Leitartikel

Aktives Atzinger Trachtenjahr – JHV

Anton Hötzelsperger
Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

„Zwei Top-Waldfeste und ein einzigartig guter Zusammenhalt innerhalb der Atzinger Ortsvereine sowie im gemeinsamen Vereinshaus waren und sind beste Voraussetzungen dafür, dass der Trachtenverein Daxenwinkler Atzing auf ein überaus gutes Vereinsjahr zurückblicken kann“ – mit diesen Worten fasste Trachtenvorstand Michael Schlosser die Leistungen der Vorstandschaft, der Mitglieder sowie der verschiedenen Gruppierungen im Verein zusammen. Auch stellvertretender Gauvorstand Franz Fischer vom Chiemgau-Alpenverband und Priens Bürgermeister lobten die Vereinsführungen und das Engagement zugunsten der Brauchtumspflege.

Von einem gemeinsamen Abend mit einer Tanzgruppe aus dem brasilianischen Blumenau über die Durchführung des Sechs-Vereine-Preisplattelns im König-Ludwig-Saal in Prien bis zum Auftritt der Atzinger Goaßlschnalzer auf der Oidn Wiesn in München reichte der umfassende Schriftführerbericht von Anja Hötzelsperger, der von ihrer Stellvertreterin Carla Boggusch vorgetragen wurde. Uneingeschränkte Zustimmung fanden der Kassenbericht von Christine Langmann sowie der Prüfbericht von Florian Rauch und Andi Riepertinger. Insgesamt 44 Dirndl und Buam (27 Kinder und 17 Jugendliche) betreut Florian Röger mit seinem Jugendleiterteam. 22 Allgemein-Proben, einige Zusatz-Proben für die Preisplatteln, sieben kirchliche Veranstaltungen und einige Freizeitmaßnahmen prägten das trachtlerische Nachwuchs-Programm. Bei seinem Dank würdigte Röger auch Traudi und Jakob Steiner für deren Unterstützung bei der Trachtengwand-Pflege und bei individuellen Proben. Zehn aktive Dirndl und ebenso viele Buam zählt derzeit die Aktivengruppe. Vorplattler Manuel Baumert und Dirndlvertreterin Anna Boggusch erinnerten in Bildern an ein ereignisreiches Trachtenjahr. Im Januar werden die Atzinger Aktiven zusammen mit ihren Freunden vom Trachtenverein Greimharting eine Auftrittsreise zur Grünen Woche nach Berlin vornehmen. Vorstand Michael Schlosser erläuterte einige Investitionen im Vereinshaus, er dankte dem verlässlichen Personal und er stellte insbesondere die Bedeutung der Waldfeste mit den Worten heraus: „Unsere Waldfeste sind unser Veranstaltungs-Mittelpunkt, seit über 50 Jahren haben sie ein hohes Niveau mit kulturellem Hintergrund. In diesem Zusammenhang möchten wir vor allem den Grundbesitzern von Munzing und Arbing für ihr Entgegenkommen danken“. Wie für das Vereinshaus soll auch für das Waldfest investiert werden, unter anderem mit der Neu-Anfertigung von Bestuhlungen. Ein besonderes Anliegen der Atzinger Vorstandschaft ist die sogenannte Kreuztracht von St. Salvator. Um die Aufgaben der Kreuztracht wollen sich die Atzinger zukünftig gemeinsam mit dem Greimhartinger Trachtenverein Gedanken machen. Greimhartings Trachtenvorstand Franz Fischer sicherte hierzu seine Unterstützung zu. Fischer war als stellvertretender Gauvorstand des Chiemgau-Alpenverbandes bei der Versammlung in Atzing zugegen, dabei sagte er: „Wo geht es mit der Trachtensache hin in Zeiten wo alles schneller zu werden scheint? Atzing mit seinem Blick nach vorn ist jedenfalls auf dem richtigen Weg“. Letztmals in seiner Eigenschaft als Erster Bürgermeister sprach Jürgen Seifert ein Grußwort zu den Atzinger Trachtlern. In seinem Rückblick auf über elf gemeinsame Jahre dankte er für die in Atzing spürbare Wertevermittlung und für die Pflege des Ehrenamtes. Dem Förderverein, der in Atzing unter anderem die Feuerwehr und den Trachtenverein dient, sagte er eine Spende in Höhe von 2.000 Euro aus dem Etat des Bürgermeisters zu. Ein weiterer Gedanke galt der Atzinger Feuerwehr, deren kaputtes Löschfahrzeug erneuert werden muss. „Auch dafür werde ich mich und wird sich der gesamte Gemeinderat einsetzen“, so der Bürgermeister. Als nächste Veranstaltungen gab Vorstand Schlosser bekannt, dass am 25. Oktober in Staudach der Gauball des Chiemgau-Alpenverbandes ist, dass am Freitag, 15. November ab 19 Uhr im Vereinshaus anstatt einer Weihnachtsfeier das Jahresabschluss-Essen für alle Vereinsmitglieder ist (dieser Termin wurde kurzfristig verschoben und ist nicht wie ursprünglich geplant am 26. Oktober), am 26. Oktober wird das Jahreskonzert der Blaskapelle Wildenwart in Frasdorf besucht und die traditionelle Christbaumversteigerung ist am Sonntag, 6. Januar im Vereinshaus. In der freien Aussprache bedankte sich Fördervereins-Vorsitzender Peter Böttinger für die intakte Dorfgemeinschaft in Atzing, Zweiter Vorstand Hans Fischer von der Feuerwehr lobte das gute Miteinander seit 12 Jahren unter dem gemeinsamen Dach des Vereinshauses und Jakob Steiner vom Musikförderverein Wildenwart lud zu deren Jahresversammlung am Freitag, 25. Oktober ab 19 Uhr im Atzinger Vereinshaus ein. Der Hoagascht des Kreisjugendrings Rosenheim in Atzing ist heuer am Sonntag, 24. November ab 13.30 Uhr. Für eine Busfahrt ab Atzing zur Grünen Woche nach Berlin vom Donnerstag, 16. Januar bis Sonntag, 19. Januar können sich Interessierte bei Rosi Hötzelsperger, Telefon 08051-3604 näher erkundigen. Angeregt wurde aus den Reihen der Versammlung, dass der Trachtenverein einmal ein Preisschafkopfen anbieten sollte.  Unter anderem Anton Harntasch, der schon viele Preisschafkopfen in der Region organisiert hat, sagte dabei seine Unterstützung zu, die Vorstandschaft will das Anliegen gerne prüfen. (über die Ehrungen berichten wir noch gesondert).

Fotos: Hötzelsperger – Das gute Miteinander in Atzing von den Ortsvereinen würdigte Bürgermeister Jürgen Seifert mit einer Spende in Höhe von 2.000 Euro, die Fotos zeigen:

  1. Von links: Hans Fischer (2. Vorstand Feuerwehr), Peter Böttinger (Vorstand Förderverein), Bgm. Jürgen Seifert und 1. Trachtenvorstand Michael Schlosser.
  2. Von links: stv. Trachtenvorstand Konrad Huber, Bgm. Jürgen Seifert, stv. Trachtenvorstand Hans Rauch, stv. Trachtenvorstand Wilhelm Feichtner, Erster Vorstand Michael Schlosser und Fördervereins-Vorsitzender Peter Böttinger.

 

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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