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Fest der Demokratie – OB-Rede von Rosenheim

Anton Hötzelsperger
Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Vom “Fest der Demokratie” auf dem Max Josef Platz in Rosenheim hat Fotograf Gerhard Leistmüller einige Eindrücke festgehalten, es waren ziemlich alle Parteien und der Stadtjugendring vertreten. Nachfolgend die Rede von Frau Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer:

„Ich danke Ihnen allen sehr, die sie heute zum Fest der Demokratie auf den Max-Josefs-Platz gekommen sind, um

  • Gesicht zu zeigen
  • Nein zu sagen gegen Intoleranz und Ausgrenzung
  • Ja zu sagen zu Pluralität, Meinungsfreiheit und Mitbestimmung in politischen Fragen

Als Oberbürgermeisterin der Stadt will ich bekunden, dass die Verteidigung der Demokratie und der Freiheit ein Anliegen aller Bürgerinnen und Bürger Rosenheims sein muss,

  • ein Anliegen der ganzen Stadtgemeinschaft, woher der Einzelne auch kommen
  • und welche politische, weltanschauliche oder religiöse Einstellung er auch haben mag

Demokratie braucht Demokraten!

Persönlich ist es mir sehr wichtig, heute hier zu sprechen, weil ich zutiefst davon überzeugt bin, dass Frieden, Freiheit und Demokratie die größten Geschenke an meine und an die nachfolgenden Generationen sind. Aber meine Generation weiß noch, dass Freiheit und Demokratie nicht selbstverständlich sind, sondern erkämpft werden müssen.

Unster Mütter und Väter lebten und litten noch unter der brutalsten und menschenverachtendsten Diktatur, die jemals auf deutschem Boden wütete. Auch als ich geboren wurde, lebte ein Teil unseres Landes in einer Diktatur, die zwar im Staatsnamen das Wort „demokratisch“ führte, ihren Bürgern aber jedes demokratische Recht vorenthielt.

Die Erfahrung von Willkür und Ohnmacht, die viele Menschendort machten, veranlassten sie zu Widerstand und Flucht. Wer sich diese Erfahrung vor Augen führt, für den ist unser demokratisches System – mag es auch unvollkommen sein und Schwächen haben – ein Schatz, den es zu bewahren gilt.

Aber immer öfter, meine sehr verehrten Damen und Herren, überkommt mich das Gefühl, dass einige unserer Landsleute dieses Geschenk der Demokratie nicht mehr zu schätzen wissen,

  • es als selbstverständlich in die Ecke packen oder
  • gar autoritären Staats- und Gesellschaftsentwürfen anhängen

Fotos: Gerhard Leitsmüller  –  www.pixelmagier.net

 

 

 

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist und Leiter der Gäste-Information Samerberg bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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