Corona-Krise

Weitere aktuelle Informationen zur Corona-Krise

Anton Hötzelsperger
Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Dienstag, 2. Juni:

Fallzahlenentwicklung: Landkreis Rosenheim –  Am 01.06.2020 wurden dem Gesundheitsamt keine neuen Fälle für Stadt und Landkreis Rosenheim gemeldet. Bisher sind insgesamt 2780 Fälle von COVID-19 in Stadt und Landkreis Rosenheim aufgetreten (Landkreis: 2270, Stadt: 510). Mittlerweile wurde bei mindestens 1977 Personen eine Genesung dokumentiert. 211 Personen sind bis zu diesem Zeitpunkt an der Erkrankung gestorben. Von den Verstorbenen waren 7 Personen unter 60 Jahren. 143 Verstorbene waren über 80 Jahre alt. 61 COVID-19-Patienten werden aktuell in Stadt und Landkreis Rosenheim stationär behandelt. Hiervon befinden sich 9 Patienten auf einer Intensivstation. Die 7-Tage-Inzidenz (Fälle pro 100.000 Einwohner während der letzten 7 Tage) liegt mit Stand 02.06.2020 (0:00 Uhr) für die Stadt Rosenheim bei 6,32, für den Landkreis Rosenheim bei 6,13.

Weitere Berichte zur Situation in Bayern und Deutschland finden Sie auf den Seiten des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit und des Robert Koch-Instituts:

https://www.lgl.bayern.de/gesundheit/infektionsschutz/infektionskrankheiten_a_z/coronavirus/karte_coronavirus/index.htm

https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Fallzahlen.html

Die fünfte Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung ist zu sehen bei diesem Link: https://www.tourismus.prien.de/wp-content/uploads/2020/06/baymbl-2020-304.pdf

Das Hygienekonzept für Touristische Dienstleister  ist zu sehen bei diesem Link: https://www.tourismus.prien.de/wp-content/uploads/2020/06/baymbl-2020-305-002.pdf

Freitag, 29. Mai:

Regierung von Oberbayern: Mehr als 610 Millionen Euro Soforthilfe ausgezahlt  –  Bis zum heutigen Tag hat die Regierung von Oberbayern mehr als 610 Millionen Euro Soforthilfe an oberbayerische Betriebe und Freiberufler ausgezahlt. Seit Beginn des Programms, das die bayerische Staatsregierung Mitte März aufgelegt hat, sind rund 110.000 Anträge bei der Behörde eingegangen, deren Bearbeitung nun abgeschlossen ist. In rund 90.000 Fällen konnte eine Bewilligung erfolgen. Nicht berücksichtigt sind dabei Antragsteller aus der Landeshauptstadt München, deren Anträge vom dortigen Wirtschaftsreferat bearbeitet wurden.  „Wir freuen uns sehr, dass wir für die klein- und mittelständischen Unternehmer der gewerblichen Wirtschaft in Oberbayern, die durch die Corona-Krise in einen existenzbedrohlichen Liquiditätsengpass geraten sind, einen wichtigen Beitrag zur Überbrückung der schwierigen Situation leisten konnten“, freut sich Regierungspräsidentin Maria Els. „Ich bin froh und stolz, dass unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durch ihren unermüdlichen Einsatz diese große Zahl an Anträgen innerhalb weniger Wochen abgearbeitet haben.“   Ergänzend weist die Regierung von Oberbayern darauf hin, dass Anträge auf Soforthilfe nur noch bis einschließlich 31. Mai 2020 über ein Online-Formular unter www.stmwi.bayern.de/soforthilfe-corona eingereicht werden können. Die noch eingehenden Neuanträge werden schnellstmöglich verbeschieden. Für Unternehmen in Oberbayern, die ihre Betriebs- bzw. Arbeitsstätte außerhalb der Landeshauptstadt München haben, ist die Regierung von Oberbayern zuständige Bewilligungsbehörde, für Betriebe mit Sitz im Stadtgebiet von München die Landeshauptstadt München.

Rosenheim – FallzahlenentwicklungAm 28.05.2020 wurden dem Gesundheitsamt 7 neue Fälle für Stadt und Landkreis Rosenheim gemeldet. Bisher sind insgesamt 2777 Fälle von COVID-19 in Stadt und Landkreis Rosenheim aufgetreten (Landkreis: 2267, Stadt: 510). Mittlerweile wurde bei mindestens 1946 Personen eine Genesung dokumentiert. 209 Personen sind bis zu diesem Zeitpunkt an der Erkrankung gestorben (Landkreis: 185, Stadt: 24). Von den Verstorbenen waren 7 Personen unter 60 Jahren. 141 Verstorbene waren über 80 Jahre alt. 64 COVID-19-Patienten werden aktuell in Stadt und Landkreis Rosenheim stationär behandelt. Hiervon befinden sich 10 Patienten auf einer Intensivstation. Die 7-Tage-Inzidenz (Fälle pro 100.000 Einwohner während der letzten 7 Tage) liegt mit Stand 29.05.2020 (0:00 Uhr) für die Stadt Rosenheim bei 4,74, für den Landkreis Rosenheim bei 9,96.

Donnerstag, 28. Mai:

Fallzahlenentwicklung für Landkreis und Gesundheitsamt Rosenheim: Am 27.05.2020 wurden dem Gesundheitsamt 7 neue Fälle für Stadt und Landkreis Rosenheim gemeldet. Bisher sind insgesamt 2770 Fälle von COVID-19 in Stadt und Landkreis Rosenheim aufgetreten (Landkreis: 2261, Stadt: 509). Mittlerweile wurde bei mindestens 1932 Personen eine Genesung dokumentiert. 208 Personen sind bis zu diesem Zeitpunkt an der Erkrankung gestorben. Von den Verstorbenen waren 7 Personen unter 60 Jahren. 141 Verstorbene waren über 80 Jahre alt. 66 COVID-19-Patienten werden aktuell in Stadt und Landkreis Rosenheim stationär behandelt. Hiervon befinden sich 10 Patienten auf einer Intensivstation. Die 7-Tage-Inzidenz (Fälle pro 100.000 Einwohner während der letzten 7 Tage) liegt mit Stand 28.05.2020 (0:00 Uhr) für die Stadt Rosenheim bei 4,74, für den Landkreis Rosenheim bei 9,96.

Mittwoch, 27. Mai:

BayernTrend Mai 2020: Markus Söder weiter mit Spitzenwert – Menschen im Freistaat zufrieden mit Lockerungsmaßnahmen – Sorge um wirtschaftliche Entwicklung groß – Angst vor Ansteckung geht zurück – Wenn in Bayern am kommenden Sonntag Landtagswahl wäre, käme die CSU auf 48 Prozent. Die Grünen würden 19 Prozent erreichen, die SPD wäre mit 9 Prozent wieder im einstelligen Bereich, genauso wie die Freien Wähler mit 8 Prozent. Die AfD liegt bei nur noch 5 Prozent. Die FDP wäre genauso wie die Linke mit 3 Prozent nicht im Landtag vertreten. Dies ergibt eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts infratest dimap im Auftrag des BR-Politikmagazins Kontrovers.

Die CSU könnte aktuell bei einer Landtagswahl mit einer absoluten Mehrheit rechnen. Kaum verändert zum letzten BR-BayernTrend Anfang April hätte die CSU einen Stimmenanteil von 48 Prozent in Aussicht (-1). Die Grünen liegen in Bayern mit 19 Prozent (+2) wieder etwas besser als vor knapp zwei Monaten, die Sozialdemokraten mit 9 Prozent etwas schlechter (-1). Die Freien Wähler kämen wie Anfang April auf 8 Prozent. Die AfD dagegen müsste mit 5 Prozent (-1) derzeit um den Wiedereinzug in den Landtag kämpfen. Allen anderen Parteien bliebe der Einzug momentan verwehrt, darunter Linke und FDP mit jeweils 3 Prozent Wähleranteil.  Die Sonntagsfrage misst aktuelle Wahlneigungen und nicht tatsächliches Wahlverhalten. Sie ermittelt einen Zwischenstand im Meinungsbildungsprozess der Wahlbevölkerung, der erst am Wahlsonntag abgeschlossen ist. Rückschlüsse auf den späteren Wahlausgang sind damit nur bedingt möglich. Zum einen legen sich immer mehr Wähler kurzfristig vor einer Wahl fest, zum anderen hat die Bedeutung der letzten Wahlkampfphase mit der gezielten Ansprache von unentschlossenen und taktischen Wählern durch die Parteien zugenommen.

Weiterhin gute Noten für Krisenmanagement der Staatsregierung

Das Corona-Krisenmanagement der Staatsregierung findet weiterhin große Akzeptanz im Freistaat. Nur wenig verändert zu Anfang April sind neun von zehn Wahlberechtigten in Bayern (87 Prozent; -2) sehr zufrieden (36 Prozent) oder zufrieden (51 Prozent) mit dem Handeln der Staatsregierung. 13 Prozent (+2) üben Kritik. Der Zuspruch reicht nach wie vor weit in das Lager der Opposition. Selbst von den AfD-Anhängern äußert sich im Freistaat gut die Hälfte (54 Prozent) anerkennend.

Politikerbewertung: neun von zehn zufrieden mit Söder

Die nahezu unverändert positive Bewertung des Corona-Krisenmanagements spiegelt sich in einem nach wie vor hohen Zuspruch zum bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder wider. 90 Prozent der Wahlberechtigten (-4) sind zufrieden mit seiner Arbeit und damit kaum weniger als im letzten BayernTrend. Damit steht der CSU-Politiker im bundesweiten Vergleich aktuell an der Spitze der Länderchefs, die seit Februar 2020 in separaten Umfragen von infratest dimap abgefragt wurden. Deutlich weniger Zustimmung erfährt der Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, Armin Laschet (CDU), in seinem Bundesland. Er vertritt einen weniger strikten Kurs in der Coronakrise als Söder, zufrieden damit sind nur 68 Prozent der Befragten in NRW. Der Regierungschef von Baden-Württemberg, Winfried Kretschmann (Grüne), kommt auf 78 Prozent in seinem Bundesland, die SPD-Politikerin Malu Dreyer erreicht in Rheinland-Pfalz 73 Prozent, Volker Bouffier (CDU) in Hessen 69 Prozent. Mit der Arbeit des bayerischen Wirtschaftsministers Hubert Aiwanger von den Freien Wählern sind 49 Prozent (-8) zufrieden. Er bleibt damit deutlicher als Markus Söder hinter dem Zufriedenheitswert vom letzten BayernTrend zurück.

Bisherige Lockerungen: für zwei Drittel richtig

Seit Ende April werden auch im Freistaat erste Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie wieder gelockert. Für zwei Drittel der Bürgerinnen und Bürger in Bayern ist der Umfang dieser Erleichterungen im öffentlichen Leben richtig (67 Prozent). Für ein Achtel (13 Prozent) gehen diese Erleichterungen nicht weit genug. Noch höher ist allerdings der Anteil derer (18 Prozent), die die begonnenen Normalisierungen bereits als zu weitgehend empfinden. Mehrheitliche Unterstützung für das bisherige Normalisierungstempo findet sich in Bayern bei den Anhängern von CSU (72 Prozent), SPD (70 Prozent), Grünen (69 Prozent) und der Freien Wähler (57 Prozent). Die Anhänger der AfD sind in ihrem Urteil dagegen sichtbar gespalten: 41 Prozent bezeichnen die bisherigen Normalisierungen als richtig. Etwa ebenso viele (44 Prozent) bevorzugen stattdessen größere Normalisierungsschritte.

Sorge vor Ansteckung mit Corona-Virus zurückgegangen

In Bayern infizierten sich nach Berechnungen des Robert Koch-Instituts bis Ende Mai über 46.000 Personen mit dem neuartigen Corona-Virus. Mit der seit längerem rückläufigen Zahl an Neuinfektionen ist die Angst vor einer Ansteckung im Freistaat deutlich zurückgegangen. Aktuell haben drei von zehn (29 Prozent) im Freistaat sehr große bzw. große Sorgen, dass sie sich selbst bzw. Familienangehörige mit dem Corona-Virus anstecken könnten. Anfang April äußerten noch vier von zehn Bayern (42 Prozent) entsprechende Infektionsängste.

Wirtschaftliche Sorgen nach wie vor groß, aber rückläufig

Neben den Ansteckungsängsten sind in Bayern in den vergangenen Wochen auch die wirtschaftlichen Sorgen zurückgegangen, wenn auch nur leicht: Nach 71 Prozent im April äußern aktuell zwei Drittel der Bayern (64 Prozent) große bis sehr große Sorgen, dass sich wegen Corona die wirtschaftliche Lage im Freistaat verschlechtern könnte. Allerdings haben deutlich weniger Menschen Angst um ihre persönliche wirtschaftliche Lage: Ein Fünftel der bayerischen Wahlberechtigten (22 Prozent) gibt hier an, wegen Corona besorgt zu sein. Vor knapp zwei Monaten machten sich allerdings noch 30 Prozent ernsthafte Gedanken um die persönliche wirtschaftliche Situation.

Ein knappes Drittel besorgt wegen Beschränkung von Freiheitsrechten

Rückläufig ist auch die Sorge, dass in Bayern coronabedingt die Freiheitsrechte längerfristig eingeschränkt werden. Aktuell gibt ein knappes Drittel der Bayern (31 Prozent) an, sie seien in Sorge, dass wegen Corona entsprechende Rechte längerfristig beschränkt sein könnten. Anfang April waren es noch vier von zehn (38 Prozent). Derartige Bedenken finden sich in Bayern durchaus in allen Parteilagern. Allein in den Reihen der AfD prägen sie allerdings mit 72 Prozent die Sicht einer deutlichen Mehrheit.

18 Prozent glauben, Gefährlichkeit des Virus sei übertrieben worden

In den letzten Wochen kam es in Deutschland zu Demonstrationen gegen bestehende Corona-Einschränkungen, darunter auch in Bayern. Dabei wurde nicht zuletzt der Vorwurf geäußert, Politik und Medien hätten die Gefährlichkeit des Corona-Virus bewusst übertrieben und die Öffentlichkeit getäuscht. In Bayern folgt knapp jeder Fünfte (18 Prozent) dieser These, 77 Prozent teilen sie nicht. Die Idee einer absichtlichen Panikmache durch Politik und Medien wird allein in den Reihen der AfD-Anhänger mehrheitlich unterstützt (59 Prozent).

Sommerurlaub 2020: maximal in Deutschland

Mit 84 Prozent gibt das Gros der Bayern an, bereits zu wissen, ob und wohin sie diesen Sommer in den Urlaub verreisen werden. 15 Prozent sind sich noch unsicher. 44 Prozent denken, dass sie nach dem jetzigen Stand dieses Jahr wohl zu Hause bleiben und die Koffer gar nicht packen werden. 34 Prozent planen aktuell für den Sommer eine Urlaubsreise zumindest innerhalb Deutschlands, 19 Prozent wollen ins europäische Ausland. 5 Prozent denken trotz der bestehenden Einschränkungen im internationalen Reiseverkehr gegenwärtig darüber nach, ihren Urlaub außerhalb Europas zu verbringen. Ob es bei diesen Plänen tatsächlich bleibt, wird auch maßgeblich von konkreten Lockerungsschritten für den Tourismus in Deutschland und Europa in den nächsten Wochen abhängen.

Studieninformationen

Für die Umfrage wurden von Infratest dimap im Zeitraum von 20. bis 25. Mai 2020 1.000 Wahlberechtigte in Bayern telefonisch interviewt. Stichprobe: Repräsentative Zufallsauswahl. Fehlertoleranz: 1,4 bis 3,1 Prozentpunkte.

Quellenangabe: BR-BayernTrand – Informationen zu Sendung und BR-BayernTrend: br.de/kontrovers und br24.de – Kontrovers, heute, Mittwoch, 27. Mai 2020, 21.00 Uhr – Heute Abend präsentieren Ursula Heller und Andreas Bachmann die Ergebnisse des BR-BayernTrends im Politikmagazin Kontrovers ab 21.00 Uhr im BR Fernsehen.

Regelungen für Dauertickets des Stadtverkehrs Rosenheim – Bei der letzten Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am 19.05.2020 hat Stadträtin Sonja Gintenreiter die Frage aufgeworfen, wie angesichts des Notfahrplans des Stadtverkehrs Rosenheim mit Zeitkarten umgegangen wird. Dazu hat Ingmar Töppel, Geschäftsführer der Stadtverkehr Rosenheim GmbH, die den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) in Rosenheim privat und eigenwirtschaftlich betreibt, mitgeteilt: Dauertickets, zu denen z.B. Halbjahres- und Jahreskarten gehören, können von den Kundinnen und Kunden des Rosenheimer Busverkehrs zurückgegeben werden. Sie erhalten im Gegenzug einen Gutschein für die nicht verbrauchten Monate, um diesen dann später wieder als Fahrkarte einlösen zu können. Für weitere Informationen steht das Ticketcenter der Fa. Kroiss in der Stollstraße 1, Telefon 08031-15002 zur Verfügung.

Weihbischof Wolfgang Bischof: „Polizeibeamte setzen ihre Gesundheit für uns ein“ – Allen Polizistinnen und Polizisten hat Weihbischof Wolfgang Bischof für ihren Dienst an der Gesellschaft gedankt: „Sie setzen ihr Leben, ihre Gesundheit für uns ein“, sagte der Bischofsvikar für die Seelsorgsregion Süd des Erzbistums München und Freising, der auch Beauftragter deutschen Bischofskonferenz für die Polizeiseelsorge ist. Den Einsatzkräften wünsche er in Zeiten der Unsicherheit, „dass sie erfahren, dass Gott ihr Schild ist und sie begleitet in ihren Fragen“, so Bischof in einem Videobeitrag der Serie „Mittwochsminuten“, die geistliche Impulse anbietet. Jeweils mittwochs ab 12 Uhr werden die Videos im Internet unter www.erzbistum-muenchen.de/mittwochsminuten sowie auf den Social-Media-Kanälen der Erzdiözese veröffentlicht. Am Münchner Hauptbahnhof, einem „Ort des pulsierenden Lebens“, an dem auch eine Bundespolizeiinspektion ihren Sitz hat, wies Weihbischof Bischof auf viele von Unsicherheit geprägte E-Mails und Briefe hin, die ihn seit Beginn der Corona-Krise erreicht hätten und „deren Grundfrage darin gipfelte: Woher kommt mir Hilfe in dieser schwierigen Zeit?“. Diese Frage habe ihn an Psalm 121 erinnert, dessen Verfasser die Antwort gebe: „Von Gott kommt diese Hilfe.“ Oftmals werde aber vergessen, so Bischof, dass besonders die Einsatzkräfte der Polizei sich ständig fragen müssten, „habe ich den Virus? Habe ich ihn weitergegeben? Trage ich ihn mit nach Hause in meine Familie?“ In dieser Zeit der Fragen und des Zweifels könne laut Bischof das „Leitmotiv der Polizeiseelsorge“ helfen, das lautet „Gott ist für mich Sonne und Schild“. Allen Polizeibeamten wünschte er für ihren Dienst, dass  sie „vielleicht etwas spüren von dieser Sonne, wenn sie auf ihren Polizeistern schauen, der das symbolisiert.“  (hs)

Dienstag, 26. Mai:

Beschlüsse der Bayerischen Staatsregierung bei der heutigen Kabinetts-Sitzung:

  1. Bayern beschließt massive Ausweitung der Testungen auf SARS-CoV-2 / Regelmäßige Testungen für Beschäftigte in Krankenhäusern, Alten- und Pflegeheimen sowie Einrichtungen für Menschen mit Behinderung / Tests auch für Lehrkräfte und Erzieherinnen / Testergebnisse sollen schneller vorliegen

Der Ausbau der Testkapazitäten und deren Ausschöpfung ist von entscheidender Bedeutung für eine weiterhin erfolgreiche Eindämmung der Corona-Pandemie. Bayern hat deshalb eine massive Ausweitung der Testungen auf das neuartige Coronavirus beschlossen:

  • Personen mit Symptomen sollen innerhalb von 24 Stunden getestet werden und das Ergebnis innerhalb von weiteren 24 Stunden vorliegen.
  • Personen ohne Symptome soll eine Testung innerhalb von 48 Stunden ermöglicht werden. Das Testergebnis soll dann spätestens innerhalb einer Woche vorliegen.
  • Es wird sichergestellt, dass Kontaktpersonen der Gruppe I im Rahmen des medizinisch-fachlichen Zeitraums unverzüglich mindestens einmal während ihrer Quarantänephase verpflichtend getestet werden.
  • Die Testungen in Krankenhäusern, Alten- und Pflegeheimen sowie in Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen (inkl. Rehabilitationseinrichtungen) werden im eigenen Interesse der Mitarbeiter und Bewohner weiter deutlich verstärkt. Der Ministerrat spricht sich dafür aus, dass alle Beschäftigten und die Betreuungsrichter in den o. g. Einrichtungen sowie Bewohner von Alten- und Pflegeeinrichtungen und Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen regelmäßig auf eine SARS-CoV-2-Infektion getestet werden können.
  • Lehrkräfte und Erzieherinnen werden Gelegenheit erhalten, sich freiwillig testen zu lassen. Verstärkte Testungen sollen auch im Bereich der kritischen Infrastruktur, insbesondere in Justizvollzugsanstalten, bei der Polizei und im Maßregelvollzug durchgeführt werden. Entsprechende Konzepte werden von den zuständigen Ministerien zeitnah erarbeitet.
  • Verstärkte Testungen sollen auch im Bereich der kritischen Infra-struktur, insbesondere in Justizvollzugsanstalten, bei der Polizei und im Maßregelvollzug durchgeführt werden. Die betroffenen Ressorts werden in Abstimmung mit dem Staatsministerium für Gesundheit und Pflege mit der Umsetzung beauftragt.
  • Mit Blick auf mögliche Lockerungen der Einreisebeschränkungen nach Deutschland werden Innen- und Gesundheitsministerium ein Testkonzept insbesondere für Einreisende aus Drittstaaten erarbeiten.
  • Unabhängig von Symptomen sollen alle Personen die Möglichkeit erhalten, sich auf eine SARS-CoV-2-Infektionen testen zu lassen. Das Gesundheitsministerium wird entsprechende Details zeitnah erarbeiten.

Das Corona-Pandemiegeschehen ist eine Angelegenheit von nationaler Bedeutung. Der Freistaat Bayern fordert den Bund auf, die Finanzierung ausreichender Testkapazitäten und der Testungen sicherzustellen.

  1. Errichtung eines strategischen Grundstocks an Persönlicher Schutzausrüstung und medizinischen Geräten beschlossen / Staatregierung sichert Handlungsfähigkeit bei zweiter Corona-Welle

Die ausreichende Verfügbarkeit von Persönlicher Schutzausrüstung und medizinischen Geräten ist entscheidend für die Bewältigung der Corona-Epidemie. Der Ministerrat hat daher in seiner heutigen Sitzung beschlossen, die Beschaffung von Persönlicher Schutzausrüstung und medizinischen Geräten zur Errichtung eines strategischen Grundstocks fortzusetzen. Damit ist der Materialbedarf bis zu sechs Monate bei starkem Pandemiegeschehen gesichert.

Der Grundstock wird insbesondere Infektionsschutzhandschuhe, Kittel, Schutzanzüge, OP-Masken, FFP2- und FFP3-Masken sowie Schutzbrillen umfassen. Gesundheits-, Wirtschafts- und Innenministerium legen zeitnah entsprechende Details für die Errichtung und Verwaltung des dauerhaften strategischen Grundstocks vor. Das beinhaltet auch ein bedarfsgerechtes und flexibles staatliches Beschaffungswesen. Ein besonderer Blick liegt auf dem weiteren Ausbau der inländischen Produktion an persönlicher Schutzausrüstung und Beatmungsgeräten, um Lieferengpässe zu vermeiden.

  1. Staatsregierung sichert den weiterhin hohen Personalbedarf im Öffentlichen Gesundheitsdienst / Befristete Neueinstellungen für Contact Tracing Teams / Attraktivität des Öffentlichen Gesundheitsdienstes langfristig steigern

Das Personal des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (ÖGD) wurde im Zuge der Corona-Pandemie kurzfristig um ca. 4.000 Mitarbeiter, insbesondere aus den anderen Ressorts, auf insgesamt 5.150 Mitarbeiter verstärkt. Durch diesen massiven Personaleinsatz ist es gelungen, auf das sich epidemisch ausbreitende Infektionsgeschehen flexibel zu reagieren. Zur Sicherstellung der Arbeitsfähigkeit des ÖGD gilt es, diese Personalverstärkung beizubehalten.

Die Gesundheitsämter (Stammpersonal) und das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit werden bis 30.09.2020 durch Personal anderer Ressorts im bisherigen Umfang unterstützt. Das bayerische Gesundheitsministerium wird von anderen Staatsministerien im bisherigen Umfang bis 31.07.2020 unterstützt. Über eine weitere Verlängerung bis zum 30.09.2020 ist Anfang Juli 2020 im Lichte des aktuellen Infektionsgeschehens und der Aufgabenlast zu entscheiden.

Unterstützungskräfte, die an ihre Stammbehörden zurückkehren, werden durch bis 31.12.2021 befristete Neueinstellungen ersetzt. Bei jedem Landratsamt werden je nach Einwohnerzahl des Landkreises im Durchschnitt ein bis drei so genannte Contact Tracing Teams (CTT) für die schnelle Nachverfolgung von Infektionsketten durch befristete Neueinstellungen von mindestens 700 Mitarbeitern gebildet. Die Mittel hierfür werden aus dem Sonderfonds Corona-Pandemie zur Verfügung gestellt.

Für die Bildung von CTT benennen ferner alle Ressorts Personal im Umfang von 2.550 Mitarbeitern, das bei Bedarf von den Gesundheitsämtern für die Eindämmung eines Infektionsgeschehens unmittelbar abgerufen werden kann. Die Deckung des Personalbedarfs der CTT wird von den Ressorts in der Fläche sichergestellt.

Die Bayerische Staatsregierung will die Attraktivität des ÖGD steigern. Das Gesundheitsministerium wurde beauftragt, hierfür ein Konzept vorzulegen.

  1. Bayerische Corona-Strategie / Weitere Erleichterungen und Öffnungen im Bereich der Erwachsenenbildung, beim Betrieb von Reisebusunternehmen, bei der Abgabe von Speisen und Getränken durch gastronomische Betriebe im Freien, im Bereich des Sports, beim Theater-, Konzert-, und weiteren kulturellen Veranstaltungsbetrieb, für Kinos, im Vorlesungsbetrieb

In der Corona-Pandemie setzt Bayern weiterhin auf einen Kurs der Umsicht und Vorsicht. Die bislang vorgenommenen Erleichterungen bei den beschlossenen Maßnahmen zeigen, dass eine maßvolle Öffnung mit dem Schutz der Gesundheit und der Stabilität des Gesundheitssystems in Bayern sehr gut einhergeht. Vor dem Hintergrund des derzeitigen Infektionsgeschehens können daher weitere Erleichterungen bzw. Öffnungen vorgenommen werden:

Das Bayerische Kabinett hat beschlossen, dass • ab 30. Mai 2020 Präsenzangebote der Erwachsenenbildung i. S d. Art. 1 BayEbFöG, der Sprach- und Integrationsförderung und vergleichbarer Bildungsangebote, u.a. der Bildungszentren ländlicher Raum oder privatwirtschaftlicher Bildungsanbieter, sowie der Familienbildungsstätten, der Jugendarbeit (nur zu Zwecken der Bildungsarbeit nach dem SGB VIII) und der außerschulischen Umweltbildung in Bayern geöffnet werden. Zwingende Voraussetzung ist die Beachtung des erarbeiteten Hygienekonzepts.

  • ab 30. Mai 2020 der Betrieb von Reisebusunternehmen wieder möglich ist, soweit es sich nicht um explizite Gruppenreisen handelt. Es dürfen nur Individualbuchungen erfolgen. Die Beachtung des verbindlichen staatlichen Rahmenkonzepts für die Wiederaufnahme der Tätigkeit touristischer Dienstleister in Bayern ist dafür zwingende Voraussetzung.
  • ab 2. Juni 2020 die Abgabe von Speisen und Getränken durch gastronomische Betriebe im Freien auf die Zeit von 6 bis 22 Uhr verlängert wird.
  • ab 8. Juni 2020 weitere Erleichterungen im Bereich des Sports erfolgen, soweit erforderliche Abstandsregelungen und Schutz-/Hygienekonzepte eingehalten werden:

o Der Betrieb von Freibädern und von Außenanlagen von Badeanstalten (inkl. Außenbereich von Schwimmbädern, Kureinrichtungen, Hotels usw.) kann wieder aufgenommen werden.

o Die Einschränkung des Trainingsbetriebs auf den Begriff „Individualsportarten“ in der Infektionsschutzmaßnahmenverordnung (§ 9 Abs. 1 Satz 2 der 4. BayIfSMV vom 5. Mai 2020) entfällt ersatzlos.

o Das Training von Rehabilitationssportgruppen und der Trainingsbetrieb für National- bis einschließlich Landeskaderathleten sogenannter nichtolympischer Sportarten wird in Sportstätten wieder erlaubt.

o Der Outdoor-Trainingsbetrieb ist in Gruppen von bis zu 20 Personen zulässig.

o Indoorsportstätten können den Betrieb wieder aufnehmen.

o Der Wettkampfbetrieb für kontaktlos ausführbare Sportarten im Freien ist wieder zulässig.

o Tanzschulen für kontaktlosen Tanz und Paartanz mit einem festen Tanzpartner sowie Fitnessstudios können wieder öffnen.

  • ab 15. Juni 2020 die Wiederaufnahme des Theater-, Konzert-, und weiteren kulturellen Veranstaltungsbetriebs unter Zugrundelegung des entsprechenden Konzepts des Wissenschaftsministeriums in Abstimmung mit dem Gesundheitsministerium (bis zu 50 Gäste in geschlossenen Räumen, bis zu 100 Gäste im Freien) möglich ist.
  • ab 15. Juni 2020 die Wiederaufnahme des Kinobetriebs grundsätzlich möglich ist. Das Digitalministerium wird in Abstimmung mit dem Gesundheitsministerium ein konkretes Hygienekonzept erarbeiten und veröffentlichen, das sich vor allem im Hinblick auf die zulässige Gesamtbesucherzahl und die zu beachtenden Hygienevorschriften an das Konzept für Kultureinrichtungen anlehnt.
  • im Sommersemester 2020 der Vorlesungsbetrieb weiterhin vorrangig durch Online-Lehre sicherzustellen ist. Zusätzlich zu den bereits bestehenden Möglichkeiten der Durchführung von Präsenzveranstaltungen (Praxisveranstaltungen, die besondere Labor- oder Arbeitsräume an den Hochschulen erfordern, bei Einhaltung eines Mindestabstandes von 1,5 m) können zusätzlich kleinere Seminare unter Einhaltung von Abstandsregelungen und Höchstteilnehmerzahlen (30 Personen) als Ergänzung zur Online-Lehre als Präsenzveranstaltungen stattfinden.

Diözesanrat: Coronakrise kann wichtige Reformen anstoßen – Der Diözesanrat der Katholiken der Erzdiözese München und Freising sieht in der Coronakrise enormes Veränderungspotenzial. „Die Pandemie kann zur treibenden Kraft für Reformen in der Ernährung und in der Agrarpolitik werden“, betont Josef Fuchs, Vorsitzender des Sachbereichsgremiums Ökologie und Globale Verantwortung des Diözesanrats, in einer vor Pfingsten veröffentlichten Stellungnahme. „Das Virus deckt schonungslos all die Widersprüche, Schwächen und Verwundbarkeiten auf, die wir im privaten, kirchlichen, gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und politischen Alltag nicht wahrhaben wollen oder können. Am wichtigsten ist jetzt: Ein ‚Weiter so‘ wie vor der Krise darf es nicht geben.“ Der Diözesanrat verweist in diesem Zusammenhang auf die Enzyklika „Laudato Si‘“, die Papst Franziskus vor fünf Jahren veröffentlicht hatte. „Die Menschheit besitzt noch die Fähigkeit zusammenzuarbeiten, um unser gemeinsames Haus aufzubauen“, zitiert das Laiengremium den Heiligen Vater, der schon damals gefordert hatte: „Die Zeit, mutig voranzuschreiten, ist jetzt.“ Nun sei auch die Zeit für eine „breite gesellschaftliche Debatte“, wie der Vorsitzende des Diözesanrates, Hans Tremmel, unterstreicht. Wenn infolge der Coronakrise aus volkswirtschaftlichen Gründen Staatshilfen und Subventionen unumgänglich erschienen, müssten diese an soziale, nachhaltige und umweltfreundliche Bedingungen geknüpft werden, mahnt der Diözesanrat. „Das geplante Konjunkturprogramm muss Anreize setzen für ein konsequentes Umsteuern in Richtung Nachhaltigkeit und soziale Gerechtigkeit.“ Wichtig sei deshalb, die Staatshilfe an klar formulierte und überprüfbare Ziele zu knüpfen und international Verantwortung zu übernehmen. Komplementär zu Investitionsprogrammen müsse deshalb ein ressourcenorientiertes Lieferkettengesetz verabschiedet werden. „Gemeinwohl hat Vorrang vor Profit und Effizienz“, unterstreicht Tremmel. Diese Punkte könnten nur die ersten Schritte einer umfassenden sozial-ökologischen Transformation sein, heißt es in der Stellungnahme weiter. Eines habe die Coronapandemie aber jetzt schon gelehrt: „Plötzlich geht ganz viel.“ Fuchs betont: „Es liegt an uns, ob wir nach der Coronaschockstarre wieder in die alten Verhaltens- und Wirtschaftsmuster zurückfallen oder die Chance zu einer ganzheitlichen Umkehr im Sinne von ‚Laudato Si‘‘ ergreifen.“ (uq)

Montag, 25. Mai:

Gottesdienst mit Kardinal Marx zum Pfingstfest – Christen feiern Herabkunft des Heiligen Geistes, die die Apostelgeschichte beschreibt. Mit feierlichen Gottesdiensten gedenken Christen am Hochfest Pfingsten, Sonntag, 31. Mai, der Herabkunft des Heiligen Geistes, die in der biblischen Apostelgeschichte geschildert wird. Der Heilige Geist ermöglichte den in Jerusalem versammelten Jüngern Jesu Christi, den Glauben in fremden Sprachen zu verkünden und so den Grundstein für seine Verbreitung in der ganzen Welt zu legen. Deshalb wird das Hochfest Pfingsten auch „Geburtstag der Kirche“ genannt. Im Münchner Liebfrauendom feiert der Erzbischof von München und Freising, Kardinal Reinhard Marx, um 10 Uhr ein Pontifikalamt. Der Gottesdienst wird von Solisten der Capella Cathedralis unter der Leitung von Domkapellmeisterin Lucia Hilz mit Gregor Aichingers „Factus est repente“, „Gratias agimus tibi“ und „Regina Caeli“ musikalisch gestaltet. Der Einlass für bis zu 70 Gläubige beginnt um 9.30 Uhr. Für den Gottesdienst gelten die Hygiene- und Schutzmaßnahmen auf Grundlage des Infektionskonzeptes der Erzdiözese München und Freising. Das Pfingstfest wird am 50. Tag des Osterfestkreises gefeiert und schließt diesen ab. Traditionell wird in den Wochen davor und danach in Pfarreien die Firmung gespendet, bei der den Firmkandidaten der Heilige Geist zugesprochen wird. Das ist in diesem Jahr anders. Wegen der Corona-Pandemie sind die Firmungen im Erzbistum München und Freising bis zum Ende der Sommerferien aufgeschoben. Danach können sie, wenn die Situation es zulässt, unter Berücksichtigung der dann geltenden Schutzbestimmungen stattfinden. Die Kollekte aus allen katholischen Gottesdiensten in Deutschland am Pfingstsonntag ist für die Arbeit des Hilfswerks Renovabis bestimmt. Mit den Geldern wird die pastorale, soziale und gesellschaftliche Erneuerung der Länder in Mittel-, Ost- und Südosteuropa unterstützt. Da Gottesdienstkollekten in diesem Jahr aufgrund der Coronapandemie nur sehr eingeschränkt möglich sind, bittet Renovabis unter www.renovabis.de/spenden/pfingstspende/ online um eine Pfingstspende. Der Name „Pfingsten“ wird vom griechischen Wort „pentecoste“ für die Zahl 50 abgeleitet: Damit war das jüdische „Wochenfest“ gemeint, ein großes Wallfahrtsfest, das sieben Wochen nach dem Pessachfest als Dankfest für die Ernte des Wintergetreides wie auch für die Übergabe der zehn Gebote an Moses auf dem Berg Sinai gefeiert wurde. (hs)

Hinweise:  Das Pontifikalamt zum Hochfest Pfingsten wird im Internet übertragen unter www.erzbistum-muenchen.de/stream.

Am Dienstag, 26. Mai 2020, 10.00 Uhr, leitet Ministerpräsident Dr. Markus Söder die Sitzung des Ministerrats in der Staatskanzlei. Das Kabinett befasst sich im Schwerpunkt mit der Corona-Pandemie. Über die wesentlichen Ergebnisse der Beratungen informiert Ministerpräsident Dr. Markus Söder, gegebenenfalls mit Fachministern, im Rahmen einer Pressekonferenz um 13.00 Uhr im Foyer des Prinz-Carl-Palais, Franz-Josef-Strauß-Ring 5, 80539 München. Die Pressekonferenz wird als Live-Stream übertragen, unter anderem über die Internetseite www.bayern.de (http://www.bayern.de) , auf YouTube (youtube.com/bayern) und Facebook (facebook.com/bayern). In Gebärdensprache übersetzt und untertitelt kann die Pressekonferenz live unter www.verbavoice.net/player/bayerischestaatskanzlei/ (http://www.verbavoice.net/player/bayerischestaatskanzlei/)  verfolgt werden. Im Anschluss ist das Video unter youtube.com/bayern abrufbar.

Landratsamt/Gesundheitsamt Rosenheim – Tagesmeldung: Am 24.05.2020 wurden dem Gesundheitsamt 6 neue Fälle für Stadt und Landkreis Rosenheim gemeldet. Bisher sind insgesamt 2757 Fälle von COVID-19 in Stadt und Landkreis Rosenheim aufgetreten (Landkreis: 2251, Stadt: 506). Mittlerweile wurde bei mindestens 1875 Personen eine Genesung dokumentiert. 203 Personen sind bis zu diesem Zeitpunkt an der Erkrankung gestorben. Von den Verstorbenen waren 7 Personen unter 60 Jahren. 139 Verstorbene waren über 80 Jahre alt. 81 COVID-19-Patienten werden aktuell in Stadt und Landkreis Rosenheim stationär behandelt. Hiervon befinden sich 15 Patienten auf einer Intensivstation. Die 7-Tage-Inzidenz (Fälle pro 100.000 Einwohner während der letzten 7 Tage) liegt mit Stand 25.05.2020 (10:00 Uhr) für die Stadt Rosenheim bei 4,74, für den Landkreis Rosenheim bei 10,73. Hierbei wurden alle an das Gesundheitsamt Rosenheim gemeldete Fälle berücksichtigt.

Samstag, 23. Mai:

In Stadt und Landkreis Rosenheim blieb es am gestrigen Freitag, Stand 24 Uhr, bei insgesamt 2748 Fälle von COVID-19. Erstmals seit Wochen gab es damit keinen einzigen Neuerkrankten innerhalb von 24 Stunden. Bei 1872 Personen ist eine Genesung dokumentiert. 203 Personen sind im Zusammenhang mit der Corona-Erkrankung verstorben – ein Opfer mehr als noch am Donnerstag ist damit leider zu verzeichnen. 

Freitag, 22. Mai:

Fallzahlenentwicklung Landratsamt/Gesundheitsamt Rosenheim: Am 21.05.2020 wurden dem Gesundheitsamt 7 neue Fälle für Stadt und Landkreis Rosenheim gemeldet. Bisher sind insgesamt 2748 Fälle von COVID-19 in Stadt und Landkreis Rosenheim aufgetreten. Mittlerweile wurde bei mindestens 1864 Personen eine Genesung dokumentiert. 202 Personen sind bis zu diesem Zeitpunkt an der Erkrankung gestorben. Von den Verstorbenen waren 7 Personen unter 60 Jahren. 135 Verstorbene waren über 80 Jahre alt. 90 COVID-19-Patienten werden aktuell in Stadt und Landkreis Rosenheim stationär behandelt. Hiervon befinden sich 17 Patienten auf einer Intensivstation. Die 7-Tage-Inzidenz der übermittelten Fälle (pro 100.000 Einwohner während der letzten 7 Tage) liegt mit Stand 22.05.2020 (10:00 Uhr) für die Stadt Rosenheim bei 12,63, für den Landkreis Rosenheim bei 11,50.

Im Berchtesgadener Land finden sich die jeweiligen Öffnungszeiten von Ausflugszielen unter folgendem Link: https://www.berchtesgaden.de/ausflugsziele-geoeffnet

Bayerische Staatskanzlei gibt bekannt: Bericht aus der Kabinettssitzung vom 19. Mai 2020 – 1. Schrittweise Öffnung der Kinderbetreuung / ab 25. Mai erweiterte Notbetreuung / Weitere Gruppen ab 15. Juni / Gesundheitsschutz an oberster Stelle / 2. Genereller Aufnahmestopp in Alten- und Pflegeheimen und stationären Einrichtungen für Menschen mit Behinderung wird aufgehoben / Zukünftig individuelles Schutzkonzept für jede Einrichtung / 3. Ab Pfingsten wieder Urlaub in Bayern / Kontaktbeschränkungen gelten auch in Übernachtungsdomizilen / Umfassendes Hygienekonzept entwickelt / 4. Touristische Dienstleistungen öffnen ab dem 30. Mai / Voraussetzung: anhaltend günstige Entwicklung des Infektionsgeschehens / Staatsregierung erarbeitet verbindliches Rahmenkonzept / 5. Bayerisches Frühwarnsystem mit lokalen oder regionalen Beschränkungsmaßnahmen / Maßnahmen bereits ab 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern

Rosenheim: Schankwirtschaften bleiben weiterhin geschlossen – Musikauftritte in Biergärten und Speiselokale vorerst nicht gestattet – Nach dem Stufenplan der Bayerischen Staatsregierung zu schrittweisen Lockerungen dürfen ab dem 25.05.20 Speiselokale auch ihre Innenräume wieder für Gäste öffnen. Die Einhaltung der entsprechenden Hygieneschutzmaßnahmen, insbesondere des Mindestabstandes von 1,50 m, gelten natürlich hier genauso wie auf den Freischankflächen. Um Irritationen zu vermeiden möchte die Stadt Rosenheim darauf hinweisen, dass die Öffnung der Innenräume ausschließlich für Speiselokale gilt. Reine Schankwirtschaften, Bars, Clubs oder auch Shisa-Lokale, müssen innen drin weiterhin geschlossen halten. Ebenso gilt dies für Kneipen und Lokale, bei denen in der Vergangenheit evtl. nur kleine Snacks verkauft wurden, aber der Getränkeausschank klar im Vordergrund stand. Die Speisegaststätten dürfen im Innenbereich bis 22 Uhr öffnen. Im Außenbereich gilt vorerst weiterhin die Sperrzeit von 20 Uhr. Der Auftritt von Musikgruppen in Biergärten oder in Speiselokalen ist laut Auskunft des Gesundheitsministeriums derzeit noch nicht zulässig. Diese Regelungen gelten zunächst bis zum 29.05.20. Die Stadt Rosenheim appelliert nochmal an alle Bürgerinnen und Bürger die geltenden Vorgaben einzuhalten. Nur so können weitere Beschränkungen in naher Zukunft für die Bevölkerung entfallen, was im Interesse der aller sein dürfte.

Donnerstag, 21. Mai:

Tagesmeldung Landratsamt/Gesundheitsamt Rosenheim: In Stadt und Landkreis Rosenheim sind bisher insgesamt 2741 Fälle von COVID-19 aufgetreten. Bei 1854 Personen ist eine Genesung dokumentiert. 202 Personen sind verstorben. Die Daten beruhen auf den Meldedaten nach dem Infektionsschutzgesetz bis zum 20. Mai (Stand 24 Uhr).

Mittwoch, 20. Mai:

Landkreis Rosenheim: FallzahlenentwicklungAm 19.05.2020 wurden dem Gesundheitsamt 2 neue Fälle für Stadt und Landkreis Rosenheim gemeldet. Bisher sind insgesamt 2729 Fälle von COVID-19 in Stadt und Landkreis Rosenheim aufgetreten (Landkreis: 2222, Stadt: 507). Mittlerweile wurde bei mindestens 1821 Personen eine Genesung dokumentiert. 199 Personen sind bis zu diesem Zeitpunkt an der Erkrankung gestorben. Von den Verstorbenen waren 7 Personen unter 60 Jahren. 132 Verstorbene waren über 80 Jahre alt. 128 COVID-19-Patienten werden aktuell in Stadt und Landkreis Rosenheim stationär behandelt. Hiervon befinden sich 24 Patienten auf einer Intensivstation.  Die 7-Tage-Inzidenz (Fälle pro 100.000 Einwohner während der letzten 7 Tage) liegt mit Stand 20.05.2020 (0:00 Uhr) für die Stadt Rosenheim bei 12,63, für den Landkreis Rosenheim bei 13,41.

Als eine bedeutende Inspiration gerade angesichts der aktuellen Herausforderungen hat Kardinal Reinhard Marx die vor fünf Jahren erschienene Enzyklika „Laudato Si“ von Papst Franziskus gewürdigt: Er hoffe sehr, „dass diese Enzyklika, die auch ein Impuls ist für unser pastorales Leben und für unsere Pfarreien, nicht einfach zu den Akten gelegt wird, in die Schublade kommt, sondern auch für heute, in dieser herausfordernden Zeit, eine Inspiration ist“, so der Erzbischof von München und Freising in einem Videobeitrag in der Serie „Mittwochsminuten“, die geistliche Impulse anbietet. Jeweils mittwochs ab 12 Uhr werden die Videos im Internet unter www.erzbistum-muenchen.de/mittwochsminuten sowie auf den Social-Media-Kanälen der Erzdiözese veröffentlicht. In dem Video erinnert Marx an eine „Kleine Klimakonferenz“, bei der er im Juli letzten Jahres mit Schülerinnen und Schülern kirchlicher Schulen „über die Klimakrise, über die Bewahrung der Schöpfung“ diskutierte. Im Zentrum des Gesprächs stand die neu aufgekommene Bewegung Fridays for Future und die damit verbundenen Fragen: „Wie wollen wir unsere Zukunft gestalten, wie wollen wir die Welt, die Schöpfung, die uns Gott anvertraut hat, auch wirklich bewahren für die kommenden Generationen?“ Dabei habe ihn „sehr bewegt“, so Marx, „wie informiert und engagiert die Schülerinnen und Schüler waren“. Dieses Engagement für Ökologie und dieses Interesse am Zustand des Planeten wünsche er sich fünf Jahre nach dem Erscheinen von „Ladato Si“ für die gesamte Gesellschaft: „Die Enzyklika unterstreicht sehr stark: Es gibt das eine Haus der Schöpfung, und in diesem Haus muss Platz sein für alle.“ Um Ungleichheit und Leid auf dem Planeten zu verhindern, brauche es „eine neue Idee von Fortschritt, eine ökologische Umkehr, ein neues Miteinander“, so Marx. Für die Zeit nach Corona hofft der Kardinal, „dass wir diese Aufgabe vielleicht verschärft und neu in den Blick nehmen“. (ck/hs)

Hinweis: Vorlagen für einen Haus- und Familiengottesdienst zum 7. Sonntag der Osterzeit sowie ein Gebet und Fürbitten anlässlich fünf Jahren „Laudato Si“ stehen zum Download unter www.erzbistum-muenchen.de/im-blick/coronavirus/hausgottesdienste bereit.

Dienstag, 19. Mai:

Der Weg ist noch nicht zu Ende – Vergleich der Corona-Infektionszahlen aus Rosenheim, Tirol und Südtirol – Der Vergleich des Infektionsgeschehens in der Stadt Rosenheim mit den Entwicklungen in Tirol und Südtirol zeigt, dass die Corona-Krise in Rosenheim noch nicht vorüber ist. Nach wie vor besteht ein erhöhtes Infektionsrisiko. Darauf weist die Stadt Rosenheim auf der Grundlage einer vergleichenden Analyse des Infektionsgeschehens in der Stadt Rosenheim sowie dem Land Tirol und Südtirol hin. Zwar zeigt die 7-Tage-Inzidenz für die Stadt Rosenheim in den letzten Tagen eine sehr positive Entwicklung: Sie ist von 165,8 am 08. April auf 17,4 am 19. Mai gesunken. Rosenheim ist damit nicht mehr in den bundesweiten Top 10 der Neuinfektionen vertreten. Dennoch warnt der städtische Leiter der Führungsgruppe Katastrophenschutz (FüGK), Hans Meyrl, die Bürgerinnen und Bürger vor Nachlässigkeit. „Es wäre falsch, jetzt sorglos zu werden. Im Gegenteil: Gerade gegenüber Risikopatienten, speziell älteren Menschen, sollten alle Bürgerinnen und Bürger nach wie vor besonders achtsam und rücksichtsvoll sein“, so Meyrl.

Für die Analyse des Verlaufs der Infektionszahlen in Stadt und Landkreis Rosenheim, Tirol und Südtirol hat die Stadt die Fallzahlen jeweils auf 100.000 Einwohner umgerechnet. In der Zeit von 16.03. bis 18.05.2020 hat sich demnach in der Stadt Rosenheim die Anzahl der bestätigten Infektionsfälle von 5 auf 801 bzw. um den Faktor 160,2 erhöht. In Südtirol stieg die Anzahl der Fälle im gleichen Zeitraum von 45 Infizierten auf zuletzt 486 Fälle. Dies entspricht einem Faktor von 10,8. In Tirol sind die Fallzahlen in dieser Zeit von 41 auf 466, also um den Faktor 11,4 angestiegen. Die Entwicklung bei Infizierten und Genesenen zeigt, dass die Stadt Rosenheim gegenüber Tirol und Südtirol rd. vier Wochen hinterherhinkt. Die Stadt Rosenheim weist ausdrücklich darauf hin, dass wegen der methodischen Normierung der Fallzahlen auf jeweils 100.000 Einwohner diese Häufigkeitszahlen nicht mit den vom Rosenheimer Gesundheitsamt publizierten Zahlen an bestätigten Infizierten verglichen werden können. Die Umrechnung der Infektionszahlen auf jeweils 100.000 Einwohner ist notwendig, um die unterschiedlichen Bevölkerungsgrößen von Stadt und Landkreis Rosenheim sowie Tirol und Südtirol miteinander in Beziehung setzen zu können. „Die inzwischen erreichten Lockerungen und der Rückgang bei der 7-Tage-Inzidenz sind hoffnungsvolle Zeichen für eine zumindest in Ansätzen wiedergewonnene Normalität. Dennoch zeigt die Entwicklung der Zahlen in der Stadt Rosenheim, das der Kampf gegen die Viruserkrankung noch lange nicht zu Ende ist. Ich appelliere deshalb an alle Rosenheimerinnen und Rosenheimer, die neugewonnenen Freiheiten in der Gastronomie, gerade auch am bevorstehenden Vatertag, maßvoll und achtsam zu genießen. Die Einhaltung der bestehenden Abstandsregelungen sowie das Tragen von Mund-Nasen-Schutzmasken sind auch weiterhin absolut notwendig, um weitere Neuansteckungen zu verhindern“, warnt Meyrl vor zu viel Sorglosigkeit.

Die Daten für Stadt und Landkreis Rosenheim basieren auf den Zahlen des Robert-Koch-Instituts (https://experience.arcgis.com/experience/478220a4c454480e823b17327b2bf1d4/page/page_0/). Das Land Tirol veröffentlicht seine Infektionsdaten unter (https://experience.arcgis.com/experience/d225672c788d4847b231f1283d63aead/page/page_3/), die Südtiroler Landesverwaltung unter (http://www.provinz.bz.it/sicherheit-zivilschutz/zivilschutz/aktuelle-daten-zum-coronavirus.asp).

Rosenheimer Gesundheitsamt: Eine Mund-Nasen-Bedeckung kann durch Plexiglasvisiere nicht ersetzt werden – Plexiglasschutzhauben bieten nicht den gleichen Schutz wie eine Mund-Nasen-Bedeckung. Darauf haben jetzt das Gesundheitsamt Rosenheim und das Sachgebiet Verbraucherschutz im Landratsamt Rosenheim aufmerksam gemacht. Auch das Robert-Koch-Institut und das Bayerische Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit empfehlen das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung. In Lebensmittel- aber auch in anderen Geschäften trägt ein Teil des Personals eine Art Visier aus Plexiglas. „Sie stellen keinen ausreichenden Schutz dar“, sagt der Leiter des Gesundheitsamtes Rosenheim Dr. Wolfgang Hierl. Der Hauptübertragungsweg des neuartigen Corona-Virus sind feine Tröpfchen in der Atemluft. Aus diesem Grund wurde für bestimmte Bereiche im öffentlichen Leben eine Maskenpflicht eingeführt. Eine Mund-Nasen-Bedeckung soll vor allem andere Personen vor feinen Tröpfchen und Partikeln aus der Ausatemluft desjenigen schützen, der eine Mund-Nasen-Bedeckung trägt. Im Unterschied dazu können sich Tröpfchen trotz Plexiglasschutzhauben nach wie vor leicht verteilen und andere Personen oder Risikogruppen gefährden. Dr. Hierl spricht sich daher klar für eine Mund-Nasen-Bedeckung aus: „Das Reduzieren von Viren in der Atemluft ist der eigentliche Grund für die Maskenpflicht. Durch sie lässt sich die Ausbreitung von COVID-19 eindeutig verlangsamen.“ Gleiches gilt im Übrigen auch für Plexiglasscheiben in Kassenbereichen. Sie helfen, wenn Tröpfchen in der Atemluft frontal auftreffen. Wenn Kunden aber seitlich von den Plexiglasscheiben stehen, beispielsweise um zu Zahlen oder um die eingekaufte Ware einzutüten, ist kein Schutz mehr vorhanden. Das bedeutet, Plexiglasscheiben im Kassenbereich stellen einen zusätzlichen Schutz dar, das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung können sie nicht ersetzen.

Landratsamt/Gesundheitsamt Rosenheim: Am 18.05.2020 wurden dem Gesundheitsamt ein neuer Fall für den Landkreis Rosenheim gemeldet. Bisher sind insgesamt 2727 Fälle von COVID-19 in Stadt und Landkreis Rosenheim aufgetreten (Landkreis: 2220, Stadt: 507). Mittlerweile wurde bei mindestens 1789 Personen eine Genesung dokumentiert. 196 Personen sind bis zu diesem Zeitpunkt an der Erkrankung gestorben (Landkreis: 172, Stadt: 24). Von den Verstorbenen waren 7 Personen unter 60 Jahren. 131 Verstorbene waren über 80 Jahre alt. 130 COVID-19-Patienten werden aktuell in Stadt und Landkreis Rosenheim stationär behandelt. Hiervon befinden sich 21 Patienten auf einer Intensivstation. Die 7-Tage-Inzidenz (Fälle pro 100.000 Einwohner während der letzten 7 Tage) liegt mit Stand 19.05.2020 (0:00 Uhr) für die Stadt Rosenheim bei 17,37, für den Landkreis Rosenheim bei 15,71.

Aus der heutigen Bayerischen Kabinettsitzung:

  1. Schrittweise Öffnung der Kinderbetreuung / ab 25. Mai erweiterte Notbetreuung / Weitere Gruppen ab 15. Juni / Gesundheitsschutz an oberster Stelle

Die Bayerische Staatsregierung weitet die Notbetreuung für Kinder ab 25. Mai 2020 weiter schrittweise aus. Um Vorschulkindern einen Abschluss ihrer Kindergartenzeit zu ermöglichen, haben sie und ihre Geschwisterkinder, die dieselbe Einrichtung besuchen, dann wieder Zugang zur Kita. Auch die Großtagespflege wird geöffnet. Dort werden ab 25. Mai maximal zehn Kindern gleichzeitig von zwei oder drei Tagespflegepersonen betreut. Ebenso öffnen Waldkindergärten und andere nicht gebäudegebundene Kindertageseinrichtungen, weil hier der Kita-Betrieb an der frischen Luft stattfindet und das Ansteckungsrisiko daher tendenziell geringer sein dürfte. Bei allen Maßnahmen steht der Gesundheitsschutz an oberster Stelle. Es sollen auch künftig möglichst kleine und vor allem feste Gruppen gebildet werden, die von festen Bezugspersonen betreut werden. Für Kinder mit Krankheitssymptomen gilt auch weiterhin ein Betretungsverbot. Soweit die Entwicklung des Infektionsgeschehens dies zulässt, sollen nach den Pfingstferien ab 15. Juni 2020 die Kinder, die im Schuljahr 2021/22 schulpflichtig werden und die Krippenkinder, die am Übergang in den Kindergarten stehen, wieder aufgenommen werden. Zudem sollten ab dann parallel zum Schulbetrieb auch die Schüler der 2. und 3. Klassen an den Schultagen wieder in den Horten betreut werden.

  1. Genereller Aufnahmestopp in Alten- und Pflegeheimen und stationären Einrichtungen für Menschen mit Behinderung wird aufgehoben / Zukünftig individuelles Schutzkonzept für jede Einrichtung

Der derzeit bestehende grundsätzliche Aufnahmestopp für stationäre Einrichtungen der Pflege und für Menschen mit Behinderung wird unter Auflagen aufgehoben. Wegen der besonderen Gefährdung von Pflegebedürftigen und der oft schweren Krankheitsverläufe erfordert diese Lockerung jedoch zukünftig individuelle Aufnahmekonzepte der betroffenen Einrichtungen. Das stärkt auch die Verantwortung der Einrichtungsträger in der Bekämpfung der Pandemie. Voraussetzung für eine Aufnahme von Bewohnerinnen und Bewohnern ist demnach ein einrichtungsindividuelles Schutzkonzept, das den größtmöglichen Schutz der Bewohnerinnen und Bewohner und des Personals gewährleistet. Zuweisende Einrichtungen können durch eine nachweislich angewandte Schutzisolation, Testungen und bei vorhandener Symptomfreiheit der künftigen Bewohnerinnen und Bewohner den Aufnahmeprozess nachhaltig unterstützen. Dies gilt auch für geplante Aufnahmen aus der Häuslichkeit und für Rückverlegungen. Ergänzend werden auch verdachtsunabhängige Testungen von Personal und Bewohnern in Pflegeeinrichtungen intensiviert. Die getroffenen Maßnahmen unterliegen einer ständigen Evaluation und müssen situationsabhängig angepasst werden.

  1. Ab Pfingsten wieder Urlaub in Bayern / Kontaktbeschränkungen gelten auch in Übernachtungsdomizilen / Umfassendes Hygienekonzept entwickelt

Der Ministerrat hat beschlossen, dass alle Beherbergungsbetriebe, wie Hotels, Ferienwohnungen, Pensionen sowie Campingplätze, bei strikter Wahrung der Hygienevorschriften ab dem Pfingstwochenende (30. Mai 2020) wieder für Urlauber offenstehen. Auch bei Übernachtungen sind die geltenden Kontaktbeschränkungen einzuhalten: Eine Wohnung oder ein Zimmer beziehen nur Gäste, denen der Kontakt zueinander erlaubt ist – wie etwa Angehörige eines Haushalts oder Lebenspartner. Gruppenübernachtungen sind derzeit nicht möglich. In den Unterkünften sind insbesondere folgende Hygieneregeln zu beachten:

  • Die Wohneinheiten verfügen über eine eigene Sanitäreinheit.
  • Beim Check-in werden die Kontakte zwischen Mitarbeitern und Gästen auf das Notwendigste reduziert.
  • Einhaltung der Abstandsregel von 1,5 Metern zwischen Personen in allen Räumlichkeiten einschließlich der sanitären Einrichtungen, sowie beim Betreten und Verlassen der Räumlichkeiten und auf Fluren, Gängen, Treppen und im Außenbereich. Dies gilt für Gäste und Personal. Personen wie die Angehörigen eines Haushalts, für die im Verhältnis zueinander die Kontaktbeschränkung nicht gilt, haben die Abstandsregel nicht zu befolgen.
  • In allen gemeinschaftlich genutzten Bereichen haben Personal und Gäste Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Davon ausgenommen ist der Außenbereich.
  • Die geltenden Hygiene- und Reinigungsstandards werden konsequent eingehalten. Die Reinigung der Gäste- und Gemeinschaftszimmer hat möglichst in Abwesenheit der Gäste zu erfolgen.
  • Der Einsatz von Gegenständen, die von mehreren Gästen benutzt werden, ist im gesamten Betrieb auf ein Minimum zu reduzieren bzw. so zu gestalten, dass nach jeder Benutzung eine Reinigung oder Auswechslung erfolgt.
  • Die Betreiber haben insbesondere für gemeinschaftlich genutzte Bereiche ein Lüftungs- und Reinigungskonzept zu erstellen. Die Einrichtungen müssen über ein Parkplatzkonzept verfügen.
  • Die Nutzung von betriebseigenen Schwimmbädern, Saunen, Wellness- und Fitnessbereichen richtet sich nach den für diese Einrichtungen geltenden Bestimmunen und ist damit derzeit untersagt.

Mit dem heutigen Beschluss stellt die Staatsregierung die Weichen für sicheren Urlaub in Bayern und zeigt den stark von der Corona-Krise getroffenen Beherbergungsbetrieben eine Perspektive auf.

  1. Touristische Dienstleistungen öffnen ab dem 30. Mai / Voraussetzung: anhaltend günstige Entwicklung des Infektionsgeschehens / Staatsregierung erarbeitet verbindliches Rahmenkonzept

Bayern wird weitere unternehmerische Bereiche der Wertschöpfungskette Tourismus wieder öffnen. Die Entscheidung steht unter dem Vorbehalt einer anhaltend günstigen Entwicklung des Corona-Infektionsgeschehens. Abgestimmt auf die mögliche Öffnung von Beherbergungsbetrieben am 30. Mai sollen ab diesem Tag auch Freizeiteinrichtungen im Außenbereich wie beispielsweise Freizeitparks ihren Betrieb wiederaufnehmen können. Ebenso ermöglicht werden Stadt- und Gästeführungen, Berg-, Kultur- und Naturführungen sowie Führungen in Schauhöhlen und Besucherbergwerken. Ferner sollen touristischer Bus- und Bahnverkehr, Seilbahnen sowie die Fluss- und Seenschifffahrt starten können. Auch die Objekte der Schlösserverwaltung werden grundsätzlich ab dem 30. Mai wieder ihre Pforten öffnen. Die besucherstarken Objekte wie insbesondere die Schlösser Neuschwanstein und Linderhof sowie die Residenzen in München und Würzburg stehen ab dem 2. Juni wieder für Besucher offen. Um einen größtmöglichen Infektionsschutz zu gewährleisten, erarbeiten das Wirtschaftsministerium und das Gesundheitsministerium gemeinsam ein verbindliches staatliches Rahmenkonzept zur Umsetzung insbesondere folgender Hygienevorgaben:

  • Einhaltung der Abstandsregel von 1,5 m, • Mund-Nasen-Bedeckung, • Zugangsbeschränkungsregelung und geeignete Besucherlenkung zur Vermeidung von Menschenansammlungen, • Reinigung/Desinfektion häufig genutzter Flächen, • Maßnahmen, die die Nachverfolgbarkeit von Kontakten gewährleisten.

Auf Basis dieses Rahmenkonzepts werden die betroffenen Unternehmen individuell angepasste Betriebshygienekonzepte für ihre Dienstleistungen entwickeln. Das Rahmenkonzept für betriebliche Schutz- und Hygienekonzepte von Gastronomiebetrieben findet in allen Fällen Anwendung, in denen bei touristischen Angeboten eine Bewirtung angeboten wird, z.B. auf Ausflugsschiffen und in Freizeitparks. Für Veranstaltungen und Filmvorführungen gelten die allgemeinen Bestimmungen. Die heutige Entscheidung findet eine gute Balance zwischen der weiteren Bekämpfung der Corona-Pandemie und der Begrenzung von Schäden für Arbeitsplätze und Wohlstand in ganz Bayern.

  1. Bayerisches Frühwarnsystem mit lokalen oder regionalen Beschränkungsmaßnahmen / Maßnahmen bereits ab 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern

Angesichts der weitreichenden Erleichterungen ist eine erneut dynamische Entwicklung des Infektionsgeschehens nicht ausgeschlossen. Um eine weitere Ausbreitung von COVID-19 über Einrichtungs-, Orts- oder Landkreisgrenzen hinaus zu verhindern, müssen lokale Ausbruchsereignisse frühzeitig erkannt und wirksame Gegenmaßnahmen eingeleitet werden. Dazu gehört – neben der engmaschigen Beobachtung des Infektionsgeschehens durch die zuständigen Behörden und dem bayerischen „Frühwarnsystem“ (Maßnahmen bereits ab 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern in den letzten 7 Tagen) – auch ein konsequentes Beschränkungskonzept in Landkreisen oder kreisfreien Städten mit vielen Neuinfektionen. Bei einem lokalisierten und klar eingrenzbaren Infektionsgeschehen, zum Beispiel in einer Einrichtung, kann das Beschränkungskonzept nur diese Einrichtung umfassen. Hier sieht das abgestufte Konzept spezielle Maßnahmen vor – von der Beratung, über Reihentestungen bis hin zur Schließung der Einrichtung. Bei einem verteilten regionalen Ausbruchsgeschehen und unklaren Infektionsketten müssen allgemeine Beschränkungen wieder konsequent in der Region eingeführt werden. Das kann Kontaktbeschränkungen für die Bevölkerung, die Schließung von Bildungseinrichtungen, Geschäften und anderen Einrichtungen bis hin zu Ausgangsbeschränkungen umfassen.

 

Stadt Rosenheim: Auch in Corona-Zeiten: Honorarfreie Beratung für Unternehmer und Unternehmensgründer – Existenzgründer, Unternehmer und Freiberufler können sich von den zwei erfahrenen „Aktivsenioren“ Manfred Kehr und Karl-Heinz Werner honorarfrei beraten lassen. Während der Corona-Pandemie findet der nächste Beratungstag nicht wie üblich im Rathaus Rosenheim, sondern telefonisch oder als Videokonferenz (Skype/FaceTime) statt. Interessenten können bei Eva Huber von der städtischen Wirtschaftsförderung (Tel. 08031/3651106, E-Mail: eva.huber@rosenheim.de) einen Beratungstermin für den 28. Mai 2020 vereinbaren. Seit über 10 Jahren arbeiten die Wirtschaftsförderung der Stadt Rosenheim und die Aktivsenioren Bayern e.V. unter dem Motto „Erfahrung ist durch nichts zu ersetzen. Außer durch noch mehr Erfahrung“ zusammen. Die Aktivsenioren unterstützen junge Gründer, um sie mit den vielfältigen Anforderungen auf ihrem Weg ins Unternehmer-Neuland vertraut zu machen und helfen ihnen bei der Businessplanung. Kleinen und mittleren Firmen geben die Berater der Aktivsenioren die richtige Orientierung bei der Bewältigung ihrer Probleme und damit Hilfe zur Selbsthilfe. Außerdem bieten sie Hilfe bei Restrukturierungsmaßnahmen an.

Montag, 18. Mai:

Rosenheim: Quarantäne von Asylbewerberunterkunft in der Kufsteiner Straße kann aufgehoben werden – Die am 16. April 2020 verhängte Quarantäne über die Asylbewerberunterkunft in der Kufsteiner Straße kann ab sofort aufgehoben werden. Dies ist das Ergebnis der laufenden Testreihen bei den Bewohnerinnen und Bewohnern der Einrichtung auf das Corona-Virus. Zu Beginn der Quarantäne hielten sich 48 Personen in der Unterkunft auf. Insgesamt 18 Menschen wurden positiv getestet. Stand heute (18. Mai 2020) sind alle erkrankten Bewohnerinnen und Bewohner genesen. Alle bisher negativ getesteten Bewohner wurden am 13. Mai 2020 noch einmal getestet. Bei einer vierköpfigen Familie waren die Ergebnisse positiv. Bei einer weiteren Familie liegen die Testergebnisse noch nicht vollzählig vor. Beide Familien wurden verlegt und separiert untergebracht. Alle anderen Bewohnerinnen und Bewohner wurden erneut negativ getestet. „Weil es damit nach derzeitigem Stand in der Einrichtung keine Infizierten mehr gibt, kann der Bauzaun heute Abend wieder abgebaut werden. Keine der infizierten Personen musste ins Klinikum eingeliefert werden. Die medizinische Betreuung hat reibungslos funktioniert“, so der Leiter der städtischen Führungsgruppe Katastrophenschutz (FüGK), Hans Meyrl.

Rosenheim: Am 17.05. wurden dem Gesundheitsamt 11 neue Fälle für Stadt und Landkreis Rosenheim gemeldet. Bisher sind insgesamt 2726 Fälle von COVID-19 in Stadt und Landkreis Rosenheim aufgetreten. Mittlerweile wurde bei mindestens 1740 Personen eine Genesung dokumentiert. 193 Personen sind bis zu diesem Zeitpunkt an der Erkrankung gestorben. Von den Verstorbenen waren 7 Personen unter 60 Jahren. 130 Verstorbene waren über 80 Jahre alt. 113 COVID-19-Patienten werden aktuell in Stadt und Landkreis Rosenheim stationär behandelt. Hiervon befinden sich 21 Patienten auf einer Intensivstation. Die 7-Tage-Inzidenz (Fälle pro 100.000 Einwohner während der letzten 7 Tage) liegt mit Stand 18.05.2020 (10:00 Uhr) für die Stadt Rosenheim bei 18,95 für den Landkreis Rosenheim bei 22,22.

Samstag, 16. Mai:

In Stadt und Landkreis Rosenheim sind bisher insgesamt 2709 Fälle von COVID-19 aufgetreten. Bei 1716 Personen ist eine Genesung dokumentiert. 193 Personen sind verstorben. Die Daten beruhen auf den Meldedaten nach dem Infektionsschutzgesetz bis zum 15. Mai (Stand 18 Uhr).

Zudem ist der Ertlhof in Rimsting unter Quarantäne gestellt worden. Zwölf der 61 Bewohner wurden positiv auf das neuartige Corona-Virus getestet. Sie werden im Haus umverlegt, um sie von den übrigen Bewohnern zu trennen. Vor Ort wird ein Bauzaun aufgestellt, um den negativ Getesteten die Möglichkeit zu geben, das Gebäude zu verlassen und ins Freie zu gehen.

Freitag, 15. Mai:

Rosenheim – Wegen Infektionsgefahr: Bis auf Weiteres keine Demonstrationen mehr in der Rosenheimer Innenstadt – Die Stadtverwaltung hat aufgrund der aktuellen Infektionslage entschieden, dass die Rosenheimer Innenstadt bis auf Weiteres nicht mehr für Versammlungen zur Verfügung steht. Um das Grundrecht auf Versammlungsfreiheit aber weiterhin zu garantieren, setzt die Stadt auf lösungsorientierte Gespräche mit den jeweiligen Versammlungsleitern. „Die Erfahrung vom vergangenen Samstag hat gezeigt, dass die Rosenheimer Innenstadt erfreulicherweise wieder relativ stark frequentiert ist. Zudem will die Stadt zur Unterstützung der innerstädtischen Gastronomie deren Außenflächen soweit vertretbar ausweiten. Deshalb ist absehbar, dass bei künftigen Demonstrationen die infektionsschutzrechtlich geforderten Abstände zwischen Personen nicht gewährleistet werden können. Um Versammlungsteilnehmer und Passanten keiner unnötigen Infektionsgefahr auszusetzen, will die Stadt zukünftig weitläufigere Örtlichkeiten wie z.B. den Mangfallpark für Versammlungen und Demonstrationen nutzen“, so Rosenheims Ordnungsdezernent Herbert Hoch. Damit kommt die Stadt auch einer Forderung des bayerischen Innenministeriums zur Entwicklung von alternativen Konzepten zur möglichst gefahrlosen Sicherstellung des Rechts auf Versammlungsfreiheit nach.

Brannenburg – Für die Asylbewerberunterkunft in Brannenburg wurde die Quarantäne wieder aufgehoben. Die Bewohner wurden heute darüber informiert, dass alle zuletzt genommenen Abstriche negativ getestet worden waren. Der Bauzaun um die Unterkunft wird am Montag abgebaut.

Donnerstag, 14. Mai:

Fallzahlenentwicklung: Landratsamt/Gesundheitsamt Rosenheim:  Am 13.05. wurden dem Gesundheitsamt 10 neue Fälle für Stadt und Landkreis Rosenheim gemeldet. Bisher sind insgesamt 2693 Fälle von COVID-19 in Stadt und Landkreis Rosenheim aufgetreten. Mittlerweile wurde bei mindestens 1603 Personen eine Genesung dokumentiert. 186 Personen sind bis zu diesem Zeitpunkt an der Erkrankung gestorben. Von den Verstorbenen waren 7 Personen unter 60 Jahren. 122 Verstorbene waren über 80 Jahre alt. 160 COVID-19-Patienten werden aktuell in Stadt und Landkreis Rosenheim stationär behandelt. Hiervon befinden sich 32 Patienten auf einer Intensivstation. Die 7-Tage-Inzidenz (Fälle pro 100.000 Einwohner während der letzten 7 Tage) liegt laut Bayerischem Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit mit Stand 13.05.2020 (10:00 Uhr) für die Stadt Rosenheim bei 52,11 für den Landkreis Rosenheim bei 36,02.

Mittwoch, 13. Mai:

Der Mittlere Bildungsabschluss an der Wirtschaftsschule Alpenland Bad Aibling – Anmeldung weiterhin möglich – Landkreis/Bad Aibling – Die Wirtschaftsschule Alpenland in Bad Aibling, die Schule des Landkreises Rosenheim, bietet den Weg zum Mittleren Bildungsabschluss ab der 7. Klasse an. Somit können Schülerinnen und Schüler ab der 6. Klasse aus allen Schularten in die vierstufige Wirtschaftsschule wechseln. Darüber hinaus ist auch ein Einstieg in die 8. Klasse für die dreistufige und ein Einstieg in die 10. Klasse für die zweistufige Wirtschaftsschule möglich. Die Anmeldung für die Wirtschaftsschule ist weiterhin per Post oder E-Mail möglich. Entsprechende Hinweise sind auf der Schulhomepage: www.wsalp.de zu finden. Notwendig dafür sind unter anderem das Zwischenzeugnis, eine Geburtsurkunde und für Fahrschüler ein Lichtbild. Auskünfte und Beratung sind auch telefonisch unter 08061 49520-0 möglich.

Am Donnerstag, 14. Mai 2020, informieren Ministerpräsident Dr. Markus Söder, Wissenschafts- und Kunstminister Bernd Sibler und Digitalministerin Judith Gerlach zum Themenbereich Kunst und Kultur im Rahmen einer Pressekonferenz um 10.00 Uhr im Foyer des Prinz-Carl-Palais, Franz-Josef-Strauß-Ring 5, 80539 München. Die Pressekonferenz wird als Live-Stream übertragen, unter anderem über die Internetseite www.bayern.de (http://www.bayern.de) , auf YouTube (youtube.com/bayern) und Facebook (facebook.com/bayern).In Gebärdensprache übersetzt und untertitelt kann die Pressekonferenz live unter www.verbavoice.net/player/bayerischestaatskanzlei/ (http://www.verbavoice.net/bayerischestaatskanzlei/)  verfolgt werden. Im Anschluss ist das Video unter youtube.com/bayern abrufbar.

Regierung von Oberbayern teilt mit: Rosenheim – Bewohner von zwei Gemeinschaftsunterkünften werden vorübergehend verlegt – In den frühen Morgenstunden des 13. Mai 2020 wurden insgesamt 58 Bewohner aus zwei von der Regierung von Oberbayern betriebenen Gemeinschaftsunterkünften für Asylbewerber vorübergehend verlegt. Die Maßnahmen vor Ort erfolgten in enger Absprache mit dem zuständigen Gesundheitsamt des Landkreises Rosenheim sowie der Stadt Rosenheim. Unterstützt wurden die Maßnahmen von zahlreichen Kräften der Polizei unter der Einsatzleitung des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd. Die Umverlegung verlief ohne besondere Vorkommnisse.   Insgesamt wurden 21 Bewohner positiv auf das Corona-Virus getestet. Weitere 37 Bewohner gehören zu mehreren Familienverbünden und werden deshalb in enger Absprache mit dem zuständigen Gesundheitsamt in zwei andere Unterkünfte für die Dauer der häuslichen Quarantäne verlegt. Die Verlegung wurde erforderlich, weil wiederholt Infektionsfälle auftraten, obwohl für die Unterkunft bereits Quarantäne angeordnet war. Die Maßnahme ist angezeigt, um weitere Ansteckungen zu unterbinden und die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass die Quarantäne für die betroffenen Kontaktpersonen in absehbarer Zeit beendet werden kann. Die jetzt verlegten Bewohner werden unverzüglich nach Aufhebung der Quarantäne wieder zurückverlegt. Das Gesundheitsamt hat für die in den Unterkünften verbliebenen Bewohner vorsorglich eine Reihentestung angeordnet und die Quarantänemaßnahmen verlängert. Die Versorgung aller unter Quarantäne stehenden Personen wird durch ein von der Regierung von Oberbayern organisiertes Catering sichergestellt. Ebenso ist die medizinische Betreuung gewährleistet. Die Einhaltung der Quarantäneanordnungen wird jeweils durch einen Sicherheitsdienst sichergestellt. Bei den Unterkünften, in die die betroffenen Bewohner verlegt wurden, handelt es sich um Unterkünfte, die ausschließlich für derartige Quarantänemaßnahmen vorgehalten werden. In den beiden betroffenen Unterkünften waren vor der Abverlegung rund 170 Personen untergebracht. Alle Entscheidungen zum weiteren Vorgehen werden in enger Abstimmung zwischen der Regierung von Oberbayern und den zuständigen Behörden von Stadt und Landkreis Rosenheim getroffen.Unterstützt wurden die zuständigen Behörden in Form der Amtshilfe von Einsatzkräften der Polizei unter der Leitung des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd. Zum Einsatz kamen auch  Kräfte der Bayerischen Bereitschaftspolizei. Die Umverlegungsmaßnahmen verliefen ohne besondere Vorkommnisse. Die betroffenen Bewohner verhielten sich kooperativ und ruhig.

Bayerischer Bauernverband informiert: Rindfleischmarkt unter Druck – Die Corona-Krise wirbelt derzeit den Rindfleischmarkt kräftig durcheinander. Hintergrund ist vor allem das Wegbrechen der Nachfrage von Gastronomie und generell Außer-Haus-Verzehr.

„Die Verbraucher haben zwar in den letzten Wochen sehr wohl Rindfleisch gekauft“, sagt Isabella Timm-Guri, Direktorin im Fachbereich Erzeugung und Vermarktung des Bayerischen Bauernverbandes. Nur fehle derzeit ein wichtiger Abnehmer am Markt: die Gastronomie – und die kaufe anders ein als die privaten Konsumenten. In der Gastronomie werden vor allem Edelteile sowie Färsenfleisch verarbeitet. Die Vorderviertel vom Kuhfleisch gehen zu einem erheblichen Teil in die Systemgastronomie wie z. B. McDonalds.“ Ohne diese Abnehmer „klaffen Angebot und Nachfrage plötzlich derart auseinander, dass der Markt in Schieflage gerät – deutliche Preisrückgänge für die Erzeuger sind die Folge.“ Dazu kommt, dass auch die Häute vom Rind, aus denen Lederprodukte hergestellt werden, im Zuge von Corona massiv an Wert verloren haben. Denn die Nachfrage z. B. der Automobil-, Möbel- und Schuhindustrie ist eingebrochen und die Gerbereien in Südeuropa arbeiten Corona-bedingt nicht. Zusätzlich belastet südamerikanisches Rindfleisch den Markt, das für die Gastronomie gedacht war und jetzt Käufer im Lebensmitteleinzelhandel sucht. „Wir bitten die Verbraucher, jetzt gezielt zu regionalem Rindfleisch zu greifen und sich ruhig auch das eine oder andere besondere Stück zu gönnen“, so Timm-Guri. „Holen Sie sich die Edelteile unserer bayerischen Rinder auf den Teller!“

Dienstag, 12. Mai:

Schauspielerin und UN-Botschafterin Katja Riemann wird am Mittwoch aus ihrem Buch „Jeder hat. Niemand darf.“ auf dem Facebook-Kanal von Caritas international vorlesen. Im Fokus dabei stehen Menschen, die sich mit Herzblut und Nächstenliebe für ihre Mitmenschen einsetzen, Mitarbeitende von Hilfsorganisationen, die täglich durch ihren Einsatz bei den Menschen vor Ort etwas bewegen und helfen, das Leben von Menschen zu verbessern. „Katja Riemann ist eine starke und überzeugende Stimme für all die vielen, welche die Arbeit bei und für die Menschen in Not leisten, die aber stumm und unsichtbar bleiben“, sagt Prälat Peter Neher, der Präsident des Deutschen Caritasverbandes. Genau aber diesen Menschen würde die Aufmerksamkeit gebühren. „Sie sind die stillen Held_innen, über die fast niemand spricht.“ Katja Riemann stellt im Live-streaming mit dem Hilfswerk des Deutschen Caritasverbandes diese Menschen in den Mittelpunkt. Seit 20 Jahren ist sie auf allen Kontinenten der Erde unterwegs. Sie hat Projekte in vielen Ländern besucht und die Menschen bei ihrer Arbeit kennengelernt. Die Kapitel erzählen vom großen Engagement und der Leidenschaft, mit der sich die Mitarbeitenden der Hilfswerke für andere Menschen einsetzen. Katja Riemann berichtet in ihrem Buch über Projekte in Burundi, Nepal, über den Einsatz im Libanon bis hin zur Arbeit von Helferinnen und Helfern in Deutschland.  „Katja Riemann trifft mit ihrem Buch genau den Kern unserer Ausrichtung“, sagt Peter Neher. Denn mit dem Partnerschaftsprinzip setzt Caritas international im weltweiten Caritas-Netzwerk genau diesen Grundansatz humanitärer Hilfe um. „Wir sind bereits vor Ort, und die Mitarbeitenden vor Ort wissen am besten, welche Hilfe im Falle einer Katastrophe notwendig ist: Sie stehen auch dafür ein, dass diese Hilfe direkt und ohne Verzögerung bei den Menschen in Not ankommt.“  Katja Riemann ist am Mittwoch, den 13. Mai, von 19:00 bis 20:00 Uhr in einem Facebook-Live-Gespräch mit Jean-Marie Schaldach, Onlineredakteur Caritas international. Der Livestream ist über https://www.facebook.com/caritas.international/ erreichbar.

Landratsamt-Gesundheitsamt Rosenheim – FallzahlenentwicklungAm 11.5. wurden dem Gesundheitsamt 19 neue Fälle gemeldet. Hiervon sind 12 durch Reihenuntersuchungen aufgefallen. Bisher sind insgesamt 2673 Fälle von COVID-19 in Stadt und Landkreis Rosenheim aufgetreten. Mittlerweile wurde bei mindestens 1517 Personen eine Genesung dokumentiert. 181 Personen sind bis zu diesem Zeitpunkt an der Erkrankung gestorben. Von den Verstorbenen waren 7 Personen unter 60 Jahren. 117 Verstorbene waren über 80 Jahre alt. 165 COVID-19-Patienten werden aktuell in Stadt und Landkreis Rosenheim stationär behandelt. Hiervon befinden sich 33 Patienten auf einer Intensivstation.„Wir beobachten die Lage weiterhin genau, um bei einem Anstieg der Infektionszahlen rechtzeitig die erforderlichen Gegenmaßnahmen ergreifen zu können“, so Dr. Wolfgang Hierl, Leiter des Gesundheitsamtes.

Aus der Bayerischen Kabinett-Sitzung: Bayerische Corona-Strategie / Konzepte zum weiteren Vorgehen / Innenministerium erarbeitet Konzept zur infektionsschutzkonformen Durchführung von Versammlungen / Stufenweise Öffnung der Gastronomie / Zulassung des Spielbetriebs von der 1. und 2. Fußballbundesliga / Maskenpflicht auch im Fernverkehr / Vierte Infektionsschutzmaßnahmenverordnung wird bis zum 29. Mai 2020 verlängert

  1. A) Versammlungen

Die Versammlungsfreiheit ist von konstitutiver Bedeutung für die demokratische Gesellschaft. Aufgrund der Corona-Pandemie ist es jedoch erforderlich, dass die Vorgaben des Infektionsschutzes beachtet werden – nur so kann der Spagat zwischen Meinungsfreiheit und Schutz der Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger gelingen. Das Innenministerium erarbeitet ein Konzept, das die infektionsschutzkonforme Durchführung von Versammlungen in Zeiten der Corona-Pandemie bestmöglich gewährleistet. Die Präsidien der Bayerischen Polizei legen bei der weiteren Einsatzbewältigung vergleichbarer Versammlungslagen insbesondere auf die Aspekte der Öffentlichkeitsarbeit, des polizeilichen Kräftemanagements sowie eines örtlich und situativ angepassten, stufenweisen Vorgehens bei der Auswahl geeigneter polizeilicher Maßnahmen einen besonderen Schwerpunkt. Das Innenministerium wird die Kreisverwaltungsbehörden bezüglich der Anzeige und Genehmigung von Versammlungen verstärkt sensibilisieren. Besonderes Augenmerk soll dabei auf eine geeignete Örtlichkeit für die Versammlungen gelegt werden.

  1. B) Gastronomie und Hotellerie

Unter der Voraussetzung eines weiterhin günstigen Verlaufs des Pandemiegeschehens erfolgt die stufenweise Öffnung der Gastronomie bei Einhaltung der entsprechenden Vorgaben zum Infektionsschutz wie folgt:

  • Ab dem 18. Mai 2020 kann die Gastronomie im Außenbereich (z.B. Biergärten) bis 20 Uhr öffnen.
  • Ab 25. Mai 2020 können Speisegaststätten im Innenbereich bis 22 Uhr öffnen.

Ein passendes und mit den betroffenen Verbänden abgestimmtes infektionsschutzrechtliches Rahmenkonzept „Gastronomie“ ist dabei eine zwingende Grundlage für die schrittweise Öffnung der gastronomischen Betriebe in Bayern. Auf dieser Basis können dann die einzelbetrieblichen Schutz- und Hygienekonzepte entwickelt werden. Das Rahmenkonzept „Gastronomie“ des Wirtschaftsministeriums sieht vor allem folgende Punkte vor:

  • strikte Einhaltung des Sicherheitsabstandes von 1,5 Metern zwischen Gästen, Servicepersonal und im betrieblichen Ablauf.
  • Ein Mund-Nasen-Schutz ist zudem vorgeschrieben für Servicepersonal im Gastraum, für Gäste, sobald sie den Tisch verlassen und sich in der Lokalität bewegen, und im betrieblichen Ablauf, wenn der Sicherheitsabstand von 1,5 Metern, etwa in der Küche, zwingend nicht eingehalten werden kann.
  • Hinzu kommt die Anpassung von Lüftungs- und Reinigungsplänen, die Schulung von Mitarbeitern sowie die Aufnahme der Kontaktdaten der Gäste zur Nachverfolgung im Falle einer später auftretenden Infektion.

Das Gesundheitsministerium und das Wirtschaftsministerium werden zeitnah, auch unter Einbeziehung der Erfahrungen im Gastronomiebereich, ein Rahmenkonzept „Hotellerie“ entwickeln, damit Beherbergungsbetriebe (wie Hotels, Ferienwohnungen, Pensionen, Jugendherbergen) ab dem Pfingstwochenende öffnen können.

Für den Tourismus – aber auch für die Gesundheitswirtschaft – in Bayern elementar ist auch der gesamte Themenbereich der Kurorte, Heilbäder, Thermen und verwandter Aufgaben wie Rehabilitationsmaßnahmen und physiotherapeutische Behandlungen bzw. Praxen. Diese Bereiche bedürfen aufgrund der Komplexität des Themas bzw. auch der Örtlichkeiten einer eingehenden Prüfung von Schutzkonzepten. Das Wirtschaftsministerium und das Gesundheitsministerium werden ein tragfähiges Konzept für die Öffnung von Heilbädern, Kurorten und Thermen und die schrittweise Öffnung weiterer, derzeit noch untersagter Bereiche im Bäderbereich, erarbeiten.

  1. C) Sport

Unter Einhaltung von strengen Schutz- und Hygienemaßnahmen wird der Spielbetrieb der 1. und 2. Fußballbundesliga zugelassen. Das Gesundheitsministerium wird die dafür notwendigen Änderungen in den einschlägigen infektionsschutzrechtlichen Anordnungen vornehmen. Damit wird der Beschluss der Bundeskanzlerin und der Regierungschefinnen und -chefs der Länder vom 6. Mai 2020 umgesetzt. Bei Auftreten positiver Fälle im Wettkampfbetrieb gelten die allgemeinen Regeln des Robert-Koch-Instituts bezüglich der Quarantäneempfehlungen. Die Gesundheitsbehörden werden die Einhaltung von Schutzkonzepten und etwaige Quarantänemaßnahmen konsequent durchsetzen. Darüber hinaus erarbeitet das Innenministerium unter Einbeziehung der Sportverbände ein Konzept für weitere Lockerungen im Sport. Für das weitere Vorgehen ist die Entwicklung der Infektionszahlen entscheidend.

  1. D) Fernverkehr

Entsprechend einer Vereinbarung von Bund und Ländern wird auch im Fernverkehr eine Maskenpflicht für Fahrgäste und Personal, soweit es in Kontakt mit den Fahrgästen kommt, eingeführt.

  1. E) Vierte Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung

Das Gesundheitsministerium wird die oben stehenden, heute vom Ministerrat beschlossenen Änderungen in der Vierten Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung berücksichtigen. Im Übrigen wird die Vierte Infektionsschutzmaßnahmenverordnung bis zum 29. Mai 2020 verlängert.

  1. Kraftvolle Förderung für Batteriefertigung in Bayern / Staatsregierung stellt 80 Mio. Euro bereit / Gemeinsame Investitionszuschüsse mit dem Bund

In der Corona-Krise stärkt die Staatsregierung den Hightech-Standort Bayern. Der Ministerrat hat heute beschlossen, mehrere Investitionsvorhaben im Bereich der Batterietechnologie gezielt mit über 80 Mio. Euro zu unterstützen. Diese Summe ergänzt ein Programm des Bundes, der verschiedene Projekte zum Aufbau der Batteriefertigung in Deutschland mit insgesamt rund 1,5 Mrd. Euro fördert. Für Investitionsvorhaben im Freistaat stellen Bund und Bayern gemeinsam fast 280 Mio. Euro bereit. Die Förderung ist ein klares Bekenntnis zum Automobil- und Technologiestandort Bayern. Trotz sinkender Steuereinnahmen und enormer Ausgaben für Liquiditätshilfen nimmt die Staatsregierung einen hohen Millionenbetrag in die Hand, um klare Zukunftsperspektiven insbesondere für die Automobilbranche zu schaffen. Die bayerische Leitindustrie befindet sich in einem Transformationsprozess und ist zusätzlich von der Corona-Krise schwer getroffen. Die Förderung der Batteriefertigung wertet nun Projekte auf, die unmittelbar die Wachstumschancen des Wirtschaftsstandorts Bayern verbessern können.

Montag, 11. Mai:

Rosenheim: Quarantäne von Asylbewerberunterkunft in der Karlsbader Straße kann aufgehoben werden – Die am 11. April 2020 verhängte Quarantäne über die Asylbewerberunterkunft in der Karlsbader Straße ist ab sofort aufgehoben. Dies ist das Ergebnis der laufenden Testreihen bei den Bewohnerinnen und Bewohnern der Einrichtung auf das Corona-Virus. Zu Beginn der Quarantäne hielten sich 49 Personen in der Unterkunft auf. Insgesamt 18 Menschen wurden positiv getestet. Stand heute (11.05.2020) sind alle erkrankten Bewohnerinnen und Bewohner genesen. Alle bisher negativ getesteten Bewohner wurden am 08. Mai 2020 noch einmal getestet – mit neuerlich negativen Ergebnissen. „Weil es damit nach derzeitigem Stand in der Einrichtung keine Infizierten mehr gibt, kann der Bauzaun am frühen Abend wieder abgebaut werden. Keine der infizierten Personen musste ins Klinikum eingeliefert werden. Die medizinische Betreuung hat reibungslos funktioniert“, so der Leiter der städtischen Führungsgruppe Katastrophenschutz (FüGK), Hans Meyrl. Über das weitere Vorgehen bei den ebenfalls unter Quarantäne stehenden Asylbewerberunterkünften in der Kufsteiner Straße und der Äußeren Oberaustraße  wird die FüGK nach Vorliegen der neuesten Testergebnisse entscheiden.

Am Dienstag, 12. Mai, 10 Uhr, leitet Ministerpräsident Dr. Markus Söder die Sitzung des Ministerrats in der Staatskanzlei. Das Kabinett befasst sich im Schwerpunkt mit der Corona-Pandemie. Über die wesentlichen Ergebnisse der Beratungen informieren der Leiter der Staatskanzlei, Staatsminister Dr. Florian Herrmann, Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Gesundheitsministerin Melanie Huml  im Rahmen einer Pressekonferenz um 13.00 Uhr im Foyer des Prinz-Carl-Palais, Franz-Josef-Strauß-Ring 5, 80539 München. Die Pressekonferenz wird als Live-Stream übertragen, unter anderem über die Internetseite www.bayern.de (http://www.bayern.de) , auf YouTube (youtube.com/bayern) und Facebook (facebook.com/bayern).

Für die Vermieter von Ferienwohnungen hat der DTV eine erste Orientierungshilfe bzw. Handlungsempfehlung herausgegeben. Bitte beachten Sie aber: dies ist nur eine Empfehlung/Orientierung, da es bis jetzt noch keine konkrete Verordnung der Regierung gibt. Aktuelle Informationen und Bestimmungen finden Sie auch immer auf der Homepage des Chiemsee Alpenland Tourismus unter: www.chiemsee-alpenland.de

Caritas: Corona-Pandemie erfordert kreative Solidarität und angepasste Maßnahmen. Der außergewöhnliche Gegner erfordert kreative Maßnahmen und besondere Bündnisse. Gemeinsam mit der Jugendaktion „Wir gegen Rassismus“ aus dem Bistum Trier veranstaltet Caritas international mit großer Unterstützung vieler national und international bekannter Musiker_innen ein virtuelles Live-Konzert im Kampf gegen das Coronavirus. „Wir freuen uns, dass so viele Künstler_innen unsere Arbeit gegen das Virus unterstützen und damit Menschen in Not helfen“, sagt Oliver Müller, Leiter des Hilfswerks des Deutschen Caritasverbandes. „Gerade jetzt, wo die Kreativen selbst sehr unter den Auswirkungen der Pandemie zu leiden haben sind wir für ihre Solidarität sehr dankbar.“ In Anlehnung an den „European Song Contest“, der aufgrund der Pandemie in diesem Jahr ausfällt, sollen unter dem Titel „European Solidarity Challenge“ für die weltweite Corona-Nothilfe des Hilfswerks Spenden gesammelt werden. Die Lage ist sehr ernst: „Der Virus-Pandemie droht nun auch noch eine Hunger-Pandemie in den armen Staaten und den Flüchtlingscamps zu folgen und deswegen wollen wir das Spendenbarometer in die Höhe treiben“, beschreibt Pastoralreferent Christopher Hoffmann von „Wir gegen Rassismus“ die Motivation aller Beteiligten. Unter anderem mit dabei sind JP Cooper (britischer Songwriter), die Band Kasalla aus Köln, der Gewinner von „The voice of Germany“ von 2018, Samuel Rösch oder Willi Weitzel (Willi will’s wissen) und viele weitere Sänger_innen, Bands, Influencer_innen, sowie der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, der Limburger Bischof Georg Bätzing.

Von der Pandemie besonders bedroht sind Menschen auf der Flucht oder Menschen in Kriegs- und Konfliktgebieten. „Allen diesen Menschen ist gemeinsam, dass sie unter schwierigsten Verhältnissen leben und sich so kaum vor dem Virus schützen können. Sie sind oft auf engstem Raum und unter problematischen hygienischen Verhältnissen zusammen“, betont Oliver Müller. Social Distancing oder regelmäßiges Händewaschen könnten diese Menschen schlicht nicht praktizieren.  Durch Anpassung bestehender Projekte und neu gestarteten Corona-Nothilfemaßnahmen unterstützt das Hilfswerk des Deutschen Caritasverbandes Menschen in mehr als 80 Ländern im Kampf gegen das Virus. Oliver Müller: „Ausgangssperren werden bei uns durch soziale Sicherungssysteme abgefedert. Für Tagelöhner im Süden fehlen diese. Sie müssen arbeiten, um zu überleben, sonst sterben sie an Hunger.“ Zudem: „Die Länder müssen ihre eigenen, adäquaten Strategien gegen das Virus finden, wir können sie dabei unterstützen.“  Die European Solidarity Challenge findet am 15. Mai 2020 statt. In einem umfangreichen, hochkarätigen Programm treten über 30 Künstler_innen und Bands, sowie bekannte Influencer_innen auf.  Der Livestream ist über www.caritas-international.de/livekonzert erreichbar. Moderieren werden die European Solidarity Challenge Caro Lauhoff (Caritas international) und Christopher Hoffmann (Wir gegen Rassismus).

Freitag, 8. Mai:

Bad Aibling: Ab nächster Woche ist unter Einhaltung der bekannten Hygiene – Regeln ein Betrieb von Ausstellungen wieder möglich. Daher kann ein Teil der Ausstellung zum Jubiläumsjahr der Öffentlichkeit wieder zugänglich gemacht werden. Die Ausstellungsstationen „ ehemaliges Lichtspielhaus / Kinderland“ in der Kirchzeile und Haus des Gastes können ab nächster Woche zu den jeweiligen Öffnungszeiten bei freiem Eintritt wieder besucht werden. Die Ausstellung im Lichtspielhaus ist Dienstag und Donnerstag von 11 bis 14 Uhr, Samstag von 11 bis 15 Uhr und Sonntag von 13 bis 17 Uhr geöffnet, während ein Besuch der Ausstellung im Haus des Gastes vorläufig von Montag bis Freitag zwischen 9 und 16 Uhr möglich ist. Die Tafeln am Promenadenweg zwischen Katharinenstraße und Parkplatz P4 dokumentieren die Geschichte des Ludwigbades und können jederzeit angeschaut werden. Die Ausstellungsstationen im Rathaus und in der Klinik Wendelstein sind momentan noch geschlossen. Sobald sie öffnen können, wird das ebenfalls bekannt gegeben. Beim Ausstellungsbesuch muss ein Mund-Nasen-Schutz getragen und der Mindestabstand von 1,50 m eingehalten werden. Im Lichtspielhaus können 4 Besucher gleichzeitig die Ausstellung ansehen. Die AIB-KUR macht im Zusammenhang mit der Wiedereröffnung der Ausstellung darauf aufmerksam, dass weitere ehrenamtliche Ausstellungsbegleiterinnen und Begleiter gesucht werden, die zu den Öffnungszeiten des Lichtspielhauses dort anwesend sind. Dankenswerterweise hat sich eine Vielzahl von Mitgliedern des historischen Vereins schon bereit erklärt diese Aufgabe zu übernehmen. Da aber die Ausstellung bis 15. Oktober geöffnet ist, wird weitere Unterstützung gebraucht. Interessentinnen und Interessenten melden sich bitte in der AIB-Kur unter der bekannten Rufnummer 08061 90800. Dort liegen  Monatslisten aus, in die man sich eintragen lassen kann.

Rosenheim – Teilweise Öffnung von Kultureinrichtungen und Sportstätten – Die Bayerische Staatsregierung hat in dieser Woche Erleichterungen bei Ausgangsbeschränkungen und Schließungen von Einrichtungen beschlossen. Die positive Entwicklung beim Infektionsgeschehen erlaubt es, die bestehenden Beschränkungen zu lockern. Die Beschlüsse haben auch Auswirkungen auf kulturelle Einrichtungen und Sportstätten in der Stadt Rosenheim.

Das Städtische Museum ist ab 12. Mai wieder geöffnet. Die aktuellen Öffnungszeiten sind Dienstag bis Samstag sowie jeden ersten, dritten und fünften Sonntag im Monat von 13 bis 17 Uhr. Für Besucher besteht Maskenpflicht. Die Besucherzahl ist auf max. 27 Personen gleichzeitig beschränkt. Die Sonderausstellung „Foto: Trux“ ist bis zum 31. Oktober verlängert.

Das Holztechnische Museum öffnet ebenfalls ab dem 12. Mai seine Pforten. Die Öffnungszeiten sind Dienstag bis Samstag sowie jeden zweiten und vierten Sonntag im Monat von 13 bis 17 Uhr. Auch im HTM gilt Maskenpflicht sowie eine Beschränkung auf max. 20 Personen gleichzeitig. Im Städtischen Museum und im HTM können Gruppen, Schulklassen oder Stadtführungen bis auf weiteres leider nicht angenommen werden.

Die Städtische Galerie freut sich ab 12. Mai auf Besucherinnen und Besucher. Die aktuelle Ausstellung „Made in Rosenheim – Design und Werbung aus 100 Jahren“ kann noch bis zum 7. Juni, jeweils Dienstag bis Sonntag, 13 – 17 Uhr besichtigt werden. Zu sehen ist eine emotionale Zeitreise durch ein Jahrhundert Rosenheimer Wirtschafts- und Alltagsgeschichte. Von 21. Juni bis 26. Juli zeigt der Kunstverein Rosenheim seine Jahresausstellung „Kunst aktuell“ in der Städtischen Galerie. Im Herbst warten „Die 80iger“ (25. September bis 15. November). Mit dieser Sonderausstellung gratuliert die Galerie den in der Region verwurzelten Künstlergrößen Erika Maria Lankes, Fried Stammberger und Peter Tomschiczek zu ihrem runden Geburtstag.

Die Stadtbibliothek Rosenheim ist ab kommenden Dienstag, 12. April wieder für die Kundinnen und Kunden geöffnet. Die Öffnungszeiten sind Dienstag bis Freitag von 10 bis 19 Uhr und am Samstag von 10 bis 13 Uhr. Das notwendige Hygienekonzept der Stadtbibliothek umfasst eine maximale Verweildauer von 30 Minuten, eine Maskenpflicht sowie die notwendige Wahrung der Abstandsregelungen.

Der Lokschuppen mit der Ausstellung „Saurier – Giganten der Meere“ wird am 15. Mai wieder eröffnet. Tickets sind ab 12. Mai bis auf weiteres allerdings nur online erwerbbar.

Grundsätzlich gelten für alle Kultureinrichtungen folgende Regelungen:

  • Begrenzung der Gesamtbesucherzahl auf einen Besucher je 20 qm
  • Einlassregulierung und Besuchersteuerung
  • Verpflichtende Mund-Nasen-Bedeckung für Besucher
  • Hygieneschulung des Personals
  • Hinweis an Besucher, dass folgende Personen vom Zutritt ausgeschlossen werden:

–         Personen mit unspezifischen Allgemeinsymptomen sowie respiratorischen Symptomen jeglicher Schwere

–         Personen mit Kontakt zu COVID-19-Fällen innerhalb der letzten 14 Tage

Der Betrieb von Sporthallen, Sportplätzen, Sportanlagen und Sporteinrichtungen und deren Nutzung bleibt grundsätzlich untersagt. Das bedeutet, dass die städtischen Sporthallen, das ROFA-Stadion und das Freibad bis auf weiteres geschlossen bleiben. Ebenso wie die Freisportanlage an der Luitpold-Halle, der Kunstrasenplatz an der Jahnstraße sowie die städtischen Bolzplätze.

Der Trainingsbetrieb von Individualsportarten kann unter bestimmten Voraussetzungen wieder aufgenommen werden. Das Jahnstadion z.B. ist für die Leichtathletik wieder nutzbar. Die Skate-Anlagen in Egarten und in Oberwöhr sowie der Fitness-Parcour an der Klepperstraße sind seit heute, Freitag, 8. Mai, wieder freigegeben, ebenso wie die Spielplätze im Stadtgebiet.

„Erleichterungen und Schutz gehören zusammen. Je erfreulicher sich das Infektionsgeschehen entwickelt und je geringer sich die Gefährdung in einzelnen Lebensbereichen darstellt desto eher kommen Erleichterungen in Betracht. Sollte sich jedoch das Infektionsgeschehen wieder verschärfen, müssen einschränkende Maßnahmen länger bestehen bleiben oder neuerlich in Kraft gesetzt werden. Jeder Einzelne ist deshalb mit seiner Eigenverantwortung gefordert, damit Rückfälle in höhere Ansteckungsraten oder in eine zweite Welle der Infektion vermieden werden können“, appelliert der städtische FüGK-Leiter Hans Meyrl.

 

Bayerischer Heilbäder-Verband fordert nachhaltige Unterstützung der Gesundheits- und Pflegewirtschaft – Der Bayerische Heilbäder-Verband (BHV) hat die Staatsregierung eindringlich gebeten, die Gesundheits- und Pflegewirtschaft zur Bewältigung der Corona-Pandemie und ihrer Folgen nachhaltig zu unterstützen. Gleichzeitig bot der BHV Ministerpräsident Markus Söder in einem Schreiben die Zusammenarbeit bei der Bewältigung der Krise an.  Dazu hätten die Orte ausgezeichnete medizinische und wissenschaftliche Ressourcen, so der Vorsitzende Klaus Holetschek. Der Verband verwies auf die Studie des WifOR-Instituts von November 2019. Sie wurde im Auftrag der Staatsregierung durchgeführt  und bezeichnet die Gesundheits- und Pflegewirtschaft als „künftige Leitbranche“ in Bayern. Rund 1,2 Millionen Erwerbstätige sorgten hier 2017 für eine Brutto- Wertschöpfung von 56 Milliarden Euro. Das entspricht einem Anteil von 10,4 Prozent an der Gesamtwirtschaft. Verglichen mit der bayerischen Automobilindustrie generierte die Gesundheits- und Pflegewirtschaft  rund 14 Milliarden Euro mehr Wertschöpfung und beschäftigte mehr als das Vierfache an Erwerbstätigen, so die Autoren der Studie. Das Wachstum in dieser Branche liege bei jährlich 4,2 Prozent und sei damit stärker als das Wachstum in der Gesamtwirtschaft (3,6 Prozent p.a).  Insgesamt bezeichnet die Studie die Gesundheits- und Pflegewirtschaft als Wachstums- und Beschäftigungstreiber. Sie sichere die gesamte Wertschöpfungskette Gesundheit. „Wenn Bayern diese Branche als Leitbranche weiter entwickeln will, muss sie die Infrastruktur in Zeiten von Corona dauerhaft sichern und stärken“,  betonte Holetschek. „Denn die Covid-19-Pandemie wird nicht nur in der Akutphase einen starken Einfluss auf sämtliche Lebens- und Wirtschaftsbereiche haben. Sie wird zu weitreichenden Transformationsprozessen führen“.

Sicheres Reisen in Orte, die Gesundheit und Tourismus miteinander verknüpfen, werde ebenso an Bedeutung gewinnen wie Prävention und Rehabilitation und die Stärkung der Resilienz. Wie wichtig ein gutes Immunsystem sei, habe die Covid-19-Pandemie gezeigt. Nach überstandenen Infektionen komme es, soweit heute bekannt, in einem hohen Teil der Fälle zu Schädigungen der Lunge oder zu kardiologischen Folgeerkrankungen. Rehabilitation und Kuren im Hinblick auf die Covid-19-bedingten Indikationsbilder gewännen an Bedeutung. Heilbäder und Kurorte verfügten über unzählige Kliniken, Ärzte und Therapeuten und große medizinisch-therapeutische Kompetenzen. Sie seien deshalb die Kompetenzzentren der Gesundheitswirtschaft in Bayern.  Die Heilbäder und Kurorte könnten sich auch sehr gut auf Patienten mit speziellen Bedürfnissen einstellen. Sehr gute Erfahrungen habe man beispielsweise mit dem TÜV-geprüften Siegel für Allergiker. Die finanzielle Lage in den Heilbädern und Kurorten ist nach Angaben des BHV dramatisch. „Einige Orte sind in höchster Existenznot“, bekräftigte Holetschek. „Die Krise trifft Heilbäder und Kurorte härter als andere Kommunen. Die Instandhaltung unserer Infrastruktur wie Bäder,  Thermen und aller anderen Einrichtungen für Kuren kostet viel Geld. Wir brauchen von der Staatsregierung deshalb eine substanzielle Unterstützung, um diese Herausforderung zu meistern. Der bayerische Rettungsschirm für die Rehakliniken war ein erster Schritt, für den wir sehr dankbar sind.“ Im Einzelnen fordert der BHV eine Soforthilfe für Einrichtungen der Heilbäder und Kurorte in kommunaler Trägerschaft, eine Ausgleichsförderung in Höhe der Mindereinnahmen aufgrund der Corona-Pandemie, die Senkung des Umsatzsteuersatzes auf 7 Prozent auch für Gesundheitseinrichtungen und Thermen sowie eine unbürokratische steuerliche Absetzbarkeit für alle kurörtlichen Leistungen inklusive Beherbergung und Verpflegung. Zudem müsse überlegt werden, ob man die ambulante Badekur nach § 23 SGB V wieder zur Pflichtleistung mache. Der Bundesverband Osteopathie und die bayerischen Hausärzte unterstützen den Bayerischen Heilbäder-Verband in eigenen Schreiben. Als Leistungserbringer seien sie auf die Infrastruktur der Heilbäder und Kurorte angewiesen.

Bayernbund, Kreisverband Rosenheim: Die für 13. Mai geplante Maiandacht bei der Patrona Bavaria in Rosenheim wurde in Abstimmung mit Stadtpfarrer Andreas Maria Zach abgesagt.

Pro-Europa-Netzwerk München und Oberbayern zur Corona-Krise: Was nun Europa? Die Bürger und Bürgerinnen haben das Wort – live via Zoom am Mittwoch, 13.05.2020, 19.30 – 21 Uhr

Gerade jetzt, wo wir nicht persönlich zusammenkommen können, dürfen Debatten und Beiträge von Bürgerinnen und Bürger nicht zu kurz kommen! In der Corona-Krise zeigte sich schnell, dass nationale Alleingänge in Europa kontraproduktiv waren. Die Europäische Union ist schon lange eine Schicksalsgemeinschaft. Mehr denn je sind Solidarität und gemeinschaftliches Handeln gefordert. Für Gesundheits- und Pandemievorsorge hat die EU nur begrenzte Kompetenzen. Zur Abfederung des Corona-Schocks für Bürger/innen und Wirtschaft haben die europäischen Institutionen verschiedene Maßnahmen vorgeschlagen und zum Teil bereits umgesetzt. Wie weit soll die europäische Solidarität gehen?  Inwieweit ändert sich mit der Corona-Krise die Agenda der EU? Was kann die EU jetzt konkret für die Menschen tun? Was erwarten Sie sich von der EU? Diese und andere Fragen möchten wir mit Ihnen live via Zoom diskutieren. Eine Zusammenfassung der Diskussion geht im Anschluss an die bayerischen europapolitisch aktiven Politiker/innen Münchens und Oberbayerns im Landtag, Bundestag und Europäischen Parlament.

Gast:            Dr. Stefan Schreck, Referatsleiter Gesundheitsprogramme und chronische Krankheiten,  Generaldirektion Gesundheit und Lebensmittelsicherheit der Europäischen Kommission – Moderation:   Peter Willisch, Pro-Europa Netzwerk

Anmeldung und Teilnahme: Über Zoom können Sie digital bequem dabei sein. Bitte melden Sie sich dazu über die Website des Café Luitpold an: Dazu klicken Sie einfach auf den bei der Veranstaltung genannten Link, um dann eine Teilnahmebestätigung mit allen ZOOM Daten zu erhalten. Das Bürgerforum wird zum genannten Zeitpunkt online via ZOOM stattfinden. Einwahl ist per Smartphone oder Computer möglich. Über eine rege Teilnahme würden wir uns sehr freuen. Wie gewohnt sind die Bürgerforen kostenlos – auch in digitalen Zeiten.

Das Pro-Europa Netzwerk München & Oberbayern besteht aus den wichtigsten zivilgesellschaftlichen Initiativen der Landeshauptstadt und darüber hinaus. Seit Ende 2017 bündeln sie ihre Kräfte, um Synergien zu nutzen im gemeinsamen Engagement für ein zukunftsfähiges Europa. Die überparteiliche Initiative richtet sich an alle Bürger, Europafans wie Europaskeptiker. Jeder soll zu Wort kommen, darf Kritik äußern, Fragen stellen oder sein Anliegen an die Politik formulieren! Mehr Infos unter: https://proeuropa-netzwerk.de

Donnerstag, 7. Mai:

Alpenvereinssektion Haag informiert: Vom Hauptverein gibt es neue Empfehlungen zu den gelockerten Regelungen:  https://www.alpenverein.de/der-dav/presse/presse-aktuell/wandern-ist-moeglich-bei-beachtung-wichtiger-regeln_aid_34921.html. Somit müssen wir mit gemeinschaftlichen Sektionstouren noch etwas warten, da wir bekanntlich bei der Anfahrt die Abstandsregelungen kaum einhalten können und wir meistens auch mehr als 5 Personen sind. Bleibt gesund & geduldig, wir werden sicher wieder zusammen unterwegs sein.

Caritas International: Für deutlich stärker regionalisierte und lokal angepasste Wege im Kampf gegen das Corona-Virus spricht sich Caritas international  aus. Acht Wochen nach Ausrufung der Corona-Pandemie und der Einführung entsprechender Mobilitäts-Beschränkungen bedrohe der Hunger das Leben verarmter und marginalisierter Menschen in immer mehr Ländern weltweit mittlerweile stärker als das Corona-Virus, stellt das Hilfswerk des Deutschen Caritasverbandes fest. „Viele Länder des globalen Südens haben sehr schnell auf die medizinischen Herausforderungen reagiert. Das war angemessen und lebensrettend. Wir erleben jetzt jedoch von Tag zu Tag in vielen unserer Projektländer, dass die aus medizinischer Sicht notwendigen Restriktionen insbesondere in den verarmten Bevölkerungsschichten großes Leid verursachen“, so Oliver Müller, Leiter von Caritas international.

Für Länder mit marodem Gesundheitssystem seien die medizinisch gebotenen Restriktionen nur schwer über Monate durchzuhalten. Das gelte etwa im Südsudan, wo nur vier Beatmungsgeräte im ganzen Land vorhanden seien, zugleich aber hunderttausende Menschen hungerten, weil insbesondere die sozial und ökonomisch benachteiligte Bevölkerung keiner Arbeit mehr nachgehen könne und Bauern die Felder nicht bestellen könnten. Ähnliches gelte für Länder wie Nepal, Bangladesch, Brasilien, Nigeria und Irak. Als erschwerender Faktor komme hinzu, dass immer mehr Menschen an anderen Epidemien wie Malaria oder Masern erkrankten, weil Impfkampagnen aufgrund der Mobilitätsbeschränkungen gestoppt werden müssten, unter anderem 117 Millionen Masern-Impfungen für Kinder. „Alte Krisen“ wie die Heuschreckenplage in Ostafrika schließlich gerieten gänzlich in Vergessenheit, obwohl die Auswirkungen auf die Menschen unverändert verheerend seien.  „Es ist an der Zeit“, so Müller, “lokale Antworten auf die globale Bedrohung zu, entwickeln. Es gibt nicht die eine Lösung, die für alle passt.“

Erfahrungen aus der Ebola-Epidemie zeigen, dass den Bauern Ernteausfälle um bis zu 50 Prozent drohen. Die ohnehin schon angespannte sozio-ökonomische Lage vieler Menschen wird zudem dadurch verschärft, dass die für viele Familien lebenswichtigen Geldtransfers von Arbeitsmigranten eingebrochen sind; allein von Europa nach Afrika bislang um mehr als 20 Prozent. Oliver Müller von Caritas international: „Wir versuchen weiterhin, wo immer möglich sowohl Reis wie auch Seife zu verteilen. Angesichts der Vielzahl von Herausforderungen, vor die wir gestellt werden, müssen wir jedoch immer öfter eine Entweder-oder-Entscheidung fällen, weil die begrenzten Mittel nicht für beides reichen.“

Caritas international, das Hilfswerk des Deutschen Caritasverbandes, hat seit Ausrufung der Corona-Pandemie mehr als 40 Hilfsprojekte in Afrika, Asien und Lateinamerika gestartet.

Caritas international, Freiburg, Spendenstichwort „Corona-Hilfe“ – IBAN: DE88 6602 0500 0202 0202 02, Bank für Sozialwirtschaft Karlsruhe, BIC: BFSWDE33KRL oder online unter: www.caritas-international.de

Diakonie Katastrophenhilfe, Berlin, Spendenstichwort „Corona-Hilfe weltweit“ – IBAN: DE68 5206 0410 0000 5025 02 – Evangelische Bank eG – BIC GENODEF1EK1 oder online unter www.diakonie-katastrophenhilfe.de/spenden/

Stadt Rosenheim von Containment-Regel nicht betroffen – Das Staatliche Gesundheitsamt Rosenheim sieht keinen Grund, im Zuge der sog. Lokalisierung oder Regionalisierung des Infektionsgeschehens („Containment“) die angekündigten Lockerungen in Rosenheim auszusetzen bzw. die bereits zulässigen Erleichterungen wieder zurückzunehmen. Die von Bundeskanzlerin Angela Merkel heute Nachmittag vorgestellte Obergrenze von 50 Neuinfektionen pro Woche auf 100.000 Einwohner, die sog. 7-Tage-Inzidenz, wird im Stadtgebiet nach dem aktuellen Situationsbericht des Robert Koch-Instituts von gestern mit 49 Fällen pro 100.000 Einwohner unterschritten. Der Leiter des Staatlichen Gesundheitsamtes, Dr. Wolfgang Hierl, hält eine statistische Obergrenze von Neuerkrankungen in der Allgemeinbevölkerung grundsätzlich für richtig. Er verweist auf die notwendige differenzierte Betrachtung der Fallzahlen: Die positiv getesteten Personen in Asylbewerberunterkünften der Stadt sollen wie heute von der Bundeskanzlerin und den Ministerpräsidenten beschlossen, aus der statistischen Berechnung herausgerechnet werden, weil sie sich derzeit in Quarantäne befinden und daher nicht in Kontakt mit der Bevölkerung der Stadt kommen können. Wird in der Stadt Rosenheim die Zahl der positiv bestätigten Asylbewerber von der Zahl der gemeldeten COVID-19-Fälle abgezogen, so liegt die 7-Tage-Inzidenz für die Stadt Rosenheim derzeit bei 35 Fällen pro 100.000 Einwohnern und damit weit unter 50-er Marke. „Diese erfreuliche Entwicklung ist Ergebnis der Disziplin und des Verantwortungsbewusstseins der Menschen in Rosenheim bei der Einhaltung der Beschränkungen. Es ist ein hoffnungsvolles Signal, dass langsam ein Stück Normalität zurückkehren kann“, so der städtische Wirtschaftsdezernent Thomas Bugl zu den heutigen Beschlüssen.

Mittwoch, 6. Mai:

Tagesmeldung LRA Rosenheim: Im Bereich des Gesundheitsamtes Rosenheim sind bisher insgesamt 2564 Fälle von COVID-19 in Stadt und Landkreis Rosenheim aufgetreten. Mittlerweile wurde bei mindestens 1200 Personen eine Genesung dokumentiert. 169 Personen sind an der Erkrankung gestorben. Die Daten beruhen auf den Meldedaten nach dem Infektionsschutzgesetz bis zum 5. April 2020 (Stand 24 Uhr).

Rosenheimer Senioren- und Pflegeeinrichtungen bisher weitgehend unbeschadet durch die Krise gekommen – Die sechs Senioren- und Pflegeheime sowie die zwei Behinderteneinrichtungen im Stadtgebiet mit ihren über 600 Bewohnerinnen und Bewohnern sind nach Einschätzung der städtischen Führungsgruppe Katastrophenschutz (FüGK) bisher gut durch die Corona-Krise gekommen. „Nach allen Erfahrungen sind viele solcher Heime sog. Hotspots der Corona-Pandemie, da ältere Menschen und solche mit Vorerkrankungen zu den besonderen Risikopatienten bei Corona-Infektionen zählen. Die Einrichtungen in der Stadt Rosenheim sind bisher nicht als Hotspots in Erscheinung getreten. Die Hygieneschutzmaßnahmen funktionieren. Die Bewohnerinnen und Bewohner sind sehr diszipliniert. Dadurch ist die bisherige Entwicklung in diesem Bereich sehr erfreulich“, so der städtische FüGK-Leiter Hany Meyrl. Zu verdanken ist dieses positive Ergebnis auch dem schnellen und konsequenten Handeln der zuständigen Behörden und der Leitungen sowie dem Pflegepersonal in den Einrichtungen. Im Zusammenspiel von Gesundheitsamt, Heimaufsicht und der FüGK konnten ausreichend Schutzausrüstung und Desinfektionsmittel besorgt und verteilt werden. Zusätzlich hat das Bayerische Rote Kreuz das Personal der Einrichtungen schnell und effizient zur Optimierung der notwendigen Hygienemaßnahmen, dem Tragen von Masken und der Wahrung des erforderlichen Abstands geschult. In den meisten Einrichtungen sind die Bewohnerinnen und Bewohner in Einzelzimmern untergebracht, sodass eine Isolierung problemlos möglich war. Wo das nicht der Fall ist, konnten Isolierbereiche eingerichtet bzw. von anderen Einrichtungen mitgenutzt werden. Ab kommenden Samstag, 9. Mai ist es den Familien wieder erlaubt, Angehörige in Pflegeeinrichtungen wieder zu besuchen. „Im Interesse der Gesundheit unserer Senioren in den Heimen und der Bewohnerinnen und Bewohner in den Behinderteneinrichtungen ist weiterhin auf größtmögliche Hygiene und die Einhaltung des Abstandsgebots zu achten sowie die Maskenpflicht einzuhalten“, appelliert Hans Meyrl an das Verantwortungsbewusstsein der Rosenheimerinnen und Rosenheimer.

Posselt (CSU): EU steht am Scheideweg –  Nach Ansicht des CSU-Europapolitikers Bernd Posselt, Präsident der Paneuropa-Union Deutschland, steht die Europäische Union „am Scheideweg zwischen einer supranationalen Demokratie und einer bürokratischen Spielwiese egoistischer Nationalstaaten“. Er warnte davor, den finanzstarken Wiederaufbaufonds der EU, der gerade entstehe, „der demokratischen Kontrolle durch das Europäische Parlament zu entziehen, wie dies in manchen Hauptstädten geplant und womöglich von gewissen Bürokraten in der EU-Kommission aus machtpolitischen Erwägungen akzeptiert wird.“ Posselt betonte, daß die Exit-Strategie aus der Corona-Krise eine rasche Öffnung der EU-Binnengrenzen erfordere: „Wenn die nationalstaatlichen Innenminister noch länger auf einer Drosselung des Schengen-Systems beharren, wird eine der größten Errungenschaften der europäischen Integration, nämlich die Freizügigkeit von Personen, Waren und Dienstleistungen, auf der Strecke bleiben. Die Virus-Bekämpfung erfordert die Abriegelung von konkreten Hotspots, aber nicht von ganzen EU-Mitgliedstaaten bei gleichzeitiger Zerteilung zusammengewachsener Grenzregionen.“

Dienstag, 5. Mai:

Regierung von Oberbayern weist Vorwürfe der Caritas zurück – Die Regierung von Oberbayern ist über die heute seitens der Caritas öffentlich geäußerten Vorwürfe gegenüber der Regierung von Oberbayern im Zusammenhang mit den Schutzmaßnahmen in den Asylunterkünften verwundert. Die Caritas hatte hierzu vorab nicht das Gespräch mit der Regierung gesucht. Die erhobenen pauschalen Vorwürfe sind nicht nachvollziehbar und werden zurückgewiesen.

 Die Regierung von Oberbayern hat eine Fülle von Maßnahmen zur Sicherstellung des Infektionsschutzes in den Asylunterkünften getroffen. Insbesondere in der aktuellen Situation kommt aber auch der Betreuung der Asylbewerberinnen und Asylbewerbern eine hohe Bedeutung zu. Die Regierung von Oberbayern schätzt die Arbeit der Wohlfahrtsverbände gerade in der jetzigen schwierigen Situation sehr. Dies gilt auch für die Arbeit der Caritas. Die Regierung von Oberbayern ermöglicht daher sowohl im Bereich des ANKER Oberbayern als auch der Anschlussunterbringung in einem beschränkten Rahmen die Beratungs- und Betreuungstätigkeit der Wohlfahrtsverbände auch vor Ort. Der Regierung von Oberbayern ist sehr daran gelegen, die Voraussetzungen so zu gestalten, dass auch die Caritas Möglichkeiten sieht, vor Ort tätig zu werden. Regierungspräsidentin Maria Els wird daher umgehend den Kontakt mit Caritasdirektor Georg Falterbaum suchen, um die seitens der Caritas für erforderlich gehaltenen Maßnahmen und Vorkehrungen zu eruieren.

 Bayerischer Bauernverband – Nicht nur die Wirte und ihre Beschäftigten trifft die Corona-Krise mit voller Wucht. Auch die Lebensmittelwirtschaft leidet unter dem Shutdown. Mit der Schließung von mehr als 40.000 bayerischen Gastrobetrieben und der Absage der Volksfeste bricht für Landwirtschaft und Ernährungsindustrie ein wichtiger Absatzzweig weg. Den Erzeugern droht ein massiver Preisverfall. Bayerns Milchwirtschaft fordert nun gemeinsam mit der Gastronomie, dem Braugewerbe und dem Lebensmittel-Handwerk klare Signale von der Politik.  Was Bayerns Milchbauern, Molkereien und Käsereien auf den Markt bringen, schätzen Verbraucher und Politik gleichermaßen. Die einen schwören auf den Geschmack und die Qualität der heimischen Produkte. Die anderen sehen die herausragende wirtschaftliche Bedeutung der Milchwirtschaft mit ihren regionalen und internationalen Absatzmärkten.

Mehr als 60 Prozent der Absatzkanäle stark beeinträchtigt
Vor allem aber gilt: Landwirtschaftliche Betriebe sind systemrelevant. Sie sichern die Versorgung der Bevölkerung. Doch nun sind sie selbst bedroht: Der aktuelle Shutdown bedeutet für die Molkereien den Wegfall wichtiger Absatzkanäle und damit für die Bauernfamilien einen Einbruch beim Einkommen.
Beispiel Milchwirtschaft: Rund 40 Prozent der Produkte wie Milch, Butter, Joghurt Rahm und Käse gehen derzeit in Fachgeschäften über die Theke oder werden in Supermärkten und Discountern verkauft. Stolze 60 Prozent jedoch wandern in den Export oder kommen außer Haus auf den Tisch: zur Brotzeit im Biergarten oder auf dem Volksfest und in herzhaften und süßen Gerichten im Restaurant oder Wirtshaus.

Ob Gastronomie, Brauer oder Milchwirtschaft: der Absatzverlust kann nicht aufgeholt werden
Seit Gastrobetriebe geschlossen und Volksfeste abgesagt sind, entfällt dieser Vermarktungsweg – und es gibt keine Chance, den verlorenen Absatz aufzuholen. Hier sieht sich die Milchwirtschaft in einem Boot mit der heimischen Gastronomie – und zum Beispiel der Brauwirtschaft. Bayerns Brauer müssen 20 Prozent Absatzminus durch die Stilllegung der Gastronomie hinnehmen. Und auch im privaten Bereich sinkt der Bierabsatz, schließlich fällt das Grillen mit Freunden genauso flach wie die Gartenparty und das Familienfest.
Der Export wiegt den Verlust im Inland nicht auf. Im Gegenteil, auch hier verzeichnen bayerische Spezialitäten vom Käse bis zum Bier herbe Einbußen – vor allem, weil auch die Gastronomie in den typischen Urlaubsregionen vom Shutdown betroffen ist.

Bayerns Genussbranche in ihrer Existenz bedroht
Damit bedroht der Shutdown nicht nur einzelne Unternehmen, sondern die mittelständische Struktur im bayerischen Lebensmittelsektor. Familiengeführte Traditionsbetriebe und eine lebendige Handwerkskultur zeichnen Bayerns Genussbranche aus. Wird dieser Mittelstand jetzt nicht unterstützt, ist er in seiner Existenz akut gefährdet.

Ohne Öffnung zieht ein massiver Preisverfall heran
„Gerade die gehobene Gastronomie ist ein wichtiger Partner in der Vermarktung unserer Spezialitäten aus Milch und Fleisch“, erklärt Alfred Enderle, Vorsitzender des Verwaltungsbeirats des Bayerischen Milchförderungsfonds. Der Fonds gewährt Milcherzeugern im Schadensfall Hilfen und setzt sich für die Milchwirtschaft ein. „Die Bauernfamilien brauchen jetzt klare Signale zur Öffnung der wichtigen Absatzwege neben den Supermärkten und Discountern“, betont Enderle. Ohne eine ausgewogene Öffnungsstrategie drohe ein massiver Preisverfall für die Bauernfamilien. Der wochenlange Wegfall von einem erheblichen Teil der Absatzmöglichkeiten könne keinesfalls von den Bauernfamilien alleine aufgefangen werden.

Volle Lager, doch keine Absatzchancen: Corona-Krise drückt den Milchpreis
Bayerns Milchwirtschaft hatte von Anfang an solidarisch und schlagkräftig auf die Corona-Pandemie reagiert. Alle bayerischen Molkereien stellten gemeinsam sicher, dass die gesamte auf den Höfen erzeugte Milch abgeholt und komplett verarbeitet wurde. Das Ziel war, einen zeitlich begrenzten Shutdown zu überstehen und dann die Märkte wieder nahtlos bedienen zu können.
Mit jeder Verlängerung des Shutdowns rückt dieses Ziel jedoch in weitere Ferne. Die Schwächung der Wirtschaft wird sich längere Zeit auf viele Bereiche auswirken – auch auf die Kaufkraft der Menschen. Dadurch gerät auch der Milchmarkt nachhaltig unter Druck. Die Branche geht davon aus, dass die Corona-Krise den Milchpreis beschädigen wird.

Kein Urlaub auf dem Bauernhof: Mit dem Shutdown entfällt ein weiterer Erwerbszweig für Bayerns Landwirte
Auch der Urlaub auf dem Bauernhof ist vom Shutdown betroffen: ein wichtiger Erwerbszweig für tausende bäuerliche Betriebe in Bayern. Das Standbein im Tourismus sicherte bislang nicht nur vielen Bauernfamilien ein Einkommen. Es stärkte zudem den ländlichen Raum. Hier zumindest gibt es einen Silberstreif am Horizont: Ein „Urlaub dahoam“, im Erholungs-, Freizeit- und Genussland Bayern, käme den heimischen Anbietern zugute.

Die Bayerische Staatsregierung vermeldet: Schrittweise Erleichterungen bei den beschlossenen Maßnahmen in der Corona-Pandemie / Allgemeine Ausgangsbeschränkung entfällt / Erleichterungen bei Besuchsverbot in Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen, Altenheimen / Maßvolle Öffnung bei Hotellerie und Gastronomie

In der Corona-Pandemie ist Bayern durch das Handlungskonzept der Staatsregierung bislang vor negativen Entwicklungen wie in anderen Staaten verschont geblieben. Dies ist aber keine Garantie für die Zukunft. Die Staatsregierung setzt deshalb den Kurs der Umsicht und Vorsicht fort. In den kommenden Wochen werden Erleichterungen bei den beschlossenen Maßnahmen eingeleitet, um Wirtschaft und Gesellschaft zu stärken. Oberstes Ziel bleibt aber der Schutz der Gesundheit und die Stabilität des Gesundheitssystems in Bayern. Rückfälle in höhere Ansteckungsraten oder in eine zweite Welle der Infektion müssen daher unbedingt vermieden werden.

Das weitere Handlungskonzept sieht daher einzelne aufeinander abgestimmte Schritte vor. Der Erfolg bestehender Maßnahmen bestimmt dabei das Tempo der weiteren Schritte. Ein übereiltes Vorgehen lehnt die Staatsregierung ab. Erleichterungen und Schutz gehören zusammen. Je erfreulicher sich das Infektionsgeschehen entwickelt und je geringer sich die Gefährdung in einzelnen Lebensbereichen darstellt, desto eher kommen Erleichterungen in Betracht. Sollte sich jedoch das Infektionsgeschehen schlechter entwickeln, müssen die einschränkenden Maßnahmen länger bestehen bleiben. Einzelne Lebensbereiche, Einrichtungsarten, Betriebs- oder Berufsgruppen, bei denen Lockerungen vorgenommen wurden, können dann auch wieder beschränkte und befristete Einschränkungen erfahren.

Vor diesem Hintergrund hat der Ministerrat für das weitere Vorgehen die nachfolgenden Eckpunkte beschlossen:

  1. Ausgangsbeschränkung

Mit Wirkung ab dem 6. Mai 2020 entfällt die allgemeine Ausgangsbeschränkung. Die bestehende Kontaktbeschränkung und das Distanzgebot gelten fort. Jeder ist demnach angehalten, die physischen Kontakte zu anderen Menschen außerhalb der Angehörigen des eigenen Hausstands auf ein absolut nötiges Minimum zu reduzieren. Wo immer möglich, ist ein Mindestabstand zwischen zwei Personen von 1,5 m einzuhalten. Ansammlungen im öffentlichen Raum bleiben verboten.

Es ist künftig erlaubt, neben einer weiteren Person auch die engere Familie, d.h. neben Ehegatten, Lebenspartnern und Partnern einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft, auch Verwandte in gerader Linie und Geschwister zu treffen oder zu besuchen.

  1. Unterricht an Schulen

Bei der Entscheidung, Unterricht an Schulen wieder zuzulassen, gilt das Primat des Infektionsschutzes. Bisher haben in einem ersten Schritt die bayerischen Schulen am 27. April 2020 den Unterrichtsbetrieb allein für die Schülerinnen und Schüler der Abschlussklassen wieder aufgenommen. Dabei wurden nur wenige Schülerinnen und Schüler einbezogen, um die weitere Entwicklung des Infektionsgeschehens abzuwarten und den Schulen Gelegenheit zu geben, Erfahrungen zu sammeln.

Auf dieser Grundlage soll eine weitere schrittweise Ausweitung des Präsenzunterrichts erfolgen. Das Kultusministerium wird in Abstimmung mit dem Gesundheitsministerium ein Konzept für den weiteren Fortgang im Bereich des Schulbetriebs unter Berücksichtigung folgender Aspekte erarbeiten:

  • Die bayerischen Schulen sollen ein Schutzraum sein, in dem sich Schülerinnen und Schüler sowie deren Lehrkräfte trotz Corona sicher fühlen. Die Berücksichtigung des Gesundheitsschutzes muss daher an erster Stelle stehen. Solidität geht weiter vor Schnelligkeit.

Für Lehrer, die einer Risikogruppe angehören, besteht daher im Zeitraum bis Pfingsten keine Präsenzpflicht. Betroffene Schüler können statt des Präsenzunterrichtes bis Pfingsten weiter zu Hause lernen.

  • Das Abstandsgebot kann in den Klassenräumen am besten durch geteilte Lerngruppen umgesetzt werden. Dazu ist – je nach konkreter Situation vor Ort – in aller Regel ein gestaffelter Unterrichtsbetrieb im wöchentlichen Wechsel der Gruppen (d. h. im wöchentlichen Wechsel zwischen Präsenzunterricht und Unterricht zuhause) anzustreben.
  • Ein klar festgelegter Fahrplan für die Wiederaufnahme des Unterrichtsbetriebs bietet Schülerinnen und Schülern, deren Eltern, aber auch Schulleitungen und Lehrkräften eine Perspektive für die kommenden Wochen. Wochenenden und Ferien bleiben unangetastet. Auch wenn dieses Jahr kein normales Schuljahr mehr sein wird, wird daher an den Pfingstferien von 2. – 12. Juni und Sommerferien ab 27. Juli 2020 festgehalten.

Für die Wiederaufnahme des Präsenzunterrichts werden folgende Zeitpunkte angestrebt:

o Ab 11. Mai soll der Präsenzunterricht für die „Vorabschlussklassen“ der weiterführenden Schulen (Gymnasium: 11. Klasse / Realschule: 9. Klasse / Mittelschule 8. Klasse) sowie für die 4. Klasse Grundschule beginnen.

o Ab dem 18. Mai soll der Präsenzunterricht beginnen für ▪ Grundschule: 1. Klasse; ▪ Mittelschule: 5. Klasse; ▪ Realschule: 5. und 6. Klasse; ▪ Gymnasium: 5. und 6. Klasse; o Nach den Pfingstferien ist Ziel die Wiederaufnahme des Präsenzunterrichts für alle weiteren Jahrgangsstufen im wöchentlichen Wechsel.

  • Mit Blick auf abgelaufene Urlaubszeiten bei Eltern soll in den Pfingst- und Sommerferien eine Notbetreuung sichergestellt werden.
  1. Kindertagesbetreuung

Auch bei einem schrittweisen Hochfahren der Kindertagesbetreuung steht im Vordergrund, feste, kleine Gruppen zu bilden. Nur so können Infektionswege nachverfolgt und durch Quarantänemaßnahmen unterbrochen werden. Auf dem Weg zum „Hochfahren“ sollte deshalb der Kreis der betreuten Kinder behutsam und schrittweise erweitert werden.

In einem ersten Schritt können folgende Ausweitungen in Richtung eines erweiterten Notbetriebes erfolgen:

  • Öffnung der Tagespflege: In der Tagespflege werden maximal 5 fremde Kinder gleichzeitig betreut.  Die Großtagespflege bleibt vorerst geschlossen.
  • Öffnung von Waldkindergärten
  • Betreuung von Kindern mit besonderem erzieherischem Bedarf (§ 27 SGB VIII) und Kindern mit Förderbedarfen.
  • Betreuung von Kindern mit (drohender) Behinderung · Betreuung von Hortkindern der 4. Klasse · Betreuung von Kindern studierender Alleinerziehender.

Außerdem sollte privat organisierte, nachbarschaftliche oder familiäre, wechselseitige Kinderbetreuung in festen Kleingruppen ermöglicht werden. Das könnte für viele Familien eine Hilfestellung bzw. Erleichterung bei der Bewältigung der coronabedingten Herausforderungen bei der Kinderbetreuung sein und die dringendsten Bedarfe von Familien abfedern, deren Kinder nicht/noch nicht in Kita oder Schule gehen können.

In einem weiteren Schritt könnte mit der Aufnahme der Vorschulkinder eine Ausweitung in Richtung eines eingeschränkten Regelbetriebes erfolgen. Zwischen den einzelnen Schritten sollten zunächst mindestens zwei Wochen liegen.Die Notbetreuung soll in den Pfingst- und Sommerferien sichergestellt werden. Das Familienministerium wird auf dieser Grundlage in Abstimmung mit dem Gesundheitsministerium ein Konzept für den weiteren Fortgang im Bereich der Kinderbetreuung (Kindertagesstätten, Kindertagespflege, Kindergärten etc.) erarbeiten.

  1. Besuchsverbot in Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen usw. (#a-4) Mit Wirkung ab dem 9. Mai wird das bestehende Besuchsverbot in Krankenhäusern und stationären Pflegeeinrichtungen, Intensivpflege-WGs, Altenheimen und Seniorenresidenzen sowie stationären Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen gelockert. Voraussetzung ist die strikte Einhaltung strenger Hygienemaßnahmen.

Möglich ist dann der Besuch einer festen, registrierten Kontaktperson oder eines Familienmitgliedes mit fester Besuchszeit, der Einhaltung des Mindestabstandes von 1,5 m und der Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes für Besucher und besuchte Person.

Die Einrichtungen haben Schutz- und Hygienekonzepte (insbesondere hinsichtlich Vorkehrungen zu kontrolliertem Zugang, Besuchszonen und Besucherräume) vorzulegen. Für Personal und Bewohnern bzw. Patienten sind regelmäßige Testungen sicherzustellen.

Das Gesundheitsministerium wird in Abstimmung mit dem Sozialministerium ein Konzept für den weiteren Fortgang im Bereich der Alten- und Pflegeheime sowie Krankenhäuser (insbes. Besuchsregelungen) erarbeiten.

  1. Handels- und Dienstleistungsbetriebe (#a-5) Ab dem 11. Mai 2020 ist die Öffnung aller Handels- und Dienstleistungsbetriebe (Groß- und Einzelhandel mit Kundenverkehr) unter Auflagen (z. B. Maskenpflicht) erlaubt. Die bislang geltende Beschränkung auf eine Verkaufsfläche von 800 qm wird aufgehoben.

Der Betreiber hat sicherzustellen, dass grundsätzlich ein Mindestabstand von 1,5 m zwischen den Kunden eingehalten werden kann und die Zahl der gleichzeitig im Ladengeschäft anwesenden Kunden nicht höher ist als ein Kunde je 20 m² Verkaufsfläche. Der Betreiber hat ein Schutz,- Hygiene und Parkplatzkonzept auszuarbeiten.

Auch Einkaufszentren und Wochenmärkte können unter Beachtung besonderer Auflagen wieder öffnen.

  1. Gastronomie, Hotellerie, Tourismus – Eine schrittweise Öffnung der Gastronomie, Hotellerie und des Tourismus wird angestrebt.

Für alle denkbaren Schritte gelten strenge Auflagen, die insbesondere die · Einschränkung von Öffnungszeiten, · Ausarbeitung von Hygiene-Konzepten durch die Betriebe, · Begrenzung von Gästezahlen, · Sicherstellung von Abstand (Einlass/Ausgang separat, Reservierungspflicht) umfassen.

Die Gastronomie darf schrittweise ab 18. Mai 2020 geöffnet werden zunächst im Außenbereich (z.B. Biergärten), Speisegaststätten im Innenbereich ab 25. Mai 2020.

Das Pfingstwochenende (30. Mai) ist der Zeitpunkt für eine mögliche Öffnung von Hotels (inkl. Ferienwohnungen und Camping) und weiterer Angebote im Tourismus, z. B.: Schlösser, Seenschifffahrt und Freizeitparks. Für die Öffnung von Hotels gelten strenge Auflagen, die insbesondere umfassen · keine Öffnung von Angeboten mit gemeinschaftlicher Nutzung innerhalb von Hotels, insbesondere Wellness, Schwimmbad, · Verpflichtendes Hygieneschutzkonzept wie in der Gastronomie, · Verpflegung nur mit Abstand und begrenztem Einlass.

Das Wirtschaftsministerium wird gemeinsam mit dem Gesundheitsministerium und dem Beauftragten für Bürokratieabbau ein Konzept für die weiteren Schritte in Bezug auf die Gastronomie, die Hotellerie und den Tourismus erarbeiten.

7. Ab 6. Mai werden Spielplätze (keine Bolzplätze) wieder geöffnet.

  1. Sport  – Kontaktfreier Individualsport mit Abstand (z.B. Tennis, Leichtathletik, Golf, Segeln, Reiten (auch in der Halle) oder Flugsport) wird ab 11. Mai wieder zugelassen.

Das Innenministerium wird in Zusammenarbeit mit den Sportfachverbänden und in Abstimmung mit dem Gesundheitsministerium ein Konzept für weitere Lockerungen im Sport erarbeiten.

  1. Am 11. Mai können auch folgende Einrichtungen und Betriebe wieder geöffnet werden: (#a-9) · Tierparks und botanische Gärten mit Auflagen (Einlass, 20 qm-Regel, Abstand, nur Außenanlagen, keine Gastronomie, kein Streichelzoo) · Bibliotheken, Museen, Galerien, Ausstellungen und Gedenkstätten mit Auflagen (20 qm-Regel, Abstand, kein Gastronomiebetrieb) · Fahrschulen mit Auflagen (Theorie: Abstand, Praxis: Mund-Nasen-Schutz) · Musikschulen mit Auflagen (Einzelunterricht, auch zu Hause, Abstand).

Das Wissenschaftsministerium wird in Abstimmung mit dem Gesundheitsministerium ein Konzept für den weiteren Umgang mit Kultureinrichtungen erarbeiten.

 

Montag, 4. Mai:

München – Trotz Teilnehmerbegrenzung: „Christus für alle Menschen da“ – Domdekan Lorenz Wolf feiert mit 70 Gläubigen im Dom ersten öffentlichen Gottesdienst seit 13. März.  Nach 51 Tagen ohne öffentliche Gottesdienste im Erzbistum München und Freising hat Domdekan Lorenz Wolf am Montagabend, 4. Mai, mit 70 Gläubigen die Heilige Messe im Münchner Liebfrauendom gefeiert. Wer zuerst vor Ort war, wurde eingelassen. In seiner Predigt stellte Wolf klar, man solle bei einer Heiligen Messe mit begrenzter Teilnehmerzahl keine „Kriterien, wer auserwählt ist“, aufstellen oder „Privilegien in den Pfarreien“ zustande kommen lassen. Auch müssten „die sogenannten lauen Christen nicht den Frömmeren den Vortritt lassen“. Der Domdekan machte deutlich: „Christus ist für alle Menschen da. Nicht nur für die getauften Christen, nicht nur für die Katholiken, nicht nur für eine Kerngemeinde, nicht nur für besonders Erwählten, auch und schon gar nicht nur für die Priester und Bischöfe oder für den Papst.“ In den Wochen ohne gemeinsame Gottesdienste in den Kirchen seien neue Möglichkeiten gefunden worden, um den Glauben zu leben, so Wolf. „All das kann die Eucharistie nicht ersetzen“, machte er klar. Aber der „Ideenreichtum für eine verstärkte Verkündigung“ habe dazu geführt, dass „die Botschaft von Christus so intensiv in die Wohnzimmer getragen wurde wie noch nie“. Es gebe eine vermehrte Präsenz von Kirche in der Öffentlichkeit durch Gottesdienstübertragungen über Internet, Rundfunk und Fernsehen, Theologische Veröffentlichungen oder YouTube-Aufnahmen von Ansprachen, Meditationen und Gebeten.

Das Versammlungsverbot und das damit einhergehenden Aussetzen öffentlicher Gottesdienste habe nicht, wie einige behaupteten, die Religionsfreiheit aufgehoben. Es habe „die höchste Ausdrucksform der Verbindung der Katholiken mit Gott in Jesus Christus in der Kommunion für eine begrenzte Zeit verhindert“, doch gleichzeitig „auch neue Wege geöffnet für die Familie als Hauskirche und für das persönliche Gebet“. All jenen, die bis zur nächsten persönlichen Teilnahme an einer Heiligen Messe noch Geduld haben müssten, versicherte Wolf: „Christus ist auf vielen Wegen unterwegs zu Ihnen. Auch wenn der eine oder die andere auf die Begegnung im gemeinsamen Mahl noch warten muss. Sie werden immer zu seiner Herde gehören.“ Am 14. März hatte der Erzbischof von München und Freising, Kardinal Reinhard Marx, wegen der Coronapandemie die Feier öffentlicher Gottesdienste untersagt. Seit diesem Montag dürfen sie unter sorgfältiger Einhaltung eines Schutzkonzepts, das die Kirchen mit der Staatsregierung abgestimmt haben, wieder gefeiert werden. Zu den besonderen Schutzmaßnahmen zählen vor allem ein Mindestabstand der Gottesdienstteilnehmer von zwei Metern zueinander und das verpflichtende Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung.

Im Münchner Liebfrauendom können an den von Montag bis Samstag um 17.30 Uhr und an Sonntagen um 10 Uhr stattfindenden Gottesdiensten ab sofort je 70 Gläubige teilnehmen. Einlass ist eine halbe Stunde vor Beginn. Das Angebot an Lifestreams unter www.erzbistum-muenchen.de/stream bleibt erhalten. Weitere spirituelle Angebote finden sich unter www.erzbistum-muenchen.de/im-blick/coronavirus/geistliche-angebote sowie auf den Social-Media-Kanälen Facebook und Instagram. (hs)

Gebrauchte Mund-Nasen-Schutzmasken nicht in  öffentliche Mülleimer – Rosenheim. Die Corona-Krise bringt ein neues Entsorgungsproblem mit sich: Wohin mit den gebrauchten, nicht wiederverwendbaren Masken? Diese Frage hatte Stadtrat Franz Opperer in der letzten Sitzung des Pandemie-Rats aufgeworfen, der derzeit anstelle des Stadtrats tagt. Ein spezielles Infektionsproblem stellen gebrauchte Mund-Nasen-Schutzmasken (MNS-Masken) dar. Sie sind im Hausmüll, am Besten in verknoteten Müllsäcken zu entsorgen. „Gebrauchte MNS-Masken gehören jedenfalls ganz sicher nicht in die öffentlichen Mülleimer, die über das Stadtgebiet verteilt sind oder in die Container auf den Wertstoffinseln. Wir bitten die Bürgerinnen und Bürger dringend, ein solches potenzielles Infektionsrisiko zu vermeiden. Achtsamkeit gegenüber den Mitmenschen muss hier das oberste Gebot sein“, appelliert der städtische FüGK-Leiter Hans Meyrl an die Vernunft jedes Einzelnen.

BR KulturBühne vertieft Zusammenarbeit mit bayerischen Bühnen während der Krise – Digital-Projekte mit Residenztheater und Staatstheater Nürnberg / Gärtnerplatztheater mit neuem Online-Format: „Hinter dem Vorhang“. Die Theater bleiben geschlossen, die Bühnen sind leer. Was tun? Viele Theater versuchen, den öffentlichen Kunst-Raum durch alternative Formen herzustellen, auch die Theater in Bayern. Das Residenztheater München und das Staatstheater Nürnberg etwa haben gemeinsam mit drei weiteren bundesdeutschen Bühnen das Projekt „ZEITFÜREINANDER“ entwickelt und lassen ihre Figuren bei einem virtuellen Speed-Dating aufeinandertreffen – mit überraschenden Ergebnissen. Auch das Münchner Gärtnerplatztheater trotzt der Krise und bietet dem Publikum fortan jede Woche ein neues kostenloses Digital-Format: „Hinter dem Vorhang – Talk vom Gärtnerplatz“, eine unterhaltsame und informative Mischung aus Gesprächen mit hochkarätigen Gästen und musikalischen Darbietungen. Beide Projekte präsentiert auch die BR KulturBühne unter www.br.de/kultur.

Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber wird am Mittwoch, 6. Mai, 9:15 Uhr, m Plenarsaal des Bayerischen Landtags in München vor dem Ausschuss für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten einen aktuellen Bericht zur derzeitigen Lage in der Land-, Forst- und Ernährungswirtschaft in der Corona-Krise abgeben. Die Ausschusssitzung kann ab 09:15 Uhr live auf dem Kanal des Bayerischen Landtags verfolgt werden. Klicken Sie einfach auf das YouTube-Icon:

Freitag, 1. Mai:

Tagesmeldung vom Landratsamt Rosenheim: Im Bereich des Gesundheitsamtes Rosenheim sind bisher insgesamt 2510 Fälle von COVID-19 in Stadt und Landkreis Rosenheim aufgetreten. Mittlerweile wurde bei mindestens 1094 Personen eine Genesung dokumentiert. 158 Personen sind an der Erkrankung gestorben. Die Daten beruhen auf den Meldedaten nach dem Infektionsschutzgesetz bis zum 30. April 2020 (Stand 18 Uhr).

Donnerstag, 30. April:

Landratsamt Rosenheim: Wieder regulärer Betrieb mit Mund-Nasenschutz ist Pflicht – Das Landratsamt Rosenheim einschließlich aller Außenstellen ist ab kommenden Montag (04.05.) wieder für den regulären Parteiverkehr geöffnet. Um die Anliegen der Bürgerinnen und Bürger, die in den vergangenen Wochen Corona bedingt nicht eingereicht werden konnten abzuarbeiten, bietet die Behörde für die Zulassungsstellen in Rosenheim und Bad Aibling zusätzliche Möglichkeiten an, Termine zu vereinbaren. Allerdings zwingt das neuartige Corona-Virus zu wichtigen Einschränkungen. Um Kundinnen und Kunden durch Warten nicht unnötig zu gefährden, ist eine vorherige Terminvereinbarung vorerst bis Ende Mai in allen Bereichen der Behörde zwingend erforderlich. Das Landratsamt Rosenheim bittet um Verständnis, dass Vorsprachen ohne vorherige Terminvereinbarung bis dahin nicht berücksichtigt werden können. Zudem besteht in den Räumen der Behörde die Pflicht, einen Mund-Nasenschutz zu tragen, den die Kundinnen und Kunden selbst mitbringen müssen. Die Ansprechpartner im Landratsamt sind unter ihren persönlichen Telefonnummern und die Zentrale unter 08031 392 01 zu erreichen. Für die Zulassungsstellen in Rosenheim, Bad Aibling und Wasserburg sowie für die Führerscheinstelle besteht die Möglichkeit, Termine online unter www.landkreis-rosenheim.de zu buchen. Telefonisch können die Zulassungsstelle unter 08031 392 5353 und die Führerscheinstelle unter 08031 392 5355 kontaktiert werden. Kfz-Händler und Gewerbetreibende mit mindestens vier Zulassungsvorgängen werden um eine vorherige telefonische Absprache gebeten. Weil die Corona-Pandemie in den vergangenen Wochen Zulassungen, Abmeldungen oder Ummeldungen ausschließlich am Standort Rosenheim zuließ, werden jetzt zeitlich befristet weitere Möglichkeiten angeboten, Termine zu vereinbaren. Wie das Landratsamt Rosenheim mitteilte, können für die Zulassungsstellen in Rosenheim und Bad Aibling zusätzlich am 4. Mai und am 11. Mai auch nachmittags von 14 Uhr bis 16 Uhr Termine gebucht werden. Abhängig vom Bedarf will die Behörde dann entscheiden, ob das zusätzliche Nachmittagsangebot länger zur Verfügung gestellt wird. Durch die Corona bedingten Einschränkungen konnten viele in den vergangenen Wochen ihre Fahrzeuge nicht anmelden oder neu zulassen. Das Frühjahr ist für die Zulassungsstellen die Hochsaison in jedem Jahr. Aus diesem Grund sind trotz der Rückkehr in den geregelten Betrieb weiter Wartezeiten nicht auszuschließen. Das Landratsamt Rosenheim bittet die Kundinnen und Kunden um Verständnis und Geduld. In allen drei Zulassungsstellen können pro Stunde um die 30 Termine abgearbeitet werden. Die Öffnungszeiten sind auf der Homepage des Landkreises in der Rubrik „Bürgerservice“ zu finden.

Kardinal Marx und Diözesanratsvorsitzender Tremmel würdigen vielfältiges Engagement in der Kirche – In einem gemeinsamen Brief würdigen der Erzbischof von München und Freising, Kardinal Reinhard Marx, und der Vorsitzende des Diözesanrats der Katholiken, Hans Tremmel, alle Ehrenamtlichen, die sich in der Kirche Engagieren: „In dieser Zeit der Bedrängnis leisten erfreulich viele Menschen Großartiges und wachsen in ihren Aufgaben und ihrer Pflichterfüllung tagtäglich über sich hinaus“, heißt es in dem Schreiben von Mittwoch, 29. April. Während „furchteinflößende Bilder unser Denken zu bestimmen drohen“, sei es wichtig, „Glaube, Hoffnung und Liebe in dieser Krisensituation erfahrbar zu machen“ und so „das Heilshandeln Gottes in konkreten Taten spürbar werden zu lassen“. Die Corona-Pandemie stelle auch die Glaubensgemeinschaft vor ungekannte Herausforderungen und „Vieles, was bislang vertraut und selbstverständlich war, ist nun weggebrochen oder nur noch eingeschränkt möglich“, bedauern Marx und Tremmel. Trotzdem sei etwa Ostern „auch deshalb nicht ausgefallen, weil viele Ehrenamtliche ansteckende Zeichen der Freude und des Lebensmutes bewusst mit anderen geteilt haben“. Es sei nicht zuletzt den Ehrenamtlichen zu verdanken, „dass in diesen Wochen das Glaubensleben in den Pfarreien und Pfarrverbänden, in vielen Familien und Hauskirchen in beeindruckender Weise gestaltet und mit Leben erfüllt wird“. Da es derzeit mehr denn je auf den Beitrag jeder und jedes Einzelnen ankomme, „werden viele Charismen und Kompetenzen gebraucht“. Kardinal Marx und Diözesanratsvorsitzender Tremmel danken dafür: „Mit Ihrem Engagement, Ihrer Kreativität und Ihrer Phantasie leisten Sie einen unverzichtbaren Beitrag, damit wir trotz aller Einschränkungen in unserem Erzbistum gemeinsam Kirche sein können. Da die Krise allerdings noch lange nicht überwunden sei, verbinden Marx und Tremmel ihren Dank mit der Bitte: „Übernehmen Sie weiterhin Verantwortung für die Glaubensgemeinschaft und den Glauben.“ Wenn ab dem 4. Mai wieder Gottesdienste mit einer begrenzten Anzahl von Mitfeiernden und unter Beachtung wichtiger Infektionsschutzmaßnahmen möglich sein werden, brauche es weiterhin Vernunft, Besonnenheit, Flexibilität und Tatkraft, „um die vorgeschriebenen Schutzkonzepte gut umzusetzen“ und Schritt für Schritt wichtige Elemente unseres kirchlichen Lebens wieder zu realisieren: „Als gewählte Pfarrgemeinderäte und Kirchenverwaltungen und als Verantwortliche in Verbänden sind Sie dabei besonders gefordert.“ (hs)

DAS ERZBISCHÖFLICHE ORDINARIAT INFORMIERT: Öffentliche Gottesdienste ab 4. Mai unter Auflagen möglich – Erzdiözese München und Freising verschickt Infektionsschutzkonzept an Pfarreien. Im Erzbistum München und Freising sind öffentliche Gottesdienste von  Montag, 4. Mai, an unter Auflagen wieder möglich, wie der Erzbischof von München und Freising, Reinhard Kardinal Marx, in einem Dekret von Mittwoch, 29. April, festhält. Um das Infektionsrisiko unter den Gottesdienstbesuchern angesichts der Corona-Pandemie möglichst gering zu halten und die staatlichen Vorgaben einzuhalten, hat die Erzdiözese ein Schutzkonzept erarbeitet und mit der Bayerischen Staatsregierung abgestimmt. Dekret und Schutzkonzept wurden bereits an die Pfarreien im Erzbistum versandt. So kann es dort erstmalig seit dem 13. März wieder öffentliche Gottesdienste geben, an denen Gläubige unter bestimmten Voraussetzungen teilnehmen können. Kardinal Marx zeigte sich erfreut über diese positive Entwicklung: „Nach einer längeren Zeit ohne die gemeinsame Feier in den Kirchen ist dies für unsere Gemeinden ein wichtiger Schritt. Die Dankbarkeit darüber ist verbunden mit dem Bewusstsein, dass dies nur in guter Weise möglich ist, wenn alle Beteiligten entsprechend dem Schutzkonzept handeln und damit aufeinander Rücksicht nehmen.“

Zu den besonderen Schutzmaßnahmen zählen vor allem ein Mindestabstand der Gottesdienstteilnehmer von zwei Metern zueinander und das verpflichtende Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung. „Der Gesundheitsschutz bleibt entscheidend“, betonen Generalvikar Christoph Klingan und Amtschefin Stephanie Herrmann in einem zusammen mit dem Dekret und Schutzkonzept verschickten Schreiben an die Pfarreien und betonen zugleich: „Vielleicht kann angesichts der Krisensituation auch neu deutlich werden, was es heißt, gemeinsam Kirche zu sein. Es braucht jetzt Haupt- und Ehrenamtliche, die gemeinsam für ein verantwortliches Vorgehen und die Umsetzung der Voraussetzungen für die Gottesdienstfeier sorgen.“ So müssen die Plätze unter Einhaltung der Abstandsregeln für die Teilnehmer im Vorfeld markiert und entsprechend zugewiesen werden. Um niemanden an der Kirchentür abweisen zu müssen, wird ein Anmeldeverfahren empfohlen. Die Dauer der Gottesdienste ist auf maximal 60 Minuten begrenzt. Gemeindegesang ist allenfalls in sehr reduzierter Form vorgesehen, da mit Singen ein besonderes Infektionsrisiko verbunden wird. Das Gotteslob muss selbst mitgebracht werden. Auf Chorgesang wird verzichtet, Scholagesang, Solisten und kleine Ensembles ohne Blasinstrumente sind möglich. Die Kommunion wird nur als Handkommunion ausgeteilt. Der Priester trägt dabei Mund-Nasen-Bedeckung.

Auch Taufen und Trauungen sowie Requien und Trauergottesdienste können unter Einhaltung der Abstands- und Hygieneregelungen des Infektionsschutzkonzepts gefeiert werden.

Alle Erstkommunionfeiern werden bis Pfingsten, alle Firmungen bis zum Ende der Sommerferien aufgeschoben. Da es nach derzeitigem Stand wenig wahrscheinlich ist, dass die Feiern dann im gewohnten großen Rahmen stattfinden können, wird den Pfarreien empfohlen, über eine Aufteilung in mehrere kleinere Gruppen an unterschiedlichen Terminen nachzudenken und entsprechende Termine zu suchen. Pfarrfeste und Ausflüge müssen bis auf weiteres abgesagt werden. Es wird dringend empfohlen, Bittgänge und Wallfahrten mindestens bis zum Ende der Pfingstferien abzusagen.

Beichten und Seelsorgsgespräche sollten nur nach individueller Terminvereinbarung und unter Wahrung der Abstandsregeln erfolgen. Die Nutzung eines Beichtstuhles ist daher bis auf weiteres nicht möglich. Die seelsorgliche Begleitung für alte und kranke Menschen sowie für Sterbende soll im Rahmen der geltenden Vorschriften gewährleistet werden. Dazu sind die Krankenhaus- und Heimseelsorger weiter in den jeweiligen Eirichtungen präsent. In den Pfarreien können die Seelsorger bei Bedarf auch zur speziell ausgebildeten Corona-Einsatzgruppe Kontakt aufnehmen. Sie steht rund um die Uhr für den Dienst bei mit dem Coronavirus Infizierten oder COVID-19-Erkrankten zur Verfügung.

Fronleichnamsprozessionen mit der Gemeinde werden in diesem Jahr nicht stattfinden. Am Fronleichnamstag (11. Juni) wird unter Einhaltung des Infektionsschutzkonzeptes in den Kirchen die Heilige Eucharistie gefeiert werden. Nach der Kommunion kann das Allerheiligste am Altar ausgesetzt werden. Nach dem Segen für die  Gläubigen kann der Priester ohne sie vor den Eingang der Kirchentüre ziehen und dort für den Ort den Eucharistischen Segen spenden. (uq)

Hinweise:  Weitere Informationen unter www.erzbistum-muenchen.de/coronavirus sowie auf den Social-Media-Kanälen Facebook und Instagram. Das weiterhin bestehende Angebot an Livestreams ist neben den Social-Media-Kanälen auch unter www.erzbistum-muenchen.de/stream abrufbar, weitere spirituelle Angebote unter www.erzbistum-muenchen.de/im-blick/coronavirus/geistliche-angebote.

Dienstag, 28. April:

GALERIA KARSTADT KAUFHOF Rosenheim eröffnet auf 800 Quadratmetern – Galeria Karstadt Kaufhof Rosenheim ist seit heute wieder auf zunächst 800 m² geöffnet. „Wir freuen uns auf unsere Kundinnen und Kunden und haben für sie eine tolle Auswahl aus unserem Sortiment zusammengestellt“, berichtet Jens Steinbrecher Filialgeschäftsführer von Galeria KARSTADT KAUFHOF Rosenheim. Geöffnet ist die Filiale wie von den Kunden gewohnt von Montag bis Freitag von 09:00 Uhr bis 19:00 Uhr und Samstag von 09:00 Uhr bis 18:00 Uhr. „Sicheres Einkaufen auf Distanz ist auf den Großflächen unserer Warenhäuser besonders gut möglich. Wir halten alle Hygieneanforderungen genauestens ein und hoffen daher bald unser Haus wieder vollständig zu öffnen, um mit unserem kompletten Sortiment noch besser für unsere Kundinnen und Kunden da zu sein“. Ergänzend informiert City-Management Rosenheim e.V.: „Ab Montag öffnen bekanntermaßen wieder die Friseure und ähnliche Dienstleister. Für die Gastronomie müssen wir uns noch in Geduld üben. Die gehört jedoch maßgeblich zur innerstädtischen Belebung, dies geht Hand in Hand mit dem Handel. Das Angebot der to-go Speisen/Kaffee/Kuchen/Eis wächst jedoch weiter. Man muss nicht verhungern wenn man in die Innenstadt kommt“.

Rosenheim: Quarantäne von Asylbewerberunterkünften muss verlängert werden – Infektionsgeschehen noch nicht vorüber – Die am 11. April 2020 verhängte Quarantäne über die Asylbewerberunterkunft in der Karlsbader Straße muss um 14 Tage verlängert werden. Dies ist das Ergebnis der laufenden Testreihen bei den Bewohnern der Einrichtung auf das Corona-Virus. Wie berichtet leben in der Unterkunft 60 Asylbewerber. Davon waren bei der erstmaligen Verhängung der Quarantäne 17 positiv getestet. Derzeit (26.04.2020) sind es noch zwei Personen. Auch die Quarantäne über die Asylbewerberunterkunft der Regierung von Oberbayern in der Äußeren Oberaustraße mit insgesamt 200 Bewohnern muss ab heute um weitere 14 Tage verlängert werden. Waren bei der erstmaligen Verhängung der Quarantäne am 13. April 2020 zwei Bewohner positiv auf das Virus getestet, sind es aktuell 32 bei 175 Getesteten. „Aufgrund der bisherigen Erfahrungen mit dem Verlauf der Infektionen ist damit zu rechnen, dass im Lauf der Woche auch die Quarantäne über die Unterkunft in der Kufsteiner Straße verlängert werden muss“, so der städtische FüGK-Leiter Hans Meyrl. „Die gute Nachricht ist, dass bisher keiner der Infizierten ins Klinikum eingeliefert werden musste. Die Krankheitsverläufe sind glücklicherweise relativ glimpflich“, zeigte sich Meyrl erleichtert. Die medizinische Versorgung der Bewohner in den Unterkünften wird in Abstimmung zwischen den Sicherheitsdiensten vor Ort, der FüGK und niedergelassenen Ärzten zu jeder Tages- und Nachtzeit gewährleistet. „Desinfektionsmittel und Masken sind zum Schutz der nicht infizierten Bewohner in den Unterkünften in ausreichender Menge vorhanden. Allerdings nehmen die Bewohner die Masken trotz intensiver Aufklärung nur teilweise an. Auch diese Erfahrung spricht dafür, dass es richtig war, die Asylbewerberunterkünfte zu umzäunen, um das Entstehen von Infektionsketten außerhalb der Einrichtungen von Beginn an zu unterbinden. In der Abwägung zwischen der Einschränkung der Bewegungsfreiheit der Asylbewerber und dem Gesundheitsschutz der Bevölkerung erscheint diese Maßnahme als geeignet, erforderlich und verhältnismäßig“, so Meyrl. Positiv getestete Asylbewerber, die mittlerweile symptomfrei sind, bekommen nach Vorgaben des Gesundheitsamts Rosenheim Armbändchen, die sie zum Verlassen der jeweiligen Unterkünfte berechtigen. „Diese Maßnahme hat eine positive Wirkung auf alle Bewohner der Unterkünfte, weil sie deutlich macht, dass die Quarantäne wirklich eine zeitlich befristete Maßnahme ist“, so der Leiter des städtischen Sozialamts, Christian Meixner.

 Spargel schälen im Edeka-Singer-Markt in Wasserburg abgesagt – Köcheverein Rosenheim / Stadt und Land e.V. läßt Spargelschäler ruhen – strahlende Kunden über frisch geschälten Spargel, eine köstliche Spargelcremesuppe – fröhliche Bewohner und Mitarbeiter der Stiftung Attel – all das wird es dieses Jahr im Edeka- Markt Singer in Wasserburg leider nicht geben. Der Köcheverein Rosenheim wurde von der stellvertretenden Marktleiterin Frau Marx informiert, daß das traditionelle Spargel schälen für den guten Zweck dieses Jahr leider nicht stattfinden kann. Die Schatten der Coronakrise fallen auch auf dieses schon seit vielen Jahren zur Tradition gewordene Ehrenamt. Schweren Herzens müssen die Kolleginnen und Kollegen unseres Vereins die Spargelschäler ruhen lassen.

Diese Absage ist leider auch schmerzliche Realität vieler Betriebe der Gastronomie. Gäste und Wirte finden nicht zueinander…..zwischen beiden steht oft der ungebetene Gast. Außer-Haus-Service und Kurzarbeit funktionieren nicht für alle Betriebe, um Entlassungen zu vermeiden und die Krise zu überbrücken.Kolleginnen und Kollegen, die ihren Betrieb gerade erst eröffnet haben, trifft es besonders schmerzlich. Einem Küchenteam, das sich das Lob der Gäste gerade erarbeitet hat, weil jeder sein bestes gegeben hat, zu sagen, daß es morgen leider nicht mehr weiter geht, ist der Albtraum eines jeden Mitarbeiters. Trotz staatlicher Hilfen wird es sicherlich einige gastronomische Betriebe nach der Krise nicht mehr geben. Doch es gibt die Möglichkeit, dem Gastwirt seines Vertrauens beisoielsweise mit dem Kauf von Gutscheinen zu unterstützen.Und es gibt in der Region einige kreative Lösungen. Deshalb appelliert der Köcheverein an alle, die Gastronomie zu unterstützen. Die Wirte sind das ganze Jahr für ihre Gäste da. Es wäre schön, wenn nun die Gäste die Wirte unterstützen würden. Es geht im Leben nur miteinander! Und nicht zuletzt liegt es an der Politik unserer Regierungen, das beste für unsere Branche auf den Weg zu bringen. Wir bedanken uns an dieser Stelle für das gute Miteinander mit dem Team des Edeka-Marktes, mit den Adelholzener Alpenquellen und den engagierten Mitarbeitern der Stiftung Attel und freuen uns auf unseren Einsatz im nächsten Jahr. Möge Gott uns alle schützen! In kulinarischer Verbundenheit Ihr/Euer  Max-E. Antholzner, Vorsitzender

Die Bayer. Staatskanzlei informiert nach der heutigen Kabinett-Sitzung: Schutzmaßnahmen zur Bekämpfung der Coronavirus-Pandemie / Maßnahmen bis 10. Mai verlängert / Änderungen insbesondere bei Gottesdiensten, Versammlungen und Ladengeschäften. Die bisher geltenden Schutzmaßnahmen und Beschränkungen zur Bekämpfung der Coronavirus-Pandemie sind bis 3. Mai 2020 befristet. Der Ministerrat hat den Plänen des Gesundheitsministeriums, dass die Maßnahmen zunächst um eine Woche bis 10. Mai 2020 verlängert werden, zugestimmt. Die kurze Verlängerung soll etwaige Anpassungen nach den Gesprächen zwischen den Ministerpräsidenten und der Bundeskanzlerin zum 11. Mai ermöglichen. Zusätzlich zur grundsätzlichen Verlängerung der Maßnahmen werden insbesondere folgende Punkte neu geregelt bzw. geändert:

  • Gottesdienste sind ab 4. Mai unter folgenden Voraussetzungen zulässig:

o Maximale Teilnehmerzahl: Im Freien 50. In Gebäuden so viele Personen, wie Plätze vorhanden sind, die einen Mindestabstand von 2 m zu anderen Plätzen aufweisen o Grundsätzlicher Mindestabstand: Im Freien 1,5 m, in Gebäuden 2 m.

o Höchstdauer: 60 min.

o Mund-Nasen-Bedeckungspflicht, Ausnahme für liturgisches Sprechen und Predigen.

o Kirchen und Glaubensgemeinschaften erstellen Infektionsschutzkonzepte.

  • Versammlungen sind ab 4. Mai unter folgenden Voraussetzungen zulässig:

o Maximale Teilnehmerzahl: 50.

o Nur im Freien und ortsfest, bei grundsätzlichem Mindestabstand von 1,5 m und ohne Verteilung von Flyern etc.

o Höchstdauer: 60 min.

o Maximal eine Versammlung je Kalendertag mit gleichem Veranstalter bzw. gleichen Teilnehmern.

  • Ladengeschäfte dürfen ab morgen, 29. April, unter folgenden Voraussetzungen öffnen:

o Buch- und Fahrradläden müssen in Zukunft ebenso die 800 qm-Grenze beachten. Generell gilt: Größere Ladengeschäfte dürfen ihre Verkaufsfläche auf 800 qm begrenzen. Diese mittlerweile zulässige Möglichkeit wird nunmehr ausdrücklich in die Verordnung aufgenommen. Lebensmittelgeschäfte, Bau- und Gartenmärkte, der Kfz-Handel und die sonstigen schon bisher privilegierten Geschäfte des täglichen Bedarfs können weiterhin mehr als 800 qm öffnen.

o Der Grundsatz „ein Kunde je 20 qm Verkaufsfläche“ gilt für alle Ladengeschäfte.

  • Friseur- und Fußpflegebetriebe dürfen ab 4. Mai 2020 wieder öffnen. Ebenso uneingeschränkt dürfen Physiotherapeuten tätig werden. Auch für diese Berufsgruppen gilt künftig insbesondere die Maskenpflicht.
  • Bei der Maskenpflicht im ÖPNV wird klargestellt, dass dies auch im Rahmen der Schülerbeförderung gilt.
  • Im Übrigen bleibt es bei den bisherigen Regelungen (Ausgangsbeschränkungen, Besuchsverbote, Betriebsverbote, Maskenpflicht beim Einkauf sowie im ÖPNV).
  • Auch die Einreise-Quarantäneverordnung wird bis 10. Mai verlängert.

Rosenheim – Information vom City-Management: die ständig neuen Regelungen gehen so schnell vonstatten, dass wir Ihnen mitteilen dürfen, dass nun wieder fast alle Geschäfte der Rosenheimer Innenstadt geöffnet haben. Karstadt Sports hat sich vorbereitet und öffnet noch heute im Laufe des Vormittags, auch Weko wird ab morgen wieder einen kleinen Teilbereich öffnen (Küchen und Gartenmöbel) – dies durch einen separaten, ausgeschilderten Eingang. Auch Schleudermaxx wird seine Küchenabteilung wieder öffnen, auch durch einen separaten Eingang. Peek&Cloppenburg benötigt noch ein paar Tage um den Betrieb wieder aufnehmen zu können. Von Karstadt haben wir noch keine Rückmeldung erhalten.  Alle anderen Geschäfte haben bereits seit gestern wieder geöffnet, teilweise noch zu eingeschränkten Öffnungszeiten um in den Randzeiten private Shoppingtermine anbieten zu können. www.ro-city.de/corona. Die Hygienekonzepte werden allerorts vorbildlich umgesetzt. Die Kunden halten sich zudem an die Maskenpflicht.  Das innerstädtische Bild hat sich dadurch zwar verändert, aber es kehrt wieder ein Hauch von Normalität ein. Dies in aller Kürze von uns.

Montag, 27. April:

Rosenheim. Stadt und Landkreis Rosenheim halten ihre Corona-Bürgertelefone auch in dieser Woche (KW 18) für die Bürgerinnen und Bürger geöffnet. Die Hotlines sind von Montag, 27. April bis Donnerstag, 30. April von 8 – 16 Uhr frei geschaltet. Am Freitag, 1. Mai und am Wochenende sind die Bürgertelefone nicht besetzt. Das städtische Bürgertelefon ist unter der Rufnummer 08031/365 8 365 erreichbar, die Landkreis-Hotline unter 08031/392 5555.

Samstag, 25. April.:

„Musik und Tanz am Maibaum“ abgesagt  in Prien – Aufgrund der aktuellen Gesundheitslage und den behördlichen Anordnungen wird die Veranstaltung „Musik und Tanz am Maibaum“ am Freitag, 1. Mai 2020 ersatzlos abgesagt. Der nächste Termin der Reihe „Musik und Tanz am Maibaum“ ist für Mittwoch, 24. Juni 2020 geplant. Weitere Informationen im Tourismusbüro Prien unter Telefon +49 8051 69050 oder info@tourismus.prien.de sowie unter www.tourismus.prien.de.

Tagesmeldung Landratsamt Rosenheim: Dem Gesundheitsamt wurden 40 neue Fälle gemeldet, so dass bisher insgesamt 2392 Fälle von COVID-19 in Stadt und Landkreis Rosenheim aufgetreten sind. Mittlerweile wurde bei mindestens 784 Personen eine Genesung dokumentiert. 130 Personen sind bis zu diesem Zeitpunkt an der Erkrankung gestorben.

Die Quarantäne für das Haus Linde in Bad Endorf ist aufgehoben. Alle Abstriche sowohl von Bewohnern als auch von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sind negativ. Die Umzäunung wird entfernt. Die Information, ein Bewohner sei positiv auf das neuartige Corona-Virus getestet worden, stellte sich als falsch heraus. Tatsächlich gab es den dringenden Verdacht von Covid-19. Die Person zeigte klinische Symptome und auch die radiologische Untersuchung unterstützte den dringenden Verdacht einer Covid-19-Erkrankung. Die Einrichtung wäre auch in diesem Fall vorsorglich unter Quarantäne gestellt worden. Das Haus Linde ist eine offene sozialtherapeutische Einrichtung zur Betreuung von Menschen mit psychischen Erkrankungen.

Landkreis Rpsenheim investierte bisher 1,2 Millionen Euro in Schutzausrüstung – In etwa zwei Drittel aller Alten- und Pflegeheime im Landkreis Rosenheim gibt es aktuell keine Fälle von COVID-19. Das ist das Ergebnis einer Sichtung aller Einrichtungen, die von der Führungsgruppe Katastrophenschutz im Landratsamt Rosenheim und der Örtlichen Einsatzleitung beauftragt und begleitet wurde. Oberstes Ziel der Aktion war, Probleme zu erkennen und Hilfe anzubieten und zu leisten. Von den Verantwortlichen im Gesundheits- sowie im Katastrophenschutz waren die Pflegeheime schon früh als mögliche Hotspots erkannt worden. So wurde beschlossen, alle Häuser zu besuchen um den Status bezüglich Personal, Patienten- bzw. Bewohnerklientel und Material festzustellen. Neben den gut 40 Covidfreien Häusern gibt es 18, in denen das neuartige Corona-Virus bei Bewohnern, zum Teil aber auch bei Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern nachgewiesen wurde. Die Erkundungsteams stießen auf ganz unterschiedliche Probleme. Fachpersonal wurde gebraucht, aber auch Schutzausrüstung. Wobei der Einsatz von externem Personal nicht immer ohne weiteres möglich ist, weil beispielsweise Gebärdensprache beherrscht werden muss.

Bei der Schutzausrüstung bemühte sich der Landkreis Rosenheim massiv, Masken, Handschuhe, Kittel und Desinfektionsmittel zu beschaffen. 1,2 Millionen Euro wurden bisher ausgegeben. In einzelnen Häusern wurde nach Lösungen gesucht, um infizierte Bewohner isolieren zu können. Es wurden Strukturen geschaffen, um Infizierte von negativ Getesteten zu trennen. Für die Pandemiebeauftragten in den Pflegeheimen wurde ein virtuelles Schulungsangebot organisiert. Für die Führungsgruppe Katastrophenschutz und die Örtliche Einsatzleitung waren fünf Erkundungsteams im Einsatz. Jedem gehörte jeweils ein Arzt mit rettungsdienstlicher Erfahrung, ein Einsatzleiter Rettungsdienst sowie eine Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen an.

Prien„Musik und Tanz am Maibaum“ abgesagt – Aufgrund der aktuellen Gesundheitslage und den behördlichen Anordnungen wird die Veranstaltung „Musik und Tanz am Maibaum“ am Freitag, 1. Mai 2020 ersatzlos abgesagt. Der nächste Termin der Reihe „Musik und Tanz am Maibaum“ ist für Mittwoch, 24. Juni 2020 geplant. Weitere Informationen im Tourismusbüro Prien unter Telefon +49 8051 69050 oder info@tourismus.prien.de sowie unter www.tourismus.prien.de.

Bericht aus der Kabinettssitzung Ministerpräsident Dr. Markus Söder hat am 20. April 2020 vor dem Bayerischen Landtag eine Regierungserklärung zur Corona-Pandemie gehalten: „Bayern springt ein. Bayern übernimmt die Beiträge für geschlossene Kitas für drei Monate. Dazu Verdopplung der Sportförderung, Hilfe für Künstler monatlich 1000 Euro, Einsatz für MwSt-Senkung in der Gastro, Soforthilfen und BayernFonds für Firmen. Wir lassen in der Krise niemanden allein.“

„Diese Notsituation stehen wir gemeinsam durch“ – Der Bezirk Oberbayern bekräftigt seine Zusage, die Einrichtungen und Dienste der Behindertenhilfe finanziell weiter zu unterstützen. „Diese Notsituation stehen wir gemeinsam mit unseren Partnern durch“, sagt Bezirkstagspräsident Josef Mederer. Gemeinsam mit dem Bayerischen Bezirketag hat der Bezirk Oberbayern jetzt mehrere Fixpunkte erarbeitet, die die Existenz der Einrichtungen und Dienste für die Zeit nach Corona sichern. Oberstes Ziel sei, die Versorgung von Menschen mit Behinderungen weiter sicher zu stellen. „Wir handeln pragmatisch und unbürokratisch“, verspricht Mederer. „Wir müssen alle Kräfte so einsetzen, dass wir diese Krise gemeinsam bewältigen und niemand auf der Strecke bleibt. Dazu brauchen wir praktikable und sachgerechte Lösungen. Diese Situation erfordert eine gewaltige Kraftanstrengung – nicht nur für die Trägerverbände, sondern auch für uns im Bezirk.“ Viele Einrichtungen und Dienste der Behindertenhilfe sind derzeit geschlossen oder arbeiten mit reduzierten Angeboten im Notbetrieb. Bis zum 19. April hatte der Bezirk Oberbayern einen Schutzschirm gespannt und die Angebote weiterfinanziert. Für die Zeit ab 20. April besprach der Bezirk mit den Verbänden der freien Wohlfahrtspflege und dem Verband privater Anbieter Anschlussregelungen (www.bezirk-oberbayern.de/Corona-Anschlussregelungen).

Folgende Fixpunkte werden dabei vorausgesetzt:

  1. Alle Anbieter sind aufgefordert, grundsätzlich öffentliche und private Ersatz-, Entschädigungs- und Ausfallleistungen (Versicherungen) sowie Kurzarbeitergeld   oder Leistungen nach dem Infektionsschutzgesetz (IfSG) in Anspruch zu nehmen.
  2. Der Bezirk verrechnet im Nachhinein diese Ersatzleistungen mit den Einrichtungen.

Damit stelle der Bezirk sicher, so Präsident Mederer, „dass die meisten Einrichtungen und Dienste finanziell fast so gestellt werden, dass sie nach dieser Krise auch weiterhin ihre Leistungen für Menschen mit Behinderung erbringen können“. Mederer verweist darauf, dass die Regelungen kreative Ideen und Lösungen ermöglichten, wie Beschäftigte sinnvoll in anderen Bereichen eingesetzt werden können. So seien derzeit Werkstätten für Menschen mit Behinderungen weitgehend geschlossen. „Selbstverständlich kann das frei gewordene Personal in stationären Wohnheimen Menschen mit Behinderungen unterstützen und hier die wichtige Tagesstruktur sichern“, erklärt der Präsident. Er stellt aber auch klar, dass der Bezirk Einrichtungen und Dienste nur insoweit unterstützt, wenn sie ihre Ressourcen dem Versorgungssystem des Bezirks zur Verfügung stellen. „Ist dies nicht möglich“, so Mederer weiter, „kann leider nur eine anteilige Finanzierung erfolgen“. Dies ist derzeit teilweise bei Individual- und Schulbegleitungen der Fall, die wegen der Schließung der Kindertagesstätten und Schulen freigestellt sind. Nach den mit den Wohlfahrtsverbänden vereinbarten Fixpunkten sollen die Dienste für sie Kurzarbeitergeld in Anspruch nehmen. Dies lässt sich nur vermeiden, wenn die Begleitungen unterstützend im genehmigten Stundenumfang in anderen Bereichen der Behindertenhilfe tätig sind.Der Bezirkstagspräsident appelliert an die Dienste und deren Mitarbeitende, Kinder und Eltern im häuslichen Umfeld zu unterstützen. „Die Begleitungen können mit Kindern zuhause Unterrichtsmaterial bearbeiten, das die Schulen online einstellen“, sagt Mederer. Auch in Wohnheimen für Menschen mit Behinderungen könnten Begleitungen unterstützend tätig sein. „Der Kreativität sind hier keine Grenzen gesetzt. Im Gegenteil: Wir freuen uns, wenn sich alle gegenseitig unterstützen, um diese Krise zu bewältigen.“

Freitag, 24. April:

Rosenheim. Der Parteiverkehr in der Stadtverwaltung Rosenheim ist weiterhin ausschließlich nach Terminvereinbarung möglich. Bei Terminen in städtischen Verwaltungsgebäuden ist das Tragen von Mund-Nasen-Schutzmasken verpflichtend. Die Rosenheimerinnen und Rosenheimer werden gebeten, die Stadtverwaltung nicht ohne Termin aufzusuchen. Vorrangig werden die Anliegen der Bürgerinnen und Bürger telefonisch, schriftlich, per Mail oder per Fax angenommen und bearbeitet. Die Stadtverwaltung arbeitet auch in der kommenden Woche in verschiedenen Schichtmodellen, um Ausfallrisiken zu minimieren und die Arbeitsfähigkeit der Behörde sicherzustellen. Die Bürgerinnen und Bürger werden um Verständnis gebeten, wenn der gewohnte Ansprechpartner nicht immer erreichbar sein sollte. Die Erledigung der jeweiligen Anliegen ist auch im Vertretungsfall gewährleistet.

BR und Kultusministerium erweitern ihr Bildungsangebot – Ab dem 27. April werden in Bayern mehr als 60.000 Schülerinnen und Schüler der Abschlussklassen von Mittelschulen an die Schulen zurückkehren. Dort werden sie sich auf die Prüfungen zum qualifizierenden oder mittleren Schulabschluss vorbereiten. Speziell für diesen Kreis erweitern der Bayerische Rundfunk und das Staatsministerium für Unterricht und Kultus ihr digitales Bildungsangebot und stellen auf verschiedenen Plattformen zusätzliche Lernvideos zur Verfügung. Mit den Materialien können wichtige Themen in den Fächern Mathematik und Englisch für die Abschlussprüfungen an der Mittelschule wiederholt und gefestigt werden.

In den insgesamt rund 80 Lernvideos erklären erfahrene Lehrkräfte leicht  verständlich zentrale fachliche Inhalte anhand von Prüfungsaufgaben vergangener Abschlussjahrgänge. Zudem geben sie Hinweise zum selbständigen Lernen und Weiterarbeiten. Die Schülerinnen und Schüler können in ihrem individuellen Tempo lernen und die Videos bei Bedarf erneut anschauen. In Mathematik werden u. a. Themen wie Strahlensatz und Prozentrechnen, Wachstum und Zerfall, Wahrscheinlichkeit und quadratische Funktionen behandelt. In Englisch stehen Übungen zu Wortschatz und Grammatik, das Schreiben eines Briefs oder einer E-Mail sowie Aufgaben zum Textverständnis im Mittelpunkt. Sie eigenen sich nicht nur zur Prüfungs-vorbereitung, sondern können auch allen Schülerinnen und Schülern helfen, ihr Grundlagenwissen aufzufrischen.

 BR-Fernsehdirektor Dr. Reinhard Scolik:

„Der Bayerische Rundfunk hat in der Corona-Krise in kürzester Zeit zahlreiche digitale Innovationen gestartet, im kulturellen- wie im Bildungsbereich. Ich freue mich, dass wir nun zusammen mit dem Staatsministerium für Unterricht und Kultus unser Angebot „Schule daheim“ noch erweitern und wünsche allen Schülerinnen und Schülern gutes Lernen mit unseren Angeboten!“

Kultusminister Prof. Dr. Michael Piazolo:

„In Zeiten der Schulschließungen sind kreative Formen des Lernens gefragt. Ich bedanke mich herzlich beim Bayerischen Rundfunk, dass wir zusammen im Bildungsbereich neue Wege gehen. Damit unterstützen wir unsere Mittelschülerinnen und Mittelschüler tatkräftig beim selbstständigen Lernen zuhause. Den diesjährigen Absolventen wünsche ich jetzt schon viel Erfolg bei den anstehenden Prüfungen.“

Die Videos werden sukzessive fertiggestellt und auf diesen Ausspielwegen veröffentlicht:

– br.de und BR-Mediathek: alphaLernen.de/mathe und alphaLernen.de/englisch

– Youtube-Channel „alpha Lernen“: www.youtube.com/channel/UCYpzPVaXMWCp0C0bHyB_9GQ

– mebis mediathek: www.mebis.bayern.de/infoportal/mediathek

Bildungsangebot „Schule daheim“ für alle Schularten

Bereits zu Beginn der Schulschließungen wegen der Corona-Krise hatte der Bayerische Rundfunk in Partnerschaft mit dem Kultusministerium unter dem Motto „Schule daheim“ ein umfangreiches und laufend erweitertes Lernangebot für alle Schularten und Jahrgangsstufen auf ARD-alpha, in der BR Mediathek und mebis bereitgestellt, das weiterhin verfügbar ist und laufend um neue Inhalte ergänzt wird.

Rosenheim: Im Einzelhandel geht es wieder los! City-Management Rosenheim e.V. informiert: Nach langer Zeit darf der Großteil der Einzelhandelsbetriebe der Rosenheimer Innenstadt ab Montag, 27.04., wieder für die Kunden öffnen.Jedes Unternehmen hat sich vorbereitet im Hinblick auf die Hygienevorschriften. Je nach Betriebsgröße und Branche sind unterschiedliche Maßnahmen getroffen worden. Wichtig für die Kunden:

  • Maske tragen
  • Abstand halten
  • Pro 20m² nur 1 Kunde, dies wird vom Geschäft signalisiert, ob man noch eintreten darf

Falls man sich dennoch, trotz der erhöhten Hygienevorschriften, nicht sicher fühlt, kann in vielen Geschäften, gerade in der Textilbranche auch ein privater exklusiver Beratungstermin außerhalb der regulären Öffnungszeiten vereinbart werden. Daher sind die Öffnungszeiten in der Startphase derzeit noch bei einigen Geschäften eingeschränkt. Viele öffnen von 11:00 – 16:00 Uhr. Die großen Unternehmen hingegen planen die Vormittagsöffnung, wechseln in einer kurzen Mittagspause ihr Personal aus um sicherzustellen, dass die Mitarbeiter untereinander nicht in Kontakt kommen und öffnen wieder am Nachmittag. Um nicht vor verschlossener Ladentür zu stehen, haben viele Unternehmen ihre Öffnungszeiten und weitere Services wie privates Shopping, und weiterhin bestehende Lieferdienstmöglichkeiten etc. bekannt gegeben, diese sind auf www.ro-city.de/corona veröffentlicht. Unabhängig von einer Mitgliedschaft im City-Management können die Unternehmen daher ihre Öffnungszeiten und Lieferdienste unter info@ro-city.de bekannt geben. Die Rosenheimer Wirtschaft zu stärken, ist die Aufgabe des City-Managements – denn in dieser Zeit heißt es: Zusammenhalten. Die Betriebe der Innenstadt haben ihre Kunden vermisst und freuen sich, wieder persönlich für sie dazu zu sein.

Donnerstag, 23. April:

Landkreis Rosenheim: Am 22.4. wurden dem Gesundheitsamt 48 neue Fälle gemeldet, so dass bisher insgesamt 2300 Fälle von COVID-19 in Stadt und Landkreis Rosenheim aufgetreten sind. Mittlerweile wurde bei mindestens 707 Personen eine Genesung dokumentiert. 115 Personen sind bis zu diesem Zeitpunkt an der Erkrankung gestorben. Von den Verstorbenen waren 5 Personen unter 60 Jahren. Mehr als die Hälfte waren über 82 Jahre alt. 297 COVID-19-Patienten werden aktuell in Stadt und Landkreis Rosenheim stationär behandelt. Hiervon befinden sich 50 Patienten auf einer Intensivstation. Die Zahl an belegten Intensivbetten in Stadt und Landkreis Rosenheim wurde bereits aufgestockt.

Da aktuell keine exponentielle Entwicklung mehr vorliegt, ist die Zahl der in den jeweils letzten 7 Tage aufgetretenen Neuerkrankungen pro 100.000 Einwohner der Verdoppelungszeit vorzuziehen. Seit dem 6.4. sinkt die Zahl der Neuerkrankungen der jeweils letzten 7 Tage. „Aus den Daten ergibt sich, dass sich der Trend der abnehmenden Fallzahlen und die Unterbrechung der Infektionsketten verstetigt hat.“, so Dr. Wolfgang Hierl, Leiter des Gesundheitsamtes Rosenheim.

Kardinal Marx feiert Gottesdienst für Kinder und Familien – Übertragung aus dem Münchner Liebfrauendom am Sonntag / Brief an Erstkommunionkinder.  Mit einem Fokus auf Kinder, insbesondere jene, die in diesen Tagen Erstkommunion gefeiert hätten, und ihre Familien feiert Kardinal Reinhard Marx am Sonntag, 26. April, ab 10 Uhr einen Gottesdienst im Münchner Liebfrauendom, der live per Videostream übertragen wird. In einem Einladungsbrief wendet sich der Erzbischof von München und Freising vorab an die Erstkommunionkinder und ihre Familien: „Schon viele Wochen hat sich Ihr Kommunionkind gemeinsam mit Ihnen vorbereitet, ehe die Pandemie alles veränderte“, schreibt Marx. Er wünsche sich sehr, dass „die Feier der Erstkommunion, sobald es soweit ist, für die Kinder und Sie alle ein großes Fest der Glaubens“ sein wird. Kardinal Marx betont in dem Brief zudem seinen „großen Respekt vor den Herausforderungen“, vor denen Familien in diesen Wochen stehen, „mit Homeschooling und geschlossenen Kindertageseinrichtungen, Heimarbeit und vielleicht auch in Sorge um kranke oder ältere Angehörige“. Gleichzeitig unterstrich er die Aufgabe der Kirche, „weiter für Sie da zu sein und mit Ihnen auf teils auch neuen Wegen weiter in Kontakt zu bleiben“. Durch den Gottesdienst am Sonntag wolle Marx „ein Zeichen setzen, dass ich mit Ihnen auf dem Weg bin“. Mit Liedern, die an das Motto der diesjährigen Kommunionvorbereitung „Jesus, erzähl uns von Gott!“ angelehnt sind, wird der Gottesdienst musikalisch unter der Leitung von Domkapellmeisterin Lucia Hilz gestaltet. Im Internet unter www.erzbistum-muenchen.de/stream sowie auf der Facebookseite des Erzbistums kann der Gottesdienst angesehen und mitgefeiert werden. (hs)

Die Bewohner im Haus Linde in Bad Endorf sind am 22. April vorsorglich unter Quarantäne gestellt worden. Ein Bewohner ist positiv auf das neuartige Corona-Virus getestet worden. Da enge Kontakte nicht nachzuvollziehen sind, gelten alle Bewohner als potentiell enge Kontaktpersonen, die einer 14-tägigen Quarantäne unterliegen. Aus diesem Grund wird das Gelände um das Haus Linde eingezäunt. Die Freiflächen stehen den Bewohnern weiterhin zur Verfügung. Das Haus Linde ist eine beschützende Einrichtung. Darin leben erwachsene Menschen mit schweren psychischen und neurologischen Erkrankungen. Die Umzäunung soll den Bewohnern verdeutlichen, was Quarantäne bedeutet. Ein Sicherheitsdienst ist nicht notwendig. Die Maßnahme ist im Einvernehmen mit der Heimleitung erfolgt. Alle Bewohner werden auf das neuartige Corona-Virus getestet.

Mittwoch, 22. April:

Landkreis Rosenheim – Fallzahlenentwicklung: Am 21.4. wurden dem Gesundheitsamt 21 neue Fälle gemeldet, so dass bisher insgesamt 2253 Fälle von COVID-19 in Stadt und Landkreis Rosenheim aufgetreten sind. Mittlerweile wurde bei mindestens 658 Personen eine Genesung dokumentiert. 115 Personen sind bis zu diesem Zeitpunkt an der Erkrankung gestorben. Von den Verstorbenen waren 5 Personen unter 60 Jahren. Mehr als die Hälfte waren über 82 Jahre alt. 294 COVID-19-Patienten werden aktuell in Stadt und Landkreis Rosenheim stationär behandelt. Hiervon befinden sich 50 Patienten auf einer Intensivstation. Die Zahl an belegten Intensivbetten in Stadt und Landkreis Rosenheim wurde bereits aufgestockt.

München: Erzdiözese hilft Partnerland Ecuador im Kampf gegen Corona – Mit einem zwei Millionen Euro umfassenden Paket aus Hilfsfonds im Bereich Gesundheit, Bildung und karitative Hilfen und einem Corona-Nothilfefonds für Ecuador will die Erzdiözese München und Freising ihr von der Corona-Pandemie schwer betroffenes Partnerland unterstützen. Die Gelder sind im Haushalt 2020 eingeplant, ihre Verwendung wird nun auf Hilfen zum Umgang mit den Folgen der Pandemie fokussiert.  Der Erzbischof von München und Freising, Kardinal Reinhard Marx, gab dazu am Dienstag, 21. April, in einer ersten Tranche Mittel in Höhe von 1,1 Millionen Euro frei. Weitere 900.000 Euro werden im Verlauf des Jahres gezielt vergeben. „Damit leisten wir einen Beitrag, um die Folgen der Infektionswelle zu lindern, die die Ärmsten besonders hart trifft und soziale Spannungen in dem Land weiter verschärft“, so Kardinal Marx. Auch Monsignore Thomas Schlichting, der im Erzbischöflichen Ordinariat die weltkirchliche Arbeit verantwortet, betont: „In dieser Situation wollen wir ein Zeichen der Solidarität und der Hilfsbereitschaft zeigen für die Menschen, die von konkreter Armut betroffen sind und am Rande der Gesellschaft stehen.“ Das Gesundheitssystem in Ecuador steht angesichts der Pandemie vor dem Kollaps. Laut offizieller Statistik stehen gerade einmal 1.183 Plätze auf Intensivstationen landesweit zur Verfügung – bei 17,08 Millionen Einwohnern (Stand: 2018). Von den an Covid-19-Erkrankten sind rund 40 Prozent Ärzte, Pflegepersonal und Techniker von Krankenhäusern. Trotz der staatlichen Gesundheitsreform haben Teile der Bevölkerung keinen Zugang zum Gesundheitssystem. Zudem sind infolge der Wirtschaftskrise im Nachbarland Venezuela Hunderttausende nach Ecuador geflohen. Für diese Migranten stellt die Coronakrise in besonderem Ausmaß eine existentielle Bedrohung dar.

Einige Diözesen in Ecuador unterhalten kleinere Krankenhäuser mit verschiedenen Fachrichtungen. Nach einem vorgegebenen Verteilungsschlüssel werden die Diözesen vom Erzbistum München und Freising unterstützt, damit sie der „Pastoral de la Salud“ – der Gesundheitspastoral – nachkommen können. Außerdem sollen Schutzmasken für kirchliche Gesundheitszentren, Krankenhäuser wie auch für Priester, Ordensleute und freiwillige Helfer in den Diözesen und Vikariaten besorgt werden, die etwa die Menschen in ihren Pfarreien mit Lebensmittelpaketen versorgen. Um die Bande zwischen dem Erzbistum und seinem Partnerland zu stärken, sind die Gläubigen zum Gebet aufgerufen. Ein Gebetsimpuls ist abrufbar unter www.erzbistum-muenchen.de/im-blick/coronavirus/partnerschaftshilfe-fuer-ecuador. Auch der Diözesanrat der Katholiken der Erzdiözese München und Freising mit seiner eigenen Arbeitsgruppe für die Partnerschaft steht in intensivem Austausch mit Vertretern der nationalen Laienorganisation Ecuadors. In seinem langjährigen Engagement, dieses Miteinander lebendig zu gestalten, hatte der Diözesanrat für Juni eine Delegation der ecuadorianischen Laien eingeladen und bedauert es sehr, dass dieser Besuch durch die aktuelle Krisensituation nicht möglich ist. Dabei sollte es vor allem auch um die in der Amazonien-Synode diskutierten Themen gehen, insbesondere um die Verantwortung für Schöpfung und Umwelt. (uq)

Regierung von Oberbayern: Über 200 Berufserlaubnisse für ausländische Ärztinnen und Ärzte und über 200 Gleichwertigkeits-Prüfungen ausländischer Berufsabschlüsse in Gesundheitsfachberufen erteilt.

Ausreichend medizinisches Personal ist ein wesentlicher Schlüssel zur Behandlung der infizierten Menschen in den Kliniken in Bayern. Auch in der allgemeinen Gesundheitsverwaltung ist medizinisches Personal u.a. zum Nachweis der Erkrankung und zur Eindämmung der epidemischen Lage von zentraler Bedeutung. Die Regierung von Oberbayern hat daher in den beiden Wochen vor Ostern über 200 Berufserlaubnisse an Ärztinnen und Ärzte aus sog. Drittstatten bzw. aus EU-Ländern erteilt und ihnen in der aktuellen Situation einen schnellen Zugang zum Beruf ermöglicht. Zudem wird die Anerkennung ausländischer Abschlüsse in systemrelevanten Gesundheitsfachberufen derzeit vorrangig bearbeitet. Hierdurch wird sowohl ein Beitrag für eine zuverlässige Krankenversorgung als auch für eine leistungsfähige Arbeit in der Gesundheitsverwaltung erbracht. Grundsätzlich müssen neben der beruflichen Qualifikation die erforderlichen Sprachkenntnisse von Antragsstellern aus Drittstaaten und aus EU-Ländern verpflichtend nachgewiesen werden, um zum Arztberuf zugelassen zu werden bzw. die Approbation zu erhalten. Aufgrund der aktuellen Kontaktbeschränkungen mussten die erforderlichen Fachsprachtests ausgesetzt werden, so dass zunächst auch bei Vorliegen aller weiteren Voraussetzungen die Berufszulassung nicht erteilt werden konnte. Angesichts des akuten Bedarfs an medizinischem Personal war dies jedoch nicht vertretbar. Die Regierung von Oberbayern als zuständige Behörde für die Berufszulassung hat daher in Abstimmung mit dem Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege einen Maßnahmenkatalog entwickelt, um unter erleichterten Voraussetzungen interessierten Ärztinnen und Ärzten in der aktuellen Situation eine vorläufige und befristete Berufserlaubnis zu gewähren. Eine solche für ein Jahr befristete Berufserlaubnis berechtigt zur nichtselbständigen Ausübung des ärztlichen Berufes. Sie ist bayernweit gültig und ermöglicht einen Einsatz bei der ärztlichen Patientenversorgung in klinischen Einrichtungen unter Anleitung und die Mitarbeit im Aufgabenbereich der Gesundheitsämter. Mit Ablauf der einjährigen Berufserlaubnis sind die ausstehenden Voraussetzungen nachzuholen bzw. nachzuweisen. Dann ist auch eine weitere berufliche Tätigkeit über die Gültigkeit der vorläufigen „Corona-Berufserlaubnis“ hinaus möglich.

Unter diesen Vorgaben konnten in zwei Wochen 158 Berufserlaubnisse an Antragsteller aus sogenannten Drittstaaten und 51 Berufserlaubnisse an Antragsteller aus Ländern der EU erteilt werden. Neben einer ausreichenden Anzahl von Ärzten sind auch qualifiziertes Pflegepersonal, medizinisch-technische Laboratoriumsassistenten und medizinisch-technische Radiologieassistenten dringend erforderlich. Deshalb arbeitet die Regierung von Oberbayern zudem mit Hochdruck und unter Zurückstellung anderer Aufgaben an den Entscheidungen über die Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse in den systemrelevanten Gesundheitsfachberufen. So können möglichst viele Erlaubnisse zum Führen der Berufsbezeichnung erteilt und die Angehörigen dieser Berufsgruppen in der aktuellen Krisensituation schneller eingesetzt werden. Seit Anfang März ergingen über 200 Entscheidungen über die Gleichwertigkeit der ausländischen Berufsabschlüsse in den genannten Gesundheitsfachberufen.

Stadt Rosenheim sichert städtischen Busverkehr – Im Zuge der Corona-Krise ist das Fahrgastaufkommen im Rosenheimer Stadtbusverkehr massiv eingebrochen. Das eigenwirtschaftliche Betriebssystem funktioniert nicht mehr. Deshalb hat die Rosenheimer Verkehrsgesellschaft (RoVG) die Fa. Kroiss im Wege einer sog. Notvergabe mit der Fortführung des Stadtverkehrs beauftragt. Andernfalls hätte das Unternehmen den Verkehr aus wirtschaftlichen Gründen einstellen müssen. Die inzwischen gefundene Lösung sieht vor, dass über eine Linienbedienung wie sie über den bisherigen Nachtverkehr gewährleistet wurde künftig eine Verkehrsleistung von rd. 8.000 Kilometern pro Woche aufrechterhalten werden kann. Dieses modifizierte Leistungsangebot der Fa. Kroiss umfasst die Linien „Corona NV 1“, „Corona NV 2“, „Corona NV 3“ sowie „Corona NV 9“. „Die Einstellung des gesamten Rosenheimer Stadtbusverkehrs wäre auch unter dem Vorzeichen der geltenden Ausgangsbeschränkungen unzumutbar. Gerade ältere und gehbehinderte Mitbürgerinnen und Mitbürger sind, auch unter den Vorzeichen von Corona, auf einen funktionierenden Stadtbusverkehr zwingend angewiesen. Deshalb hat die RoVG den Weiterbetrieb des Rosenheimer Stadtbusverkehrs finanziell sichergestellt. Die Entscheidung darüber, wie der Stadtbusverkehr ab Mai 2020 fortgeführt werden soll ist im Lichte der weiteren Entwicklungen der Corona-Krise und der möglichen Wiederaufnahme des Schulbetriebs und damit der Schulbusverkehre zu treffen“, so der städtische RoVG-Geschäftsführer und Ordnungsdezernent Herbert Hoch.

 Dienstag, 21. April:

Asylbewerber-Unterkunft in Bad Aibling unter Quarantäne – Die Asylbewerber-Unterkunft in der Krankenhausstraße in Bad Aibling wird unter Quarantäne gestellt. Zwei Bewohner waren positiv auf das neuartige Corona-Virus getestet worden. Aktuell wird ein Bauzaun um die drei Containergebäude gezogen. Er war vom Landkreis-Bauhof angeliefert worden. Beim Aufstellen helfen acht Mann der Feuerwehr Bad Aibling. Der Helferkreis sowie ein Team des Bereichs Asylunterkünfte im Landratsamt Rosenheim sind vor Ort. Die Versorgung der Bewohner ist sichergestellt. Für die Mitarbeiter der Security ist ein eigener Container aufgestellt worden.

Rosenheimer Anlaufstelle für Unternehmen – Das City-Management Rosenheim ist „eigentlich“ ein Verein zur Förderung der Rosenheimer Innenstadt. Aufgrund der guten Vernetzung zu anderen Verbänden und dem engen Austausch zu den Mitgliedern konnte so in den vergangenen Wochen Hand in Hand gearbeitet werden, um viele Fragen zu beantworten und das Unternehmernetzwerk zu stärken:

  • Wer öffnet wann?
  • Wer liefert?
  • Wie erhält man als Unternehmer die besten Förderungen?
  • Welche Stundungen kann man beantragen?
  • Welche Vorschriften müssen bei der Öffnung eingehalten werden?
  • Wo erhält man in Rosenheim einen Spuckschutz für den Kassenbereich?
  • Wer hat Desinfektionsmittel lagernd?
  • v.m.

Die Liste der Fragen ist lang – jedoch auch die Liste der Antworten. So bieten bspw. auch Rosenheimer Unternehmen Mund-Nase-Masken für Unternehmer, wie auch für Privatpersonen an. Rechtsanwälte bieten kostenlose Beratungen an, Handyverträge werden auf Kostenreduzierung geprüft usw. All diese Informationen von Mitgliedern für Mitglieder werden gebündelt und an den Verteiler verschickt. Da die Informationen nicht nur für die Mitglieder interessant sind, sondern für alle Betriebe stehen die wichtigen Tipps auch online für alle zur Verfügung. https://www.ro-city.de/mitgliederinfo/ Der Großteil der Einzelhandelsbetriebe darf am Montag wieder seine Pforten öffnen. Viele der Betriebe werden eingeschränkte Öffnungszeiten anbieten, um auch exklusive private Beratungstermine anbieten zu können. Das City-Management sammelt derzeit die Infos der Betriebe aus den Bereichen Einzelhandel, Gastronomie und Dienstleistung. Diese werden auf der Website und über die regionale Presse veröffentlicht. Unabhängig von einer Mitgliedschaft können die Unternehmen daher ihre Öffnungszeiten und weiterhin bestehende Lieferdienste unter info@ro-city.de bekannt geben. In dieser Zeit heißt es zusammenhalten und die Rosenheimer Wirtschaft zu stärken.

Montag, 20. April:

Rosenheim: ONLINE-BESTELLEN – Die zentrale und kostenfreie Plattform für den Wirtschaftsraum Rosenheim –Bei regionalen Unternehmen online bestellen und liefern lassen. Stadt und Landkreis Rosenheim unterstützen zusammen mit dem CityManagement Rosenheim die Internetplattform THINK LOCAL NOW. Auf dieser durch Initiative zweier Privatpersonen mit IT-Hintergrund entwickelten Plattform, präsentieren sich Unternehmen aus dem Wirtschaftsraum Rosenheim ihren Kundinnen und Kunden.

Unter www.think-local-now.de können die Kunden mit den Mitarbeitern ihres Wunschgeschäfts per Chat oder Videotelefonie in Kontakt treten und dank einfacher Suchmechanismen gezielt nach einem gewünschten Produkt suchen. Gleichzeitig können die Unternehmen ihr Firmenprofil bei THINK LOCAL NOW mit einer Auswahl relevantester Kriterien und Leistungsangebote pflegen, die sie ihren Kunden in der aktuellen Lage zur Verfügung stellen können. Auch Unternehmen, die bislang ohne digitalen Auftritt ihr Geschäft geführt haben, bietet diese Plattform die Möglichkeit online zu gehen. THINK LOCAL NOW ist eine nicht profitorientierte Plattform und für alle Nutzer (Unternehmen wie auch Endkunden) zu 100 Prozent kostenfrei. Das Angebot richtet sich derzeit ausschließlich an Unternehmen, die in Stadt und Landkreis Rosenheim ansässig sind. Die Stadt und der Landkreis Rosenheim sowie das Citymanagement weisen ausdrücklich darauf hin, dass die Plattform mit ihrem Angebot besonders auch den kleineren Betrieben die Möglichkeit bietet, besser und vor allem digital sichtbar zu werden. Zudem wurde die Plattform mit dem Ziel geschaffen, die regionalen Anbieter dauerhaft zu fördern, auch in Zeiten nach Corona.

Unternehmen können sich direkt auf www.think-local-now.de registrieren.  Web: www.think-local-now.de  – Facebook: www.facebook.com/thinklocalnow – Twitter: www.twitter.com/thinklocalnow – Instagram: www.instagram.com/thinklocalnow

Am Dienstag, 21. April 2020, informieren Ministerpräsident Dr. Markus Söder und Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter zum aktuellen Sachstand des diesjährigen Oktoberfestes im Rahmen einer Pressekonferen um 09:00 Uhr in der Bayerischen Staatskanzlei.

Am Dienstag, 21. April 2020, 10:00 Uhr, leitet Ministerpräsident Dr. Markus Söder die Sitzung des Ministerrats. Das Kabinett befasst sich im Schwerpunkt mit Details zum finanziellen Schutzschirm zur Corona-Krise. Über die wesentlichen Ergebnisse der Beratungen informieren Staatsminister Dr. Florian Herrmann und Finanzminister Albert Füracker im Rahmen einer Pressekonferenz um 12.30 Uhr in der Bayerischen Staatskanzlei.

Die Pressekonferenzen werden als Live-Stream übertragen auf Facebook und YouTube unter „bayern.de“ sowie auf www.bayern.de (http://www.bayern.de) .

Klassik! Bad Aibling entfällt – Auch das letzte Konzert in der Kammermusikreihe „Klassik! Bad Aibling“ muss aufgrund der Corona-Krise leider entfallen. Am kommenden Freitag, 24. April, wären die Cellistin Raphaela Gromes, der Pianist Julian Riem und das Arcis Saxophon Quartett im Aiblinger Kurhaus-Konzertsaal zu Gast gewesen. Der Kulturverein im Landkreis Rosenheim als Veranstalter bemüht sich, dieses Konzert 2021 oder 2022 ebenso nachzuholen, wie das im März ausgefallene Konzert mit der Pianistin Johanna Bufler.

Absage 8. Fiassar Frühjahrs-Dänzla am 15.5.2020 – Der Trachtenverein D´Neuschwanstoana Stamm informiert: „Schweren Herzens haben wir beschlossen, unser 8. Fiassar Frühjahrs-Dänzla am 15.5.20 abzusagen. Die gegenwärtige Situation und die zu grosse Nähe bei den Tänzen bergen einfach ein zu grosses Infektionsrisiko. Das Gebot der Vernunft überwiegt und so wird 2020 erstmalig nach 1945 wieder ein Jahr sein, in dem unser Vereinsleben zu einem zeitweisen Stillstand gekommen ist. Wir halten Sie über die weitere Entwicklung auf dem Laufenden. Mit herzlichen Trachtlar Grüssen – bleibat gsund!“-  Die Hauptvorstandschaft – Nicole Kirchner, Viviane Mößmer, Bastian Kirchner, Johann Hief und Richard Hatmann.

City-Management Rosenheim: Veranstaltungsabsagen setzen sich fort – Viel Leidenschaft und Engagement steckt in den Vorbereitungen zu den Veranstaltungen 2020. Nun muss das City-Management jedoch bekannt geben, dass der Fahrplan 2020 deutlich anders aussieht, als erwartet. Die Veranstaltungen waren fertig organisiert, Künstler gebucht, Verträge unterzeichnet, doch Corona macht auch vor kleineren Veranstaltungen keinen Stopp.

  • Mai Antik- und Trödelmarkt – verschieben auf Herbst
  • /17. Mai Rosenheim in Bewegung – verschieben auf Herbst
  • /30. Mai Street Food Market – abgesagt
  • /25. Juli Spektakel – abgesagt

Es ist bedauerlich, wenn monatelange Arbeit mit einem Mal zunichte gemacht wird, aber es ist für das City-Management der einzig sinnvolle Schritt. Je nachdem wie sich die Lage weiterentwickelt, wird bereits daran gearbeitet die Verlegung einzelner Termine zu organisieren. Soweit es vertretbar ist, werden die Termine auf Herbst verschoben. Deshalb erarbeitet das City-Management bereits jetzt Konzepte um kleine, feine Akzente für die Innenstadt zu setzen und verabschiedet sich für die nächsten Monate von großformatigen Veranstaltungen. Der Street Food Market wird 2020 abgesagt, da die örtliche Gastronomie besonders unter der Betriebsschließung leidet und folglich neue Initiativen gestaltet werden müssen, die heimischen Betriebe besser in den Vordergrund zu rücken. Besonders bedauerlich ist auch die Absage des Spektakels, das Line-up war bereits fertig erarbeitet. Doch der enorme Zuspruch an Besuchern im Auftakt 2019, die sich dicht aneinander gedrängt von den internationales Straßenkünstlern verzaubern ließen, kann in dieser Weise 2020 nicht durchgeführt werden. Die Kulturszene ist besonders gebeutelt und hat außerordentlich schwierige Aussichten aufgefangen zu werden, daher ist die Absage als Veranstalter sowohl im Hinblick auf das Innenstadtleben, als auch über das Schicksal der Künstler entscheiden zu müssen nicht leichtgefallen. Es gilt nicht nur den Einzelhandel anzukurbeln, sondern die Gastronomie aufzufangen, die Kultur in der Stadt zu stärken und damit der Innenstadt wieder Leben einzuhauchen, anders als vorher, behutsam und mit Bedacht auf die Gesundheit der Besucher der Innenstadt. Zahlreiche Ideen sind hierzu in den letzten Wochen bereits entstanden, je nach Weiterentwicklung der Krise werden diese Schritt für Schritt umgesetzt.

Freitag, 17. April:

Bayerische Bischöfe erarbeiten Schutzkonzept für Gottesdienste in der Corona-Krise – Die katholischen bayerischen Bischöfe wollen in Absprache mit der Staatsregierung ein Schutzkonzept erarbeiten, welches die Wiederaufnahme von Gottesdiensten unter der Teilnahme von Gläubigen ermöglichen soll. Einvernehmlich vereinbarten die in der Freisinger Bischofskonferenz versammelten Bischöfe der sieben bayerischen (Erz-)Diözesen Bamberg, München, Passau, Regensburg, Augsburg, Eichstätt und Würzburg in einer anlässlich der Corona-Krise einberufenen Telefonkonferenz am Freitag, 17. April, ihr Vorgehen zu koordinieren, um möglichst in der Woche ab dem 4. Mai in den Kirchen wieder Gottesdienste für die Gläubigen anbieten zu können. Dazu wollen sie Regeln etwa zu Hygiene, Mindestabstand, Teilnehmerzahl erarbeiten, mithilfe derer gemäß der staatlichen Vorgaben eine weitere Verbreitung des Coronavirus verhindert werden kann. Unter dem Vorsitz des Münchner Erzbischofs, Kardinal Reinhard Marx, tauschten sich die Bischöfe über die Situation in ihren Diözesen und über die seelsorglichen Nöte der Bevölkerung, insbesondere der Erkrankten, der Familien, älterer und alleinstehender Menschen, aus. „Wir hoffen, dass mit einem der schwierigen Situation angemessenen Schutzkonzept im Mai in unseren Kirchen schrittweise wieder Gottesdienste möglich sein werden“, erklärte Kardinal Marx.    (kel)

Immling Festival informiert: nach der Pressekonferenz vom 16. April 2020 des Bayerischen Ministerpräsidenten Dr. Markus Söder erwarteten wir auch eine Aussage zu den Aussichten einer Wiederaufnahme des Theater- und Opernbetriebs. Leider gibt es dazu aktuell noch keine klare Aussage. Offenbar ist darüber auch in der Telefonkonferenz von Bundeskanzlerin Angela Merkel und den Ministerpräsidenten der Länder am 15. April nichts vereinbart worden – mit Ausnahme der Regelung, dass Großveranstaltungen bis zum 31. August nicht möglich sind. Unser Festival fällt nicht unter den Begriff Großveranstaltung, daher gilt für uns die offizielle Sperrung der Theater- und Konzerthäuser, die vorerst bis Anfang Mai terminiert ist. Wir hoffen sehr, dass es bis dahin für die Zeit danach eine schrittweise Öffnungsregelung gibt, die uns Planungssicherheit verschafft. Wir sind in Kontakt mit möglichen Entscheidungsträgern. Vorrang hat die Gesundheit aller Beteiligten, sowohl des Publikums als auch der Künstler. Und Gesundheit steht natürlich vor der Leidenschaft für Kultur, daher denken wir Tag und Nacht mit unserem Team über die richtige Entscheidung nach. Noch haben wir einen kleinen Funken Hoffnung, dass sich die Lage für die Theater und Opernhäuser bessert oder dass man Lösungen findet, wie man die Kultur und den Schutz der Gesundheit vereinbaren kann. Dazu gibt es auch Stimmen aus Politik und Kultur, die uns Mut machen, die Entscheidung noch bis Mitte Mai zu vertagen. Wir hoffen auf Ihr Verständnis und wünschen Ihnen die beste Gesundheit. Cornelia von Kerssenbrock und Ludwig Baumann

Regierungserklärung des Bayer. Ministerpräsidenten: Am Montag, 20. April 2020, 10.00 Uhr, gibt Ministerpräsident Dr. Markus Söder im Bayerischen Landtag eine Regierungserklärung zur aktuellen Lage Bayerns in der Corona-Pandemie ab. Die Regierungserklärung wird als Live-Stream übertragen auf Facebook und YouTube jeweils unter bayern.de. Der Bayerische Landtag überträgt die Regierungserklärung ebenfalls im Live-Stream.In Gebärdensprache übersetzt und untertitelt kann die Regierungsklärung im Live-Stream des Bayerischen Landtags verfolgt werden unter https://www.verbavoice.net/player/landtag_bayern/index.html (https://www.verbavoice.net/player/landtag_bayern/index.html) .

Erzbischöfliches Ordinariat: Österliche Orgelmusik aus dem Erzbistum online – Die Kirchen sind geschlossen, doch die Orgeln erklingen: Organisten aus dem Erzbistum München und Freising haben österliche Werke eingespielt, die nun als Videos im Internet abrufbar sind – unter www.erzbistum-muenchen.de/orgelmusik-ostern sowie über die Social-Media-Kanäle des Erzbistums. Ob „Allein Gott in der Höh sei Ehr“, das Händel-Halleluja aus dem Oratorium „Der Messias“ oder eine Bearbeitung des ältesten erhaltenen liturgischen Gesangs in deutscher Sprache „Christ ist erstanden“ – Werke aus unterschiedlichen Zeiten werden von Organisten an den Orgeln verschiedener Kirchen im Erzbistum präsentiert. So sind etwa die Woehl-Orgel in Mariä Himmelfahrt Prien (gespielt von Bartholomäus Prankl) oder die Orgel von Herz Jesu in München-Neuhausen (gespielt vom stellvertretenden Musikdirektor der Erzdiözese München und Freising, Christian Bischof) zu hören. Der Organist Péter Szeles spielt Johann Sebastian Bachs „Christ lag in Todesbanden“ und weitere Werke an der Späth-Orgel der Pfarrkirche St. Konrad München-Neuaubing. Pater Robert Mehlhart OP ist mit dem „Alleluja“ des Praeludium D-dur von Franz Schmid aus „4 kleine Praeludien und Fugen“ an der Eisenbarth-Orgel der Theatinerkirche St. Kajetan München zu hören. Ein Präludium über „Das ist der Tag, den Gott gemacht“ hat Stefan Metz an der Nenninger-Orgel des Moosburger Kastulusmünsters eingespielt. Der Musikwissenschaftler, Dirigent und Organist Franz Metz hat das Osterlied „Der Heiland ist erstanden“ an der Orgel der Pfarrkirche St. Pius München interpretiert. (glx)

Rosenheim: Parkanlagen und Liegewiesen an den Happinger Seen werden freigegeben – In ihrer heutigen Sitzung hat die Führungsgruppe Katastrophenschutz (FüGK) beschlossen, sämtliche städtischen Parkanlagen sowie die Liegewiesen im Naherholungsgebiet an den Happinger Seen ab sofort bis auf Weiteres wieder freizugeben. Das gilt für den Riedergarten, den Salingarten, den Luitpoldpark, den Hohenzollernpark und den gesamten Mangfallpark. Auch die Liegewiesen am Happinger See und am Happinger-Au-See dürfen wieder betreten werden. Kinderspielplätze und Skate-Parks bleiben jedoch weiterhin gesperrt. „Die Öffnung der Anlagen ist das positive Ergebnis der bisher bewiesenen Disziplin bei der Beachtung der Ausgangsbeschränkungen durch die Rosenheimerinnen und Rosenheimer. Diese Disziplin erbitte ich auch bei der Nutzung der Parkanlagen sowie an den Seen“, so der städtische FüGK-Leiter Hans Meyrl. „Es ist unbedingt notwendig, auch bei der jetzt erfolgten Lockerung das Abstandsgebot weiterhin zu beachten und ggf. sogar einen Nasen-Mund-Schutz zu tragen“, appelliert Meyrl an die Bürgerinnen und Bürger. „In der Stadt Rosenheim sind zum heutigen Zeitpunkt 345 Menschen infiziert. Deshalb muss Vorsicht weiterhin das Gebot der Stunde sein“, so Meyrl. Spielplätze und Skate-Parks bleiben – wie es weiter heißt-  gesperrt.

Erzbischöfliches Ordinariat zum Weißen Sonntag: In einem Video-Impuls zum Weißen Sonntag ruft Susanne Deininger, Pastoralreferentin im Pfarrverband Dachau – St. Jakob dazu auf, den Einschränkungen zur Eindämmung der Coronapandemie mit Kreativität zu begegnen. „Neben der enormen Hilfsbereitschaft hat mich die Kreativität der Menschen mitten in dieser Krise am meisten beeindruckt“, sagt sie in einer Video-Botschaft, die am Sonntag, 19. April, über die Social-Media-Kanäle des Erzbistums München und Freising verbreitet wird. „Die einen dichten Lieder um, die anderen stellen alte Kunstwerke auf witzige Weise nach und viele Ideen mehr.“ Alle diese kleinen, kreativen Einfälle seien „ein Stück Ostern, sind ein Stück Auferstehung“ mitten in der Krise. „In all diesen können wir das Leben spüren.“ Die Pastoralreferentin ermutigt: „Seien wir also kreativ. Schauen wir, österlich, immer wieder auf das Leben. Und schaffen wir Leben, wo auch immer wir können. Sagen wir ein Ja zum Leben, mitten in dieser Zeit, mitten in dieser Krise.“ Am Weißen Sonntag, dem zweiten Sonntag in der Osterzeit, wurde früher traditionell Erstkommunion gefeiert. Zur Verhinderung weiterer Infektionsketten wurden die heute häufig in den Wochen nach den Osterferien stattfindenden Erstkommunionen in diesem Jahr auf die Zeit nach Pfingsten verschoben. (uq) – Hinweis: Eine Übersicht über alle Angebote und Informationen, darunter auch das wöchentliche Video-Format „Mittwochsminuten“, in dem Kardinal Reinhard Marx und die Weihbischöfe im Wechsel Impulse geben, findet sich unter www.erzbistum-muenchen.de/coronavirus.

Oberlandler Gauverband: Die für 24. April 2020 in Parsberg geplante Frühjahrsgauversammlung musste auf Grund der aktuellen Situation abgesagt werden! Zu allen weiteren Veranstaltungen des Obelandler Gauverbandes wird der Verband zeitnah über Facebook, Presse & Homepage informieren. Die Verantwortlichen der Vereine und des Gauverbandes werden zusätzlich über Email informiert.

GTEV Rosenheim I Stamm e.V.: Liebe Volksmusikfreunde, aufgrund der verlängerten Ausgangsbeschränkung müssen wir nun den Sänger- und Musikantenhoagart´n vom 25. April 2020 absagen bzw. auf den 24. April 2021 verschieben. Die bereits verkauften Karten behalten ihre Gültigkeit für nächstes Jahr . Wir bedaueren die Absage sehr und hoffen auf ein gesundes Wiedersehen. Mit freundlichem Gruß Peter Feldschmidt GTEV Rosenheim I Stamm e.V.

Donnerstag, 16. April:

Die Gemeinde Aschau i. Chiemgau vermeldet Absage der Kampenwand-Gedenkmesse wie folgt: „In unserer heutigen Fachbereichsleitersitzung wurde aus aktuellem Anlass u. a. auch die Abhaltung der Gedenkmesse für die Gefallenen des Chiemgaus besprochen, deren Organisation umgehend anlaufen müsste. Von einer Verschiebung des Termins in den September ist aus witterungsbedingten Gründen abzuraten. Darüber hinaus wissen wir nicht, wie sich die Pandemie weiter entwickelt. Wir sind schweren Herzens letztlich zu dem Ergebnis gekommen, dass die Messe heuer leider nicht stattfinden kann. Das ist sehr bedauerlich, jedoch dem Gesundheitsschutz der Mitmenschen geschuldet. Wir werden uns im Herbst wieder mit Ihnen bzw. mit den Vertretern aus Gstadt / Breitbrunn (die für die Ausrichtung im Jahr 2021 vorgemerkt sind) in Verbindung setzen, um eine neue Terminplanung zu besprechen, in der Hoffnung, dass die Messe 2021 wieder stattfinden kann“. Mit besten Grüßen aus Aschau i.Chiemgau – Elisabeth Linhuber, Fachbereichsleiterin Hauptverwaltung

Rosenheim: Die Asylbewerberunterkunft an der Kufsteiner Straße musste heute (16.04.) gegen 15.30 Uhr unter Quarantäne gestellt werden. Dies teilte der städtische Leiter der Führungsgruppe Katastrophenschutz, Hans Meyrl, am Nachmittag mit. Hintergrund ist, dass sieben der insgesamt 40 Bewohnerinnen und Bewohner der Unterkunft positiv auf Covid-19 getestet wurden. In Abstimmung mit dem Rosenheimer Gesundheitsamt und den zuständigen Polizeibehörden wurde über die gesamte Einrichtung eine Quarantäne-Regelung verfügt. Die Abzäunung des Areals um die Unterkunft ist erforderlich, um den Kontakt zwischen Asylbewerbern, die in dieser Einrichtung leben und anderen Asylbewerbern im Stadtgebiet zu verhindern. „Es geht darum, die Infektionsketten so schnell wie möglich zu unterbrechen. Deshalb ist diese Maßnahme unumgänglich. Die Bewohnerinnen und Bewohner der Einrichtung werden regelmäßig medizinisch und mit Lebensmitteln versorgt“, so Meyrl.

Rosenheim. Stadt und Landkreis Rosenheim halten ihre Corona-Bürgertelefone auch am Samstag, 18. April von 8 – 12 Uhr sowie in der kommenden Woche (KW 17) von Montag bis Freitag, 8 – 16 Uhr aufrecht. Am Sonntag ist das Bürgertelefon nicht besetzt. Das städtische Bürgertelefon ist unter der Rufnummer 08031/365 8 365 erreichbar, die Landkreis-Hotline unter 08031/392 5555.

Frühlingsfest Wasserburg: Die Spatzen pfiffen es von den Dächern, seit Mittwoch, 18.30 Uhr, ist es amtlich: 2020 wird es zum ersten Mal seit Jahrzehnten kein Frühlingsfest in Wasserburg geben.  Grund dafür ist eine Aussage von Ministerpräsident Markus Söder, der am frühen Abend wegen der Corona-Krise verkündete, dass bis 31. August alle Großveranstaltungen untersagt bleiben. Der Wirtschafts-Förderungs-Verband als Ausrichter des Festes …… hatte bis zuletzt gehofft, die alljährliche Wasserburger Wiesn wie geplant durchführen zu können. „Leider sind uns nach der Aussage von Ministerpräsident Söder in der heutigen öffentlichen Pressekonferenz die Hände gebunden und wir müssen unser Fest schweren Herzens absagen”, heißt es aus dem WFV-Büro (Information der Wasserburger Stimme).

Mittwoch, 15. April:

Am Donnerstag, 16. April 2020, 10.00 Uhr, leitet Ministerpräsident Dr. Markus Söder die Sitzung des Ministerrats. Das Kabinett befasst sich im Schwerpunkt mit dem weiteren Fahrplan im Hinblick auf die Corona-Pandemie. Über die wesentlichen Ergebnisse der Beratungen informieren Ministerpräsident Dr. Markus Söder, Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger, Gesundheitsministerin Melanie Huml und Kultusminister Prof. Dr. Michael Piazolo im Rahmen einer Pressekonferenz um 12.30 Uhr. Die Pressekonferenz wird als Live-Stream übertragen auf Facebook und YouTube unter „bayern.de“ sowie auf www.bayern.de (http://www.bayern.de) .

Weihbischof Bernhard Haßlberger: „Mein Nächster ist der, der meine Hilfe braucht“ – Weihbischof Bernhard Haßlberger dankt allen Menschen, die in und außerhalb von Krisenzeiten beruflich oder ehrenamtlich ihren Nächsten helfen: „Sie verwirklichen das, worum es Jesus geht.“ Durch das Gleichnis vom Barmherzigen Samariter habe Christus aufgezeigt, „mein Nächster ist der, der meine Hilfe braucht“, erinnert der Bischofsvikar für die Seelsorgsregion Nord des Erzbistums München und Freising in einem Video. Für die Aufzeichnung in der Reihe „Mittwochsminuten“ hat Haßlberger Helferinnen und Helfer der Freisinger Caritas in den Räumen des Etappe Buchcafés besucht. Dort verteilt die Caritas Lebensmittel an Bedürftige, seit die Freisinger Tafel ihre Ausgabe im Zuge der Coronapandemie schließen musste. Der Beitrag steht ab sofort im Internet zur Verfügung und ist Teil der Serie „Mittwochsminuten“, die den Menschen in der momentanen Situation geistliche Impulse anbietet. Jeweils mittwochs ab 12 Uhr werden die Videos der Reihe auf der Schwerpunktseite www.erzbistum-muenchen.de/coronavirus sowie den Social-Media-Kanälen der Erzdiözese eingestellt. (hs)

Landesstelle für nichtstaatliche Museen in Bayern: Geschlossene Museen, abgesagte Ausstellungseröffnungen, ausgefallene Feiertags-Familienprogramme – schmerzlich sind die derzeit notwendigen Beschränkungen nicht nur für Museumsfreunde, sondern auch für die Museen und ihre MitarbeiterInnen. Viel Mühe und Vorbereitung, aber auch Finanzplanungen und eingesetzte Mittel sind durch die derzeitige Situation zunichte gemacht worden. Viele bayerische Museen versuchen, ihre BesucherInnen einstweilen auf digitalem Weg zu erreichen. Hier besteht inzwischen ein recht vielgestaltiges Angebot: Online-Rundgänge und -Ausstellungen, 3-D Visualisierungen, Videos, Blogs und Podcasts. Der Infopoint Museen & Schlösser in Bayern der Landesstelle gibt dazu in seinem Blog Museumsperlen (https://blog.museumsperlen.de/) einen stets aktualisierten Überblick. Auch der Internationale Museumstag am 17. Mai 2020, an dem sich in Bayern in den Vorjahren stets über 300 Häuser mit besonderen Angeboten und Veranstaltungen beteiligten, wird diesmal digital stattfinden: https://www.museumstag.de/#. Die Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern bietet Museen Hilfestellungen an, die Ausnahmesituation zu meistern. Auf https://www.museen-in-bayern.de/die-landesstelle/corona-hilfen.html finden sich Informationen zu möglicher finanzieller Unterstützung im Rahmen der bundes- und landesweiten Programme. Für Freiräume während der besucherlosen Zeit werden online-Seminare der Landesstelle selbst angeboten und auch auf weitere derartige Angebote wird verwiesen. Vier Themenportale zu Digitalisierung, Bildung und Vermittlung, Inventarisierung und Provenienzforschung wurden eingerichtet, um eine vertiefte fachliche Auseinandersetzung mit diesen Schwerpunktthemen der Museumsarbeit zu ermöglichen. Für spezielle Fragen dazu stehen Berater der Landesstelle in „digitalen Sprechstunden“ zur Verfügung. Die Seite bietet zudem Hinweise für die Nutzung von Videokonferenzen und ähnliche Kommunikationsmöglichkeiten. Besonderes Anliegen der Landesstelle ist es, dass die laufenden Projekte der Museen während der Beschränkungen der Krise nicht ins Stocken geraten. Das hätte nicht zuletzt auch negative Folgen für die vielen freiberuflich Tätigen im Kultursektor. Hier gilt es, solidarisch und kreativ Wege für die Fortführung der Zusammenarbeit zu finden. Grundlage jeder Museumsarbeit ist jedoch das Sammeln und Dokumentieren. Daher hat die Landesstelle die Museen aufgerufen, die Corona-Krise als zeitgeschichtliches Sammlungsthema zu sehen. In zukünftigen Ausstellungen nicht nur zur Medizin- und Zeitgeschichte allgemein, sondern auch zur Stadt- oder Regionalgeschichte wird sie thematisiert werden müssen. Inzwischen widmen sich bereits mehrere Museen dieser Aufgabe. Das Freilichtmuseum des Bezirks Oberbayern an der Glentleiten ruft z. B. gemeinsam mit dem Bauernhausmuseum Amerang dazu auf, Fotos und Geschichten zum persönlichen Leben während der Krisentage einzusenden. Später ist an eine Bitte gedacht, dem Museum dreidimensionale Gegenstände zu überlassen.

Erzdiözese München und Freising: 42.200 Menschen sehen Osternacht aus Münchner Dom im Stream.  Mehr als 150.000 Mal wurden die Live-Streams der Gottesdienste an den Kar- und Ostertagen im Münchner Liebfrauendom auf den verschiedenen Kanälen der Erzdiözese München und Freising aufgerufen. Allein mit der Übertragung der Osternacht mit Kardinal Reinhard Marx hat die Erzdiözese über ihre Facebook- und YouTube-Kanäle sowie ihre Homepage mindestens 42.200 Menschen erreicht – so viele wie niemals zuvor auf diesem Weg. Auch die Karfreitagsliturgie mit dem Erzbischof von München und Freising gehörte mit rund 33.300 Zugriffen zu den Spitzenreitern. Beide Werte liegen um ein Vielfaches über den bisher gestreamten Gottesdiensten aus dem Münchner Dom. Somit nutzten an den geprägten Tagen von der Chrisam-Messe am Mittwoch der Karwoche bis zum Ostermontag besonders viele Gläubige das Angebot der Erzdiözese, in gemeinsamer Verbundenheit die Liturgie mitzufeiern, auch wenn angesichts der Corona-Pandemie aktuell keine öffentlichen Gottesdienste möglich sind. Über ihre Social-Media-Kanäle haben die Erzdiözese darüber hinaus gerade in der Karwoche und an Ostern zahlreiche positive Rückmeldungen zu den Stream-Angeboten allgemein erreicht sowie speziell auch zu den Predigten, der musikalischen Gestaltung und zur Übersetzung in Gebärdensprache. Oftmals gedankt wurde über Facebook, Youtube und Twitter zudem allen Beteiligten vor und hinter den Kameras, die das Angebot der Gottesdienst-Übertragungen ermöglichen. Auch viele Pfarreien haben zusätzlich im Internet gestreamte Gottesdienste angeboten, sodass die Zahl der Gläubigen, die auf diese Weise die Kar-und Ostertage im Erzbistum begangen haben, insgesamt sehr hoch war. (kbr)

Hinweise: Bis auf weiteres wird täglich ein Gottesdienst aus dem Münchner Liebfrauendom live im Internet und im Radio übertragen, jeweils sonntags um 10 Uhr sowie montags bis samstags um 17.30 Uhr. Die Übertragung kann unter www.erzbistum-muenchen.de/stream abgerufen werden. Eine reine Tonübertragung ist zudem im Münchner Kirchenradio über das Digitalradio DAB+ oder unter www.muenchner-kirchenradio.de zu hören. Unter www.erzbistum-muenchen.de/coronavirus stehen zudem geistliche Video-Impulse von Kardinal Marx und den Weihbischöfen zur Verfügung sowie zahlreiche Materialien, um im häuslichen Rahmen gemeinsame Andachten zu gestalten. Darunter sind zum Beispiel ein diözesanes Gebet, das die derzeitige Situation in den Blick nimmt, Vorlagen für Hausgottesdienste und viele Anregungen für Familien mit Kindern.

Dienstag, 14. April:

Priener Tourismus GmbH: Vermieter von Ferienwohnungen können Soforthilfe beantragen, sofern die „laufenden Einnahmen“ aus diesem Geschäftsbetrieb nicht die laufenden Kosten/Verbindlichkeiten decken (sog. Liquiditätsengpass) und sofern für die Vermietung ein Gewerbe angemeldet ist. Mit der Soforthilfe kann aber nicht der Einnahmeausfall ausgeglichen werden. Wenn die Einkünfte als Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung versteuert werden, werden diese Voraussetzungen in der Regel nicht erfüllt. Zur Milderung des Liquiditätsengpasses kommt die Inanspruchnahme von steuerlichen Hilfsmaßnahmen in Betracht. Eine Übersicht finden Sie unter  https://www.stmfh.bayern.de/service/finanzielle_hilfen/corona_2020/.  Das Antragsformular für die Beantragung von Steuererleichterungen für bereits festgesetzte Steuern aufgrund der Auswirkungen des Coronavirus ist zu finden unter: https://www.stmfh.bayern.de/service/finanzielle_hilfen/corona_2020/SteuererleichterungenCoronavirus.pdf. Betroffene sollten  sich wegen der für sie im Einzelfall in Betracht kommenden Hilfsmaßnahmen schriftlich, telefonisch oder per Email umgehend mit ihrem zuständigen Finanzamt in Verbindung setzen.

Stadt Rosenheim: Auch Vermieter können Mietausfälle durch den Lockdown geltend machen – Wirtschaftsförderungsagentur der Stadt Rosenheim weist auf Soforthilfe und Möglichkeit von Stundungen hin.  Die Wirtschaftsförderungsagentur der Stadt Rosenheim weist darauf hin, dass auch gewerbliche Vermieter bei Corona-bedingten Mietausfällen Soforthilfen in Anspruch nehmen können. Die Soforthilfe kann auf der Homepage des bayerischen Wirtschaftsministeriums unter https://www.stmwi.bayern.de/soforthilfe-corona/ beantragt werden. Privaten Vermietern stehen Stundungsmöglichkeiten bei Immobilienfinanzierungen im Rahmen des neuen Gesetzes zur Abmilderung der Auswirkungen der COVID-19-Pandemie im Zivil-, Insolvenz- und Strafverfahrensrecht zur Verfügung. Ziel der Soforthilfen und der neuen gesetzlichen Regelungen ist es, gewerblichen und privaten Vermietern den Umgang mit Mietausfällen auf Seiten von Pächtern und Mietern zu erleichtern. Gewerbliche Vermieter können bei Liquiditätsengpässen aufgrund von Mietausfällen die Soforthilfeprogramme des Bundes bzw. des Freistaats Bayern im Volumen von 9.000 bis 50.000 EUR je nach Unternehmensgröße nutzen. Voraussetzung hierfür ist, dass ab 11. März 2020 entstandene Kosten ohne Eigen- oder Fremdmittel nicht mehr beglichen werden können. Nach der Definition des bayerischen Wirtschaftsministeriums liegt ein Liquiditätsengpass vor, wenn infolge der Corona-Pandemie die fortlaufenden (Miet-) Einnahmen aus dem Geschäftsbetrieb voraussichtlich nicht ausreichen, um die Verbindlichkeiten in den auf die Antragstellung folgenden drei Monaten aus dem fortlaufenden erwerbsmäßigen Sach- und Finanzaufwand zu zahlen. Private und sonstige, d.h. auch betriebliche liquide Mittel müssen nach der jetzt angepassten Regelung nicht (mehr) zur Deckung des Liquiditätsengpasses eingesetzt werden. Bei privaten Vermietern sieht das Gesetz zur Abmilderung der Auswirkungen der COVID-19-Pandemie im Zivil-, Insolvenz- und Strafverfahrensrecht vor, dass Verbraucherdarlehensverträge, die vor dem 15. März 2020 abgeschlossen wurden, gestundet werden können. Dies gilt auch für Immobilienfinanzierungen. Gestundet werden Ansprüche des Darlehensgebers auf Rückzahlungs-, Zins- oder Tilgungsleistungen, die zwischen dem 1. April 2020 und dem 30. Juni 2020 fällig werden. Voraussetzung für die Stundung ist, dass der Verbraucher durch die COVID-19-Pandemie Einnahmeausfälle hat, die dazu führen, dass die weitere Erbringung von Rückzahlungs-, Zins- oder Tilgungsleistungen aus dem Darlehensvertrag den angemessenen Lebensunterhalt des Verbrauchers oder von Personen, für deren Unterhalt er verantwortlich ist, gefährden würde. Die Stundung wird gesetzlich angeordnet, d. h. sie gilt unmittelbar. Vermieter sollten sich aber im eigenen Interesse mit ihrer Bank in Verbindung setzen, denn sie müssen gegebenenfalls ihre durch die COVID-19-Pandemie eingetretenen Einnahmeausfälle gegenüber der Bank nachweisen. Die Darlehensnehmer müssen zudem darlegen, dass ohne die Stundung der fälligen Forderung ihr angemessener Lebensunterhalt oder der ihrer unterhaltsberechtigten Personen gefährdet wäre. Dank der entsprechenden Regelungen auf Bundes- und Landesebene können auch Vermieter vor den Folgen des wirtschaftlichen Lockdowns geschützt werden.

Ostermontag, 13. April:

Stadt Rosenheim: Auch Asylbewerberunterkunft in der Äußeren Oberaustraße unter Quarantäne gestellt.  Nachdem inzwischen zwei Bewohner der Gemeinschaftsunterkunft in der Äußeren Oberaustraße ebenfalls positiv getestet wurden, hat das Rosenheimer Gesundheitsamt heute (13.04.) auch über diese Einrichtung ab sofort die Quarantäne verhängt. „Ich halte diese Entscheidung fachlich für notwendig und geboten“, so der Leiter des Gesundheitsamts, Dr. Wolfgang Hierl. „Auch bei dieser Einrichtung geht es darum, alles zu unternehmen, um die Infektionsketten zu unterbinden. Nachdem 200 Menschen, überwiegend Familien, in der Einrichtung leben, würde ohne Isolation der Betroffenen die Gefahr bestehen, die bisher erreichten Erfolge bei der Senkung der Infektionszahlen und der Verlängerung der sog. Verdoppelungszeit der Infektion aufs Spiel zu setzen. Das darf nicht passieren“, so der städtische Leiter der Führungsgruppe Katastrophenschutz (FüGK), Stadtbrandrat Hans Meyrl. Der Zugang von sog. Funktionspersonal, also Betreuern, Reinigungspersonal, Sicherheitsdiensten u.ä. in die Einrichtung bleibt gewährleistet. „Die medizinische Betreuung und die Versorgung der Bewohner wird selbstverständlich in vollem Umfang sichergestellt“, so Meyrl. Die Gemeinschaftsunterkunft wird von der Regierung von Oberbayern betreut.

Bayerischer Rundfunk: B5 aktuell und Bayern 2 senden wieder eigenständig – Die Hörfunkwellen B5 aktuell und Bayern 2 des Bayerischen Rundfunks werden ab morgen, Dienstag, 14. April 2020, wieder eigenständig senden. Seit Montag, 23. März 2020, hatten die beiden Sender ein überwiegend gemeinsames Programm ausgestrahlt. Hintergrund waren Corona-Fälle im Bayerischen Rundfunk sowie damit verbundene Quarantänemaßnahmen.  Die Bündelung beider Wellen hatte es ermöglicht, mit insgesamt weniger Kolleginnen und Kollegen in der Redaktion zu arbeiten, die BR-internen Bemühungen zum Schutz vor Ansteckung noch besser umzusetzen und damit die Sendefähigkeit langfristig sicherzustellen. Inzwischen haben sich die personellen Engpässe entspannt, so dass beide Wellen wieder getrennt voneinander ihr gewohntes Programm senden können. Die Regionalnachrichten auf Bayern 1 zur halben Stunde werden ab morgen, 13 Uhr, vorerst in einer Nord- und Südausgabe zu hören sein, ab Montag, 20. April 2020, dann wieder ganztags mit den gewohnten fünffach gesplitteten Regionalausgaben.

Kar-Samstag, 11. April:

Rosenheim. Die Asylbewerberunterkunft an der Karlsbader Straße musste heute (11.04.) gegen 18 Uhr kurzfristig unter Quarantäne gestellt werden. Dies teilte der städtische Leiter der Führungsgruppe Katastrophenschutz, Hans Meyrl, am Abend mit. Hintergrund ist, dass diverse Bewohner der Unterkunft typische Symptome einer Corona-Infektion aufwiesen. Daraufhin wurden bei 48 der rd. 60 insgesamt in der Unterkunft Lebenden entsprechende Tests durchgeführt. 17 der Tests erbrachten positive Ergebnisse. In Abstimmung mit dem Rosenheimer Gesundheitsamt und den zuständigen Polizeibehörden wurde daraufhin die Quarantäne über die gesamte Einrichtung verhängt und ein Bauzaun um das Objekt errichtet. „Auch in diesen Fällen geht es darum, die Infektionsketten so schnell wie möglich zu unterbrechen. Deshalb war diese Maßnahme unumgänglich. Die Bewohner der Einrichtung wurden umfassend informiert. Sie werden regelmäßig medizinisch und mit Lebensmitteln versorgt“, so Meyrl.

Bayeriche Staatsregierung: Staatsminister Dr. Florian Herrmann schaltet heute die vom Ministerrat am 07.04.2020 beschlossene „Corona-Hotline“ der Staatsregierung für Bürgerinnen und Bürger frei. Sie ist täglich von 8 bis 18 Uhr unter 089/122 220, der Telefonnummer von „BAYERN DIREKT – Servicestelle der Staatsregierung“, erreichbar. Die Hotline dient als einheitliche Anlaufstelle für alle Fragen der Bürgerinnen und Bürger zum Corona-Geschehen. Mittels eingerichteter Kompetenzbereiche findet eine themenbezogene Weiterleitung statt. Wesentlich betroffene Lebensbereiche der Bürgerinnen und Bürger sind abgedeckt: Sowohl Fragestellungen zu gesundheitlichen Themen, den Ausgangsbeschränkungen sowie Kinderbetreuung und Schule als auch zu Soforthilfen und anderer Unterstützung für Kleinunternehmen und Freiberufler können täglich, auch an den Feiertagen, beantwortet werden. Die „Corona-Hotline“ der Staatsregierung wird bei ihrer Arbeit tatkräftig durch die bereits etablierte Hotline des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit unterstützt. Staatsminister Dr. Florian Herrmann: „Die Corona-Krise schafft große Unsicherheit – wir nehmen das sehr ernst! Wir müssen ein Ohr für die Sorgen der Menschen haben und konkrete Hilfen geben. Mit der neu eingerichteten Corona-Hotline haben die Bürgerinnen und Bürger nun die Möglichkeit, schnelle und hilfreiche Antworten auf ihre Fragen rund um Corona zu erhalten. Das schafft Vertrauen und gibt den Menschen Sicherheit in der aktuell schwierigen Zeit.“

Kar-Freitag, 10. April:

Pfarrverbände Bad Endorf und Westliches Chiemseeufer: Aktuelle Informationen, insbesondere zu den Osterkrippen-Themen gibt es auf der Internetseite https://www.pfarrverband-bad-endorf.de/2020/04/07/osterkrippe-2020/.

Bernd Posselt, Präsident der Paneuropa-Union Deutschland zur EU-Haushalt-Aufstockung:  Mit ihrem „noch sehr unfertigen Kompromiß“ haben die EU-Finanzminister nach Ansicht des CSU-Europapolitikers Bernd Posselt „zumindest vorläufig das Schlimmste verhindert, nämlich das Auseinanderbrechen der EU.“ Der Präsident der überparteilichen Paneuropa-Union Deutschland erwartet sich aber von den Staats- und Regierungschefs „einschließlich der deutschen Regierung, endlich alte Dogmen und Schützengräben hinter sich zu lassen. Corona-Bonds sind weder des Teufels noch ein Allheilmittel.“ Zu einer echten Lösung des Problems gehört nach Ansicht Posselts „eine massive Aufstockung des Gemeinschaftshaushalts, damit Europaparlament und EU-Kommission eine echte europäische Solidar- und Leistungsgemeischaft aufbauen können.„Schon Franz Josef Strauß habe gesagt: „Die Zukunft gibt es nicht zum Nulltarif“, und vor einem nationalstaatlichen Zerfall Europas mit den Worten gewarnt: „Wer nur ein Europa der Vaterländer will, wird am Schluß Vaterländer ohne Europa haben.“

Gründonnerstags-Predigt von Kardinal Marx: Angesichts der Aussetzung öffentlicher Gottesdienste aufgrund der Coronapandemie und der „Sehnsucht nach der Eucharistie“, die Christen deshalb verstärkt verspürten, hat Kardinal Reinhard Marx daran erinnert, dass „die Eucharistie kein Rückzugsort, sondern eine Kraftquelle des Aufbruchs“ sei. Es gehe bei der Eucharistie nicht darum, ganz für sich zu sein, es gehe nicht um ein rein persönliches Bedürfnis, betonte der Erzbischof von München und Freising in der Messe zum Letzten Abendmahl am Gründonnerstag, 9. April, die er im Münchner Liebfrauendom nicht öffentlich feierte und die im Internet live gestreamt wurde. Vielmehr gehe es darum, dass die Eucharistie „Kraft und Mut“ gebe, um Zeugnis abzulegen und zum Dienst am Nächsten, wie sich in der Fußwaschung durch Jesus zeige: „Die Eucharistie wird dann erst wirklich zu einem Aufbruch, wenn sie gelebt wird in der Liebe, insbesondere in der Begegnung mit den Kranken, den Armen, den Sterbenden, den Suchenden, den Verzweifelten“. Kardinal Marx stellte die Frage, wonach „wir suchen, wenn wir die Hostie empfangen wollen“. Christus sei nicht nur gegenwärtig in der Eucharistie: „Der Ort, wo Christus lebt ist nicht nur die Kirche. Der Ort, wo Christus lebt, ist auch die Welt, ist das Leben selbst, wo sich zeigen muss, ob wir von der Eucharistie herkommen.“ Zugleich verlieh Marx seinem Wunsch Ausdruck, „dass die Christen gemeinsam diesen Gründonnerstag feiern könnten, dass sie gemeinsam mit Christus diesen Aufbruch feiern, der zum Zeichen wird für eine neue Welt, für eine Zivilisation der Liebe, wie sie Jesus uns in der Fußwaschung gezeigt hat“. So erklärte der Kardinal: „Wir sind als Christen gemeinsam verbunden in dieser Krise, wir können keinen Gottesdienst feiern, die orthodoxe Kirche nicht, die evangelische Kirche nicht, die katholische Kirche nicht. Wir spüren diesen Mangel gemeinsam. Umso mehr sollten wir auch die Sehnsucht gemeinsam empfinden, die Eucharistie, das Abendmahl wieder zu feiern, dass wir es auch – so hoffe und bete ich – irgendwann gemeinsam im Miteinander tun können.“ Die Eucharistie solle „Aufbauprinzip“ der Kirche sein, führte Marx weiter aus: Deshalb sei es gerade bei der Feier zum Letzten Abendmahl auch „so wichtig, um neue Priester zu beten, denn ohne die Feier der Eucharistie kann der Aufbruch nicht gelingen“. Kardinal Marx dankte „allen Priestern, die treu ihren Dienst tun für die Gemeinden“. Wie bereits die Chrisam-Messe am vergangenen Mittwoch fand auch der Gottesdienst am Gründonnerstag wegen der Corona-Pandemie erstmals nichtöffentlich statt, wurde jedoch im Internet live übertragen. Auch die anderen zentralen Gottesdienste der diesjährigen Kar- und Ostertage können auf diese Weise von den Gläubigen mitgefeiert werden. (ck)

Hinweise: Folgende nicht öffentlich zugängliche Gottesdienste mit Kardinal Reinhard Marx werden aus dem Münchner Liebfrauendom unter www.erzbistum-muenchen.de/stream live übertragen: Karfreitag, 10. April, 15 Uhr, Feier vom Leiden und Sterben Christi – Samstag, 11. April, 21 Uhr Feier der Osternacht – Sonntag, 12. April, 10 Uhr, Osterfestgottesdienst

Nähere Informationen und weitere Materialien zur aktuellen Situation sind außerdem auf der Unterseite www.erzbistum-muenchen.de/coronavirus zu finden.

Osterfeiertage: Rosenheimer Parksperrungen müssen bestehen bleiben –  Mit dem morgigen Karfreitag beginnen die Osterfeiertage, die den meisten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern ein langes Wochenende bescheren. Und das bei voraussichtlich schönstem Frühlingswetter. Damit stellt sich einmal mehr die Frage nach der Nutzung der städtischen Parkanlagen und der Liegewiesen an den Happinger Seen. „Die Corona-Verordnungen der Bayerischen Staatregierung müssen umgesetzt werden. Dies ist kein Selbstzweck und auch keine Schikane sondern hat gute Gründe. Die Infektionskette des Virus muss unbedingt unterbrochen werden. Es geht um die Gesundheit und das Leben der Rosenheimerinnen und Rosenheimer“, bittet Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer um Verständnis für den strikten Kurs der Ausgangsbeschränkungen. „Die größte Herausforderung wird für Rosenheim darin bestehen, vor allem an unseren Seen und Naherholungsgebieten und in unseren Parks und Plätzen dafür zu sorgen, dass keine unangemessenen Menschenansammlungen entstehen. Daher müssen der Riedergarten, der Salingarten, der Luitpoldpark, der Hohenzollernpark, der Mangfallpark, die Badeseen, die Kinderspielplätze sowie der Fitness-Parcours bei der Freien Turnerschaft bis auf weiteres gesperrt bleiben. Gerade nach den Erfahrungen des vergangenen Wochenendes bin ich aber zuversichtlich, dass die Bürgerinnen und Bürger in großer Mehrheit nach wie vor Verständnis für die Maßnahme haben“, so die Oberbürgermeisterin. „Die Polizei wird auch in der Stadt und den Naherholungsgebieten rund um Rosenheim präsent sein und die Ausgangsbeschränkungen überwachen. Mit einer Mischung aus Augenmaß, Fingerspitzengefühl aber auch gebotener Konsequenz wird bei festgestellten Verstößen reagiert. Erfreulicherweise hat sich bisher die überwältigende Mehrheit der Rosenheimerinnen und Rosenheimer sehr verantwortungsvoll verhalten und wir hoffen, dass die Menschen auch am Osterwochenende zeigen werden, dass es um mehr geht, als um ein paar schöne Stunden Freizeit“, so Polizeipräsident Robert Kopp. Generell gilt auch weiterhin, dass die eigene Wohnung nur aufgrund triftiger Gründe verlassen werden soll: für den Weg zur Arbeit, zum Arztbesuch, für Einkäufe oder um sich an der frischen Luft zu bewegen oder Sport zu treiben. „Bitte verhalten Sie sich dabei so, dass das Virus keine Chance hat durch Tröpfcheninfektion überzuspringen“ appelliert Oberbürgermeisterin Bauer an die Bürgerinnen und Bürger.

Donnerstag, 9. April:

Der Priener Kulturförderverein mit Vorsitzendem Dr. Friedrich von Daumiller vermeldet: kurz vor Ostern möchten wir uns in dieser coronabedingten ausstellungsfreien Zeit auf diesem Weg mit einem Gruß bei Ihnen melden. Wann unser Priener Ausstellungsleben wieder beginnt, vermag derzeit niemand zu sagen. Natürlich überlegen wir verschiedene Varianten, wie wir ausgefallene Ausstellungen verschieben oder nachholen können. Es ist schon sehr schade, dass wir unser anspruchsvolles Galerieprogramm in diesem Jahr nicht wie geplant durchführen können. Andererseits gibt es gerade im kulturellen Bereich viele Institutionen die sich in der jetzigen Krise ganz andere Sorgen machen müssen. Gewissheit haben wir nunmehr über die Person unseres künftigen zweiten Vorsitzenden. Herr Andreas Friedrich tritt am kommenden 1. Mai sein Amt als neuer erster Bürgermeister des Marktes Prien a. Chiemsee an. Nach § 11 Abs. 1 unserer Satzung ist er damit vom gleichen Zeitpunkt an stellvertretender Vorsitzender unseres Kulturfördervereins. Wir gratulieren ihm herzlich zu seiner Wahl und freuen uns auf die Zusammenarbeit mit ihm!  Die Verdienste von Bürgermeister Jürgen Seifert um unseren Verein und  die Künstlerlandschaft Chiemsee wollen wir auf unserer nächsten Mitgliederversammlung würdigen. Damit Sie über die Ostertage oder auch danach trotz geschlossener Galerien unsere Künstlerlandschaft genießen können, folgender Hinweis: Klicken Sie auf www.tourismus.prien.de sodann auf „entdecken“, weiter auf“ Erlebnisse“, dann auf  „Kunst & Kultur“.  Das letzte Fenster öffnet sich zur Dokumentation „200 Jahre Künstlerlandschaft Chiemsee“ und soll unser Ostergruß an Sie sein!

Rosenheim. Stadt Rosenheim analysiert Entwicklungsverläufe in Tirol, Südtirol und der Region Rosenheim – Für eine Analyse des Verlaufs der Fallzahlen an Corona-Erkrankungen hat die Stadt Rosenheim einen Vergleich der Entwicklungen in Stadt und Landkreis Rosenheim sowie in Tirol und Südtirol angestellt. Um die Infektionszahlen miteinander in Beziehung setzen zu können wurden die Fallzahlen jeweils auf 100.000 Einwohner umgerechnet. In der Zeit von 16.03. bis 07.04.2020 hat sich demnach in der Stadt Rosenheim die Anzahl der bestätigten Infektionsfälle von 5 auf 346 bzw. um den Faktor 69,2 erhöht. In Südtirol stieg die Anzahl der Fälle im gleichen Zeitraum von einem mit 45 Fällen höheren Ausgangsniveau aus auf zuletzt 337 Fälle. Dies entspricht einem Faktor von 7,5. In Tirol sind die Fallzahlen in dieser Zeit von 41 auf 385, also um den Faktor 9,4 angestiegen. Der Landkreis Rosenheim weist mit aktuell 501 bestätigten Infizierten pro 100.000 Einwohnern gegenüber 13 am 16.03.2020 einen Vervielfältigungsfaktor von 38,5 auf. Die Stadt Rosenheim weist ausdrücklich darauf hin, dass wegen der methodischen Normierung der Fallzahlen auf jeweils 100.000 Einwohner diese Häufigkeitszahlen nicht mit den vom Rosenheimer Gesundheitsamt publizierten Zahlen an bestätigten Infizierten verglichen werden können. Die Umrechnung der Infektionszahlen auf jeweils 100.000 Einwohner ist notwendig, um die unterschiedlichen Bevölkerungsgrößen von Stadt und Landkreis Rosenheim sowie Tirol und Südtirol miteinander in Beziehung setzen zu können.Der Verlauf der Kurven zeigt, dass die Corona-Krise Stadt und Landkreis Rosenheim mit einer Zeitverzögerung von zwei bis drei Wochen gegenüber Tirol und Südtirol von zwei bis drei Wochen erreicht hat. Dabei ist auffällig, dass die Zahl der Infektionen in der Stadt Rosenheim trotz einer hohen Bevölkerungsdichte von 1.701 Einwohnern je Quadratkilometer insgesamt heute etwa auf dem Niveau Südtirols rangieren.„Daraus lässt sich schließen, dass die Rosenheimerinnen und Rosenheimer die Ausgangsbeschränkungen und die Appelle zum sogenannten ‚Social Distancing‘ in hohem Maße beachten. Dennoch zeigt die Entwicklungsdynamik in Stadt und Landkreis Rosenheim, dass wir beim Versuch, die Ausbreitungsgeschwindigkeit  der Viruserkrankungen zu dämpfen, noch nicht am Ziel sind. Wir appellieren deshalb an die Bürgerinnen und Bürger, die Ausgangsbeschränkungen weiterhin zu respektieren. Nur so kann der bisherige exponentielle Krankheitsverlauf eingedämmt werden“, so der städtische Leiter der Führungsgruppe Katastrophenschutz, Hans Meyrl.

Die Daten für Stadt und Landkreis Rosenheim basieren auf den Zahlen des Robert-Koch-Instituts (https://experience.arcgis.com/experience/478220a4c454480e823b17327b2bf1d4/page/page_0/). Das Land Tirol veröffentlicht seine Infektionsdaten unter (https://www.tirol.gv.at/gesundheit-vorsorge/infekt/coronavirus-covid-19-informationen/#fancybox[224099]), die Südtiroler Landesverwaltung unter (http://www.provinz.bz.it/sicherheit-zivilschutz/zivilschutz/aktuelle-daten-zum-coronavirus.asp).

Kardinal Marx: „Gott geht nicht am Leiden der Menschen vorüber“-  Kardinal Reinhard Marx hat in der Chrisam-Messe am Mittwoch der Karwoche, 8. April, hervorgehoben, dass Jesus sich besonders den Kranken zugewandt hat. In dem Gottesdienst, der wegen der Corona-Pandemie nicht öffentlich zugänglich gefeiert, aber im Internet live gestreamt wurde, weihte der Erzbischof von München und Freising die heiligen Öle, die unter anderem für die Krankensalbung verwendet werden: „Gerade jetzt in dieser Zeit denken wir an die vielen Kranken, die nach Trost und Begleitung suchen“, so Marx, „die Krankensalbung ist ein Hinweis darauf, dass Gott nicht am Leiden der Menschen vorübergeht.“ Die Sakramente stünden dafür, dass Gott das jeweils eigene Leben berühre und verändern könne und wolle. „Das Geheimnis Gottes ist etwas, das mit unserem Leben zu tun hat“, betonte der Kardinal in seiner Predigt. Es greife ein in das konkrete Leben, die Gesellschaft und die Politik: „Das, was Gott will, verändert das Leben, verwandelt die Welt und verwandelt mein Leben.“ Der Erzbischof ermutigte dazu, „neu Ja zu sagen“: „Gerade weil wir unter so schwierigen Umständen unser Osterfest feiern, sollten wir umso beherzter sagen: Ich bin Christ und ich bin es gern“, bekräftigte der Kardinal. Am Mittwoch der Karwoche feiert der Erzbischof von München und Freising, Kardinal Reinhard Marx, alljährlich im Münchner Liebfrauendom die traditionelle Chrisam-Messe, bei der die heiligen Öle für die Spendung der Sakramente im Bistum geweiht werden: Chrisam, das bei der Taufe, der Firmung, der Priester- und Bischofsweihe sowie der Altar- und Kirchweihe verwendet wird, Kranken-Öl für die Krankensalbung und Katechumenen-Öl für die Taufe. Dieses Jahr fand die Messe wegen der Corona-Pandemie erstmals nichtöffentlich statt, wurde jedoch im Internet live übertragen. Auch die anderen zentralen Gottesdienste der diesjährigen Kar- und Ostertage können auf diese Weise von den Gläubigen mitgefeiert werden. (glx)

Hinweise: Alle Informationen und Angebote, darunter eine Video-Botschaft von Kardinal Marx zur Karwoche, können unter www.erzbistum-muenchen.de sowie auf den Social-Media-Kanälen des Erzbistums abgerufen werden.

Folgende nicht öffentlich zugängliche Gottesdienste mit Kardinal Reinhard Marx werden aus dem Münchner Liebfrauendom unter www.erzbistum-muenchen.de/stream live übertragen: Gründonnerstag, 9. April, 19 Uhr, Messe vom Letzten Abendmahl – Karfreitag, 10. April, 15 Uhr, Feier vom Leiden und Sterben Christi – Samstag, 11. April, 21 Uhr Feier der Osternacht – Sonntag, 12. April, 10 Uhr, Osterfestgottesdienst – Nähere Informationen und weitere Materialien zur aktuellen Situation sind außerdem auf der Unterseite www.erzbistum-muenchen.de/coronavirus zu finden.

Oberbayerisches Volksmusikarchiv unterstützt beim Selbersingen –Zum Anhören und Mitsingen steht das Lied „Als Jesus von seiner Mutter ging …“ auf der Website des Bezirks Oberbayern bereit. Das funktioniert ganz einfach: www.bezirk-oberbayern.de/Mitsingen aufrufen, das Textblatt mit den Noten anklicken, die Hörfassung starten und mitsingen. Das Lied handelt von der Geschichte der Kar- und Osterwoche und wird über neun Strophen hinweg abwechselnd in Fragen und Antworten gesungen. Der Text ist – als Gebet und als Lied – im ganzen süddeutschen Raum verbreitet. Von den verschiedenen überlieferten Melodien wurde die Singweise von Paul Ruscheinski übernommen. Darüber hinaus unterstützt das Volksmusikarchiv weiterhin die Menschen in der Krisenzeit mit seinem kostenlosen Versand an Liederheften für das Singen zu Hause. Die Aktion läuft seit März und wurde sehr gut angenommen. Im Angebot sind unter anderem Liederhefte für Kinder und ältere Menschen, geistliche, bayerische und deutsche Volkslieder sowie zweistimmige Lieder für Frauen- und Männerstimme. Bestellungen telefonisch 08062 5164 oder per E-Mail an volksmusikarchiv@bezirk-oberbayern.de.

Katholische Arbeitnehmerbewegung Rosenheim: Durch COVID-19 werden wir in diesem Jahr die Karwoche und Ostern nicht in der gewohnten Gemeinschaft und Tradition feiern können. Aber Ostern fällt ja nicht einfach aus und Gemeinschaft ist auch mehr, z. B. Gemeinschaft in unseren Gedan-ken und solidarischem Empfinden und ein Zusammenstehen über physische Distanz.Die derzeitigen Einschränkungen machen nachdenklich über Vieles: Abhängigkeiten und Liefer-ketten, Wirtschaft, Gesundheits– und Finanzpolitik, Überlebenskampf und Notlagen in Unter-nehmen und bei Beschäftigten und ihren Familien, und, und, und. Wichtigen Berufe sind dafür in den öffentlichen Fokus geraten.
„Ich will keine Schokolade, ich will lieber fairen Lohn….“ Die KAB unterstützt die Forderungen von Pflegekräften in der Corona-Krise. Denn ein symbolischer Applaus oder die Einmalzahlung als „Schokolade“ sind zwar ein Anfang, helfen aber dauerhaft nicht weiter. Arbeitsbedingungen und Bezahlung müssen sich verbessern, soll der Pflegenotstand beendet werden. www.kabdvmuenchen.de/

Rosenheim: Sicher für die Osterfeiertage einkaufen – Die Osterfeiertage sind nah. Selbst in normalen Zeiten erwartet der Lebensmittel-Einzelhandel einen Ansturm von Kundinnen und Kunden. In Zeiten der Corona-Pandemie und der Schließung aller anderen Läden gilt das umso mehr.

Um für den Feiertags-Einkauf einen möglichst entspannten und vor allem sicheren Ablauf zu garantieren, kann jeder selbst einiges tun. „Die Kundinnen und Kunden sollten frühzeitig überlegen, was Sie für die Feiertage benötigen, ihre Einkäufe gut planen und dafür sowohl die breiten Öffnungszeiten als auch frühestmögliche Einkaufstage nutzen“, so Hans Meyrl, Leiter des städtischen Krisenstabs. „Wer über einen Mund- und Nasenschutz verfügt sollte ihn an den Einkaufstagen rund um das Fest auch nutzen. Das dient dem Schutz der eigenen Gesundheit, aber auch dem Wohlergehen aller anderen Bürgerinnen und Bürger“, so Meyrl. Hamsterkäufe sind in Rosenheim auch weiterhin nicht notwendig – lieber im Vorfeld sorgfältig planen, was genau benötigt wird, ergänzt Meyrl. „Wenn alle Bürgerinnen und Bürger fair bleiben und nicht mehr als eine haushaltsübliche Menge pro Artikel kaufen, können alle Menschen in Rosenheim versorgt werden“, ist Meyrl überzeugt. Um die Rosenheimerinnen und Rosenheimer beim Einkauf bestmöglich zu schützen, weist Meyrl auch auf die Wahrung des Mindestabstands hin. „Achten Sie bitte auf die Einhaltung des Mindestabstands von 1,5m – dann steht einem gesunden Ostereinkauf und fröhlichen Festtagen nichts im Weg!“

Mittwoch, 8. April:

 Erzidözese München-Freising: Einen digitalen Dialog mit der bildenden Kunst in Zeiten geschlossener Museen und Galerien ermöglicht ab Gründonnerstag, 9. April, die Internetseite www.kunst-netz-werk.online. Sie wird getragen vom Fachbereich Kunstpastoral der Erzdiözese München und Freising gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für christliche Kunst (DG Kunstraum) und dem Kunstreferat der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern. Kunstwerke werden dabei gezielt in Bezug zur besonderen Situation gesetzt, in der sie online gehen – einerseits zu den Kar- und Ostertagen in ihrem Spannungsfeld zwischen Leid und Tod sowie Hoffnung und Neubeginn, andererseits zur Erfahrung von gesellschaftlicher Krise, zu dem Umgang damit und den Wünschen an die Zeit nach deren Überwindung. Das Online-Publikum kann auf der Internetseite und Social-Media-Plattformen miteinander und mit den Verantwortlichen ins Gespräch kommen. Auf der Homepage präsentiert täglich ein Duo aus einem Künstler oder einer Künstlerin und einer kunstvermittelnden Person – also etwa einer Kuratorin oder einem Kunsthistoriker – ein Kunstwerk. Die Kunstvermittlerinnen und Kunstvermittler führen mit einem kurzen Text in das Werk ein, stellen die Künstler vor und lassen sie in einem Kurzinterview selbst zu Wort kommen. Vorgestellt werden mindestens 22 Werke, einige davon wurden eigens für das Projekt geschaffen. Für weitere werden zudem Spenden eingeworben. Das Projekt soll Kunstschaffende und andere Tätige im künstlerischen Bereich, denen derzeit häufig Einnahmen ausbleiben, durch ein Honorar auch finanziell zu fördern. Einen Beitrag zugesagt haben unter anderem das Künstlerduo Empfangshalle (Corbinian Böhm und Michael Gruber) sowie die Künstler und Künstlerinnen Judith Egger, Sandra Filic, Manuela Hartel, Hubert Hasler, Eveline Kooijman, Pfeifer&Kreutzer, Herbert Nauderer, Sonja Töpfer, Camill von Egloffstein und Max Weisthoff.

Erzdiözese München-Freising: Weihbischof zu Stolberg ermutigt, Nähe zu schenken – Vom symbolträchtigen Alten Peter aus, dem Turm von Münchens ältester Pfarrkirche St. Peter, ruft Weihbischof Rupert Graf zu Stolberg auf, angesichts der Corona-Pandemie hilfsbereit zu sein und, soweit derzeit möglich, Nähe zu schenken. „Überlegen Sie sich, gibt es in Ihrem Umfeld Menschen, die sich vielleicht gerade jetzt an Ostern über einen Gruß von Ihnen freuen würden oder die Ihre Hilfe brauchen? So können wir gemeinsam diese Krise meistern“, ermutigt der Bischofsvikar für die Seelsorgsregion München der Erzdiözese München und Freising in einem Videobeitrag auf der Schwerpunktseite www.erzbistum-muenchen.de/coronavirus. Der kurze Film ist Teil der Reihe „Mittwochsminuten“, die den Menschen in der momentanen Situation geistliche Impulse anbietet. Jeweils mittwochs ab 12 Uhr werden die Videos der Serie im Internet sowie auf den Social-Media-Kanälen der Erzdiözese eingestellt. Viele Menschen erlebten gerade jetzt angesichts der Ausgangsbeschränkungen Einsamkeit, so der Weihbischof, „in einer Situation, in der man vielleicht auch Sorge und Angst um die eigene Gesundheit, vielleicht sogar das eigene Leben hat. Ein Gefühl, das auch Jesus kannte“. Zu Beginn des Beitrags verweist zu Stolberg vor einem Relief am Fuße der Pfarrkirche St. Peter auf die dort dargestellte biblische Szene im Garten von Gethsemani, kurz vor Jesu Verhaftung, derer die Christen am Gründonnerstag gedenken: „Am Ölberg betet Jesus in Todesangst zu seinem Vater. Und die Jünger, was tun sie? Sie schlafen. Ausgerechnet da, wo er die Nähe seiner Vertrauten am meisten bräuchte, gehen sie auf Distanz zu ihm, sie nehmen Abstand von ihm.“ Doch Jesus gehe seinen Kreuzweg weiter, „für sie, für diejenigen, die ihn im Stich gelassen haben“, er sei bereit, für sie zu leiden und zu sterben. „Und er ist bereit, für uns zu leiden und zu sterben“, betont der Bischofsvikar, „er möchte uns in Leid und Tod nahe sein. Auch gerade jetzt, in der Bedrängnis der Corona-Pandemie, ist er an unserer Seite.“ Aber auch Jesus habe jemanden an seiner Seite gehabt, sei nicht allein gestorben: Seine Mutter Maria sei treu geblieben und in der Stunde des Todes unter seinem Kreuz gestanden. „Jesus gibt Maria auch uns zur Mutter. Sie bleibt auch uns treu, auch jetzt, in der Zeit der Corona-Pandemie“, unterstreicht Weihbischof zu Stolberg. Mit guten Wünschen für ein – auch in diesen Zeiten – frohes und gesegnetes Osterfest und einem Segen beschließt er seine Video-Botschaft. (kbr) – Hinweis: Alle Videobeiträge der Reihe „Mittwochsminuten“ der Erzdiözese sowie weitere Informationen in Zusammenhang mit der Coronakrise sind abrufbar unter www.erzbistum-muenchen.de/coronavirus sowie auf den Social-Media-Kanälen Facebook und Instagram.

Das Volksmusikarchiv des Bezirks Oberbayern veschickt auf Wunsch kostenlos kleine Liederhefte oder Liedblätter zu: für das Singen und Spielen mit Kindern zuhause – für das Singen mit älteren Menschen – für das Singen von geistlichen Volksliedern – mit bekannten bayerischen Volksliedern – mit bekannten deutschen Volksliedern sowie mit zweistimmigen Liedern für Frauen und Männer. Anforderungen werden entgegengenommen unter Volksmusikarchiv und Volksmusikpflege des Bezirks Oberbayern, Krankenhausweg 39, 83052 Bruckmühl, email: volksmusikarchiv@bezirk-oberbayern.de, Fax 08062-8694 und Telefon 08062-5164.

Samerberg: Bücher- und Medienbringservice der Bücherei in der Alten Schmiede. Ab Beginn der Osterferien bietet die Bücherei am Samerberg einen Hol- und Bringservice für Medien der Bücherei-Samerberg an. Und so funktionierts: Sie klicken auf der Homepage der Gemeinde Samerberg auf den Link der Bücherei. Hier finden Sie alle verfügbaren Medien. Sie suchen sich ihre Medien aus, und schreiben uns eine e-mail unter buechereitoerwang@gmail.com Die Medien werden Ihnen, immer Donnerstags, geliefert und Rückgaben auch wieder abgeholt. Wir freuen uns, wenn Sie unser Angebot annehmen.

Vorankündigung: Am Samstag, 11. April 2020, 18.55 Uhr, hält Ministerpräsident Dr. Markus Söder im Bayerischen Fernsehen eine Osteransprache zur aktuellen Lage in der Corona-Pandemie.

Dienstag, 7. April:

Bayerische Staatsregierung:

Bonus im Gesundheits- und Pflegebereich – Pflegekräfte in Krankenhäusern, Rehabilitationskliniken, Alten-, Pflege- und Behinderteneinrichtungen sowie ambulanten Pflegediensten und Notfallsanitäter und Rettungsassistenten leisten Enormes bei der Bewältigung der Corona-Pandemie. Sie halten die wichtige Gesundheitsversorgung am Laufen und sind trotz aller Vorkehrungen einem zusätzlichen Infektionsrisiko ausgesetzt. Die Staatsregierung wird ihnen deshalb als Zeichen der Anerkennung für dieses außergewöhnliche Engagement in Bayern eine einmalige Sonderzahlung gewähren. Berechtigte, die regelmäßig mehr als 25 Stunden/Woche arbeiten, erhalten 500 Euro, Berechtigte, die regelmäßig 25 Stunden/Woche oder weniger arbeiten, erhalten 300 Euro.

Optimierung des Beschaffungswesens – Organisation und Finanzbedarf. Die Bayerische Staatsregierung arbeitet mit Hochdruck an der Beschaffung von Schutzausrüstung, medizinischen Geräten und weiterem medizinischem Verbrauchsmaterial. Sie wird dabei von vielen Akteuren auch aus der bayerischen Wirtschaft unterstützt. Die internationale Marktlage stellt die Beschaffung von Schutzausrüstungen, Beatmungsgeräten und weiteren medizinischen Großgeräten (insbesondere CTs) jedoch vor viele Herausforderungen. So ist oft der Einsatz erheblicher finanzieller Mittel erforderlich und Aufträge werden oft nur mit hohen Vorauszahlungen angenommen. Ein reguläres Vergabeverfahren kann aufgrund der kurzen Zeitfenster der Angebote in der Regel nicht durchgeführt werden. Diese Herausforderungen erfordern eine schlagkräftige Beschaffungsstruktur und ausreichend finanzielle Mitteln.Das Gesundheitsministerium wird deshalb ermächtigt, zur Bekämpfung der Corona-Pandemie Beschaffungsaufträge für Schutzausrüstung und Verbrauchsmaterial bis zu 25 Mio. Euro netto sowie für Medizingeräte bis zu 50 Mio. Euro netto je Angebot zu vergeben. Gehen Angebote über diese Betragsgrenzen hinaus, ist vor der Auftragsvergabe die Zustimmung des Ministerrats oder im Eilfall des Katastrophenstabs Corona-Pandemie einzuholen.

Soforthilfeprogramm Corona. Von der wesentlichen Verbesserung profitieren erstens Unternehmen der Landwirtschaft und der landwirtschaftlichen Primärerzeugung wie etwa Gärtnereien sowie zweitens wirtschaftlich tätige Körperschaften des Non-Profit-Sektors. Das trifft beispielsweise auf Vereine, Stiftungen oder gemeinnützige GmbHs als Träger von Schullandheimen, Jugendherbergen und Bildungseinrichtungen zu. Daneben gilt das Programm weiterhin unverändert für Unternehmen, die wirtschaftlich und damit am Markt tätig sind.Bayern verzahnt sein bayerisches Programm „Soforthilfe Corona“ noch enger mit dem entsprechenden Bundesprogramm. Die Staatsregierung legt dafür einen erweiterten Kreis an Anspruchsberechtigten fest.Das Soforthilfe-Programm ist ein wichtiges Instrument, die Liquidität zahlreicher Unternehmen in der Krise zu sichern. Insgesamt umfasst das bayerische Programm „Soforthilfe Corona“ Mittel in Höhe von fünf Mrd. Euro.

Erweiterte Haftungsfreistellung bei Kreditprogrammen der LfA. Die Versorgung mit kurzfristiger Liquidität kann für Unternehmen in der Krise existenzentscheidend sein. Um schnell helfen zu können, hat die LfA-Förderbank Bayern bereits Darlehensprogramme zur Bewältigung der Corona-Krise aufgelegt.Nach einer Änderung der beihilferechtlichen Vorgaben der EU wird das Angebot der LfA nun noch um ein neues Darlehensprodukt mit einer 100-prozentigen Haftungsfreistellung für Kleinunternehmer bis 10 Mitarbeiter ergänzt. Unternehmen bis 5 Mitarbeiter können dabei Darlehen bis zu 50.000 Euro erhalten, Unternehmen bis 10 Mitarbeiter bis zu 100.000 Euro.Die notwendige Risikoentlastung der LfA in Höhe von bis zu insgesamt 12 Mrd. Euro soll durch entsprechende Rückbürgschaftsermächtigungen im Rahmen der parlamentarischen Behandlung des 2. Nachtragshaushalts 2019/2020 berücksichtigt werden.

Bezirk Oberbayern: Krisendienst Psychiatrie unterstützt in belasteter Zeit – Der Psychiater Dr. Michael Welschehold über Arbeit des Krisen-Netzwerkes während der Coronakrise

0180 / 655 3000: Den Krisendienst Psychiatrie erreichen derzeit Anrufe von Menschen, die durch die Coronakrise in seelische Nöte geraten sind. Dr. Michael Welschehold, ärztlicher Leiter der Leitstelle des Krisendienstes Psychiatrie, berichtet im Interview von der aktuellen Lage und der Arbeit des Krisen-Netzwerkes. Darüber hinaus gibt der Psychiater Tipps, um durch diese schwierige Zeit zu kommen.

Hat sich die Zahl der Anrufe beim Krisendienst seit Beginn der Coronakrise verändert?
Dr. Welschehold: Derzeit gehen im Durchschnitt rund 140 Anrufe pro Tag ein, wir erleben dabei ein tägliches Auf und Ab – abhängig von der tagesaktuellen Berichterstattung über das Coronavirus. An dem Tag, als die Ausgangsbeschränkungen erstmals verkündet wurden, hatten wir beispielsweise 180 Anrufe, also einen deutlichen Anstieg. Auch rechnen wir damit, dass, je länger die Beschränkungen andauern, mehr Menschen in seelische Notlagen geraten können. In der Leitstelle des Krisendienstes sind wir auf diese Situation aber gut vorbereitet.

Wie genau läuft so ein Erstgespräch am Telefon ab?
Dr. Welschehold: Alle Anrufenden haben sofort einen Profi an der Leitung. Unsere Krisenexperten und -expertinnen fragen nach dem Grund des Anrufes, sie hören zu und ergründen, worin die akute seelische Notlage besteht und was sie ausgelöst hat. Gemeinsam mit den Anrufenden klären wir die Situation und, wie eine sinnvolle Hilfe aussehen kann. Dieses Zuhören und der Austausch mit uns führen bei vielen Anrufenden meist zu einer spürbaren Entlastung.

Welche Tipps geben Sie zur Bewältigung dieser Situation?
Dr. Welschehold: Die aktuelle Situation trifft uns alle. Erfreulicherweise gibt es neben den Sorgen auch viel Solidarität und Angebote, wie man sich gegenseitig unterstützen kann. Wir empfehlen, sich für die viele Zeit, die man jetzt zuhause verbringt, einen festen Tagesablauf zu geben. Wenn der Tag eine sinnvolle Struktur hat, kommt man mit vielen Anforderungen besser zurecht. Ich rate auch davon ab, sich übermäßig mit dem Coronathema zu beschäftigen, also dauernd im Internet unterwegs zu sein und ständig nach neuen Informationen zu suchen. Das hilft niemandem weiter. Seine Informationen sollte man zudem nur aus seriösen Medien wie einer Tageszeitung ziehen. Und: Es tut gut, für zwei Tage eine Nachrichtenpause einzulegen. Das entlastet die Seele spürbar. Die frei gewordene Zeit kann man für Dinge verwenden, die der Seele auch sonst guttun: Kochen, gut Essen, Handwerken, Musik hören oder selbst musizieren, sich künstlerisch betätigen, mit Angehörigen und Freunden telefonieren – da sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Bewegung und sportliche Betätigung tun ebenfalls gut, und selbst in häuslicher Umgebung ist vieles möglich.

Was halten Sie für besonders wichtig?
Dr. Welschehold: Vor allem das persönliche Gespräch am Telefon mit Angehörigen und guten Freunden finde ich zurzeit enorm wichtig, da es Nähe schafft, man einem anderen Menschen seine Aufmerksamkeit schenkt und so selbst Gutes tut.

Können Sie beim Krisendienst die Anliegen im Gespräch klären?
Dr. Welschehold: Tatsächlich lassen sich viele Notlagen bereits am Telefon soweit auflösen, dass die Betroffenen am Ende des Gesprächs wieder Zuversicht und Orientierung haben, welche konkreten nächsten Schritte sie tun können, um aus ihrer Krise herauszufinden. Genau das jeweils Mögliche und Passende in der Krisensituation zu finden, dafür sind die Mitarbeitenden der Leitstelle geschult und kompetent.

Und wenn das Gespräch nicht ausreicht. Wie gehen Sie dann vor?
Dr. Welschehold: Natürlich gibt es auch Situationen, in denen das Erstgespräch allein nicht ausreicht. Dies ist vor allem in Verbindung mit akuter Selbst- oder Fremdgefährdung der Fall, wenn in einer Familie das Kindeswohl gefährdet scheint, oder wenn ein Betroffener sich in seiner Verzweiflung, Hilflosigkeit oder Verwirrtheit überhaupt nicht mehr um seine eigenen Belange kümmern kann und völlig überfordert ist. In solch zugespitzten Notlagen – das war im Jahr 2019 über 2000 Mal der Fall – kommen die Einsatzteams des Krisendienstes zum Zug: Sie werden von der Leitstelle über die Situation informiert. Sie suchen die betroffenen Personen entweder zu Hause auf oder treffen sich mit ihnen in einer Beratungsstelle oder an einem sonstigen Platz.

Gibt es diese Einsatzteams in ganz Oberbayern?
Dr. Welschehold: Ja, in jedem der 20 oberbayerischen Landkreise und den kreisfreien Städten München, Ingolstadt und Rosenheim stehen unsere Einsatzteams werktags von 9 bis 21 Uhr, an Wochenenden und Feiertagen von 13 bis 21 Uhr zur Verfügung. Sie bestehen immer aus zwei Fachleuten: Psychologen, Sozialpädagogen oder Fachpflegekräfte beispielsweise für Psychiatrie. Insgesamt wirken über 700 Mitarbeitende in diesem Netzwerk mit. Die mobilen Einsatzkräfte leisten in dieser für uns alle schwierigen Zeit großartige Arbeit.

Sind die aufsuchenden Angebote derzeit uneingeschränkt verfügbar?
Dr. Welschehold: Im Prinzip bis heute ja! Allerdings müssen wir auch von Seiten des Krisendienstes alle geltenden Regelungen bestmöglich zu befolgen. Das heißt, unsere Einsatzteams halten selbst streng die Abstandsregelungen ein und achten auf die Hygienevorschriften. Da dies in den Räumen der Beratungsstellen meist leichter ist, versuchen wir derzeit die persönlichen Gespräche überwiegend dort zu führen. Falls die mobilen Teams einen Hausbesuch machen, versuchen sie auch vor Ort das Ansteckungsrisiko möglichst gering zu halten. Eine Möglichkeit ist, das Gespräch im Freien zu führen. Wenn die Umstände es erfordern, sind auch unsere Einsatzteams in Schutzkleidung tätig. Wichtig ist für uns bei allem immer, dass Menschen in einer seelischen Notlage, die Hilfe erhalten, die sie brauchen.

Wie erkennt man als Betroffener, dass es Zeit ist sich professionelle Hilfe zu holen?
Dr. Welschehold: Es gibt keine zu kleinen Sorgen für einen Anruf bei uns. Entscheidend ist immer, wie sich die Person, die Hilfe braucht, fühlt. Wenn jemand aus dem Kreislauf der Selbstbeschäftigung und der Belastung nicht mehr herausfindet, ist Hilfe nötig. Das Maß, wann die Grenze des Aushaltbaren erreicht ist, ist jeweils individuell. Beim Krisendienst weisen wir niemanden zurück. Jeder Mensch in seelischer Not kann und darf bei uns anrufen. Je eher, desto besser! Wichtig ist uns nur: Für Fragen zu den somatischen, also den körperlichen Folgen einer Corona-Infektion sind wir die falsche Adresse. Wir kümmern uns um alle seelischen Sorgen und Nöte, die die aktuelle Situation auslösen kann.

Welche langfristigen Folgen hat diese sorgenbelastete Zeit für die Psyche?
Dr. Welschehold: Darüber kann man derzeit noch keine belastbaren Aussagen treffen, da die Krise ja noch nicht so lange dauert. Insgesamt befinden wir uns in einer Zeit der Unwägbarkeiten und Unsicherheiten, die Menschen seelisch belasten können. Besonders gefährdet sind Menschen, die durch eine psychische Erkrankung wie eine Depression, Angststörung oder Psychose vorbelastet sind, oder die gerade eine psychische Erkrankung überwunden haben. Für sie ist es jetzt besonders wichtig, sich rasch Hilfe zu holen, wenn sie bemerken, dass sie nicht mehr allein zurechtkommen. Sie sollten uns lieber früher als zu spät anrufen, um möglichst vorzeitig eine Krise abzufangen.

Kann die aktuelle Lage seelische Erkrankungen, die in normalen Zeiten nicht aufgetreten wären, auslösen?
Dr. Welschehold: Wenn jemand vor der Coronakrise bereits massiv seelisch unter Druck stand, kann die aktuelle Situation das berühmte Fass zum Überlaufen bringen. Durch die Belastung kann getriggert werden, was vorher gerade noch unter Kontrolle war. Deshalb möchten wir betroffene Menschen sehr dazu ermutigen, sich bitte bei uns zu melden, wenn sie fühlen, dass sie nicht mehr klarkommen. Spätestens dann ist der Zeitpunkt erreicht, sich auch wirklich fachliche Hilfe zu holen. Genau dafür ist der Krisendienst da – auch und vor allem in der aktuellen Lage.

Montag, 6. April:

Paneuropa-Union Deutschland: Der langjährige CSU-Europaabgeordnete Bernd Posselt hat als Präsident der überparteilichen Paneuropa-Union Deutschland gefordert, als Konsequenz aus der Corona-Krise die europäische Integration massiv zu verstärken: “Wir müssen jetzt konkrete Schritte hin zu einer Art Vereinigter Staaten von Europa setzen, denn das Europa der Nationalstaaten ist soeben krachend gescheitert.” Posselt nannte vier Punkte: “Eine Aufstockung des EU-Haushalts auf mindestens zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts, statt eines nationalstaatlichen Wirrwarrs  von Schuldenmacherei und Solidaritätsverweigerung; ein nachhaltiges Investitionsprogramm durch umfassenden Ausbau der transeuropäischen Netze bei Bahn, Energieversorgung und Digitalisierung sowie eine Reform von Schengen.” Letztere müsse “den beschleunigten Aufbau eines EU-Außengrenzschutzes umfassen, aber auch eine koordinierende Aufsicht der EU-Kommission bei der Schließung von Binnengrenzen in Krisenfällen, denn ein derartiges Chaos wie diesmal darf nie mehr passieren.” Praktisch und psychologisch notwendig für den Zusammenhalt in Europa sei auch ein gemeinsamer Ausbau der Gesundheits- und Notfallsysteme.

Sonntag, 5. April:

Das Gesundheitsamt Rosenheim meldet für Stadt und Landkreis Rosenheim (Stand 04.04.20 24 Uhr) 1.417 Infizierte. Mit 35 ist die Zahl der Verstorbenen unverändert geblieben. Genesen sind 82 Personen.

In der Kirche von Rottau sind in diesen Tagen kostenlos geweihte Palmbuschen zum Mitnehmen bereitgelegt.

Ersatzlos abgesagt ist aufgrund der aktuellen Corona-Situation der für Sonntag, 3. Mai vom Musikförderverein angesetzte musikalische Frühschoppen der Jugendblaskapelle Wildenwart.

Samstag, 4. April:

Landratsamt Rosenheim – Tages-Lage-Bericht: Weiter ansteigend – In Stadt und Landkreis Rosenheim sind (Stand 03.04.20 24 Uhr) 1.333 Personen mit dem neuartigen Corona-Virus infiziert. Das Gesundheitsamt Rosenheim teilt zudem mit, dass 35 Personen an der Infektion verstorben sind. Genesen sind 79 Personen.

Freitag, 3. April:

Landkreis Rosenheim – COVID-19-Lagebericht – Der vorliegende Lagebericht soll die aktuelle Situation in Stadt und Landkreis Rosenheim zu Erkrankungen mit dem neuartigen Coronavirus (COVID-19) widerspiegeln. Die Daten beruhen auf den Meldedaten nach dem Infektionsschutzgesetz bis zum 2.4.2020 (Stand: 24:00 Uhr). Aufgrund von Aktualisierungen kann es zu Veränderungen kommen.

Aktuelle Empfehlungen: Aufgrund der hohen Infektionsrate in Stadt und Landkreis Rosenheim empfiehlt das Gesundheitsamt Rosenheim weiterhin ausdrücklich, sich an die Ausgangsbeschränkungen zu halten, um eine weitere Ausbreitung der Erkrankung zu verhindern. Bitte denken Sie auch daran, z.B. bei Einkäufen ausreichenden Abstand zu anderen Personen einzuhalten. Weitere Empfehlungen finden Sie im Merkblatt „Verhaltensregeln und -empfehlungen zum Schutz vor dem Coronavirus im Alltag und im Miteinander“ der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA). Insbesondere Personen mit Erkältungssymptomen wie Husten, Fieber, Gliederschmerzen oder Geruchssinnstörungen aber auch mit Durchfall sollen jegliche Kontakte vermeiden und ggf. telefonisch mit dem Hausarzt bzgl. einer Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung Kontakt aufnehmen.

FallzahlenentwicklungAm 2.4.2020 wurden dem Gesundheitsamt 131 neue Fälle gemeldet, so dass bisher insgesamt 1301 Fälle von COVID-19 in Stadt und Landkreis Rosenheim aufgetreten sind. Bis zu diesem Zeitpunkt sind 33 Personen an der Erkrankung gestorben. Von den Verstorbenen waren 4 Personen unter 60 Jahren, bei 25 Personen waren chronische Grunderkrankungen bekannt, bei 4 lagen diese nicht vor und bei den restlichen Verstorbenen gibt es hierzu bislang keine Angaben. Das Durchschnittsalter der Todesfälle liegt im Moment bei 77 Jahren. 229 COVID-19-Patienten werden aktuell in Stadt und Landkreis Rosenheim stationär behandelt. Hiervon befinden sich 35 Patienten auf einer Intensivstation. Die Zahl an Intensivbetten in Stadt und Landkreis Rosenheim wurde bereits aufgestockt.

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Renovabis hilft im Osten Europas: Das Corona-Virus hat auch in den 29 Partnerländern des Osteuropa-Hilfswerks Renovabis den Alltag der Menschen massiv verändert. Nicht nur Zuschüsse zur Beschaffung von Schutzaus-rüstung und Medizinmaterial sind wichtig. Besonderes Augenmerk richten Renovabis und seine Partner bei der akuten Corona-Hilfe auf die Schwachen, die Alten oder Menschen am Rande. Dazu zählen auch Migranten, Obdachlose und Angehörige der Roma-Minderheit, die unter den gegenwärtigen Umständen mit hoffnungslos überlasteten Gesundheits- und Sozialsystemen besonders schutzbedürftig sind. Mit zunächst mehr als 70.000 Euro Soforthilfen hat Renovabis die Arbeit seiner Partner vor Ort unterstützt. Der Hauptgeschäftsführer von Renovabis, Pfarrer Christian Hartl, ruft dazu auf „Menschen aus osteuropäischen Nachbarländern nicht nur als fehlende Arbeitskräfte wahrzuneh-men.“ Er betont: „Wir dürfen die Menschen in ärmeren Ländern, die kein so gutes Gesundheitssystem haben wie wir, jetzt nicht allein lassen.“ – weitere Informationen: www.renovabis.de.
Rosenheim: Pflegepersonal weiterhin dringend gesucht – Zur Bewältigung der Corona-Pandemie werden weiterhin Pflegekräfte gesucht. Der Ärztliche Leiter Führungsgruppe Katastrophenschutz, Dr. Michael Städtler, ruft unter anderem Medizinstudenten bzw. Pflegerinnen und Pfleger in Kurzarbeit oder im Ruhestand auf, sich zu melden. Besonders gesucht werden Pflegekräfte in der Alten- und Krankenpflege. Interessierte Frauen und Männer können sich per E-Mail melden unter pflegehilfe@kfv-rosenheim.de.

Bezirk Oberbayern: „Unsere Partner sollen ihre Kräfte für die Notsituation einsetzen, ohne dabei ans Geld denken zu müssen.“ Mit diesen Worten hat Bezirkstagspräsident Josef Mederer bekräftigt, dass die Finanzierung der Einrichtungen und Dienste für Menschen mit Behinderungen wegen des Coronavirus bis zum 19. April gesichert ist. „Uns ist wichtig, dass wir in dieser Situation pragmatisch und unbürokratisch handeln“, sagte Mederer weiter. Um die Verbreitung des Coronavirus einzudämmen, sind einige Einrichtungen und Dienste der Behindertenhilfe derzeit geschlossen oder arbeiten mit stark reduzierten Angeboten im Notbetrieb. Nach dem 19. April wird laut Mederer vor dem Hintergrund der dann geltenden Maßnahmen der Staatsregierung die Lage neu bewertet. Der Schutzschirm des Bezirks Oberbayern stelle sicher, „dass die Einrichtungen weiter finanziert werden, so als ob sie regulär geöffnet wären“. Grundlage für die Schließungen und Notangebote ist eine Allgemeinverfügung des Bayerischen Gesundheitsministeriums. Die Sozialverwaltung des Bezirks Oberbayern hat zu den wichtigsten Fragen für die Einrichtungen und Diensten unter www.bezirk-oberbayern.de/Schutzschirm aktuelle Informationen bereitgestellt. „Wir wollen keinesfalls, dass unsere Partner in dieser für uns alle schwierigen Zeit verunsichert sind“, erklärte Mederer dazu.

Bayer. Bauministerium: Auch während der in Bayern geltenden Ausgangsbeschränkungen dürfen und sollen berufliche Tätigkeiten ausgeübt werden. Das betrifft auch die Baubranche. Es gibt daher derzeit keinen Grund, laufende Baumaßnahmen einzustellen. Bauministerin Kerstin Schreyer betont, dass deren Fortführung ein Beitrag zur Aufrechterhaltung einer funktionierenden Infrastruktur in Bayern ist.

Bayerischer Justizvollzug näht 150 000 Schutzmasken im Kampf gegen das Coronavirus / Justizminister Georg Eisenreich: „Ich bin sehr stolz auf den Beitrag, den Gefangene und Mitarbeiter unserer JVAs in der Krise leisten.“

Rosenheim: Aktuelles zur Entsorgungssituation – Ist in Zeiten der Corona-Krise die Müllentsorgung gesichert? Zu dieser infrastrukturellen bedeutsamen Frage geben das Ordnungsamt der Stadt Rosenheim, die Stadtwerke Rosenheim (SWRO) und der Rosenheimer Baubetriebshof nachstehende Hinweise: Für Haushalte in denen infizierte Personen oder begründete Verdachtsfälle von Covid-19 in häuslicher Quarantäne leben, gilt: Neben dem Restmüll sind in derartigen Fällen ausnahmsweise auch Leichtverpackungen, Altpapier und Biomüll über die Restmülltonne zu entsorgen. Sämtliche dieser Abfälle sind in stabile, möglichst reißfeste Abfallsäcke zu geben, die durch Verknoten oder Zubinden zu verschließen sind. Spitze oder scharfkantige Gegenstände sind in bruchsichere Einwegbehältnisse zu verpacken. Altglas, Elektro- und Elektronikabfälle sowie Problemmüll wie zum Beispiel Batterien dürfen nicht über den Hausmüll entsorgt werden, sondern sind nach Genesung bzw. Aufhebung der Quarantäne wie gewohnt getrennt zu entsorgen.

Für alle Privathaushalte, in denen keine infizierten Personen oder begründete Verdachtsfälle von Covid-19 leben, gilt weiterhin uneingeschränkt das Gebot der Abfalltrennung. Für sie ändert sich bei der gewohnten Abfallentsorgung nichts. Die städtische Müllabfuhr holt den Restmüll weiterhin wie gewohnt wöchentlich ab. Dabei registrieren die Müllwerker allerdings ein erhöhtes Interesse an ihrer Arbeit vor Ort. Dennoch bitten sie die Bevölkerung, sie in ihrer Arbeit nicht zu behindern und auf den Mindestabstand zu achten. Auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtwerke Rosenheim sind trotz Ausgangsbeschränkungen für die Bürgerinnen und Bürger da. Die Entsorgung ist gewährleistet.

Der Wertstoffhof an der Innlände ist wie üblich Montag bis Samstag von 8 bis 17 Uhr geöffnet. Die Gesundheit der Kunden und Mitarbeiter steht an erster Stelle. Deshalb müssen die geltenden Abstandsregeln eingehalten werden und die Zahl der Fahrzeuge im Wertstoffhof auf maximal zehn begrenzt werden. Speziell an Samstagen sind Wartezeiten bei der Zufahrt nicht auszuschließen. Außerdem bitten die Stadtwerke die Bürger, für größere Entrümpelungs- und Entsorgungsmaßnahmen den Containerdienst zu nutzen. Er ist auch online buchbar über die Website der Stadtwerke Rosenheim unter container.swro.de. Die Stadtwerke leeren die Papier-, Grüngut- und Wertstoffcontainer an den Wertstoffinseln im Stadtgebiet weiterhin turnusgemäß und reinigen diese auch weiterhin regelmäßig. Die Bürger werden aber eindringlich gebeten, keinen Sperrmüll oder sonstige Abfälle an den Wertstoffinseln abzulegen. Sauberkeit und Hygiene sollten gerade in dieser Zeit auch an den Wertstoffinseln einen besonderen Stellenwert haben.

Deutscher Alpenverein: Das Wetter soll am Wochenende schön werden – und die Sorgen der Rettungskräfte, vor allem der Bergwacht, werden größer. Nun appelliert auch der Deutsche Alpenverein eindringlich, keine Bergtouren zu unternehmen. Es gehe darum, alpine Notfälle zu verhindern und so Rettungswesen und Krankenhäuser zu entlasten. Außerdem könnten Wanderziele so stark frequentiert sein, dass auch ein Infektionsrisiko bestehe. Sinnvoll sei es aber natürlich, sich durch Bewegung fit zu halten …

Donnerstag, 2. April:

Bayerischer Bauernverband berichtet:  Ausländische Saisonarbeiter dürfen unter strengen Auflagen wieder auf bayerische Höfe. Um Ernteausfälle zu verhindern, dürfen im April und im Mai jeweils 40.000 ausländische Saisonkräfte per Flugzeug einreisen. Es sollen zusätzliche Auflagen bei Einreise und Infektionsschutz gelten. Das konnte durch die Verbandsarbeit in Abstimmung mit dem Landwirtschafts- und Innenministerium sowie dem Robert Koch-Institut erreicht werden.

Tagemeldung LRA Rosenheim: Beinahe 1.200 Infizierte – Innerhalb von 24 Stunden hat sich die Zahl der Infizierten um weitere 138 erhöht. Im Zuständigkeitsbereich des Gesundheitsamtes Rosenheim sind (Stand 01.04.20 24 Uhr) 1.171 Personen positiv auf den neuartigen Corona-Virus getestet worden. 22 Personen verstarben an den Folgen der Infektion. 63 sind genesen.

Volkshochschule Rosenheim. Zwar sind die Volkshochschulen im Zuge der Corona-Pandemie wie vieles andere geschlossen, dennoch muss niemand auf das umfangreiche Weiterbildungsangebot verzichten. Die bayerischen Volkshochschulen haben mit vhs.daheim ein vielseitiges Online-Programm aus Vorträgen, Lesungen, Konzerten und Sportübungen erstellt. Daran können alle Bürgerinnen und Bürger online teilnehmen – kostenfrei und von zu Hause aus. Die vhs.daheim– Angebote der Volkshochschule Rosenheim sind auf der Internetseite www.vhs-rosenheim.de gesammelt. Täglich kommen neue Angebote hinzu. Es gibt Angebote vormittags ab 10 Uhr und abends ab 19:30 Uhr. Um via Livestream dabei zu sein benötigt man lediglich stabiles Internet und ein passendes Endgerät (PC, Tablet oder Smartphone).

Die Regierung von Oberbayern hat bis zum heutigen Tag bereits mehr als 100 Millionen Euro an oberbayerische Betriebe und Freiberufler ausgezahlt. Die Bayerische Staatsregierung hatte das Programm „Soforthilfe Corona“ Mitte März aufgelegt, um schnelle und unbürokratische Hilfe für von der Corona-Krise besonders Betroffene zu leisten. Seit dem Start des Programms sind mehr als 42.000 Anträge bei der Regierung von Oberbayern eingegangen. Seit Mitte dieser Woche können Soloselbstständige, Freiberufler, kleine und mittlere Unternehmen und Landwirte ihren Antrag online stellen. Dies wird das Verfahren nochmals beschleunigen.

 Das Soforthilfeprogramm richtet sich an Betriebe und Freiberufler, die durch die Corona-Krise in einen existenzbedrohlichen Liquiditätsengpass geraten sind. Betroffene Betriebe können unbürokratisch zwischen 9.000 und 50.000 Euro – abhängig von der jeweiligen Mitarbeiterzahl – erhalten. Für Unternehmen in Oberbayern, die ihre Betriebs- bzw. Arbeitsstätte außerhalb der Landeshauptstadt München haben, ist die Regierung von Oberbayern zuständige Bewilligungsbehörde, für Betriebe mit Sitz im Stadtgebiet von München die Landeshauptstadt München.           Anträge auf Soforthilfe können schnell und unkompliziert über ein Online-Formular unter www.stmwi.bayern.de/soforthilfe-corona eingereicht werden. Die Antragstellung ist ausschließlich online möglich. Alle Anträge werden schnellstmöglich bearbeitet, die Soforthilfe unmittelbar auf das Konto des Antragstellers überwiesen. Die Regierung von Oberbayern bittet um Verständnis, dass aufgrund der hohen Anzahl eingehender Anträge keine Rückfragen zum Bearbeitungsstand beantwortet werden können. Für Fragen hat die Regierung von Oberbayern in Kooperation mit der Industrie- und Handelskammer (IHK) für München und Oberbayern eine Hotline eingerichtet. Diese ist von Montag bis Donnerstag von 8.00 bis 18.00 Uhr sowie am Freitag von 8.00 bis 16.00 Uhr unter der Rufnummer 089 5116-0 erreichbar. Die zuständigen Ansprechpartner der Landeshauptstadt München für Unternehmen mit Sitz im Stadtgebiet von München stehen unter Telefon 089 233-22070 zur Verfügung. Ausführliche Informationen zur Soforthilfe sind außerdem auf den Internetseiten der Regierung von Oberbayern unter www.regierung.oberbayern.bayern.de abrufbar.

Aus aktuellem Anlass informieren Ministerpräsident Dr. Markus Söder, Wissenschaftsminister Bernd Sibler, Professorin Ulrike Protzer, Direktorin des Instituts für Virologie an der TUM und Helmholtz Zentrum München sowie Professor Michael Hoelscher, Leiter der Abteilung Infektions- und Tropenmedizin am Klinikum der Universität München zu aktuellen wissenschaftlichen Aspekten der Corona-Krise im Rahmen einer Pressekonferenz am Freitag, 3. April 2020, um 10.00 Uhr im S 103 der Bayerischen Staatskanzlei. Das Pressestatement wird als Live-Stream übertragen auf Facebook, YouTube und Instagram unter „bayern.de“ sowie auf www.bayern.de (http://www.bayern.de) .

In Gebärdensprache übersetzt und untertitelt kann die Pressekonferenz live unter www.verbavoice.net/player/bayerischestaatskanzlei/ (http://www.verbavoice.net/player/bayerischestaatskanzlei/)  verfolgt werden. Später sind die Videos unter www.youtube.com/Bayern/ (http://www.youtube.com/Bayern/)  abrufbar

Mittwoch, 1. April (ohne Scherz):

Bad Feilnbach im Landkreis Rosenheim: Bewohner eines Alten- und Pflegeheimes verlegt – Die Bewohner des Alten- und Pflegeheimes St. Lukas in Bad Feilnbach sind heute in andere Einrichtungen verlegt worden. Die Heimaufsicht des Landkreises Rosenheim ordnete diese Maßnahme an, weil die Versorgung der Bewohner nicht mehr in der Form sichergestellt werden konnte, wie es notwendig wäre. Die Verlegung ist eine Schutzmaßnahme für die Bewohner. Die Leitung der Einrichtung und zahlreiche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter befinden sich in Quarantäne. Sie hatten sich mit dem neuartigen Corona-Virus infiziert. Auch ein Großteil der Bewohner wurde inzwischen positiv getestet. Insgesamt wurden 41 Personen verlegt, 31 davon sind nachweislich infiziert. Um eine optimale Versorgung sicherzustellen, wurden die Bewohner im Medical Park Bad Feilnbach Reithofpark, im Medical Park Bad Feilnbach Blumenhof, in der Schön Klinik Bad Aibling Harthausen und in der Rheumaklinik Bad Aibling untergebracht. An dem Einsatz beteiligt waren Kräfte der Kreisverbände Rosenheim und Miesbach des Bayerischen Roten Kreuzes, der Ambulanz Rosenheim, des Malteser Hilfsdienstes Rosenheim, der Johanniter Wasserburg sowie von Polizei und Feuerwehr Bad Feilnbach.

Aus aktuellem Anlass informiert Ministerpräsident Dr. Markus Söder über die Ergebnisse der Telefonschaltkonferenz der Bundeskanzlerin mit den Regierungschefs der Länder im Rahmen eines Pressestatements am heutigen Mittwoch, 1. April 2020, um 16.00 Uhr. Das Pressestatement wird als Live-Stream übertragen auf Facebook, YouTube und Instagram unter „bayern.de“ sowie auf www.bayern.de (http://www.bayern.de) .

Feuerwehr Wildenwart:  Aufgrund der momentanen Situation haben wir uns im Ausschuss dazu entschlossen, das Weinfest der FF Wildenwart am 2. Mai im Feuerwehrhaus Wildenwart abzusagen.

Es kommen wieder sonnigere Zeiten – Ferienprogrammbroschüre für Stadt und Landkreis Rosenheim ist wieder da.

Viele Ferienangebote wurden auch für dieses Jahr von der kommunalen Jugendarbeit im Landkreis Rosenheim sowie dem Stadtjugendring Rosenheim in der Broschüre „Freizeittipps und –programme 2020 für Kinder und Jugendliche“ zusammengestellt. Trotz der wegen des neuartigen Corona-Virus schwer planbaren Ferienzeiten wollen die Herausgeber damit zu einer zeitlichen Planung und einer abwechslungsreichen Feriengestaltung für den kommenden, hoffentlich virusfreien Sommer beitragen. Bei allen Angeboten ist natürlich zu beachten, dass sie nur dann stattfinden können, wenn es zu einer Normalisierung des Alltagslebens kommt. Die Broschüre „Freizeittipps und –programme 2020“ steht auf der Homepage des Landkreises Rosenheim unter https://www.landkreis-rosenheim.de sowie auf der Homepage des Stadtjugendrings unter https://www.stadtjugendring.de zur Verfügung. Zudem kann sie telefonisch bei der Kommunalen Jugendarbeit unter der Telefonnummer 08031 392 2392 bestellt werden. Die Hefte werden ebenso in allen Gemeindeverwaltungen des Landkreises und nach der Wiedereinführung des Schulunterrichts in den Schulen ausgelegt.

Rosenheim: Auf Anordnung der Führungsgruppe Katastrophenschutz (FüGK) bleiben sämtliche städtischen Parkanlagen bis auf Weiteres gesperrt. Betroffen sind der Riedergarten, der Salingarten, der Luitpoldpark, der Hohenzollernpark und der Mangfallpark. Die Sperrung betrifft auch den Fitness-Parcours bei der Freien Turnerschaft. Die Badeseen und die Kinderspielplätze wurden bereits vor zwei Wochen gesperrt. Diese Maßnahme sind notwendig, um das sog. ‚Social Distancing‘ als eigentliches Ziel der vom Freistaat Bayern verhängten Ausgangsbeschränkungen durchsetzen zu helfen. Der Andrang in städtischen Parkanlagen bei schönem Wetter widerspricht der Zielsetzung, im Interesse der Gesundheit der Rosenheimerinnen und Rosenheimer soziale Kontakte außerhalb des eigenen engeren familiären Umfelds auf ein absolutes Minimum zu begrenzen. Die Sperrungen gelten auf unbestimmte Zeit.             

Das Cafe und Restaurant Vivarium in Höslwang bietet neuerdings von Donnerstag bis Sonntag zum Selber-Abholen verschiedene Gerichte (u.a. Hähnchenbrust auf Bärlauchnudeln und Gemüse) für die Zeit von 15 Uhr bis 19 Uhr (oder auch früher) – vorherige telefonische Anfrage erforderlich unter 08055-8270 oder 017-5565574.

Bergwacht und Wasserwacht nicht wie gewohnt im Einsatz – Die Rettungs- und Hilfsdienste in Stadt und Landkreis Rosenheim weisen darauf hin, dass im Zuge des derzeitigen bayernweiten Katastrophenfalls wegen der Corona-Krise die Sicherung von Freizeitaktivitäten zurückstehen muss. „Wenn in den nächsten Wochen die Temperaturen ansteigen ist damit zu rechnen, dass die im Rahmen der Ausgangsbeschränkungen zulässigen sportlichen Aktivitäten zunehmend an die heimischen Seen verlagert werden. Anders als üblich können wir aber aus Kapazitätsgründen keine Bereitschaftsdienste an Wachhütten der Wasserwacht in der Region durchführen. Deshalb bitten wir die Schwimmerinnen und Schwimmer um besondere Vorsicht. Die Reaktionszeiten der Rettungskräfte müssen sich in einer solchen Situation zwangsläufig verlängern“, weist Thomas Neugebauer vom BRK-Kreisverband Rosenheim auf eine Risikolage hin, der sich die Menschen in der Region bisher nicht bewusst sein dürften. Gleiches gilt für die Einsatzmöglichkeiten der Bergwacht in den heimischen Voralpen. „Auch bei Bergwanderungen, die alleine oder mit der Familie ebenfalls trotz Ausgangsbeschränkungen möglich sind, raten wir zu erhöhter Vorsicht“, so Kreisbrandrat Richard Schrank, der aber betont: „Der Verzicht auf Bereitschaftsdienste hat aber keinen Einfluss auf die Sicherstellung der Einsatzbereitschaft für Notfalleinsätze. Vielmehr dienen diese Maßnahmen dem langfristigen Erhalt der Einsatzstärke der Hilfs- und Rettungsdienste im weiteren Verlauf der Corona-Krise“.

Dienstag, 31. März:

Neuer Rosenheimer Landrat Otto Lederer – Antrittsbesuch im Landratsamt:Auf Einladung des stellvertretenden Landrats Josef Huber nahm der zukünftige Landrat des Landkreises Rosenheim Otto Lederer erstmals an einer Besprechung im Landratsamt teil. Hauptthema war das neuartige Corona-Virus und die Möglichkeiten eines Landkreises. Lederer lobte die Arbeit der Fachleute und nahm sich Zeit für kurze Besuche in der Führungsgruppe Katastrophenschutz sowie in der Örtlichen Einsatzleitung. Zudem lobte der zukünftige Landrat die Zusammenarbeit zwischen der Stadt und dem Landkreis: „Ich habe mir in einer gemeinsamen Sitzung der Führungsgruppen Katastrophenschutz ein Bild machen können, wie hervorragend und ressortübergreifend die Zusammenarbeit ist. Ich bin froh, dass es hier so gut läuft.“

Landratsamt Rosenheim: Reißfeste Müllsäcke notwendig – Abfälle aus privaten Haushalten, die möglicherweise mit dem neuartigen Corona-Virus kontaminiert sind, sollen in stabilen und reißfesten Müllsäcken verpackt und erst dann in die Restmülltonne gegeben werden. Das Sachgebiet Kreislaufwirtschaft im Rosenheimer Landratsamt sieht dies als notwendig an, um eine Gefährdung beispielsweise der Müllwerker auszuschließen. Dazu können Taschentücher, Mund-Nasen-Schutz und Hygieneartikel gehören, aber auch sonst verwertbare Abfälle wie Joghurtbecher, aus denen gegessen wurde. Allgemein gilt, COVID-19-Verdachtsfälle und leicht erkrankte COVID-19-Patienten sollen ihren Abfall im Zweifelsfall über den Restmüll entsorgen.

Ganz grundsätzlich gibt es bei der Abfuhr der Restmüll- und Papiertonnen durch die Landkreismüllabfuhr zum jetzigen Zeitpunkt keine Änderungen. Die Termine für die Leerungen finden wie geplant statt. Des Weiteren stehen für die getrennte Entsorgung der Abfälle auch weiterhin die Wertstoffinseln sowie die Wertstoffhöfe im Landkreis Rosenheim zur Verfügung. Das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz (StMUV) empfiehlt, Wertstoffhöfe – unter strikter Beachtung von Hygieneaspekten – für die Gegenstände des regelmäßig anfallenden „täglichen Entsorgungsbedarfs“ geöffnet zu halten. Die Entscheidung hierüber obliegt jedoch der jeweiligen Gemeinde. Die aktuellen Öffnungszeiten der Wertstoffhöfe sind im Internet unter https://www.abfall.landkreis-rosenheim.de/index.php/entsorgung nachzulesen. Dort werden auch aktuelle Änderungen oder Schließungen eingepflegt, sobald die Gemeinden darüber informieren.

Bericht aus der Kabinettssitzung in der Bayer. Staatskanzlei vom 31. März 2020

  1. Wirtschaft und Finanzen
  • Gesetz über einen BayernFonds und eine Bayerische Finanzagentur Um Unternehmen der Realwirtschaft, die gerade für den Wirtschafts-standort Bayern besonders relevant sind, auch im Falle eines länger andauernden, Corona-bedingten Shut-Downs zu stabilisieren, hat die Bayerische Staatsregierung den Entwurf eines Gesetzes über einen BayernFonds und eine Bayerische Finanzagentur beschlossen. Die Struktur des BayernFonds orientiert sich dabei am Wirtschaftsstabilisierungsfonds des Bundes.

Der Gesetzentwurf beinhaltet insbesondere folgende Eckpunkte:

Mindestgröße der stabilisierten Unternehmen: Bilanzsumme oder Umsatzerlöse größer als 10 Mio. Euro, mindestens 50 Arbeitnehmer (2 von 3 Kriterien müssen erfüllt sein). Startups müssen in einer abgeschlossenen Finanzierungsrunde von privaten Kapitalgebern mit mindestens 5 Mio. Euro einschließlich des durch diese Runde eingeworbenen Kapitals bewertet worden sein.

– Keine Obergrenze, damit Überschneidungen mit Konzept des Bundes möglich; aber keine Stabilisierung aus BayernFonds, wenn Unternehmen bereits Hilfe vom Bund aus dem Wirtschaftsstabilisierungsfonds erhält oder vom Bund aus beihilferechtlichen Gründen keine Stabilisierungsmaßnahme nach dem Stabilisierungsfondsgesetz erhalten hat.

– Einhaltung beihilferechtlicher Vorgaben bei Konditionen und Auflagen der Maßnahmen – Der BayernFonds erhält ein Volumen von insgesamt 60 Mrd. Euro (Ermächtigung zur Kreditaufnahme von 20 Mrd. Euro und zusätzlichem Garantie- bzw. Bürgschaftsrahmen von 40 Mrd. Euro).

– Der BayernFonds wird in gemeinsamer Zuständigkeit von Finanz- und Wirtschaftsministerium umgesetzt.

– Errichtung einer Bayerischen Finanzagentur GmbH zur Verwaltung des Sondervermögens des BayernFonds. Die Errichtung soll unter Einbeziehung vorhandener Strukturen erfolgen und so eine schnelle Einsatzfähigkeit des BayernFonds ermöglichen.

  • Verschärfung des Investitionsprüfungsrechts im deutschen Außenwirtschaftsrecht zum Schutz vor einem Ausverkauf sensibler/systemrelevanter Unternehmen durch unionsfremde Investoren Um die deutsche Wirtschaft in der aktuellen Coronavirus-Pandemie vor einem Ausverkauf zu schützen, hält die Bayerische Staatsregierung eine Verschärfung des Investitionsprüfungsrechts durch den Bund für erforderlich.

Dazu wird die Bundesregierung um folgende Maßnahmen gebeten:

– Die schon im letzten Jahr in die Wege geleitete dauerhafte Verschärfung des deutschen Außenwirtschaftsrechts, mit der zum einen zwingende Vorgaben der EU umgesetzt und zum anderen die neu von der EU eingeräumten Handlungsspielräume genutzt werden sollen, muss zügig abgeschlossen werden.

– Darüber hinaus muss schnellstmöglich, am besten als „schlanke Lösung“ in einem Zwischenschritt im aktuellen Regelwerk, die Meldepflicht und das Prüfungsrecht ab einer Beteiligung in Höhe von 10 Prozent dauerhaft auch auf Medizintechnik, Pharma und kritische Rohstoffe ausgedehnt werden – Aufgrund der aktuellen besonderen Herausforderung muss neben diesen dauerhaften Verschärfungen im Investitionsprüfungsrecht schnellstmöglich zeitlich befristet für alle Branchen eine Meldepflicht und ein Prüfrecht für einen Eintritt des Bundes oder eines Bundeslandes ab einer Beteiligung in Höhe von 10 Prozent geschaffen werden, um Transparenz über drohende Übernahmen herzustellen.

  • Soforthilfeprogramm Corona

Die Bayerische Staatsregierung hat eine Anpassung der Förderhöchstsummen im Soforthilfeprogramm Corona beschlossen (von derzeit 15.000 Euro auf 30.000 Euro für Unternehmen bis zu 50 Mitarbeitern und von derzeit 30.000 Euro auf 50.000 Euro für Unternehmen bis zu 250 Mitarbeitern). Das Wirtschaftsministerium wird außerdem die Richtlinien des bayerischen Programms mit Blick auf die Definition des Liquiditätsengpasses an die Regelungen des Bundesprogramms anpassen, um im Verwaltungsvollzug einen Gleichlauf der beiden Programme zu gewährleisten.

  • LfA-Programme

Die Bayerische Staatsregierung begrüßt die Maßnahmen der LfA Förderbank Bayern zur Unterstützung von Unternehmen in der Corona-Krise. Wirtschafts- und Finanzministerium werden nun schnellstmöglich zusammen mit der LfA die Konditionen des „Corona-Schutzschirm-Kredits“ mit den Hausbanken abstimmen und dabei unter Berücksichtigung des beihilferechtlichen Rahmens den Spielraum im Hinblick auf Laufzeiten, Tilgungsfreistellungen, Sondertilgungsrechte und Zinshöhe umfassend nutzen.

  • Vereinfachung der Regelungen zur Bankenregulatorik sowie der Förderkonditionen der KfW Der Freistaat Bayern und die Kreditwirtschaft müssen alle bankmäßigen Mittel nutzen, damit wirtschaftlich gesunde Unternehmen in Bayern durch die gegenwärtige Corona-Krise nicht in ernsthafte Liquiditätsschwierigkeiten geraten. Bayern und der Bund handeln bereits, es sind aber weitere Schritte notwendig, damit Banken den Unternehmen möglichst rasch die notwendige Liquidität zur Verfügung stellen können.

In einem Positionspapier der Bayerischen Staatsregierung werden Forderungen an den Bund adressiert, um die Banken zu entlasten und die Vergabe von Förderkrediten an die Wirtschaft zu beschleunigen. Dazu gehört insbesondere:

– Hindernisse und Beschränkungen bei der Kreditvergabe abbauen (z.B. befristete Aussetzung des Eigenkapitalzuschlags im Rahmen des aufsichtlichen Überprüfungsprüfungsprozess bis Ende 2021).

– Ausnahmeregelungen für unbürokratische Hilfe schaffen (z.B. Vereinfachungen beim Abschluss von Verbraucherdarlehensverträgen bis Ende 2020).

– Auf Krisenbewältigung fokussieren und zusätzliche regulatorische Belastungen vermeiden (z.B. Verschiebung der Ausarbeitung von Sustainable-Finance-Strategien auf nationaler und europäischer Ebene sowie des BaFin-Merkblatts zu Nachhaltigkeitsrisiken mindestens bis Ende 2020).

– Kostendruck von den Banken nehmen (z.B. Erhöhung des Freibetrags für strafzinsfreie Geldanlage bei Notenbanken).

– Förderdarlehen der KfW optimieren (z.B. Ausweitung der Darlehenslaufzeiten auf bis zu sechs Jahre und Anhebung der bisher nur für KMU vorgesehenen Haftungsfreistellungen auch für große Unternehmen auf 90 %).

  1. Verlängerung der Ausgangsbeschränkung und der sonstigen bayerischen Infektionsschutzmaßnahmen

Das Gesundheitsministerium wird mit Zustimmung des Ministerrats die Geltungsdauer der in Bayern bestehenden Regelungen zur Reduzierung sozialer Kontakte einheitlich bis zum Ablauf des 19. April 2020 verlängern.

  1. Gesundheit und Soziales
  • Personelle Verstärkung der Gesundheitsämter in Bayern Die Bayerische Staatsregierung hält die konsequente Fortführung der Eindämmungs-Strategie für wichtig, um die Ausbreitung von Coronavirus-Infektionen im Freistaat zu verlangsamen. In diesem Zusammenhang sollen in allen Landkreisen Contact Tracing Teams für die Ermittlung, Aufklärung und Begleitung von Kontaktpersonen bestätigter COVID-19-Patienten eingesetzt werden. Der hierfür bei den Gesundheitsämtern zusätzlich erforderliche Personalbedarf von rund 3.000 Mitarbeitern wird durch Abordnungen aus anderen Ressorts gedeckt. Außerdem werden die Gesundheitsämter durch Polizeibeamte unterstützt. Das Gesundheitsministerium wird sich besonders um die Gewinnung von medizinischem Fachpersonal kümmern.
  • Unterstützung der Krankenhäuser bei der Verpflegung des Personals Ab dem 1. April wird der Freistaat Bayern eine kostenfreie Verpflegung für alle Bediensteten bayerischer Krankenhäuser, Universitätsklinika, Rehabilitationskliniken sowie Alten-, Pflege- und Behinderteneinrichtungen sicherstellen. Der Freistaat übernimmt dabei die Kosten für die Verpflegung der Bediensteten durch Kantinen und, für den Fall, dass Einrichtungen keine Verpflegungsmöglichkeit vorhalten können, übliche und angemessene Kosten für externe Bewirtung, etwa durch Catering. Die Erstattung wird auf Antrag der jeweiligen Einrichtung erfolgen. Die Finanzierung erfolgt aus dem Sonderfonds Corona-Pandemie. Mit der Abwicklung des Programms wird das Landesamt für Finanzen beauftragt.

 

Montag, 30. März:

Renovabis-Recherchepreis Osteuropa verlängert die Bewerbungsfrist – Die Berichterstattung aus Osteuropa stärken: Das ist das Ziel des Recherchepreises Osteuropa. Trotz der Corona-Pandemie wollen die Organisatoren auch in diesem Jahr am Recherchepreis festhalten – in der Hoffnung und im Vertrauen darauf, dass später im Jahr Recherche-Reisen in den Osten Europas wieder möglich sein werden und Berichte über die Situation vor Ort, angesichts der Krise, umso wichtiger sein könnten. Der Preis wird von „Hoffnung für Osteuropa“ und dem katholischen Osteuropahilfswerk Renovabis in Form eines Stipendiums vergeben und soll herausragenden Journalistinnen und Journalisten die Recherche und Produktion aufwändiger Printreportagen für deutschsprachige Medien ermöglichen. Der Preis ist mit bis zu 7.000 Euro dotiert. Angesichts der aktuellen Situation und den damit verbunden Schwierigkeiten wurde die Bewerbungsfrist bis zum 30. April 2020 verlängert. Nähere Informationen finden Sie unter www.renovabis.de/recherchepreis

Berufsverband Aktionskreis City- und Stadtmarketing Bayern e.V.: Die bayerischen Innenstädte kämpfen bereits seit Jahren um Lebendigkeit und Versorgungsfunktion. Von allen Innenstadtakteuren spürt insbesondere der Handel, was Digitalisierung bedeutet und dass neue Geschäftsmodelle, stationär wie digital, umgesetzt werden müssen. Hier helfen viele staatliche und private Beratungsstellen. Der Wandel führt zu zukunftsgerichteten Lösungen aber auch, und häufig unbeabsichtigt, zu Leerständen in den Städten und Gemeinden des Landes. Die europäische Stadt, wie wir sie kennen, mit einem starken Zentrum und einer guten Erreichbarkeit über kurze Wege gibt es zudem aufgrund verfehlter Stadtentwicklungspolitik mancherorts nicht mehr. Die Pandemie, die durch das Virus Convid 19 verursacht wird, gefährdet die Gesundheit der Menschen massiv und ganz direkt, sehr massiv aber auch unsere Wirtschaft und in besonderem Maße die häufig schon kränkelnden innerstädtischen Strukturen. Die ohne jeden Zweifel richtigen derzeit geltenden Allgemeinverfügungen, Ausgangsbeschränkungen und Geschäftsschließungen führen allerdings derzeit zu toten Innenstädten.

 Was ist zu tun?

Die Innenstadtakteure, Künstler, Gastronomen, Immobilieneigentümer und natürlich der Handel brauchen heute Soforthilfen in Milliardenhöhe, vereinfachte Möglichkeiten Kurzarbeit zu beantragen. Vermieter von Handelsflächen sollten sich in Abstimmung mit ihren Mietern kulant zeigen und mit Augenmaß agieren.

 Was brauchen die Innenstädte nach der Krise?

Um das Desaster nach der Corona-Krise ein wenig aufzufangen, fordert der Berufsverband der bayerischen Citymanager AKCS e.V. und damit der Hüter florierender Innenstädte in Bayern endlich und in dieser Situation ganz besonders:

  • Die verkaufsoffenen „Marktsonntage“, die den derzeitigen Sonderregelungen zum Opfer fallen, müssen nachgeholt werden können. Generell muss bei allen vier möglichen verkaufsoffenen Sonntagen sowohl der Anlassbezug als auch die Einschränkung des räumlichen Geltungsbereiches fallen! Und das bedeutet auch: Mitarbeiter schützen, wie der Handel das ohnehin schon tut, und dennoch an Sonntagen mit besonders vergüteten Leistungen öffnen.
  • Unter der Woche sind sogenannte „Shopping-Nächte“ sehr beliebt. Die bayerischen Kommunen müssen die Möglichkeit bekommen, bis zu vier dieser Erlebnisabende für die ganze Familie ohne notwendigen umfassenden Rahmen kultureller Veranstaltungen pro Jahr veranstalten zu können, und bitte auch landesweit einheitlich!
  • Derzeit gibt es für Unternehmen vielfältige Wege, Fördermittel und Kredite zu beantragen. Das muss auch für die „Wiederbelebung“ unserer Innenstädte und für Citymanagementorganisationen gelten, die in der Mehrzahl als Vereine organisiert sind.
  • Endlich ein klares bayerisches „Ladenöffnungsgesetz“! Wir fordern Lösungen für die rechtssichere und landesweit einheitliche Regelung der verkaufsoffenen „Marktsonntage“ und verlängerten Öffnungszeiten unter der Woche, sogenannten „Einkaufsnächten“.

Das Leben muss nach der Krise wieder zurück in die Innenstadt geholt werden. Die City- und Stadtmarketingorganisationen Bayerns können das und werden das mit ihrer ausgeprägten Kompetenz leisten, wenn die insbesondere rechtlichen Rahmenbedingungen stimmen.

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Bürgertelefon der Stadt Rosenheim. Nachdem der im Rahmen der Corona-Krise vom Freistaat Bayern ausgerufene Katastrophenfall nach wie vor andauert hält die Stadt Rosenheim ihr Bürgertelefon bis auf Weiteres von Montag bis Freitag, 8 – 16 Uhr aufrecht. Am Samstag steht das städtische Bürgertelefon den Bürgerinnen und Bürgern von 8 – 12 Uhr zur Verfügung. Am Sonntag ist das Bürgertelefon nicht besetzt. Das Bürgertelefon der Stadt Rosenheim ist unter der Rufnummer 08031/365 8 365 erreichbar. Auch der Landkreis Rosenheim hat seit langem ein Bürgertelefon eingerichtet. Es ist zu den gleichen Zeiten unter der Rufnummer 08031/392 5555 erreichbar.

BR extra mit Ministerpräsident Söder – Am Dienstag, 31.3., 19 Uhr im BR Fernsehen: Die Bayerische Staatsregierung hat die Ausgangbeschränkungen wegen des Coronavirus bis zum 19.4.2020 verlängert. Welche Wirkungen haben sie bislang erzielt? Wie ist die Lage in den bayerischen Krankenhäusern? Wann werden ausreichend Schutzmasken geliefert? Welchen Schaden nehmen die bayerischen Betriebe? Und kommt die staatliche Unterstützung dort schon an, wo sie dringend gebraucht wird? Diese und weitere Fragen stellt BR-Chefredakteur Christian Nitsche dem Bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder in einem BR extra am Dienstag, den 31. März 2020 von 19.00 bis 19.30 Uhr. Die Sendung wird live im BR Fernsehen übertragen, ebenso auf der Informationswelle B5 aktuell und dem Onlineangebot BR24 in Web, App und Social Media.

Münchner Kultur GmbH informiert: „Am Samstag, den 25. April 2020 sollte die 21. Lange Nacht der Musik stattfinden. Die bisherigen Maßnahmen der Bundes- und Landesregierung bzgl. des Coronavirus  betreffen aktuell  den Zeitraum bis einschließlich 19. April 2020. Es ist davon auszugehen, dass auch im unmittelbaren Zeitraum danach keine Großveranstaltungen stattfinden können. Von daher haben wir im Sinne der Planungssicherheit und zum Schutz für unsere Partner*innen wie Besucher*innen die Entscheidung getroffen, Die Lange Nacht der Musik für dieses Jahr abzusagen. Eine Verschiebung in den Herbst ist aufgrund des langen Vorlaufs der Veranstaltung und des dichten Terminkalenders  Münchens nicht möglich. Wir möchten uns auf die kommende Musiknacht konzentrieren und hoffen auf ein fröhliches, ausgelassenes Livemusikfest am 8. Mai 2021.“

Kultur- und Heimatpflege des Bezirks Oberpfalz: Corona macht auch vor dem Immateriellen Kulturerbe nicht halt. Aufgrund der aktuellen Situation müssen wir den Zwiefachentag „Dou setz ma uns nieder…“ – Die Oberpfalz und ihre Zwiefachen, der am 18. April in Berching Station machen sollte, leider verschieben.Dies gilt natürlich auch für die Eröffnung der Abendveranstaltung um 19 Uhr, zu der Sie von Herrn Bezirkstagspräsidenten Franz Löffler und Herrn Bürgermeister Ludwig Eisenreich eingeladen wurden. Glücklicherweise konnten wir mit der Stadt Berching bereits einen Nachholtermin vereinbaren. Da zu erwarten ist, dass viele Veranstaltungen in den Herbst verlegt werden, und wir der Meinung sind, dass zunächst die Veranstalter, die jetzt ums finanzielle Überleben kämpfen müssen, zum Zug kommen sollten, holen wir den Zwiefachentag erst im nächsten Jahr nach. Neuer Termin für „Dou setz ma uns nieder… – Die Oberpfalz und ihre Zwiefachen ist der 24. April 2021.

 Verband der Heimat- und Trachtenvereine Salzkammergut: Aufgrund der aktuellen Situation in unserem Bundesland und nach Absprache mit dem Bürgermeister der Gemeinde St. Wolfgang, Herrn Franz Eisl sowie den Verantwortlichen des Festausschusses möchte ich mit meinem Schreiben kundtun, dass wir unser 100jähriges Jubiläum von 16.-17.Mai 2020 verschieben werden. Diesen Schritt sehen wir als Verband nötig, um die Teilnehmer/Innen und alle, die das Fest besuchen wollten, zu schützen. Dennoch möchten wir dieses Jubiläum im Jahr 2021 nachholen. Derzeit steht aber noch kein Datum fest. Diesen neuen Termin werden wir Euch zeitgerecht mitteilen und bitten Euch auch dann wieder dabei zu sein. In der Hoffnung, dass sich die allgemeine Lage bald stabilisiert, verbleibe ich mit unserem trachtlerischen Gruß „Frisch auf“  und „bleibt‘s gesund“ – Obmann Stv. Kons. Elfriede Schweikardt.

Regierung von Oberbayern – Corona-Krisendienst: Telefon 0180 / 655 3000: Der Krisendienst Psychiatrie steht allen Menschen, die durch die Corona-Krise in eine psychische Notlage geraten, mit Rat und Tat zur Seite. Die Leitstelle des Krisendienstes Psychiatrie ist täglich rund um die Uhr erreichbar.

Derzeit erreichen den Krisendienst durchschnittlich rund 133 Anrufe pro Tag. „Seit Beginn der Ausgangsbeschränkungen haben unsere Krisengespräche und die Einsätze der aufsuchenden Teams zunehmend Ängste rund um das Coronavirus zum Inhalt“, schildert die Psychiaterin Dr. Petra Brandmaier, stellvertretende ärztliche Leitung der Leitstelle. In Zusammenhang mit besonderen Anlässen steigen die Anrufe stark an. Dies war beispielsweise unmittelbar nach der Verkündung der Ausgangsbeschränkungen der Fall. „Da haben den Krisendienst 184 Anrufe erreicht, es gab also einen deutlichen Anstieg“, schildert Dr. Brandmaier. „Dafür sind wir gut gerüstet, ein Notfallplan ist erstellt und unsere sehr motivierten Mitarbeitenden stehen mit telefonischer und bei dringlichen Notlagen auch mit aufsuchender Hilfe zur Verfügung.“ Wenn die Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen länger andauern, rechne die Leitstelle mit einer weiteren Zunahme der Anrufe. Durch die aktuelle Lage verstärken sich seelische Notlagen nicht nur bei Menschen, die bereits wegen entsprechender Erkrankungen in Behandlung sind. Auch Personen ohne begleitende andere psychosoziale Belastungen oder psychiatrische Erkrankungen erleben die derzeitige Situation als extrem belastend. „Meist bringt ein sortierendes Gespräch mit uns eine gute Entlastung“, erklärt Dr. Brandmaier. „Wir hören zu, fragen nach und klären mit den Anrufenden gemeinsam die Situation.“ In selteneren Fällen, in denen das Gespräch nicht ausreicht, bietet die Leitstelle weiterführende Hilfen bei den Netzwerkpartnern an – unter anderem mobile Kriseneinsätze und Gesprächstermine bei regionalen Sozialpsychiatrischen Diensten (SpDi). Kriseneinsätze werden teilweise im Freien durchgeführt, um das Team und die Klienten zu schützen. Auch die persönlichen Beratungen in den SpDi sind ein wichtiger Baustein der Krisenhilfe bei akuten seelischen Notlagen. „Selbstverständlich werden überall die geltenden Hygienevorschriften eingehalten“, versichert Dr. Brandmaier.

Der Bezirk Oberbayern finanziert den Krisendienst Psychiatrie mit rund 7,4 Millionen Euro pro Jahr. Damit Ängste und Sorgen, die die Corona-Krise hervorrufen kann, nicht überhandnehmen, rät auch Bezirkstagspräsident Josef Mederer folgende allgemeingültige Empfehlungen zu beherzigen:

  1. Dringende Beachtung der aktuell gültigen Regeln
  2. Bewegung und Sport wie erlaubt
  3. Beibehaltung einer Tagesstruktur oder entsprechende Planung einer angepassten Tagesstruktur
  4. Soziale Kontakte aufrechterhalten mit den aktuellen Möglichkeiten (Telefon, Internet)
  5. Vernünftiges Informationsverhalten, nicht ständige Beschäftigung mit dem Thema Corona

Sonntag, 29. März:

COVID-19-Lagebericht – vom Landratsamt Rosenheim: Der vorliegende Lagebericht soll die aktuelle Situation in Stadt und Landkreis Rosenheim zu Erkrankungen mit dem neuartigen Coronavirus (COVID-19) widerspiegeln. Die Daten beruhen auf den Meldedaten nach dem Infektionsschutzgesetz bis zum 28.03.2020 (Stand: 24 Uhr). Aufgrund von Aktualisierungen kann es zu Veränderungen kommen. Bis zu diesem Zeitpunkt wurden dem Gesundheitsamt 873 Fälle von COVID-19 gemeldet. Es werden seit zwei Tagen etwas weniger Fälle pro Tag gemeldet. Um einen Trend abzulesen, ist es allerdings derzeit noch zu früh. Bisher sind sieben Personen an der Erkrankung gestorben. Im Moment werden 31 COVID-19-Patienten auf Intensivstationen in Stadt und Landkreis Rosenheim behandelt. Die Zahl an Intensivbetten in Stadt und Landkreis Rosenheim wird aufgestockt. Das Gesundheitsamt Rosenheim empfiehlt weiterhin ausdrücklich, sich an die Ausgangsbeschränkungen zu halten, um eine weitere Ausbreitung der Erkrankung zu verhindern. Es sollten insbesondere Personen mit Erkältungssymptomen wie Husten, Fieber, Gliederschmerzen oder Geruchssinnsstörungen jegliche Kontakte vermeiden und ggf. telefonisch mit dem Hausarzt bzgl. einer Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung Kontakt aufnehmen.

Aus aktuellem Anlass informieren Ministerpräsident Dr. Markus Söder, Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger, Innenminister Joachim Herrmann und Gesundheitsministerin Melanie Huml über die neuesten Entwicklungen zur Coronavirus-Infektion in Bayern im Rahmen einer Pressekonferenz am Montag, 30. März 2020, um 12.30 Uhr. Die Pressekonferenz wird als Live-Stream übertragen auf Facebook, YouTube und Instagram unter „bayern.de“ sowie auf www.bayern.de (http://www.bayern.de) . Auch das Bayerische Fernsehen berichtet live.

Samstag, 28. März:

Stadt und Landkreis Rosenheim suchen dringend Pflegepersonal – Für den Dienst in den RoMed-Kliniken bzw. in Pflege- und Altenheimen suchen Stadt und Landkreis Rosenheim kurzfristig und dringend Pflegepersonal. Auch Lösungen in Teilzeit sind möglich. Ein Teil der Pflegekräfte in den Alten- und Pflegeheimen kann auch in infektiösen Bereichen eingesetzt werden. Die Bereitstellung von Schutzkleidung ist hier sichergestellt. Interessierte Frauen und Männer melden sich per E-Mail unter pflegehilfe@kfv-rosenheim.de. Wichtige Angaben wären die persönlichen beruflichen Voraussetzungen sowie ab wann sie zur Verfügung stehen. Die RoMed-Kliniken suchen Unterstützung für ihre Pflegekräfte und Ärzte. Melden können sich hier Personen, die Erfahrung oder eine Ausbildung in der Pflege oder als medizinische Assistenz haben oder Medizin studieren oder ein Praktikum in der Alten- oder Krankenpflege (z.B. freiwilliges soziales Jahr) absolviert haben. Die RoMed Kliniken bieten einen auf bis zu drei Monate befristeten Arbeitsvertrag und eine Bezahlung entsprechend der Erfahrung bzw. Qualifikation im Rahmen des Tarifvertrages des öffentlichen Dienstes. Interessierte melden sich hier per E-Mail unter pflegedirektion@ro-med.de.

Freitag, 27. März:

Stadt Rosenheim – Lieferservice: Das städtische Sozialamt bietet ab sofort einen Lebensmittel-Lieferservice für Seniorinnen und Senioren und Personen mit Risikoerkrankungen an. „Wir wollen insbesondere älteren Mitbürgerinnen und Mitbürgern während der aktuellen Ausgangsbeschränkungen helfen und sie beim Einkauf der wichtigsten Lebensmittel oder mit einer Besorgungsfahrt zur Apotheke unterstützen“, so Sozialamtsleiter Christian Meixner. Wer diesen Service in Anspruch nehmen möchte, kann sich bei Fr. Rastinger-Daburger von der Sozialen Stadt Rosenheim unter der Telefonnummer 365 2122 melden.

Stadt Rosenheim – Parkanlagen: Die Führungsgruppe Katastrophenschutz (FüGK) hat in ihrer heutigen Sitzung (27.03.2020) als eine weitere Maßnahme zur Verminderung der Ausbreitung des Corona-Virus beschlossen, dass sämtliche städtischen Parkanlagen bis auf weiteres gesperrt werden. „Diese Maßnahme ist notwendig, um das sog. ‚Social Distancing‘ als eigentliches Ziel der vom Freistaat Bayern verhängten Ausgangsbeschränkungen durchsetzen zu helfen. Wir mussten leider feststellen, dass zahlreiche Menschen Freizeitaktivitäten zunehmend in die städtischen Parkanlagen verlegt und sich quasi häuslich auf den Parkbänken niedergelassen haben. Dies widerspricht der Zielsetzung, im Interesse der Gesundheit unserer Bürgerinnen und Bürger soziale Kontakte außerhalb des eigenen engeren familiären Umfelds auf ein absolutes Minimum zu begrenzen. Auch wenn wir wissen, dass wir damit gerade bei dem jetzt schöneren Wetter wahrscheinlich etliche Menschen verärgern, sind wir zu diesem Schritt leider gezwungen“, so Rosenheims Stadtbrandrat und FüGK-Leiter Hans Meyrl. Die Sperrungen sollen noch heute (27.03.2020) eingerichtet werden. Sie gelten zunächst auf unbestimmte

Bayerische Staatskanzlei: Am vergangenen Dienstag kündigte Ministerpräsident Dr. Markus Söder an, ein Dreiergremium werde die derzeit notwendigen, aber einschneidenden Maßnahmen in der Corona-Krise überwachen und prüfen – heute fand das Auftakttreffen mit dem Leiter des Katastrophenstabes, Staatsminister Dr. Florian Herrmann, in der Staatskanzlei statt. Die ehemalige evangelische Münchner Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler sowie die ehemaligen Präsidenten der Oberlandesgerichte Nürnberg bzw. Bamberg, Dr. Christoph Strötz und Clemens Lückemann, bilden den Dreierrat Grundrechtsschutz. Aufgabe des Beratergremiums ist es, die Staatsregierung zu unterstützen, den bestmöglichen Ausgleich zwischen effektivem Infektionsschutz und geringstmöglichen Freiheitsbeschränkungen zu finden. Der Dreierrat Grundrechtsschutz wird fortan regelmäßig tagen und sich mit der Staatsregierung austauschen.

Staatsminister Dr. Florian Herrmann: „Grundrechtsschutz hat auch in diesen Zeiten höchste Priorität. Das Monitoring ist sinnvoll, um umfassend zu bewerten, inwieweit die getroffenen Maßnahmen juristisch und ethisch mit unserem Rechtsstaat in Einklang zu bringen sind. Diese Transparenz ist unabdingbar, gerade für die Akzeptanz in der Bevölkerung.“

Rosenheim. Der Rosenheimer Stadtrat hat entschieden, bis zum Ende der Legislaturperiode nicht mehr in voller Besetzung zu tagen. Es wurde ein sog. Pandemie-Rat bestellt, der alle Befugnisse eines Ferienausschusses hat.Aufgrund der aktuellen Gefahrenlage durch das Corona-Virus hat das Bayerische Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration mit Schreiben vom 20.03.2020 ergänzend zur Allgemeinverfügung durch das Staatsministerium für Gesundheit und Pflege vom 16.03.2020 empfohlen, bis zur Ende der Wahlperiode am 30.04.2020 einen Ferienausschuss zu berufen. Dadurch soll der Geschäftsgang der Kommunen nicht gefährdet, aber gleichzeitig der Schutz vor weiterer Verbreitung des neuartigen Corona-Virus maximal gewährleistet werden. Dieser Empfehlung ist der Rosenheimer Stadtrat nachgekommen und hat einen mit allen Befugnissen des Ferienausschusses ausgestatteten Pandemie-Rat bis zum Ende der Legislaturperiode bestellt. Die Zuständigkeit des Pandemie-Rats beginnt am 01.04.2020 und endet am 30.04.2020. Die Sitzungen finden am 01.04.2020, und am 29.04.2020 statt und erledigen alle Aufgaben des Stadtrates und seiner sonstigen Ausschüsse. Die Tagesordnungspunkte werden auf das Notwendigste beschränkt. Lediglich unverzichtbare und unaufschiebbare Entscheidungen werden in dieser Zeit getroffen. Alle weiteren Entscheidungen, Bekanntgaben und Sachstandsberichte werden bis zur Entspannung der Lage vertagt.

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Die Caritas weitet ihre Unterstützung im Kampf gegen die Corona-Pandemie aus. Spezifische Corona-Hilfsprojekte im Libanon und Burundi sind angelaufen, um bestehende Gesundheits- und Versorgungsstrukturen in den Ländern für einen massiven Ausbruch der Epidemie zu wappnen. „Wir müssen mit unseren Mitteln dafür sorgen, dass sich die Menschen auf eine Epidemie bestmöglich vorbereiten. Dafür müssen wir jedes unserer Projekte überprüfen, um sie – wenn möglich – mit Corona-Komponenten zu ergänzen“, erläutert Oliver Müller, Leiter von Caritas international. Das Hilfswerk des Deutschen Caritas-Verbandes hat bereits in der vergangenen Woche eine erste Corona-Hilfsmaßnahme mit 50.000 Euro für Jordanien eingeleitet. Sie soll die Arbeit von zwölf Gesundheitszentren sichern.  Der gleiche Betrag steht nun auch für ein Projekt im Libanon bereit. Das Land, das bereits in einer tiefen wirtschaftlichen Krise steckt, hat mit der heraufziehenden Viruskrise eine landesweite Ausgangssperre erlassen, was die Arbeitslosigkeit drastisch erhöhte. Zudem hat die Regierung den medizinischen Notstand ausgerufen. Ein Ausbruch der Corona-Epidemie hätte für das Land fatale Folgen. Das Projekt der Caritas soll nun besonders bedürftige Menschen mit Geldleistungen unterstützten, ihre medizinische Behandlung und Versorgung mit Medikamente gewährleisten, sowie Arbeitslose mit Lebensmittelpaketen versorgen. Das Projekt in Bujumbura, der Hauptstadt Burundis, hilft einer Partnerorganisation von Caritas international, sich auf einen Corona-Ausbruch vorzubereiten. Die Mittel von 35.000 Euro dienen dazu, Corona-Schutzausrüstung und Hygienemaßnahmen für Gesundheitsstationen zu finanzieren, in denen HIV-Infizierte bereits behandelt werden. „Diese Menschen gehören zu den Risikogruppen und benötigen daher besondere Schutzmaßnahmen, die wir somit sicherstellen können“, erklärt Oliver Müller.  Um die Corona-Krise zu bewältigen, braucht es jetzt eine weltweite Zusammenarbeit. „Solidarität ist geboten, nicht nationaler Eigensinn“, appelliert Oliver Müller, der damit an die Forderung von UN-Generalsekretär Antonio Guterres anknüpft, Kampfhandlungen weltweit zu beenden, um die Seuche zu bekämpfen. Das meint nicht nur reale militärische Gewalt, sondern zielt auch auf Auseinandersetzungen unter den Ländern, die mit wirtschaftlichen Mitteln geführt werden. „Man sollte darüber nachdenken, Sanktionen gegen manche Länder vorübergehend aufzuheben, damit sich diese auf die Corona-Epidemie überhaupt vorbereiten können. Es geht hier nicht mehr um politische Vormachtstellung, sondern schlicht um Menschenleben.“

Für die weltweite Hilfe im Kampf gegen das Coronavirus ruft Caritas international zu Spenden auf:

Caritas international, Freiburg
Stichwort: „Corona-Hilfe
IBAN: DE88 6602 0500 0202 0202 02,
Bank für Sozialwirtschaft Karlsruhe,
BIC: BFSWDE33KRL
oder online unter: https://www.caritas-international.de/spenden/

Diakonie Katastrophenhilfe, Berlin
IBAN: DE68 5206 0410 0000 5025 02
Evangelische Bank eG
BIC GENODEF1EK1
oder online unter www.diakonie-katastrophenhilfe.de/spenden/

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Ordnungsamt der Stadt Rosenheim: Im Zusammenhang mit den Allgemeinverfügungen von Stadt und Landkreis Rosenheim zur vierzehntägigen Quarantäne von sog. Kontaktpersonen erkrankter Corona-Patienten teilt das Ordnungsamt der Stadt Rosenheim mit: „Auf schriftliche Anfrage können betroffene Arbeitnehmer mit Wohnsitz in der Stadt Rosenheim als Nachweis für den Arbeitgeber eine Bestätigung über die angeordnete Quarantäne als Nachweis erhalten. Die Bestätigung kann alternativ auch von Arbeitgebern angefordert werden, wenn sie die Zustimmung des jeweiligen Arbeitnehmers vorlegen können. Entsprechende Anfragen können Betroffene oder deren Arbeitgeber direkt an das städtische Ordnungsamt richten“, so Amtsleiter Oliver Horner.

Donnerstag, 26. März:

Landeskomitee der Katholiken: Steuerpflichtige Gläubige in Notfällen entlasten. Das Landeskomitee der Katholiken in Bayern ruft die bayerischen Diözesen angesichts des wirtschaftlichen Abschwungs während der Coronakrise zu Flexibilität bei der Erhebung der Kirchensteuer auf. „Die katholische Kirche ist einerseits auf die Kirchensteuer als Hauptfinanzierungsquelle ihrer pastoralen und gesellschaftlichen Aufgaben dringend angewiesen. Gleichzeitig muss die Kirche ihren Reden von Solidarität und Gerechtigkeit auch Taten folgen lassen und sollte steuerpflichtige Gläubige nicht überproportional zur Zahlung heranziehen“, heißt es in einer aktuellen Stellungnahme des katholischen Laiengremiums. Insbesondere bei Abfindungszahlungen im Zuge eines Arbeitsplatzverlustes oder bei Lohneinbußen durch Kurzarbeit solle die Kirchensteuer individuell bemessen werden. Die drastischen Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus führten dazu, „dass etliche Branchen erhebliche Einbußen erleiden und damit einzelne Betriebe ihre Produktion einstellen und schließen müssen“, so die Stellungnahme. Das wiederum führe zu wirtschaftlicher Unsicherheit und zunehmend auch zu Arbeitslosigkeit. Im Falle des Abbaus von Arbeitsplätzen sähen Tarifverträge oder Sozialpläne Abfindungszahlungen für Arbeitskräfte vor, die ihren Arbeitsplatz verlieren. „Die Regelungen in solchen Notfällen sind aus Sicht der katholischen Soziallehre nur zu begrüßen“, schreiben die katholischen Laien. Allerdings führten diese einmaligen Abfindungszahlungen, die bis zu zwei Jahresgehälter betragen können, aufgrund der geltenden Steuerprogression „nicht nur zu einer absolut, sondern auch zu einer relativ höheren Lohn- und Einkommenssteuer, und in der Folge für die steuerpflichtigen Gläubigen auch zu einer absolut und relativ höheren Kirchensteuer“. Zudem zeige die aktuelle Krise, dass zahlreiche Beschäftigte durch Kurzarbeit Lohneinbußen hinnehmen müssen. „Aktuell steht ihnen damit weniger Einkommen zur Verfügung, sie müssen aber womöglich für das vergangene Jahr noch höhere Kirchensteuerzahlungen leisten“, gibt das Laiengremium zu bedenken. Das Landeskomitee ersucht deshalb die sieben bayerischen Diözesanbischöfe, durch die jeweiligen diözesanen Kirchensteuerämter als Vollzugsbehörden der gemeinschaftlichen Steuerverbände für Kirchensteuerzahler die Möglichkeit zu prüfen, die Steuer über mehrere Jahre verteilt zu zahlen (Stundung) oder die durch die steuerliche Progression auch relativ höhere Kirchensteuer abweichend festsetzen zu lassen. Aus Gründen der Gerechtigkeit und mit Blick auf die gemeinschaftlichen Aufgaben, die durch das Kirchensteueraufkommen erfüllt werden, werde allerdings „ein vollständiger Erlass nur in Ausnahmefällen in Frage kommen“. (hs)

Landratsamt Rosenheim: Kfz-Zulassungen nur noch in Ausnahmefällen – Aufgrund der aktuell geltenden Ausgangsbeschränkungen hat das Landratsamt Rosenheim alle Zulassungsstellen geschlossen. Einzige Ausnahme ist die Zulassungsstelle des Landkreises in Rosenheim, in der noch vorab vereinbarte Termine erledigt werden können. Allerdings werden nur dringend notwendige Zulassungen vorgenommen, beispielsweise für eine Pflegekraft oder einen Polizeibeamten. Um die Dringlichkeit im Einzelfall prüfen zu können, sind Terminvereinbarungen nur telefonisch oder schriftlich möglich. Online-Termine über die Homepage des Landkreises werden nicht mehr vergeben.

Auf Initiative von Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber wird die bayerische „Corona-Soforthilfe“ ausgeweitet. Nun können auch für nichtlandwirtschaftliche Unternehmenszweige wie Urlaub auf dem Bauernhof oder Angebote zur Gemeinschaftsverpflegung Anträge gestellt werden. Ministerin Kaniber: „Damit wird das Hilfspaket der Staatsregierung rund. Denn diese Nebenbetriebe können im Einzelfall genauso betroffen sein wie Hotels und Gaststätten.“ Auch sie dürfen keine Touristen mehr als Gäste aufnehmen. Und bei Direktvermarktern und Caterern, die nun mehrere Wochen ihre Klientel wie Kitas und Schulen nicht mehr beliefern können, könnte es ebenfalls zu Liquiditätsengpässen kommen, so Kaniber. Für solche Fälle besteht nun die Möglichkeit, Sofortgeld zu beantragen. Die Antragstellung auf Soforthilfe ist mit dem entsprechenden Formblatt bei der zuständigen Bezirksregierung zu stellen. Die Hilfe reichen von 5.000 Euro bei fünf Beschäftigten bis zu 7.500 Euro bei zehn Beschäftigten. Auch die Bundesregierung hat am 23. März 2020 nach bayerischem Muster eine „Corona-Soforthilfe für Kleinstunternehmen und Soloselbständige“ beschlossen. Diese müsse dann auch landwirtschaftlichen Betrieben offenstehen, fordert die Ministerin. Für coronabedingte Liquiditätsengpässe in der Landwirtschaft sollen neben den Kreditangeboten der Landwirtschaftlichen Rentenbank zusätzlich Soforthilfen des Bundes bereitstehen. Bayern plant, auch dieses Soforthilfeprogramm des Bundes wie schon das Bayerische Soforthilfeprogramm über die Regierungen, abzuwickeln. Für das Bundesprogramm müssen die Beteiligungsmöglichkeit der Landwirtschaft sowie die genauen Umsetzungsvorgaben zwischen Bund und Ländern noch ausgearbeitet werden. Der Zeitpunkt für eine Antragstellung ist derzeit noch nicht bekannt.

Corona-Krise: Bürgertelefon der Stadt Rosenheim weiter in Betrieb

Das städtische Bürgertelefon unter der Rufnummer 08031 – 365 8 365 ist heute, Donnerstag, 26. März und morgen, Freitag, 27. März 2020 jeweils von 8 – 16 Uhr in Betrieb. Am Samstag, 28. März und am Sonntag, 29. März 2020 ist das Bürgertelefon jeweils von 8 – 12 Uhr besetzt.

Dienstag, 24. März:

Der Dorfladen in Sachrang informiert:
Zusammenhalten heißt auch „Hand in Hand“ arbeiten! Ihr Sachranger Dorfladen hat die Waren des täglichen Bedarfs wie gewohnt ausreichend im Sortiment und wird regelmäßig beliefert. Engpässe gibt es kaum bzw. nur sehr kurzfristig. Die regionalen Waren unserer Tiroler Nachbarn vom Niederndorferberg • Sennerei Hatzenstädt • Hinterschachnerhof und • Mittertrey erhalten Sie wie gewohnt im Dorfladen.
Bestellungen für Fleischwaren von der Metzgerei Angermann können zum nächsten Werktag geliefert werden. Unsere Mitarbeiter/innen beachten sehr genau die notwendigen Hygienemaßnahmen. Kunden, die unseren Laden betreten desinfizieren sich die Hände und halten Abstand. Wir bitten unsere Kunden aber zu unser aller Schutz: nutzen Sie stärker unseren Lieferservice! Sie erreichen uns per Telefon 08057 9045123, per Fax 08057 9045124, per Mail info@der-sachranger.de oder per Brief in den Briefkasten rechts vom Eingang „Hand in Hand“ unterstützen uns beim Liefern auch viele Sachranger Bürger. So können wir Ihnen zu der Bestellung im Dorfladen auch die warme Mahlzeit liefern, die Sie in den Gaststätten Sachrangs bestellen und nicht selbst holen können – ob Pizza, das Nudelgericht oder die Fleischmahlzeit (bitte keine Fischgerichte).
Wir halten zusammen und so sichern wir alle gemeinsam unser Leben in Sachrang. Bleiben sie gesund!

Landkreis Rosenheim erließ Allgemeinverfügung zu Kontaktpersonen der Kategorie I

Personen, die direkten Kontakt mit einem bestätigten COVID-19-Patienten hatten, müssen 14 Tage in häusliche Quarantäne. Der Landkreis Rosenheim erließ heute (24.03.20) eine entsprechende Allgemeinverfügung, die am 25. März in Kraft tritt. Die Allgemeinverfügung des Landkreises entlastet das Team des Staatlichen Gesundheitsamtes, weil eine telefonische oder schriftliche Anhörung von Kontaktpersonen der Kategorie I nicht mehr notwendig ist. Konkret heißt das, für Personen, die durch das Staatliche Gesundheitsamt als Kontaktpersonen der Kategorie I ermittelt sind, wird für einen Zeitraum von 14 Tagen eine so genannte häusliche Quarantäne angeordnet. Die Absonderung beginnt mit dem letzten Kontakt zum bestätigten SARS-CoV-2-Fall. Sollten sich innerhalb dieser 14-tägigen Quarantänezeit Erkrankungssymptome wie Husten, Schnupfen, Fieber, Kurzatmigkeit, Muskel-, Gelenk-, Kopf- oder Halsschmerzen entwickeln, verlängert sich die Quarantäne um weitere 14 Tage, beginnend ab dem ersten Tag des Auftretens der Erkrankungssymptome. Diese Anordnung endet nach Ablauf dieser 14 Tage aber nur, wenn die Kontaktperson 48 Stunden vor Ablauf der Quarantänezeit symptomfrei ist. Sollte dies nicht der Fall sein, verlängert sich die Quarantänezeit so lange, bis die Person 48 Stunden symptomfrei ist. In dieser Zeit darf die Wohnung ohne ausdrückliche Zustimmung des Gesundheitsamtes nicht verlassen werden. Lediglich der Aufenthalt im Garten oder auf dem Balkon ist gestattet. Der Besuch von Personen, die nicht dem Haushalt angehören, ist untersagt.

Wer Kontaktperson der Kategorie I ist, hat das Robert-Koch-Institut festgelegt. Dies sind:

  • Personen mit kumulativ mindestens 15-minütigem Gesichts- („face-to-face“) Kontakt, z.B. im Rahmen eines Gesprächs. Dazu gehören z.B. Personen aus Lebensgemeinschaften im selben Haushalt.
  • Personen mit direktem Kontakt zu Sekreten oder Körperflüssigkeiten, insbesondere zu respiratorischen Sekreten eines bestätigten COVID-19-Falls, wie z.B. Küssen, Kontakt zu Erbrochenem, Mund-zu-Mund Beatmung, Anhusten, Anniesen, etc.
  • Personen die aerosolbildenden Maßnahmen ausgesetzt sind
  • Medizinisches Personal mit Kontakt zum bestätigten COVID-19-Fall im Rahmen von Pflege odermedizinischer Untersuchung (≤ 2m), ohne verwendete Schutzausrüstung.

Der Wirtschaftsbeirat der Union e.V. informiert: „Staat und Gesellschaft leben von der Realwirtschaft“ – so Präsidentin Prof. Dr. Angelika Niebler in ihrem aktuellen Video-Statement. Die Auswirkungen der Corona-Pandemie stellen die Unternehmen in unserem Land vor eine Herausforderung, wie wir sie bisher nicht gekannt und nicht geahnt haben. Angelika Niebler setzt sich aus ihrem Home-Office dafür ein, dass die zugesagten Liquiditätshilfen schnell und unbürokratisch bei den Betrieben ankommen. Sie plädiert, bereits jetzt den Rahmen dafür zu schaffen, dass die Unternehmen nach dem Lockdown schnell wieder durchstarten und alle Selbstheilungskräfte mobilisieren können.  Im Einzelnen darf ich Sie auf das Video-Statement unserer Präsidentin in ganzer Länge verweisen: https://youtu.be/XQPjG7GpgBg

Präsidentin Niebler bittet zudem, den Spendenaufruf von Prof. Dr. Hans-Werner Sinn zu unterstützen: https://www.wbu.de/media/news/medienservice/pressemitteilungen_positionen/20200324_CoronaHilfeItalien_Sinn.pdf

 

Deutschlands Restaurants und Hotels fordern ein Corona-Nothilfeprogramm für das Gastgewerbe. „Die bislang von der Bundesregierung vorgesehenen Rettungsmaßnahmen zur Abmilderung der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie sind entweder für sehr große Unternehmen oder sehr kleine Wirtschaftseinheiten konzipiert und tragen den Besonderheiten im mittelständisch geprägten Gastgewerbe nicht hinreichend Rechnung. Wir befürchten daher, dass die Hilfen in unserer Branche nicht greifen werden“, erklärt Guido Zöllick, Präsident des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (DEHOGA Bundesverband), und mahnt Nachbesserungen an. „Wir haben uns daher am Dienstag mit einem gemeinsamen Brief an die Bundeskanzlerin und die zuständigen Bundesminister gewandt, damit die Zielsetzung der Bundesregierung, kein Unternehmen und kein Job solle in der Krise verloren gehen, auch für unsere besonders betroffene Branche gilt“, ergänzt Otto Lindner, Vorsit-zender des Hotelverbandes Deutschland (IHA).

Aus Sicht von DEHOGA und IHA muss bei den folgenden Maßnahmen im Sinne eines gastgewerblichen Nothilfeprogramms dringend nachgebessert werden:

1. Der Entwurf der vertragsrechtlichen Regelungen aus Anlass der COVID-19-Pandemie sieht eine Aussetzung der Pflicht zur Zahlung von Mieten und Pachten vor. Das ist aber lediglich eine Stundung und hilft den Unternehmen in Hotellerie und Gastronomie nicht, da anders als in fast allen Wirtschaftsbereichen Umsätze im Gastgewerbe nicht nachgeholt werden können. Deshalb sollte im Gesetz eine explizite Formulierung dahingehend aufgenommen werden, dass bei einem Wegfall der Geschäftsgrundlage für Pacht- und Mietverhältnisse ein angemessener Interessenausgleich zwischen den Parteien zu suchen ist, z.B. eine hälftige Lastenteilung.

2. Der Wirtschaftsstabilisierungsfonds sollte ausdrücklich auch Unter-nehmen mit weniger als 43 Millionen Euro Bilanzsumme, 50 Millionen Euro Umsatz und weniger als 249 Arbeitnehmer zugänglich sein. Er sollte zur Stabilisierung der Vertragsverhältnisse explizit auch für die Abdeckung von Miet- und Pachtzahlungen in Form verlorener Zuschüsse of-fenstehen.

3. Die über die Hausbanken konstruierten Liquiditätshilfemaßnahmen von Bund und Ländern drohen bei einer Vielzahl der gastgewerblichen Betriebe aufgrund der Bearbeitungsengpässe der Banken, der Pflicht zur Prüfung der Fortführungsaussichten und des schlechten allgemeinen Branchenratings nicht zu wirken. Es müssen daher die bankenaufsichtsrechtlichen Regeln (Basel I – III) temporär ausgesetzt werden und eine staatliche Haftungsfreistellung von nahezu 100 Prozent vorgesehen werden. Das EU-Beihilferecht ist insofern noch einmal kurzfristig anzupassen.

4. Den erheblichen Folgen der Engpässe in der Bearbeitung der Anträge auf Kurzarbeitergeld auf die massiv angespannte Liquidität gastgewerblicher Unternehmen sollten umgehend durch die Gewährleistung unbürokratischer Abschlagszahlungen schon Ende März/Anfang April entgegengewirkt werden. Das wäre ein effektiver Beitrag zur Schadensbegrenzung. Eine Einbeziehung der Auszubildenden in das Kurzarbeitergeld vom ersten Tag an sollte schnell und pragmatisch ermöglicht werden. Auch angesichts des erheblichen kurzfristigen Arbeitskräftebedarfs anderer Branchen, wie z.B. dem Einzelhandel und der Landwirtschaft, sollte unseren Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern eine anrechnungsfreie Nebentätigkeit trotz Kurzarbeitergeldbezug pauschal zwecks Nothilfe gestattet werden.

5. Die Bundesregierung sollte eine Klarstellung im Infektionsschutzgesetz vornehmen, dass bei Vorliegen einer Allgemeinverfügung zur Schließung von Betrieben oder erheblichen Einschränkung deren Geschäftsbetriebs ein Schadensersatzanspruch (mit Rückwirkung) zusteht.

„Ohne diese Korrekturen drohen gastgewerbliche Betriebe, insbesondere mit mehr als zehn Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, durch das Raster der staatlichen Hilfsprogramme zu fallen. Auch mit Blick auf die Kleinstunternehmen und die vorgesehenen Sofortmaßnahmen sind wir skeptisch, ob diese ausreichend sind. Die von uns vorgeschlagenen Nachbesserungen müssen daher noch im Laufe dieser Woche unbedingt auf den Weg gebracht werden, um irreparablen Schaden von den Unternehmern und Beschäftigten in Hotellerie in Gastronomie abzuwenden,“ fordern Guido Zöllick und Otto Lindner.
Absage der Wahl der 11. Bayerischen Bierkönigin 2020/2021

In Anbetracht der aktuellen Corona-Pandemie hat sich der Bayerische Brauerbund entschlossen, in diesem Jahr keine neue Bayerische Bierkönigin zu wählen. „Derzeit müssen wir leider davon ausgehen, dass das Finale nicht wie geplant am 14. Mai 2020 im Löwenbräukeller stattfinden kann“, so der Hauptgeschäftsführer des Bayerischen Brauerbunds, Dr. Lothar Ebbertz. „Nach sorgfältiger Abwägung des Für und Wider nehmen wir auch davon Abstand, eine neue Bierkönigin dieses Jahr auf anderem Weg zu wählen“. In Frage gekommen wäre eine reine Online-Abstimmung oder die ausschließliche Ernennung durch eine Jury. Damit reagiert der Bayerische Brauerbund auf die Absagen zahlreicher Brauereifeste und Veranstaltungen im In- und Ausland, bei denen die Bierkönigin das Bayerische Bier und die heimischen Brauereien hätte vertreten sollen.

Seit 2001 wird die Wahl der Bayerischen Bierkönigin vom Bayerischen Brauerbund organisiert. Die Wahl entscheidet sich durch Stimmen des Online-Votings, die Jurystimmen und durch die Saalabstimmung am Wahlabend. Der Wahlabend war dieses Jahr für den 14. Mai geplant, das Online-Voting sollte am 7. April starten. Die 7 Kandidatinnen, die sich bereits beim Casting am 04. März für das Finale am Wahlabend qualifiziert hatten, werden auch nächstes Jahr die Gelegenheit bekommen, im Finale gegeneinander anzutreten. Die amtierende 10. Bierkönigin Vroni Ettstaller wird bis zur Wahl der Nachfolgerin im Mai 2021 im Amt bleiben.

Diözesanratsvorsitzender ermutigt zu Gebets- und Hilfsaktionen und klaren Worten gegenüber Egoisten

Kreative Formen der Nähe zum Mitmenschen zu entwickeln, um in der aktuellen Krise „vorbildhaft zu zeigen, wie wir trotz Sicherheitsabstand miteinander beten, uns gegenseitig unterstützen und gemeinsam Kirche leben können“ – dazu ruft der Vorsitzende des Diözesanrats der Katholiken der Erzdiözese München und Freising, Hans Tremmel, Christinnen und Christen auf. In den Pfarrgemeinden und katholischen Verbänden gebe es viele, die mit Telefonaten, E-Mails und in anderen Medien mit fantasievollen Angeboten den sozialen Kontakt sicherstellten. Gerade auch die katholischen Laien und ehrenamtlich Engagierten hätten in dieser schweren Bewährungsprobe einen unverzichtbaren Beitrag zu leisten für die Gesellschaft und könnten die Nähe Gottes erfahrbar machen, betont Tremmel in einem Schreiben an Pfarrgemeinderäte und Verbände. Die Kirche lebe nicht alleine aus der Liturgie, sondern auch „aus der lebendigen Verkündigung der frohen Botschaft und der tätigen Nächstenliebe“ – vor allem jetzt, wo viele verunsichert oder in ihrer wirtschaftlichen Existenz bedroht seien. Besonders in den Blick zu nehmen seien dabei Kranke, Alte und Schwache. Auf seiner Internetseite www.dioezesanrat-muenchen.de/corona sammelt der Diözesanrat Beispiele von originellen Hilfsaktionen und spirituellen Angeboten und will damit zur Nachahmung anregen.

Auch appelliert der Diözesanratsvorsitzende an die kirchlich Engagierten, die zum Schutz der Bevölkerung von staatlicher Seite auferlegten Beschränkungen mit „großer innerer Zustimmung“ mitzutragen. „Ernst zu nehmen, was auf uns zukommt, ist nicht nur Bürgerpflicht, sondern auch zentraler Bestandteil christlicher Verantwortung“, unterstreicht Tremmel und verweist auf die in der Verfassung festgeschriebene unantastbare Würde des Menschen: „Aus diesem Grund verbietet sich die Idee einer Herdenimmunisierung, die zum größtmöglichen Glück der Bevölkerungsmehrheit bewusst viele Menschenleben opfert, um den Stärksten, Jüngsten und Gesündesten weiterhin und relativ rasch ein weitgehend uneingeschränktes Leben zu garantieren.“ Verantwortung heiße zunächst und vor allem: zu Hause bleiben. Die notwendige physische Distanzierung sei ein Akt der Solidarität mit denjenigen, die durch das Virus in Lebensgefahr geraten könnten: „Ignoranten und Egoisten, Relativierer und Realitätsverweigerer in die Schranken zu weisen, ist unsere Pflicht.“

Lobend hebt Tremmel hervor, dass sich vielerorts Freiwillige bereit erklärten, Einkäufe für ältere oder kranke Nachbarn zu erledigen oder Kinder zu betreuen, deren Eltern weiterhin ihrem Beruf nachgehen müssen. Zugleich erinnert der Diözesanratsvorsitzende nachdrücklich daran, „dass die christliche Nächstenliebe eine globale Dimension hat, dass die Rede von der Menschheitsfamilie und von der Weltschicksalsgemeinschaft gerade in den Herausforderungen der Pandemie keine hohle Phrase sein darf“. Der oberste Laienvertreter im Erzbistum bittet ebenso darum, denen Wertschätzung entgegenzubringen, auch mit einem freundlichen Wort, die in dieser Krise „mehr tun als ihre Pflicht“, um die Grundversorgung aufrechtzuerhalten: unter anderem nennt er Ärzte und Pflegekräfte, Mitarbeitende im Lebensmittelhandel, Beschäftigte in Ver- und Entsorgungsbetrieben sowie Lehrkräfte. Damit verbindet Tremmel die Hoffnung, dass diese Wertschätzung auch nach der Krise erhalten bleibe und ergänzt: „Dabei sollten wir gerade die nicht vergessen, denen wir dieses ziemlich gut funktionierende Staatswesen erst zu verdanken haben – das sind eben die ,Alten‘.“

Bericht: Erzbischöfliches Ordinariat

 

Corona-Testzentrum auf der Loretowiese in Rosenheim

Der Ärztliche Kreisverband Rosenheim hat heute (24. März 2020) mit Unterstützung der Stadt Rosenheim ein Corona-Testzentrum auf der Loretowiese in Betrieb genommen. Dort werden ausschließlich Personen getestet, die von ihrem Hausarzt per Überweisungsschein direkt dorthin verwiesen werden. Geplant sind aktuell etwa 80 Patientenabstriche pro Tag.

Dabei ist auf folgendes Vorgehen zwingend zu achten:

  1. Bei Beschwerden nimmt der Patient telefonisch Kontakt zum Hausarzt auf und schildert seine Symptome.
  2. Anhand eines Fragenkatalogs stellt der Hausarzt fest, ob eine Testung des Patienten sinnvoll ist.
  3. Falls ja, erhält der Patient auf sicherem Weg ein Teströhrchen und einen Überweisungsschein, mit dem er sich im Testzentrum auf der Loretowiese vorstellt.
  4. Dort wird ein Abstrich entnommen und ins Labor geschickt.
  5. Die Testergebnisse schickt das Labor an den Hausarzt, der den Patienten informiert.
  6. Zwischen der Testung und der Ergebnismitteilung hat der Patient in häuslicher Quarantäne zu verbleiben.

 Es ist unbedingt zu beachten, dass ohne Rücksprache mit dem Hausarzt und ohne Ausstellung eines Überweisungsscheins kein Abstrich erfolgt. Die Bevölkerung wird gebeten, das Testzentrum nicht zu behindern und nur anzufahren, wenn ein Patient vom Hausarzt einen Überweisungsschein für das Testzentrum und ein Teströhrchen für den Abstrich erhalten hat. Im Testzentrum erfolgt ausschließlich ein Abstrich, keine weitergehende ärztliche Untersuchung oder Versorgung.

Mit der Einrichtung des Testzentrums aus der Loretowiese sollen der stark belastete Hausbesuchsdienst der Kassenärztlichen Vereinigung Bayern (KVB) und die Rosenheimer Hausärzte entlastet sowie knappes Infektionsschutzmaterial eingespart werden.

Montag, 23. März:

  • Appell des City-Management Rosenheim e.V.: Die Vermieter werden gebeten, Zugeständnisse zu machen (z.B. Reduktion auf die Betriebskosten + X) . Es ist allemal besser für 2-4 Monate auf einen Mietanteil zu verzichten als nach der Krise noch mit 6 Monaten Leerstand zu kämpfen, weil der Mieter pleite ist. Natürlich sind auch Stundungen und Überbrückungsdarlehen des Staates eine Möglichkeit, diese werden jedoch schon oft für Personalkosten verwendet. Denken Sie an die Zukunft der Innenstadt. Das Bild unserer Stadt wird sich weiter ändern und die Leerstände waren bereits vor der Krise nicht mehr leicht nachzubesetzen, Corona wird dies verstärken.
  • Stadtverwaltung Rosenheim: Auch im Hinblick auf die von der Bundesregierung beschlossenen Einschränkungen zur Bekämpfung der Corona-Krise hat die Stadt Rosenheim ihr Bürgertelefon neuerlich aktiviert. Ab heute (Mo., 23. März 2020) von 8 – 18 Uhr können die Bürgerinnen und Bürger unter der Telefonnummer 08031/365 8 365 ihre Fragen zur Corona-Pandemie und den Ausgangsbeschränkungen stellen. Die Stadtverwaltung Rosenheim weist erneut darauf hin, dass persönliche Vorsprachen bei den städtischen Ämtern nur noch in dringenden Fällen nach Terminvereinbarung möglich sind
  • Abgesagt sind am Samerberg: Volksmusikwoche ab Ostermontag sowie JHV vom Obst- und Gartenbauverein (24.3.) und WSV (27.3.).
  • Das Samerberger Rathaus sowie die dort tätige Gäste-Information sind derzeit nur per Telefon 08032-98940 oder per email unter gemeinde@samerberg.de erreichbar. Die Nutzung aller kommunalen Einrichtungen wie Grundschule, Samerberger Halle, Kinderkrippe und Kindergarten ist untersagt.
  • Die Stadtkapelle Wasserburg hat sich schweren Herzens entschlossen, das Frühlings-Konzert, das für 9. Mai geplant war, abzusagen. „Die Lage ist zu unsicher und die Organisation sehr umfangreich. Nicht nur die vielen ehrenamtlichen Stunden, auch die finanziellen Verpflichtungen im Vorfeld von einem Konzert haben uns letztlich zu dieser Entscheidung gezwungen”, so Vorsitzender Georg Machl.

Sonntag, 22. März:

  • Das Konzert „Triolog“ aus der Jazzreihe Stauber & Friends am Sonntag, 29. März, 19 Uhr im Evangelischen Gemeindezentrum Prien, Kirchenweg 13, mit Till Martin t-sax, Henning Sieverts b, cello, Philipp Stauber git wird auf Grund der Empfehlungen und Vorgaben der Landesregierung zum Thema Corona abgesagt.

Freitag, 20. März:

  • Aus aktuellem Anlass informieren Ministerpräsident Dr. Markus Söder, Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger, Innenminister Joachim Herrmann und Gesundheitsministerin Melanie Huml über die neuesten Entwicklungen zur Coronavirus-Infektion in Bayern im Rahmen einer Pressekonferenz am Freitag, 20. März 2020, um 12.30 Uhr. Die Pressekonferenz wird als Live-Stream übertragen auf Facebook, YouTube und Instagram jeweils unter bayern.de sowie unter www.bayern.de  (http://www.bayern.de) . In Gebärdensprache übersetzt und untertitelt kann die Pressekonferenz unter www.verbavoice.net/player/bayrischestaatskanzlei/Main.html (http://www.verbavoice.net/player/bayrischestaatskanzlei/Main.html)  verfolgt werden.
  • Die Hörfunkwellen B5 aktuell und Bayern 2 werden ab kommendem Montag, 23. März 2020, bis auf Weiteres ein überwiegend gemeinsames Programm senden. Der Name des neuen Angebots lautet „Informationen, Hintergrund und Gespräche – das gemeinsame Programm von B5 aktuell und Bayern 2“.
  • Prien: Veranstaltungen und Führungen bis 19. April vorerst abgesagt
    Aufgrund der aktuellen Situation zur Corona-Krise können vorerst bis zum Ende der Osterferien am Sonntag, 19. April 2020 keine von der Prien Marketing GmbH geplanten Veranstaltungen und Führungen stattfinden. Aus diesem Grund wird vorerst auch kein Veranstaltungsflyer für April gedruckt.  Der geplante Kabarettabend mit „Markus Langer“ am 26.03.2020 im Chiemsee Saal wird aufgrund des aktuellen Veranstaltungsverbotes auf den 11.09.2020 verschoben. Alle bereits gekauften Karten behalten ihre Gültigkeit.
  • Vor dem Hintergrund der Ausbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2 hat Wissenschafts- und Kunstminister Bernd Sibler entschieden, die für den 28. April 2020 angesetzte Eröffnung der Bayerischen Landesausstellung 2020 „Stadt befreit. Wittelsbacher Städtegründer“ im Wittelsbacher Schloss in Friedberg und im FeuerHaus in Aichach zu verschieben. „Als großer Fan der Landesaustellung fällt mir diese Entscheidung sehr schwer. Das ist ein schmerzlicher Stich in mein Historiker-Herz. Aber die Gesundheit der Besucherinnen und Besucher sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hat in diesen Tagen besondere Priorität. Deswegen handeln wir jetzt verantwortungsvoll und präventiv – zum Schutz unserer Bevölkerung!“ Über einen neuen Eröffnungstermin werde entschieden, so Sibler. Die ursprüngliche Laufzeit für die Bayerische Landesausstellung 2020 „Stadt befreit. Wittelsbacher Städtegründer“ war vom 29. April bis 8. November 2020 angesetzt. Die Landesausstellung zeigt die spannende Entwicklung von Bayerns Städten und Märkten in der Zeit von 1200 bis 1300: Der Vergleich zwischen damals und heute macht offensichtlich, wie ursprüngliche Systeme bis heute das Leben in unseren Städten prägen. Veranstalter der Landesausstellung ist das Haus der Bayerischen Geschichte in Zusammenarbeit mit dem Landkreis Aichach-Friedberg und den Städten Aichach und Friedberg.
  • Der Bezirk Oberbayern hat mit den Trägern der Einrichtungen und Dienste der Behindertenhilfe großzügige Vereinbarungen getroffen, um die Corona-Krise finanziell zu überbrücken. „Wir spannen einen Schutzschirm über unseren Partnern auf“, sagte Bezirkstagspräsident Josef Mederer. „Keine Einrichtung darf jetzt in existentielle Nöte geraten. Damit haben unsere Partner den Kopf frei, die Herausforderungen engagiert und kreativ zu meistern.“ Gleichzeitig habe der Bezirk Oberbayern damit die Weichen gestellt, so der Bezirkstagspräsident weiter, „dass jetzt niemand seinen Job verliert und nach dieser Ausnahmesituation alle in der gewohnten und bewährten Weise weiterarbeiten können. Wir werden weiterhin schnell, entschlossen und verantwortungsbewusst handeln, um die Ansteckung mit dem Corona-Virus einzudämmen. Dafür setzen wir im Bezirk Oberbayern all unsere Energien und Ressourcen ein.“
  • Kulturförderverein Prien: Die Abwehrmaßnahmen gegen das Coronavirus lähmen nun auch den Kulturbetrieb in Prien. So musste die derzeitige Ausstellung Künstlerfreunde Marianne Lüdicke, Konrad Huber, Lenz Hamberger in der Galerie im Alten Rathaus bereits schließen. Damit entfällt natürlich auch die Führung am 22. März 2020. Abgesagt ist ferner die nächste Ausstellung WAHRHAFT- W. G. Maxon als Künstler, Lehrer und Schriftsteller, die vom 04.04. – 17.05.2020 stattfinden sollte.  Bis auf Weiteres muss auch der Kulturstammtisch im Kronasthaus, am letzten Freitag jedes Monats, entfallen.
  • Am 19. März hat Passaus Oberbürgermeister Jürgen Dupper mitgeteilt, daß die Passauer Maidult 2020 nach einer Absprache von Vertretern der Brauereien, den Festwirten und den Schaustellern aufgrund der Corona-Krise abgesagt wird. Der Dreiflüsse-Trachtengau Passau ist von der Stadt Passau informiert worden, dass der diesjährige Trachten- und Schützenumzug, der am Sonntag, 3. Mai 2020 stattfinden sollte, abgesagt wird.

Foto: Prien Marketing GmbH

 

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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