Im Rahmen des Symposiums der Kernphysiker in Schleching, kamen auch die Schüler der 4. Klasse der Grundschule in den Genuss eines Schulvormittags mit einem Physiker, mit Dr. Ralf Averbeck.
Er stellte den Kindern die Frage „Wie kann ich ein Atom sehen?“ Mit einem Experiment -einer Nebelkammer- wurde das Geheimnis sichtbar gemacht. Die Schüler Vincenc, Johannes, Valentin und Moritz erzählen nach dem Experiment, dass sie zuerst ein kleines Stück Knete zerteilt haben, in rund neun Stücke und das kleinste Teil nochmal 78 Mal halbiert werden müsste, um ein Atom zu sehen. Es wurden für jede Gruppe eine Art Aquarium mit einem Alkohol getränkten Filz und Trockeneis im unteren Teil gebastelt. In dieser Nebelkammer konnten die Schüler Spuren von elektrisch geladenen Teilchen sehen. Mit einer starken Lampe entdeckten sie Alpha Teilchen, Elektronen und Myonen. Die etwas dickeren Alpha Teilchen bezeichneten Piet, Korbinian und Matthias als „Würmer“ und fanden das Experiment sehr spannend. Annalena, Paula und Diana fanden es toll, dass so Unsichtbares sichtbar gemacht wird.
Alle Schüler waren begeistert und stellten zum Schluss viele Fragen, wie zum Beispiel „Warum sind die Myonen so grad?“ Ralf Averbeck antwortete „weil sie so schnell unterwegs sind und zog verständliche Vergleiche heran. Der Referent wusste natürlich auf alle Fragen Antworten und die Schüler bezeugten mit ihren vielen Fragen das große Interesse an diesem Experiment. Zum Schluss wünschten sich die Kinder nochmal das Experiment mit dem Trockeneis und Wasser. Es wurde im zweckentfremdeten Hundenapf ausgeführt und die Schüler saßen begeistert drumherum auf der Erde und beobachteten die blubbernde und Nebel erzeugende Mischung im Hundenapf. Mutig wurden mal die Hände darüber gehalten oder reingepustet.
Das Maskottchen des EMMI Instituts (ExtreMe Matter, GSI Helmholtzzentrum, Darmstatt) eine Art Bär, mit dem Namen „Emilio“ war auch bei dem Unterricht dabei. Das GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung in Darmstadt betreibt eine große, weltweit einmalige Beschleunigungsanlage für Ionen und ist die Wirkungsstätte von Dr. Ralf Averbeck.
Bericht und Bilder: Sybilla Wunderlich








