Leitartikel

80. Geburtstag: Hildegard Osterhammer aus Frasdorf

Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Hildegard Osterhammer feierte im Kreise ihrer Familie und ihrer Freunde in Frasdorf ihren 80. Geburtstag. Coronabedingt zog sich die Gratulationscour über den ganzen Tag hinweg. Pfarrer Paul Janßen und Verwaltungsleiterin Regina Schlemer gratulierten für die Pfarrgemeinde St. Margaretha und den Pfarrverband Oberes Priental, Bürgermeister Daniel Mair brachte die Glückwünsche der Gemeinde Frasdorf und bedankte sich vor allem für „das Kümmern von Hildegard und Franz Osterhammer um die alte Wallfahrtskirche St. Florian“.

Rupert Wörndl übermittelte dem Ehrenmitglied die Wünsche des Heimat- und Kulturvereins und überreichte ihr ein druckfrisches Exemplar des neuen Frasdorfer Höfebuches, bei dessen Erstellung sie jahrelang mitgewirkt hatte. „Hildegard Osterhammer hat sich um die ganze Gemeinde Frasdorf verdient gemacht“, so Bürgermeister Daniel Mair. „Sie bot zeitlebens das Bild einer engagierten und couragierten Frau, die stets für die Allgemeinheit da war“.

Geboren und aufgewachsen in Furth im Wald führten sie verschlungene Wege nach Frasdorf. 1967 gaben sich Franz und Hildegard Osterhammer das Jawort vor dem spätgotischen Altar in der Wallfahrtskirche St. Florian und dann ließ sie der heilige Florian ein Leben lang nicht mehr aus. Zwei Töchter und ein Sohn gingen aus der Ehe hervor, mittlerweile können sich die beiden auch über mehrere Enkel freuen, allerdings ist kein Florian darunter.

Das Wirken von Hildegard Osterhammer in der Gemeinde Frasdorf, in der Nachbarschaft am Samerberg und weit darüber hinaus in der Region ist überall erkennbar und ganz breit gefächert. Als Mitglied im Pfarrgemeinderat – davon zwölf Jahre als Vorsitzende – und im Heimat- und Kulturverein ist es ihr ein großes Anliegen, die Kirchen, Kapellen, Wegkreuze und Marterl der Gemeinde, sowohl kunsthistorisch, wie auch in ihrer religiösen Bedeutung zu erhalten und wieder mit Leben zu erfüllen. Sie gestaltete gemeinsam mit ihrem Mann Franz unzählige Diavorträge mit den Sehenswürdigkeiten der Region, verfasste mehrere Büchlein und Führer über die Kirchen der Pfarrei, über die Flurdenkmäler (auch in der Nachbarpfarrei Samerberg) und bietet Kirchenführungen an. Besonders liegt ihr die spätgotische Wallfahrtskirche St. Florian am Herzen. „Wir kümmern uns ein bissel um die Kirche St. Florian“, es ist schon eine charmante Untertreibung wenn Franz und Hildegard Osterhammer von „ein bissel Arbeit“ um die alte Wallfahrtskirche St. Florian sprechen. „Wir hatten immer ein enges Verhältnis zu dieser Kirche und haben uns für alles interessiert, was wir über die Entstehung, die Ausstattung und die fast 500 Jahre dauernde Wallfahrt in Erfahrung bringen konnten“, Hildegard Osterhammer kann wahrlich zu jedem Stein in der Kirche eine Geschichte erzählen, seit der letzten Restaurierung im Jahr 1993 hat sie unzähligen Besuchern bei ihren Führungen die Geschichte der Kirche und ihrer wertvollen Ausstattung nahe gebracht.

Darüber hinaus koordinierte sie in der Pfarrei die Kirchenmusik und war als Lektorin und Wortgottesdiensthelferin tätig. Für den Heimat- und Kulturverein war Hildegard Osterhammer ebenfalls tätig; so führte sie regelmäßig Schulklassen im Höhlen- und im Dorfmuseum. Der Verein ernannte sie für ihre Verdienste zum Ehrenmitglied. Auch in der Nachbarschaftshilfe ist sie sehr engagiert. Auf Vorschlag der Gemeinde Frasdorf erhielt sie für ihre unschätzbare Arbeit um die Erforschung und den Erhalt der Kirche St. Florian im Jahr 2012 das Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten für Verdienste von im Ehrenamt tätigen Frauen und Männern und 2016 als erste Frau die Bürgermedaille der Gemeinde Frasdorf.

So genießen die Eheleute heute gemeinsam den Ruhestand und freuen sich, dass sie in der Familie und in der Pfarrgemeinde dringend gebraucht werden.

Bericht und Bilder: Heinrich Rehberg – Hildegard Osterhammer feierte im Kreise ihrer Familie und ihrer Freunde ihren 80. Geburtstag. Für die Pfarrgemeinde St. Margaretha gratulierte Pfarrer Paul Janßen (links) Bürgermeister Daniel Mair (rechts) brachte die Glückwünsche der Gemeinde Frasdorf.

 

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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