Kirche

50 Jahre KAB-Kreuz auf der Kampenwand

Anton Hötzelsperger
Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Zumindest für einen Tag ist das Holzkreuz der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) auf der Kampenwand aus dem Schatten des auf dem 1.664 Meter hohen Kampenwand-Ostgipfel thronenden Eisenkreuz herausgetreten. Anlass hierfür war die Wiederkehr der Weihe des sechs Meter hohen und mehrere hundert Kilo schweren KAB-Kreuzes durch Kardinal Julius Döpfner vor genau 50 Jahren (zum Vergleich: das Gipfelkreuz ist mit 54 Zentnern und 12 Metern Höhe das höchste Bergkreuz in den Bayerischen Alpen).

50 Jahre KAB-Bergkreuz auf der Kampenwand: dies lockte damals im Sommer, genau am 15. Juni geschätzte 6.000 Gläubige zum Gottesdienst in Gottes hoch gelegener  Natur. Natürlich waren es heuer nicht so viele, aber dennoch zeigten sich die gemeinsamen Gastgeber, der KAB-Bezirksvorstand München und der KAB-Diözesanverband hoch zufrieden über den Besuch, zumal während des Aufstiegs zu Fuß oder mit der Gondelbahn noch Regen und Zweifel an der Freiluft-Feier herrschten. Doch die Regenwolken verzogen sich und Diakon Heinrich Baschek als stellvertretender Präses des KAB freute sich, mit Weihbischof Dr. Bernhard Haßlberger und einer großen Schar an KAB-Mitgliedern und Gläubigen aus München, Regensburg, Freising, Rosenheim sowie weiteren KAB-Orten begrüßen zu dürfen. Weihbischof Haßlberger, als gebürtiger Ruhpoldinger ein enger Freund der Berge, bezeichnete in seinen Einführungs- und später in seinen Predigt-Worten den damaligen Kardinal Julius Döpfner als „Fan der Berge“, er dankte allen, die in den letzten 50 Jahren das Kreuz gebaut, auf den Berg gebracht und bisher umsorgt und gepflegt haben. „Sie alle haben sich um das Kreuz verdient gemacht“, so der Weihbischof, der noch folgendes Zitat in Erinnerung brachte: „Willst Du sehen Gottes Spur – gehe in die Natur. Und willst Du sie noch besser sehen, bleib vor dem Kreuz stehen“. Die Kampenwand angesichts des Kreuz-Platzes mit Blick auf Chiemsee und Chiemgau bezeichnete er als besonders schönen Platz im Garten Gottes.

Zwei Zeitzeugen erinnern sich

Vor 50 Jahren war Werner Walbrun  aus München-Trudering als 13jähriger bei der Kreuzweihe dabei. Er kam zufällig im Rahmen eines Familien-Ausflugs dazu, etwas später wurde er auch KAB-Mitglied und er war auch beim Jubiläum wieder dabei. Auch Ursula Jürgensonn aus München-Oberföhring erinnert sich: „Wir waren damals mit dem Bus und mit vielen jungen Familien im damaligen KAB-Familienerholungsheim Aschau“ – so die im KAB-Bezirksvorstand München engagierte Christin. Abschließend galt von der stellvertretenden Diözesan-Vorsitzenden Hannelore Möller ein großer Dank unter anderem an Vorsitzenden Peter Winklmeier und an dessen Stellvertreter Wolfgang Jungwirth vom KAB-Bezirksverband München, an Diözesan-Sekretär Christian Ziegltrum sowie an die vier Aschauer Blechbläser, die die Allgemein-Lieder zur Bergmesse musikalisch bestens ergänzten und begleiteten. Für Weihbischof Haßlberger ein Tag der Freude, denn seine seit seiner Kaplanszeit von Dachau und Moosach starke Verbundenheit mit der KAB wurde – wie er sagte –  hoch auf dem Berg noch weiter vertieft.

Fotos: Hötzelsperger – Eindrücke  vom Kampenwand-KAB-Bergkreuz-Jubiläum  

Nähere Informationen:  www.kabdvmuenchen.de

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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