Am Donnerstag, 26. Februar: Neue Wege im Naturschutz – Wissenschaftlicher Vortrag von Dr. Stefan Kahl im Haus zur Wildnis und im Live-Stream auch auf dem YouTube-Kanal des Nationalparks.
Vögel sind mehr als nur schöne Stimmen im Morgenlicht. Sie sind auch wichtige Botschafter für den Zustand unserer Umwelt. Verändert sich ein Lebensraum, reagieren oft zuerst die Vogelgemeinschaften. Bei einem wissenschaftlichen Vortrag im Haus zur Wildnis am Donnerstag, 26. Februar, zeigt Dr. Stefan Kahl von der TU Chemnitz neue, KI gestützte Wege in Forschung und Naturschutz auf.
Mit akustischen Sensoren – mobilen oder stationären Horchboxen – können Landschaften ohne Eingriffe und über lange Zeiträume beobachtet werden. Die Mikrofone zeichnen auf, was in Wäldern, Mooren oder Städten singt, und zwar rund um die Uhr. Dabei entstehen jedoch tausende Stunden an Tonaufnahmen, riesige Datenmengen also, die von Hand unmöglich auszuwerten sind. Hier kommt nun Künstliche Intelligenz ins Spiel, die auch beim Forschungsprojekt „Ranger Sound“ im Nationalpark Bayerischer Wald erstmals Verwendung fand. Die im Rahmen des Projekts entwickelte App BirdNET macht es nun möglich, mehrere tausend Vogelarten weltweit zu erkennen – und sogar viele Amphibien- und Säugetierarten. Im Vortrag zeigt Dr. Stefan Kahl, wie BirdNET bereits im Naturschutz eingesetzt wird, wie Bürgerwissenschaftlerinnen und Bürgerwissenschaftler mithelfen können und welche Rolle KI künftig beim Schutz unserer Biodiversität spielen könnte.
Der kostenlose Vortrag beginnt um 18:30 Uhr. Für eine umweltfreundliche Anreise eignet sich die Waldbahn. Die Haltestelle Ludwigsthal befindet sich nur rund 15 Gehminuten vom Haus zur Wildnis entfernt. Für Besucher, die nicht mehr so gut zu Fuß sind, wird ab dem Servicegebäude des Parkplatzes ein Shuttle-Service angeboten.
Der Vortrag wird auf dem YouTube-Kanal des Nationalparks auch live gestreamt.




