Corona-Krise

Neujahrs-Ansprache von MP Dr. Markus Söder

Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Was war das für ein Jahr 2021!  Es war ein aufregendes, ein spannendes und ein kräftezehrendes. Es war das Jahr 2 in der Pandemie. Nicht nur in Bayern – überall auf der Welt. Gerade haben wir die 4. Welle gut hinter uns gebracht. Schon steht eine neue Herausforderung vor der Tür.

Ich weiß: Alle sind belastet. Menschen leiden an der Krankheit oder trauern um ihre Angehörigen, Pflegekräfte ächzen unter der Last, etliche fürchten um ihre wirtschaftliche Existenz und ganz viele sind einfach müde, erschöpft und genervt. Alle wünschen sich, dass Corona endlich verschwindet. Ich auch. Aber leider ist das nicht so leicht. Wir müssen weiter vorsichtig sein, gerade jetzt wegen Omikron. Vorsicht ja, aber keine Hysterie. Gemeinsam überwinden wir auch das. Danke an alle, die mitmachen. Sie schützen sich und andere. Das gilt besonders für das Impfen. Am Ende ist Impfen der einzige echte Schutz in dieser Pandemie. Auch wenn man sich drei oder vier Mal impfen lassen muss – was ist ein kleiner Pieks gegen den Schutz vor einer potentiell schweren oder sogar tödlichen Krankheit? Natürlich gab und gibt es immer wieder Fehler. Das ist menschlich. Leider hat Corona auch Gräben in unserer Gesellschaft aufgerissen und leider vertiefen sie sich.

Wir dürfen daher Corona nicht nur virologisch sehen, sondern müssen auch versuchen, unsere Gesellschaft wieder zu heilen und zu versöhnen. Das ist sicherlich die wichtigste Aufgabe neben der Pandemiebekämpfung. Ich selbst habe gelernt, dass das stramme Verkünden von Maßnahmen alleine nicht reicht. Wir müssen besser erklären, uns mehr Zeit für die Sorgen der Menschen nehmen und versuchen, alle mitzunehmen. Niemand soll mit seinen Sorgen und Zweifeln alleingelassen werden. Denn auch wenn der Verstand es akzeptiert, kommt die Seele manchmal nicht nach. Andererseits bieten wir all denen entschlossen die Stirn, die unter dem Deckmantel von Corona versuchen, unsere Demokratie auszuhöhlen. Ist jetzt alles trostlos? Aber nein. Bayern steht trotz Corona stabil da. Besser als den meisten Regionen der Welt.

Und wir lassen nicht locker: Wir verbessern die Situation für Pflegekräfte in den Krankenhäusern, stellen neue Lehrkräfte für unsere Schulen ein, bauen die psychologische Unterstützung gerade für junge Menschen aus und helfen gezielt unserem Mittelstand. Wir haben die niedrigste Arbeitslosigkeit in Deutschland und die niedrigste Jugendarbeitslosigkeit in der ganzen EU. Wir sind das sicherste Land, haben mit die beste Bildung für unsere Kinder, wir forschen an modernsten Technologien und erhalten die wunderbare bayerische Natur und Tradition. Darüber dürfen wir uns freuen. Es ist die Leistung der Menschen in unserem Land. Es ist Ihre Leistung.

Laptop und Lederhose oder Leberkäse und Laser bleibt das weiß-blaue Lebensgefühl.

2021 war auch ein Jahr der Zuversicht. Es passiert so viel Gutes und Schönes – nicht immer schenken wir diesen Nachrichten die verdiente Aufmerksamkeit: Rund 130.000 junge Menschen haben die Schule erfolgreich abgeschlossen. Über 4.000 ihren Meisterbrief im Handwerk gemacht. Es wurde wieder mehr geheiratet und es sind so viele Kinder auf die Welt gekommen wie seit 25 Jahren nicht mehr. All das sind doch freudige Ereignisse. An alle herzlichen Glückwunsch! Das macht Mut und Hoffnung. Auch wenn Omikron noch mal schwierig wird, wir kommen da durch. Keine Angst, keine Panik, aber Vorsicht und Augenmaß. Dank an alle, die helfen – an Einsatz- und Rettungskräfte, Polizei und Feuer- und Bundeswehr und vor allem auch an alle Pflegekräfte und Mediziner. Wir schulden Ihnen viel!

Im Namen der Bayerischen Staatsregierung und auch ganz persönlich wünsche ich Ihnen ein gutes neues Jahr und alles Gute für Sie und Ihre Familie. Hoffentlich wird es besser als das letzte: Bleiben Sie gesund. Und Gott schütze unser wunderschönes Bayern.

Text: Bayerische Staatskanzlei

Archiv-Foto: Hötzelsperger  –  Dr. Markus Söder im Jahr 2005 nach einem Termin auf der Fraueninsel

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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