionsschutzgesetz bis zum 15. Mai (Stand 18 Uhr).

Zudem ist der Ertlhof in Rimsting unter Quarantäne gestellt worden. Zwölf der 61 Bewohner wurden positiv auf das neuartige Corona-Virus getestet. Sie werden im Haus umverlegt, um sie von den übrigen Bewohnern zu trennen. Vor Ort wird ein Bauzaun aufgestellt, um den negativ Getesteten die Möglichkeit zu geben, das Gebäude zu verlassen und ins Freie zu gehen.

Freitag, 15. Mai:

Rosenheim – Wegen Infektionsgefahr: Bis auf Weiteres keine Demonstrationen mehr in der Rosenheimer Innenstadt – Die Stadtverwaltung hat aufgrund der aktuellen Infektionslage entschieden, dass die Rosenheimer Innenstadt bis auf Weiteres nicht mehr für Versammlungen zur Verfügung steht. Um das Grundrecht auf Versammlungsfreiheit aber weiterhin zu garantieren, setzt die Stadt auf lösungsorientierte Gespräche mit den jeweiligen Versammlungsleitern. „Die Erfahrung vom vergangenen Samstag hat gezeigt, dass die Rosenheimer Innenstadt erfreulicherweise wieder relativ stark frequentiert ist. Zudem will die Stadt zur Unterstützung der innerstädtischen Gastronomie deren Außenflächen soweit vertretbar ausweiten. Deshalb ist absehbar, dass bei künftigen Demonstrationen die infektionsschutzrechtlich geforderten Abstände zwischen Personen nicht gewährleistet werden können. Um Versammlungsteilnehmer und Passanten keiner unnötigen Infektionsgefahr auszusetzen, will die Stadt zukünftig weitläufigere Örtlichkeiten wie z.B. den Mangfallpark für Versammlungen und Demonstrationen nutzen“, so Rosenheims Ordnungsdezernent Herbert Hoch. Damit kommt die Stadt auch einer Forderung des bayerischen Innenministeriums zur Entwicklung von alternativen Konzepten zur möglichst gefahrlosen Sicherstellung des Rechts auf Versammlungsfreiheit nach.

Brannenburg – Für die Asylbewerberunterkunft in Brannenburg wurde die Quarantäne wieder aufgehoben. Die Bewohner wurden heute darüber informiert, dass alle zuletzt genommenen Abstriche negativ getestet worden waren. Der Bauzaun um die Unterkunft wird am Montag abgebaut.

Donnerstag, 14. Mai:

Fallzahlenentwicklung: Landratsamt/Gesundheitsamt Rosenheim:  Am 13.05. wurden dem Gesundheitsamt 10 neue Fälle für Stadt und Landkreis Rosenheim gemeldet. Bisher sind insgesamt 2693 Fälle von COVID-19 in Stadt und Landkreis Rosenheim aufgetreten. Mittlerweile wurde bei mindestens 1603 Personen eine Genesung dokumentiert. 186 Personen sind bis zu diesem Zeitpunkt an der Erkrankung gestorben. Von den Verstorbenen waren 7 Personen unter 60 Jahren. 122 Verstorbene waren über 80 Jahre alt. 160 COVID-19-Patienten werden aktuell in Stadt und Landkreis Rosenheim stationär behandelt. Hiervon befinden sich 32 Patienten auf einer Intensivstation. Die 7-Tage-Inzidenz (Fälle pro 100.000 Einwohner während der letzten 7 Tage) liegt laut Bayerischem Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit mit Stand 13.05.2020 (10:00 Uhr) für die Stadt Rosenheim bei 52,11 für den Landkreis Rosenheim bei 36,02.

Mittwoch, 13. Mai:

Der Mittlere Bildungsabschluss an der Wirtschaftsschule Alpenland Bad Aibling – Anmeldung weiterhin möglich – Landkreis/Bad Aibling – Die Wirtschaftsschule Alpenland in Bad Aibling, die Schule des Landkreises Rosenheim, bietet den Weg zum Mittleren Bildungsabschluss ab der 7. Klasse an. Somit können Schülerinnen und Schüler ab der 6. Klasse aus allen Schularten in die vierstufige Wirtschaftsschule wechseln. Darüber hinaus ist auch ein Einstieg in die 8. Klasse für die dreistufige und ein Einstieg in die 10. Klasse für die zweistufige Wirtschaftsschule möglich. Die Anmeldung für die Wirtschaftsschule ist weiterhin per Post oder E-Mail möglich. Entsprechende Hinweise sind auf der Schulhomepage: www.wsalp.de zu finden. Notwendig dafür sind unter anderem das Zwischenzeugnis, eine Geburtsurkunde und für Fahrschüler ein Lichtbild. Auskünfte und Beratung sind auch telefonisch unter 08061 49520-0 möglich.

Am Donnerstag, 14. Mai 2020, informieren Ministerpräsident Dr. Markus Söder, Wissenschafts- und Kunstminister Bernd Sibler und Digitalministerin Judith Gerlach zum Themenbereich Kunst und Kultur im Rahmen einer Pressekonferenz um 10.00 Uhr im Foyer des Prinz-Carl-Palais, Franz-Josef-Strauß-Ring 5, 80539 München. Die Pressekonferenz wird als Live-Stream übertragen, unter anderem über die Internetseite www.bayern.de (http://www.bayern.de) , auf YouTube (youtube.com/bayern) und Facebook (facebook.com/bayern).In Gebärdensprache übersetzt und untertitelt kann die Pressekonferenz live unter www.verbavoice.net/player/bayerischestaatskanzlei/ (http://www.verbavoice.net/bayerischestaatskanzlei/)  verfolgt werden. Im Anschluss ist das Video unter youtube.com/bayern abrufbar.

Regierung von Oberbayern teilt mit: Rosenheim – Bewohner von zwei Gemeinschaftsunterkünften werden vorübergehend verlegt – In den frühen Morgenstunden des 13. Mai 2020 wurden insgesamt 58 Bewohner aus zwei von der Regierung von Oberbayern betriebenen Gemeinschaftsunterkünften für Asylbewerber vorübergehend verlegt. Die Maßnahmen vor Ort erfolgten in enger Absprache mit dem zuständigen Gesundheitsamt des Landkreises Rosenheim sowie der Stadt Rosenheim. Unterstützt wurden die Maßnahmen von zahlreichen Kräften der Polizei unter der Einsatzleitung des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd. Die Umverlegung verlief ohne besondere Vorkommnisse.   Insgesamt wurden 21 Bewohner positiv auf das Corona-Virus getestet. Weitere 37 Bewohner gehören zu mehreren Familienverbünden und werden deshalb in enger Absprache mit dem zuständigen Gesundheitsamt in zwei andere Unterkünfte für die Dauer der häuslichen Quarantäne verlegt. Die Verlegung wurde erforderlich, weil wiederholt Infektionsfälle auftraten, obwohl für die Unterkunft bereits Quarantäne angeordnet war. Die Maßnahme ist angezeigt, um weitere Ansteckungen zu unterbinden und die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass die Quarantäne für die betroffenen Kontaktpersonen in absehbarer Zeit beendet werden kann. Die jetzt verlegten Bewohner werden unverzüglich nach Aufhebung der Quarantäne wieder zurückverlegt. Das Gesundheitsamt hat für die in den Unterkünften verbliebenen Bewohner vorsorglich eine Reihentestung angeordnet und die Quarantänemaßnahmen verlängert. Die Versorgung aller unter Quarantäne stehenden Personen wird durch ein von der Regierung von Oberbayern organisiertes Catering sichergestellt. Ebenso ist die medizinische Betreuung gewährleistet. Die Einhaltung der Quarantäneanordnungen wird jeweils durch einen Sicherheitsdienst sichergestellt. Bei den Unterkünften, in die die betroffenen Bewohner verlegt wurden, handelt es sich um Unterkünfte, die ausschließlich für derartige Quarantänemaßnahmen vorgehalten werden. In den beiden betroffenen Unterkünften waren vor der Abverlegung rund 170 Personen untergebracht. Alle Entscheidungen zum weiteren Vorgehen werden in enger Abstimmung zwischen der Regierung von Oberbayern und den zuständigen Behörden von Stadt und Landkreis Rosenheim getroffen.Unterstützt wurden die zuständigen Behörden in Form der Amtshilfe von Einsatzkräften der Polizei unter der Leitung des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd. Zum Einsatz kamen auch  Kräfte der Bayerischen Bereitschaftspolizei. Die Umverlegungsmaßnahmen verliefen ohne besondere Vorkommnisse. Die betroffenen Bewohner verhielten sich kooperativ und ruhig.

Bayerischer Bauernverband informiert: Rindfleischmarkt unter Druck – Die Corona-Krise wirbelt derzeit den Rindfleischmarkt kräftig durcheinander. Hintergrund ist vor allem das Wegbrechen der Nachfrage von Gastronomie und generell Außer-Haus-Verzehr.

„Die Verbraucher haben zwar in den letzten Wochen sehr wohl Rindfleisch gekauft“, sagt Isabella Timm-Guri, Direktorin im Fachbereich Erzeugung und Vermarktung des Bayerischen Bauernverbandes. Nur fehle derzeit ein wichtiger Abnehmer am Markt: die Gastronomie – und die kaufe anders ein als die privaten Konsumenten. In der Gastronomie werden vor allem Edelteile sowie Färsenfleisch verarbeitet. Die Vorderviertel vom Kuhfleisch gehen zu einem erheblichen Teil in die Systemgastronomie wie z. B. McDonalds.“ Ohne diese Abnehmer „klaffen Angebot und Nachfrage plötzlich derart auseinander, dass der Markt in Schieflage gerät – deutliche Preisrückgänge für die Erzeuger sind die Folge.“ Dazu kommt, dass auch die Häute vom Rind, aus denen Lederprodukte hergestellt werden, im Zuge von Corona massiv an Wert verloren haben. Denn die Nachfrage z. B. der Automobil-, Möbel- und Schuhindustrie ist eingebrochen und die Gerbereien in Südeuropa arbeiten Corona-bedingt nicht. Zusätzlich belastet südamerikanisches Rindfleisch den Markt, das für die Gastronomie gedacht war und jetzt Käufer im Lebensmitteleinzelhandel sucht. „Wir bitten die Verbraucher, jetzt gezielt zu regionalem Rindfleisch zu greifen und sich ruhig auch das eine oder andere besondere Stück zu gönnen“, so Timm-Guri. „Holen Sie sich die Edelteile unserer bayerischen Rinder auf den Teller!“

Dienstag, 12. Mai:

Schauspielerin und UN-Botschafterin Katja Riemann wird am Mittwoch aus ihrem Buch „Jeder hat. Niemand darf.“ auf dem Facebook-Kanal von Caritas international vorlesen. Im Fokus dabei stehen Menschen, die sich mit Herzblut und Nächstenliebe für ihre Mitmenschen einsetzen, Mitarbeitende von Hilfsorganisationen, die täglich durch ihren Einsatz bei den Menschen vor Ort etwas bewegen und helfen, das Leben von Menschen zu verbessern. „Katja Riemann ist eine starke und überzeugende Stimme für all die vielen, welche die Arbeit bei und für die Menschen in Not leisten, die aber stumm und unsichtbar bleiben“, sagt Prälat Peter Neher, der Präsident des Deutschen Caritasverbandes. Genau aber diesen Menschen würde die Aufmerksamkeit gebühren. „Sie sind die stillen Held_innen, über die fast niemand spricht.“ Katja Riemann stellt im Live-streaming mit dem Hilfswerk des Deutschen Caritasverbandes diese Menschen in den Mittelpunkt. Seit 20 Jahren ist sie auf allen Kontinenten der Erde unterwegs. Sie hat Projekte in vielen Ländern besucht und die Menschen bei ihrer Arbeit kennengelernt. Die Kapitel erzählen vom großen Engagement und der Leidenschaft, mit der sich die Mitarbeitenden der Hilfswerke für andere Menschen einsetzen. Katja Riemann berichtet in ihrem Buch über Projekte in Burundi, Nepal, über den Einsatz im Libanon bis hin zur Arbeit von Helferinnen und Helfern in Deutschland.  „Katja Riemann trifft mit ihrem Buch genau den Kern unserer Ausrichtung“, sagt Peter Neher. Denn mit dem Partnerschaftsprinzip setzt Caritas international im weltweiten Caritas-Netzwerk genau diesen Grundansatz humanitärer Hilfe um. „Wir sind bereits vor Ort, und die Mitarbeitenden vor Ort wissen am besten, welche Hilfe im Falle einer Katastrophe notwendig ist: Sie stehen auch dafür ein, dass diese Hilfe direkt und ohne Verzögerung bei den Menschen in Not ankommt.“  Katja Riemann ist am Mittwoch, den 13. Mai, von 19:00 bis 20:00 Uhr in einem Facebook-Live-Gespräch mit Jean-Marie Schaldach, Onlineredakteur Caritas international. Der Livestream ist über https://www.facebook.com/caritas.international/ erreichbar.

Landratsamt-Gesundheitsamt Rosenheim – FallzahlenentwicklungAm 11.5. wurden dem Gesundheitsamt 19 neue Fälle gemeldet. Hiervon sind 12 durch Reihenuntersuchungen aufgefallen. Bisher sind insgesamt 2673 Fälle von COVID-19 in Stadt und Landkreis Rosenheim aufgetreten. Mittlerweile wurde bei mindestens 1517 Personen eine Genesung dokumentiert. 181 Personen sind bis zu diesem Zeitpunkt an der Erkrankung gestorben. Von den Verstorbenen waren 7 Personen unter 60 Jahren. 117 Verstorbene waren über 80 Jahre alt. 165 COVID-19-Patienten werden aktuell in Stadt und Landkreis Rosenheim stationär behandelt. Hiervon befinden sich 33 Patienten auf einer Intensivstation.„Wir beobachten die Lage weiterhin genau, um bei einem Anstieg der Infektionszahlen rechtzeitig die erforderlichen Gegenmaßnahmen ergreifen zu können“, so Dr. Wolfgang Hierl, Leiter des Gesundheitsamtes.

Aus der Bayerischen Kabinett-Sitzung: Bayerische Corona-Strategie / Konzepte zum weiteren Vorgehen / Innenministerium erarbeitet Konzept zur infektionsschutzkonformen Durchführung von Versammlungen / Stufenweise Öffnung der Gastronomie / Zulassung des Spielbetriebs von der 1. und 2. Fußballbundesliga / Maskenpflicht auch im Fernverkehr / Vierte Infektionsschutzmaßnahmenverordnung wird bis zum 29. Mai 2020 verlängert

  1. A) Versammlungen

Die Versammlungsfreiheit ist von konstitutiver Bedeutung für die demokratische Gesellschaft. Aufgrund der Corona-Pandemie ist es jedoch erforderlich, dass die Vorgaben des Infektionsschutzes beachtet werden – nur so kann der Spagat zwischen Meinungsfreiheit und Schutz der Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger gelingen. Das Innenministerium erarbeitet ein Konzept, das die infektionsschutzkonforme Durchführung von Versammlungen in Zeiten der Corona-Pandemie bestmöglich gewährleistet. Die Präsidien der Bayerischen Polizei legen bei der weiteren Einsatzbewältigung vergleichbarer Versammlungslagen insbesondere auf die Aspekte der Öffentlichkeitsarbeit, des polizeilichen Kräftemanagements sowie eines örtlich und situativ angepassten, stufenweisen Vorgehens bei der Auswahl geeigneter polizeilicher Maßnahmen einen besonderen Schwerpunkt. Das Innenministerium wird die Kreisverwaltungsbehörden bezüglich der Anzeige und Genehmigung von Versammlungen verstärkt sensibilisieren. Besonderes Augenmerk soll dabei auf eine geeignete Örtlichkeit für die Versammlungen gelegt werden.

  1. B) Gastronomie und Hotellerie

Unter der Voraussetzung eines weiterhin günstigen Verlaufs des Pandemiegeschehens erfolgt die stufenweise Öffnung der Gastronomie bei Einhaltung der entsprechenden Vorgaben zum Infektionsschutz wie folgt:

  • Ab dem 18. Mai 2020 kann die Gastronomie im Außenbereich (z.B. Biergärten) bis 20 Uhr öffnen.
  • Ab 25. Mai 2020 können Speisegaststätten im Innenbereich bis 22 Uhr öffnen.

Ein passendes und mit den betroffenen Verbänden abgestimmtes infektionsschutzrechtliches Rahmenkonzept „Gastronomie“ ist dabei eine zwingende Grundlage für die schrittweise Öffnung der gastronomischen Betriebe in Bayern. Auf dieser Basis können dann die einzelbetrieblichen Schutz- und Hygienekonzepte entwickelt werden. Das Rahmenkonzept „Gastronomie“ des Wirtschaftsministeriums sieht vor allem folgende Punkte vor:

  • strikte Einhaltung des Sicherheitsabstandes von 1,5 Metern zwischen Gästen, Servicepersonal und im betrieblichen Ablauf.
  • Ein Mund-Nasen-Schutz ist zudem vorgeschrieben für Servicepersonal im Gastraum, für Gäste, sobald sie den Tisch verlassen und sich in der Lokalität bewegen, und im betrieblichen Ablauf, wenn der Sicherheitsabstand von 1,5 Metern, etwa in der Küche, zwingend nicht eingehalten werden kann.
  • Hinzu kommt die Anpassung von Lüftungs- und Reinigungsplänen, die Schulung von Mitarbeitern sowie die Aufnahme der Kontaktdaten der Gäste zur Nachverfolgung im Falle einer später auftretenden Infektion.

Das Gesundheitsministerium und das Wirtschaftsministerium werden zeitnah, auch unter Einbeziehung der Erfahrungen im Gastronomiebereich, ein Rahmenkonzept „Hotellerie“ entwickeln, damit Beherbergungsbetriebe (wie Hotels, Ferienwohnungen, Pensionen, Jugendherbergen) ab dem Pfingstwochenende öffnen können.

Für den Tourismus – aber auch für die Gesundheitswirtschaft – in Bayern elementar ist auch der gesamte Themenbereich der Kurorte, Heilbäder, Thermen und verwandter Aufgaben wie Rehabilitationsmaßnahmen und physiotherapeutische Behandlungen bzw. Praxen. Diese Bereiche bedürfen aufgrund der Komplexität des Themas bzw. auch der Örtlichkeiten einer eingehenden Prüfung von Schutzkonzepten. Das Wirtschaftsministerium und das Gesundheitsministerium werden ein tragfähiges Konzept für die Öffnung von Heilbädern, Kurorten und Thermen und die schrittweise Öffnung weiterer, derzeit noch untersagter Bereiche im Bäderbereich, erarbeiten.

  1. C) Sport

Unter Einhaltung von strengen Schutz- und Hygienemaßnahmen wird der Spielbetrieb der 1. und 2. Fußballbundesliga zugelassen. Das Gesundheitsministerium wird die dafür notwendigen Änderungen in den einschlägigen infektionsschutzrechtlichen Anordnungen vornehmen. Damit wird der Beschluss der Bundeskanzlerin und der Regierungschefinnen und -chefs der Länder vom 6. Mai 2020 umgesetzt. Bei Auftreten positiver Fälle im Wettkampfbetrieb gelten die allgemeinen Regeln des Robert-Koch-Instituts bezüglich der Quarantäneempfehlungen. Die Gesundheitsbehörden werden die Einhaltung von Schutzkonzepten und etwaige Quarantänemaßnahmen konsequent durchsetzen. Darüber hinaus erarbeitet das Innenministerium unter Einbeziehung der Sportverbände ein Konzept für weitere Lockerungen im Sport. Für das weitere Vorgehen ist die Entwicklung der Infektionszahlen entscheidend.

  1. D) Fernverkehr

Entsprechend einer Vereinbarung von Bund und Ländern wird auch im Fernverkehr eine Maskenpflicht für Fahrgäste und Personal, soweit es in Kontakt mit den Fahrgästen kommt, eingeführt.

  1. E) Vierte Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung

Das Gesundheitsministerium wird die oben stehenden, heute vom Ministerrat beschlossenen Änderungen in der Vierten Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung berücksichtigen. Im Übrigen wird die Vierte Infektionsschutzmaßnahmenverordnung bis zum 29. Mai 2020 verlängert.

  1. Kraftvolle Förderung für Batteriefertigung in Bayern / Staatsregierung stellt 80 Mio. Euro bereit / Gemeinsame Investitionszuschüsse mit dem Bund

In der Corona-Krise stärkt die Staatsregierung den Hightech-Standort Bayern. Der Ministerrat hat heute beschlossen, mehrere Investitionsvorhaben im Bereich der Batterietechnologie gezielt mit über 80 Mio. Euro zu unterstützen. Diese Summe ergänzt ein Programm des Bundes, der verschiedene Projekte zum Aufbau der Batteriefertigung in Deutschland mit insgesamt rund 1,5 Mrd. Euro fördert. Für Investitionsvorhaben im Freistaat stellen Bund und Bayern gemeinsam fast 280 Mio. Euro bereit. Die Förderung ist ein klares Bekenntnis zum Automobil- und Technologiestandort Bayern. Trotz sinkender Steuereinnahmen und enormer Ausgaben für Liquiditätshilfen nimmt die Staatsregierung einen hohen Millionenbetrag in die Hand, um klare Zukunftsperspektiven insbesondere für die Automobilbranche zu schaffen. Die bayerische Leitindustrie befindet sich in einem Transformationsprozess und ist zusätzlich von der Corona-Krise schwer getroffen. Die Förderung der Batteriefertigung wertet nun Projekte auf, die unmittelbar die Wachstumschancen des Wirtschaftsstandorts Bayern verbessern können.

Montag, 11. Mai:

Rosenheim: Quarantäne von Asylbewerberunterkunft in der Karlsbader Straße kann aufgehoben werden – Die am 11. April 2020 verhängte Quarantäne über die Asylbewerberunterkunft in der Karlsbader Straße ist ab sofort aufgehoben. Dies ist das Ergebnis der laufenden Testreihen bei den Bewohnerinnen und Bewohnern der Einrichtung auf das Corona-Virus. Zu Beginn der Quarantäne hielten sich 49 Personen in der Unterkunft auf. Insgesamt 18 Menschen wurden positiv getestet. Stand heute (11.05.2020) sind alle erkrankten Bewohnerinnen und Bewohner genesen. Alle bisher negativ getesteten Bewohner wurden am 08. Mai 2020 noch einmal getestet – mit neuerlich negativen Ergebnissen. „Weil es damit nach derzeitigem Stand in der Einrichtung keine Infizierten mehr gibt, kann der Bauzaun am frühen Abend wieder abgebaut werden. Keine der infizierten Personen musste ins Klinikum eingeliefert werden. Die medizinische Betreuung hat reibungslos funktioniert“, so der Leiter der städtischen Führungsgruppe Katastrophenschutz (FüGK), Hans Meyrl. Über das weitere Vorgehen bei den ebenfalls unter Quarantäne stehenden Asylbewerberunterkünften in der Kufsteiner Straße und der Äußeren Oberaustraße  wird die FüGK nach Vorliegen der neuesten Testergebnisse entscheiden.

Am Dienstag, 12. Mai, 10 Uhr, leitet Ministerpräsident Dr. Markus Söder die Sitzung des Ministerrats in der Staatskanzlei. Das Kabinett befasst sich im Schwerpunkt mit der Corona-Pandemie. Über die wesentlichen Ergebnisse der Beratungen informieren der Leiter der Staatskanzlei, Staatsminister Dr. Florian Herrmann, Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Gesundheitsministerin Melanie Huml  im Rahmen einer Pressekonferenz um 13.00 Uhr im Foyer des Prinz-Carl-Palais, Franz-Josef-Strauß-Ring 5, 80539 München. Die Pressekonferenz wird als Live-Stream übertragen, unter anderem über die Internetseite www.bayern.de (http://www.bayern.de) , auf YouTube (youtube.com/bayern) und Facebook (facebook.com/bayern).

Für die Vermieter von Ferienwohnungen hat der DTV eine erste Orientierungshilfe bzw. Handlungsempfehlung herausgegeben. Bitte beachten Sie aber: dies ist nur eine Empfehlung/Orientierung, da es bis jetzt noch keine konkrete Verordnung der Regierung gibt. Aktuelle Informationen und Bestimmungen finden Sie auch immer auf der Homepage des Chiemsee Alpenland Tourismus unter: www.chiemsee-alpenland.de

Caritas: Corona-Pandemie erfordert kreative Solidarität und angepasste Maßnahmen. Der außergewöhnliche Gegner erfordert kreative Maßnahmen und besondere Bündnisse. Gemeinsam mit der Jugendaktion „Wir gegen Rassismus“ aus dem Bistum Trier veranstaltet Caritas international mit großer Unterstützung vieler national und international bekannter Musiker_innen ein virtuelles Live-Konzert im Kampf gegen das Coronavirus. „Wir freuen uns, dass so viele Künstler_innen unsere Arbeit gegen das Virus unterstützen und damit Menschen in Not helfen“, sagt Oliver Müller, Leiter des Hilfswerks des Deutschen Caritasverbandes. „Gerade jetzt, wo die Kreativen selbst sehr unter den Auswirkungen der Pandemie zu leiden haben sind wir für ihre Solidarität sehr dankbar.“ In Anlehnung an den „European Song Contest“, der aufgrund der Pandemie in diesem Jahr ausfällt, sollen unter dem Titel „European Solidarity Challenge“ für die weltweite Corona-Nothilfe des Hilfswerks Spenden gesammelt werden. Die Lage ist sehr ernst: „Der Virus-Pandemie droht nun auch noch eine Hunger-Pandemie in den armen Staaten und den Flüchtlingscamps zu folgen und deswegen wollen wir das Spendenbarometer in die Höhe treiben“, beschreibt Pastoralreferent Christopher Hoffmann von „Wir gegen Rassismus“ die Motivation aller Beteiligten. Unter anderem mit dabei sind JP Cooper (britischer Songwriter), die Band Kasalla aus Köln, der Gewinner von “The voice of Germany” von 2018, Samuel Rösch oder Willi Weitzel (Willi will’s wissen) und viele weitere Sänger_innen, Bands, Influencer_innen, sowie der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, der Limburger Bischof Georg Bätzing.

Von der Pandemie besonders bedroht sind Menschen auf der Flucht oder Menschen in Kriegs- und Konfliktgebieten. „Allen diesen Menschen ist gemeinsam, dass sie unter schwierigsten Verhältnissen leben und sich so kaum vor dem Virus schützen können. Sie sind oft auf engstem Raum und unter problematischen hygienischen Verhältnissen zusammen“, betont Oliver Müller. Social Distancing oder regelmäßiges Händewaschen könnten diese Menschen schlicht nicht praktizieren.  Durch Anpassung bestehender Projekte und neu gestarteten Corona-Nothilfemaßnahmen unterstützt das Hilfswerk des Deutschen Caritasverbandes Menschen in mehr als 80 Ländern im Kampf gegen das Virus. Oliver Müller: „Ausgangssperren werden bei uns durch soziale Sicherungssysteme abgefedert. Für Tagelöhner im Süden fehlen diese. Sie müssen arbeiten, um zu überleben, sonst sterben sie an Hunger.“ Zudem: „Die Länder müssen ihre eigenen, adäquaten Strategien gegen das Virus finden, wir können sie dabei unterstützen.“  Die European Solidarity Challenge findet am 15. Mai 2020 statt. In einem umfangreichen, hochkarätigen Programm treten über 30 Künstler_innen und Bands, sowie bekannte Influencer_innen auf.  Der Livestream ist über www.caritas-international.de/livekonzert erreichbar. Moderieren werden die European Solidarity Challenge Caro Lauhoff (Caritas international) und Christopher Hoffmann (Wir gegen Rassismus).

Freitag, 8. Mai:

Bad Aibling: Ab nächster Woche ist unter Einhaltung der bekannten Hygiene – Regeln ein Betrieb von Ausstellungen wieder möglich. Daher kann ein Teil der Ausstellung zum Jubiläumsjahr der Öffentlichkeit wieder zugänglich gemacht werden. Die Ausstellungsstationen „ ehemaliges Lichtspielhaus / Kinderland“ in der Kirchzeile und Haus des Gastes können ab nächster Woche zu den jeweiligen Öffnungszeiten bei freiem Eintritt wieder besucht werden. Die Ausstellung im Lichtspielhaus ist Dienstag und Donnerstag von 11 bis 14 Uhr, Samstag von 11 bis 15 Uhr und Sonntag von 13 bis 17 Uhr geöffnet, während ein Besuch der Ausstellung im Haus des Gastes vorläufig von Montag bis Freitag zwischen 9 und 16 Uhr möglich ist. Die Tafeln am Promenadenweg zwischen Katharinenstraße und Parkplatz P4 dokumentieren die Geschichte des Ludwigbades und können jederzeit angeschaut werden. Die Ausstellungsstationen im Rathaus und in der Klinik Wendelstein sind momentan noch geschlossen. Sobald sie öffnen können, wird das ebenfalls bekannt gegeben. Beim Ausstellungsbesuch muss ein Mund-Nasen-Schutz getragen und der Mindestabstand von 1,50 m eingehalten werden. Im Lichtspielhaus können 4 Besucher gleichzeitig die Ausstellung ansehen. Die AIB-KUR macht im Zusammenhang mit der Wiedereröffnung der Ausstellung darauf aufmerksam, dass weitere ehrenamtliche Ausstellungsbegleiterinnen und Begleiter gesucht werden, die zu den Öffnungszeiten des Lichtspielhauses dort anwesend sind. Dankenswerterweise hat sich eine Vielzahl von Mitgliedern des historischen Vereins schon bereit erklärt diese Aufgabe zu übernehmen. Da aber die Ausstellung bis 15. Oktober geöffnet ist, wird weitere Unterstützung gebraucht. Interessentinnen und Interessenten melden sich bitte in der AIB-Kur unter der bekannten Rufnummer 08061 90800. Dort liegen  Monatslisten aus, in die man sich eintragen lassen kann.

Rosenheim – Teilweise Öffnung von Kultureinrichtungen und Sportstätten – Die Bayerische Staatsregierung hat in dieser Woche Erleichterungen bei Ausgangsbeschränkungen und Schließungen von Einrichtungen beschlossen. Die positive Entwicklung beim Infektionsgeschehen erlaubt es, die bestehenden Beschränkungen zu lockern. Die Beschlüsse haben auch Auswirkungen auf kulturelle Einrichtungen und Sportstätten in der Stadt Rosenheim.

Das Städtische Museum ist ab 12. Mai wieder geöffnet. Die aktuellen Öffnungszeiten sind Dienstag bis Samstag sowie jeden ersten, dritten und fünften Sonntag im Monat von 13 bis 17 Uhr. Für Besucher besteht Maskenpflicht. Die Besucherzahl ist auf max. 27 Personen gleichzeitig beschränkt. Die Sonderausstellung „Foto: Trux“ ist bis zum 31. Oktober verlängert.

Das Holztechnische Museum öffnet ebenfalls ab dem 12. Mai seine Pforten. Die Öffnungszeiten sind Dienstag bis Samstag sowie jeden zweiten und vierten Sonntag im Monat von 13 bis 17 Uhr. Auch im HTM gilt Maskenpflicht sowie eine Beschränkung auf max. 20 Personen gleichzeitig. Im Städtischen Museum und im HTM können Gruppen, Schulklassen oder Stadtführungen bis auf weiteres leider nicht angenommen werden.

Die Städtische Galerie freut sich ab 12. Mai auf Besucherinnen und Besucher. Die aktuelle Ausstellung “Made in Rosenheim – Design und Werbung aus 100 Jahren” kann noch bis zum 7. Juni, jeweils Dienstag bis Sonntag, 13 – 17 Uhr besichtigt werden. Zu sehen ist eine emotionale Zeitreise durch ein Jahrhundert Rosenheimer Wirtschafts- und Alltagsgeschichte. Von 21. Juni bis 26. Juli zeigt der Kunstverein Rosenheim seine Jahresausstellung „Kunst aktuell“ in der Städtischen Galerie. Im Herbst warten „Die 80iger“ (25. September bis 15. November). Mit dieser Sonderausstellung gratuliert die Galerie den in der Region verwurzelten Künstlergrößen Erika Maria Lankes, Fried Stammberger und Peter Tomschiczek zu ihrem runden Geburtstag.

Die Stadtbibliothek Rosenheim ist ab kommenden Dienstag, 12. April wieder für die Kundinnen und Kunden geöffnet. Die Öffnungszeiten sind Dienstag bis Freitag von 10 bis 19 Uhr und am Samstag von 10 bis 13 Uhr. Das notwendige Hygienekonzept der Stadtbibliothek umfasst eine maximale Verweildauer von 30 Minuten, eine Maskenpflicht sowie die notwendige Wahrung der Abstandsregelungen.

Der Lokschuppen mit der Ausstellung „Saurier – Giganten der Meere“ wird am 15. Mai wieder eröffnet. Tickets sind ab 12. Mai bis auf weiteres allerdings nur online erwerbbar.

Grundsätzlich gelten für alle Kultureinrichtungen folgende Regelungen:

  • Begrenzung der Gesamtbesucherzahl auf einen Besucher je 20 qm
  • Einlassregulierung und Besuchersteuerung
  • Verpflichtende Mund-Nasen-Bedeckung für Besucher
  • Hygieneschulung des Personals
  • Hinweis an Besucher, dass folgende Personen vom Zutritt ausgeschlossen werden:

–         Personen mit unspezifischen Allgemeinsymptomen sowie respiratorischen Symptomen jeglicher Schwere

–         Personen mit Kontakt zu COVID-19-Fällen innerhalb der letzten 14 Tage

Der Betrieb von Sporthallen, Sportplätzen, Sportanlagen und Sporteinrichtungen und deren Nutzung bleibt grundsätzlich untersagt. Das bedeutet, dass die städtischen Sporthallen, das ROFA-Stadion und das Freibad bis auf weiteres geschlossen bleiben. Ebenso wie die Freisportanlage an der Luitpold-Halle, der Kunstrasenplatz an der Jahnstraße sowie die städtischen Bolzplätze.

Der Trainingsbetrieb von Individualsportarten kann unter bestimmten Voraussetzungen wieder aufgenommen werden. Das Jahnstadion z.B. ist für die Leichtathletik wieder nutzbar. Die Skate-Anlagen in Egarten und in Oberwöhr sowie der Fitness-Parcour an der Klepperstraße sind seit heute, Freitag, 8. Mai, wieder freigegeben, ebenso wie die Spielplätze im Stadtgebiet.

„Erleichterungen und Schutz gehören zusammen. Je erfreulicher sich das Infektionsgeschehen entwickelt und je geringer sich die Gefährdung in einzelnen Lebensbereichen darstellt desto eher kommen Erleichterungen in Betracht. Sollte sich jedoch das Infektionsgeschehen wieder verschärfen, müssen einschränkende Maßnahmen länger bestehen bleiben oder neuerlich in Kraft gesetzt werden. Jeder Einzelne ist deshalb mit seiner Eigenverantwortung gefordert, damit Rückfälle in höhere Ansteckungsraten oder in eine zweite Welle der Infektion vermieden werden können“, appelliert der städtische FüGK-Leiter Hans Meyrl.

 

Bayerischer Heilbäder-Verband fordert nachhaltige Unterstützung der Gesundheits- und Pflegewirtschaft – Der Bayerische Heilbäder-Verband (BHV) hat die Staatsregierung eindringlich gebeten, die Gesundheits- und Pflegewirtschaft zur Bewältigung der Corona-Pandemie und ihrer Folgen nachhaltig zu unterstützen. Gleichzeitig bot der BHV Ministerpräsident Markus Söder in einem Schreiben die Zusammenarbeit bei der Bewältigung der Krise an.  Dazu hätten die Orte ausgezeichnete medizinische und wissenschaftliche Ressourcen, so der Vorsitzende Klaus Holetschek. Der Verband verwies auf die Studie des WifOR-Instituts von November 2019. Sie wurde im Auftrag der Staatsregierung durchgeführt  und bezeichnet die Gesundheits- und Pflegewirtschaft als „künftige Leitbranche“ in Bayern. Rund 1,2 Millionen Erwerbstätige sorgten hier 2017 für eine Brutto- Wertschöpfung von 56 Milliarden Euro. Das entspricht einem Anteil von 10,4 Prozent an der Gesamtwirtschaft. Verglichen mit der bayerischen Automobilindustrie generierte die Gesundheits- und Pflegewirtschaft  rund 14 Milliarden Euro mehr Wertschöpfung und beschäftigte mehr als das Vierfache an Erwerbstätigen, so die Autoren der Studie. Das Wachstum in dieser Branche liege bei jährlich 4,2 Prozent und sei damit stärker als das Wachstum in der Gesamtwirtschaft (3,6 Prozent p.a).  Insgesamt bezeichnet die Studie die Gesundheits- und Pflegewirtschaft als Wachstums- und Beschäftigungstreiber. Sie sichere die gesamte Wertschöpfungskette Gesundheit. „Wenn Bayern diese Branche als Leitbranche weiter entwickeln will, muss sie die Infrastruktur in Zeiten von Corona dauerhaft sichern und stärken“,  betonte Holetschek. „Denn die Covid-19-Pandemie wird nicht nur in der Akutphase einen starken Einfluss auf sämtliche Lebens- und Wirtschaftsbereiche haben. Sie wird zu weitreichenden Transformationsprozessen führen“.

Sicheres Reisen in Orte, die Gesundheit und Tourismus miteinander verknüpfen, werde ebenso an Bedeutung gewinnen wie Prävention und Rehabilitation und die Stärkung der Resilienz. Wie wichtig ein gutes Immunsystem sei, habe die Covid-19-Pandemie gezeigt. Nach überstandenen Infektionen komme es, soweit heute bekannt, in einem hohen Teil der Fälle zu Schädigungen der Lunge oder zu kardiologischen Folgeerkrankungen. Rehabilitation und Kuren im Hinblick auf die Covid-19-bedingten Indikationsbilder gewännen an Bedeutung. Heilbäder und Kurorte verfügten über unzählige Kliniken, Ärzte und Therapeuten und große medizinisch-therapeutische Kompetenzen. Sie seien deshalb die Kompetenzzentren der Gesundheitswirtschaft in Bayern.  Die Heilbäder und Kurorte könnten sich auch sehr gut auf Patienten mit speziellen Bedürfnissen einstellen. Sehr gute Erfahrungen habe man beispielsweise mit dem TÜV-geprüften Siegel für Allergiker. Die finanzielle Lage in den Heilbädern und Kurorten ist nach Angaben des BHV dramatisch. „Einige Orte sind in höchster Existenznot“, bekräftigte Holetschek. „Die Krise trifft Heilbäder und Kurorte härter als andere Kommunen. Die Instandhaltung unserer Infrastruktur wie Bäder,  Thermen und aller anderen Einrichtungen für Kuren kostet viel Geld. Wir brauchen von der Staatsregierung deshalb eine substanzielle Unterstützung, um diese Herausforderung zu meistern. Der bayerische Rettungsschirm für die Rehakliniken war ein erster Schritt, für den wir sehr dankbar sind.“ Im Einzelnen fordert der BHV eine Soforthilfe für Einrichtungen der Heilbäder und Kurorte in kommunaler Trägerschaft, eine Ausgleichsförderung in Höhe der Mindereinnahmen aufgrund der Corona-Pandemie, die Senkung des Umsatzsteuersatzes auf 7 Prozent auch für Gesundheitseinrichtungen und Thermen sowie eine unbürokratische steuerliche Absetzbarkeit für alle kurörtlichen Leistungen inklusive Beherbergung und Verpflegung. Zudem müsse überlegt werden, ob man die ambulante Badekur nach § 23 SGB V wieder zur Pflichtleistung mache. Der Bundesverband Osteopathie und die bayerischen Hausärzte unterstützen den Bayerischen Heilbäder-Verband in eigenen Schreiben. Als Leistungserbringer seien sie auf die Infrastruktur der Heilbäder und Kurorte angewiesen.

Bayernbund, Kreisverband Rosenheim: Die für 13. Mai geplante Maiandacht bei der Patrona Bavaria in Rosenheim wurde in Abstimmung mit Stadtpfarrer Andreas Maria Zach abgesagt.

Pro-Europa-Netzwerk München und Oberbayern zur Corona-Krise: Was nun Europa? Die Bürger und Bürgerinnen haben das Wort – live via Zoom am Mittwoch, 13.05.2020, 19.30 – 21 Uhr

Gerade jetzt, wo wir nicht persönlich zusammenkommen können, dürfen Debatten und Beiträge von Bürgerinnen und Bürger nicht zu kurz kommen! In der Corona-Krise zeigte sich schnell, dass nationale Alleingänge in Europa kontraproduktiv waren. Die Europäische Union ist schon lange eine Schicksalsgemeinschaft. Mehr denn je sind Solidarität und gemeinschaftliches Handeln gefordert. Für Gesundheits- und Pandemievorsorge hat die EU nur begrenzte Kompetenzen. Zur Abfederung des Corona-Schocks für Bürger/innen und Wirtschaft haben die europäischen Institutionen verschiedene Maßnahmen vorgeschlagen und zum Teil bereits umgesetzt. Wie weit soll die europäische Solidarität gehen?  Inwieweit ändert sich mit der Corona-Krise die Agenda der EU? Was kann die EU jetzt konkret für die Menschen tun? Was erwarten Sie sich von der EU? Diese und andere Fragen möchten wir mit Ihnen live via Zoom diskutieren. Eine Zusammenfassung der Diskussion geht im Anschluss an die bayerischen europapolitisch aktiven Politiker/innen Münchens und Oberbayerns im Landtag, Bundestag und Europäischen Parlament.

Gast:            Dr. Stefan Schreck, Referatsleiter Gesundheitsprogramme und chronische Krankheiten,  Generaldirektion Gesundheit und Lebensmittelsicherheit der Europäischen Kommission – Moderation:   Peter Willisch, Pro-Europa Netzwerk

Anmeldung und Teilnahme: Über Zoom können Sie digital bequem dabei sein. Bitte melden Sie sich dazu über die Website des Café Luitpold an: Dazu klicken Sie einfach auf den bei der Veranstaltung genannten Link, um dann eine Teilnahmebestätigung mit allen ZOOM Daten zu erhalten. Das Bürgerforum wird zum genannten Zeitpunkt online via ZOOM stattfinden. Einwahl ist per Smartphone oder Computer möglich. Über eine rege Teilnahme würden wir uns sehr freuen. Wie gewohnt sind die Bürgerforen kostenlos – auch in digitalen Zeiten.

Das Pro-Europa Netzwerk München & Oberbayern besteht aus den wichtigsten zivilgesellschaftlichen Initiativen der Landeshauptstadt und darüber hinaus. Seit Ende 2017 bündeln sie ihre Kräfte, um Synergien zu nutzen im gemeinsamen Engagement für ein zukunftsfähiges Europa. Die überparteiliche Initiative richtet sich an alle Bürger, Europafans wie Europaskeptiker. Jeder soll zu Wort kommen, darf Kritik äußern, Fragen stellen oder sein Anliegen an die Politik formulieren! Mehr Infos unter: https://proeuropa-netzwerk.de

Donnerstag, 7. Mai:

Alpenvereinssektion Haag informiert: Vom Hauptverein gibt es neue Empfehlungen zu den gelockerten Regelungen:  https://www.alpenverein.de/der-dav/presse/presse-aktuell/wandern-ist-moeglich-bei-beachtung-wichtiger-regeln_aid_34921.html. Somit müssen wir mit gemeinschaftlichen Sektionstouren noch etwas warten, da wir bekanntlich bei der Anfahrt die Abstandsregelungen kaum einhalten können und wir meistens auch mehr als 5 Personen sind. Bleibt gesund & geduldig, wir werden sicher wieder zusammen unterwegs sein.

Caritas International: Für deutlich stärker regionalisierte und lokal angepasste Wege im Kampf gegen das Corona-Virus spricht sich Caritas international  aus. Acht Wochen nach Ausrufung der Corona-Pandemie und der Einführung entsprechender Mobilitäts-Beschränkungen bedrohe der Hunger das Leben verarmter und marginalisierter Menschen in immer mehr Ländern weltweit mittlerweile stärker als das Corona-Virus, stellt das Hilfswerk des Deutschen Caritasverbandes fest. „Viele Länder des globalen Südens haben sehr schnell auf die medizinischen Herausforderungen reagiert. Das war angemessen und lebensrettend. Wir erleben jetzt jedoch von Tag zu Tag in vielen unserer Projektländer, dass die aus medizinischer Sicht notwendigen Restriktionen insbesondere in den verarmten Bevölkerungsschichten großes Leid verursachen“, so Oliver Müller, Leiter von Caritas international.

Für Länder mit marodem Gesundheitssystem seien die medizinisch gebotenen Restriktionen nur schwer über Monate durchzuhalten. Das gelte etwa im Südsudan, wo nur vier Beatmungsgeräte im ganzen Land vorhanden seien, zugleich aber hunderttausende Menschen hungerten, weil insbesondere die sozial und ökonomisch benachteiligte Bevölkerung keiner Arbeit mehr nachgehen könne und Bauern die Felder nicht bestellen könnten. Ähnliches gelte für Länder wie Nepal, Bangladesch, Brasilien, Nigeria und Irak. Als erschwerender Faktor komme hinzu, dass immer mehr Menschen an anderen Epidemien wie Malaria oder Masern erkrankten, weil Impfkampagnen aufgrund der Mobilitätsbeschränkungen gestoppt werden müssten, unter anderem 117 Millionen Masern-Impfungen für Kinder. „Alte Krisen“ wie die Heuschreckenplage in Ostafrika schließlich gerieten gänzlich in Vergessenheit, obwohl die Auswirkungen auf die Menschen unverändert verheerend seien.  „Es ist an der Zeit“, so Müller, “lokale Antworten auf die globale Bedrohung zu, entwickeln. Es gibt nicht die eine Lösung, die für alle passt.“

Erfahrungen aus der Ebola-Epidemie zeigen, dass den Bauern Ernteausfälle um bis zu 50 Prozent drohen. Die ohnehin schon angespannte sozio-ökonomische Lage vieler Menschen wird zudem dadurch verschärft, dass die für viele Familien lebenswichtigen Geldtransfers von Arbeitsmigranten eingebrochen sind; allein von Europa nach Afrika bislang um mehr als 20 Prozent. Oliver Müller von Caritas international: „Wir versuchen weiterhin, wo immer möglich sowohl Reis wie auch Seife zu verteilen. Angesichts der Vielzahl von Herausforderungen, vor die wir gestellt werden, müssen wir jedoch immer öfter eine Entweder-oder-Entscheidung fällen, weil die begrenzten Mittel nicht für beides reichen.“

Caritas international, das Hilfswerk des Deutschen Caritasverbandes, hat seit Ausrufung der Corona-Pandemie mehr als 40 Hilfsprojekte in Afrika, Asien und Lateinamerika gestartet.

Caritas international, Freiburg, Spendenstichwort “Corona-Hilfe” – IBAN: DE88 6602 0500 0202 0202 02, Bank für Sozialwirtschaft Karlsruhe, BIC: BFSWDE33KRL oder online unter: www.caritas-international.de

Diakonie Katastrophenhilfe, Berlin, Spendenstichwort “Corona-Hilfe weltweit” – IBAN: DE68 5206 0410 0000 5025 02 – Evangelische Bank eG – BIC GENODEF1EK1 oder online unter www.diakonie-katastrophenhilfe.de/spenden/

Stadt Rosenheim von Containment-Regel nicht betroffen – Das Staatliche Gesundheitsamt Rosenheim sieht keinen Grund, im Zuge der sog. Lokalisierung oder Regionalisierung des Infektionsgeschehens („Containment“) die angekündigten Lockerungen in Rosenheim auszusetzen bzw. die bereits zulässigen Erleichterungen wieder zurückzunehmen. Die von Bundeskanzlerin Angela Merkel heute Nachmittag vorgestellte Obergrenze von 50 Neuinfektionen pro Woche auf 100.000 Einwohner, die sog. 7-Tage-Inzidenz, wird im Stadtgebiet nach dem aktuellen Situationsbericht des Robert Koch-Instituts von gestern mit 49 Fällen pro 100.000 Einwohner unterschritten. Der Leiter des Staatlichen Gesundheitsamtes, Dr. Wolfgang Hierl, hält eine statistische Obergrenze von Neuerkrankungen in der Allgemeinbevölkerung grundsätzlich für richtig. Er verweist auf die notwendige differenzierte Betrachtung der Fallzahlen: Die positiv getesteten Personen in Asylbewerberunterkünften der Stadt sollen wie heute von der Bundeskanzlerin und den Ministerpräsidenten beschlossen, aus der statistischen Berechnung herausgerechnet werden, weil sie sich derzeit in Quarantäne befinden und daher nicht in Kontakt mit der Bevölkerung der Stadt kommen können. Wird in der Stadt Rosenheim die Zahl der positiv bestätigten Asylbewerber von der Zahl der gemeldeten COVID-19-Fälle abgezogen, so liegt die 7-Tage-Inzidenz für die Stadt Rosenheim derzeit bei 35 Fällen pro 100.000 Einwohnern und damit weit unter 50-er Marke. „Diese erfreuliche Entwicklung ist Ergebnis der Disziplin und des Verantwortungsbewusstseins der Menschen in Rosenheim bei der Einhaltung der Beschränkungen. Es ist ein hoffnungsvolles Signal, dass langsam ein Stück Normalität zurückkehren kann“, so der städtische Wirtschaftsdezernent Thomas Bugl zu den heutigen Beschlüssen.

Mittwoch, 6. Mai:

Tagesmeldung LRA Rosenheim: Im Bereich des Gesundheitsamtes Rosenheim sind bisher insgesamt 2564 Fälle von COVID-19 in Stadt und Landkreis Rosenheim aufgetreten. Mittlerweile wurde bei mindestens 1200 Personen eine Genesung dokumentiert. 169 Personen sind an der Erkrankung gestorben. Die Daten beruhen auf den Meldedaten nach dem Infektionsschutzgesetz bis zum 5. April 2020 (Stand 24 Uhr).

Rosenheimer Senioren- und Pflegeeinrichtungen bisher weitgehend unbeschadet durch die Krise gekommen – Die sechs Senioren- und Pflegeheime sowie die zwei Behinderteneinrichtungen im Stadtgebiet mit ihren über 600 Bewohnerinnen und Bewohnern sind nach Einschätzung der städtischen Führungsgruppe Katastrophenschutz (FüGK) bisher gut durch die Corona-Krise gekommen. „Nach allen Erfahrungen sind viele solcher Heime sog. Hotspots der Corona-Pandemie, da ältere Menschen und solche mit Vorerkrankungen zu den besonderen Risikopatienten bei Corona-Infektionen zählen. Die Einrichtungen in der Stadt Rosenheim sind bisher nicht als Hotspots in Erscheinung getreten. Die Hygieneschutzmaßnahmen funktionieren. Die Bewohnerinnen und Bewohner sind sehr diszipliniert. Dadurch ist die bisherige Entwicklung in diesem Bereich sehr erfreulich“, so der städtische FüGK-Leiter Hany Meyrl. Zu verdanken ist dieses positive Ergebnis auch dem schnellen und konsequenten Handeln der zuständigen Behörden und der Leitungen sowie dem Pflegepersonal in den Einrichtungen. Im Zusammenspiel von Gesundheitsamt, Heimaufsicht und der FüGK konnten ausreichend Schutzausrüstung und Desinfektionsmittel besorgt und verteilt werden. Zusätzlich hat das Bayerische Rote Kreuz das Personal der Einrichtungen schnell und effizient zur Optimierung der notwendigen Hygienemaßnahmen, dem Tragen von Masken und der Wahrung des erforderlichen Abstands geschult. In den meisten Einrichtungen sind die Bewohnerinnen und Bewohner in Einzelzimmern untergebracht, sodass eine Isolierung problemlos möglich war. Wo das nicht der Fall ist, konnten Isolierbereiche eingerichtet bzw. von anderen Einrichtungen mitgenutzt werden. Ab kommenden Samstag, 9. Mai ist es den Familien wieder erlaubt, Angehörige in Pflegeeinrichtungen wieder zu besuchen. „Im Interesse der Gesundheit unserer Senioren in den Heimen und der Bewohnerinnen und Bewohner in den Behinderteneinrichtungen ist weiterhin auf größtmögliche Hygiene und die Einhaltung des Abstandsgebots zu achten sowie die Maskenpflicht einzuhalten“, appelliert Hans Meyrl an das Verantwortungsbewusstsein der Rosenheimerinnen und Rosenheimer.

Posselt (CSU): EU steht am Scheideweg –  Nach Ansicht des CSU-Europapolitikers Bernd Posselt, Präsident der Paneuropa-Union Deutschland, steht die Europäische Union “am Scheideweg zwischen einer supranationalen Demokratie und einer bürokratischen Spielwiese egoistischer Nationalstaaten”. Er warnte davor, den finanzstarken Wiederaufbaufonds der EU, der gerade entstehe, “der demokratischen Kontrolle durch das Europäische Parlament zu entziehen, wie dies in manchen Hauptstädten geplant und womöglich von gewissen Bürokraten in der EU-Kommission aus machtpolitischen Erwägungen akzeptiert wird.” Posselt betonte, daß die Exit-Strategie aus der Corona-Krise eine rasche Öffnung der EU-Binnengrenzen erfordere: “Wenn die nationalstaatlichen Innenminister noch länger auf einer Drosselung des Schengen-Systems beharren, wird eine der größten Errungenschaften der europäischen Integration, nämlich die Freizügigkeit von Personen, Waren und Dienstleistungen, auf der Strecke bleiben. Die Virus-Bekämpfung erfordert die Abriegelung von konkreten Hotspots, aber nicht von ganzen EU-Mitgliedstaaten bei gleichzeitiger Zerteilung zusammengewachsener Grenzregionen.”

Dienstag, 5. Mai:

Regierung von Oberbayern weist Vorwürfe der Caritas zurück – Die Regierung von Oberbayern ist über die heute seitens der Caritas öffentlich geäußerten Vorwürfe gegenüber der Regierung von Oberbayern im Zusammenhang mit den Schutzmaßnahmen in den Asylunterkünften verwundert. Die Caritas hatte hierzu vorab nicht das Gespräch mit der Regierung gesucht. Die erhobenen pauschalen Vorwürfe sind nicht nachvollziehbar und werden zurückgewiesen.

 Die Regierung von Oberbayern hat eine Fülle von Maßnahmen zur Sicherstellung des Infektionsschutzes in den Asylunterkünften getroffen. Insbesondere in der aktuellen Situation kommt aber auch der Betreuung der Asylbewerberinnen und Asylbewerbern eine hohe Bedeutung zu. Die Regierung von Oberbayern schätzt die Arbeit der Wohlfahrtsverbände gerade in der jetzigen schwierigen Situation sehr. Dies gilt auch für die Arbeit der Caritas. Die Regierung von Oberbayern ermöglicht daher sowohl im Bereich des ANKER Oberbayern als auch der Anschlussunterbringung in einem beschränkten Rahmen die Beratungs- und Betreuungstätigkeit der Wohlfahrtsverbände auch vor Ort. Der Regierung von Oberbayern ist sehr daran gelegen, die Voraussetzungen so zu gestalten, dass auch die Caritas Möglichkeiten sieht, vor Ort tätig zu werden. Regierungspräsidentin Maria Els wird daher umgehend den Kontakt mit Caritasdirektor Georg Falterbaum suchen, um die seitens der Caritas für erforderlich gehaltenen Maßnahmen und Vorkehrungen zu eruieren.

 Bayerischer Bauernverband – Nicht nur die Wirte und ihre Beschäftigten trifft die Corona-Krise mit voller Wucht. Auch die Lebensmittelwirtschaft leidet unter dem Shutdown. Mit der Schließung von mehr als 40.000 bayerischen Gastrobetrieben und der Absage der Volksfeste bricht für Landwirtschaft und Ernährungsindustrie ein wichtiger Absatzzweig weg. Den Erzeugern droht ein massiver Preisverfall. Bayerns Milchwirtschaft fordert nun gemeinsam mit der Gastronomie, dem Braugewerbe und dem Lebensmittel-Handwerk klare Signale von der Politik.  Was Bayerns Milchbauern, Molkereien und Käsereien auf den Markt bringen, schätzen Verbraucher und Politik gleichermaßen. Die einen schwören auf den Geschmack und die Qualität der heimischen Produkte. Die anderen sehen die herausragende wirtschaftliche Bedeutung der Milchwirtschaft mit ihren regionalen und internationalen Absatzmärkten.

Mehr als 60 Prozent der Absatzkanäle stark beeinträchtigt
Vor allem aber gilt: Landwirtschaftliche Betriebe sind systemrelevant. Sie sichern die Versorgung der Bevölkerung. Doch nun sind sie selbst bedroht: Der aktuelle Shutdown bedeutet für die Molkereien den Wegfall wichtiger Absatzkanäle und damit für die Bauernfamilien einen Einbruch beim Einkommen.
Beispiel Milchwirtschaft: Rund 40 Prozent der Produkte wie Milch, Butter, Joghurt Rahm und Käse gehen derzeit in Fachgeschäften über die Theke oder werden in Supermärkten und Discountern verkauft. Stolze 60 Prozent jedoch wandern in den Export oder kommen außer Haus auf den Tisch: zur Brotzeit im Biergarten oder auf dem Volksfest und in herzhaften und süßen Gerichten im Restaurant oder Wirtshaus.

Ob Gastronomie, Brauer oder Milchwirtschaft: der Absatzverlust kann nicht aufgeholt werden
Seit Gastrobetriebe geschlossen und Volksfeste abgesagt sind, entfällt dieser Vermarktungsweg – und es gibt keine Chance, den verlorenen Absatz aufzuholen. Hier sieht sich die Milchwirtschaft in einem Boot mit der heimischen Gastronomie – und zum Beispiel der Brauwirtschaft. Bayerns Brauer müssen 20 Prozent Absatzminus durch die Stilllegung der Gastronomie hinnehmen. Und auch im privaten Bereich sinkt der Bierabsatz, schließlich fällt das Grillen mit Freunden genauso flach wie die Gartenparty und das Familienfest.
Der Export wiegt den Verlust im Inland nicht auf. Im Gegenteil, auch hier verzeichnen bayerische Spezialitäten vom Käse bis zum Bier herbe Einbußen – vor allem, weil auch die Gastronomie in den typischen Urlaubsregionen vom Shutdown betroffen ist.

Bayerns Genussbranche in ihrer Existenz bedroht
Damit bedroht der Shutdown nicht nur einzelne Unternehmen, sondern die mittelständische Struktur im bayerischen Lebensmittelsektor. Familiengeführte Traditionsbetriebe und eine lebendige Handwerkskultur zeichnen Bayerns Genussbranche aus. Wird dieser Mittelstand jetzt nicht unterstützt, ist er in seiner Existenz akut gefährdet.

Ohne Öffnung zieht ein massiver Preisverfall heran
„Gerade die gehobene Gastronomie ist ein wichtiger Partner in der Vermarktung unserer Spezialitäten aus Milch und Fleisch”, erklärt Alfred Enderle, Vorsitzender des Verwaltungsbeirats des Bayerischen Milchförderungsfonds. Der Fonds gewährt Milcherzeugern im Schadensfall Hilfen und setzt sich für die Milchwirtschaft ein. „Die Bauernfamilien brauchen jetzt klare Signale zur Öffnung der wichtigen Absatzwege neben den Supermärkten und Discountern”, betont Enderle. Ohne eine ausgewogene Öffnungsstrategie drohe ein massiver Preisverfall für die Bauernfamilien. Der wochenlange Wegfall von einem erheblichen Teil der Absatzmöglichkeiten könne keinesfalls von den Bauernfamilien alleine aufgefangen werden.

Volle Lager, doch keine Absatzchancen: Corona-Krise drückt den Milchpreis
Bayerns Milchwirtschaft hatte von Anfang an solidarisch und schlagkräftig auf die Corona-Pandemie reagiert. Alle bayerischen Molkereien stellten gemeinsam sicher, dass die gesamte auf den Höfen erzeugte Milch abgeholt und komplett verarbeitet wurde. Das Ziel war, einen zeitlich begrenzten Shutdown zu überstehen und dann die Märkte wieder nahtlos bedienen zu können.
Mit jeder Verlängerung des Shutdowns rückt dieses Ziel jedoch in weitere Ferne. Die Schwächung der Wirtschaft wird sich längere Zeit auf viele Bereiche auswirken – auch auf die Kaufkraft der Menschen. Dadurch gerät auch der Milchmarkt nachhaltig unter Druck. Die Branche geht davon aus, dass die Corona-Krise den Milchpreis beschädigen wird.

Kein Urlaub auf dem Bauernhof: Mit dem Shutdown entfällt ein weiterer Erwerbszweig für Bayerns Landwirte
Auch der Urlaub auf dem Bauernhof ist vom Shutdown betroffen: ein wichtiger Erwerbszweig für tausende bäuerliche Betriebe in Bayern. Das Standbein im Tourismus sicherte bislang nicht nur vielen Bauernfamilien ein Einkommen. Es stärkte zudem den ländlichen Raum. Hier zumindest gibt es einen Silberstreif am Horizont: Ein „Urlaub dahoam“, im Erholungs-, Freizeit- und Genussland Bayern, käme den heimischen Anbietern zugute.

Die Bayerische Staatsregierung vermeldet: Schrittweise Erleichterungen bei den beschlossenen Maßnahmen in der Corona-Pandemie / Allgemeine Ausgangsbeschränkung entfällt / Erleichterungen bei Besuchsverbot in Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen, Altenheimen / Maßvolle Öffnung bei Hotellerie und Gastronomie

In der Corona-Pandemie ist Bayern durch das Handlungskonzept der Staatsregierung bislang vor negativen Entwicklungen wie in anderen Staaten verschont geblieben. Dies ist aber keine Garantie für die Zukunft. Die Staatsregierung setzt deshalb den Kurs der Umsicht und Vorsicht fort. In den kommenden Wochen werden Erleichterungen bei den beschlossenen Maßnahmen eingeleitet, um Wirtschaft und Gesellschaft zu stärken. Oberstes Ziel bleibt aber der Schutz der Gesundheit und die Stabilität des Gesundheitssystems in Bayern. Rückfälle in höhere Ansteckungsraten oder in eine zweite Welle der Infektion müssen daher unbedingt vermieden werden.

Das weitere Handlungskonzept sieht daher einzelne aufeinander abgestimmte Schritte vor. Der Erfolg bestehender Maßnahmen bestimmt dabei das Tempo der weiteren Schritte. Ein übereiltes Vorgehen lehnt die Staatsregierung ab. Erleichterungen und Schutz gehören zusammen. Je erfreulicher sich das Infektionsgeschehen entwickelt und je geringer sich die Gefährdung in einzelnen Lebensbereichen darstellt, desto eher kommen Erleichterungen in Betracht. Sollte sich jedoch das Infektionsgeschehen schlechter entwickeln, müssen die einschränkenden Maßnahmen länger bestehen bleiben. Einzelne Lebensbereiche, Einrichtungsarten, Betriebs- oder Berufsgruppen, bei denen Lockerungen vorgenommen wurden, können dann auch wieder beschränkte und befristete Einschränkungen erfahren.

Vor diesem Hintergrund hat der Ministerrat für das weitere Vorgehen die nachfolgenden Eckpunkte beschlossen:

  1. Ausgangsbeschränkung

Mit Wirkung ab dem 6. Mai 2020 entfällt die allgemeine Ausgangsbeschränkung. Die bestehende Kontaktbeschränkung und das Distanzgebot gelten fort. Jeder ist demnach angehalten, die physischen Kontakte zu anderen Menschen außerhalb der Angehörigen des eigenen Hausstands auf ein absolut nötiges Minimum zu reduzieren. Wo immer möglich, ist ein Mindestabstand zwischen zwei Personen von 1,5 m einzuhalten. Ansammlungen im öffentlichen Raum bleiben verboten.

Es ist künftig erlaubt, neben einer weiteren Person auch die engere Familie, d.h. neben Ehegatten, Lebenspartnern und Partnern einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft, auch Verwandte in gerader Linie und Geschwister zu treffen oder zu besuchen.

  1. Unterricht an Schulen

Bei der Entscheidung, Unterricht an Schulen wieder zuzulassen, gilt das Primat des Infektionsschutzes. Bisher haben in einem ersten Schritt die bayerischen Schulen am 27. April 2020 den Unterrichtsbetrieb allein für die Schülerinnen und Schüler der Abschlussklassen wieder aufgenommen. Dabei wurden nur wenige Schülerinnen und Schüler einbezogen, um die weitere Entwicklung des Infektionsgeschehens abzuwarten und den Schulen Gelegenheit zu geben, Erfahrungen zu sammeln.

Auf dieser Grundlage soll eine weitere schrittweise Ausweitung des Präsenzunterrichts erfolgen. Das Kultusministerium wird in Abstimmung mit dem Gesundheitsministerium ein Konzept für den weiteren Fortgang im Bereich des Schulbetriebs unter Berücksichtigung folgender Aspekte erarbeiten:

  • Die bayerischen Schulen sollen ein Schutzraum sein, in dem sich Schülerinnen und Schüler sowie deren Lehrkräfte trotz Corona sicher fühlen. Die Berücksichtigung des Gesundheitsschutzes muss daher an erster Stelle stehen. Solidität geht weiter vor Schnelligkeit.

Für Lehrer, die einer Risikogruppe angehören, besteht daher im Zeitraum bis Pfingsten keine Präsenzpflicht. Betroffene Schüler können statt des Präsenzunterrichtes bis Pfingsten weiter zu Hause lernen.

  • Das Abstandsgebot kann in den Klassenräumen am besten durch geteilte Lerngruppen umgesetzt werden. Dazu ist – je nach konkreter Situation vor Ort – in aller Regel ein gestaffelter Unterrichtsbetrieb im wöchentlichen Wechsel der Gruppen (d. h. im wöchentlichen Wechsel zwischen Präsenzunterricht und Unterricht zuhause) anzustreben.
  • Ein klar festgelegter Fahrplan für die Wiederaufnahme des Unterrichtsbetriebs bietet Schülerinnen und Schülern, deren Eltern, aber auch Schulleitungen und Lehrkräften eine Perspektive für die kommenden Wochen. Wochenenden und Ferien bleiben unangetastet. Auch wenn dieses Jahr kein normales Schuljahr mehr sein wird, wird daher an den Pfingstferien von 2. – 12. Juni und Sommerferien ab 27. Juli 2020 festgehalten.

Für die Wiederaufnahme des Präsenzunterrichts werden folgende Zeitpunkte angestrebt:

o Ab 11. Mai soll der Präsenzunterricht für die „Vorabschlussklassen“ der weiterführenden Schulen (Gymnasium: 11. Klasse / Realschule: 9. Klasse / Mittelschule 8. Klasse) sowie für die 4. Klasse Grundschule beginnen.

o Ab dem 18. Mai soll der Präsenzunterricht beginnen für ▪ Grundschule: 1. Klasse; ▪ Mittelschule: 5. Klasse; ▪ Realschule: 5. und 6. Klasse; ▪ Gymnasium: 5. und 6. Klasse; o Nach den Pfingstferien ist Ziel die Wiederaufnahme des Präsenzunterrichts für alle weiteren Jahrgangsstufen im wöchentlichen Wechsel.

  • Mit Blick auf abgelaufene Urlaubszeiten bei Eltern soll in den Pfingst- und Sommerferien eine Notbetreuung sichergestellt werden.
  1. Kindertagesbetreuung

Auch bei einem schrittweisen Hochfahren der Kindertagesbetreuung steht im Vordergrund, feste, kleine Gruppen zu bilden. Nur so können Infektionswege nachverfolgt und durch Quarantänemaßnahmen unterbrochen werden. Auf dem Weg zum „Hochfahren“ sollte deshalb der Kreis der betreuten Kinder behutsam und schrittweise erweitert werden.

In einem ersten Schritt können folgende Ausweitungen in Richtung eines erweiterten Notbetriebes erfolgen:

  • Öffnung der Tagespflege: In der Tagespflege werden maximal 5 fremde Kinder gleichzeitig betreut.  Die Großtagespflege bleibt vorerst geschlossen.
  • Öffnung von Waldkindergärten
  • Betreuung von Kindern mit besonderem erzieherischem Bedarf (§ 27 SGB VIII) und Kindern mit Förderbedarfen.
  • Betreuung von Kindern mit (drohender) Behinderung · Betreuung von Hortkindern der 4. Klasse · Betreuung von Kindern studierender Alleinerziehender.

Außerdem sollte privat organisierte, nachbarschaftliche oder familiäre, wechselseitige Kinderbetreuung in festen Kleingruppen ermöglicht werden. Das könnte für viele Familien eine Hilfestellung bzw. Erleichterung bei der Bewältigung der coronabedingten Herausforderungen bei der Kinderbetreuung sein und die dringendsten Bedarfe von Familien abfedern, deren Kinder nicht/noch nicht in Kita oder Schule gehen können.

In einem weiteren Schritt könnte mit der Aufnahme der Vorschulkinder eine Ausweitung in Richtung eines eingeschränkten Regelbetriebes erfolgen. Zwischen den einzelnen Schritten sollten zunächst mindestens zwei Wochen liegen.Die Notbetreuung soll in den Pfingst- und Sommerferien sichergestellt werden. Das Familienministerium wird auf dieser Grundlage in Abstimmung mit dem Gesundheitsministerium ein Konzept für den weiteren Fortgang im Bereich der Kinderbetreuung (Kindertagesstätten, Kindertagespflege, Kindergärten etc.) erarbeiten.

  1. Besuchsverbot in Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen usw. (#a-4) Mit Wirkung ab dem 9. Mai wird das bestehende Besuchsverbot in Krankenhäusern und stationären Pflegeeinrichtungen, Intensivpflege-WGs, Altenheimen und Seniorenresidenzen sowie stationären Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen gelockert. Voraussetzung ist die strikte Einhaltung strenger Hygienemaßnahmen.

Möglich ist dann der Besuch einer festen, registrierten Kontaktperson oder eines Familienmitgliedes mit fester Besuchszeit, der Einhaltung des Mindestabstandes von 1,5 m und der Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes für Besucher und besuchte Person.

Die Einrichtungen haben Schutz- und Hygienekonzepte (insbesondere hinsichtlich Vorkehrungen zu kontrolliertem Zugang, Besuchszonen und Besucherräume) vorzulegen. Für Personal und Bewohnern bzw. Patienten sind regelmäßige Testungen sicherzustellen.

Das Gesundheitsministerium wird in Abstimmung mit dem Sozialministerium ein Konzept für den weiteren Fortgang im Bereich der Alten- und Pflegeheime sowie Krankenhäuser (insbes. Besuchsregelungen) erarbeiten.

  1. Handels- und Dienstleistungsbetriebe (#a-5) Ab dem 11. Mai 2020 ist die Öffnung aller Handels- und Dienstleistungsbetriebe (Groß- und Einzelhandel mit Kundenverkehr) unter Auflagen (z. B. Maskenpflicht) erlaubt. Die bislang geltende Beschränkung auf eine Verkaufsfläche von 800 qm wird aufgehoben.

Der Betreiber hat sicherzustellen, dass grundsätzlich ein Mindestabstand von 1,5 m zwischen den Kunden eingehalten werden kann und die Zahl der gleichzeitig im Ladengeschäft anwesenden Kunden nicht höher ist als ein Kunde je 20 m² Verkaufsfläche. Der Betreiber hat ein Schutz,- Hygiene und Parkplatzkonzept auszuarbeiten.

Auch Einkaufszentren und Wochenmärkte können unter Beachtung besonderer Auflagen wieder öffnen.

  1. Gastronomie, Hotellerie, Tourismus – Eine schrittweise Öffnung der Gastronomie, Hotellerie und des Tourismus wird angestrebt.

Für alle denkbaren Schritte gelten strenge Auflagen, die insbesondere die · Einschränkung von Öffnungszeiten, · Ausarbeitung von Hygiene-Konzepten durch die Betriebe, · Begrenzung von Gästezahlen, · Sicherstellung von Abstand (Einlass/Ausgang separat, Reservierungspflicht) umfassen.

Die Gastronomie darf schrittweise ab 18. Mai 2020 geöffnet werden zunächst im Außenbereich (z.B. Biergärten), Speisegaststätten im Innenbereich ab 25. Mai 2020.

Das Pfingstwochenende (30. Mai) ist der Zeitpunkt für eine mögliche Öffnung von Hotels (inkl. Ferienwohnungen und Camping) und weiterer Angebote im Tourismus, z. B.: Schlösser, Seenschifffahrt und Freizeitparks. Für die Öffnung von Hotels gelten strenge Auflagen, die insbesondere umfassen · keine Öffnung von Angeboten mit gemeinschaftlicher Nutzung innerhalb von Hotels, insbesondere Wellness, Schwimmbad, · Verpflichtendes Hygieneschutzkonzept wie in der Gastronomie, · Verpflegung nur mit Abstand und begrenztem Einlass.

Das Wirtschaftsministerium wird gemeinsam mit dem Gesundheitsministerium und dem Beauftragten für Bürokratieabbau ein Konzept für die weiteren Schritte in Bezug auf die Gastronomie, die Hotellerie und den Tourismus erarbeiten.

7. Ab 6. Mai werden Spielplätze (keine Bolzplätze) wieder geöffnet.

  1. Sport  – Kontaktfreier Individualsport mit Abstand (z.B. Tennis, Leichtathletik, Golf, Segeln, Reiten (auch in der Halle) oder Flugsport) wird ab 11. Mai wieder zugelassen.

Das Innenministerium wird in Zusammenarbeit mit den Sportfachverbänden und in Abstimmung mit dem Gesundheitsministerium ein Konzept für weitere Lockerungen im Sport erarbeiten.

  1. Am 11. Mai können auch folgende Einrichtungen und Betriebe wieder geöffnet werden: (#a-9) · Tierparks und botanische Gärten mit Auflagen (Einlass, 20 qm-Regel, Abstand, nur Außenanlagen, keine Gastronomie, kein Streichelzoo) · Bibliotheken, Museen, Galerien, Ausstellungen und Gedenkstätten mit Auflagen (20 qm-Regel, Abstand, kein Gastronomiebetrieb) · Fahrschulen mit Auflagen (Theorie: Abstand, Praxis: Mund-Nasen-Schutz) · Musikschulen mit Auflagen (Einzelunterricht, auch zu Hause, Abstand).

Das Wissenschaftsministerium wird in Abstimmung mit dem Gesundheitsministerium ein Konzept für den weiteren Umgang mit Kultureinrichtungen erarbeiten.

 

Montag, 4. Mai:

München – Trotz Teilnehmerbegrenzung: „Christus für alle Menschen da” – Domdekan Lorenz Wolf feiert mit 70 Gläubigen im Dom ersten öffentlichen Gottesdienst seit 13. März.  Nach 51 Tagen ohne öffentliche Gottesdienste im Erzbistum München und Freising hat Domdekan Lorenz Wolf am Montagabend, 4. Mai, mit 70 Gläubigen die Heilige Messe im Münchner Liebfrauendom gefeiert. Wer zuerst vor Ort war, wurde eingelassen. In seiner Predigt stellte Wolf klar, man solle bei einer Heiligen Messe mit begrenzter Teilnehmerzahl keine „Kriterien, wer auserwählt ist“, aufstellen oder „Privilegien in den Pfarreien“ zustande kommen lassen. Auch müssten „die sogenannten lauen Christen nicht den Frömmeren den Vortritt lassen“. Der Domdekan machte deutlich: „Christus ist für alle Menschen da. Nicht nur für die getauften Christen, nicht nur für die Katholiken, nicht nur für eine Kerngemeinde, nicht nur für besonders Erwählten, auch und schon gar nicht nur für die Priester und Bischöfe oder für den Papst.“ In den Wochen ohne gemeinsame Gottesdienste in den Kirchen seien neue Möglichkeiten gefunden worden, um den Glauben zu leben, so Wolf. „All das kann die Eucharistie nicht ersetzen“, machte er klar. Aber der „Ideenreichtum für eine verstärkte Verkündigung“ habe dazu geführt, dass „die Botschaft von Christus so intensiv in die Wohnzimmer getragen wurde wie noch nie“. Es gebe eine vermehrte Präsenz von Kirche in der Öffentlichkeit durch Gottesdienstübertragungen über Internet, Rundfunk und Fernsehen, Theologische Veröffentlichungen oder YouTube-Aufnahmen von Ansprachen, Meditationen und Gebeten.

Das Versammlungsverbot und das damit einhergehenden Aussetzen öffentlicher Gottesdienste habe nicht, wie einige behaupteten, die Religionsfreiheit aufgehoben. Es habe „die höchste Ausdrucksform der Verbindung der Katholiken mit Gott in Jesus Christus in der Kommunion für eine begrenzte Zeit verhindert“, doch gleichzeitig „auch neue Wege geöffnet für die Familie als Hauskirche und für das persönliche Gebet“. All jenen, die bis zur nächsten persönlichen Teilnahme an einer Heiligen Messe noch Geduld haben müssten, versicherte Wolf: „Christus ist auf vielen Wegen unterwegs zu Ihnen. Auch wenn der eine oder die andere auf die Begegnung im gemeinsamen Mahl noch warten muss. Sie werden immer zu seiner Herde gehören.“ Am 14. März hatte der Erzbischof von München und Freising, Kardinal Reinhard Marx, wegen der Coronapandemie die Feier öffentlicher Gottesdienste untersagt. Seit diesem Montag dürfen sie unter sorgfältiger Einhaltung eines Schutzkonzepts, das die Kirchen mit der Staatsregierung abgestimmt haben, wieder gefeiert werden. Zu den besonderen Schutzmaßnahmen zählen vor allem ein Mindestabstand der Gottesdienstteilnehmer von zwei Metern zueinander und das verpflichtende Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung.

Im Münchner Liebfrauendom können an den von Montag bis Samstag um 17.30 Uhr und an Sonntagen um 10 Uhr stattfindenden Gottesdiensten ab sofort je 70 Gläubige teilnehmen. Einlass ist eine halbe Stunde vor Beginn. Das Angebot an Lifestreams unter www.erzbistum-muenchen.de/stream bleibt erhalten. Weitere spirituelle Angebote finden sich unter www.erzbistum-muenchen.de/im-blick/coronavirus/geistliche-angebote sowie auf den Social-Media-Kanälen Facebook und Instagram. (hs)

Gebrauchte Mund-Nasen-Schutzmasken nicht in  öffentliche Mülleimer – Rosenheim. Die Corona-Krise bringt ein neues Entsorgungsproblem mit sich: Wohin mit den gebrauchten, nicht wiederverwendbaren Masken? Diese Frage hatte Stadtrat Franz Opperer in der letzten Sitzung des Pandemie-Rats aufgeworfen, der derzeit anstelle des Stadtrats tagt. Ein spezielles Infektionsproblem stellen gebrauchte Mund-Nasen-Schutzmasken (MNS-Masken) dar. Sie sind im Hausmüll, am Besten in verknoteten Müllsäcken zu entsorgen. „Gebrauchte MNS-Masken gehören jedenfalls ganz sicher nicht in die öffentlichen Mülleimer, die über das Stadtgebiet verteilt sind oder in die Container auf den Wertstoffinseln. Wir bitten die Bürgerinnen und Bürger dringend, ein solches potenzielles Infektionsrisiko zu vermeiden. Achtsamkeit gegenüber den Mitmenschen muss hier das oberste Gebot sein“, appelliert der städtische FüGK-Leiter Hans Meyrl an die Vernunft jedes Einzelnen.

BR KulturBühne vertieft Zusammenarbeit mit bayerischen Bühnen während der Krise – Digital-Projekte mit Residenztheater und Staatstheater Nürnberg / Gärtnerplatztheater mit neuem Online-Format: “Hinter dem Vorhang”. Die Theater bleiben geschlossen, die Bühnen sind leer. Was tun? Viele Theater versuchen, den öffentlichen Kunst-Raum durch alternative Formen herzustellen, auch die Theater in Bayern. Das Residenztheater München und das Staatstheater Nürnberg etwa haben gemeinsam mit drei weiteren bundesdeutschen Bühnen das Projekt “ZEITFÜREINANDER” entwickelt und lassen ihre Figuren bei einem virtuellen Speed-Dating aufeinandertreffen – mit überraschenden Ergebnissen. Auch das Münchner Gärtnerplatztheater trotzt der Krise und bietet dem Publikum fortan jede Woche ein neues kostenloses Digital-Format: “Hinter dem Vorhang – Talk vom Gärtnerplatz”, eine unterhaltsame und informative Mischung aus Gesprächen mit hochkarätigen Gästen und musikalischen Darbietungen. Beide Projekte präsentiert auch die BR KulturBühne unter www.br.de/kultur.

Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber wird am Mittwoch, 6. Mai, 9:15 Uhr, m Plenarsaal des Bayerischen Landtags in München vor dem Ausschuss für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten einen aktuellen Bericht zur derzeitigen Lage in der Land-, Forst- und Ernährungswirtschaft in der Corona-Krise abgeben. Die Ausschusssitzung kann ab 09:15 Uhr live auf dem Kanal des Bayerischen Landtags verfolgt werden. Klicken Sie einfach auf das YouTube-Icon:

Freitag, 1. Mai:

Tagesmeldung vom Landratsamt Rosenheim: Im Bereich des Gesundheitsamtes Rosenheim sind bisher insgesamt 2510 Fälle von COVID-19 in Stadt und Landkreis Rosenheim aufgetreten. Mittlerweile wurde bei mindestens 1094 Personen eine Genesung dokumentiert. 158 Personen sind an der Erkrankung gestorben. Die Daten beruhen auf den Meldedaten nach dem Infektionsschutzgesetz bis zum 30. April 2020 (Stand 18 Uhr).

Donnerstag, 30. April:

Landratsamt Rosenheim: Wieder regulärer Betrieb mit Mund-Nasenschutz ist Pflicht – Das Landratsamt Rosenheim einschließlich aller Außenstellen ist ab kommenden Montag (04.05.) wieder für den regulären Parteiverkehr geöffnet. Um die Anliegen der Bürgerinnen und Bürger, die in den vergangenen Wochen Corona bedingt nicht eingereicht werden konnten abzuarbeiten, bietet die Behörde für die Zulassungsstellen in Rosenheim und Bad Aibling zusätzliche Möglichkeiten an, Termine zu vereinbaren. Allerdings zwingt das neuartige Corona-Virus zu wichtigen Einschränkungen. Um Kundinnen und Kunden durch Warten nicht unnötig zu gefährden, ist eine vorherige Terminvereinbarung vorerst bis Ende Mai in allen Bereichen der Behörde zwingend erforderlich. Das Landratsamt Rosenheim bittet um Verständnis, dass Vorsprachen ohne vorherige Terminvereinbarung bis dahin nicht berücksichtigt werden können. Zudem besteht in den Räumen der Behörde die Pflicht, einen Mund-Nasenschutz zu tragen, den die Kundinnen und Kunden selbst mitbringen müssen. Die Ansprechpartner im Landratsamt sind unter ihren persönlichen Telefonnummern und die Zentrale unter 08031 392 01 zu erreichen. Für die Zulassungsstellen in Rosenheim, Bad Aibling und Wasserburg sowie für die Führerscheinstelle besteht die Möglichkeit, Termine online unter www.landkreis-rosenheim.de zu buchen. Telefonisch können die Zulassungsstelle unter 08031 392 5353 und die Führerscheinstelle unter 08031 392 5355 kontaktiert werden. Kfz-Händler und Gewerbetreibende mit mindestens vier Zulassungsvorgängen werden um eine vorherige telefonische Absprache gebeten. Weil die Corona-Pandemie in den vergangenen Wochen Zulassungen, Abmeldungen oder Ummeldungen ausschließlich am Standort Rosenheim zuließ, werden jetzt zeitlich befristet weitere Möglichkeiten angeboten, Termine zu vereinbaren. Wie das Landratsamt Rosenheim mitteilte, können für die Zulassungsstellen in Rosenheim und Bad Aibling zusätzlich am 4. Mai und am 11. Mai auch nachmittags von 14 Uhr bis 16 Uhr Termine gebucht werden. Abhängig vom Bedarf will die Behörde dann entscheiden, ob das zusätzliche Nachmittagsangebot länger zur Verfügung gestellt wird. Durch die Corona bedingten Einschränkungen konnten viele in den vergangenen Wochen ihre Fahrzeuge nicht anmelden oder neu zulassen. Das Frühjahr ist für die Zulassungsstellen die Hochsaison in jedem Jahr. Aus diesem Grund sind trotz der Rückkehr in den geregelten Betrieb weiter Wartezeiten nicht auszuschließen. Das Landratsamt Rosenheim bittet die Kundinnen und Kunden um Verständnis und Geduld. In allen drei Zulassungsstellen können pro Stunde um die 30 Termine abgearbeitet werden. Die Öffnungszeiten sind auf der Homepage des Landkreises in der Rubrik „Bürgerservice“ zu finden.

Kardinal Marx und Diözesanratsvorsitzender Tremmel würdigen vielfältiges Engagement in der Kirche – In einem gemeinsamen Brief würdigen der Erzbischof von München und Freising, Kardinal Reinhard Marx, und der Vorsitzende des Diözesanrats der Katholiken, Hans Tremmel, alle Ehrenamtlichen, die sich in der Kirche Engagieren: „In dieser Zeit der Bedrängnis leisten erfreulich viele Menschen Großartiges und wachsen in ihren Aufgaben und ihrer Pflichterfüllung tagtäglich über sich hinaus“, heißt es in dem Schreiben von Mittwoch, 29. April. Während „furchteinflößende Bilder unser Denken zu bestimmen drohen“, sei es wichtig, „Glaube, Hoffnung und Liebe in dieser Krisensituation erfahrbar zu machen“ und so „das Heilshandeln Gottes in konkreten Taten spürbar werden zu lassen“. Die Corona-Pandemie stelle auch die Glaubensgemeinschaft vor ungekannte Herausforderungen und „Vieles, was bislang vertraut und selbstverständlich war, ist nun weggebrochen oder nur noch eingeschränkt möglich“, bedauern Marx und Tremmel. Trotzdem sei etwa Ostern „auch deshalb nicht ausgefallen, weil viele Ehrenamtliche ansteckende Zeichen der Freude und des Lebensmutes bewusst mit anderen geteilt haben“. Es sei nicht zuletzt den Ehrenamtlichen zu verdanken, „dass in diesen Wochen das Glaubensleben in den Pfarreien und Pfarrverbänden, in vielen Familien und Hauskirchen in beeindruckender Weise gestaltet und mit Leben erfüllt wird“. Da es derzeit mehr denn je auf den Beitrag jeder und jedes Einzelnen ankomme, „werden viele Charismen und Kompetenzen gebraucht“. Kardinal Marx und Diözesanratsvorsitzender Tremmel danken dafür: „Mit Ihrem Engagement, Ihrer Kreativität und Ihrer Phantasie leisten Sie einen unverzichtbaren Beitrag, damit wir trotz aller Einschränkungen in unserem Erzbistum gemeinsam Kirche sein können. Da die Krise allerdings noch lange nicht überwunden sei, verbinden Marx und Tremmel ihren Dank mit der Bitte: „Übernehmen Sie weiterhin Verantwortung für die Glaubensgemeinschaft und den Glauben.“ Wenn ab dem 4. Mai wieder Gottesdienste mit einer begrenzten Anzahl von Mitfeiernden und unter Beachtung wichtiger Infektionsschutzmaßnahmen möglich sein werden, brauche es weiterhin Vernunft, Besonnenheit, Flexibilität und Tatkraft, „um die vorgeschriebenen Schutzkonzepte gut umzusetzen“ und Schritt für Schritt wichtige Elemente unseres kirchlichen Lebens wieder zu realisieren: „Als gewählte Pfarrgemeinderäte und Kirchenverwaltungen und als Verantwortliche in Verbänden sind Sie dabei besonders gefordert.“ (hs)

DAS ERZBISCHÖFLICHE ORDINARIAT INFORMIERT: Öffentliche Gottesdienste ab 4. Mai unter Auflagen möglich – Erzdiözese München und Freising verschickt Infektionsschutzkonzept an Pfarreien. Im Erzbistum München und Freising sind öffentliche Gottesdienste von  Montag, 4. Mai, an unter Auflagen wieder möglich, wie der Erzbischof von München und Freising, Reinhard Kardinal Marx, in einem Dekret von Mittwoch, 29. April, festhält. Um das Infektionsrisiko unter den Gottesdienstbesuchern angesichts der Corona-Pandemie möglichst gering zu halten und die staatlichen Vorgaben einzuhalten, hat die Erzdiözese ein Schutzkonzept erarbeitet und mit der Bayerischen Staatsregierung abgestimmt. Dekret und Schutzkonzept wurden bereits an die Pfarreien im Erzbistum versandt. So kann es dort erstmalig seit dem 13. März wieder öffentliche Gottesdienste geben, an denen Gläubige unter bestimmten Voraussetzungen teilnehmen können. Kardinal Marx zeigte sich erfreut über diese positive Entwicklung: „Nach einer längeren Zeit ohne die gemeinsame Feier in den Kirchen ist dies für unsere Gemeinden ein wichtiger Schritt. Die Dankbarkeit darüber ist verbunden mit dem Bewusstsein, dass dies nur in guter Weise möglich ist, wenn alle Beteiligten entsprechend dem Schutzkonzept handeln und damit aufeinander Rücksicht nehmen.“

Zu den besonderen Schutzmaßnahmen zählen vor allem ein Mindestabstand der Gottesdienstteilnehmer von zwei Metern zueinander und das verpflichtende Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung. „Der Gesundheitsschutz bleibt entscheidend“, betonen Generalvikar Christoph Klingan und Amtschefin Stephanie Herrmann in einem zusammen mit dem Dekret und Schutzkonzept verschickten Schreiben an die Pfarreien und betonen zugleich: „Vielleicht kann angesichts der Krisensituation auch neu deutlich werden, was es heißt, gemeinsam Kirche zu sein. Es braucht jetzt Haupt- und Ehrenamtliche, die gemeinsam für ein verantwortliches Vorgehen und die Umsetzung der Voraussetzungen für die Gottesdienstfeier sorgen.“ So müssen die Plätze unter Einhaltung der Abstandsregeln für die Teilnehmer im Vorfeld markiert und entsprechend zugewiesen werden. Um niemanden an der Kirchentür abweisen zu müssen, wird ein Anmeldeverfahren empfohlen. Die Dauer der Gottesdienste ist auf maximal 60 Minuten begrenzt. Gemeindegesang ist allenfalls in sehr reduzierter Form vorgesehen, da mit Singen ein besonderes Infektionsrisiko verbunden wird. Das Gotteslob muss selbst mitgebracht werden. Auf Chorgesang wird verzichtet, Scholagesang, Solisten und kleine Ensembles ohne Blasinstrumente sind möglich. Die Kommunion wird nur als Handkommunion ausgeteilt. Der Priester trägt dabei Mund-Nasen-Bedeckung.

Auch Taufen und Trauungen sowie Requien und Trauergottesdienste können unter Einhaltung der Abstands- und Hygieneregelungen des Infektionsschutzkonzepts gefeiert werden.

Alle Erstkommunionfeiern werden bis Pfingsten, alle Firmungen bis zum Ende der Sommerferien aufgeschoben. Da es nach derzeitigem Stand wenig wahrscheinlich ist, dass die Feiern dann im gewohnten großen Rahmen stattfinden können, wird den Pfarreien empfohlen, über eine Aufteilung in mehrere kleinere Gruppen an unterschiedlichen Terminen nachzudenken und entsprechende Termine zu suchen. Pfarrfeste und Ausflüge müssen bis auf weiteres abgesagt werden. Es wird dringend empfohlen, Bittgänge und Wallfahrten mindestens bis zum Ende der Pfingstferien abzusagen.

Beichten und Seelsorgsgespräche sollten nur nach individueller Terminvereinbarung und unter Wahrung der Abstandsregeln erfolgen. Die Nutzung eines Beichtstuhles ist daher bis auf weiteres nicht möglich. Die seelsorgliche Begleitung für alte und kranke Menschen sowie für Sterbende soll im Rahmen der geltenden Vorschriften gewährleistet werden. Dazu sind die Krankenhaus- und Heimseelsorger weiter in den jeweiligen Eirichtungen präsent. In den Pfarreien können die Seelsorger bei Bedarf auch zur speziell ausgebildeten Corona-Einsatzgruppe Kontakt aufnehmen. Sie steht rund um die Uhr für den Dienst bei mit dem Coronavirus Infizierten oder COVID-19-Erkrankten zur Verfügung.

Fronleichnamsprozessionen mit der Gemeinde werden in diesem Jahr nicht stattfinden. Am Fronleichnamstag (11. Juni) wird unter Einhaltung des Infektionsschutzkonzeptes in den Kirchen die Heilige Eucharistie gefeiert werden. Nach der Kommunion kann das Allerheiligste am Altar ausgesetzt werden. Nach dem Segen für die  Gläubigen kann der Priester ohne sie vor den Eingang der Kirchentüre ziehen und dort für den Ort den Eucharistischen Segen spenden. (uq)

Hinweise:  Weitere Informationen unter www.erzbistum-muenchen.de/coronavirus sowie auf den Social-Media-Kanälen Facebook und Instagram. Das weiterhin bestehende Angebot an Livestreams ist neben den Social-Media-Kanälen auch unter www.erzbistum-muenchen.de/stream abrufbar, weitere spirituelle Angebote unter www.erzbistum-muenchen.de/im-blick/coronavirus/geistliche-angebote.

Dienstag, 28. April:

GALERIA KARSTADT KAUFHOF Rosenheim eröffnet auf 800 Quadratmetern – Galeria Karstadt Kaufhof Rosenheim ist seit heute wieder auf zunächst 800 m² geöffnet. „Wir freuen uns auf unsere Kundinnen und Kunden und haben für sie eine tolle Auswahl aus unserem Sortiment zusammengestellt“, berichtet Jens Steinbrecher Filialgeschäftsführer von Galeria KARSTADT KAUFHOF Rosenheim. Geöffnet ist die Filiale wie von den Kunden gewohnt von Montag bis Freitag von 09:00 Uhr bis 19:00 Uhr und Samstag von 09:00 Uhr bis 18:00 Uhr. “Sicheres Einkaufen auf Distanz ist auf den Großflächen unserer Warenhäuser besonders gut möglich. Wir halten alle Hygieneanforderungen genauestens ein und hoffen daher bald unser Haus wieder vollständig zu öffnen, um mit unserem kompletten Sortiment noch besser für unsere Kundinnen und Kunden da zu sein“. Ergänzend informiert City-Management Rosenheim e.V.: “Ab Montag öffnen bekanntermaßen wieder die Friseure und ähnliche Dienstleister. Für die Gastronomie müssen wir uns noch in Geduld üben. Die gehört jedoch maßgeblich zur innerstädtischen Belebung, dies geht Hand in Hand mit dem Handel. Das Angebot der to-go Speisen/Kaffee/Kuchen/Eis wächst jedoch weiter. Man muss nicht verhungern wenn man in die Innenstadt kommt”.

Rosenheim: Quarantäne von Asylbewerberunterkünften muss verlängert werden – Infektionsgeschehen noch nicht vorüber – Die am 11. April 2020 verhängte Quarantäne über die Asylbewerberunterkunft in der Karlsbader Straße muss um 14 Tage verlängert werden. Dies ist das Ergebnis der laufenden Testreihen bei den Bewohnern der Einrichtung auf das Corona-Virus. Wie berichtet leben in der Unterkunft 60 Asylbewerber. Davon waren bei der erstmaligen Verhängung der Quarantäne 17 positiv getestet. Derzeit (26.04.2020) sind es noch zwei Personen. Auch die Quarantäne über die Asylbewerberunterkunft der Regierung von Oberbayern in der Äußeren Oberaustraße mit insgesamt 200 Bewohnern muss ab heute um weitere 14 Tage verlängert werden. Waren bei der erstmaligen Verhängung der Quarantäne am 13. April 2020 zwei Bewohner positiv auf das Virus getestet, sind es aktuell 32 bei 175 Getesteten. „Aufgrund der bisherigen Erfahrungen mit dem Verlauf der Infektionen ist damit zu rechnen, dass im Lauf der Woche auch die Quarantäne über die Unterkunft in der Kufsteiner Straße verlängert werden muss“, so der städtische FüGK-Leiter Hans Meyrl. „Die gute Nachricht ist, dass bisher keiner der Infizierten ins Klinikum eingeliefert werden musste. Die Krankheitsverläufe sind glücklicherweise relativ glimpflich“, zeigte sich Meyrl erleichtert. Die medizinische Versorgung der Bewohner in den Unterkünften wird in Abstimmung zwischen den Sicherheitsdiensten vor Ort, der FüGK und niedergelassenen Ärzten zu jeder Tages- und Nachtzeit gewährleistet. „Desinfektionsmittel und Masken sind zum Schutz der nicht infizierten Bewohner in den Unterkünften in ausreichender Menge vorhanden. Allerdings nehmen die Bewohner die Masken trotz intensiver Aufklärung nur teilweise an. Auch diese Erfahrung spricht dafür, dass es richtig war, die Asylbewerberunterkünfte zu umzäunen, um das Entstehen von Infektionsketten außerhalb der Einrichtungen von Beginn an zu unterbinden. In der Abwägung zwischen der Einschränkung der Bewegungsfreiheit der Asylbewerber und dem Gesundheitsschutz der Bevölkerung erscheint diese Maßnahme als geeignet, erforderlich und verhältnismäßig“, so Meyrl. Positiv getestete Asylbewerber, die mittlerweile symptomfrei sind, bekommen nach Vorgaben des Gesundheitsamts Rosenheim Armbändchen, die sie zum Verlassen der jeweiligen Unterkünfte berechtigen. „Diese Maßnahme hat eine positive Wirkung auf alle Bewohner der Unterkünfte, weil sie deutlich macht, dass die Quarantäne wirklich eine zeitlich befristete Maßnahme ist“, so der Leiter des städtischen Sozialamts, Christian Meixner.

 Spargel schälen im Edeka-Singer-Markt in Wasserburg abgesagt – Köcheverein Rosenheim / Stadt und Land e.V. läßt Spargelschäler ruhen – strahlende Kunden über frisch geschälten Spargel, eine köstliche Spargelcremesuppe – fröhliche Bewohner und Mitarbeiter der Stiftung Attel – all das wird es dieses Jahr im Edeka- Markt Singer in Wasserburg leider nicht geben. Der Köcheverein Rosenheim wurde von der stellvertretenden Marktleiterin Frau Marx informiert, daß das traditionelle Spargel schälen für den guten Zweck dieses Jahr leider nicht stattfinden kann. Die Schatten der Coronakrise fallen auch auf dieses schon seit vielen Jahren zur Tradition gewordene Ehrenamt. Schweren Herzens müssen die Kolleginnen und Kollegen unseres Vereins die Spargelschäler ruhen lassen.

Diese Absage ist leider auch schmerzliche Realität vieler Betriebe der Gastronomie. Gäste und Wirte finden nicht zueinander…..zwischen beiden steht oft der ungebetene Gast. Außer-Haus-Service und Kurzarbeit funktionieren nicht für alle Betriebe, um Entlassungen zu vermeiden und die Krise zu überbrücken.Kolleginnen und Kollegen, die ihren Betrieb gerade erst eröffnet haben, trifft es besonders schmerzlich. Einem Küchenteam, das sich das Lob der Gäste gerade erarbeitet hat, weil jeder sein bestes gegeben hat, zu sagen, daß es morgen leider nicht mehr weiter geht, ist der Albtraum eines jeden Mitarbeiters. Trotz staatlicher Hilfen wird es sicherlich einige gastronomische Betriebe nach der Krise nicht mehr geben. Doch es gibt die Möglichkeit, dem Gastwirt seines Vertrauens beisoielsweise mit dem Kauf von Gutscheinen zu unterstützen.Und es gibt in der Region einige kreative Lösungen. Deshalb appelliert der Köcheverein an alle, die Gastronomie zu unterstützen. Die Wirte sind das ganze Jahr für ihre Gäste da. Es wäre schön, wenn nun die Gäste die Wirte unterstützen würden. Es geht im Leben nur miteinander! Und nicht zuletzt liegt es an der Politik unserer Regierungen, das beste für unsere Branche auf den Weg zu bringen. Wir bedanken uns an dieser Stelle für das gute Miteinander mit dem Team des Edeka-Marktes, mit den Adelholzener Alpenquellen und den engagierten Mitarbeitern der Stiftung Attel und freuen uns auf unseren Einsatz im nächsten Jahr. Möge Gott uns alle schützen! In kulinarischer Verbundenheit Ihr/Euer  Max-E. Antholzner, Vorsitzender

Die Bayer. Staatskanzlei informiert nach der heutigen Kabinett-Sitzung: Schutzmaßnahmen zur Bekämpfung der Coronavirus-Pandemie / Maßnahmen bis 10. Mai verlängert / Änderungen insbesondere bei Gottesdiensten, Versammlungen und Ladengeschäften. Die bisher geltenden Schutzmaßnahmen und Beschränkungen zur Bekämpfung der Coronavirus-Pandemie sind bis 3. Mai 2020 befristet. Der Ministerrat hat den Plänen des Gesundheitsministeriums, dass die Maßnahmen zunächst um eine Woche bis 10. Mai 2020 verlängert werden, zugestimmt. Die kurze Verlängerung soll etwaige Anpassungen nach den Gesprächen zwischen den Ministerpräsidenten und der Bundeskanzlerin zum 11. Mai ermöglichen. Zusätzlich zur grundsätzlichen Verlängerung der Maßnahmen werden insbesondere folgende Punkte neu geregelt bzw. geändert:

  • Gottesdienste sind ab 4. Mai unter folgenden Voraussetzungen zulässig:

o Maximale Teilnehmerzahl: Im Freien 50. In Gebäuden so viele Personen, wie Plätze vorhanden sind, die einen Mindestabstand von 2 m zu anderen Plätzen aufweisen o Grundsätzlicher Mindestabstand: Im Freien 1,5 m, in Gebäuden 2 m.

o Höchstdauer: 60 min.

o Mund-Nasen-Bedeckungspflicht, Ausnahme für liturgisches Sprechen und Predigen.

o Kirchen und Glaubensgemeinschaften erstellen Infektionsschutzkonzepte.

  • Versammlungen sind ab 4. Mai unter folgenden Voraussetzungen zulässig:

o Maximale Teilnehmerzahl: 50.

o Nur im Freien und ortsfest, bei grundsätzlichem Mindestabstand von 1,5 m und ohne Verteilung von Flyern etc.

o Höchstdauer: 60 min.

o Maximal eine Versammlung je Kalendertag mit gleichem Veranstalter bzw. gleichen Teilnehmern.

  • Ladengeschäfte dürfen ab morgen, 29. April, unter folgenden Voraussetzungen öffnen:

o Buch- und Fahrradläden müssen in Zukunft ebenso die 800 qm-Grenze beachten. Generell gilt: Größere Ladengeschäfte dürfen ihre Verkaufsfläche auf 800 qm begrenzen. Diese mittlerweile zulässige Möglichkeit wird nunmehr ausdrücklich in die Verordnung aufgenommen. Lebensmittelgeschäfte, Bau- und Gartenmärkte, der Kfz-Handel und die sonstigen schon bisher privilegierten Geschäfte des täglichen Bedarfs können weiterhin mehr als 800 qm öffnen.

o Der Grundsatz „ein Kunde je 20 qm Verkaufsfläche“ gilt für alle Ladengeschäfte.

  • Friseur- und Fußpflegebetriebe dürfen ab 4. Mai 2020 wieder öffnen. Ebenso uneingeschränkt dürfen Physiotherapeuten tätig werden. Auch für diese Berufsgruppen gilt künftig insbesondere die Maskenpflicht.
  • Bei der Maskenpflicht im ÖPNV wird klargestellt, dass dies auch im Rahmen der Schülerbeförderung gilt.
  • Im Übrigen bleibt es bei den bisherigen Regelungen (Ausgangsbeschränkungen, Besuchsverbote, Betriebsverbote, Maskenpflicht beim Einkauf sowie im ÖPNV).
  • Auch die Einreise-Quarantäneverordnung wird bis 10. Mai verlängert.

Rosenheim – Information vom City-Management: die ständig neuen Regelungen gehen so schnell vonstatten, dass wir Ihnen mitteilen dürfen, dass nun wieder fast alle Geschäfte der Rosenheimer Innenstadt geöffnet haben. Karstadt Sports hat sich vorbereitet und öffnet noch heute im Laufe des Vormittags, auch Weko wird ab morgen wieder einen kleinen Teilbereich öffnen (Küchen und Gartenmöbel) – dies durch einen separaten, ausgeschilderten Eingang. Auch Schleudermaxx wird seine Küchenabteilung wieder öffnen, auch durch einen separaten Eingang. Peek&Cloppenburg benötigt noch ein paar Tage um den Betrieb wieder aufnehmen zu können. Von Karstadt haben wir noch keine Rückmeldung erhalten.  Alle anderen Geschäfte haben bereits seit gestern wieder geöffnet, teilweise noch zu eingeschränkten Öffnungszeiten um in den Randzeiten private Shoppingtermine anbieten zu können. www.ro-city.de/corona. Die Hygienekonzepte werden allerorts vorbildlich umgesetzt. Die Kunden halten sich zudem an die Maskenpflicht.  Das innerstädtische Bild hat sich dadurch zwar verändert, aber es kehrt wieder ein Hauch von Normalität ein. Dies in aller Kürze von uns.

Montag, 27. April:

Rosenheim. Stadt und Landkreis Rosenheim halten ihre Corona-Bürgertelefone auch in dieser Woche (KW 18) für die Bürgerinnen und Bürger geöffnet. Die Hotlines sind von Montag, 27. April bis Donnerstag, 30. April von 8 – 16 Uhr frei geschaltet. Am Freitag, 1. Mai und am Wochenende sind die Bürgertelefone nicht besetzt. Das städtische Bürgertelefon ist unter der Rufnummer 08031/365 8 365 erreichbar, die Landkreis-Hotline unter 08031/392 5555.

Samstag, 25. April.:

„Musik und Tanz am Maibaum“ abgesagt  in Prien – Aufgrund der aktuellen Gesundheitslage und den behördlichen Anordnungen wird die Veranstaltung „Musik und Tanz am Maibaum“ am Freitag, 1. Mai 2020 ersatzlos abgesagt. Der nächste Termin der Reihe „Musik und Tanz am Maibaum“ ist für Mittwoch, 24. Juni 2020 geplant. Weitere Informationen im Tourismusbüro Prien unter Telefon +49 8051 69050 oder info@tourismus.prien.de sowie unter www.tourismus.prien.de.

Tagesmeldung Landratsamt Rosenheim: Dem Gesundheitsamt wurden 40 neue Fälle gemeldet, so dass bisher insgesamt 2392 Fälle von COVID-19 in Stadt und Landkreis Rosenheim aufgetreten sind. Mittlerweile wurde bei mindestens 784 Personen eine Genesung dokumentiert. 130 Personen sind bis zu diesem Zeitpunkt an der Erkrankung gestorben.

Die Quarantäne für das Haus Linde in Bad Endorf ist aufgehoben. Alle Abstriche sowohl von Bewohnern als auch von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sind negativ. Die Umzäunung wird entfernt. Die Information, ein Bewohner sei positiv auf das neuartige Corona-Virus getestet worden, stellte sich als falsch heraus. Tatsächlich gab es den dringenden Verdacht von Covid-19. Die Person zeigte klinische Symptome und auch die radiologische Untersuchung unterstützte den dringenden Verdacht einer Covid-19-Erkrankung. Die Einrichtung wäre auch in diesem Fall vorsorglich unter Quarantäne gestellt worden. Das Haus Linde ist eine offene sozialtherapeutische Einrichtung zur Betreuung von Menschen mit psychischen Erkrankungen.

Landkreis Rpsenheim investierte bisher 1,2 Millionen Euro in Schutzausrüstung – In etwa zwei Drittel aller Alten- und Pflegeheime im Landkreis Rosenheim gibt es aktuell keine Fälle von COVID-19. Das ist das Ergebnis einer Sichtung aller Einrichtungen, die von der Führungsgruppe Katastrophenschutz im Landratsamt Rosenheim und der Örtlichen Einsatzleitung beauftragt und begleitet wurde. Oberstes Ziel der Aktion war, Probleme zu erkennen und Hilfe anzubieten und zu leisten. Von den Verantwortlichen im Gesundheits- sowie im Katastrophenschutz waren die Pflegeheime schon früh als mögliche Hotspots erkannt worden. So wurde beschlossen, alle Häuser zu besuchen um den Status bezüglich Personal, Patienten- bzw. Bewohnerklientel und Material festzustellen. Neben den gut 40 Covidfreien Häusern gibt es 18, in denen das neuartige Corona-Virus bei Bewohnern, zum Teil aber auch bei Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern nachgewiesen wurde. Die Erkundungsteams stießen auf ganz unterschiedliche Probleme. Fachpersonal wurde gebraucht, aber auch Schutzausrüstung. Wobei der Einsatz von externem Personal nicht immer ohne weiteres möglich ist, weil beispielsweise Gebärdensprache beherrscht werden muss.

Bei der Schutzausrüstung bemühte sich der Landkreis Rosenheim massiv, Masken, Handschuhe, Kittel und Desinfektionsmittel zu beschaffen. 1,2 Millionen Euro wurden bisher ausgegeben. In einzelnen Häusern wurde nach Lösungen gesucht, um infizierte Bewohner isolieren zu können. Es wurden Strukturen geschaffen, um Infizierte von negativ Getesteten zu trennen. Für die Pandemiebeauftragten in den Pflegeheimen wurde ein virtuelles Schulungsangebot organisiert. Für die Führungsgruppe Katastrophenschutz und die Örtliche Einsatzleitung waren fünf Erkundungsteams im Einsatz. Jedem gehörte jeweils ein Arzt mit rettungsdienstlicher Erfahrung, ein Einsatzleiter Rettungsdienst sowie eine Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen an.

Prien„Musik und Tanz am Maibaum“ abgesagt – Aufgrund der aktuellen Gesundheitslage und den behördlichen Anordnungen wird die Veranstaltung „Musik und Tanz am Maibaum“ am Freitag, 1. Mai 2020 ersatzlos abgesagt. Der nächste Termin der Reihe „Musik und Tanz am Maibaum“ ist für Mittwoch, 24. Juni 2020 geplant. Weitere Informationen im Tourismusbüro Prien unter Telefon +49 8051 69050 oder info@tourismus.prien.de sowie unter www.tourismus.prien.de.

Bericht aus der Kabinettssitzung Ministerpräsident Dr. Markus Söder hat am 20. April 2020 vor dem Bayerischen Landtag eine Regierungserklärung zur Corona-Pandemie gehalten: „Bayern springt ein. Bayern übernimmt die Beiträge für geschlossene Kitas für drei Monate. Dazu Verdopplung der Sportförderung, Hilfe für Künstler monatlich 1000 Euro, Einsatz für MwSt-Senkung in der Gastro, Soforthilfen und BayernFonds für Firmen. Wir lassen in der Krise niemanden allein.“

„Diese Notsituation stehen wir gemeinsam durch“ – Der Bezirk Oberbayern bekräftigt seine Zusage, die Einrichtungen und Dienste der Behindertenhilfe finanziell weiter zu unterstützen. „Diese Notsituation stehen wir gemeinsam mit unseren Partnern durch“, sagt Bezirkstagspräsident Josef Mederer. Gemeinsam mit dem Bayerischen Bezirketag hat der Bezirk Oberbayern jetzt mehrere Fixpunkte erarbeitet, die die Existenz der Einrichtungen und Dienste für die Zeit nach Corona sichern. Oberstes Ziel sei, die Versorgung von Menschen mit Behinderungen weiter sicher zu stellen. „Wir handeln pragmatisch und unbürokratisch“, verspricht Mederer. „Wir müssen alle Kräfte so einsetzen, dass wir diese Krise gemeinsam bewältigen und niemand auf der Strecke bleibt. Dazu brauchen wir praktikable und sachgerechte Lösungen. Diese Situation erfordert eine gewaltige Kraftanstrengung – nicht nur für die Trägerverbände, sondern auch für uns im Bezirk.“ Viele Einrichtungen und Dienste der Behindertenhilfe sind derzeit geschlossen oder arbeiten mit reduzierten Angeboten im Notbetrieb. Bis zum 19. April hatte der Bezirk Oberbayern einen Schutzschirm gespannt und die Angebote weiterfinanziert. Für die Zeit ab 20. April besprach der Bezirk mit den Verbänden der freien Wohlfahrtspflege und dem Verband privater Anbieter Anschlussregelungen (www.bezirk-oberbayern.de/Corona-Anschlussregelungen).

Folgende Fixpunkte werden dabei vorausgesetzt:

  1. Alle Anbieter sind aufgefordert, grundsätzlich öffentliche und private Ersatz-, Entschädigungs- und Ausfallleistungen (Versicherungen) sowie Kurzarbeitergeld   oder Leistungen nach dem Infektionsschutzgesetz (IfSG) in Anspruch zu nehmen.
  2. Der Bezirk verrechnet im Nachhinein diese Ersatzleistungen mit den Einrichtungen.

Damit stelle der Bezirk sicher, so Präsident Mederer, „dass die meisten Einrichtungen und Dienste finanziell fast so gestellt werden, dass sie nach dieser Krise auch weiterhin ihre Leistungen für Menschen mit Behinderung erbringen können“. Mederer verweist darauf, dass die Regelungen kreative Ideen und Lösungen ermöglichten, wie Beschäftigte sinnvoll in anderen Bereichen eingesetzt werden können. So seien derzeit Werkstätten für Menschen mit Behinderungen weitgehend geschlossen. „Selbstverständlich kann das frei gewordene Personal in stationären Wohnheimen Menschen mit Behinderungen unterstützen und hier die wichtige Tagesstruktur sichern“, erklärt der Präsident. Er stellt aber auch klar, dass der Bezirk Einrichtungen und Dienste nur insoweit unterstützt, wenn sie ihre Ressourcen dem Versorgungssystem des Bezirks zur Verfügung stellen. „Ist dies nicht möglich“, so Mederer weiter, „kann leider nur eine anteilige Finanzierung erfolgen“. Dies ist derzeit teilweise bei Individual- und Schulbegleitungen der Fall, die wegen der Schließung der Kindertagesstätten und Schulen freigestellt sind. Nach den mit den Wohlfahrtsverbänden vereinbarten Fixpunkten sollen die Dienste für sie Kurzarbeitergeld in Anspruch nehmen. Dies lässt sich nur vermeiden, wenn die Begleitungen unterstützend im genehmigten Stundenumfang in anderen Bereichen der Behindertenhilfe tätig sind.Der Bezirkstagspräsident appelliert an die Dienste und deren Mitarbeitende, Kinder und Eltern im häuslichen Umfeld zu unterstützen. „Die Begleitungen können mit Kindern zuhause Unterrichtsmaterial bearbeiten, das die Schulen online einstellen“, sagt Mederer. Auch in Wohnheimen für Menschen mit Behinderungen könnten Begleitungen unterstützend tätig sein. „Der Kreativität sind hier keine Grenzen gesetzt. Im Gegenteil: Wir freuen uns, wenn sich alle gegenseitig unterstützen, um diese Krise zu bewältigen.“

Freitag, 24. April:

Rosenheim. Der Parteiverkehr in der Stadtverwaltung Rosenheim ist weiterhin ausschließlich nach Terminvereinbarung möglich. Bei Terminen in städtischen Verwaltungsgebäuden ist das Tragen von Mund-Nasen-Schutzmasken verpflichtend. Die Rosenheimerinnen und Rosenheimer werden gebeten, die Stadtverwaltung nicht ohne Termin aufzusuchen. Vorrangig werden die Anliegen der Bürgerinnen und Bürger telefonisch, schriftlich, per Mail oder per Fax angenommen und bearbeitet. Die Stadtverwaltung arbeitet auch in der kommenden Woche in verschiedenen Schichtmodellen, um Ausfallrisiken zu minimieren und die Arbeitsfähigkeit der Behörde sicherzustellen. Die Bürgerinnen und Bürger werden um Verständnis gebeten, wenn der gewohnte Ansprechpartner nicht immer erreichbar sein sollte. Die Erledigung der jeweiligen Anliegen ist auch im Vertretungsfall gewährleistet.

BR und Kultusministerium erweitern ihr Bildungsangebot – Ab dem 27. April werden in Bayern mehr als 60.000 Schülerinnen und Schüler der Abschlussklassen von Mittelschulen an die Schulen zurückkehren. Dort werden sie sich auf die Prüfungen zum qualifizierenden oder mittleren Schulabschluss vorbereiten. Speziell für diesen Kreis erweitern der Bayerische Rundfunk und das Staatsministerium für Unterricht und Kultus ihr digitales Bildungsangebot und stellen auf verschiedenen Plattformen zusätzliche Lernvideos zur Verfügung. Mit den Materialien können wichtige Themen in den Fächern Mathematik und Englisch für die Abschlussprüfungen an der Mittelschule wiederholt und gefestigt werden.

In den insgesamt rund 80 Lernvideos erklären erfahrene Lehrkräfte leicht  verständlich zentrale fachliche Inhalte anhand von Prüfungsaufgaben vergangener Abschlussjahrgänge. Zudem geben sie Hinweise zum selbständigen Lernen und Weiterarbeiten. Die Schülerinnen und Schüler können in ihrem individuellen Tempo lernen und die Videos bei Bedarf erneut anschauen. In Mathematik werden u. a. Themen wie Strahlensatz und Prozentrechnen, Wachstum und Zerfall, Wahrscheinlichkeit und quadratische Funktionen behandelt. In Englisch stehen Übungen zu Wortschatz und Grammatik, das Schreiben eines Briefs oder einer E-Mail sowie Aufgaben zum Textverständnis im Mittelpunkt. Sie eigenen sich nicht nur zur Prüfungs-vorbereitung, sondern können auch allen Schülerinnen und Schülern helfen, ihr Grundlagenwissen aufzufrischen.

 BR-Fernsehdirektor Dr. Reinhard Scolik:

„Der Bayerische Rundfunk hat in der Corona-Krise in kürzester Zeit zahlreiche digitale Innovationen gestartet, im kulturellen- wie im Bildungsbereich. Ich freue mich, dass wir nun zusammen mit dem Staatsministerium für Unterricht und Kultus unser Angebot „Schule daheim” noch erweitern und wünsche allen Schülerinnen und Schülern gutes Lernen mit unseren Angeboten!“

Kultusminister Prof. Dr. Michael Piazolo:

„In Zeiten der Schulschließungen sind kreative Formen des Lernens gefragt. Ich bedanke mich herzlich beim Bayerischen Rundfunk, dass wir zusammen im Bildungsbereich neue Wege gehen. Damit unterstützen wir unsere Mittelschülerinnen und Mittelschüler tatkräftig beim selbstständigen Lernen zuhause. Den diesjährigen Absolventen wünsche ich jetzt schon viel Erfolg bei den anstehenden Prüfungen.“

Die Videos werden sukzessive fertiggestellt und auf diesen Ausspielwegen veröffentlicht:

– br.de und BR-Mediathek: alphaLernen.de/mathe und alphaLernen.de/englisch

– Youtube-Channel „alpha Lernen“: www.youtube.com/channel/UCYpzPVaXMWCp0C0bHyB_9GQ

– mebis mediathek: www.mebis.bayern.de/infoportal/mediathek

Bildungsangebot „Schule daheim“ für alle Schularten

Bereits zu Beginn der Schulschließungen wegen der Corona-Krise hatte der Bayerische Rundfunk in Partnerschaft mit dem Kultusministerium unter dem Motto „Schule daheim“ ein umfangreiches und laufend erweitertes Lernangebot für alle Schularten und Jahrgangsstufen auf ARD-alpha, in der BR Mediathek und mebis bereitgestellt, das weiterhin verfügbar ist und laufend um neue Inhalte ergänzt wird.

Rosenheim: Im Einzelhandel geht es wieder los! City-Management Rosenheim e.V. informiert: Nach langer Zeit darf der Großteil der Einzelhandelsbetriebe der Rosenheimer Innenstadt ab Montag, 27.04., wieder für die Kunden öffnen.Jedes Unternehmen hat sich vorbereitet im Hinblick auf die Hygienevorschriften. Je nach Betriebsgröße und Branche sind unterschiedliche Maßnahmen getroffen worden. Wichtig für die Kunden:

  • Maske tragen
  • Abstand halten
  • Pro 20m² nur 1 Kunde, dies wird vom Geschäft signalisiert, ob man noch eintreten darf

Falls man sich dennoch, trotz der erhöhten Hygienevorschriften, nicht sicher fühlt, kann in vielen Geschäften, gerade in der Textilbranche auch ein privater exklusiver Beratungstermin außerhalb der regulären Öffnungszeiten vereinbart werden. Daher sind die Öffnungszeiten in der Startphase derzeit noch bei einigen Geschäften eingeschränkt. Viele öffnen von 11:00 – 16:00 Uhr. Die großen Unternehmen hingegen planen die Vormittagsöffnung, wechseln in einer kurzen Mittagspause ihr Personal aus um sicherzustellen, dass die Mitarbeiter untereinander nicht in Kontakt kommen und öffnen wieder am Nachmittag. Um nicht vor verschlossener Ladentür zu stehen, haben viele Unternehmen ihre Öffnungszeiten und weitere Services wie privates Shopping, und weiterhin bestehende Lieferdienstmöglichkeiten etc. bekannt gegeben, diese sind auf www.ro-city.de/corona veröffentlicht. Unabhängig von einer Mitgliedschaft im City-Management können die Unternehmen daher ihre Öffnungszeiten und Lieferdienste unter info@ro-city.de bekannt geben. Die Rosenheimer Wirtschaft zu stärken, ist die Aufgabe des City-Managements – denn in dieser Zeit heißt es: Zusammenhalten. Die Betriebe der Innenstadt haben ihre Kunden vermisst und freuen sich, wieder persönlich für sie dazu zu sein.

Donnerstag, 23. April:

Landkreis Rosenheim: Am 22.4. wurden dem Gesundheitsamt 48 neue Fälle gemeldet, so dass bisher insgesamt 2300 Fälle von COVID-19 in Stadt und Landkreis Rosenheim aufgetreten sind. Mittlerweile wurde bei mindestens 707 Personen eine Genesung dokumentiert. 115 Personen sind bis zu diesem Zeitpunkt an der Erkrankung gestorben. Von den Verstorbenen waren 5 Personen unter 60 Jahren. Mehr als die Hälfte waren über 82 Jahre alt. 297 COVID-19-Patienten werden aktuell in Stadt und Landkreis Rosenheim stationär behandelt. Hiervon befinden sich 50 Patienten auf einer Intensivstation. Die Zahl an belegten Intensivbetten in Stadt und Landkreis Rosenheim wurde bereits aufgestockt.

Da aktuell keine exponentielle Entwicklung mehr vorliegt, ist die Zahl der in den jeweils letzten 7 Tage aufgetretenen Neuerkrankungen pro 100.000 Einwohner der Verdoppelungszeit vorzuziehen. Seit dem 6.4. sinkt die Zahl der Neuerkrankungen der jeweils letzten 7 Tage. „Aus den Daten ergibt sich, dass sich der Trend der abnehmenden Fallzahlen und die Unterbrechung der Infektionsketten verstetigt hat.“, so Dr. Wolfgang Hierl, Leiter des Gesundheitsamtes Rosenheim.

Kardinal Marx feiert Gottesdienst für Kinder und Familien – Übertragung aus dem Münchner Liebfrauendom am Sonntag / Brief an Erstkommunionkinder.  Mit einem Fokus auf Kinder, insbesondere jene, die in diesen Tagen Erstkommunion gefeiert hätten, und ihre Familien feiert Kardinal Reinhard Marx am Sonntag, 26. April, ab 10 Uhr einen Gottesdienst im Münchner Liebfrauendom, der live per Videostream übertragen wird. In einem Einladungsbrief wendet sich der Erzbischof von München und Freising vorab an die Erstkommunionkinder und ihre Familien: „Schon viele Wochen hat sich Ihr Kommunionkind gemeinsam mit Ihnen vorbereitet, ehe die Pandemie alles veränderte“, schreibt Marx. Er wünsche sich sehr, dass „die Feier der Erstkommunion, sobald es soweit ist, für die Kinder und Sie alle ein großes Fest der Glaubens“ sein wird. Kardinal Marx betont in dem Brief zudem seinen „großen Respekt vor den Herausforderungen“, vor denen Familien in diesen Wochen stehen, „mit Homeschooling und geschlossenen Kindertageseinrichtungen, Heimarbeit und vielleicht auch in Sorge um kranke oder ältere Angehörige“. Gleichzeitig unterstrich er die Aufgabe der Kirche, „weiter für Sie da zu sein und mit Ihnen auf teils auch neuen Wegen weiter in Kontakt zu bleiben“. Durch den Gottesdienst am Sonntag wolle Marx „ein Zeichen setzen, dass ich mit Ihnen auf dem Weg bin“. Mit Liedern, die an das Motto der diesjährigen Kommunionvorbereitung „Jesus, erzähl uns von Gott!“ angelehnt sind, wird der Gottesdienst musikalisch unter der Leitung von Domkapellmeisterin Lucia Hilz gestaltet. Im Internet unter www.erzbistum-muenchen.de/stream sowie auf der Facebookseite des Erzbistums kann der Gottesdienst angesehen und mitgefeiert werden. (hs)

Die Bewohner im Haus Linde in Bad Endorf sind am 22. April vorsorglich unter Quarantäne gestellt worden. Ein Bewohner ist positiv auf das neuartige Corona-Virus getestet worden. Da enge Kontakte nicht nachzuvollziehen sind, gelten alle Bewohner als potentiell enge Kontaktpersonen, die einer 14-tägigen Quarantäne unterliegen. Aus diesem Grund wird das Gelände um das Haus Linde eingezäunt. Die Freiflächen stehen den Bewohnern weiterhin zur Verfügung. Das Haus Linde ist eine beschützende Einrichtung. Darin leben erwachsene Menschen mit schweren psychischen und neurologischen Erkrankungen. Die Umzäunung soll den Bewohnern verdeutlichen, was Quarantäne bedeutet. Ein Sicherheitsdienst ist nicht notwendig. Die Maßnahme ist im Einvernehmen mit der Heimleitung erfolgt. Alle Bewohner werden auf das neuartige Corona-Virus getestet.

Mittwoch, 22. April:

Landkreis Rosenheim – Fallzahlenentwicklung: Am 21.4. wurden dem Gesundheitsamt 21 neue Fälle gemeldet, so dass bisher insgesamt 2253 Fälle von COVID-19 in Stadt und Landkreis Rosenheim aufgetreten sind. Mittlerweile wurde bei mindestens 658 Personen eine Genesung dokumentiert. 115 Personen sind bis zu diesem Zeitpunkt an der Erkrankung gestorben. Von den Verstorbenen waren 5 Personen unter 60 Jahren. Mehr als die Hälfte waren über 82 Jahre alt. 294 COVID-19-Patienten werden aktuell in Stadt und Landkreis Rosenheim stationär behandelt. Hiervon befinden sich 50 Patienten auf einer Intensivstation. Die Zahl an belegten Intensivbetten in Stadt und Landkreis Rosenheim wurde bereits aufgestockt.

München: Erzdiözese hilft Partnerland Ecuador im Kampf gegen Corona – Mit einem zwei Millionen Euro umfassenden Paket aus Hilfsfonds im Bereich Gesundheit, Bildung und karitative Hilfen und einem Corona-Nothilfefonds für Ecuador will die Erzdiözese München und Freising ihr von der Corona-Pandemie schwer betroffenes Partnerland unterstützen. Die Gelder sind im Haushalt 2020 eingeplant, ihre Verwendung wird nun auf Hilfen zum Umgang mit den Folgen der Pandemie fokussiert.  Der Erzbischof von München und Freising, Kardinal Reinhard Marx, gab dazu am Dienstag, 21. April, in einer ersten Tranche Mittel in Höhe von 1,1 Millionen Euro frei. Weitere 900.000 Euro werden im Verlauf des Jahres gezielt vergeben. „Damit leisten wir einen Beitrag, um die Folgen der Infektionswelle zu lindern, die die Ärmsten besonders hart trifft und soziale Spannungen in dem Land weiter verschärft“, so Kardinal Marx. Auch Monsignore Thomas Schlichting, der im Erzbischöflichen Ordinariat die weltkirchliche Arbeit verantwortet, betont: „In dieser Situation wollen wir ein Zeichen der Solidarität und der Hilfsbereitschaft zeigen für die Menschen, die von konkreter Armut betroffen sind und am Rande der Gesellschaft stehen.“ Das Gesundheitssystem in Ecuador steht angesichts der Pandemie vor dem Kollaps. Laut offizieller Statistik stehen gerade einmal 1.183 Plätze auf Intensivstationen landesweit zur Verfügung – bei 17,08 Millionen Einwohnern (Stand: 2018). Von den an Covid-19-Erkrankten sind rund 40 Prozent Ärzte, Pflegepersonal und Techniker von Krankenhäusern. Trotz der staatlichen Gesundheitsreform haben Teile der Bevölkerung keinen Zugang zum Gesundheitssystem. Zudem sind infolge der Wirtschaftskrise im Nachbarland Venezuela Hunderttausende nach Ecuador geflohen. Für diese Migranten stellt die Coronakrise in besonderem Ausmaß eine existentielle Bedrohung dar.

Einige Diözesen in Ecuador unterhalten kleinere Krankenhäuser mit verschiedenen Fachrichtungen. Nach einem vorgegebenen Verteilungsschlüssel werden die Diözesen vom Erzbistum München und Freising unterstützt, damit sie der „Pastoral de la Salud“ – der Gesundheitspastoral – nachkommen können. Außerdem sollen Schutzmasken für kirchliche Gesundheitszentren, Krankenhäuser wie auch für Priester, Ordensleute und freiwillige Helfer in den Diözesen und Vikariaten besorgt werden, die etwa die Menschen in ihren Pfarreien mit Lebensmittelpaketen versorgen. Um die Bande zwischen dem Erzbistum und seinem Partnerland zu stärken, sind die Gläubigen zum Gebet aufgerufen. Ein Gebetsimpuls ist abrufbar unter www.erzbistum-muenchen.de/im-blick/coronavirus/partnerschaftshilfe-fuer-ecuador. Auch der Diözesanrat der Katholiken der Erzdiözese München und Freising mit seiner eigenen Arbeitsgruppe für die Partnerschaft steht in intensivem Austausch mit Vertretern der nationalen Laienorganisation Ecuadors. In seinem langjährigen Engagement, dieses Miteinander lebendig zu gestalten, hatte der Diözesanrat für Juni eine Delegation der ecuadorianischen Laien eingeladen und bedauert es sehr, dass dieser Besuch durch die aktuelle Krisensituation nicht möglich ist. Dabei sollte es vor allem auch um die in der Amazonien-Synode diskutierten Themen gehen, insbesondere um die Verantwortung für Schöpfung und Umwelt. (uq)

Regierung von Oberbayern: Über 200 Berufserlaubnisse für ausländische Ärztinnen und Ärzte und über 200 Gleichwertigkeits-Prüfungen ausländischer Berufsabschlüsse in Gesundheitsfachberufen erteilt.

Ausreichend medizinisches Personal ist ein wesentlicher Schlüssel zur Behandlung der infizierten Menschen in den Kliniken in Bayern. Auch in der allgemeinen Gesundheitsverwaltung ist medizinisches Personal u.a. zum Nachweis der Erkrankung und zur Eindämmung der epidemischen Lage von zentraler Bedeutung. Die Regierung von Oberbayern hat daher in den beiden Wochen vor Ostern über 200 Berufserlaubnisse an Ärztinnen und Ärzte aus sog. Drittstatten bzw. aus EU-Ländern erteilt und ihnen in der aktuellen Situation einen schnellen Zugang zum Beruf ermöglicht. Zudem wird die Anerkennung ausländischer Abschlüsse in systemrelevanten Gesundheitsfachberufen derzeit vorrangig bearbeitet. Hierdurch wird sowohl ein Beitrag für eine zuverlässige Krankenversorgung als auch für eine leistungsfähige Arbeit in der Gesundheitsverwaltung erbracht. Grundsätzlich müssen neben der beruflichen Qualifikation die erforderlichen Sprachkenntnisse von Antragsstellern aus Drittstaaten und aus EU-Ländern verpflichtend nachgewiesen werden, um zum Arztberuf zugelassen zu werden bzw. die Approbation zu erhalten. Aufgrund der aktuellen Kontaktbeschränkungen mussten die erforderlichen Fachsprachtests ausgesetzt werden, so dass zunächst auch bei Vorliegen aller weiteren Voraussetzungen die Berufszulassung nicht erteilt werden konnte. Angesichts des akuten Bedarfs an medizinischem Personal war dies jedoch nicht vertretbar. Die Regierung von Oberbayern als zuständige Behörde für die Berufszulassung hat daher in Abstimmung mit dem Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege einen Maßnahmenkatalog entwickelt, um unter erleichterten Voraussetzungen interessierten Ärztinnen und Ärzten in der aktuellen Situation eine vorläufige und befristete Berufserlaubnis zu gewähren. Eine solche für ein Jahr befristete Berufserlaubnis berechtigt zur nichtselbständigen Ausübung des ärztlichen Berufes. Sie ist bayernweit gültig und ermöglicht einen Einsatz bei der ärztlichen Patientenversorgung in klinischen Einrichtungen unter Anleitung und die Mitarbeit im Aufgabenbereich der Gesundheitsämter. Mit Ablauf der einjährigen Berufserlaubnis sind die ausstehenden Voraussetzungen nachzuholen bzw. nachzuweisen. Dann ist auch eine weitere berufliche Tätigkeit über die Gültigkeit der vorläufigen „Corona-Berufserlaubnis“ hinaus möglich.

Unter diesen Vorgaben konnten in zwei Wochen 158 Berufserlaubnisse an Antragsteller aus sogenannten Drittstaaten und 51 Berufserlaubnisse an Antragsteller aus Ländern der EU erteilt werden. Neben einer ausreichenden Anzahl von Ärzten sind auch qualifiziertes Pflegepersonal, medizinisch-technische Laboratoriumsassistenten und medizinisch-technische Radiologieassistenten dringend erforderlich. Deshalb arbeitet die Regierung von Oberbayern zudem mit Hochdruck und unter Zurückstellung anderer Aufgaben an den Entscheidungen über die Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse in den systemrelevanten Gesundheitsfachberufen. So können möglichst viele Erlaubnisse zum Führen der Berufsbezeichnung erteilt und die Angehörigen dieser Berufsgruppen in der aktuellen Krisensituation schneller eingesetzt werden. Seit Anfang März ergingen über 200 Entscheidungen über die Gleichwertigkeit der ausländischen Berufsabschlüsse in den genannten Gesundheitsfachberufen.

Stadt Rosenheim sichert städtischen Busverkehr – Im Zuge der Corona-Krise ist das Fahrgastaufkommen im Rosenheimer Stadtbusverkehr massiv eingebrochen. Das eigenwirtschaftliche Betriebssystem funktioniert nicht mehr. Deshalb hat die Rosenheimer Verkehrsgesellschaft (RoVG) die Fa. Kroiss im Wege einer sog. Notvergabe mit der Fortführung des Stadtverkehrs beauftragt. Andernfalls hätte das Unternehmen den Verkehr aus wirtschaftlichen Gründen einstellen müssen. Die inzwischen gefundene Lösung sieht vor, dass über eine Linienbedienung wie sie über den bisherigen Nachtverkehr gewährleistet wurde künftig eine Verkehrsleistung von rd. 8.000 Kilometern pro Woche aufrechterhalten werden kann. Dieses modifizierte Leistungsangebot der Fa. Kroiss umfasst die Linien „Corona NV 1“, „Corona NV 2“, „Corona NV 3“ sowie „Corona NV 9“. „Die Einstellung des gesamten Rosenheimer Stadtbusverkehrs wäre auch unter dem Vorzeichen der geltenden Ausgangsbeschränkungen unzumutbar. Gerade ältere und gehbehinderte Mitbürgerinnen und Mitbürger sind, auch unter den Vorzeichen von Corona, auf einen funktionierenden Stadtbusverkehr zwingend angewiesen. Deshalb hat die RoVG den Weiterbetrieb des Rosenheimer Stadtbusverkehrs finanziell sichergestellt. Die Entscheidung darüber, wie der Stadtbusverkehr ab Mai 2020 fortgeführt werden soll ist im Lichte der weiteren Entwicklungen der Corona-Krise und der möglichen Wiederaufnahme des Schulbetriebs und damit der Schulbusverkehre zu treffen“, so der städtische RoVG-Geschäftsführer und Ordnungsdezernent Herbert Hoch.

 Dienstag, 21. April:

Asylbewerber-Unterkunft in Bad Aibling unter Quarantäne – Die Asylbewerber-Unterkunft in der Krankenhausstraße in Bad Aibling wird unter Quarantäne gestellt. Zwei Bewohner waren positiv auf das neuartige Corona-Virus getestet worden. Aktuell wird ein Bauzaun um die drei Containergebäude gezogen. Er war vom Landkreis-Bauhof angeliefert worden. Beim Aufstellen helfen acht Mann der Feuerwehr Bad Aibling. Der Helferkreis sowie ein Team des Bereichs Asylunterkünfte im Landratsamt Rosenheim sind vor Ort. Die Versorgung der Bewohner ist sichergestellt. Für die Mitarbeiter der Security ist ein eigener Container aufgestellt worden.

Rosenheimer Anlaufstelle für Unternehmen – Das City-Management Rosenheim ist „eigentlich“ ein Verein zur Förderung der Rosenheimer Innenstadt. Aufgrund der guten Vernetzung zu anderen Verbänden und dem engen Austausch zu den Mitgliedern konnte so in den vergangenen Wochen Hand in Hand gearbeitet werden, um viele Fragen zu beantworten und das Unternehmernetzwerk zu stärken:

  • Wer öffnet wann?
  • Wer liefert?
  • Wie erhält man als Unternehmer die besten Förderungen?
  • Welche Stundungen kann man beantragen?
  • Welche Vorschriften müssen bei der Öffnung eingehalten werden?
  • Wo erhält man in Rosenheim einen Spuckschutz für den Kassenbereich?
  • Wer hat Desinfektionsmittel lagernd?
  • v.m.

Die Liste der Fragen ist lang – jedoch auch die Liste der Antworten. So bieten bspw. auch Rosenheimer Unternehmen Mund-Nase-Masken für Unternehmer, wie auch für Privatpersonen an. Rechtsanwälte bieten kostenlose Beratungen an, Handyverträge werden auf Kostenreduzierung geprüft usw. All diese Informationen von Mitgliedern für Mitglieder werden gebündelt und an den Verteiler verschickt. Da die Informationen nicht nur für die Mitglieder interessant sind, sondern für alle Betriebe stehen die wichtigen Tipps auch online für alle zur Verfügung. https://www.ro-city.de/mitgliederinfo/ Der Großteil der Einzelhandelsbetriebe darf am Montag wieder seine Pforten öffnen. Viele der Betriebe werden eingeschränkte Öffnungszeiten anbieten, um auch exklusive private Beratungstermine anbieten zu können. Das City-Management sammelt derzeit die Infos der Betriebe aus den Bereichen Einzelhandel, Gastronomie und Dienstleistung. Diese werden auf der Website und über die regionale Presse veröffentlicht. Unabhängig von einer Mitgliedschaft können die Unternehmen daher ihre Öffnungszeiten und weiterhin bestehende Lieferdienste unter info@ro-city.de bekannt geben. In dieser Zeit heißt es zusammenhalten und die Rosenheimer Wirtschaft zu stärken.

Montag, 20. April:

Rosenheim: ONLINE-BESTELLEN – Die zentrale und kostenfreie Plattform für den Wirtschaftsraum Rosenheim –Bei regionalen Unternehmen online bestellen und liefern lassen. Stadt und Landkreis Rosenheim unterstützen zusammen mit dem CityManagement Rosenheim die Internetplattform THINK LOCAL NOW. Auf dieser durch Initiative zweier Privatpersonen mit IT-Hintergrund entwickelten Plattform, präsentieren sich Unternehmen aus dem Wirtschaftsraum Rosenheim ihren Kundinnen und Kunden.

Unter www.think-local-now.de können die Kunden mit den Mitarbeitern ihres Wunschgeschäfts per Chat oder Videotelefonie in Kontakt treten und dank einfacher Suchmechanismen gezielt nach einem gewünschten Produkt suchen. Gleichzeitig können die Unternehmen ihr Firmenprofil bei THINK LOCAL NOW mit einer Auswahl relevantester Kriterien und Leistungsangebote pflegen, die sie ihren Kunden in der aktuellen Lage zur Verfügung stellen können. Auch Unternehmen, die bislang ohne digitalen Auftritt ihr Geschäft geführt haben, bietet diese Plattform die Möglichkeit online zu gehen. THINK LOCAL NOW ist eine nicht profitorientierte Plattform und für alle Nutzer (Unternehmen wie auch Endkunden) zu 100 Prozent kostenfrei. Das Angebot richtet sich derzeit ausschließlich an Unternehmen, die in Stadt und Landkreis Rosenheim ansässig sind. Die Stadt und der Landkreis Rosenheim sowie das Citymanagement weisen ausdrücklich darauf hin, dass die Plattform mit ihrem Angebot besonders auch den kleineren Betrieben die Möglichkeit bietet, besser und vor allem digital sichtbar zu werden. Zudem wurde die Plattform mit dem Ziel geschaffen, die regionalen Anbieter dauerhaft zu fördern, auch in Zeiten nach Corona.

Unternehmen können sich direkt auf www.think-local-now.de registrieren.  Web: www.think-local-now.de  – Facebook: www.facebook.com/thinklocalnow – Twitter: www.twitter.com/thinklocalnow – Instagram: www.instagram.com/thinklocalnow

Am Dienstag, 21. April 2020, informieren Ministerpräsident Dr. Markus Söder und Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter zum aktuellen Sachstand des diesjährigen Oktoberfestes im Rahmen einer Pressekonferen um 09:00 Uhr in der Bayerischen Staatskanzlei.

Am Dienstag, 21. April 2020, 10:00 Uhr, leitet Ministerpräsident Dr. Markus Söder die Sitzung des Ministerrats. Das Kabinett befasst sich im Schwerpunkt mit Details zum finanziellen Schutzschirm zur Corona-Krise. Über die wesentlichen Ergebnisse der Beratungen informieren Staatsminister Dr. Florian Herrmann und Finanzminister Albert Füracker im Rahmen einer Pressekonferenz um 12.30 Uhr in der Bayerischen Staatskanzlei.

Die Pressekonferenzen werden als Live-Stream übertragen auf Facebook und YouTube unter „bayern.de“ sowie auf www.bayern.de (http://www.bayern.de) .

Klassik! Bad Aibling entfällt – Auch das letzte Konzert in der Kammermusikreihe „Klassik! Bad Aibling“ muss aufgrund der Corona-Krise leider entfallen. Am kommenden Freitag, 24. April, wären die Cellistin Raphaela Gromes, der Pianist Julian Riem und das Arcis Saxophon Quartett im Aiblinger Kurhaus-Konzertsaal zu Gast gewesen. Der Kulturverein im Landkreis Rosenheim als Veranstalter bemüht sich, dieses Konzert 2021 oder 2022 ebenso nachzuholen, wie das im März ausgefallene Konzert mit der Pianistin Johanna Bufler.

Absage 8. Fiassar Frühjahrs-Dänzla am 15.5.2020 – Der Trachtenverein D´Neuschwanstoana Stamm informiert: “Schweren Herzens haben wir beschlossen, unser 8. Fiassar Frühjahrs-Dänzla am 15.5.20 abzusagen. Die gegenwärtige Situation und die zu grosse Nähe bei den Tänzen bergen einfach ein zu grosses Infektionsrisiko. Das Gebot der Vernunft überwiegt und so wird 2020 erstmalig nach 1945 wieder ein Jahr sein, in dem unser Vereinsleben zu einem zeitweisen Stillstand gekommen ist. Wir halten Sie über die weitere Entwicklung auf dem Laufenden. Mit herzlichen Trachtlar Grüssen – bleibat gsund!”-  Die Hauptvorstandschaft – Nicole Kirchner, Viviane Mößmer, Bastian Kirchner, Johann Hief und Richard Hatmann.

City-Management Rosenheim: Veranstaltungsabsagen setzen sich fort – Viel Leidenschaft und Engagement steckt in den Vorbereitungen zu den Veranstaltungen 2020. Nun muss das City-Management jedoch bekannt geben, dass der Fahrplan 2020 deutlich anders aussieht, als erwartet. Die Veranstaltungen waren fertig organisiert, Künstler gebucht, Verträge unterzeichnet, doch Corona macht auch vor kleineren Veranstaltungen keinen Stopp.

  • Mai Antik- und Trödelmarkt – verschieben auf Herbst
  • /17. Mai Rosenheim in Bewegung – verschieben auf Herbst
  • /30. Mai Street Food Market – abgesagt
  • /25. Juli Spektakel – abgesagt

Es ist bedauerlich, wenn monatelange Arbeit mit einem Mal zunichte gemacht wird, aber es ist für das City-Management der einzig sinnvolle Schritt. Je nachdem wie sich die Lage weiterentwickelt, wird bereits daran gearbeitet die Verlegung einzelner Termine zu organisieren. Soweit es vertretbar ist, werden die Termine auf Herbst verschoben. Deshalb erarbeitet das City-Management bereits jetzt Konzepte um kleine, feine Akzente für die Innenstadt zu setzen und verabschiedet sich für die nächsten Monate von großformatigen Veranstaltungen. Der Street Food Market wird 2020 abgesagt, da die örtliche Gastronomie besonders unter der Betriebsschließung leidet und folglich neue Initiativen gestaltet werden müssen, die heimischen Betriebe besser in den Vordergrund zu rücken. Besonders bedauerlich ist auch die Absage des Spektakels, das Line-up war bereits fertig erarbeitet. Doch der enorme Zuspruch an Besuchern im Auftakt 2019, die sich dicht aneinander gedrängt von den internationales Straßenkünstlern verzaubern ließen, kann in dieser Weise 2020 nicht durchgeführt werden. Die Kulturszene ist besonders gebeutelt und hat außerordentlich schwierige Aussichten aufgefangen zu werden, daher ist die Absage als Veranstalter sowohl im Hinblick auf das Innenstadtleben, als auch über das Schicksal der Künstler entscheiden zu müssen nicht leichtgefallen. Es gilt nicht nur den Einzelhandel anzukurbeln, sondern die Gastronomie aufzufangen, die Kultur in der Stadt zu stärken und damit der Innenstadt wieder Leben einzuhauchen, anders als vorher, behutsam und mit Bedacht auf die Gesundheit der Besucher der Innenstadt. Zahlreiche Ideen sind hierzu in den letzten Wochen bereits entstanden, je nach Weiterentwicklung der Krise werden diese Schritt für Schritt umgesetzt.

Freitag, 17. April:

Bayerische Bischöfe erarbeiten Schutzkonzept für Gottesdienste in der Corona-Krise – Die katholischen bayerischen Bischöfe wollen in Absprache mit der Staatsregierung ein Schutzkonzept erarbeiten, welches die Wiederaufnahme von Gottesdiensten unter der Teilnahme von Gläubigen ermöglichen soll. Einvernehmlich vereinbarten die in der Freisinger Bischofskonferenz versammelten Bischöfe der sieben bayerischen (Erz-)Diözesen Bamberg, München, Passau, Regensburg, Augsburg, Eichstätt und Würzburg in einer anlässlich der Corona-Krise einberufenen Telefonkonferenz am Freitag, 17. April, ihr Vorgehen zu koordinieren, um möglichst in der Woche ab dem 4. Mai in den Kirchen wieder Gottesdienste für die Gläubigen anbieten zu können. Dazu wollen sie Regeln etwa zu Hygiene, Mindestabstand, Teilnehmerzahl erarbeiten, mithilfe derer gemäß der staatlichen Vorgaben eine weitere Verbreitung des Coronavirus verhindert werden kann. Unter dem Vorsitz des Münchner Erzbischofs, Kardinal Reinhard Marx, tauschten sich die Bischöfe über die Situation in ihren Diözesen und über die seelsorglichen Nöte der Bevölkerung, insbesondere der Erkrankten, der Familien, älterer und alleinstehender Menschen, aus. „Wir hoffen, dass mit einem der schwierigen Situation angemessenen Schutzkonzept im Mai in unseren Kirchen schrittweise wieder Gottesdienste möglich sein werden“, erklärte Kardinal Marx.    (kel)

Immling Festival informiert: nach der Pressekonferenz vom 16. April 2020 des Bayerischen Ministerpräsidenten Dr. Markus Söder erwarteten wir auch eine Aussage zu den Aussichten einer Wiederaufnahme des Theater- und Opernbetriebs. Leider gibt es dazu aktuell noch keine klare Aussage. Offenbar ist darüber auch in der Telefonkonferenz von Bundeskanzlerin Angela Merkel und den Ministerpräsidenten der Länder am 15. April nichts vereinbart worden – mit Ausnahme der Regelung, dass Großveranstaltungen bis zum 31. August nicht möglich sind. Unser Festival fällt nicht unter den Begriff Großveranstaltung, daher gilt für uns die offizielle Sperrung der Theater- und Konzerthäuser, die vorerst bis Anfang Mai terminiert ist. Wir hoffen sehr, dass es bis dahin für die Zeit danach eine schrittweise Öffnungsregelung gibt, die uns Planungssicherheit verschafft. Wir sind in Kontakt mit möglichen Entscheidungsträgern. Vorrang hat die Gesundheit aller Beteiligten, sowohl des Publikums als auch der Künstler. Und Gesundheit steht natürlich vor der Leidenschaft für Kultur, daher denken wir Tag und Nacht mit unserem Team über die richtige Entscheidung nach. Noch haben wir einen kleinen Funken Hoffnung, dass sich die Lage für die Theater und Opernhäuser bessert oder dass man Lösungen findet, wie man die Kultur und den Schutz der Gesundheit vereinbaren kann. Dazu gibt es auch Stimmen aus Politik und Kultur, die uns Mut machen, die Entscheidung noch bis Mitte Mai zu vertagen. Wir hoffen auf Ihr Verständnis und wünschen Ihnen die beste Gesundheit. Cornelia von Kerssenbrock und Ludwig Baumann

Regierungserklärung des Bayer. Ministerpräsidenten: Am Montag, 20. April 2020, 10.00 Uhr, gibt Ministerpräsident Dr. Markus Söder im Bayerischen Landtag eine Regierungserklärung zur aktuellen Lage Bayerns in der Corona-Pandemie ab. Die Regierungserklärung wird als Live-Stream übertragen auf Facebook und YouTube jeweils unter bayern.de. Der Bayerische Landtag überträgt die Regierungserklärung ebenfalls im Live-Stream.In Gebärdensprache übersetzt und untertitelt kann die Regierungsklärung im Live-Stream des Bayerischen Landtags verfolgt werden unter https://www.verbavoice.net/player/landtag_bayern/index.html (https://www.verbavoice.net/player/landtag_bayern/index.html) .

Erzbischöfliches Ordinariat: Österliche Orgelmusik aus dem Erzbistum online – Die Kirchen sind geschlossen, doch die Orgeln erklingen: Organisten aus dem Erzbistum München und Freising haben österliche Werke eingespielt, die nun als Videos im Internet abrufbar sind – unter www.erzbistum-muenchen.de/orgelmusik-ostern sowie über die Social-Media-Kanäle des Erzbistums. Ob „Allein Gott in der Höh sei Ehr“, das Händel-Halleluja aus dem Oratorium „Der Messias“ oder eine Bearbeitung des ältesten erhaltenen liturgischen Gesangs in deutscher Sprache „Christ ist erstanden“ – Werke aus unterschiedlichen Zeiten werden von Organisten an den Orgeln verschiedener Kirchen im Erzbistum präsentiert. So sind etwa die Woehl-Orgel in Mariä Himmelfahrt Prien (gespielt von Bartholomäus Prankl) oder die Orgel von Herz Jesu in München-Neuhausen (gespielt vom stellvertretenden Musikdirektor der Erzdiözese München und Freising, Christian Bischof) zu hören. Der Organist Péter Szeles spielt Johann Sebastian Bachs „Christ lag in Todesbanden“ und weitere Werke an der Späth-Orgel der Pfarrkirche St. Konrad München-Neuaubing. Pater Robert Mehlhart OP ist mit dem „Alleluja“ des Praeludium D-dur von Franz Schmid aus „4 kleine Praeludien und Fugen“ an der Eisenbarth-Orgel der Theatinerkirche St. Kajetan München zu hören. Ein Präludium über „Das ist der Tag, den Gott gemacht“ hat Stefan Metz an der Nenninger-Orgel des Moosburger Kastulusmünsters eingespielt. Der Musikwissenschaftler, Dirigent und Organist Franz Metz hat das Osterlied „Der Heiland ist erstanden“ an der Orgel der Pfarrkirche St. Pius München interpretiert. (glx)

Rosenheim: Parkanlagen und Liegewiesen an den Happinger Seen werden freigegeben – In ihrer heutigen Sitzung hat die Führungsgruppe Katastrophenschutz (FüGK) beschlossen, sämtliche städtischen Parkanlagen sowie die Liegewiesen im Naherholungsgebiet an den Happinger Seen ab sofort bis auf Weiteres wieder freizugeben. Das gilt für den Riedergarten, den Salingarten, den Luitpoldpark, den Hohenzollernpark und den gesamten Mangfallpark. Auch die Liegewiesen am Happinger See und am Happinger-Au-See dürfen wieder betreten werden. Kinderspielplätze und Skate-Parks bleiben jedoch weiterhin gesperrt. „Die Öffnung der Anlagen ist das positive Ergebnis der bisher bewiesenen Disziplin bei der Beachtung der Ausgangsbeschränkungen durch die Rosenheimerinnen und Rosenheimer. Diese Disziplin erbitte ich auch bei der Nutzung der Parkanlagen sowie an den Seen“, so der städtische FüGK-Leiter Hans Meyrl. „Es ist unbedingt notwendig, auch bei der jetzt erfolgten Lockerung das Abstandsgebot weiterhin zu beachten und ggf. sogar einen Nasen-Mund-Schutz zu tragen“, appelliert Meyrl an die Bürgerinnen und Bürger. „In der Stadt Rosenheim sind zum heutigen Zeitpunkt 345 Menschen infiziert. Deshalb muss Vorsicht weiterhin das Gebot der Stunde sein“, so Meyrl. Spielplätze und Skate-Parks bleiben – wie es weiter heißt-  gesperrt.

Erzbischöfliches Ordinariat zum Weißen Sonntag: In einem Video-Impuls zum Weißen Sonntag ruft Susanne Deininger, Pastoralreferentin im Pfarrverband Dachau – St. Jakob dazu auf, den Einschränkungen zur Eindämmung der Coronapandemie mit Kreativität zu begegnen. „Neben der enormen Hilfsbereitschaft hat mich die Kreativität der Menschen mitten in dieser Krise am meisten beeindruckt“, sagt sie in einer Video-Botschaft, die am Sonntag, 19. April, über die Social-Media-Kanäle des Erzbistums München und Freising verbreitet wird. „Die einen dichten Lieder um, die anderen stellen alte Kunstwerke auf witzige Weise nach und viele Ideen mehr.“ Alle diese kleinen, kreativen Einfälle seien „ein Stück Ostern, sind ein Stück Auferstehung“ mitten in der Krise. „In all diesen können wir das Leben spüren.“ Die Pastoralreferentin ermutigt: „Seien wir also kreativ. Schauen wir, österlich, immer wieder auf das Leben. Und schaffen wir Leben, wo auch immer wir können. Sagen wir ein Ja zum Leben, mitten in dieser Zeit, mitten in dieser Krise.“ Am Weißen Sonntag, dem zweiten Sonntag in der Osterzeit, wurde früher traditionell Erstkommunion gefeiert. Zur Verhinderung weiterer Infektionsketten wurden die heute häufig in den Wochen nach den Osterferien stattfindenden Erstkommunionen in diesem Jahr auf die Zeit nach Pfingsten verschoben. (uq) – Hinweis: Eine Übersicht über alle Angebote und Informationen, darunter auch das wöchentliche Video-Format „Mittwochsminuten“, in dem Kardinal Reinhard Marx und die Weihbischöfe im Wechsel Impulse geben, findet sich unter www.erzbistum-muenchen.de/coronavirus.

Oberlandler Gauverband: Die für 24. April 2020 in Parsberg geplante Frühjahrsgauversammlung musste auf Grund der aktuellen Situation abgesagt werden! Zu allen weiteren Veranstaltungen des Obelandler Gauverbandes wird der Verband zeitnah über Facebook, Presse & Homepage informieren. Die Verantwortlichen der Vereine und des Gauverbandes werden zusätzlich über Email informiert.

GTEV Rosenheim I Stamm e.V.: Liebe Volksmusikfreunde, aufgrund der verlängerten Ausgangsbeschränkung müssen wir nun den Sänger- und Musikantenhoagart´n vom 25. April 2020 absagen bzw. auf den 24. April 2021 verschieben. Die bereits verkauften Karten behalten ihre Gültigkeit für nächstes Jahr . Wir bedaueren die Absage sehr und hoffen auf ein gesundes Wiedersehen. Mit freundlichem Gruß Peter Feldschmidt GTEV Rosenheim I Stamm e.V.

Donnerstag, 16. April:

Die Gemeinde Aschau i. Chiemgau vermeldet Absage der Kampenwand-Gedenkmesse wie folgt: “In unserer heutigen Fachbereichsleitersitzung wurde aus aktuellem Anlass u. a. auch die Abhaltung der Gedenkmesse für die Gefallenen des Chiemgaus besprochen, deren Organisation umgehend anlaufen müsste. Von einer Verschiebung des Termins in den September ist aus witterungsbedingten Gründen abzuraten. Darüber hinaus wissen wir nicht, wie sich die Pandemie weiter entwickelt. Wir sind schweren Herzens letztlich zu dem Ergebnis gekommen, dass die Messe heuer leider nicht stattfinden kann. Das ist sehr bedauerlich, jedoch dem Gesundheitsschutz der Mitmenschen geschuldet. Wir werden uns im Herbst wieder mit Ihnen bzw. mit den Vertretern aus Gstadt / Breitbrunn (die für die Ausrichtung im Jahr 2021 vorgemerkt sind) in Verbindung setzen, um eine neue Terminplanung zu besprechen, in der Hoffnung, dass die Messe 2021 wieder stattfinden kann”. Mit besten Grüßen aus Aschau i.Chiemgau – Elisabeth Linhuber, Fachbereichsleiterin Hauptverwaltung

Rosenheim: Die Asylbewerberunterkunft an der Kufsteiner Straße musste heute (16.04.) gegen 15.30 Uhr unter Quarantäne gestellt werden. Dies teilte der städtische Leiter der Führungsgruppe Katastrophenschutz, Hans Meyrl, am Nachmittag mit. Hintergrund ist, dass sieben der insgesamt 40 Bewohnerinnen und Bewohner der Unterkunft positiv auf Covid-19 getestet wurden. In Abstimmung mit dem Rosenheimer Gesundheitsamt und den zuständigen Polizeibehörden wurde über die gesamte Einrichtung eine Quarantäne-Regelung verfügt. Die Abzäunung des Areals um die Unterkunft ist erforderlich, um den Kontakt zwischen Asylbewerbern, die in dieser Einrichtung leben und anderen Asylbewerbern im Stadtgebiet zu verhindern. „Es geht darum, die Infektionsketten so schnell wie möglich zu unterbrechen. Deshalb ist diese Maßnahme unumgänglich. Die Bewohnerinnen und Bewohner der Einrichtung werden regelmäßig medizinisch und mit Lebensmitteln versorgt“, so Meyrl.

Rosenheim. Stadt und Landkreis Rosenheim halten ihre Corona-Bürgertelefone auch am Samstag, 18. April von 8 – 12 Uhr sowie in der kommenden Woche (KW 17) von Montag bis Freitag, 8 – 16 Uhr aufrecht. Am Sonntag ist das Bürgertelefon nicht besetzt. Das städtische Bürgertelefon ist unter der Rufnummer 08031/365 8 365 erreichbar, die Landkreis-Hotline unter 08031/392 5555.

Frühlingsfest Wasserburg: Die Spatzen pfiffen es von den Dächern, seit Mittwoch, 18.30 Uhr, ist es amtlich: 2020 wird es zum ersten Mal seit Jahrzehnten kein Frühlingsfest in Wasserburg geben.  Grund dafür ist eine Aussage von Ministerpräsident Markus Söder, der am frühen Abend wegen der Corona-Krise verkündete, dass bis 31. August alle Großveranstaltungen untersagt bleiben. Der Wirtschafts-Förderungs-Verband als Ausrichter des Festes …… hatte bis zuletzt gehofft, die alljährliche Wasserburger Wiesn wie geplant durchführen zu können. „Leider sind uns nach der Aussage von Ministerpräsident Söder in der heutigen öffentlichen Pressekonferenz die Hände gebunden und wir müssen unser Fest schweren Herzens absagen”, heißt es aus dem WFV-Büro (Information der Wasserburger Stimme).

Mittwoch, 15. April:

Am Donnerstag, 16. April 2020, 10.00 Uhr, leitet Ministerpräsident Dr. Markus Söder die Sitzung des Ministerrats. Das Kabinett befasst sich im Schwerpunkt mit dem weiteren Fahrplan im Hinblick auf die Corona-Pandemie. Über die wesentlichen Ergebnisse der Beratungen informieren Ministerpräsident Dr. Markus Söder, Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger, Gesundheitsministerin Melanie Huml und Kultusminister Prof. Dr. Michael Piazolo im Rahmen einer Pressekonferenz um 12.30 Uhr. Die Pressekonferenz wird als Live-Stream übertragen auf Facebook und YouTube unter „bayern.de“ sowie auf www.bayern.de (http://www.bayern.de) .

Weihbischof Bernhard Haßlberger: „Mein Nächster ist der, der meine Hilfe braucht“ – Weihbischof Bernhard Haßlberger dankt allen Menschen, die in und außerhalb von Krisenzeiten beruflich oder ehrenamtlich ihren Nächsten helfen: „Sie verwirklichen das, worum es Jesus geht.“ Durch das Gleichnis vom Barmherzigen Samariter habe Christus aufgezeigt, „mein Nächster ist der, der meine Hilfe braucht“, erinnert der Bischofsvikar für die Seelsorgsregion Nord des Erzbistums München und Freising in einem Video. Für die Aufzeichnung in der Reihe „Mittwochsminuten“ hat Haßlberger Helferinnen und Helfer der Freisinger Caritas in den Räumen des Etappe Buchcafés besucht. Dort verteilt die Caritas Lebensmittel an Bedürftige, seit die Freisinger Tafel ihre Ausgabe im Zuge der Coronapandemie schließen musste. Der Beitrag steht ab sofort im Internet zur Verfügung und ist Teil der Serie „Mittwochsminuten“, die den Menschen in der momentanen Situation geistliche Impulse anbietet. Jeweils mittwochs ab 12 Uhr werden die Videos der Reihe auf der Schwerpunktseite www.erzbistum-muenchen.de/coronavirus sowie den Social-Media-Kanälen der Erzdiözese eingestellt. (hs)

Landesstelle für nichtstaatliche Museen in Bayern: Geschlossene Museen, abgesagte Ausstellungseröffnungen, ausgefallene Feiertags-Familienprogramme – schmerzlich sind die derzeit notwendigen Beschränkungen nicht nur für Museumsfreunde, sondern auch für die Museen und ihre MitarbeiterInnen. Viel Mühe und Vorbereitung, aber auch Finanzplanungen und eingesetzte Mittel sind durch die derzeitige Situation zunichte gemacht worden. Viele bayerische Museen versuchen, ihre BesucherInnen einstweilen auf digitalem Weg zu erreichen. Hier besteht inzwischen ein recht vielgestaltiges Angebot: Online-Rundgänge und -Ausstellungen, 3-D Visualisierungen, Videos, Blogs und Podcasts. Der Infopoint Museen & Schlösser in Bayern der Landesstelle gibt dazu in seinem Blog Museumsperlen (https://blog.museumsperlen.de/) einen stets aktualisierten Überblick. Auch der Internationale Museumstag am 17. Mai 2020, an dem sich in Bayern in den Vorjahren stets über 300 Häuser mit besonderen Angeboten und Veranstaltungen beteiligten, wird diesmal digital stattfinden: https://www.museumstag.de/#. Die Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern bietet Museen Hilfestellungen an, die Ausnahmesituation zu meistern. Auf https://www.museen-in-bayern.de/die-landesstelle/corona-hilfen.html finden sich Informationen zu möglicher finanzieller Unterstützung im Rahmen der bundes- und landesweiten Programme. Für Freiräume während der besucherlosen Zeit werden online-Seminare der Landesstelle selbst angeboten und auch auf weitere derartige Angebote wird verwiesen. Vier Themenportale zu Digitalisierung, Bildung und Vermittlung, Inventarisierung und Provenienzforschung wurden eingerichtet, um eine vertiefte fachliche Auseinandersetzung mit diesen Schwerpunktthemen der Museumsarbeit zu ermöglichen. Für spezielle Fragen dazu stehen Berater der Landesstelle in „digitalen Sprechstunden“ zur Verfügung. Die Seite bietet zudem Hinweise für die Nutzung von Videokonferenzen und ähnliche Kommunikationsmöglichkeiten. Besonderes Anliegen der Landesstelle ist es, dass die laufenden Projekte der Museen während der Beschränkungen der Krise nicht ins Stocken geraten. Das hätte nicht zuletzt auch negative Folgen für die vielen freiberuflich Tätigen im Kultursektor. Hier gilt es, solidarisch und kreativ Wege für die Fortführung der Zusammenarbeit zu finden. Grundlage jeder Museumsarbeit ist jedoch das Sammeln und Dokumentieren. Daher hat die Landesstelle die Museen aufgerufen, die Corona-Krise als zeitgeschichtliches Sammlungsthema zu sehen. In zukünftigen Ausstellungen nicht nur zur Medizin- und Zeitgeschichte allgemein, sondern auch zur Stadt- oder Regionalgeschichte wird sie thematisiert werden müssen. Inzwischen widmen sich bereits mehrere Museen dieser Aufgabe. Das Freilichtmuseum des Bezirks Oberbayern an der Glentleiten ruft z. B. gemeinsam mit dem Bauernhausmuseum Amerang dazu auf, Fotos und Geschichten zum persönlichen Leben während der Krisentage einzusenden. Später ist an eine Bitte gedacht, dem Museum dreidimensionale Gegenstände zu überlassen.

Erzdiözese München und Freising: 42.200 Menschen sehen Osternacht aus Münchner Dom im Stream.  Mehr als 150.000 Mal wurden die Live-Streams der Gottesdienste an den Kar- und Ostertagen im Münchner Liebfrauendom auf den verschiedenen Kanälen der Erzdiözese München und Freising aufgerufen. Allein mit der Übertragung der Osternacht mit Kardinal Reinhard Marx hat die Erzdiözese über ihre Facebook- und YouTube-Kanäle sowie ihre Homepage mindestens 42.200 Menschen erreicht – so viele wie niemals zuvor auf diesem Weg. Auch die Karfreitagsliturgie mit dem Erzbischof von München und Freising gehörte mit rund 33.300 Zugriffen zu den Spitzenreitern. Beide Werte liegen um ein Vielfaches über den bisher gestreamten Gottesdiensten aus dem Münchner Dom. Somit nutzten an den geprägten Tagen von der Chrisam-Messe am Mittwoch der Karwoche bis zum Ostermontag besonders viele Gläubige das Angebot der Erzdiözese, in gemeinsamer Verbundenheit die Liturgie mitzufeiern, auch wenn angesichts der Corona-Pandemie aktuell keine öffentlichen Gottesdienste möglich sind. Über ihre Social-Media-Kanäle haben die Erzdiözese darüber hinaus gerade in der Karwoche und an Ostern zahlreiche positive Rückmeldungen zu den Stream-Angeboten allgemein erreicht sowie speziell auch zu den Predigten, der musikalischen Gestaltung und zur Übersetzung in Gebärdensprache. Oftmals gedankt wurde über Facebook, Youtube und Twitter zudem allen Beteiligten vor und hinter den Kameras, die das Angebot der Gottesdienst-Übertragungen ermöglichen. Auch viele Pfarreien haben zusätzlich im Internet gestreamte Gottesdienste angeboten, sodass die Zahl der Gläubigen, die auf diese Weise die Kar-und Ostertage im Erzbistum begangen haben, insgesamt sehr hoch war. (kbr)

Hinweise: Bis auf weiteres wird täglich ein Gottesdienst aus dem Münchner Liebfrauendom live im Internet und im Radio übertragen, jeweils sonntags um 10 Uhr sowie montags bis samstags um 17.30 Uhr. Die Übertragung kann unter www.erzbistum-muenchen.de/stream abgerufen werden. Eine reine Tonübertragung ist zudem im Münchner Kirchenradio über das Digitalradio DAB+ oder unter www.muenchner-kirchenradio.de zu hören. Unter www.erzbistum-muenchen.de/coronavirus stehen zudem geistliche Video-Impulse von Kardinal Marx und den Weihbischöfen zur Verfügung sowie zahlreiche Materialien, um im häuslichen Rahmen gemeinsame Andachten zu gestalten. Darunter sind zum Beispiel ein diözesanes Gebet, das die derzeitige Situation in den Blick nimmt, Vorlagen für Hausgottesdienste und viele Anregungen für Familien mit Kindern.

Dienstag, 14. April:

Priener Tourismus GmbH: Vermieter von Ferienwohnungen können Soforthilfe beantragen, sofern die „laufenden Einnahmen“ aus diesem Geschäftsbetrieb nicht die laufenden Kosten/Verbindlichkeiten decken (sog. Liquiditätsengpass) und sofern für die Vermietung ein Gewerbe angemeldet ist. Mit der Soforthilfe kann aber nicht der Einnahmeausfall ausgeglichen werden. Wenn die Einkünfte als Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung versteuert werden, werden diese Voraussetzungen in der Regel nicht erfüllt. Zur Milderung des Liquiditätsengpasses kommt die Inanspruchnahme von steuerlichen Hilfsmaßnahmen in Betracht. Eine Übersicht finden Sie unter  https://www.stmfh.bayern.de/service/finanzielle_hilfen/corona_2020/.  Das Antragsformular für die Beantragung von Steuererleichterungen für bereits festgesetzte Steuern aufgrund der Auswirkungen des Coronavirus ist zu finden unter: https://www.stmfh.bayern.de/service/finanzielle_hilfen/corona_2020/SteuererleichterungenCoronavirus.pdf. Betroffene sollten  sich wegen der für sie im Einzelfall in Betracht kommenden Hilfsmaßnahmen schriftlich, telefonisch oder per Email umgehend mit ihrem zuständigen Finanzamt in Verbindung setzen.

Stadt Rosenheim: Auch Vermieter können Mietausfälle durch den Lockdown geltend machen – Wirtschaftsförderungsagentur der Stadt Rosenheim weist auf Soforthilfe und Möglichkeit von Stundungen hin.  Die Wirtschaftsförderungsagentur der Stadt Rosenheim weist darauf hin, dass auch gewerbliche Vermieter bei Corona-bedingten Mietausfällen Soforthilfen in Anspruch nehmen können. Die Soforthilfe kann auf der Homepage des bayerischen Wirtschaftsministeriums unter https://www.stmwi.bayern.de/soforthilfe-corona/ beantragt werden. Privaten Vermietern stehen Stundungsmöglichkeiten bei Immobilienfinanzierungen im Rahmen des neuen Gesetzes zur Abmilderung der Auswirkungen der COVID-19-Pandemie im Zivil-, Insolvenz- und Strafverfahrensrecht zur Verfügung. Ziel der Soforthilfen und der neuen gesetzlichen Regelungen ist es, gewerblichen und privaten Vermietern den Umgang mit Mietausfällen auf Seiten von Pächtern und Mietern zu erleichtern. Gewerbliche Vermieter können bei Liquiditätsengpässen aufgrund von Mietausfällen die Soforthilfeprogramme des Bundes bzw. des Freistaats Bayern im Volumen von 9.000 bis 50.000 EUR je nach Unternehmensgröße nutzen. Voraussetzung hierfür ist, dass ab 11. März 2020 entstandene Kosten ohne Eigen- oder Fremdmittel nicht mehr beglichen werden können. Nach der Definition des bayerischen Wirtschaftsministeriums liegt ein Liquiditätsengpass vor, wenn infolge der Corona-Pandemie die fortlaufenden (Miet-) Einnahmen aus dem Geschäftsbetrieb voraussichtlich nicht ausreichen, um die Verbindlichkeiten in den auf die Antragstellung folgenden drei Monaten aus dem fortlaufenden erwerbsmäßigen Sach- und Finanzaufwand zu zahlen. Private und sonstige, d.h. auch betriebliche liquide Mittel müssen nach der jetzt angepassten Regelung nicht (mehr) zur Deckung des Liquiditätsengpasses eingesetzt werden. Bei privaten Vermietern sieht das Gesetz zur Abmilderung der Auswirkungen der COVID-19-Pandemie im Zivil-, Insolvenz- und Strafverfahrensrecht vor, dass Verbraucherdarlehensverträge, die vor dem 15. März 2020 abgeschlossen wurden, gestundet werden können. Dies gilt auch für Immobilienfinanzierungen. Gestundet werden Ansprüche des Darlehensgebers auf Rückzahlungs-, Zins- oder Tilgungsleistungen, die zwischen dem 1. April 2020 und dem 30. Juni 2020 fällig werden. Voraussetzung für die Stundung ist, dass der Verbraucher durch die COVID-19-Pandemie Einnahmeausfälle hat, die dazu führen, dass die weitere Erbringung von Rückzahlungs-, Zins- oder Tilgungsleistungen aus dem Darlehensvertrag den angemessenen Lebensunterhalt des Verbrauchers oder von Personen, für deren Unterhalt er verantwortlich ist, gefährden würde. Die Stundung wird gesetzlich angeordnet, d. h. sie gilt unmittelbar. Vermieter sollten sich aber im eigenen Interesse mit ihrer Bank in Verbindung setzen, denn sie müssen gegebenenfalls ihre durch die COVID-19-Pandemie eingetretenen Einnahmeausfälle gegenüber der Bank nachweisen. Die Darlehensnehmer müssen zudem darlegen, dass ohne die Stundung der fälligen Forderung ihr angemessener Lebensunterhalt oder der ihrer unterhaltsberechtigten Personen gefährdet wäre. Dank der entsprechenden Regelungen auf Bundes- und Landesebene können auch Vermieter vor den Folgen des wirtschaftlichen Lockdowns geschützt werden.

Ostermontag, 13. April:

Stadt Rosenheim: Auch Asylbewerberunterkunft in der Äußeren Oberaustraße unter Quarantäne gestellt.  Nachdem inzwischen zwei Bewohner der Gemeinschaftsunterkunft in der Äußeren Oberaustraße ebenfalls positiv getestet wurden, hat das Rosenheimer Gesundheitsamt heute (13.04.) auch über diese Einrichtung ab sofort die Quarantäne verhängt. „Ich halte diese Entscheidung fachlich für notwendig und geboten“, so der Leiter des Gesundheitsamts, Dr. Wolfgang Hierl. „Auch bei dieser Einrichtung geht es darum, alles zu unternehmen, um die Infektionsketten zu unterbinden. Nachdem 200 Menschen, überwiegend Familien, in der Einrichtung leben, würde ohne Isolation der Betroffenen die Gefahr bestehen, die bisher erreichten Erfolge bei der Senkung der Infektionszahlen und der Verlängerung der sog. Verdoppelungszeit der Infektion aufs Spiel zu setzen. Das darf nicht passieren“, so der städtische Leiter der Führungsgruppe Katastrophenschutz (FüGK), Stadtbrandrat Hans Meyrl. Der Zugang von sog. Funktionspersonal, also Betreuern, Reinigungspersonal, Sicherheitsdiensten u.ä. in die Einrichtung bleibt gewährleistet. „Die medizinische Betreuung und die Versorgung der Bewohner wird selbstverständlich in vollem Umfang sichergestellt“, so Meyrl. Die Gemeinschaftsunterkunft wird von der Regierung von Oberbayern betreut.

Bayerischer Rundfunk: B5 aktuell und Bayern 2 senden wieder eigenständig – Die Hörfunkwellen B5 aktuell und Bayern 2 des Bayerischen Rundfunks werden ab morgen, Dienstag, 14. April 2020, wieder eigenständig senden. Seit Montag, 23. März 2020, hatten die beiden Sender ein überwiegend gemeinsames Programm ausgestrahlt. Hintergrund waren Corona-Fälle im Bayerischen Rundfunk sowie damit verbundene Quarantänemaßnahmen.  Die Bündelung beider Wellen hatte es ermöglicht, mit insgesamt weniger Kolleginnen und Kollegen in der Redaktion zu arbeiten, die BR-internen Bemühungen zum Schutz vor Ansteckung noch besser umzusetzen und damit die Sendefähigkeit langfristig sicherzustellen. Inzwischen haben sich die personellen Engpässe entspannt, so dass beide Wellen wieder getrennt voneinander ihr gewohntes Programm senden können. Die Regionalnachrichten auf Bayern 1 zur halben Stunde werden ab morgen, 13 Uhr, vorerst in einer Nord- und Südausgabe zu hören sein, ab Montag, 20. April 2020, dann wieder ganztags mit den gewohnten fünffach gesplitteten Regionalausgaben.

Kar-Samstag, 11. April:

Rosenheim. Die Asylbewerberunterkunft an der Karlsbader Straße musste heute (11.04.) gegen 18 Uhr kurzfristig unter Quarantäne gestellt werden. Dies teilte der städtische Leiter der Führungsgruppe Katastrophenschutz, Hans Meyrl, am Abend mit. Hintergrund ist, dass diverse Bewohner der Unterkunft typische Symptome einer Corona-Infektion aufwiesen. Daraufhin wurden bei 48 der rd. 60 insgesamt in der Unterkunft Lebenden entsprechende Tests durchgeführt. 17 der Tests erbrachten positive Ergebnisse. In Abstimmung mit dem Rosenheimer Gesundheitsamt und den zuständigen Polizeibehörden wurde daraufhin die Quarantäne über die gesamte Einrichtung verhängt und ein Bauzaun um das Objekt errichtet. „Auch in diesen Fällen geht es darum, die Infektionsketten so schnell wie möglich zu unterbrechen. Deshalb war diese Maßnahme unumgänglich. Die Bewohner der Einrichtung wurden umfassend informiert. Sie werden regelmäßig medizinisch und mit Lebensmitteln versorgt“, so Meyrl.

Bayeriche Staatsregierung: Staatsminister Dr. Florian Herrmann schaltet heute die vom Ministerrat am 07.04.2020 beschlossene „Corona-Hotline“ der Staatsregierung für Bürgerinnen und Bürger frei. Sie ist täglich von 8 bis 18 Uhr unter 089/122 220, der Telefonnummer von „BAYERN DIREKT – Servicestelle der Staatsregierung“, erreichbar. Die Hotline dient als einheitliche Anlaufstelle für alle Fragen der Bürgerinnen und Bürger zum Corona-Geschehen. Mittels eingerichteter Kompetenzbereiche findet eine themenbezogene Weiterleitung statt. Wesentlich betroffene Lebensbereiche der Bürgerinnen und Bürger sind abgedeckt: Sowohl Fragestellungen zu gesundheitlichen Themen, den Ausgangsbeschränkungen sowie Kinderbetreuung und Schule als auch zu Soforthilfen und anderer Unterstützung für Kleinunternehmen und Freiberufler können täglich, auch an den Feiertagen, beantwortet werden. Die „Corona-Hotline“ der Staatsregierung wird bei ihrer Arbeit tatkräftig durch die bereits etablierte Hotline des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit unterstützt. Staatsminister Dr. Florian Herrmann: „Die Corona-Krise schafft große Unsicherheit – wir nehmen das sehr ernst! Wir müssen ein Ohr für die Sorgen der Menschen haben und konkrete Hilfen geben. Mit der neu eingerichteten Corona-Hotline haben die Bürgerinnen und Bürger nun die Möglichkeit, schnelle und hilfreiche Antworten auf ihre Fragen rund um Corona zu erhalten. Das schafft Vertrauen und gibt den Menschen Sicherheit in der aktuell schwierigen Zeit.“

Kar-Freitag, 10. April:

Pfarrverbände Bad Endorf und Westliches Chiemseeufer: Aktuelle Informationen, insbesondere zu den Osterkrippen-Themen gibt es auf der Internetseite https://www.pfarrverband-bad-endorf.de/2020/04/07/osterkrippe-2020/.

Bernd Posselt, Präsident der Paneuropa-Union Deutschland zur EU-Haushalt-Aufstockung:  Mit ihrem “noch sehr unfertigen Kompromiß” haben die EU-Finanzminister nach Ansicht des CSU-Europapolitikers Bernd Posselt “zumindest vorläufig das Schlimmste verhindert, nämlich das Auseinanderbrechen der EU.” Der Präsident der überparteilichen Paneuropa-Union Deutschland erwartet sich aber von den Staats- und Regierungschefs “einschließlich der deutschen Regierung, endlich alte Dogmen und Schützengräben hinter sich zu lassen. Corona-Bonds sind weder des Teufels noch ein Allheilmittel.” Zu einer echten Lösung des Problems gehört nach Ansicht Posselts “eine massive Aufstockung des Gemeinschaftshaushalts, damit Europaparlament und EU-Kommission eine echte europäische Solidar- und Leistungsgemeischaft aufbauen können.“Schon Franz Josef Strauß habe gesagt: “Die Zukunft gibt es nicht zum Nulltarif”, und vor einem nationalstaatlichen Zerfall Europas mit den Worten gewarnt: “Wer nur ein Europa der Vaterländer will, wird am Schluß Vaterländer ohne Europa haben.”

Gründonnerstags-Predigt von Kardinal Marx: Angesichts der Aussetzung öffentlicher Gottesdienste aufgrund der Coronapandemie und der „Sehnsucht nach der Eucharistie“, die Christen deshalb verstärkt verspürten, hat Kardinal Reinhard Marx daran erinnert, dass „die Eucharistie kein Rückzugsort, sondern eine Kraftquelle des Aufbruchs“ sei. Es gehe bei der Eucharistie nicht darum, ganz für sich zu sein, es gehe nicht um ein rein persönliches Bedürfnis, betonte der Erzbischof von München und Freising in der Messe zum Letzten Abendmahl am Gründonnerstag, 9. April, die er im Münchner Liebfrauendom nicht öffentlich feierte und die im Internet live gestreamt wurde. Vielmehr gehe es darum, dass die Eucharistie „Kraft und Mut“ gebe, um Zeugnis abzulegen und zum Dienst am Nächsten, wie sich in der Fußwaschung durch Jesus zeige: „Die Eucharistie wird dann erst wirklich zu einem Aufbruch, wenn sie gelebt wird in der Liebe, insbesondere in der Begegnung mit den Kranken, den Armen, den Sterbenden, den Suchenden, den Verzweifelten“. Kardinal Marx stellte die Frage, wonach „wir suchen, wenn wir die Hostie empfangen wollen“. Christus sei nicht nur gegenwärtig in der Eucharistie: „Der Ort, wo Christus lebt ist nicht nur die Kirche. Der Ort, wo Christus lebt, ist auch die Welt, ist das Leben selbst, wo sich zeigen muss, ob wir von der Eucharistie herkommen.“ Zugleich verlieh Marx seinem Wunsch Ausdruck, „dass die Christen gemeinsam diesen Gründonnerstag feiern könnten, dass sie gemeinsam mit Christus diesen Aufbruch feiern, der zum Zeichen wird für eine neue Welt, für eine Zivilisation der Liebe, wie sie Jesus uns in der Fußwaschung gezeigt hat“. So erklärte der Kardinal: „Wir sind als Christen gemeinsam verbunden in dieser Krise, wir können keinen Gottesdienst feiern, die orthodoxe Kirche nicht, die evangelische Kirche nicht, die katholische Kirche nicht. Wir spüren diesen Mangel gemeinsam. Umso mehr sollten wir auch die Sehnsucht gemeinsam empfinden, die Eucharistie, das Abendmahl wieder zu feiern, dass wir es auch – so hoffe und bete ich – irgendwann gemeinsam im Miteinander tun können.“ Die Eucharistie solle „Aufbauprinzip“ der Kirche sein, führte Marx weiter aus: Deshalb sei es gerade bei der Feier zum Letzten Abendmahl auch „so wichtig, um neue Priester zu beten, denn ohne die Feier der Eucharistie kann der Aufbruch nicht gelingen“. Kardinal Marx dankte „allen Priestern, die treu ihren Dienst tun für die Gemeinden“. Wie bereits die Chrisam-Messe am vergangenen Mittwoch fand auch der Gottesdienst am Gründonnerstag wegen der Corona-Pandemie erstmals nichtöffentlich statt, wurde jedoch im Internet live übertragen. Auch die anderen zentralen Gottesdienste der diesjährigen Kar- und Ostertage können auf diese Weise von den Gläubigen mitgefeiert werden. (ck)

Hinweise: Folgende nicht öffentlich zugängliche Gottesdienste mit Kardinal Reinhard Marx werden aus dem Münchner Liebfrauendom unter www.erzbistum-muenchen.de/stream live übertragen: Karfreitag, 10. April, 15 Uhr, Feier vom Leiden und Sterben Christi – Samstag, 11. April, 21 Uhr Feier der Osternacht – Sonntag, 12. April, 10 Uhr, Osterfestgottesdienst

Nähere Informationen und weitere Materialien zur aktuellen Situation sind außerdem auf der Unterseite www.erzbistum-muenchen.de/coronavirus zu finden.

Osterfeiertage: Rosenheimer Parksperrungen müssen bestehen bleiben –  Mit dem morgigen Karfreitag beginnen die Osterfeiertage, die den meisten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern ein langes Wochenende bescheren. Und das bei voraussichtlich schönstem Frühlingswetter. Damit stellt sich einmal mehr die Frage nach der Nutzung der städtischen Parkanlagen und der Liegewiesen an den Happinger Seen. „Die Corona-Verordnungen der Bayerischen Staatregierung müssen umgesetzt werden. Dies ist kein Selbstzweck und auch keine Schikane sondern hat gute Gründe. Die Infektionskette des Virus muss unbedingt unterbrochen werden. Es geht um die Gesundheit und das Leben der Rosenheimerinnen und Rosenheimer“, bittet Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer um Verständnis für den strikten Kurs der Ausgangsbeschränkungen. „Die größte Herausforderung wird für Rosenheim darin bestehen, vor allem an unseren Seen und Naherholungsgebieten und in unseren Parks und Plätzen dafür zu sorgen, dass keine unangemessenen Menschenansammlungen entstehen. Daher müssen der Riedergarten, der Salingarten, der Luitpoldpark, der Hohenzollernpark, der Mangfallpark, die Badeseen, die Kinderspielplätze sowie der Fitness-Parcours bei der Freien Turnerschaft bis auf weiteres gesperrt bleiben. Gerade nach den Erfahrungen des vergangenen Wochenendes bin ich aber zuversichtlich, dass die Bürgerinnen und Bürger in großer Mehrheit nach wie vor Verständnis für die Maßnahme haben“, so die Oberbürgermeisterin. „Die Polizei wird auch in der Stadt und den Naherholungsgebieten rund um Rosenheim präsent sein und die Ausgangsbeschränkungen überwachen. Mit einer Mischung aus Augenmaß, Fingerspitzengefühl aber auch gebotener Konsequenz wird bei festgestellten Verstößen reagiert. Erfreulicherweise hat sich bisher die überwältigende Mehrheit der Rosenheimerinnen und Rosenheimer sehr verantwortungsvoll verhalten und wir hoffen, dass die Menschen auch am Osterwochenende zeigen werden, dass es um mehr geht, als um ein paar schöne Stunden Freizeit“, so Polizeipräsident Robert Kopp. Generell gilt auch weiterhin, dass die eigene Wohnung nur aufgrund triftiger Gründe verlassen werden soll: für den Weg zur Arbeit, zum Arztbesuch, für Einkäufe oder um sich an der frischen Luft zu bewegen oder Sport zu treiben. „Bitte verhalten Sie sich dabei so, dass das Virus keine Chance hat durch Tröpfcheninfektion überzuspringen“ appelliert Oberbürgermeisterin Bauer an die Bürgerinnen und Bürger.

Donnerstag, 9. April:

Der Priener Kulturförderverein mit Vorsitzendem Dr. Friedrich von Daumiller vermeldet: kurz vor Ostern möchten wir uns in dieser coronabedingten ausstellungsfreien Zeit auf diesem Weg mit einem Gruß bei Ihnen melden. Wann unser Priener Ausstellungsleben wieder beginnt, vermag derzeit niemand zu sagen. Natürlich überlegen wir verschiedene Varianten, wie wir ausgefallene Ausstellungen verschieben oder nachholen können. Es ist schon sehr schade, dass wir unser anspruchsvolles Galerieprogramm in diesem Jahr nicht wie geplant durchführen können. Andererseits gibt es gerade im kulturellen Bereich viele Institutionen die sich in der jetzigen Krise ganz andere Sorgen machen müssen. Gewissheit haben wir nunmehr über die Person unseres künftigen zweiten Vorsitzenden. Herr Andreas Friedrich tritt am kommenden 1. Mai sein Amt als neuer erster Bürgermeister des Marktes Prien a. Chiemsee an. Nach § 11 Abs. 1 unserer Satzung ist er damit vom gleichen Zeitpunkt an stellvertretender Vorsitzender unseres Kulturfördervereins. Wir gratulieren ihm herzlich zu seiner Wahl und freuen uns auf die Zusammenarbeit mit ihm!  Die Verdienste von Bürgermeister Jürgen Seifert um unseren Verein und  die Künstlerlandschaft Chiemsee wollen wir auf unserer nächsten Mitgliederversammlung würdigen. Damit Sie über die Ostertage oder auch danach trotz geschlossener Galerien unsere Künstlerlandschaft genießen können, folgender Hinweis: Klicken Sie auf www.tourismus.prien.de sodann auf „entdecken“, weiter auf“ Erlebnisse“, dann auf  „Kunst & Kultur“.  Das letzte Fenster öffnet sich zur Dokumentation „200 Jahre Künstlerlandschaft Chiemsee“ und soll unser Ostergruß an Sie sein!

Rosenheim. Stadt Rosenheim analysiert Entwicklungsverläufe in Tirol, Südtirol und der Region Rosenheim – Für eine Analyse des Verlaufs der Fallzahlen an Corona-Erkrankungen hat die Stadt Rosenheim einen Vergleich der Entwicklungen in Stadt und Landkreis Rosenheim sowie in Tirol und Südtirol angestellt. Um die Infektionszahlen miteinander in Beziehung setzen zu können wurden die Fallzahlen jeweils auf 100.000 Einwohner umgerechnet. In der Zeit von 16.03. bis 07.04.2020 hat sich demnach in der Stadt Rosenheim die Anzahl der bestätigten Infektionsfälle von 5 auf 346 bzw. um den Faktor 69,2 erhöht. In Südtirol stieg die Anzahl der Fälle im gleichen Zeitraum von einem mit 45 Fällen höheren Ausgangsniveau aus auf zuletzt 337 Fälle. Dies entspricht einem Faktor von 7,5. In Tirol sind die Fallzahlen in dieser Zeit von 41 auf 385, also um den Faktor 9,4 angestiegen. Der Landkreis Rosenheim weist mit aktuell 501 bestätigten Infizierten pro 100.000 Einwohnern gegenüber 13 am 16.03.2020 einen Vervielfältigungsfaktor von 38,5 auf. Die Stadt Rosenheim weist ausdrücklich darauf hin, dass wegen der methodischen Normierung der Fallzahlen auf jeweils 100.000 Einwohner diese Häufigkeitszahlen nicht mit den vom Rosenheimer Gesundheitsamt publizierten Zahlen an bestätigten Infizierten verglichen werden können. Die Umrechnung der Infektionszahlen auf jeweils 100.000 Einwohner ist notwendig, um die unterschiedlichen Bevölkerungsgrößen von Stadt und Landkreis Rosenheim sowie Tirol und Südtirol miteinander in Beziehung setzen zu können.Der Verlauf der Kurven zeigt, dass die Corona-Krise Stadt und Landkreis Rosenheim mit einer Zeitverzögerung von zwei bis drei Wochen gegenüber Tirol und Südtirol von zwei bis drei Wochen erreicht hat. Dabei ist auffällig, dass die Zahl der Infektionen in der Stadt Rosenheim trotz einer hohen Bevölkerungsdichte von 1.701 Einwohnern je Quadratkilometer insgesamt heute etwa auf dem Niveau Südtirols rangieren.„Daraus lässt sich schließen, dass die Rosenheimerinnen und Rosenheimer die Ausgangsbeschränkungen und die Appelle zum sogenannten ‚Social Distancing‘ in hohem Maße beachten. Dennoch zeigt die Entwicklungsdynamik in Stadt und Landkreis Rosenheim, dass wir beim Versuch, die Ausbreitungsgeschwindigkeit  der Viruserkrankungen zu dämpfen, noch nicht am Ziel sind. Wir appellieren deshalb an die Bürgerinnen und Bürger, die Ausgangsbeschränkungen weiterhin zu respektieren. Nur so kann der bisherige exponentielle Krankheitsverlauf eingedämmt werden“, so der städtische Leiter der Führungsgruppe Katastrophenschutz, Hans Meyrl.

Die Daten für Stadt und Landkreis Rosenheim basieren auf den Zahlen des Robert-Koch-Instituts (https://experience.arcgis.com/experience/478220a4c454480e823b17327b2bf1d4/page/page_0/). Das Land Tirol veröffentlicht seine Infektionsdaten unter (https://www.tirol.gv.at/gesundheit-vorsorge/infekt/coronavirus-covid-19-informationen/#fancybox[224099]), die Südtiroler Landesverwaltung unter (http://www.provinz.bz.it/sicherheit-zivilschutz/zivilschutz/aktuelle-daten-zum-coronavirus.asp).

Kardinal Marx: „Gott geht nicht am Leiden der Menschen vorüber“-  Kardinal Reinhard Marx hat in der Chrisam-Messe am Mittwoch der Karwoche, 8. April, hervorgehoben, dass Jesus sich besonders den Kranken zugewandt hat. In dem Gottesdienst, der wegen der Corona-Pandemie nicht öffentlich zugänglich gefeiert, aber im Internet live gestreamt wurde, weihte der Erzbischof von München und Freising die heiligen Öle, die unter anderem für die Krankensalbung verwendet werden: „Gerade jetzt in dieser Zeit denken wir an die vielen Kranken, die nach Trost und Begleitung suchen“, so Marx, „die Krankensalbung ist ein Hinweis darauf, dass Gott nicht am Leiden der Menschen vorübergeht.“ Die Sakramente stünden dafür, dass Gott das jeweils eigene Leben berühre und verändern könne und wolle. „Das Geheimnis Gottes ist etwas, das mit unserem Leben zu tun hat“, betonte der Kardinal in seiner Predigt. Es greife ein in das konkrete Leben, die Gesellschaft und die Politik: „Das, was Gott will, verändert das Leben, verwandelt die Welt und verwandelt mein Leben.“ Der Erzbischof ermutigte dazu, „neu Ja zu sagen“: „Gerade weil wir unter so schwierigen Umständen unser Osterfest feiern, sollten wir umso beherzter sagen: Ich bin Christ und ich bin es gern“, bekräftigte der Kardinal. Am Mittwoch der Karwoche feiert der Erzbischof von München und Freising, Kardinal Reinhard Marx, alljährlich im Münchner Liebfrauendom die traditionelle Chrisam-Messe, bei der die heiligen Öle für die Spendung der Sakramente im Bistum geweiht werden: Chrisam, das bei der Taufe, der Firmung, der Priester- und Bischofsweihe sowie der Altar- und Kirchweihe verwendet wird, Kranken-Öl für die Krankensalbung und Katechumenen-Öl für die Taufe. Dieses Jahr fand die Messe wegen der Corona-Pandemie erstmals nichtöffentlich statt, wurde jedoch im Internet live übertragen. Auch die anderen zentralen Gottesdienste der diesjährigen Kar- und Ostertage können auf diese Weise von den Gläubigen mitgefeiert werden. (glx)

Hinweise: Alle Informationen und Angebote, darunter eine Video-Botschaft von Kardinal Marx zur Karwoche, können unter www.erzbistum-muenchen.de sowie auf den Social-Media-Kanälen des Erzbistums abgerufen werden.

Folgende nicht öffentlich zugängliche Gottesdienste mit Kardinal Reinhard Marx werden aus dem Münchner Liebfrauendom unter www.erzbistum-muenchen.de/stream live übertragen: Gründonnerstag, 9. April, 19 Uhr, Messe vom Letzten Abendmahl – Karfreitag, 10. April, 15 Uhr, Feier vom Leiden und Sterben Christi – Samstag, 11. April, 21 Uhr Feier der Osternacht – Sonntag, 12. April, 10 Uhr, Osterfestgottesdienst – Nähere Informationen und weitere Materialien zur aktuellen Situation sind außerdem auf der Unterseite www.erzbistum-muenchen.de/coronavirus zu finden.

Oberbayerisches Volksmusikarchiv unterstützt beim Selbersingen –Zum Anhören und Mitsingen steht das Lied „Als Jesus von seiner Mutter ging …“ auf der Website des Bezirks Oberbayern bereit. Das funktioniert ganz einfach: www.bezirk-oberbayern.de/Mitsingen aufrufen, das Textblatt mit den Noten anklicken, die Hörfassung starten und mitsingen. Das Lied handelt von der Geschichte der Kar- und Osterwoche und wird über neun Strophen hinweg abwechselnd in Fragen und Antworten gesungen. Der Text ist – als Gebet und als Lied – im ganzen süddeutschen Raum verbreitet. Von den verschiedenen überlieferten Melodien wurde die Singweise von Paul Ruscheinski übernommen. Darüber hinaus unterstützt das Volksmusikarchiv weiterhin die Menschen in der Krisenzeit mit seinem kostenlosen Versand an Liederheften für das Singen zu Hause. Die Aktion läuft seit März und wurde sehr gut angenommen. Im Angebot sind unter anderem Liederhefte für Kinder und ältere Menschen, geistliche, bayerische und deutsche Volkslieder sowie zweistimmige Lieder für Frauen- und Männerstimme. Bestellungen telefonisch 08062 5164 oder per E-Mail an volksmusikarchiv@bezirk-oberbayern.de.

Katholische Arbeitnehmerbewegung Rosenheim: Durch COVID-19 werden wir in diesem Jahr die Karwoche und Ostern nicht in der gewohnten Gemeinschaft und Tradition feiern können. Aber Ostern fällt ja nicht einfach aus und Gemeinschaft ist auch mehr, z. B. Gemeinschaft in unseren Gedan-ken und solidarischem Empfinden und ein Zusammenstehen über physische Distanz.Die derzeitigen Einschränkungen machen nachdenklich über Vieles: Abhängigkeiten und Liefer-ketten, Wirtschaft, Gesundheits– und Finanzpolitik, Überlebenskampf und Notlagen in Unter-nehmen und bei Beschäftigten und ihren Familien, und, und, und. Wichtigen Berufe sind dafür in den öffentlichen Fokus geraten.
“Ich will keine Schokolade, ich will lieber fairen Lohn….” Die KAB unterstützt die Forderungen von Pflegekräften in der Corona-Krise. Denn ein symbolischer Applaus oder die Einmalzahlung als „Schokolade“ sind zwar ein Anfang, helfen aber dauerhaft nicht weiter. Arbeitsbedingungen und Bezahlung müssen sich verbessern, soll der Pflegenotstand beendet werden. www.kabdvmuenchen.de/

Rosenheim: Sicher für die Osterfeiertage einkaufen – Die Osterfeiertage sind nah. Selbst in normalen Zeiten erwartet der Lebensmittel-Einzelhandel einen Ansturm von Kundinnen und Kunden. In Zeiten der Corona-Pandemie und der Schließung aller anderen Läden gilt das umso mehr.

Um für den Feiertags-Einkauf einen möglichst entspannten und vor allem sicheren Ablauf zu garantieren, kann jeder selbst einiges tun. “Die Kundinnen und Kunden sollten frühzeitig überlegen, was Sie für die Feiertage benötigen, ihre Einkäufe gut planen und dafür sowohl die breiten Öffnungszeiten als auch frühestmögliche Einkaufstage nutzen”, so Hans Meyrl, Leiter des städtischen Krisenstabs. „Wer über einen Mund- und Nasenschutz verfügt sollte ihn an den Einkaufstagen rund um das Fest auch nutzen. Das dient dem Schutz der eigenen Gesundheit, aber auch dem Wohlergehen aller anderen Bürgerinnen und Bürger“, so Meyrl. Hamsterkäufe sind in Rosenheim auch weiterhin nicht notwendig – lieber im Vorfeld sorgfältig planen, was genau benötigt wird, ergänzt Meyrl. „Wenn alle Bürgerinnen und Bürger fair bleiben und nicht mehr als eine haushaltsübliche Menge pro Artikel kaufen, können alle Menschen in Rosenheim versorgt werden“, ist Meyrl überzeugt. Um die Rosenheimerinnen und Rosenheimer beim Einkauf bestmöglich zu schützen, weist Meyrl auch auf die Wahrung des Mindestabstands hin. „Achten Sie bitte auf die Einhaltung des Mindestabstands von 1,5m – dann steht einem gesunden Ostereinkauf und fröhlichen Festtagen nichts im Weg!“

Mittwoch, 8. April:

 Erzidözese München-Freising: Einen digitalen Dialog mit der bildenden Kunst in Zeiten geschlossener Museen und Galerien ermöglicht ab Gründonnerstag, 9. April, die Internetseite www.kunst-netz-werk.online. Sie wird getragen vom Fachbereich Kunstpastoral der Erzdiözese München und Freising gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für christliche Kunst (DG Kunstraum) und dem Kunstreferat der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern. Kunstwerke werden dabei gezielt in Bezug zur besonderen Situation gesetzt, in der sie online gehen – einerseits zu den Kar- und Ostertagen in ihrem Spannungsfeld zwischen Leid und Tod sowie Hoffnung und Neubeginn, andererseits zur Erfahrung von gesellschaftlicher Krise, zu dem Umgang damit und den Wünschen an die Zeit nach deren Überwindung. Das Online-Publikum kann auf der Internetseite und Social-Media-Plattformen miteinander und mit den Verantwortlichen ins Gespräch kommen. Auf der Homepage präsentiert täglich ein Duo aus einem Künstler oder einer Künstlerin und einer kunstvermittelnden Person – also etwa einer Kuratorin oder einem Kunsthistoriker – ein Kunstwerk. Die Kunstvermittlerinnen und Kunstvermittler führen mit einem kurzen Text in das Werk ein, stellen die Künstler vor und lassen sie in einem Kurzinterview selbst zu Wort kommen. Vorgestellt werden mindestens 22 Werke, einige davon wurden eigens für das Projekt geschaffen. Für weitere werden zudem Spenden eingeworben. Das Projekt soll Kunstschaffende und andere Tätige im künstlerischen Bereich, denen derzeit häufig Einnahmen ausbleiben, durch ein Honorar auch finanziell zu fördern. Einen Beitrag zugesagt haben unter anderem das Künstlerduo Empfangshalle (Corbinian Böhm und Michael Gruber) sowie die Künstler und Künstlerinnen Judith Egger, Sandra Filic, Manuela Hartel, Hubert Hasler, Eveline Kooijman, Pfeifer&Kreutzer, Herbert Nauderer, Sonja Töpfer, Camill von Egloffstein und Max Weisthoff.

Erzdiözese München-Freising: Weihbischof zu Stolberg ermutigt, Nähe zu schenken – Vom symbolträchtigen Alten Peter aus, dem Turm von Münchens ältester Pfarrkirche St. Peter, ruft Weihbischof Rupert Graf zu Stolberg auf, angesichts der Corona-Pandemie hilfsbereit zu sein und, soweit derzeit möglich, Nähe zu schenken. „Überlegen Sie sich, gibt es in Ihrem Umfeld Menschen, die sich vielleicht gerade jetzt an Ostern über einen Gruß von Ihnen freuen würden oder die Ihre Hilfe brauchen? So können wir gemeinsam diese Krise meistern“, ermutigt der Bischofsvikar für die Seelsorgsregion München der Erzdiözese München und Freising in einem Videobeitrag auf der Schwerpunktseite www.erzbistum-muenchen.de/coronavirus. Der kurze Film ist Teil der Reihe „Mittwochsminuten“, die den Menschen in der momentanen Situation geistliche Impulse anbietet. Jeweils mittwochs ab 12 Uhr werden die Videos der Serie im Internet sowie auf den Social-Media-Kanälen der Erzdiözese eingestellt. Viele Menschen erlebten gerade jetzt angesichts der Ausgangsbeschränkungen Einsamkeit, so der Weihbischof, „in einer Situation, in der man vielleicht auch Sorge und Angst um die eigene Gesundheit, vielleicht sogar das eigene Leben hat. Ein Gefühl, das auch Jesus kannte“. Zu Beginn des Beitrags verweist zu Stolberg vor einem Relief am Fuße der Pfarrkirche St. Peter auf die dort dargestellte biblische Szene im Garten von Gethsemani, kurz vor Jesu Verhaftung, derer die Christen am Gründonnerstag gedenken: „Am Ölberg betet Jesus in Todesangst zu seinem Vater. Und die Jünger, was tun sie? Sie schlafen. Ausgerechnet da, wo er die Nähe seiner Vertrauten am meisten bräuchte, gehen sie auf Distanz zu ihm, sie nehmen Abstand von ihm.“ Doch Jesus gehe seinen Kreuzweg weiter, „für sie, für diejenigen, die ihn im Stich gelassen haben“, er sei bereit, für sie zu leiden und zu sterben. „Und er ist bereit, für uns zu leiden und zu sterben“, betont der Bischofsvikar, „er möchte uns in Leid und Tod nahe sein. Auch gerade jetzt, in der Bedrängnis der Corona-Pandemie, ist er an unserer Seite.“ Aber auch Jesus habe jemanden an seiner Seite gehabt, sei nicht allein gestorben: Seine Mutter Maria sei treu geblieben und in der Stunde des Todes unter seinem Kreuz gestanden. „Jesus gibt Maria auch uns zur Mutter. Sie bleibt auch uns treu, auch jetzt, in der Zeit der Corona-Pandemie“, unterstreicht Weihbischof zu Stolberg. Mit guten Wünschen für ein – auch in diesen Zeiten – frohes und gesegnetes Osterfest und einem Segen beschließt er seine Video-Botschaft. (kbr) – Hinweis: Alle Videobeiträge der Reihe „Mittwochsminuten“ der Erzdiözese sowie weitere Informationen in Zusammenhang mit der Coronakrise sind abrufbar unter www.erzbistum-muenchen.de/coronavirus sowie auf den Social-Media-Kanälen Facebook und Instagram.

Das Volksmusikarchiv des Bezirks Oberbayern veschickt auf Wunsch kostenlos kleine Liederhefte oder Liedblätter zu: für das Singen und Spielen mit Kindern zuhause – für das Singen mit älteren Menschen – für das Singen von geistlichen Volksliedern – mit bekannten bayerischen Volksliedern – mit bekannten deutschen Volksliedern sowie mit zweistimmigen Liedern für Frauen und Männer. Anforderungen werden entgegengenommen unter Volksmusikarchiv und Volksmusikpflege des Bezirks Oberbayern, Krankenhausweg 39, 83052 Bruckmühl, email: volksmusikarchiv@bezirk-oberbayern.de, Fax 08062-8694 und Telefon 08062-5164.

Samerberg: Bücher- und Medienbringservice der Bücherei in der Alten Schmiede. Ab Beginn der Osterferien bietet die Bücherei am Samerberg einen Hol- und Bringservice für Medien der Bücherei-Samerberg an. Und so funktionierts: Sie klicken auf der Homepage der Gemeinde Samerberg auf den Link der Bücherei. Hier finden Sie alle verfügbaren Medien. Sie suchen sich ihre Medien aus, und schreiben uns eine e-mail unter buechereitoerwang@gmail.com Die Medien werden Ihnen, immer Donnerstags, geliefert und Rückgaben auch wieder abgeholt. Wir freuen uns, wenn Sie unser Angebot annehmen.

Vorankündigung: Am Samstag, 11. April 2020, 18.55 Uhr, hält Ministerpräsident Dr. Markus Söder im Bayerischen Fernsehen eine Osteransprache zur aktuellen Lage in der Corona-Pandemie.

Dienstag, 7. April:

Bayerische Staatsregierung:

Bonus im Gesundheits- und Pflegebereich – Pflegekräfte in Krankenhäusern, Rehabilitationskliniken, Alten-, Pflege- und Behinderteneinrichtungen sowie ambulanten Pflegediensten und Notfallsanitäter und Rettungsassistenten leisten Enormes bei der Bewältigung der Corona-Pandemie. Sie halten die wichtige Gesundheitsversorgung am Laufen und sind trotz aller Vorkehrungen einem zusätzlichen Infektionsrisiko ausgesetzt. Die Staatsregierung wird ihnen deshalb als Zeichen der Anerkennung für dieses außergewöhnliche Engagement in Bayern eine einmalige Sonderzahlung gewähren. Berechtigte, die regelmäßig mehr als 25 Stunden/Woche arbeiten, erhalten 500 Euro, Berechtigte, die regelmäßig 25 Stunden/Woche oder weniger arbeiten, erhalten 300 Euro.

Optimierung des Beschaffungswesens – Organisation und Finanzbedarf. Die Bayerische Staatsregierung arbeitet mit Hochdruck an der Beschaffung von Schutzausrüstung, medizinischen Geräten und weiterem medizinischem Verbrauchsmaterial. Sie wird dabei von vielen Akteuren auch aus der bayerischen Wirtschaft unterstützt. Die internationale Marktlage stellt die Beschaffung von Schutzausrüstungen, Beatmungsgeräten und weiteren medizinischen Großgeräten (insbesondere CTs) jedoch vor viele Herausforderungen. So ist oft der Einsatz erheblicher finanzieller Mittel erforderlich und Aufträge werden oft nur mit hohen Vorauszahlungen angenommen. Ein reguläres Vergabeverfahren kann aufgrund der kurzen Zeitfenster der Angebote in der Regel nicht durchgeführt werden. Diese Herausforderungen erfordern eine schlagkräftige Beschaffungsstruktur und ausreichend finanzielle Mitteln.Das Gesundheitsministerium wird deshalb ermächtigt, zur Bekämpfung der Corona-Pandemie Beschaffungsaufträge für Schutzausrüstung und Verbrauchsmaterial bis zu 25 Mio. Euro netto sowie für Medizingeräte bis zu 50 Mio. Euro netto je Angebot zu vergeben. Gehen Angebote über diese Betragsgrenzen hinaus, ist vor der Auftragsvergabe die Zustimmung des Ministerrats oder im Eilfall des Katastrophenstabs Corona-Pandemie einzuholen.

Soforthilfeprogramm Corona. Von der wesentlichen Verbesserung profitieren erstens Unternehmen der Landwirtschaft und der landwirtschaftlichen Primärerzeugung wie etwa Gärtnereien sowie zweitens wirtschaftlich tätige Körperschaften des Non-Profit-Sektors. Das trifft beispielsweise auf Vereine, Stiftungen oder gemeinnützige GmbHs als Träger von Schullandheimen, Jugendherbergen und Bildungseinrichtungen zu. Daneben gilt das Programm weiterhin unverändert für Unternehmen, die wirtschaftlich und damit am Markt tätig sind.Bayern verzahnt sein bayerisches Programm „Soforthilfe Corona“ noch enger mit dem entsprechenden Bundesprogramm. Die Staatsregierung legt dafür einen erweiterten Kreis an Anspruchsberechtigten fest.Das Soforthilfe-Programm ist ein wichtiges Instrument, die Liquidität zahlreicher Unternehmen in der Krise zu sichern. Insgesamt umfasst das bayerische Programm „Soforthilfe Corona“ Mittel in Höhe von fünf Mrd. Euro.

Erweiterte Haftungsfreistellung bei Kreditprogrammen der LfA. Die Versorgung mit kurzfristiger Liquidität kann für Unternehmen in der Krise existenzentscheidend sein. Um schnell helfen zu können, hat die LfA-Förderbank Bayern bereits Darlehensprogramme zur Bewältigung der Corona-Krise aufgelegt.Nach einer Änderung der beihilferechtlichen Vorgaben der EU wird das Angebot der LfA nun noch um ein neues Darlehensprodukt mit einer 100-prozentigen Haftungsfreistellung für Kleinunternehmer bis 10 Mitarbeiter ergänzt. Unternehmen bis 5 Mitarbeiter können dabei Darlehen bis zu 50.000 Euro erhalten, Unternehmen bis 10 Mitarbeiter bis zu 100.000 Euro.Die notwendige Risikoentlastung der LfA in Höhe von bis zu insgesamt 12 Mrd. Euro soll durch entsprechende Rückbürgschaftsermächtigungen im Rahmen der parlamentarischen Behandlung des 2. Nachtragshaushalts 2019/2020 berücksichtigt werden.

Bezirk Oberbayern: Krisendienst Psychiatrie unterstützt in belasteter Zeit – Der Psychiater Dr. Michael Welschehold über Arbeit des Krisen-Netzwerkes während der Coronakrise

0180 / 655 3000: Den Krisendienst Psychiatrie erreichen derzeit Anrufe von Menschen, die durch die Coronakrise in seelische Nöte geraten sind. Dr. Michael Welschehold, ärztlicher Leiter der Leitstelle des Krisendienstes Psychiatrie, berichtet im Interview von der aktuellen Lage und der Arbeit des Krisen-Netzwerkes. Darüber hinaus gibt der Psychiater Tipps, um durch diese schwierige Zeit zu kommen.

Hat sich die Zahl der Anrufe beim Krisendienst seit Beginn der Coronakrise verändert?
Dr. Welschehold: Derzeit gehen im Durchschnitt rund 140 Anrufe pro Tag ein, wir erleben dabei ein tägliches Auf und Ab – abhängig von der tagesaktuellen Berichterstattung über das Coronavirus. An dem Tag, als die Ausgangsbeschränkungen erstmals verkündet wurden, hatten wir beispielsweise 180 Anrufe, also einen deutlichen Anstieg. Auch rechnen wir damit, dass, je länger die Beschränkungen andauern, mehr Menschen in seelische Notlagen geraten können. In der Leitstelle des Krisendienstes sind wir auf diese Situation aber gut vorbereitet.

Wie genau läuft so ein Erstgespräch am Telefon ab?
Dr. Welschehold: Alle Anrufenden haben sofort einen Profi an der Leitung. Unsere Krisenexperten und -expertinnen fragen nach dem Grund des Anrufes, sie hören zu und ergründen, worin die akute seelische Notlage besteht und was sie ausgelöst hat. Gemeinsam mit den Anrufenden klären wir die Situation und, wie eine sinnvolle Hilfe aussehen kann. Dieses Zuhören und der Austausch mit uns führen bei vielen Anrufenden meist zu einer spürbaren Entlastung.

Welche Tipps geben Sie zur Bewältigung dieser Situation?
Dr. Welschehold: Die aktuelle Situation trifft uns alle. Erfreulicherweise gibt es neben den Sorgen auch viel Solidarität und Angebote, wie man sich gegenseitig unterstützen kann. Wir empfehlen, sich für die viele Zeit, die man jetzt zuhause verbringt, einen festen Tagesablauf zu geben. Wenn der Tag eine sinnvolle Struktur hat, kommt man mit vielen Anforderungen besser zurecht. Ich rate auch davon ab, sich übermäßig mit dem Coronathema zu beschäftigen, also dauernd im Internet unterwegs zu sein und ständig nach neuen Informationen zu suchen. Das hilft niemandem weiter. Seine Informationen sollte man zudem nur aus seriösen Medien wie einer Tageszeitung ziehen. Und: Es tut gut, für zwei Tage eine Nachrichtenpause einzulegen. Das entlastet die Seele spürbar. Die frei gewordene Zeit kann man für Dinge verwenden, die der Seele auch sonst guttun: Kochen, gut Essen, Handwerken, Musik hören oder selbst musizieren, sich künstlerisch betätigen, mit Angehörigen und Freunden telefonieren – da sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Bewegung und sportliche Betätigung tun ebenfalls gut, und selbst in häuslicher Umgebung ist vieles möglich.

Was halten Sie für besonders wichtig?
Dr. Welschehold: Vor allem das persönliche Gespräch am Telefon mit Angehörigen und guten Freunden finde ich zurzeit enorm wichtig, da es Nähe schafft, man einem anderen Menschen seine Aufmerksamkeit schenkt und so selbst Gutes tut.

Können Sie beim Krisendienst die Anliegen im Gespräch klären?
Dr. Welschehold: Tatsächlich lassen sich viele Notlagen bereits am Telefon soweit auflösen, dass die Betroffenen am Ende des Gesprächs wieder Zuversicht und Orientierung haben, welche konkreten nächsten Schritte sie tun können, um aus ihrer Krise herauszufinden. Genau das jeweils Mögliche und Passende in der Krisensituation zu finden, dafür sind die Mitarbeitenden der Leitstelle geschult und kompetent.

Und wenn das Gespräch nicht ausreicht. Wie gehen Sie dann vor?
Dr. Welschehold: Natürlich gibt es auch Situationen, in denen das Erstgespräch allein nicht ausreicht. Dies ist vor allem in Verbindung mit akuter Selbst- oder Fremdgefährdung der Fall, wenn in einer Familie das Kindeswohl gefährdet scheint, oder wenn ein Betroffener sich in seiner Verzweiflung, Hilflosigkeit oder Verwirrtheit überhaupt nicht mehr um seine eigenen Belange kümmern kann und völlig überfordert ist. In solch zugespitzten Notlagen – das war im Jahr 2019 über 2000 Mal der Fall – kommen die Einsatzteams des Krisendienstes zum Zug: Sie werden von der Leitstelle über die Situation informiert. Sie suchen die betroffenen Personen entweder zu Hause auf oder treffen sich mit ihnen in einer Beratungsstelle oder an einem sonstigen Platz.

Gibt es diese Einsatzteams in ganz Oberbayern?
Dr. Welschehold: Ja, in jedem der 20 oberbayerischen Landkreise und den kreisfreien Städten München, Ingolstadt und Rosenheim stehen unsere Einsatzteams werktags von 9 bis 21 Uhr, an Wochenenden und Feiertagen von 13 bis 21 Uhr zur Verfügung. Sie bestehen immer aus zwei Fachleuten: Psychologen, Sozialpädagogen oder Fachpflegekräfte beispielsweise für Psychiatrie. Insgesamt wirken über 700 Mitarbeitende in diesem Netzwerk mit. Die mobilen Einsatzkräfte leisten in dieser für uns alle schwierigen Zeit großartige Arbeit.

Sind die aufsuchenden Angebote derzeit uneingeschränkt verfügbar?
Dr. Welschehold: Im Prinzip bis heute ja! Allerdings müssen wir auch von Seiten des Krisendienstes alle geltenden Regelungen bestmöglich zu befolgen. Das heißt, unsere Einsatzteams halten selbst streng die Abstandsregelungen ein und achten auf die Hygienevorschriften. Da dies in den Räumen der Beratungsstellen meist leichter ist, versuchen wir derzeit die persönlichen Gespräche überwiegend dort zu führen. Falls die mobilen Teams einen Hausbesuch machen, versuchen sie auch vor Ort das Ansteckungsrisiko möglichst gering zu halten. Eine Möglichkeit ist, das Gespräch im Freien zu führen. Wenn die Umstände es erfordern, sind auch unsere Einsatzteams in Schutzkleidung tätig. Wichtig ist für uns bei allem immer, dass Menschen in einer seelischen Notlage, die Hilfe erhalten, die sie brauchen.

Wie erkennt man als Betroffener, dass es Zeit ist sich professionelle Hilfe zu holen?
Dr. Welschehold: Es gibt keine zu kleinen Sorgen für einen Anruf bei uns. Entscheidend ist immer, wie sich die Person, die Hilfe braucht, fühlt. Wenn jemand aus dem Kreislauf der Selbstbeschäftigung und der Belastung nicht mehr herausfindet, ist Hilfe nötig. Das Maß, wann die Grenze des Aushaltbaren erreicht ist, ist jeweils individuell. Beim Krisendienst weisen wir niemanden zurück. Jeder Mensch in seelischer Not kann und darf bei uns anrufen. Je eher, desto besser! Wichtig ist uns nur: Für Fragen zu den somatischen, also den körperlichen Folgen einer Corona-Infektion sind wir die falsche Adresse. Wir kümmern uns um alle seelischen Sorgen und Nöte, die die aktuelle Situation auslösen kann.

Welche langfristigen Folgen hat diese sorgenbelastete Zeit für die Psyche?
Dr. Welschehold: Darüber kann man derzeit noch keine belastbaren Aussagen treffen, da die Krise ja noch nicht so lange dauert. Insgesamt befinden wir uns in einer Zeit der Unwägbarkeiten und Unsicherheiten, die Menschen seelisch belasten können. Besonders gefährdet sind Menschen, die durch eine psychische Erkrankung wie eine Depression, Angststörung oder Psychose vorbelastet sind, oder die gerade eine psychische Erkrankung überwunden haben. Für sie ist es jetzt besonders wichtig, sich rasch Hilfe zu holen, wenn sie bemerken, dass sie nicht mehr allein zurechtkommen. Sie sollten uns lieber früher als zu spät anrufen, um möglichst vorzeitig eine Krise abzufangen.

Kann die aktuelle Lage seelische Erkrankungen, die in normalen Zeiten nicht aufgetreten wären, auslösen?
Dr. Welschehold: Wenn jemand vor der Coronakrise bereits massiv seelisch unter Druck stand, kann die aktuelle Situation das berühmte Fass zum Überlaufen bringen. Durch die Belastung kann getriggert werden, was vorher gerade noch unter Kontrolle war. Deshalb möchten wir betroffene Menschen sehr dazu ermutigen, sich bitte bei uns zu melden, wenn sie fühlen, dass sie nicht mehr klarkommen. Spätestens dann ist der Zeitpunkt erreicht, sich auch wirklich fachliche Hilfe zu holen. Genau dafür ist der Krisendienst da – auch und vor allem in der aktuellen Lage.

Montag, 6. April:

Paneuropa-Union Deutschland: Der langjährige CSU-Europaabgeordnete Bernd Posselt hat als Präsident der überparteilichen Paneuropa-Union Deutschland gefordert, als Konsequenz aus der Corona-Krise die europäische Integration massiv zu verstärken: “Wir müssen jetzt konkrete Schritte hin zu einer Art Vereinigter Staaten von Europa setzen, denn das Europa der Nationalstaaten ist soeben krachend gescheitert.” Posselt nannte vier Punkte: “Eine Aufstockung des EU-Haushalts auf mindestens zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts, statt eines nationalstaatlichen Wirrwarrs  von Schuldenmacherei und Solidaritätsverweigerung; ein nachhaltiges Investitionsprogramm durch umfassenden Ausbau der transeuropäischen Netze bei Bahn, Energieversorgung und Digitalisierung sowie eine Reform von Schengen.” Letztere müsse “den beschleunigten Aufbau eines EU-Außengrenzschutzes umfassen, aber auch eine koordinierende Aufsicht der EU-Kommission bei der Schließung von Binnengrenzen in Krisenfällen, denn ein derartiges Chaos wie diesmal darf nie mehr passieren.” Praktisch und psychologisch notwendig für den Zusammenhalt in Europa sei auch ein gemeinsamer Ausbau der Gesundheits- und Notfallsysteme.

Sonntag, 5. April:

Das Gesundheitsamt Rosenheim meldet für Stadt und Landkreis Rosenheim (Stand 04.04.20 24 Uhr) 1.417 Infizierte. Mit 35 ist die Zahl der Verstorbenen unverändert geblieben. Genesen sind 82 Personen.

In der Kirche von Rottau sind in diesen Tagen kostenlos geweihte Palmbuschen zum Mitnehmen bereitgelegt.

Ersatzlos abgesagt ist aufgrund der aktuellen Corona-Situation der für Sonntag, 3. Mai vom Musikförderverein angesetzte musikalische Frühschoppen der Jugendblaskapelle Wildenwart.

Samstag, 4. April:

Landratsamt Rosenheim – Tages-Lage-Bericht: Weiter ansteigend – In Stadt und Landkreis Rosenheim sind (Stand 03.04.20 24 Uhr) 1.333 Personen mit dem neuartigen Corona-Virus infiziert. Das Gesundheitsamt Rosenheim teilt zudem mit, dass 35 Personen an der Infektion verstorben sind. Genesen sind 79 Personen.

Freitag, 3. April:

Landkreis Rosenheim – COVID-19-Lagebericht – Der vorliegende Lagebericht soll die aktuelle Situation in Stadt und Landkreis Rosenheim zu Erkrankungen mit dem neuartigen Coronavirus (COVID-19) widerspiegeln. Die Daten beruhen auf den Meldedaten nach dem Infektionsschutzgesetz bis zum 2.4.2020 (Stand: 24:00 Uhr). Aufgrund von Aktualisierungen kann es zu Veränderungen kommen.

Aktuelle Empfehlungen: Aufgrund der hohen Infektionsrate in Stadt und Landkreis Rosenheim empfiehlt das Gesundheitsamt Rosenheim weiterhin ausdrücklich, sich an die Ausgangsbeschränkungen zu halten, um eine weitere Ausbreitung der Erkrankung zu verhindern. Bitte denken Sie auch daran, z.B. bei Einkäufen ausreichenden Abstand zu anderen Personen einzuhalten. Weitere Empfehlungen finden Sie im Merkblatt „Verhaltensregeln und -empfehlungen zum Schutz vor dem Coronavirus im Alltag und im Miteinander“ der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA). Insbesondere Personen mit Erkältungssymptomen wie Husten, Fieber, Gliederschmerzen oder Geruchssinnstörungen aber auch mit Durchfall sollen jegliche Kontakte vermeiden und ggf. telefonisch mit dem Hausarzt bzgl. einer Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung Kontakt aufnehmen.

FallzahlenentwicklungAm 2.4.2020 wurden dem Gesundheitsamt 131 neue Fälle gemeldet, so dass bisher insgesamt 1301 Fälle von COVID-19 in Stadt und Landkreis Rosenheim aufgetreten sind. Bis zu diesem Zeitpunkt sind 33 Personen an der Erkrankung gestorben. Von den Verstorbenen waren 4 Personen unter 60 Jahren, bei 25 Personen waren chronische Grunderkrankungen bekannt, bei 4 lagen diese nicht vor und bei den restlichen Verstorbenen gibt es hierzu bislang keine Angaben. Das Durchschnittsalter der Todesfälle liegt im Moment bei 77 Jahren. 229 COVID-19-Patienten werden aktuell in Stadt und Landkreis Rosenheim stationär behandelt. Hiervon befinden sich 35 Patienten auf einer Intensivstation. Die Zahl an Intensivbetten in Stadt und Landkreis Rosenheim wurde bereits aufgestockt.

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Renovabis hilft im Osten Europas: Das Corona-Virus hat auch in den 29 Partnerländern des Osteuropa-Hilfswerks Renovabis den Alltag der Menschen massiv verändert. Nicht nur Zuschüsse zur Beschaffung von Schutzaus-rüstung und Medizinmaterial sind wichtig. Besonderes Augenmerk richten Renovabis und seine Partner bei der akuten Corona-Hilfe auf die Schwachen, die Alten oder Menschen am Rande. Dazu zählen auch Migranten, Obdachlose und Angehörige der Roma-Minderheit, die unter den gegenwärtigen Umständen mit hoffnungslos überlasteten Gesundheits- und Sozialsystemen besonders schutzbedürftig sind. Mit zunächst mehr als 70.000 Euro Soforthilfen hat Renovabis die Arbeit seiner Partner vor Ort unterstützt. Der Hauptgeschäftsführer von Renovabis, Pfarrer Christian Hartl, ruft dazu auf „Menschen aus osteuropäischen Nachbarländern nicht nur als fehlende Arbeitskräfte wahrzuneh-men.“ Er betont: „Wir dürfen die Menschen in ärmeren Ländern, die kein so gutes Gesundheitssystem haben wie wir, jetzt nicht allein lassen.“ – weitere Informationen: www.renovabis.de.
Rosenheim: Pflegepersonal weiterhin dringend gesucht – Zur Bewältigung der Corona-Pandemie werden weiterhin Pflegekräfte gesucht. Der Ärztliche Leiter Führungsgruppe Katastrophenschutz, Dr. Michael Städtler, ruft unter anderem Medizinstudenten bzw. Pflegerinnen und Pfleger in Kurzarbeit oder im Ruhestand auf, sich zu melden. Besonders gesucht werden Pflegekräfte in der Alten- und Krankenpflege. Interessierte Frauen und Männer können sich per E-Mail melden unter pflegehilfe@kfv-rosenheim.de.

Bezirk Oberbayern: „Unsere Partner sollen ihre Kräfte für die Notsituation einsetzen, ohne dabei ans Geld denken zu müssen.“ Mit diesen Worten hat Bezirkstagspräsident Josef Mederer bekräftigt, dass die Finanzierung der Einrichtungen und Dienste für Menschen mit Behinderungen wegen des Coronavirus bis zum 19. April gesichert ist. „Uns ist wichtig, dass wir in dieser Situation pragmatisch und unbürokratisch handeln“, sagte Mederer weiter. Um die Verbreitung des Coronavirus einzudämmen, sind einige Einrichtungen und Dienste der Behindertenhilfe derzeit geschlossen oder arbeiten mit stark reduzierten Angeboten im Notbetrieb. Nach dem 19. April wird laut Mederer vor dem Hintergrund der dann geltenden Maßnahmen der Staatsregierung die Lage neu bewertet. Der Schutzschirm des Bezirks Oberbayern stelle sicher, „dass die Einrichtungen weiter finanziert werden, so als ob sie regulär geöffnet wären“. Grundlage für die Schließungen und Notangebote ist eine Allgemeinverfügung des Bayerischen Gesundheitsministeriums. Die Sozialverwaltung des Bezirks Oberbayern hat zu den wichtigsten Fragen für die Einrichtungen und Diensten unter www.bezirk-oberbayern.de/Schutzschirm aktuelle Informationen bereitgestellt. „Wir wollen keinesfalls, dass unsere Partner in dieser für uns alle schwierigen Zeit verunsichert sind“, erklärte Mederer dazu.

Bayer. Bauministerium: Auch während der in Bayern geltenden Ausgangsbeschränkungen dürfen und sollen berufliche Tätigkeiten ausgeübt werden. Das betrifft auch die Baubranche. Es gibt daher derzeit keinen Grund, laufende Baumaßnahmen einzustellen. Bauministerin Kerstin Schreyer betont, dass deren Fortführung ein Beitrag zur Aufrechterhaltung einer funktionierenden Infrastruktur in Bayern ist.

Bayerischer Justizvollzug näht 150 000 Schutzmasken im Kampf gegen das Coronavirus / Justizminister Georg Eisenreich: „Ich bin sehr stolz auf den Beitrag, den Gefangene und Mitarbeiter unserer JVAs in der Krise leisten.“

Rosenheim: Aktuelles zur Entsorgungssituation – Ist in Zeiten der Corona-Krise die Müllentsorgung gesichert? Zu dieser infrastrukturellen bedeutsamen Frage geben das Ordnungsamt der Stadt Rosenheim, die Stadtwerke Rosenheim (SWRO) und der Rosenheimer Baubetriebshof nachstehende Hinweise: Für Haushalte in denen infizierte Personen oder begründete Verdachtsfälle von Covid-19 in häuslicher Quarantäne leben, gilt: Neben dem Restmüll sind in derartigen Fällen ausnahmsweise auch Leichtverpackungen, Altpapier und Biomüll über die Restmülltonne zu entsorgen. Sämtliche dieser Abfälle sind in stabile, möglichst reißfeste Abfallsäcke zu geben, die durch Verknoten oder Zubinden zu verschließen sind. Spitze oder scharfkantige Gegenstände sind in bruchsichere Einwegbehältnisse zu verpacken. Altglas, Elektro- und Elektronikabfälle sowie Problemmüll wie zum Beispiel Batterien dürfen nicht über den Hausmüll entsorgt werden, sondern sind nach Genesung bzw. Aufhebung der Quarantäne wie gewohnt getrennt zu entsorgen.

Für alle Privathaushalte, in denen keine infizierten Personen oder begründete Verdachtsfälle von Covid-19 leben, gilt weiterhin uneingeschränkt das Gebot der Abfalltrennung. Für sie ändert sich bei der gewohnten Abfallentsorgung nichts. Die städtische Müllabfuhr holt den Restmüll weiterhin wie gewohnt wöchentlich ab. Dabei registrieren die Müllwerker allerdings ein erhöhtes Interesse an ihrer Arbeit vor Ort. Dennoch bitten sie die Bevölkerung, sie in ihrer Arbeit nicht zu behindern und auf den Mindestabstand zu achten. Auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtwerke Rosenheim sind trotz Ausgangsbeschränkungen für die Bürgerinnen und Bürger da. Die Entsorgung ist gewährleistet.

Der Wertstoffhof an der Innlände ist wie üblich Montag bis Samstag von 8 bis 17 Uhr geöffnet. Die Gesundheit der Kunden und Mitarbeiter steht an erster Stelle. Deshalb müssen die geltenden Abstandsregeln eingehalten werden und die Zahl der Fahrzeuge im Wertstoffhof auf maximal zehn begrenzt werden. Speziell an Samstagen sind Wartezeiten bei der Zufahrt nicht auszuschließen. Außerdem bitten die Stadtwerke die Bürger, für größere Entrümpelungs- und Entsorgungsmaßnahmen den Containerdienst zu nutzen. Er ist auch online buchbar über die Website der Stadtwerke Rosenheim unter container.swro.de. Die Stadtwerke leeren die Papier-, Grüngut- und Wertstoffcontainer an den Wertstoffinseln im Stadtgebiet weiterhin turnusgemäß und reinigen diese auch weiterhin regelmäßig. Die Bürger werden aber eindringlich gebeten, keinen Sperrmüll oder sonstige Abfälle an den Wertstoffinseln abzulegen. Sauberkeit und Hygiene sollten gerade in dieser Zeit auch an den Wertstoffinseln einen besonderen Stellenwert haben.

Deutscher Alpenverein: Das Wetter soll am Wochenende schön werden – und die Sorgen der Rettungskräfte, vor allem der Bergwacht, werden größer. Nun appelliert auch der Deutsche Alpenverein eindringlich, keine Bergtouren zu unternehmen. Es gehe darum, alpine Notfälle zu verhindern und so Rettungswesen und Krankenhäuser zu entlasten. Außerdem könnten Wanderziele so stark frequentiert sein, dass auch ein Infektionsrisiko bestehe. Sinnvoll sei es aber natürlich, sich durch Bewegung fit zu halten …

Donnerstag, 2. April:

Bayerischer Bauernverband berichtet:  Ausländische Saisonarbeiter dürfen unter strengen Auflagen wieder auf bayerische Höfe. Um Ernteausfälle zu verhindern, dürfen im April und im Mai jeweils 40.000 ausländische Saisonkräfte per Flugzeug einreisen. Es sollen zusätzliche Auflagen bei Einreise und Infektionsschutz gelten. Das konnte durch die Verbandsarbeit in Abstimmung mit dem Landwirtschafts- und Innenministerium sowie dem Robert Koch-Institut erreicht werden.

Tagemeldung LRA Rosenheim: Beinahe 1.200 Infizierte – Innerhalb von 24 Stunden hat sich die Zahl der Infizierten um weitere 138 erhöht. Im Zuständigkeitsbereich des Gesundheitsamtes Rosenheim sind (Stand 01.04.20 24 Uhr) 1.171 Personen positiv auf den neuartigen Corona-Virus getestet worden. 22 Personen verstarben an den Folgen der Infektion. 63 sind genesen.

Volkshochschule Rosenheim. Zwar sind die Volkshochschulen im Zuge der Corona-Pandemie wie vieles andere geschlossen, dennoch muss niemand auf das umfangreiche Weiterbildungsangebot verzichten. Die bayerischen Volkshochschulen haben mit vhs.daheim ein vielseitiges Online-Programm aus Vorträgen, Lesungen, Konzerten und Sportübungen erstellt. Daran können alle Bürgerinnen und Bürger online teilnehmen – kostenfrei und von zu Hause aus. Die vhs.daheim– Angebote der Volkshochschule Rosenheim sind auf der Internetseite www.vhs-rosenheim.de gesammelt. Täglich kommen neue Angebote hinzu. Es gibt Angebote vormittags ab 10 Uhr und abends ab 19:30 Uhr. Um via Livestream dabei zu sein benötigt man lediglich stabiles Internet und ein passendes Endgerät (PC, Tablet oder Smartphone).

Die Regierung von Oberbayern hat bis zum heutigen Tag bereits mehr als 100 Millionen Euro an oberbayerische Betriebe und Freiberufler ausgezahlt. Die Bayerische Staatsregierung hatte das Programm „Soforthilfe Corona“ Mitte März aufgelegt, um schnelle und unbürokratische Hilfe für von der Corona-Krise besonders Betroffene zu leisten. Seit dem Start des Programms sind mehr als 42.000 Anträge bei der Regierung von Oberbayern eingegangen. Seit Mitte dieser Woche können Soloselbstständige, Freiberufler, kleine und mittlere Unternehmen und Landwirte ihren Antrag online stellen. Dies wird das Verfahren nochmals beschleunigen.

 Das Soforthilfeprogramm richtet sich an Betriebe und Freiberufler, die durch die Corona-Krise in einen existenzbedrohlichen Liquiditätsengpass geraten sind. Betroffene Betriebe können unbürokratisch zwischen 9.000 und 50.000 Euro – abhängig von der jeweiligen Mitarbeiterzahl – erhalten. Für Unternehmen in Oberbayern, die ihre Betriebs- bzw. Arbeitsstätte außerhalb der Landeshauptstadt München haben, ist die Regierung von Oberbayern zuständige Bewilligungsbehörde, für Betriebe mit Sitz im Stadtgebiet von München die Landeshauptstadt München.           Anträge auf Soforthilfe können schnell und unkompliziert über ein Online-Formular unter www.stmwi.bayern.de/soforthilfe-corona eingereicht werden. Die Antragstellung ist ausschließlich online möglich. Alle Anträge werden schnellstmöglich bearbeitet, die Soforthilfe unmittelbar auf das Konto des Antragstellers überwiesen. Die Regierung von Oberbayern bittet um Verständnis, dass aufgrund der hohen Anzahl eingehender Anträge keine Rückfragen zum Bearbeitungsstand beantwortet werden können. Für Fragen hat die Regierung von Oberbayern in Kooperation mit der Industrie- und Handelskammer (IHK) für München und Oberbayern eine Hotline eingerichtet. Diese ist von Montag bis Donnerstag von 8.00 bis 18.00 Uhr sowie am Freitag von 8.00 bis 16.00 Uhr unter der Rufnummer 089 5116-0 erreichbar. Die zuständigen Ansprechpartner der Landeshauptstadt München für Unternehmen mit Sitz im Stadtgebiet von München stehen unter Telefon 089 233-22070 zur Verfügung. Ausführliche Informationen zur Soforthilfe sind außerdem auf den Internetseiten der Regierung von Oberbayern unter www.regierung.oberbayern.bayern.de abrufbar.

Aus aktuellem Anlass informieren Ministerpräsident Dr. Markus Söder, Wissenschaftsminister Bernd Sibler, Professorin Ulrike Protzer, Direktorin des Instituts für Virologie an der TUM und Helmholtz Zentrum München sowie Professor Michael Hoelscher, Leiter der Abteilung Infektions- und Tropenmedizin am Klinikum der Universität München zu aktuellen wissenschaftlichen Aspekten der Corona-Krise im Rahmen einer Pressekonferenz am Freitag, 3. April 2020, um 10.00 Uhr im S 103 der Bayerischen Staatskanzlei. Das Pressestatement wird als Live-Stream übertragen auf Facebook, YouTube und Instagram unter „bayern.de“ sowie auf www.bayern.de (http://www.bayern.de) .

In Gebärdensprache übersetzt und untertitelt kann die Pressekonferenz live unter www.verbavoice.net/player/bayerischestaatskanzlei/ (http://www.verbavoice.net/player/bayerischestaatskanzlei/)  verfolgt werden. Später sind die Videos unter www.youtube.com/Bayern/ (http://www.youtube.com/Bayern/)  abrufbar

Mittwoch, 1. April (ohne Scherz):

Bad Feilnbach im Landkreis Rosenheim: Bewohner eines Alten- und Pflegeheimes verlegt – Die Bewohner des Alten- und Pflegeheimes St. Lukas in Bad Feilnbach sind heute in andere Einrichtungen verlegt worden. Die Heimaufsicht des Landkreises Rosenheim ordnete diese Maßnahme an, weil die Versorgung der Bewohner nicht mehr in der Form sichergestellt werden konnte, wie es notwendig wäre. Die Verlegung ist eine Schutzmaßnahme für die Bewohner. Die Leitung der Einrichtung und zahlreiche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter befinden sich in Quarantäne. Sie hatten sich mit dem neuartigen Corona-Virus infiziert. Auch ein Großteil der Bewohner wurde inzwischen positiv getestet. Insgesamt wurden 41 Personen verlegt, 31 davon sind nachweislich infiziert. Um eine optimale Versorgung sicherzustellen, wurden die Bewohner im Medical Park Bad Feilnbach Reithofpark, im Medical Park Bad Feilnbach Blumenhof, in der Schön Klinik Bad Aibling Harthausen und in der Rheumaklinik Bad Aibling untergebracht. An dem Einsatz beteiligt waren Kräfte der Kreisverbände Rosenheim und Miesbach des Bayerischen Roten Kreuzes, der Ambulanz Rosenheim, des Malteser Hilfsdienstes Rosenheim, der Johanniter Wasserburg sowie von Polizei und Feuerwehr Bad Feilnbach.

Aus aktuellem Anlass informiert Ministerpräsident Dr. Markus Söder über die Ergebnisse der Telefonschaltkonferenz der Bundeskanzlerin mit den Regierungschefs der Länder im Rahmen eines Pressestatements am heutigen Mittwoch, 1. April 2020, um 16.00 Uhr. Das Pressestatement wird als Live-Stream übertragen auf Facebook, YouTube und Instagram unter „bayern.de“ sowie auf www.bayern.de (http://www.bayern.de) .

Feuerwehr Wildenwart:  Aufgrund der momentanen Situation haben wir uns im Ausschuss dazu entschlossen, das Weinfest der FF Wildenwart am 2. Mai im Feuerwehrhaus Wildenwart abzusagen.

Es kommen wieder sonnigere Zeiten – Ferienprogrammbroschüre für Stadt und Landkreis Rosenheim ist wieder da.

Viele Ferienangebote wurden auch für dieses Jahr von der kommunalen Jugendarbeit im Landkreis Rosenheim sowie dem Stadtjugendring Rosenheim in der Broschüre “Freizeittipps und –programme 2020 für Kinder und Jugendliche“ zusammengestellt. Trotz der wegen des neuartigen Corona-Virus schwer planbaren Ferienzeiten wollen die Herausgeber damit zu einer zeitlichen Planung und einer abwechslungsreichen Feriengestaltung für den kommenden, hoffentlich virusfreien Sommer beitragen. Bei allen Angeboten ist natürlich zu beachten, dass sie nur dann stattfinden können, wenn es zu einer Normalisierung des Alltagslebens kommt. Die Broschüre “Freizeittipps und –programme 2020” steht auf der Homepage des Landkreises Rosenheim unter https://www.landkreis-rosenheim.de sowie auf der Homepage des Stadtjugendrings unter https://www.stadtjugendring.de zur Verfügung. Zudem kann sie telefonisch bei der Kommunalen Jugendarbeit unter der Telefonnummer 08031 392 2392 bestellt werden. Die Hefte werden ebenso in allen Gemeindeverwaltungen des Landkreises und nach der Wiedereinführung des Schulunterrichts in den Schulen ausgelegt.

Rosenheim: Auf Anordnung der Führungsgruppe Katastrophenschutz (FüGK) bleiben sämtliche städtischen Parkanlagen bis auf Weiteres gesperrt. Betroffen sind der Riedergarten, der Salingarten, der Luitpoldpark, der Hohenzollernpark und der Mangfallpark. Die Sperrung betrifft auch den Fitness-Parcours bei der Freien Turnerschaft. Die Badeseen und die Kinderspielplätze wurden bereits vor zwei Wochen gesperrt. Diese Maßnahme sind notwendig, um das sog. ‚Social Distancing‘ als eigentliches Ziel der vom Freistaat Bayern verhängten Ausgangsbeschränkungen durchsetzen zu helfen. Der Andrang in städtischen Parkanlagen bei schönem Wetter widerspricht der Zielsetzung, im Interesse der Gesundheit der Rosenheimerinnen und Rosenheimer soziale Kontakte außerhalb des eigenen engeren familiären Umfelds auf ein absolutes Minimum zu begrenzen. Die Sperrungen gelten auf unbestimmte Zeit.             

Das Cafe und Restaurant Vivarium in Höslwang bietet neuerdings von Donnerstag bis Sonntag zum Selber-Abholen verschiedene Gerichte (u.a. Hähnchenbrust auf Bärlauchnudeln und Gemüse) für die Zeit von 15 Uhr bis 19 Uhr (oder auch früher) – vorherige telefonische Anfrage erforderlich unter 08055-8270 oder 017-5565574.

Bergwacht und Wasserwacht nicht wie gewohnt im Einsatz – Die Rettungs- und Hilfsdienste in Stadt und Landkreis Rosenheim weisen darauf hin, dass im Zuge des derzeitigen bayernweiten Katastrophenfalls wegen der Corona-Krise die Sicherung von Freizeitaktivitäten zurückstehen muss. „Wenn in den nächsten Wochen die Temperaturen ansteigen ist damit zu rechnen, dass die im Rahmen der Ausgangsbeschränkungen zulässigen sportlichen Aktivitäten zunehmend an die heimischen Seen verlagert werden. Anders als üblich können wir aber aus Kapazitätsgründen keine Bereitschaftsdienste an Wachhütten der Wasserwacht in der Region durchführen. Deshalb bitten wir die Schwimmerinnen und Schwimmer um besondere Vorsicht. Die Reaktionszeiten der Rettungskräfte müssen sich in einer solchen Situation zwangsläufig verlängern“, weist Thomas Neugebauer vom BRK-Kreisverband Rosenheim auf eine Risikolage hin, der sich die Menschen in der Region bisher nicht bewusst sein dürften. Gleiches gilt für die Einsatzmöglichkeiten der Bergwacht in den heimischen Voralpen. „Auch bei Bergwanderungen, die alleine oder mit der Familie ebenfalls trotz Ausgangsbeschränkungen möglich sind, raten wir zu erhöhter Vorsicht“, so Kreisbrandrat Richard Schrank, der aber betont: „Der Verzicht auf Bereitschaftsdienste hat aber keinen Einfluss auf die Sicherstellung der Einsatzbereitschaft für Notfalleinsätze. Vielmehr dienen diese Maßnahmen dem langfristigen Erhalt der Einsatzstärke der Hilfs- und Rettungsdienste im weiteren Verlauf der Corona-Krise“.

Dienstag, 31. März:

Neuer Rosenheimer Landrat Otto Lederer – Antrittsbesuch im Landratsamt:Auf Einladung des stellvertretenden Landrats Josef Huber nahm der zukünftige Landrat des Landkreises Rosenheim Otto Lederer erstmals an einer Besprechung im Landratsamt teil. Hauptthema war das neuartige Corona-Virus und die Möglichkeiten eines Landkreises. Lederer lobte die Arbeit der Fachleute und nahm sich Zeit für kurze Besuche in der Führungsgruppe Katastrophenschutz sowie in der Örtlichen Einsatzleitung. Zudem lobte der zukünftige Landrat die Zusammenarbeit zwischen der Stadt und dem Landkreis: „Ich habe mir in einer gemeinsamen Sitzung der Führungsgruppen Katastrophenschutz ein Bild machen können, wie hervorragend und ressortübergreifend die Zusammenarbeit ist. Ich bin froh, dass es hier so gut läuft.“

Landratsamt Rosenheim: Reißfeste Müllsäcke notwendig – Abfälle aus privaten Haushalten, die möglicherweise mit dem neuartigen Corona-Virus kontaminiert sind, sollen in stabilen und reißfesten Müllsäcken verpackt und erst dann in die Restmülltonne gegeben werden. Das Sachgebiet Kreislaufwirtschaft im Rosenheimer Landratsamt sieht dies als notwendig an, um eine Gefährdung beispielsweise der Müllwerker auszuschließen. Dazu können Taschentücher, Mund-Nasen-Schutz und Hygieneartikel gehören, aber auch sonst verwertbare Abfälle wie Joghurtbecher, aus denen gegessen wurde. Allgemein gilt, COVID-19-Verdachtsfälle und leicht erkrankte COVID-19-Patienten sollen ihren Abfall im Zweifelsfall über den Restmüll entsorgen.

Ganz grundsätzlich gibt es bei der Abfuhr der Restmüll- und Papiertonnen durch die Landkreismüllabfuhr zum jetzigen Zeitpunkt keine Änderungen. Die Termine für die Leerungen finden wie geplant statt. Des Weiteren stehen für die getrennte Entsorgung der Abfälle auch weiterhin die Wertstoffinseln sowie die Wertstoffhöfe im Landkreis Rosenheim zur Verfügung. Das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz (StMUV) empfiehlt, Wertstoffhöfe – unter strikter Beachtung von Hygieneaspekten – für die Gegenstände des regelmäßig anfallenden “täglichen Entsorgungsbedarfs” geöffnet zu halten. Die Entscheidung hierüber obliegt jedoch der jeweiligen Gemeinde. Die aktuellen Öffnungszeiten der Wertstoffhöfe sind im Internet unter https://www.abfall.landkreis-rosenheim.de/index.php/entsorgung nachzulesen. Dort werden auch aktuelle Änderungen oder Schließungen eingepflegt, sobald die Gemeinden darüber informieren.

Bericht aus der Kabinettssitzung in der Bayer. Staatskanzlei vom 31. März 2020

  1. Wirtschaft und Finanzen
  • Gesetz über einen BayernFonds und eine Bayerische Finanzagentur Um Unternehmen der Realwirtschaft, die gerade für den Wirtschafts-standort Bayern besonders relevant sind, auch im Falle eines länger andauernden, Corona-bedingten Shut-Downs zu stabilisieren, hat die Bayerische Staatsregierung den Entwurf eines Gesetzes über einen BayernFonds und eine Bayerische Finanzagentur beschlossen. Die Struktur des BayernFonds orientiert sich dabei am Wirtschaftsstabilisierungsfonds des Bundes.

Der Gesetzentwurf beinhaltet insbesondere folgende Eckpunkte:

Mindestgröße der stabilisierten Unternehmen: Bilanzsumme oder Umsatzerlöse größer als 10 Mio. Euro, mindestens 50 Arbeitnehmer (2 von 3 Kriterien müssen erfüllt sein). Startups müssen in einer abgeschlossenen Finanzierungsrunde von privaten Kapitalgebern mit mindestens 5 Mio. Euro einschließlich des durch diese Runde eingeworbenen Kapitals bewertet worden sein.

– Keine Obergrenze, damit Überschneidungen mit Konzept des Bundes möglich; aber keine Stabilisierung aus BayernFonds, wenn Unternehmen bereits Hilfe vom Bund aus dem Wirtschaftsstabilisierungsfonds erhält oder vom Bund aus beihilferechtlichen Gründen keine Stabilisierungsmaßnahme nach dem Stabilisierungsfondsgesetz erhalten hat.

– Einhaltung beihilferechtlicher Vorgaben bei Konditionen und Auflagen der Maßnahmen – Der BayernFonds erhält ein Volumen von insgesamt 60 Mrd. Euro (Ermächtigung zur Kreditaufnahme von 20 Mrd. Euro und zusätzlichem Garantie- bzw. Bürgschaftsrahmen von 40 Mrd. Euro).

– Der BayernFonds wird in gemeinsamer Zuständigkeit von Finanz- und Wirtschaftsministerium umgesetzt.

– Errichtung einer Bayerischen Finanzagentur GmbH zur Verwaltung des Sondervermögens des BayernFonds. Die Errichtung soll unter Einbeziehung vorhandener Strukturen erfolgen und so eine schnelle Einsatzfähigkeit des BayernFonds ermöglichen.

  • Verschärfung des Investitionsprüfungsrechts im deutschen Außenwirtschaftsrecht zum Schutz vor einem Ausverkauf sensibler/systemrelevanter Unternehmen durch unionsfremde Investoren Um die deutsche Wirtschaft in der aktuellen Coronavirus-Pandemie vor einem Ausverkauf zu schützen, hält die Bayerische Staatsregierung eine Verschärfung des Investitionsprüfungsrechts durch den Bund für erforderlich.

Dazu wird die Bundesregierung um folgende Maßnahmen gebeten:

– Die schon im letzten Jahr in die Wege geleitete dauerhafte Verschärfung des deutschen Außenwirtschaftsrechts, mit der zum einen zwingende Vorgaben der EU umgesetzt und zum anderen die neu von der EU eingeräumten Handlungsspielräume genutzt werden sollen, muss zügig abgeschlossen werden.

– Darüber hinaus muss schnellstmöglich, am besten als „schlanke Lösung“ in einem Zwischenschritt im aktuellen Regelwerk, die Meldepflicht und das Prüfungsrecht ab einer Beteiligung in Höhe von 10 Prozent dauerhaft auch auf Medizintechnik, Pharma und kritische Rohstoffe ausgedehnt werden – Aufgrund der aktuellen besonderen Herausforderung muss neben diesen dauerhaften Verschärfungen im Investitionsprüfungsrecht schnellstmöglich zeitlich befristet für alle Branchen eine Meldepflicht und ein Prüfrecht für einen Eintritt des Bundes oder eines Bundeslandes ab einer Beteiligung in Höhe von 10 Prozent geschaffen werden, um Transparenz über drohende Übernahmen herzustellen.

  • Soforthilfeprogramm Corona

Die Bayerische Staatsregierung hat eine Anpassung der Förderhöchstsummen im Soforthilfeprogramm Corona beschlossen (von derzeit 15.000 Euro auf 30.000 Euro für Unternehmen bis zu 50 Mitarbeitern und von derzeit 30.000 Euro auf 50.000 Euro für Unternehmen bis zu 250 Mitarbeitern). Das Wirtschaftsministerium wird außerdem die Richtlinien des bayerischen Programms mit Blick auf die Definition des Liquiditätsengpasses an die Regelungen des Bundesprogramms anpassen, um im Verwaltungsvollzug einen Gleichlauf der beiden Programme zu gewährleisten.

  • LfA-Programme

Die Bayerische Staatsregierung begrüßt die Maßnahmen der LfA Förderbank Bayern zur Unterstützung von Unternehmen in der Corona-Krise. Wirtschafts- und Finanzministerium werden nun schnellstmöglich zusammen mit der LfA die Konditionen des „Corona-Schutzschirm-Kredits“ mit den Hausbanken abstimmen und dabei unter Berücksichtigung des beihilferechtlichen Rahmens den Spielraum im Hinblick auf Laufzeiten, Tilgungsfreistellungen, Sondertilgungsrechte und Zinshöhe umfassend nutzen.

  • Vereinfachung der Regelungen zur Bankenregulatorik sowie der Förderkonditionen der KfW Der Freistaat Bayern und die Kreditwirtschaft müssen alle bankmäßigen Mittel nutzen, damit wirtschaftlich gesunde Unternehmen in Bayern durch die gegenwärtige Corona-Krise nicht in ernsthafte Liquiditätsschwierigkeiten geraten. Bayern und der Bund handeln bereits, es sind aber weitere Schritte notwendig, damit Banken den Unternehmen möglichst rasch die notwendige Liquidität zur Verfügung stellen können.

In einem Positionspapier der Bayerischen Staatsregierung werden Forderungen an den Bund adressiert, um die Banken zu entlasten und die Vergabe von Förderkrediten an die Wirtschaft zu beschleunigen. Dazu gehört insbesondere:

– Hindernisse und Beschränkungen bei der Kreditvergabe abbauen (z.B. befristete Aussetzung des Eigenkapitalzuschlags im Rahmen des aufsichtlichen Überprüfungsprüfungsprozess bis Ende 2021).

– Ausnahmeregelungen für unbürokratische Hilfe schaffen (z.B. Vereinfachungen beim Abschluss von Verbraucherdarlehensverträgen bis Ende 2020).

– Auf Krisenbewältigung fokussieren und zusätzliche regulatorische Belastungen vermeiden (z.B. Verschiebung der Ausarbeitung von Sustainable-Finance-Strategien auf nationaler und europäischer Ebene sowie des BaFin-Merkblatts zu Nachhaltigkeitsrisiken mindestens bis Ende 2020).

– Kostendruck von den Banken nehmen (z.B. Erhöhung des Freibetrags für strafzinsfreie Geldanlage bei Notenbanken).

– Förderdarlehen der KfW optimieren (z.B. Ausweitung der Darlehenslaufzeiten auf bis zu sechs Jahre und Anhebung der bisher nur für KMU vorgesehenen Haftungsfreistellungen auch für große Unternehmen auf 90 %).

  1. Verlängerung der Ausgangsbeschränkung und der sonstigen bayerischen Infektionsschutzmaßnahmen

Das Gesundheitsministerium wird mit Zustimmung des Ministerrats die Geltungsdauer der in Bayern bestehenden Regelungen zur Reduzierung sozialer Kontakte einheitlich bis zum Ablauf des 19. April 2020 verlängern.

  1. Gesundheit und Soziales
  • Personelle Verstärkung der Gesundheitsämter in Bayern Die Bayerische Staatsregierung hält die konsequente Fortführung der Eindämmungs-Strategie für wichtig, um die Ausbreitung von Coronavirus-Infektionen im Freistaat zu verlangsamen. In diesem Zusammenhang sollen in allen Landkreisen Contact Tracing Teams für die Ermittlung, Aufklärung und Begleitung von Kontaktpersonen bestätigter COVID-19-Patienten eingesetzt werden. Der hierfür bei den Gesundheitsämtern zusätzlich erforderliche Personalbedarf von rund 3.000 Mitarbeitern wird durch Abordnungen aus anderen Ressorts gedeckt. Außerdem werden die Gesundheitsämter durch Polizeibeamte unterstützt. Das Gesundheitsministerium wird sich besonders um die Gewinnung von medizinischem Fachpersonal kümmern.
  • Unterstützung der Krankenhäuser bei der Verpflegung des Personals Ab dem 1. April wird der Freistaat Bayern eine kostenfreie Verpflegung für alle Bediensteten bayerischer Krankenhäuser, Universitätsklinika, Rehabilitationskliniken sowie Alten-, Pflege- und Behinderteneinrichtungen sicherstellen. Der Freistaat übernimmt dabei die Kosten für die Verpflegung der Bediensteten durch Kantinen und, für den Fall, dass Einrichtungen keine Verpflegungsmöglichkeit vorhalten können, übliche und angemessene Kosten für externe Bewirtung, etwa durch Catering. Die Erstattung wird auf Antrag der jeweiligen Einrichtung erfolgen. Die Finanzierung erfolgt aus dem Sonderfonds Corona-Pandemie. Mit der Abwicklung des Programms wird das Landesamt für Finanzen beauftragt.

 

Montag, 30. März:

Renovabis-Recherchepreis Osteuropa verlängert die Bewerbungsfrist – Die Berichterstattung aus Osteuropa stärken: Das ist das Ziel des Recherchepreises Osteuropa. Trotz der Corona-Pandemie wollen die Organisatoren auch in diesem Jahr am Recherchepreis festhalten – in der Hoffnung und im Vertrauen darauf, dass später im Jahr Recherche-Reisen in den Osten Europas wieder möglich sein werden und Berichte über die Situation vor Ort, angesichts der Krise, umso wichtiger sein könnten. Der Preis wird von „Hoffnung für Osteuropa“ und dem katholischen Osteuropahilfswerk Renovabis in Form eines Stipendiums vergeben und soll herausragenden Journalistinnen und Journalisten die Recherche und Produktion aufwändiger Printreportagen für deutschsprachige Medien ermöglichen. Der Preis ist mit bis zu 7.000 Euro dotiert. Angesichts der aktuellen Situation und den damit verbunden Schwierigkeiten wurde die Bewerbungsfrist bis zum 30. April 2020 verlängert. Nähere Informationen finden Sie unter www.renovabis.de/recherchepreis

Berufsverband Aktionskreis City- und Stadtmarketing Bayern e.V.: Die bayerischen Innenstädte kämpfen bereits seit Jahren um Lebendigkeit und Versorgungsfunktion. Von allen Innenstadtakteuren spürt insbesondere der Handel, was Digitalisierung bedeutet und dass neue Geschäftsmodelle, stationär wie digital, umgesetzt werden müssen. Hier helfen viele staatliche und private Beratungsstellen. Der Wandel führt zu zukunftsgerichteten Lösungen aber auch, und häufig unbeabsichtigt, zu Leerständen in den Städten und Gemeinden des Landes. Die europäische Stadt, wie wir sie kennen, mit einem starken Zentrum und einer guten Erreichbarkeit über kurze Wege gibt es zudem aufgrund verfehlter Stadtentwicklungspolitik mancherorts nicht mehr. Die Pandemie, die durch das Virus Convid 19 verursacht wird, gefährdet die Gesundheit der Menschen massiv und ganz direkt, sehr massiv aber auch unsere Wirtschaft und in besonderem Maße die häufig schon kränkelnden innerstädtischen Strukturen. Die ohne jeden Zweifel richtigen derzeit geltenden Allgemeinverfügungen, Ausgangsbeschränkungen und Geschäftsschließungen führen allerdings derzeit zu toten Innenstädten.

 Was ist zu tun?

Die Innenstadtakteure, Künstler, Gastronomen, Immobilieneigentümer und natürlich der Handel brauchen heute Soforthilfen in Milliardenhöhe, vereinfachte Möglichkeiten Kurzarbeit zu beantragen. Vermieter von Handelsflächen sollten sich in Abstimmung mit ihren Mietern kulant zeigen und mit Augenmaß agieren.

 Was brauchen die Innenstädte nach der Krise?

Um das Desaster nach der Corona-Krise ein wenig aufzufangen, fordert der Berufsverband der bayerischen Citymanager AKCS e.V. und damit der Hüter florierender Innenstädte in Bayern endlich und in dieser Situation ganz besonders:

  • Die verkaufsoffenen „Marktsonntage“, die den derzeitigen Sonderregelungen zum Opfer fallen, müssen nachgeholt werden können. Generell muss bei allen vier möglichen verkaufsoffenen Sonntagen sowohl der Anlassbezug als auch die Einschränkung des räumlichen Geltungsbereiches fallen! Und das bedeutet auch: Mitarbeiter schützen, wie der Handel das ohnehin schon tut, und dennoch an Sonntagen mit besonders vergüteten Leistungen öffnen.
  • Unter der Woche sind sogenannte „Shopping-Nächte“ sehr beliebt. Die bayerischen Kommunen müssen die Möglichkeit bekommen, bis zu vier dieser Erlebnisabende für die ganze Familie ohne notwendigen umfassenden Rahmen kultureller Veranstaltungen pro Jahr veranstalten zu können, und bitte auch landesweit einheitlich!
  • Derzeit gibt es für Unternehmen vielfältige Wege, Fördermittel und Kredite zu beantragen. Das muss auch für die „Wiederbelebung“ unserer Innenstädte und für Citymanagementorganisationen gelten, die in der Mehrzahl als Vereine organisiert sind.
  • Endlich ein klares bayerisches „Ladenöffnungsgesetz“! Wir fordern Lösungen für die rechtssichere und landesweit einheitliche Regelung der verkaufsoffenen „Marktsonntage“ und verlängerten Öffnungszeiten unter der Woche, sogenannten „Einkaufsnächten“.

Das Leben muss nach der Krise wieder zurück in die Innenstadt geholt werden. Die City- und Stadtmarketingorganisationen Bayerns können das und werden das mit ihrer ausgeprägten Kompetenz leisten, wenn die insbesondere rechtlichen Rahmenbedingungen stimmen.

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Bürgertelefon der Stadt Rosenheim. Nachdem der im Rahmen der Corona-Krise vom Freistaat Bayern ausgerufene Katastrophenfall nach wie vor andauert hält die Stadt Rosenheim ihr Bürgertelefon bis auf Weiteres von Montag bis Freitag, 8 – 16 Uhr aufrecht. Am Samstag steht das städtische Bürgertelefon den Bürgerinnen und Bürgern von 8 – 12 Uhr zur Verfügung. Am Sonntag ist das Bürgertelefon nicht besetzt. Das Bürgertelefon der Stadt Rosenheim ist unter der Rufnummer 08031/365 8 365 erreichbar. Auch der Landkreis Rosenheim hat seit langem ein Bürgertelefon eingerichtet. Es ist zu den gleichen Zeiten unter der Rufnummer 08031/392 5555 erreichbar.

BR extra mit Ministerpräsident Söder – Am Dienstag, 31.3., 19 Uhr im BR Fernsehen: Die Bayerische Staatsregierung hat die Ausgangbeschränkungen wegen des Coronavirus bis zum 19.4.2020 verlängert. Welche Wirkungen haben sie bislang erzielt? Wie ist die Lage in den bayerischen Krankenhäusern? Wann werden ausreichend Schutzmasken geliefert? Welchen Schaden nehmen die bayerischen Betriebe? Und kommt die staatliche Unterstützung dort schon an, wo sie dringend gebraucht wird? Diese und weitere Fragen stellt BR-Chefredakteur Christian Nitsche dem Bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder in einem BR extra am Dienstag, den 31. März 2020 von 19.00 bis 19.30 Uhr. Die Sendung wird live im BR Fernsehen übertragen, ebenso auf der Informationswelle B5 aktuell und dem Onlineangebot BR24 in Web, App und Social Media.

Münchner Kultur GmbH informiert: “Am Samstag, den 25. April 2020 sollte die 21. Lange Nacht der Musik stattfinden. Die bisherigen Maßnahmen der Bundes- und Landesregierung bzgl. des Coronavirus  betreffen aktuell  den Zeitraum bis einschließlich 19. April 2020. Es ist davon auszugehen, dass auch im unmittelbaren Zeitraum danach keine Großveranstaltungen stattfinden können. Von daher haben wir im Sinne der Planungssicherheit und zum Schutz für unsere Partner*innen wie Besucher*innen die Entscheidung getroffen, Die Lange Nacht der Musik für dieses Jahr abzusagen. Eine Verschiebung in den Herbst ist aufgrund des langen Vorlaufs der Veranstaltung und des dichten Terminkalenders  Münchens nicht möglich. Wir möchten uns auf die kommende Musiknacht konzentrieren und hoffen auf ein fröhliches, ausgelassenes Livemusikfest am 8. Mai 2021.”

Kultur- und Heimatpflege des Bezirks Oberpfalz: Corona macht auch vor dem Immateriellen Kulturerbe nicht halt. Aufgrund der aktuellen Situation müssen wir den Zwiefachentag „Dou setz ma uns nieder…“ – Die Oberpfalz und ihre Zwiefachen, der am 18. April in Berching Station machen sollte, leider verschieben.Dies gilt natürlich auch für die Eröffnung der Abendveranstaltung um 19 Uhr, zu der Sie von Herrn Bezirkstagspräsidenten Franz Löffler und Herrn Bürgermeister Ludwig Eisenreich eingeladen wurden. Glücklicherweise konnten wir mit der Stadt Berching bereits einen Nachholtermin vereinbaren. Da zu erwarten ist, dass viele Veranstaltungen in den Herbst verlegt werden, und wir der Meinung sind, dass zunächst die Veranstalter, die jetzt ums finanzielle Überleben kämpfen müssen, zum Zug kommen sollten, holen wir den Zwiefachentag erst im nächsten Jahr nach. Neuer Termin für „Dou setz ma uns nieder… – Die Oberpfalz und ihre Zwiefachen ist der 24. April 2021.

 Verband der Heimat- und Trachtenvereine Salzkammergut: Aufgrund der aktuellen Situation in unserem Bundesland und nach Absprache mit dem Bürgermeister der Gemeinde St. Wolfgang, Herrn Franz Eisl sowie den Verantwortlichen des Festausschusses möchte ich mit meinem Schreiben kundtun, dass wir unser 100jähriges Jubiläum von 16.-17.Mai 2020 verschieben werden. Diesen Schritt sehen wir als Verband nötig, um die Teilnehmer/Innen und alle, die das Fest besuchen wollten, zu schützen. Dennoch möchten wir dieses Jubiläum im Jahr 2021 nachholen. Derzeit steht aber noch kein Datum fest. Diesen neuen Termin werden wir Euch zeitgerecht mitteilen und bitten Euch auch dann wieder dabei zu sein. In der Hoffnung, dass sich die allgemeine Lage bald stabilisiert, verbleibe ich mit unserem trachtlerischen Gruß „Frisch auf“  und „bleibt‘s gesund“ – Obmann Stv. Kons. Elfriede Schweikardt.

Regierung von Oberbayern – Corona-Krisendienst: Telefon 0180 / 655 3000: Der Krisendienst Psychiatrie steht allen Menschen, die durch die Corona-Krise in eine psychische Notlage geraten, mit Rat und Tat zur Seite. Die Leitstelle des Krisendienstes Psychiatrie ist täglich rund um die Uhr erreichbar.

Derzeit erreichen den Krisendienst durchschnittlich rund 133 Anrufe pro Tag. „Seit Beginn der Ausgangsbeschränkungen haben unsere Krisengespräche und die Einsätze der aufsuchenden Teams zunehmend Ängste rund um das Coronavirus zum Inhalt“, schildert die Psychiaterin Dr. Petra Brandmaier, stellvertretende ärztliche Leitung der Leitstelle. In Zusammenhang mit besonderen Anlässen steigen die Anrufe stark an. Dies war beispielsweise unmittelbar nach der Verkündung der Ausgangsbeschränkungen der Fall. „Da haben den Krisendienst 184 Anrufe erreicht, es gab also einen deutlichen Anstieg“, schildert Dr. Brandmaier. „Dafür sind wir gut gerüstet, ein Notfallplan ist erstellt und unsere sehr motivierten Mitarbeitenden stehen mit telefonischer und bei dringlichen Notlagen auch mit aufsuchender Hilfe zur Verfügung.“ Wenn die Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen länger andauern, rechne die Leitstelle mit einer weiteren Zunahme der Anrufe. Durch die aktuelle Lage verstärken sich seelische Notlagen nicht nur bei Menschen, die bereits wegen entsprechender Erkrankungen in Behandlung sind. Auch Personen ohne begleitende andere psychosoziale Belastungen oder psychiatrische Erkrankungen erleben die derzeitige Situation als extrem belastend. „Meist bringt ein sortierendes Gespräch mit uns eine gute Entlastung“, erklärt Dr. Brandmaier. „Wir hören zu, fragen nach und klären mit den Anrufenden gemeinsam die Situation.“ In selteneren Fällen, in denen das Gespräch nicht ausreicht, bietet die Leitstelle weiterführende Hilfen bei den Netzwerkpartnern an – unter anderem mobile Kriseneinsätze und Gesprächstermine bei regionalen Sozialpsychiatrischen Diensten (SpDi). Kriseneinsätze werden teilweise im Freien durchgeführt, um das Team und die Klienten zu schützen. Auch die persönlichen Beratungen in den SpDi sind ein wichtiger Baustein der Krisenhilfe bei akuten seelischen Notlagen. „Selbstverständlich werden überall die geltenden Hygienevorschriften eingehalten“, versichert Dr. Brandmaier.

Der Bezirk Oberbayern finanziert den Krisendienst Psychiatrie mit rund 7,4 Millionen Euro pro Jahr. Damit Ängste und Sorgen, die die Corona-Krise hervorrufen kann, nicht überhandnehmen, rät auch Bezirkstagspräsident Josef Mederer folgende allgemeingültige Empfehlungen zu beherzigen:

  1. Dringende Beachtung der aktuell gültigen Regeln
  2. Bewegung und Sport wie erlaubt
  3. Beibehaltung einer Tagesstruktur oder entsprechende Planung einer angepassten Tagesstruktur
  4. Soziale Kontakte aufrechterhalten mit den aktuellen Möglichkeiten (Telefon, Internet)
  5. Vernünftiges Informationsverhalten, nicht ständige Beschäftigung mit dem Thema Corona

Sonntag, 29. März:

COVID-19-Lagebericht – vom Landratsamt Rosenheim: Der vorliegende Lagebericht soll die aktuelle Situation in Stadt und Landkreis Rosenheim zu Erkrankungen mit dem neuartigen Coronavirus (COVID-19) widerspiegeln. Die Daten beruhen auf den Meldedaten nach dem Infektionsschutzgesetz bis zum 28.03.2020 (Stand: 24 Uhr). Aufgrund von Aktualisierungen kann es zu Veränderungen kommen. Bis zu diesem Zeitpunkt wurden dem Gesundheitsamt 873 Fälle von COVID-19 gemeldet. Es werden seit zwei Tagen etwas weniger Fälle pro Tag gemeldet. Um einen Trend abzulesen, ist es allerdings derzeit noch zu früh. Bisher sind sieben Personen an der Erkrankung gestorben. Im Moment werden 31 COVID-19-Patienten auf Intensivstationen in Stadt und Landkreis Rosenheim behandelt. Die Zahl an Intensivbetten in Stadt und Landkreis Rosenheim wird aufgestockt. Das Gesundheitsamt Rosenheim empfiehlt weiterhin ausdrücklich, sich an die Ausgangsbeschränkungen zu halten, um eine weitere Ausbreitung der Erkrankung zu verhindern. Es sollten insbesondere Personen mit Erkältungssymptomen wie Husten, Fieber, Gliederschmerzen oder Geruchssinnsstörungen jegliche Kontakte vermeiden und ggf. telefonisch mit dem Hausarzt bzgl. einer Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung Kontakt aufnehmen.

Aus aktuellem Anlass informieren Ministerpräsident Dr. Markus Söder, Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger, Innenminister Joachim Herrmann und Gesundheitsministerin Melanie Huml über die neuesten Entwicklungen zur Coronavirus-Infektion in Bayern im Rahmen einer Pressekonferenz am Montag, 30. März 2020, um 12.30 Uhr. Die Pressekonferenz wird als Live-Stream übertragen auf Facebook, YouTube und Instagram unter „bayern.de“ sowie auf www.bayern.de (http://www.bayern.de) . Auch das Bayerische Fernsehen berichtet live.

Samstag, 28. März:

Stadt und Landkreis Rosenheim suchen dringend Pflegepersonal – Für den Dienst in den RoMed-Kliniken bzw. in Pflege- und Altenheimen suchen Stadt und Landkreis Rosenheim kurzfristig und dringend Pflegepersonal. Auch Lösungen in Teilzeit sind möglich. Ein Teil der Pflegekräfte in den Alten- und Pflegeheimen kann auch in infektiösen Bereichen eingesetzt werden. Die Bereitstellung von Schutzkleidung ist hier sichergestellt. Interessierte Frauen und Männer melden sich per E-Mail unter pflegehilfe@kfv-rosenheim.de. Wichtige Angaben wären die persönlichen beruflichen Voraussetzungen sowie ab wann sie zur Verfügung stehen. Die RoMed-Kliniken suchen Unterstützung für ihre Pflegekräfte und Ärzte. Melden können sich hier Personen, die Erfahrung oder eine Ausbildung in der Pflege oder als medizinische Assistenz haben oder Medizin studieren oder ein Praktikum in der Alten- oder Krankenpflege (z.B. freiwilliges soziales Jahr) absolviert haben. Die RoMed Kliniken bieten einen auf bis zu drei Monate befristeten Arbeitsvertrag und eine Bezahlung entsprechend der Erfahrung bzw. Qualifikation im Rahmen des Tarifvertrages des öffentlichen Dienstes. Interessierte melden sich hier per E-Mail unter pflegedirektion@ro-med.de.

Freitag, 27. März:

Stadt Rosenheim – Lieferservice: Das städtische Sozialamt bietet ab sofort einen Lebensmittel-Lieferservice für Seniorinnen und Senioren und Personen mit Risikoerkrankungen an. „Wir wollen insbesondere älteren Mitbürgerinnen und Mitbürgern während der aktuellen Ausgangsbeschränkungen helfen und sie beim Einkauf der wichtigsten Lebensmittel oder mit einer Besorgungsfahrt zur Apotheke unterstützen“, so Sozialamtsleiter Christian Meixner. Wer diesen Service in Anspruch nehmen möchte, kann sich bei Fr. Rastinger-Daburger von der Sozialen Stadt Rosenheim unter der Telefonnummer 365 2122 melden.

Stadt Rosenheim – Parkanlagen: Die Führungsgruppe Katastrophenschutz (FüGK) hat in ihrer heutigen Sitzung (27.03.2020) als eine weitere Maßnahme zur Verminderung der Ausbreitung des Corona-Virus beschlossen, dass sämtliche städtischen Parkanlagen bis auf weiteres gesperrt werden. „Diese Maßnahme ist notwendig, um das sog. ‚Social Distancing‘ als eigentliches Ziel der vom Freistaat Bayern verhängten Ausgangsbeschränkungen durchsetzen zu helfen. Wir mussten leider feststellen, dass zahlreiche Menschen Freizeitaktivitäten zunehmend in die städtischen Parkanlagen verlegt und sich quasi häuslich auf den Parkbänken niedergelassen haben. Dies widerspricht der Zielsetzung, im Interesse der Gesundheit unserer Bürgerinnen und Bürger soziale Kontakte außerhalb des eigenen engeren familiären Umfelds auf ein absolutes Minimum zu begrenzen. Auch wenn wir wissen, dass wir damit gerade bei dem jetzt schöneren Wetter wahrscheinlich etliche Menschen verärgern, sind wir zu diesem Schritt leider gezwungen“, so Rosenheims Stadtbrandrat und FüGK-Leiter Hans Meyrl. Die Sperrungen sollen noch heute (27.03.2020) eingerichtet werden. Sie gelten zunächst auf unbestimmte

Bayerische Staatskanzlei: Am vergangenen Dienstag kündigte Ministerpräsident Dr. Markus Söder an, ein Dreiergremium werde die derzeit notwendigen, aber einschneidenden Maßnahmen in der Corona-Krise überwachen und prüfen – heute fand das Auftakttreffen mit dem Leiter des Katastrophenstabes, Staatsminister Dr. Florian Herrmann, in der Staatskanzlei statt. Die ehemalige evangelische Münchner Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler sowie die ehemaligen Präsidenten der Oberlandesgerichte Nürnberg bzw. Bamberg, Dr. Christoph Strötz und Clemens Lückemann, bilden den Dreierrat Grundrechtsschutz. Aufgabe des Beratergremiums ist es, die Staatsregierung zu unterstützen, den bestmöglichen Ausgleich zwischen effektivem Infektionsschutz und geringstmöglichen Freiheitsbeschränkungen zu finden. Der Dreierrat Grundrechtsschutz wird fortan regelmäßig tagen und sich mit der Staatsregierung austauschen.

Staatsminister Dr. Florian Herrmann: „Grundrechtsschutz hat auch in diesen Zeiten höchste Priorität. Das Monitoring ist sinnvoll, um umfassend zu bewerten, inwieweit die getroffenen Maßnahmen juristisch und ethisch mit unserem Rechtsstaat in Einklang zu bringen sind. Diese Transparenz ist unabdingbar, gerade für die Akzeptanz in der Bevölkerung.“

Rosenheim. Der Rosenheimer Stadtrat hat entschieden, bis zum Ende der Legislaturperiode nicht mehr in voller Besetzung zu tagen. Es wurde ein sog. Pandemie-Rat bestellt, der alle Befugnisse eines Ferienausschusses hat.Aufgrund der aktuellen Gefahrenlage durch das Corona-Virus hat das Bayerische Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration mit Schreiben vom 20.03.2020 ergänzend zur Allgemeinverfügung durch das Staatsministerium für Gesundheit und Pflege vom 16.03.2020 empfohlen, bis zur Ende der Wahlperiode am 30.04.2020 einen Ferienausschuss zu berufen. Dadurch soll der Geschäftsgang der Kommunen nicht gefährdet, aber gleichzeitig der Schutz vor weiterer Verbreitung des neuartigen Corona-Virus maximal gewährleistet werden. Dieser Empfehlung ist der Rosenheimer Stadtrat nachgekommen und hat einen mit allen Befugnissen des Ferienausschusses ausgestatteten Pandemie-Rat bis zum Ende der Legislaturperiode bestellt. Die Zuständigkeit des Pandemie-Rats beginnt am 01.04.2020 und endet am 30.04.2020. Die Sitzungen finden am 01.04.2020, und am 29.04.2020 statt und erledigen alle Aufgaben des Stadtrates und seiner sonstigen Ausschüsse. Die Tagesordnungspunkte werden auf das Notwendigste beschränkt. Lediglich unverzichtbare und unaufschiebbare Entscheidungen werden in dieser Zeit getroffen. Alle weiteren Entscheidungen, Bekanntgaben und Sachstandsberichte werden bis zur Entspannung der Lage vertagt.

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Die Caritas weitet ihre Unterstützung im Kampf gegen die Corona-Pandemie aus. Spezifische Corona-Hilfsprojekte im Libanon und Burundi sind angelaufen, um bestehende Gesundheits- und Versorgungsstrukturen in den Ländern für einen massiven Ausbruch der Epidemie zu wappnen. „Wir müssen mit unseren Mitteln dafür sorgen, dass sich die Menschen auf eine Epidemie bestmöglich vorbereiten. Dafür müssen wir jedes unserer Projekte überprüfen, um sie – wenn möglich – mit Corona-Komponenten zu ergänzen“, erläutert Oliver Müller, Leiter von Caritas international. Das Hilfswerk des Deutschen Caritas-Verbandes hat bereits in der vergangenen Woche eine erste Corona-Hilfsmaßnahme mit 50.000 Euro für Jordanien eingeleitet. Sie soll die Arbeit von zwölf Gesundheitszentren sichern.  Der gleiche Betrag steht nun auch für ein Projekt im Libanon bereit. Das Land, das bereits in einer tiefen wirtschaftlichen Krise steckt, hat mit der heraufziehenden Viruskrise eine landesweite Ausgangssperre erlassen, was die Arbeitslosigkeit drastisch erhöhte. Zudem hat die Regierung den medizinischen Notstand ausgerufen. Ein Ausbruch der Corona-Epidemie hätte für das Land fatale Folgen. Das Projekt der Caritas soll nun besonders bedürftige Menschen mit Geldleistungen unterstützten, ihre medizinische Behandlung und Versorgung mit Medikamente gewährleisten, sowie Arbeitslose mit Lebensmittelpaketen versorgen. Das Projekt in Bujumbura, der Hauptstadt Burundis, hilft einer Partnerorganisation von Caritas international, sich auf einen Corona-Ausbruch vorzubereiten. Die Mittel von 35.000 Euro dienen dazu, Corona-Schutzausrüstung und Hygienemaßnahmen für Gesundheitsstationen zu finanzieren, in denen HIV-Infizierte bereits behandelt werden. „Diese Menschen gehören zu den Risikogruppen und benötigen daher besondere Schutzmaßnahmen, die wir somit sicherstellen können“, erklärt Oliver Müller.  Um die Corona-Krise zu bewältigen, braucht es jetzt eine weltweite Zusammenarbeit. „Solidarität ist geboten, nicht nationaler Eigensinn“, appelliert Oliver Müller, der damit an die Forderung von UN-Generalsekretär Antonio Guterres anknüpft, Kampfhandlungen weltweit zu beenden, um die Seuche zu bekämpfen. Das meint nicht nur reale militärische Gewalt, sondern zielt auch auf Auseinandersetzungen unter den Ländern, die mit wirtschaftlichen Mitteln geführt werden. „Man sollte darüber nachdenken, Sanktionen gegen manche Länder vorübergehend aufzuheben, damit sich diese auf die Corona-Epidemie überhaupt vorbereiten können. Es geht hier nicht mehr um politische Vormachtstellung, sondern schlicht um Menschenleben.“

Für die weltweite Hilfe im Kampf gegen das Coronavirus ruft Caritas international zu Spenden auf:

Caritas international, Freiburg
Stichwort: „Corona-Hilfe
IBAN: DE88 6602 0500 0202 0202 02,
Bank für Sozialwirtschaft Karlsruhe,
BIC: BFSWDE33KRL
oder online unter: https://www.caritas-international.de/spenden/

Diakonie Katastrophenhilfe, Berlin
IBAN: DE68 5206 0410 0000 5025 02
Evangelische Bank eG
BIC GENODEF1EK1
oder online unter www.diakonie-katastrophenhilfe.de/spenden/

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Ordnungsamt der Stadt Rosenheim: Im Zusammenhang mit den Allgemeinverfügungen von Stadt und Landkreis Rosenheim zur vierzehntägigen Quarantäne von sog. Kontaktpersonen erkrankter Corona-Patienten teilt das Ordnungsamt der Stadt Rosenheim mit: „Auf schriftliche Anfrage können betroffene Arbeitnehmer mit Wohnsitz in der Stadt Rosenheim als Nachweis für den Arbeitgeber eine Bestätigung über die angeordnete Quarantäne als Nachweis erhalten. Die Bestätigung kann alternativ auch von Arbeitgebern angefordert werden, wenn sie die Zustimmung des jeweiligen Arbeitnehmers vorlegen können. Entsprechende Anfragen können Betroffene oder deren Arbeitgeber direkt an das städtische Ordnungsamt richten“, so Amtsleiter Oliver Horner.

Donnerstag, 26. März:

Landeskomitee der Katholiken: Steuerpflichtige Gläubige in Notfällen entlasten. Das Landeskomitee der Katholiken in Bayern ruft die bayerischen Diözesen angesichts des wirtschaftlichen Abschwungs während der Coronakrise zu Flexibilität bei der Erhebung der Kirchensteuer auf. „Die katholische Kirche ist einerseits auf die Kirchensteuer als Hauptfinanzierungsquelle ihrer pastoralen und gesellschaftlichen Aufgaben dringend angewiesen. Gleichzeitig muss die Kirche ihren Reden von Solidarität und Gerechtigkeit auch Taten folgen lassen und sollte steuerpflichtige Gläubige nicht überproportional zur Zahlung heranziehen“, heißt es in einer aktuellen Stellungnahme des katholischen Laiengremiums. Insbesondere bei Abfindungszahlungen im Zuge eines Arbeitsplatzverlustes oder bei Lohneinbußen durch Kurzarbeit solle die Kirchensteuer individuell bemessen werden. Die drastischen Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus führten dazu, „dass etliche Branchen erhebliche Einbußen erleiden und damit einzelne Betriebe ihre Produktion einstellen und schließen müssen“, so die Stellungnahme. Das wiederum führe zu wirtschaftlicher Unsicherheit und zunehmend auch zu Arbeitslosigkeit. Im Falle des Abbaus von Arbeitsplätzen sähen Tarifverträge oder Sozialpläne Abfindungszahlungen für Arbeitskräfte vor, die ihren Arbeitsplatz verlieren. „Die Regelungen in solchen Notfällen sind aus Sicht der katholischen Soziallehre nur zu begrüßen“, schreiben die katholischen Laien. Allerdings führten diese einmaligen Abfindungszahlungen, die bis zu zwei Jahresgehälter betragen können, aufgrund der geltenden Steuerprogression „nicht nur zu einer absolut, sondern auch zu einer relativ höheren Lohn- und Einkommenssteuer, und in der Folge für die steuerpflichtigen Gläubigen auch zu einer absolut und relativ höheren Kirchensteuer“. Zudem zeige die aktuelle Krise, dass zahlreiche Beschäftigte durch Kurzarbeit Lohneinbußen hinnehmen müssen. „Aktuell steht ihnen damit weniger Einkommen zur Verfügung, sie müssen aber womöglich für das vergangene Jahr noch höhere Kirchensteuerzahlungen leisten“, gibt das Laiengremium zu bedenken. Das Landeskomitee ersucht deshalb die sieben bayerischen Diözesanbischöfe, durch die jeweiligen diözesanen Kirchensteuerämter als Vollzugsbehörden der gemeinschaftlichen Steuerverbände für Kirchensteuerzahler die Möglichkeit zu prüfen, die Steuer über mehrere Jahre verteilt zu zahlen (Stundung) oder die durch die steuerliche Progression auch relativ höhere Kirchensteuer abweichend festsetzen zu lassen. Aus Gründen der Gerechtigkeit und mit Blick auf die gemeinschaftlichen Aufgaben, die durch das Kirchensteueraufkommen erfüllt werden, werde allerdings „ein vollständiger Erlass nur in Ausnahmefällen in Frage kommen“. (hs)

Landratsamt Rosenheim: Kfz-Zulassungen nur noch in Ausnahmefällen – Aufgrund der aktuell geltenden Ausgangsbeschränkungen hat das Landratsamt Rosenheim alle Zulassungsstellen geschlossen. Einzige Ausnahme ist die Zulassungsstelle des Landkreises in Rosenheim, in der noch vorab vereinbarte Termine erledigt werden können. Allerdings werden nur dringend notwendige Zulassungen vorgenommen, beispielsweise für eine Pflegekraft oder einen Polizeibeamten. Um die Dringlichkeit im Einzelfall prüfen zu können, sind Terminvereinbarungen nur telefonisch oder schriftlich möglich. Online-Termine über die Homepage des Landkreises werden nicht mehr vergeben.

Auf Initiative von Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber wird die bayerische „Corona-Soforthilfe“ ausgeweitet. Nun können auch für nichtlandwirtschaftliche Unternehmenszweige wie Urlaub auf dem Bauernhof oder Angebote zur Gemeinschaftsverpflegung Anträge gestellt werden. Ministerin Kaniber: „Damit wird das Hilfspaket der Staatsregierung rund. Denn diese Nebenbetriebe können im Einzelfall genauso betroffen sein wie Hotels und Gaststätten.“ Auch sie dürfen keine Touristen mehr als Gäste aufnehmen. Und bei Direktvermarktern und Caterern, die nun mehrere Wochen ihre Klientel wie Kitas und Schulen nicht mehr beliefern können, könnte es ebenfalls zu Liquiditätsengpässen kommen, so Kaniber. Für solche Fälle besteht nun die Möglichkeit, Sofortgeld zu beantragen. Die Antragstellung auf Soforthilfe ist mit dem entsprechenden Formblatt bei der zuständigen Bezirksregierung zu stellen. Die Hilfe reichen von 5.000 Euro bei fünf Beschäftigten bis zu 7.500 Euro bei zehn Beschäftigten. Auch die Bundesregierung hat am 23. März 2020 nach bayerischem Muster eine „Corona-Soforthilfe für Kleinstunternehmen und Soloselbständige“ beschlossen. Diese müsse dann auch landwirtschaftlichen Betrieben offenstehen, fordert die Ministerin. Für coronabedingte Liquiditätsengpässe in der Landwirtschaft sollen neben den Kreditangeboten der Landwirtschaftlichen Rentenbank zusätzlich Soforthilfen des Bundes bereitstehen. Bayern plant, auch dieses Soforthilfeprogramm des Bundes wie schon das Bayerische Soforthilfeprogramm über die Regierungen, abzuwickeln. Für das Bundesprogramm müssen die Beteiligungsmöglichkeit der Landwirtschaft sowie die genauen Umsetzungsvorgaben zwischen Bund und Ländern noch ausgearbeitet werden. Der Zeitpunkt für eine Antragstellung ist derzeit noch nicht bekannt.

Corona-Krise: Bürgertelefon der Stadt Rosenheim weiter in Betrieb

Das städtische Bürgertelefon unter der Rufnummer 08031 – 365 8 365 ist heute, Donnerstag, 26. März und morgen, Freitag, 27. März 2020 jeweils von 8 – 16 Uhr in Betrieb. Am Samstag, 28. März und am Sonntag, 29. März 2020 ist das Bürgertelefon jeweils von 8 – 12 Uhr besetzt.

Dienstag, 24. März:

Der Dorfladen in Sachrang informiert:
Zusammenhalten heißt auch „Hand in Hand“ arbeiten! Ihr Sachranger Dorfladen hat die Waren des täglichen Bedarfs wie gewohnt ausreichend im Sortiment und wird regelmäßig beliefert. Engpässe gibt es kaum bzw. nur sehr kurzfristig. Die regionalen Waren unserer Tiroler Nachbarn vom Niederndorferberg • Sennerei Hatzenstädt • Hinterschachnerhof und • Mittertrey erhalten Sie wie gewohnt im Dorfladen.
Bestellungen für Fleischwaren von der Metzgerei Angermann können zum nächsten Werktag geliefert werden. Unsere Mitarbeiter/innen beachten sehr genau die notwendigen Hygienemaßnahmen. Kunden, die unseren Laden betreten desinfizieren sich die Hände und halten Abstand. Wir bitten unsere Kunden aber zu unser aller Schutz: nutzen Sie stärker unseren Lieferservice! Sie erreichen uns per Telefon 08057 9045123, per Fax 08057 9045124, per Mail info@der-sachranger.de oder per Brief in den Briefkasten rechts vom Eingang „Hand in Hand“ unterstützen uns beim Liefern auch viele Sachranger Bürger. So können wir Ihnen zu der Bestellung im Dorfladen auch die warme Mahlzeit liefern, die Sie in den Gaststätten Sachrangs bestellen und nicht selbst holen können – ob Pizza, das Nudelgericht oder die Fleischmahlzeit (bitte keine Fischgerichte).
Wir halten zusammen und so sichern wir alle gemeinsam unser Leben in Sachrang. Bleiben sie gesund!

Landkreis Rosenheim erließ Allgemeinverfügung zu Kontaktpersonen der Kategorie I

Personen, die direkten Kontakt mit einem bestätigten COVID-19-Patienten hatten, müssen 14 Tage in häusliche Quarantäne. Der Landkreis Rosenheim erließ heute (24.03.20) eine entsprechende Allgemeinverfügung, die am 25. März in Kraft tritt. Die Allgemeinverfügung des Landkreises entlastet das Team des Staatlichen Gesundheitsamtes, weil eine telefonische oder schriftliche Anhörung von Kontaktpersonen der Kategorie I nicht mehr notwendig ist. Konkret heißt das, für Personen, die durch das Staatliche Gesundheitsamt als Kontaktpersonen der Kategorie I ermittelt sind, wird für einen Zeitraum von 14 Tagen eine so genannte häusliche Quarantäne angeordnet. Die Absonderung beginnt mit dem letzten Kontakt zum bestätigten SARS-CoV-2-Fall. Sollten sich innerhalb dieser 14-tägigen Quarantänezeit Erkrankungssymptome wie Husten, Schnupfen, Fieber, Kurzatmigkeit, Muskel-, Gelenk-, Kopf- oder Halsschmerzen entwickeln, verlängert sich die Quarantäne um weitere 14 Tage, beginnend ab dem ersten Tag des Auftretens der Erkrankungssymptome. Diese Anordnung endet nach Ablauf dieser 14 Tage aber nur, wenn die Kontaktperson 48 Stunden vor Ablauf der Quarantänezeit symptomfrei ist. Sollte dies nicht der Fall sein, verlängert sich die Quarantänezeit so lange, bis die Person 48 Stunden symptomfrei ist. In dieser Zeit darf die Wohnung ohne ausdrückliche Zustimmung des Gesundheitsamtes nicht verlassen werden. Lediglich der Aufenthalt im Garten oder auf dem Balkon ist gestattet. Der Besuch von Personen, die nicht dem Haushalt angehören, ist untersagt.

Wer Kontaktperson der Kategorie I ist, hat das Robert-Koch-Institut festgelegt. Dies sind:

  • Personen mit kumulativ mindestens 15-minütigem Gesichts- („face-to-face“) Kontakt, z.B. im Rahmen eines Gesprächs. Dazu gehören z.B. Personen aus Lebensgemeinschaften im selben Haushalt.
  • Personen mit direktem Kontakt zu Sekreten oder Körperflüssigkeiten, insbesondere zu respiratorischen Sekreten eines bestätigten COVID-19-Falls, wie z.B. Küssen, Kontakt zu Erbrochenem, Mund-zu-Mund Beatmung, Anhusten, Anniesen, etc.
  • Personen die aerosolbildenden Maßnahmen ausgesetzt sind
  • Medizinisches Personal mit Kontakt zum bestätigten COVID-19-Fall im Rahmen von Pflege odermedizinischer Untersuchung (≤ 2m), ohne verwendete Schutzausrüstung.

Der Wirtschaftsbeirat der Union e.V. informiert: „Staat und Gesellschaft leben von der Realwirtschaft” – so Präsidentin Prof. Dr. Angelika Niebler in ihrem aktuellen Video-Statement. Die Auswirkungen der Corona-Pandemie stellen die Unternehmen in unserem Land vor eine Herausforderung, wie wir sie bisher nicht gekannt und nicht geahnt haben. Angelika Niebler setzt sich aus ihrem Home-Office dafür ein, dass die zugesagten Liquiditätshilfen schnell und unbürokratisch bei den Betrieben ankommen. Sie plädiert, bereits jetzt den Rahmen dafür zu schaffen, dass die Unternehmen nach dem Lockdown schnell wieder durchstarten und alle Selbstheilungskräfte mobilisieren können.  Im Einzelnen darf ich Sie auf das Video-Statement unserer Präsidentin in ganzer Länge verweisen: https://youtu.be/XQPjG7GpgBg

Präsidentin Niebler bittet zudem, den Spendenaufruf von Prof. Dr. Hans-Werner Sinn zu unterstützen: https://www.wbu.de/media/news/medienservice/pressemitteilungen_positionen/20200324_CoronaHilfeItalien_Sinn.pdf

 

Deutschlands Restaurants und Hotels fordern ein Corona-Nothilfeprogramm für das Gastgewerbe. „Die bislang von der Bundesregierung vorgesehenen Rettungsmaßnahmen zur Abmilderung der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie sind entweder für sehr große Unternehmen oder sehr kleine Wirtschaftseinheiten konzipiert und tragen den Besonderheiten im mittelständisch geprägten Gastgewerbe nicht hinreichend Rechnung. Wir befürchten daher, dass die Hilfen in unserer Branche nicht greifen werden“, erklärt Guido Zöllick, Präsident des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (DEHOGA Bundesverband), und mahnt Nachbesserungen an. „Wir haben uns daher am Dienstag mit einem gemeinsamen Brief an die Bundeskanzlerin und die zuständigen Bundesminister gewandt, damit die Zielsetzung der Bundesregierung, kein Unternehmen und kein Job solle in der Krise verloren gehen, auch für unsere besonders betroffene Branche gilt“, ergänzt Otto Lindner, Vorsit-zender des Hotelverbandes Deutschland (IHA).

Aus Sicht von DEHOGA und IHA muss bei den folgenden Maßnahmen im Sinne eines gastgewerblichen Nothilfeprogramms dringend nachgebessert werden:

1. Der Entwurf der vertragsrechtlichen Regelungen aus Anlass der COVID-19-Pandemie sieht eine Aussetzung der Pflicht zur Zahlung von Mieten und Pachten vor. Das ist aber lediglich eine Stundung und hilft den Unternehmen in Hotellerie und Gastronomie nicht, da anders als in fast allen Wirtschaftsbereichen Umsätze im Gastgewerbe nicht nachgeholt werden können. Deshalb sollte im Gesetz eine explizite Formulierung dahingehend aufgenommen werden, dass bei einem Wegfall der Geschäftsgrundlage für Pacht- und Mietverhältnisse ein angemessener Interessenausgleich zwischen den Parteien zu suchen ist, z.B. eine hälftige Lastenteilung.

2. Der Wirtschaftsstabilisierungsfonds sollte ausdrücklich auch Unter-nehmen mit weniger als 43 Millionen Euro Bilanzsumme, 50 Millionen Euro Umsatz und weniger als 249 Arbeitnehmer zugänglich sein. Er sollte zur Stabilisierung der Vertragsverhältnisse explizit auch für die Abdeckung von Miet- und Pachtzahlungen in Form verlorener Zuschüsse of-fenstehen.

3. Die über die Hausbanken konstruierten Liquiditätshilfemaßnahmen von Bund und Ländern drohen bei einer Vielzahl der gastgewerblichen Betriebe aufgrund der Bearbeitungsengpässe der Banken, der Pflicht zur Prüfung der Fortführungsaussichten und des schlechten allgemeinen Branchenratings nicht zu wirken. Es müssen daher die bankenaufsichtsrechtlichen Regeln (Basel I – III) temporär ausgesetzt werden und eine staatliche Haftungsfreistellung von nahezu 100 Prozent vorgesehen werden. Das EU-Beihilferecht ist insofern noch einmal kurzfristig anzupassen.

4. Den erheblichen Folgen der Engpässe in der Bearbeitung der Anträge auf Kurzarbeitergeld auf die massiv angespannte Liquidität gastgewerblicher Unternehmen sollten umgehend durch die Gewährleistung unbürokratischer Abschlagszahlungen schon Ende März/Anfang April entgegengewirkt werden. Das wäre ein effektiver Beitrag zur Schadensbegrenzung. Eine Einbeziehung der Auszubildenden in das Kurzarbeitergeld vom ersten Tag an sollte schnell und pragmatisch ermöglicht werden. Auch angesichts des erheblichen kurzfristigen Arbeitskräftebedarfs anderer Branchen, wie z.B. dem Einzelhandel und der Landwirtschaft, sollte unseren Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern eine anrechnungsfreie Nebentätigkeit trotz Kurzarbeitergeldbezug pauschal zwecks Nothilfe gestattet werden.

5. Die Bundesregierung sollte eine Klarstellung im Infektionsschutzgesetz vornehmen, dass bei Vorliegen einer Allgemeinverfügung zur Schließung von Betrieben oder erheblichen Einschränkung deren Geschäftsbetriebs ein Schadensersatzanspruch (mit Rückwirkung) zusteht.

„Ohne diese Korrekturen drohen gastgewerbliche Betriebe, insbesondere mit mehr als zehn Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, durch das Raster der staatlichen Hilfsprogramme zu fallen. Auch mit Blick auf die Kleinstunternehmen und die vorgesehenen Sofortmaßnahmen sind wir skeptisch, ob diese ausreichend sind. Die von uns vorgeschlagenen Nachbesserungen müssen daher noch im Laufe dieser Woche unbedingt auf den Weg gebracht werden, um irreparablen Schaden von den Unternehmern und Beschäftigten in Hotellerie in Gastronomie abzuwenden,“ fordern Guido Zöllick und Otto Lindner.
Absage der Wahl der 11. Bayerischen Bierkönigin 2020/2021

In Anbetracht der aktuellen Corona-Pandemie hat sich der Bayerische Brauerbund entschlossen, in diesem Jahr keine neue Bayerische Bierkönigin zu wählen. „Derzeit müssen wir leider davon ausgehen, dass das Finale nicht wie geplant am 14. Mai 2020 im Löwenbräukeller stattfinden kann“, so der Hauptgeschäftsführer des Bayerischen Brauerbunds, Dr. Lothar Ebbertz. „Nach sorgfältiger Abwägung des Für und Wider nehmen wir auch davon Abstand, eine neue Bierkönigin dieses Jahr auf anderem Weg zu wählen“. In Frage gekommen wäre eine reine Online-Abstimmung oder die ausschließliche Ernennung durch eine Jury. Damit reagiert der Bayerische Brauerbund auf die Absagen zahlreicher Brauereifeste und Veranstaltungen im In- und Ausland, bei denen die Bierkönigin das Bayerische Bier und die heimischen Brauereien hätte vertreten sollen.

Seit 2001 wird die Wahl der Bayerischen Bierkönigin vom Bayerischen Brauerbund organisiert. Die Wahl entscheidet sich durch Stimmen des Online-Votings, die Jurystimmen und durch die Saalabstimmung am Wahlabend. Der Wahlabend war dieses Jahr für den 14. Mai geplant, das Online-Voting sollte am 7. April starten. Die 7 Kandidatinnen, die sich bereits beim Casting am 04. März für das Finale am Wahlabend qualifiziert hatten, werden auch nächstes Jahr die Gelegenheit bekommen, im Finale gegeneinander anzutreten. Die amtierende 10. Bierkönigin Vroni Ettstaller wird bis zur Wahl der Nachfolgerin im Mai 2021 im Amt bleiben.

Diözesanratsvorsitzender ermutigt zu Gebets- und Hilfsaktionen und klaren Worten gegenüber Egoisten

Kreative Formen der Nähe zum Mitmenschen zu entwickeln, um in der aktuellen Krise „vorbildhaft zu zeigen, wie wir trotz Sicherheitsabstand miteinander beten, uns gegenseitig unterstützen und gemeinsam Kirche leben können“ – dazu ruft der Vorsitzende des Diözesanrats der Katholiken der Erzdiözese München und Freising, Hans Tremmel, Christinnen und Christen auf. In den Pfarrgemeinden und katholischen Verbänden gebe es viele, die mit Telefonaten, E-Mails und in anderen Medien mit fantasievollen Angeboten den sozialen Kontakt sicherstellten. Gerade auch die katholischen Laien und ehrenamtlich Engagierten hätten in dieser schweren Bewährungsprobe einen unverzichtbaren Beitrag zu leisten für die Gesellschaft und könnten die Nähe Gottes erfahrbar machen, betont Tremmel in einem Schreiben an Pfarrgemeinderäte und Verbände. Die Kirche lebe nicht alleine aus der Liturgie, sondern auch „aus der lebendigen Verkündigung der frohen Botschaft und der tätigen Nächstenliebe“ – vor allem jetzt, wo viele verunsichert oder in ihrer wirtschaftlichen Existenz bedroht seien. Besonders in den Blick zu nehmen seien dabei Kranke, Alte und Schwache. Auf seiner Internetseite www.dioezesanrat-muenchen.de/corona sammelt der Diözesanrat Beispiele von originellen Hilfsaktionen und spirituellen Angeboten und will damit zur Nachahmung anregen.

Auch appelliert der Diözesanratsvorsitzende an die kirchlich Engagierten, die zum Schutz der Bevölkerung von staatlicher Seite auferlegten Beschränkungen mit „großer innerer Zustimmung“ mitzutragen. „Ernst zu nehmen, was auf uns zukommt, ist nicht nur Bürgerpflicht, sondern auch zentraler Bestandteil christlicher Verantwortung“, unterstreicht Tremmel und verweist auf die in der Verfassung festgeschriebene unantastbare Würde des Menschen: „Aus diesem Grund verbietet sich die Idee einer Herdenimmunisierung, die zum größtmöglichen Glück der Bevölkerungsmehrheit bewusst viele Menschenleben opfert, um den Stärksten, Jüngsten und Gesündesten weiterhin und relativ rasch ein weitgehend uneingeschränktes Leben zu garantieren.“ Verantwortung heiße zunächst und vor allem: zu Hause bleiben. Die notwendige physische Distanzierung sei ein Akt der Solidarität mit denjenigen, die durch das Virus in Lebensgefahr geraten könnten: „Ignoranten und Egoisten, Relativierer und Realitätsverweigerer in die Schranken zu weisen, ist unsere Pflicht.“

Lobend hebt Tremmel hervor, dass sich vielerorts Freiwillige bereit erklärten, Einkäufe für ältere oder kranke Nachbarn zu erledigen oder Kinder zu betreuen, deren Eltern weiterhin ihrem Beruf nachgehen müssen. Zugleich erinnert der Diözesanratsvorsitzende nachdrücklich daran, „dass die christliche Nächstenliebe eine globale Dimension hat, dass die Rede von der Menschheitsfamilie und von der Weltschicksalsgemeinschaft gerade in den Herausforderungen der Pandemie keine hohle Phrase sein darf“. Der oberste Laienvertreter im Erzbistum bittet ebenso darum, denen Wertschätzung entgegenzubringen, auch mit einem freundlichen Wort, die in dieser Krise „mehr tun als ihre Pflicht“, um die Grundversorgung aufrechtzuerhalten: unter anderem nennt er Ärzte und Pflegekräfte, Mitarbeitende im Lebensmittelhandel, Beschäftigte in Ver- und Entsorgungsbetrieben sowie Lehrkräfte. Damit verbindet Tremmel die Hoffnung, dass diese Wertschätzung auch nach der Krise erhalten bleibe und ergänzt: „Dabei sollten wir gerade die nicht vergessen, denen wir dieses ziemlich gut funktionierende Staatswesen erst zu verdanken haben – das sind eben die ,Alten‘.“

Bericht: Erzbischöfliches Ordinariat

 

Corona-Testzentrum auf der Loretowiese in Rosenheim

Der Ärztliche Kreisverband Rosenheim hat heute (24. März 2020) mit Unterstützung der Stadt Rosenheim ein Corona-Testzentrum auf der Loretowiese in Betrieb genommen. Dort werden ausschließlich Personen getestet, die von ihrem Hausarzt per Überweisungsschein direkt dorthin verwiesen werden. Geplant sind aktuell etwa 80 Patientenabstriche pro Tag.

Dabei ist auf folgendes Vorgehen zwingend zu achten:

  1. Bei Beschwerden nimmt der Patient telefonisch Kontakt zum Hausarzt auf und schildert seine Symptome.
  2. Anhand eines Fragenkatalogs stellt der Hausarzt fest, ob eine Testung des Patienten sinnvoll ist.
  3. Falls ja, erhält der Patient auf sicherem Weg ein Teströhrchen und einen Überweisungsschein, mit dem er sich im Testzentrum auf der Loretowiese vorstellt.
  4. Dort wird ein Abstrich entnommen und ins Labor geschickt.
  5. Die Testergebnisse schickt das Labor an den Hausarzt, der den Patienten informiert.
  6. Zwischen der Testung und der Ergebnismitteilung hat der Patient in häuslicher Quarantäne zu verbleiben.

 Es ist unbedingt zu beachten, dass ohne Rücksprache mit dem Hausarzt und ohne Ausstellung eines Überweisungsscheins kein Abstrich erfolgt. Die Bevölkerung wird gebeten, das Testzentrum nicht zu behindern und nur anzufahren, wenn ein Patient vom Hausarzt einen Überweisungsschein für das Testzentrum und ein Teströhrchen für den Abstrich erhalten hat. Im Testzentrum erfolgt ausschließlich ein Abstrich, keine weitergehende ärztliche Untersuchung oder Versorgung.

Mit der Einrichtung des Testzentrums aus der Loretowiese sollen der stark belastete Hausbesuchsdienst der Kassenärztlichen Vereinigung Bayern (KVB) und die Rosenheimer Hausärzte entlastet sowie knappes Infektionsschutzmaterial eingespart werden.

Montag, 23. März:

  • Appell des City-Management Rosenheim e.V.: Die Vermieter werden gebeten, Zugeständnisse zu machen (z.B. Reduktion auf die Betriebskosten + X) . Es ist allemal besser für 2-4 Monate auf einen Mietanteil zu verzichten als nach der Krise noch mit 6 Monaten Leerstand zu kämpfen, weil der Mieter pleite ist. Natürlich sind auch Stundungen und Überbrückungsdarlehen des Staates eine Möglichkeit, diese werden jedoch schon oft für Personalkosten verwendet. Denken Sie an die Zukunft der Innenstadt. Das Bild unserer Stadt wird sich weiter ändern und die Leerstände waren bereits vor der Krise nicht mehr leicht nachzubesetzen, Corona wird dies verstärken.
  • Stadtverwaltung Rosenheim: Auch im Hinblick auf die von der Bundesregierung beschlossenen Einschränkungen zur Bekämpfung der Corona-Krise hat die Stadt Rosenheim ihr Bürgertelefon neuerlich aktiviert. Ab heute (Mo., 23. März 2020) von 8 – 18 Uhr können die Bürgerinnen und Bürger unter der Telefonnummer 08031/365 8 365 ihre Fragen zur Corona-Pandemie und den Ausgangsbeschränkungen stellen. Die Stadtverwaltung Rosenheim weist erneut darauf hin, dass persönliche Vorsprachen bei den städtischen Ämtern nur noch in dringenden Fällen nach Terminvereinbarung möglich sind
  • Abgesagt sind am Samerberg: Volksmusikwoche ab Ostermontag sowie JHV vom Obst- und Gartenbauverein (24.3.) und WSV (27.3.).
  • Das Samerberger Rathaus sowie die dort tätige Gäste-Information sind derzeit nur per Telefon 08032-98940 oder per email unter gemeinde@samerberg.de erreichbar. Die Nutzung aller kommunalen Einrichtungen wie Grundschule, Samerberger Halle, Kinderkrippe und Kindergarten ist untersagt.
  • Die Stadtkapelle Wasserburg hat sich schweren Herzens entschlossen, das Frühlings-Konzert, das für 9. Mai geplant war, abzusagen. „Die Lage ist zu unsicher und die Organisation sehr umfangreich. Nicht nur die vielen ehrenamtlichen Stunden, auch die finanziellen Verpflichtungen im Vorfeld von einem Konzert haben uns letztlich zu dieser Entscheidung gezwungen”, so Vorsitzender Georg Machl.

Sonntag, 22. März:

  • Das Konzert „Triolog“ aus der Jazzreihe Stauber & Friends am Sonntag, 29. März, 19 Uhr im Evangelischen Gemeindezentrum Prien, Kirchenweg 13, mit Till Martin t-sax, Henning Sieverts b, cello, Philipp Stauber git wird auf Grund der Empfehlungen und Vorgaben der Landesregierung zum Thema Corona abgesagt.

Freitag, 20. März:

  • Aus aktuellem Anlass informieren Ministerpräsident Dr. Markus Söder, Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger, Innenminister Joachim Herrmann und Gesundheitsministerin Melanie Huml über die neuesten Entwicklungen zur Coronavirus-Infektion in Bayern im Rahmen einer Pressekonferenz am Freitag, 20. März 2020, um 12.30 Uhr. Die Pressekonferenz wird als Live-Stream übertragen auf Facebook, YouTube und Instagram jeweils unter bayern.de sowie unter www.bayern.de  (http://www.bayern.de) . In Gebärdensprache übersetzt und untertitelt kann die Pressekonferenz unter www.verbavoice.net/player/bayrischestaatskanzlei/Main.html (http://www.verbavoice.net/player/bayrischestaatskanzlei/Main.html)  verfolgt werden.
  • Die Hörfunkwellen B5 aktuell und Bayern 2 werden ab kommendem Montag, 23. März 2020, bis auf Weiteres ein überwiegend gemeinsames Programm senden. Der Name des neuen Angebots lautet „Informationen, Hintergrund und Gespräche – das gemeinsame Programm von B5 aktuell und Bayern 2“.
  • Prien: Veranstaltungen und Führungen bis 19. April vorerst abgesagt
    Aufgrund der aktuellen Situation zur Corona-Krise können vorerst bis zum Ende der Osterferien am Sonntag, 19. April 2020 keine von der Prien Marketing GmbH geplanten Veranstaltungen und Führungen stattfinden. Aus diesem Grund wird vorerst auch kein Veranstaltungsflyer für April gedruckt.  Der geplante Kabarettabend mit „Markus Langer“ am 26.03.2020 im Chiemsee Saal wird aufgrund des aktuellen Veranstaltungsverbotes auf den 11.09.2020 verschoben. Alle bereits gekauften Karten behalten ihre Gültigkeit.
  • Vor dem Hintergrund der Ausbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2 hat Wissenschafts- und Kunstminister Bernd Sibler entschieden, die für den 28. April 2020 angesetzte Eröffnung der Bayerischen Landesausstellung 2020 „Stadt befreit. Wittelsbacher Städtegründer“ im Wittelsbacher Schloss in Friedberg und im FeuerHaus in Aichach zu verschieben. „Als großer Fan der Landesaustellung fällt mir diese Entscheidung sehr schwer. Das ist ein schmerzlicher Stich in mein Historiker-Herz. Aber die Gesundheit der Besucherinnen und Besucher sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hat in diesen Tagen besondere Priorität. Deswegen handeln wir jetzt verantwortungsvoll und präventiv – zum Schutz unserer Bevölkerung!“ Über einen neuen Eröffnungstermin werde entschieden, so Sibler. Die ursprüngliche Laufzeit für die Bayerische Landesausstellung 2020 „Stadt befreit. Wittelsbacher Städtegründer“ war vom 29. April bis 8. November 2020 angesetzt. Die Landesausstellung zeigt die spannende Entwicklung von Bayerns Städten und Märkten in der Zeit von 1200 bis 1300: Der Vergleich zwischen damals und heute macht offensichtlich, wie ursprüngliche Systeme bis heute das Leben in unseren Städten prägen. Veranstalter der Landesausstellung ist das Haus der Bayerischen Geschichte in Zusammenarbeit mit dem Landkreis Aichach-Friedberg und den Städten Aichach und Friedberg.
  • Der Bezirk Oberbayern hat mit den Trägern der Einrichtungen und Dienste der Behindertenhilfe großzügige Vereinbarungen getroffen, um die Corona-Krise finanziell zu überbrücken. „Wir spannen einen Schutzschirm über unseren Partnern auf“, sagte Bezirkstagspräsident Josef Mederer. „Keine Einrichtung darf jetzt in existentielle Nöte geraten. Damit haben unsere Partner den Kopf frei, die Herausforderungen engagiert und kreativ zu meistern.“ Gleichzeitig habe der Bezirk Oberbayern damit die Weichen gestellt, so der Bezirkstagspräsident weiter, „dass jetzt niemand seinen Job verliert und nach dieser Ausnahmesituation alle in der gewohnten und bewährten Weise weiterarbeiten können. Wir werden weiterhin schnell, entschlossen und verantwortungsbewusst handeln, um die Ansteckung mit dem Corona-Virus einzudämmen. Dafür setzen wir im Bezirk Oberbayern all unsere Energien und Ressourcen ein.“
  • Kulturförderverein Prien: Die Abwehrmaßnahmen gegen das Coronavirus lähmen nun auch den Kulturbetrieb in Prien. So musste die derzeitige Ausstellung Künstlerfreunde Marianne Lüdicke, Konrad Huber, Lenz Hamberger in der Galerie im Alten Rathaus bereits schließen. Damit entfällt natürlich auch die Führung am 22. März 2020. Abgesagt ist ferner die nächste Ausstellung WAHRHAFT- W. G. Maxon als Künstler, Lehrer und Schriftsteller, die vom 04.04. – 17.05.2020 stattfinden sollte.  Bis auf Weiteres muss auch der Kulturstammtisch im Kronasthaus, am letzten Freitag jedes Monats, entfallen.
  • Am 19. März hat Passaus Oberbürgermeister Jürgen Dupper mitgeteilt, daß die Passauer Maidult 2020 nach einer Absprache von Vertretern der Brauereien, den Festwirten und den Schaustellern aufgrund der Corona-Krise abgesagt wird. Der Dreiflüsse-Trachtengau Passau ist von der Stadt Passau informiert worden, dass der diesjährige Trachten- und Schützenumzug, der am Sonntag, 3. Mai 2020 stattfinden sollte, abgesagt wird.

Foto: Prien Marketing GmbH

 

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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