Die Feuerwehr Marquartstein leistete im letzten Jahr über 1 830 Stunden für Einsätze und Übungen – Hubert König bekam für 40 Jahre aktiven Feuerwehrdienst das Abzeichen in Gold.
Der Vorstand der Freiwilligen Feuerwehr Marquartstein, Simon Aigner, begrüßte die zahlreichen Teilnehmer der Jahreshauptversammlung im Gasthof Weßner Hof und bedankte sich bei allen Unterstützern, Fördermitgliedern und aktiven Mitgliedern für die geleistete Arbeit.
In einem chronologischen Rückblick listete er die Ereignisse, Termine und Feste des letzten Jahres auf. Ein beherrschendes Thema war die Lieferung des UTV (Utility Task Vehicle) Marquartstein 95/1 Ende Februar, Ende Mai wurde das Fahrzeug dann gebührend mit einer Einweihungsfeier und Segnung durch die Geistlichkeit in den Dienst gestellt.
Von den insgesamt 41 wahrgenommenen Terminen seien hier nur einige genannt, wie die Teilnahmen am Fest zum 40-jährigen Bestehen des Gartenbauvereins und dem 150-jährigen Bestehen der Feuerwehr Schleching. Besonders lobte Simon Aigner das neue Konzept des Ferienprogramms für Kinder und Jugendliche, das durch die Organisation von Vroni Gabriel echt kreativ war. Bei der Teilnahme beim Dorfschießen der Schützen wurde mit 47 Teilnehmern der Meistpreis gewonnen, bei der Ringwertung belegte die Feuerwehr den zweiten Platz und auch bei den Einzelwertungen wurden gute Ergebnisse erzielt. Ein weiterer Höhepunkt im Vereinsleben war der Ausflug nach Schärding. Vertreten waren die Feuerwehrler auch bei allen kirchlichen Anlässen. Bei drei Floriansjüngern läuteten die Hochzeitsglocken, bei den Brautpaaren wurde mit einem Spalier aus einem in Ringen gelegten Feuerwehrschlauch die Ehre erwiesen. Es fanden sechs Ausschusssitzungen statt.
Der Verein bestand zum Ende letzten Jahres aus 50 aktiven Mitgliedern (zwei mehr), elf Mitgliedern bei der Jugendfeuerwehr (sieben weniger), acht Ehrenmitgliedern (davon vier aktiv), neun passiven Mitgliedern und 198 Fördermitgliedern (minus eins).
Bericht des Kommandanten
Der Kommandant Johann Troibner berichtete von 47 Einsätzen, zu denen die Feuerwehrdienstleistenden ausrücken mussten und dabei wurden 798 Einsatzstunden gezählt. Die größte Anzahl der Einsätze erfolgte für 24 technische Hilfsleistungen, 18 Brandeinsätze (vier mehr) und fünf sonstige Hilfeleistungen. Durch den zahlreichen Besuch von Lehrgängen im Jahr 2024 konnten im letzten Jahr viele Qualifikationen der Mannschaft in Führungs- und Technik-Lehrgängen erworben werden.
Es wurden im abgelaufenen Jahr 39 Übungen mit einer Gesamtstundenzahl von 909,5 Stunden abgehalten. Die Übungen gliederten sich in verschiedene Bereiche, wie zum Beispiel Einsatzübungen, Atemschutzbelastungsübungen, Bewegungsfahrten, Technischer Dienst und Sonderübungen, um nur wenige zu nennen. Auch wurden sieben Lehrgänge auf Landkreisebene absolviert, wie zum Beispiel an der Brandsimulationsanlage, Wärmebildkamera und Motorsäge.
Außerdem wurden weitere 19 (8 mehr) Termine/Veranstaltungen mit einer Stundenzahl von 84 (26 mehr) absolviert, für Besprechungen, Besuch der Grundschule und Kindergarten, Kommandantenversammlungen, Lehrgänge und Objektbesichtigungen. Zählt man alle Aktivitäten zusammen, so haben die Aktiven Feuerwehrler 1 830 Stunden für Einsätze, Übungen und Lehrgänge aufgewendet! Nicht enthalten in dieser Gesamtstundenzahl sind die Übungen der Jugendfeuerwehr und die Stunden für Wartung und Pflege der Fahrzeuge und Ausrüstungsgegenstände, sowie die Büroarbeiten und Übungsvorbereitungen.
Mit beeindruckenden Fotos von den Einsätzen unterlegte Johann Troibner seine Ausführungen.
Investitionen wurden getätigt für Neubeschaffungen, wie LED Powermoon Leuchtballone zur besseren Ausleuchtung von Einsatzstellen, ein neuer Serverschrank im Feuerwehrhaus, eine Nachrüstung für ein Maskenprüfgerät sowie LED-Strahler für den Lichtmast. In diesem Jahr soll neue Schutzkleidung für die Jugendfeuerwehr und eine Schlauchbindemaschine beschafft werden. Johann Troibner berichtete weiter, dass aus den Reihen der Feuerwehr Marquartstein fünf Kameraden in verschiedenen Lehrgängen als Landkreisausbilder zusätzlich zum Dienst in der Feuerwehr im Einsatz sind. Er bedankte sich herzlich für die Bereitschaft, die Ausbildung im Landkreis Traunstein tatkräftig zu unterstützen damit die Kameraden bestens auf ihre Einsätze vorbereitet sind. Wie wichtig das ist, zeigte sich ja erst vor ein paar Tagen bei dem Einsatz beim Brand in der Chiemgau-Klinik, wo alles sehr gut geklappt hat.
Der Kommandant bedankte sich bei allen Kameraden für ihren Einsatz, sowie bei deren Familien für die Freistellung für dieses Ehrenamt. Er dankte den Jugendwarten und deren Ausbilder-Team für die Bereitschaft die Jugendlichen -also die Zukunft der Feuerwehr- auszubilden. Es folgte ein Dank an alle, die zum Gelingen der Arbeit der Freiwilligen Feuerwehr beitragen. Zum Schluss gab Johann Troibner bekannt, dass er sich im nächsten Jahr bei der Neuwahl nicht mehr zur Verfügung stellt.
Jahresbericht des Jugendwartes Konrad Hochhäuser
Die Jugendfeuerwehr bestand zum Ende letzten Jahres aus elf Mitgliedern zwischen zwölf und achtzehn Jahren. Im letzten Jahr erfolgten fünf Neueintritte, drei Austritte sowie drei Übertritte in die aktive Mannschaft. Es wurden vierzehn verschiedene Termine wahrgenommen. Ein besonderer Dank ging dabei an Florian Wölkl und Vroni Gabriel, die die Christbaumaktion federführend organisiert haben, was ein erheblicher Zeitaufwand war. Konrad Hochhäuser bedankte sich außerdem bei seinem Stellvertreter Florian Robitzsch, den Kommandanten und der Vorstandschaft, sowie allen, die bei den Übungen der Jugendfeuerwehr tatkräftig mitgewirkt haben.
Satzungsänderung verschoben
Auch Bürgermeister Andereas Scheck sprach großen Dank an alle Akteure der Freiwilligen Feuerwehr aus, freute sich über eine gute Zusammenarbeit und den konstruktiven Austausch miteinander. Kreisbrandinspektor Rupert Kink fand, dass die Einsatzzahlen stabil geblieben sind und er betonte, wie wichtig die Lehrgänge sind und empfahl das große Angebot zu nutzen. Er lobte die Jugendarbeit und fand, dass die in Marquartstein schon immer gut war. Ein Tagesordnungspunkt befasste sich mit einer Satzungsänderung. Nach längerer Diskussion konnte kein Konsens gefunden werden und der Punkt wurde auf die nächste Versammlung verschoben. Martin Heiler vom G.T.E.V. Marquartstein-Piesenhausen informierte über den aktuellen Stand zum Gaufest 2026 und wie wichtig jede helfende Hand für dieses Fest ist, das so unvergesslich werden soll, dass die Bürger auch in 10 Jahren noch darüber sprechen.
Ehrungen
An diesem Abend wurden Ehrungen für einzelne Feuerwehrler ausgesprochen. Für 40 Jahre aktiven Feuerwehrdienst erhielt Hubert König das Feuerwehr-Ehrenabzeichen am Band in Gold. Das Ehrenzeichen in Silber für 25 Jahre aktiven Feuerwehrdienst bekamen David Hofmeister, Markus Schatz und Hannes Troibner sowie eine Urkunde des Bayerischen Staatsministers Joachim Herrmann. Konrad Hochhauser und Julian Halder sind seit zehn Jahren im aktiven Feuerwehrdienst. Simon Aigner beendete die Versammlung und bedankte sich noch, dass die Feuerwehr Marquartstein an der Typisierungsaktion im Kampf gegen die Leukämie ihrer Kollegin aus Waging teilnehmen.
Text und Foto: Sybilla Wunderlich – von links: Kreisbrandinspektor Rupert Kink, Kommandant Johann Troibner, Markus Schatz, Hubert König, David Hofmeister, 1. Vorstand Simon Aigner




