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Willkommen bei der Tagespflegestätte in Aschau

Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Weit öffnete die Tagespflegestätte des Ökumenischen Sozialdienstes Priental (ÖSP) in Aschau ihre Türen der Öffentlichkeit und zahlreiche Besucher aus Aschau und der ganzen Region nutzten die Gelegenheit, die neue Einrichtung persönlich in Augenschein zu nehmen. Coronabedingt war es dem Vorsitzenden des ÖSP Lorenz Ablinger und seinem Stellvertreter Dr. Gerhard Weidenthaler erst jetzt möglich, die neu gebaute Einrichtung der Öffentlichkeit zu präsentieren.

Pfarrerin Betina Heckner und Pfarrer Paul Janßen gaben dem Haus sowie allen Frauen und Männern, die künftig hier ein- und ausgehen werden und ihren Betreuerinnen den Segen der beiden großen Kirchen. Die beiden Bürgermeister Simon Frank aus Aschau und Daniel Mair aus Frasdorf überzeugten sich bei einem Rundgang persönlich von der Qualität und den Möglichkeiten der zentral gelegenen Tagespflegestätte für betreungs- oder pflegebedürftige Menschen im Einzugsgebiet des ÖSP Aschau – Frasdorf – Sachrang – Wildenwart.

„Wir freuen uns, dass so viele Menschen unser Angebot angenommen haben und sich persönlich vom Aussehen und den Möglichkeiten unseres Hauses überzeugen. Der heutige Tag ist das Ende einer langen Geschichte: Seit 2010 waren wir auf der Suche nach einem geeigneten Bauplatz im gesamten Einsatzbereich des ÖSP zwischen Sachrang im Süden, Aschau, Frasdorf und Wildenwart im Norden, schließlich fand sich das Grundstück an der Schützenstraße in Aschau in unmittelbarer Nachbarschaft der beiden Kindergärten und der künftigen Sporthalle“, führte der Vorsitzende Ablinger aus. „Auf einem Areal von rund 3200 Quadratmetern entstand eine Tagespflegestätte, die einzigartig im südöstlichen Landkreis ist. Wir gehören keiner der großen Wohlfahrtseinrichtungen wie Rotes Kreuz, Arbeitersamariterbund, Caritas oder Diakonie an, sondern sind bei allem vollkommen auf uns alleine gestellt, sowohl beim Bau wie auch beim Betrieb. Als Ökumenischer Sozialdienst Priental (ÖSP) arbeiten wir ohne Anbindung an eine Organisation“.

Rund 320 Quadratmeter umfasst das neue Haus, alle Räumlichkeiten sind barrierefrei zu erreichen. Große helle Räume im Erdgeschoss des Gebäudes laden die Gäste zum Verweilen ein, sei es im Aufenthaltsraum oder in den drei Multifunktionsräumen. Der Aufenthaltsraum bietet Platz für alle Gäste. Hier treffen sich alle zur Brotzeit, zu Kaffee und Kuchen und zum gemeinsamen Mittagessen, das in der Küche für therapeutisches Kochen in unmittelbarer Nachbarschaft täglich frisch zubereitet wird. Ein Pflegebad, eine Pflegedusche und drei Toilettenanlagen sind für die täglichen Bedürfnisse vorgesehen. Das Haus wird mit Gas beheizt; im ersten Stock sind Büroräume für den ÖSP, das notwendige Archiv und ein Aufenthalts- und Ruheraum für das Personal vorhanden. Für nicht ortsansässige Pflegekräfte stehen zwei Mietwohnungen zur Verfügung. Eine großzügige Veranda schafft den Übergang zwischen dem Aufenthaltraum und dem Garten. Auf rund 3000 Quadratmetern stehen den Gästen viele Beschäftigungsmöglichkeiten zur Verfügung, sei es als Gärtner bei der Betreuung der Hochbeete, bei der Pflege der Streuobstwiese, der Roseninsel und der Ziersträucher oder lediglich als Spaziergänger auf dem Endlosweg und auf dem „Barfuß-Weg der Sinne“: das Gelände bietet die Möglichkeit Natur zu erleben. Der gesamte Bereich ist mit einem Zaun eingefriedet, dieser wird mit Rank- und Kletterpflanzen begrünt und damit ins Gelände eingepasst.

„Die Gesamtkosten für das Vorhaben betrugen rund 1,85 Millionen Euro“, berichtet Lorenz Ablinger, „der Verein erhielt dazu 55000 Euro vom Deutschen Hilfswerk für die Innenausstattung und 75000 Euro vom Freistaat Bayern für die demenzsensible Einrichtung. Der Rest von 1,72 Millionen Euro wurde vollständig vom Ökumenischen Sozialdienst Priental aufgebracht. Dazu wurden die Rücklagen des Vereins, bestehend aus Spenden und Zuwendungen der letzten Jahre verwendet, Fremdmittel oder Kredite wurden nicht in Anspruch genommen“.

Bericht und Bilder: Heinrich Rehberg

Der Vorsitzende des Ökumenischen Sozialdienstes Priental (ÖSP) Lorenz Ablinger (links) im Gespräch mit Pfarrer Paul Janßen

Kaffee und Kuchen für die Gäste beim Tag der offenen Tür im Aufenthaltsraum der Tagespflegestätte des Ökumenischen Sozialdienstes Priental.

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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