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Aktive Atzinger Feuerwehr

Anton Hötzelsperger
Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Ein besonderes Jahr war das 113. Jahr der Feuerwehr Atzing. Nach einem kompletten Führungswechsel bei den vorjährigen Neuwahlen kam es mit 37 Einsätzen und 1.690 Mann-Stunden inklusive Übungen zum bislang intensivsten Jahr. Und mit Anna Boggusch wurde erstmals in der langen Atzinger Feuerwehrgeschichte eine Frau in die Aktiven-Mannschaft aufgenommen. Dies waren einige der Kern-Botschaften bei der überaus gut besuchten Jahresversammlung, die nach einem Gedenkgottesdienst für die verstorbenen Feuerwehrkameraden in der Christkönigskirche von Wildenwart im Gasthaus Stocker in Atzing stattfand.

Atzings neuer Feuerwehrvorstand Martin Loferer erläuterte bereits bei der Begrüßung, dass ihm ein wichtiges Miteinander innerhalb der Feuerwehr, mit der Gemeinde Prien, mit den Nachbars-Feuerwehren sowie mit den Ortsvereinen wichtig ist. In diesem Sinne freute er sich, dass als Ehrengäste Ehrenvorstand Konrad Huber senior, die Ehrenmitglieder Anton Harntasch und Leopold Schlosser senior sowie Ehren-Fähnrich Hans Riepertinger ebenso zugegen waren wie Priens neuer Feuerwehr-Vorstand Bodo Sagebiel, dessen Kommandant Stefan Pfliegl und Feuerwehr-Arzt Dr. Otto Steiner. Priens Dritter Bürgermeister Alfred Schelhas würdigte die Leistungen der Atzinger Feuerwehr in einem Grußwort ebenso wie Kreisbrandrat Richard Schrank von der Kreisinspektion Rosenheim, von der bei leicht steigender Tendenz 7.200 Feuerwehrleute in 120 Feuerwehren der 46 Landkreis-Gemeinden betreut werden.

Von einem ereignisreichen Feuerwehrjahr berichteten in ihren Rückblicken Vorstand Martin Loferer, Benedikt Huber stellvertretend für den durch das  Jubiläums-Rettungstauchen der Wasserwacht verhinderten Schriftführer Werner Vietz und Kassier Wilhelm Feichtner junior. Wie dieser informierte, war trotz des Ausfalls der wood-party dank des Kabarett-Abends im Gaufestzelt der Atzinger Trachtler ein positives Jahresergebnis erzielt worden. Die Ordnungsmäßigkeit der Kasse bestätigte Markus Kalal, der zusammen mit Florian Rauch die Prüfung vorgenommen hatte. Kommandant Paul Huber junior, der im Vorjahr zusammen mit Bernhard Summerer das verantwortungsvolle Amt übernommen hatte, kann derzeit 52 Aktive mit 16 Atemschutzträgern und 10 Maschinisten in seinen Reihen zählen. Ebenso wie der Personalbestand zufriedenstellend ist, ist auch die technische Ausstattung gut in Schuss. „Vorausschauend müssen war allerdings das 21 Jahre alte Löschfahrzeug LF 8/6 im Auge behalten, die ersten Schäden sind da und wir werden das Fahrzeug wohl nur noch vier bis fünf Jahre einsetzen können“ – diese Botschaft ging an die Gemeinde Prien. Die Einsatz-Palette im letzten Jahr von den Atzinger Feuerwehrleuten ging von der Bergung eines toten Komorans im Siggenhamer Wehr, einer Tür-Öffnung in Greimharting über einen Dachstuhlbrand in Prien bis zu einem großen Häcksler-Brand in Wildenwart. Weitere Aufgaben waren Fahrbahnbereinigungen nach Öl-Verlusten, die Behebung von Unwetterschäden nach vielen umgestürzten Bäumen  und eine Vermissten-Suche in Prien. Insgesamt zwölf Monatsübungen, fünf Zwischenübungen sowie Gemeinschaftsübungen mit den Feuerwehren von Prien und von Wildenwart ergaben mit Versammlungs- und Bürozeiten 1.010 Mann-Stunden, so dass mit den 37 Einsätzen und deren 680 Mann-Stunden die bisher höchste in einem Jahr erreichte Gesamt-Stunden-Zeit von 1.690 zusammenkam. Durchschnittlich 25 Mann (bzw. jetzt mit einer Frau) nahmen an den Übungen teil. Die Einsatzbereitschaft ist vor allem auch deshalb rasch gesichert, weil nahe dem Feuerwehrhaus fünf Mitarbeiter der Formtechnik-Firma von Gerhard Fischer im Alarmfall schnell zugegen sind. Gerhard Fischer, der selbst aktiv bei der Feuerwehr ist, wurde diesbezüglich von Kreisbrandrat Richard Schrank als vorbildlicher und großzügiger Arbeitgeber bezeichnet. Neben dem Feuerwehrfrühschoppen an Pfingsten und der wood-party im Sommer plant die Feuerwehr Atzing heuer noch zwei Leistungsgruppen im April, im Juni einen Motorsägelehrgang und im September einen Atemschutzlehrgang. Neu soll in Bälde die Internetseite www.feuerwehr-atzing.de starten, erste Eindrücke vermittelte Rainer Nitzsche zusammen mit Feuerwehrvorstand Martin Loferer. Als nächster Termin für die Feuerwehrleute ist Freitag, 9. März die Jahresversammlung des Fördervereins vom Atzinger Vereins- und Feuerwehrhaus. Wie dessen Vorsitzender Peter Wendl in seinem Grußwort erläuterte, wird er nach 15 Jahren das Amt des Fördervereins-Vorsitzenden abgeben, zugleich versicherte er, dass der Förderverein weiterhin bestehen bleiben und helfen wird. Ein besonderer Dank galt Yvonne Jell für die stete und verlässliche Sauberhaltung des Florianstüberls. Zur 150-Jahr-Feier, die im kommenden Jahr 2019 ab 23. Mai bei der Feuerwehr Prien zusammen mit der dann 190 Jahre alten Blaskapelle Prien beginnen wird, lud Vorstand Bodo Sagebiel ein. Trachtenvorstand Michael Schlosser junior vom GTEV Atzing sagte in seinem Grußwort: „Das vorjährige Jahr war für die Orts-Gemeinschaft von Atzing ein besonderes Jahr, das besondere Leistungen erforderte. Die Super-Zusammenarbeit bewährte sich ganz besonders als sturmbedingt das Festzelt geräumt werden musste, dafür nochmals unseren Dank an die Feuerwehr“. Ehe Vorstand Martin Loferer mit dem Spruch „Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr“ und Zweiter Vorstand Hans Fischer mit einem herzlichen Dank an den Ersten Vorsitzenden für dessen gute Vereinsführung die offizielle Versammlung beendeten, konnte Dritter Bürgermeister Alfred Schelhas noch zu einer gemeinsamen und geselligen Brotzeit einladen.

Foto/s: Hötzelsperger/Rainer Nitzsche – Eindrücke von der JHV der Feuerwehr Atzing

Weitere Informationen: www.feuerwehr-atzing.de

 

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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