Corona-Krise

Aktuelle Informationen zur Corona-Krise

Freitag, 21. Januar:

Update – Omikron bei den RoMed Kliniken Rosenheim – Herzinfarktstation wieder aufnahmebereit
Zwischenstand:
Standort/Mitarbeiter 19.01. zzgl.Positive 20.01. (ges) geimpft ungeimpft unbek
Bad Aibling 21 0 21 17 3 1
8 x 2-fach
9 x geboostert
Prien 9 0 9 9 0 0
1 x 1-fach
2 x 2-fach
6 x geboostert
Rosenheim 29 + 8 37 28 9
19 x 2-fach
9 x geboostert
Wasserburg 31 + 5 36 18 13 5
3 x 2-fach
15 x geboostert
___
Gesamt 90 +13 103 72 25 6
Stand heute (21.01.) sind nur in Rosenheim noch sechs weitere positive Testungen hinzugekommen, insgesamt also 43. Es stehen nur noch wenige Rückmeldungen aus. Der Klinikverbund verzeichnet aktuell 109 Covid-Infektionen bei Mitarbeitern.

„Erfreulicherweise handelt es sich um überwiegend asymptomatische oder leichte Verläufe“ berichtet Ärztlicher Direktor und Pandemiebeauftragter Dr. Hanns Lohner. Positiv ist auch, dass teilweise Mitarbeiter bereits wieder aus der Isolation zurückgekehrt sind.
Die gute Nachricht für Rosenheim: Seit den Mittagsstunden können Patienten wieder auf die Herzinfarktstation (Chest Pain Unit) aufgenommen werden. Die Schutzmaßnahmen wurden nochmals erhöht, so erfolgen vor Dienstantritt täglich Antigentests bei allen dort eingesetzten Mitarbeitern und es wird mit FFP3-Maske gearbeitet, die noch besser schützt.
Die Zentralen Notaufnahmen sind an allen Klinik-Standorten geöffnet. Bei der stationären Versorgung gibt es lediglich in Prien aktuell einen Engpass im chirurgischen Bereich. In Bad Aibling besteht für die Akutgeriatrie noch ein Aufnahmestopp. Planbare Eingriffe werden zunächst bis Anfang kommender Woche verschoben.
Der Krisenstab beobachtet sehr genau den aktuellen Personalstand. Sobald sich ein kritischer Personalmangel abzeichnet, wird mit dem Gesundheitsamt Kontakt aufgenommen, um mittels Einzelfallentscheidung solche Mitarbeiter vorzeitig aus der Isolation zu holen, welche nach einer Infektion bereits wieder mehrfach negativ getestet wurden. Stand heute (21.01.) sind solche Maßnahmen weiterhin nicht notwendig geworden. Der Blick auf das Wochenende ist somit verhalten zuversichtlich.

Donnerstag, 20. Januar:

Rosenheim: Omikron ist in den RoMed Kliniken angekommen – viele positiv getestete Mitarbeiter – Notfallversorgung ist vollumfänglich gewährleistet
Die Routinetestungen haben es aufgebracht. Gestern (18.01.) spät abends kamen reihenweise positive Testergebnisse an. Die Omikron-Variante herrscht mittlerweile vor. Stand heute (19.01.) sind in den RoMed Kliniken Bad Aibling 21 Mitarbeiter, in Prien 9, in Rosenheim 29 und in Wasserburg 31 Mitarbeiter positiv getestet und in Quarantäne.
Alle RoMed Standorte sind geöffnet – insbesondere die zentralen Notaufnahmen. Die Akutversorgung findet statt. Vor allem beim Schwerpunktversorger Rosenheim findet die Behandlung von Patienten mit lebensbedrohlichen Erkrankungen wie Herzinfarkt, Schlaganfall, Polytrauma vollumfänglich statt. In Wasserburg ist jedoch damit zu rechnen, dass Notfallpatienten nach der Akutbehandlung in umliegende Kliniken verlegt werden müssen. Alle planbaren Eingriffe werden abgesagt, soweit diese verschoben werden können. Das Klinikpersonal nimmt aktiv Kontakt mit den betroffenen Patienten auf. Ambulante Termine können wie vereinbart wahrgenommen werden.
Heute (19.01.) fand deshalb eine Sondersitzung des RoMed-Krisenstabes statt, um die Akutversorgung zu steuern und weitere Maßnahmen abzustimmen. Die einzelnen RoMed Standorte helfen sich gegenseitig, es besteht ein intensiver Austausch mit dem ärztlichen Krankenhauskoordinator sowie mit den umliegenden Kliniken und dem Gesundheitsamt.
Im Einzelnen:
Standort Bad Aibling
Die positiv getesteten Mitarbeiter kommen aus den unterschiedlichsten Bereichen der Klinik, mehrere Fälle gibt es beim Personal der Altersmedizin. Die Akutgeriatrie/Alterstraumatologie ist für
Neuaufnahmen derzeit deshalb geschlossen. Die Zentrale Notaufnahme ist personell mit zusätzlichen Nicht-Covid-Erkrankungen besonders schwer betroffen.
Im Laufe des Tages können mehrere Patienten entlassen werden, sodass wieder Kapazitäten insbesondere für die Notfallversorgung frei werden.
Standort Prien
Die Infektionen verteilen sich auch hier über das ganze Haus.
Die Klinik ist sehr stark mit Notfällen belegt und weiterhin aufnahmefähig.
Standort Rosenheim
Mehrere Mitarbeiter der Chest Pain Unit (Einheit der Kardiologie für Patienten mit Herzerkrankungen) sind positiv. Deshalb wurde diese Station vorsorglich vorübergehend gesperrt. Diese spezialisierte Patientenversorgung übernimmt solange die Intensivstation und die Stroke Unit (Schlaganfalleinheit). Aktuell gibt es keine nosokomialen Infektionen bei Patienten.
Generell ist das Klinikum sehr stark belegt.
Standort Wasserburg
Die positiven Fälle sind quer über die ganze Klinik verteilt. Es gibt auch einzelne nosokomiale Übertragungen.
Die Geburtshilfe ist weiterhin geöffnet.
Stationäre Patienten können aufgenommen werden, soweit freie Betten vorhanden sind und eine Trennung von den derzeit bereits stationär behandelten Patienten möglich ist.
Wie geht es weiter?
Mitarbeiter- und Patiententestungen erfolgen nach Standard engmaschig. In Rosenheim finden beispielsweise wöchentlich rund 1.000 PCR-Testungen und zusätzlich noch deutlich mehr Antigen-Testungen statt.
Derzeit wird mit dem Gesundheitsamt geklärt, inwiefern eine vorzeitige Beendigung der Quarantäne bei vollständig geimpften und geboosterten Klinikmitarbeitern möglich ist, z.B. nach zwei negativen PCR-Testungen im Abstand von 24 Stunden.

Dienstag, 18. Januar:

Bayerisches Umweltministerium: Aktuelle Umfrage zur Zukunft des Verbraucherschutzes gestartet  –  Die Zukunft Europas aktiv mitgestalten – unter dem Motto “Verbraucher – Zukunft – Europa” startet das Bayerische Verbraucherschutzministerium heute eine Online-Umfrage zum Verbraucherschutz. Mitmachen kann jeder. Die Ergebnisse sollen anlässlich der aktuellen Konferenz zur Zukunft Europas bei der EU eingespeist werden. Bayerns Verbraucherschutzminister Thorsten Glauber betonte dazu heute in München: “Die Online-Umfrage ist für alle Bürgerinnen und Bürger eine große Chance, über Europas Zukunft und aktuelle Fragen des Verbraucherschutzes mitzudiskutieren. Jede Meinung zählt. Wir wollen mit dem Feedback aus der Bürgerschaft die großen Weichenstellungen in der Verbraucherpolitik von morgen angehen. Die Entscheidungen in Brüssel und in Berlin müssen zu den tatsächlichen Bedürfnissen der Bürgerinnen und Bürger vor Ort passen. Über allem steht die Frage: Brauchen wir mehr Verbraucherschutz in Europa und wie soll dieser ausgestaltet sein?” Die Online-Umfrage greift vor allem die Themen Digitalisierung und nachhaltiger Konsum auf. Aber auch die persönlichen Erfahrungen beim Umgang mit Verbraucherrechten in der Corona-Pandemie sind ein wichtiges Thema. Die Online-Umfrage läuft bis zum 15. Februar und ist unter dem Link https://s.bayern.de/verbraucherumfrage2022 abrufbar. Unter den Teilnehmenden werden ein Wertgutschein in Höhe von 1.000 Euro für den Kauf eines Fahrrads sowie Gutscheine für eine umfassende Finanzberatung bei der Verbraucherzentrale Bayern und dem VerbraucherService Bayern verlost.

Montag, 17. Januar:

Stadt Rosenheim informiert zur Überbrückungshilfe III Plus –  Die Überbrückungshilfe III Plus ist als Überbrückungshilfe IV verlängert worden und umfasst nun auch den Förderzeitraum Januar bis März 2022. Mit der Überbrückungshilfe IV werden Unternehmen, Soloselbstständige und Freiberufler aller Branchen (mit einem Jahresumsatz bis zu 750 Millionen Euro im Jahr 2020) im weiteren Verlauf der Corona-Pandemie unterstützt. Die Bedingungen entsprechen weitgehend denjenigen der Überbrückungshilfe III Plus.  Besonders von der Pandemie betroffene Unternehmen, wie die Reisebranche oder die Kultur- und Veranstaltungswirtschaft, können zusätzliche Förderungen beantragen. Bei Erstantragstellung werden Abschlagszahlungen in Höhe von 50 Prozent der beantragten Förderung gewährt (maximal 100.000 Euro pro Monat beziehungsweise insgesamt bis zu 300.000 Euro). Unternehmen, die infolge von Corona-Regelungen wegen Unwirtschaftlichkeit freiwillig geschlossen haben, können zeitlich befristet zunächst vom 01. bis 31. Januar 2022 Überbrückungshilfe IV beantragen.
Zu beachten ist, dass die Überbrückungshilfe IV nur über einen prüfenden Dritten (Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, o.ä.) beantragt werden kann und dass die Antragsfrist für Erstanträge am 30. April 2022 endet.  Weitere Informationen sind hier zu finden: https://www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de/UBH/Navigation/DE/Ueberbrueckungshilfe/Ueberbrueckungshilfe-IV/ueberbrueckungshilfe-iv.html.

Samstag, 15. Januar:

Deutsches Theater in München  – AUCH 2022 KEINE BALLSAISON Leider muss auch die für dieses Jahr bereits auf zwei Wochen verkürzte Ballsaison auf Grund der aktuellen Situation abgesagt werden. Die Planung und Durchführung von Tanzveranstaltungen ist angesichts der derzeit geltenden Regelungen und der Kurzfristigkeit von Entscheidungen seitens der Staatsregierung unmöglich.
Bereits gekaufte Karten für den „Ball der Sterne“ und den „Ball total“ behalten Gültigkeit für die Ballsaison 2023. Die genauen Termine werden wir so schnell als möglich bekannt geben. Selbstverständlich werden die Tickets auf Wunsch aber auch rückerstattet. Bereits gekaufte Karten für den „Ball der Nationen“ werden vom Ticketanbieter, über den diese erworben wurden, zurückerstattet. Wir bedauern die erneute Absage der Ballsaison sehr und freuen uns darauf, unsere Gäste 2023 wieder zu glanzvollen Festen und Galas begrüßen zu können

Freitag, 14. Januar:

Regensburg: Regierung von Oberpfalz  – Aufschiebbare stationäre Behandlungen bleiben in der Oberpfalz vorerst bis Ende Januar ausgesetzt  – Aufgrund der noch immer angespannten Pandemie-Lage verpflichtet die Regierung der Oberpfalz die Covid-19-Schwerpunktkrankenhäuser der drei Oberpfälzer Rettungszweckverbände (Liste s.u.), weiterhin von sämtlichen unter medizinischen Aspekten aufschiebbaren stationären Behandlungen abzusehen. Die bereits im November 2021 getroffene Anordnungen, die zunächst bis 14. Januar 2022 befristet war, wird damit vorerst bis einschließlich 31. Januar 2022 verlängert.

Aktuell sind rund 85 Prozent der Intensivbetten in der Oberpfalz belegt. „Man sieht, dass der Belegungsdruck insgesamt weiterhin hoch ist“, bekräftigt Regierungspräsident Axel Bartelt. 52 Intensivbetten (Stand: 12. Januar 2022) sind derzeit mit beatmeten Corona-Patienten belegt. „Zudem wissen wir nicht, wie sich die Ausbreitung der Omikron-Variante tatsächlich auf die Situation und insbesondere die Entwicklung der Hospitalisierung auswirken wird“, so Bartelt. Es sei in der aktuellen Phase noch unklar, wie schwer die Krankheitsverläufe bei den mit Omikron infizierten Personen tatsächlich ist. „Unser oberstes Ziel ist weiterhin, stationäre Kapazitäten für die Versorgung aller Notfall- und Intensivpatienten sicherzustellen.“

Medizinisch dringliche Operationen wie z.B. Herz- oder Tumor-Operationen sind von der Anordnung weiterhin nicht erfasst. Über die medizinische Dringlichkeit entscheiden die behandelnden Ärzte.

Liste der vom Bescheid zur Vorhaltung von Bettenkapazitäten betroffenen Krankenhäuser:

ZRF Amberg

St. Anna Krankenhaus, Krankenhausstr. 16, 92237 Sulzbach-Rosenberg

Klinikum St. Marien Amberg, Mariahilfbergweg 7, 92224 Amberg

Krankenhaus St. Barbara Schwandorf, Steinberger Str. 24, 92421 Schwandorf

Asklepios Klinik im Städtedreieck, Dr.-Sauerbruch-Str. 1, 93133 Burglengenfeld

ZRF Regensburg

Klinik St. Hedwig – Krankenhaus Barmherzige Brüder, Steinmetzstr. 1-3, 93049 Regensburg

Krankenhaus Barmherzige Brüder, Prüfeninger Str. 86, 93049 Regensburg

Caritas-Krankenhaus St. Josef, Landshuter Str. 65, 93053 Regensburg

medbo Bezirksklinikum Oberpfalz, Universitätsstr. 84, 93053 Regensburg

Universitätsklinikum Regensburg, Franz-Josef-Strauß Allee 11, 93053 Regensburg

Klinik Donaustauf, Ludwigstr. 68, 93093 Donaustauf

Kreisklinik Wörth a. d. Donau, Krankenhausstr. 2, 93086 Wörth a. d. Donau

Sana Kliniken des Landkreises Cham, Tiergartenstr. 4, 93413 Cham

Klinikum Neumarkt, Nürnberger Str. 12, 92318 Neumarkt i.d.OPf.

ZRF Nordoberpfalz

Klinikum Weiden, Söllnerstr. 16, 92637 Weiden i.d.OPf.

Krankenhaus Tirschenreuth, St.-Peter-Str. 31, 95643 Tirschenreuth

 Aktuelle Zahlen:

Impfquote Oberpfalz (Stand: 12. Januar 2021)

Erstimpfungen: 70,5 Prozent (783.746)

Zweitimpfungen: 71,8 Prozent (799.039)

Auffrischungsimpfungen: 44,6 Prozent (496.347)

7-Tage-Inzidenz Oberpfalz (Stand 13. Januar 2021): 331,93

13. Januar:

Sonderimpftag am 21. Januar in Eggstätt

Erst-, Zweit- und Boosterimpfung ab 12 Jahren möglich

Neben den weiterhin bestehenden Möglichkeiten einer Impfung im Impfzentrum oder bei niedergelassenen Ärzten, besteht auch die Möglichkeit zur Impfung durch ein mobiles Impfteam. Dieses ist am 21.01.2022 von 12.00 Uhr bis 21.00 Uhr in der Hartseehalle der Gemeinde Eggstätt (Obingerstraße 5) im Einsatz. Das Impfteam kann in der Zeit etwa 160 Impfungen durchführen. Es sind am Sonderimpftag Erstimpfungen sowie Zweit- und Booster-Impfungen möglich, soweit die notwendigen zeitlichen Abstände zwischen den Impfungen eingehalten werden. Grundsätzlich erhalten Impfwillige ab 30 Jahren den mRNA-Impfstoff der Firma Moderna („Spikevax“) und Impfwillige unter 30 Jahren das mRNA-Vakzin von Biontech/ Pfizer (“Comirnaty“). Impfungen von Kindern zwischen 5 und 11 Jahren können am Sonderimpftag nicht erfolgen.

Bei den mRNA-Impfstoffen wird im Falle einer Erstimpfung vor Ort, anschließend nach drei (bei Biontech/ Pfizer) bzw. vier (bei Moderna) bis sechs Wochen eine zweite Impfung für den vollständigen Schutz benötigt. Die Zweitimpfung kann nach drei/ vier bis sechs Wochen im Impfzentrum oder nach vier Wochen, am 19.03.2022, wieder in der Hartseehalle der Gemeinde Eggstätt (vorbehaltlich einer ausreichenden Lieferung von Impfstoff) erfolgen.

Eine Terminvereinbarung ist für diese Sonderimpfaktion nicht notwendig oder möglich. Um die Abwicklung zu beschleunigen und die Wartezeiten für andere Personen so gering wie möglich zu halten, wird um vorherige Registrierung unter www.impfzentren.bayern gebeten! Bitte bringen Sie zudem Ihren Personalausweis und (soweit vorhanden) Impfpass mit. Für eine Zweit- oder Booster-Impfung muss – soweit vorhanden – die Impfbescheinigung (Dokumentation) mit dem QR-Code mitgebracht werden. Diese kann am Sonderimpftag eingescannt werden, wodurch der Registrierungsvorgang beschleunigt wird.

Es ist aufgrund der momentan hohen Nachfrage mit längeren Wartezeiten zu rechnen, die Impfwilligen werden deshalb um etwas Geduld gebeten. Am Sonderimpftag werden Platzkarten ausgegeben, sodass die voraussichtliche Wartezeit besser abgeschätzt werden kann. Es wird darauf hingewiesen, dass die Kapazitäten am Sonderimpftag begrenzt sind. Bitte haben Sie deshalb Verständnis, falls an dem Sonderimpftag nicht alle Impfwilligen zeitnah bedient werden können.

Gemeinde Eggstätt

13. Januar:

Berchtesgadener Land. Unter Vorsitz von Landrat Bernhard Kern wurden in der Online-Sitzung des Gesundheitsforums der Gesundheitsregionplus die Maßnahmen für 2022 besprochen. Dabei ist auch die psychische Gesundheit im Blick der Experten. 

Die Fachkräftesicherung für die pflegerische und medizinische Versorgung im Landkreis bleibt die größte Herausforderung. Darüber waren sich die Teilnehmenden des Gesundheitsforums in ihrer letzten Sitzung einig. Ihre in den vergangenen beiden Jahren begonnenen Initiativen werden sie deshalb weiterverfolgen und neue starten. Eine ist der im August 2020 gegründete „Ausbildungsverbund Pflege“ für die Landkreise Berchtesgadener Land und Traunstein. Ihm gehören drei Pflegeschulen und rund 60 Einrichtungen aus 28 Trägerschaften mit zusammen 300 Ausbildungsplätzen an. Mit der neuen Koordinierungsstelle und dem kürzlich eingerichteten Verbundbeirat, mit Rupert Übelherr als Vorsitzenden, ist der Verbund auf einem guten Weg.Weiteres Thema ist die Integration von ausländischen Pflegekräften. An den Kliniken Südostbayern beispielsweise wurden in 2021 knapp 40 Zuzügler tätig. Koordiniert über die Stabsstelle Inklusionsmanagement stehen ihnen auf den Stationen Kolleginnen und Kollegen als sogenannte Scouts bereit.

Die Berchtesgadener Land Wirtschaftsservice GmbH (BGLW) plant zur Fachkräftesicherung im Gesundheitswesen für 2022 Schülerexkursionen, Nachwuchstage und Messeauftritte. „Unser Ziel ist es, das Berchtesgadener Land als attraktiven Arbeits- und Lebensraum für medizinische und pflegerische Fachkräfte erlebbar zu machen“, so Nathalie Stangl von der BGLW. Dabei ist das Zusammenwirken mit verschiedenen Institutionen wie dem Ausbildungsverbund Pflege, dem Weiterbildungsverbund Allgemeinmedizin oder der Netzwerkstelle Hebammenversorgung relevant. Auch das Amt für Kinder, Jugend und Familien unterstützt durch dessen Zugang zu Jugendlichen im Berufsfindungsprozess über die Kommunale Jugendarbeit oder die Jugendsozialarbeit an Schulen. Neben dem Fachkräftemangel sieht das Forum auch die psychische Gesundheit als wichtiges Thema. Aktuell beschäftigen sich die Akteure mit der Verbesserung der psychiatrischen Versorgung von Kindern und Jugendlichen sowie der Versorgung von Menschen mit Demenz. Im Projekt „digiDEM“ erhebt die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg die Situation von Betroffenen und pflegenden Angehörigen und untersucht, wie sich Gedächtnisbeeinträchtigungen entwickeln. Die Alzheimergesellschaft Südostbayern unterstützt und koordiniert die Projektbeteiligung von Akteuren aus der Region. Im Projekt „Demenzfreundliche Apotheke“, sollen 2022 Apotheken für das Thema Demenz geschult werden und sich fortlaufend mit Akteuren, wie etwa der Alzheimergesellschaft oder dem Pflegestützpunkt vernetzen.

Synergien schafft auch die enge Verzahnung der Gesundheitsregionplus mit der Psychosozialen Arbeitsgemeinschaft im Landkreis. So hat im Oktober 2021 beispielsweise der erste Psychiatrie-Fachtag stattgefunden. Weiterhin ist ein Flyer mit regionalen Anlaufstellen zur psychischen Gesundheit in Bearbeitung. Das Projekt „Green Care“ der Biosphärenregion untersucht zudem das Zusammenspiel von Natur und psychischer Gesundheit. Mit den Vereinsgutscheinen für Erstklasskinder und der geplanten Fortführung des Projektes „Fit & clever“ der Technischen Universität München werden Präventionsmaßnahmen im Kindes- und Jugendalter umgesetzt. Im Projekt „Verzahnung von Gesundheits- und Arbeitsförderung in der kommunalen Lebenswelt“ setzen sich die Landeszentrale für Gesundheit in Bayern und das örtliche Jobcenter für die Gesundheitsförderung von Erwerbslosen ein. Für den Seniorenbereich wird das kürzlich gestartete Projekt „AOK-GeWinn“ der Hochschule Coburg mit dem Generationenbund, dem werk 34 und dem KONTAKT als regionale Projektpartner weiter umgesetzt.

Der Landkreis Berchtesgadener Land ist seit 2015 Gesundheitsregionplus. In diesem vom Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege geförderten Programm steht die Netzwerkarbeit von Akteuren im Gesundheitswesen im Mittelpunkt. Das Gesundheitsforum der Gesundheitsregionplus ist ein regionales Gremium aus Akteuren der Verwaltung, Politik, Gesundheitsversorgung, Wirtschaft sowie Akteuren von Wohlfahrts- und Sozialverbänden, Sozialversicherungen und regionalen Arbeitsgemeinschaften und Vereinen. Unter dem Vorsitz von Landrat Bernhard Kern trifft es sich, um die aktuellen Herausforderungen in den Handlungsfeldern „Gesundheitsversorgung“, „Gesundheitsförderung & Prävention“ und „Pflege“ und die künftige Ausrichtung der Aktivitäten im Netzwerk der Gesundheitsregionplus zu besprechen. Die vertiefte Bearbeitung findet in themenbezogenen Arbeits- und Projektgruppen statt.

12. Januar:

Das Landratsamt Rosenheim hat am 12.01.2022  eine Allgemeinverfügung zur Festsetzung eines verlängerten Absonderungszeitraumes für asymptomatische Kontaktpersonen aufgehoben. Die Allgemeinverfügung galt seit dem 3. November 2021. Sie legte fest, dass die Beendigung der häuslichen Quarantäne für symptomlose Kontaktpersonen frühestens nach 10 Tagen durch einen negativen PCR-Test oder Antigentest möglich ist. Eine frühere Freitestung war aufgrund der Allgemeinverfügung nicht möglich. Die Aufhebung wurde heute im Amtsblatt Nr. 2 bekanntgemacht und tritt am Tag nach ihrer Bekanntmachung in Kraft. Symptomlose Kontaktpersonen, die sich aktuell im Landkreis Rosenheim in häuslicher Absonderung befinden, können sich damit nun bereits am siebten Tag nach dem Kontakt mit einem Indexfall freitesten.  Damit gelten im Landkreis Rosenheim ab Mitternacht die bundeseinheitlichen Vorgaben des Infektionsschutzgesetzes bezüglich der Quarantäne von Kontaktpersonen und Verdachtspersonen sowie der Isolation von positiv auf das Coronavirus SARS-Co-V-2 getesteten Personen. Das Amtsblatt Nr. 2 kann auf der Landkreis-Homepage unter folgendem Link nachgelesen werden: https://www.landkreis-rosenheim.de/aktuelles/#amtsblatt-amtsblaetter-2022

Rosenheim: Gefälschte Impfausweise und Testzertifikate kursieren – RoMed Klinikverbund stellt Anzeige   –   Aktuell sind gefälschte Impfausweise und Testzertifikate aufgetaucht, die im Zusammenhang mit dem RoMed Klinikverbund stehen. Was ist passiert?   Ende letzten Jahres ist ein offizieller Klinikstempel abhandengekommen. Nunmehr sind gefälschte Impfpässe mit diesem Stempel aufgetaucht. Nach Hinweis eines aufmerksamen Apothekers wurde daraufhin Anzeige vonseiten des Klinikverbunds erstattet.  In einem anderen Fall handelt es sich um einen Mitarbeiter einer Firma aus der Region, der vor Arbeitsantritt einen positiven Antigentest hatte und daraufhin von seinem Arbeitgeber aufgefordert wurde einen PCR Test zu machen. Was er vermeintlich tat. Der Mitarbeiter legte seinem Arbeitgeber ein Testzertifikat mit Klinik-Stempel vor. Der Arbeitgeber wurde jedoch misstrauisch – das Formblatt war unvollständig ausgefüllt – und nahm Kontakt mit dem RoMed Klinikverbund auf. Pikant an der Sache ist, dass dieses Formblatt generell nur klinikintern für Personaltests verwendet wird. Personalrechtliche Konsequenzen folgen gegebenenfalls. Auch dieser Fall wurde zur Anzeige gebracht.

Anmerkung: Um die Klinikmitarbeiter regelmäßig testen zu können, wurden entsprechende Strukturen aufgebaut, wie z. B. auch die rein klinikinterne Testbescheinigung. Ebenso wurde ein Test-Procedere für die Patienten der Kliniken etabliert. Ausdrücklich betont wird jedoch, dass der RoMed Klinikverbund keine Testungen für Externe anbietet.

11. Januar:.

Die Mittelstands-Union MU Oberbayern begrüßt die Beschlüsse des heutigen Ministerrates, die 2G plus-Regel in der Gastronomie nicht umzusetzen und fordert gleichzeitig eine Überprüfung der Bereiche, in denen noch 2G plus-Auflagen gelten auf ihre Verhältnismäßigkeit. MU-Bezirksvorsitzender Dr. Thomas Geppert: „Das ist die richtige Entscheidung, hier einen praktikablen und vernünftigen Weg im Sinne des Infektionsgeschehens und der Betriebe zu gehen. Auch der Expertenrat der Bundesregierung hat im Vorfeld der MPK keinerlei Handlungsbedarf in der Gastronomie gesehen. Gleichzeitig müssen alle Bereiche, in denen aktuell 2G plus als Zugangskriterium gelten, auf ihre Notwendigkeit und Verhältnismäßigkeit hin überprüft werden. Dies gilt insbesondere für den wichtigen Bereich der Kultur, aber auch der Gesundheit wie Bäder und Thermen.“

Äußerungen der bayerischen Opposition, insbesondere der Grünen, führen dagegen zu Kopfschütteln: „Wie hier auf dem Rücken einer ganzen Branche und zahlreichen Existenzen und Arbeitsplätzen Oppositionspolitik gemacht wird, ist erschreckend und nicht nachvollziehbar.“ Bevor Grüne und SPD in Bayern vernünftige Entscheidungen kritisieren, sollten sie lieber ihren Kollegen in der Bundesregierung Druck bei der Verbesserung von Wirtschaftshilfen machen. „Die Verschlechterung der Überbrückungshilfe IV im Vergleich zu III bei der Kostenerstattung und Eigenkapitalquote ist unverständlich und muss dringend zurückgenommen werden. Auch beim Kurzarbeitergeld braucht es wieder eine vollständige Übernahme der Sozialversicherungsbeiträge, um Zahlungsunfähigkeiten zu verhindern. Es braucht eine gemeinsame Kraftanstrengung, um die Vielfalt des bayerischen Gastgewerbes mit hunderttausenden Arbeitsplätzen zu erhalten. Auch die Entfristung der Mehrwertsteuerreduzierung auf Speisen unter Einbezug der Getränke wäre jetzt ein motivierendes Signal zum Durchhalten“, so Geppert.

Bericht aus der Kabinettssitzung vom 11. Januar 2022

Corona-Pandemie / 15. BayerischeInfektionsschutzmaßnahmenverordnung wird bis 9. Februar verlängert / Ausnahmen von 2G für minderjährige Schüler werden
fortgeführt / Regelungen zur Quarantäne werden zum 11. Januar angepasst

1. Die 15. Bayer. Infektionsschutzmaßnahmenverordnung (15. BayIfSMV) wird bis einschließlich 9. Februar 2022 verlängert. Zum12. Januar 2022 wird sie ferner in folgenden Punkten angepasst:
• Wie bislang entfällt die Pflicht zur Vorlage eines zusätzlichen Testnachweises in 2G plus-Bereichen für Personen, die eine Auffrischimpfung nach einer vollständigen Immunisierung erhalten haben. Künftig gilt dies im Gleichklang mit dem letzten MPK- Beschluss bereits unmittelbar ab der Auffrischimpfung (nicht erst wie bisher nach Ablauf von 14 Tagen nach der Impfung). Zusätzlich entfällt die Pflicht zur Vorlage eines zusätzlichen Testnachweises für Personen, die nach vollständiger Immunisierung eine Infektion überstanden haben (Impfdurchbruch).
• Die Ausnahme von 2G in der Gastronomie, im Beherbergungswesen sowie bei sportlicher, musikalischer oder schauspielerischer Eigenaktivität zugunsten minderjähriger
Schülerinnen und Schüler, die regelmäßig getestet werden, wird fortgeführt und soll auch künftig gelten.
2. Die Regelungen zur Quarantäne für Kontaktpersonen und Isolation werden zum 11. Januar 2022 angepasst.
• Die Dauer von Quarantäne und Isolation beträgt zehn Tage. Nach sieben Tagen ist eine Freitestung durch Nachweis eines negativen PCR- oder Antigen-Schnelltests möglich. Bei Personen in Isolation gilt dies nur, wenn sie vor der Testung 48 Stunden symptomfrei waren.
• Für Beschäftigte in vulnerablen Einrichtungen werden aufgrund der besonderen Schutzbedürftigkeit der dort untergebrachten Menschen für die Wiederaufnahme des Dienstes nach Quarantäne oder Isolation eine Freitestung durch PCR-Test oder fünf Tage lang tägliche negative Schnelltests verlangt.
• Für Schülerinnen und Schüler sowie Kinder in Angeboten der Kinderbetreuung ist eine Freitestung bei einer Quarantäne als Kontaktperson bereits nach fünf Tagen möglich (PCR-Test oder Antigen-Schnelltest).
• Sobald der Bund die hierfür notwendigen Rechtsänderungen vorgenommen hat, werden künftig enge Kontaktpersonen, die einen vollständigen Impfschutz samt Auffrischungsimpfung vorweisen, sowie vergleichbare Gruppen wie frisch Geimpfte und Genesene, von der Quarantäne ausgenommen.
3. Das Staatsministerium für Gesundheit und Pflege wird die nötigen Rechtsänderungen vornehmen

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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