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50 Jahre Mondlandung – Blick nach Oberpfaffenhofen

Es ist wieder soweit: die Türen des Deutschen Zentrums für Luft-und Raumfahrt (DLR) in Oberpfaffenhofen öffnen sich für alle Wissenshungrigen.

Zum 50. Mal jährt sich eine technische Höchstleistung, die den Menschen aus seinem bisherigen Lebensraum heraus in völlig neue Dimensionen brachte: Am 21. Juli 1969 um 03:56 Uhr mitteleuropäischer Zeit betrat Neil Armstrong als erster Mensch die Mondoberfläche und sprach seine berühmten Worte „That‘s one small step for a man, one giant leap for mankind!“ – „Das ist ein kleiner Schritt für einen Menschen, aber ein Riesensprung für die Menschheit!“. Gefilmt wurde Armstrong dabei von zwei Fernsehkameras, so dass geschätzt 500 bis 600 Millionen Menschen überall auf der Welt live dabei sein konnten.

Viele Bundesbürger verfolgten die Landung auch im Radio. Buzz Aldrin stieg etwa 20 Minuten nach Neil Armstrong aus der Mondfähre aus, während der dritte Apollo-11-Astronaut Michael Collins den Mond im Mutterschiff umkreiste. Armstrong und Aldrin hissten die US-Flagge, bauten einige klei- nere Forschungsgeräte auf und sammelten Gestein als Bodenproben. Nach zwei Stunden und 31 Minuten war der allererste Aufenthalt auf der Mondoberfläche zu Ende – ein wichtiger Schritt zur Eroberung des Weltraums.

Rückblick – Gegenwart – Zukunft

Heute betreiben wir mit der ISS eine gigantische Forschungsstation im All und schicken Sonden bis ans Ende des Sonnensystems. Doch noch immer ist der Mond der einzige Himmelskörper, den je ein Mensch betreten hat. Das nächste Ziel ist ein Besuch auf dem Mars, doch selbst der liegt noch ein Stück in der Zukunft.

An diesem „Wissen für Morgen“ arbeiten am größten Standort des DLR in Oberpfaffenhofen rund 1.800 Menschen in 11 Instituten und Forschungseinrichtungen. Zahlreiche Projekte rund um Robotertechnik, Klimaforschung, Erdbeobachtung, Navigationssysteme und natürlich Weltraummissionen werden interessierten Besuchern und wissenshungrigen Nachwuchsforschern beim „Tag der offenen Tür“ präsentiert. Bei einem Blick in die Labore und Kontrollräume können Besucher Wissenschaft hautnah miterleben. Was treiben die Astro- und Kosmonauten gerade auf der ISS? Was können uns Satellitenbilder über unsere Erde verraten und wie können sie bei Katastropheneinsätzen helfen? Wie funktio- nieren eigentlich die Galileo-Satelliten? Wie kann Robotik Chirurgen entlasten und Patienten schonen? Diese und viele andere Fragen werden an diesem Tag erklärt.

Rahmenprogramm und Gäste

Neben zahlreichen interessanten Vorträgen, Führungen und Demonstrationen in den Instituten erwartet die Gäste ein spannendes und abwechslungsreiches Rahmenprogramm, welches vom Minister Aiwanger als Schirmherrn der Veranstaltung eröffnet wird. In Vorträgen und Gesprächen geht es nicht nur um Erinnerungen an die Mondlandung vor 50 Jahren, sondern auch um die Zukunft. Und eine abwechslungsreiche Raumfahrtshow des DLR_School_Lab auf der Programm-Bühne erklärt den jungen (und auch älteren) Besuchern spannend und zugleich lehrreich, wie das z.B. mit der Schwerelosigkeit funkti- oniert und vermittelt zugleich einige grundlegende Kenntnisse aus den Naturwissenschaften. Dazu gibt es auch völlig „losgelöste“ Musik – von Peter Schilling und Band. Bei gutem Wetter bietet die Flugsportgruppe die Möglichkeit, sich bei einem Rundflug mit Segel- und Motorfliegern das Geschehen von oben anzusehen.

Alle Jungforscher können am Tag der offenen Tür ihr Wissen beim Kinderquiz beweisen. Unter allen ausgefüllten Fragebögen verlosen wir drei exklusive Space-Boxen. Zudem bieten wir eine Mal- und Bastelecke an sowie weitere tolle Programmpunkte, zu denen auch die Freiwillige Feuerwehr und das Bayerische Rote Kreuz beitragen.

Text: (DLR) Oberpfaffenhofen – Fotos: Egon Lippert (www.lippert-egon.de)

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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