Corona-Krise

JHV bei Feuerwehr Sachrang

Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

„Corona hat die Aufgaben der Feuerwehr zwar eingeschränkt, aber trotzdem waren wir mit Einsätzen und Ausbildung noch ausreichend beschäftigt. Verkehrsunfälle und Brände nehmen keine Rücksicht auf Pandemien“, so der Kommandant der Sachranger Feuerwehr Stefan Singhartinger bei der Jahreshauptversammlung in der Kaiserblickstube. Wegen Corona war die Teilnehmerschaft in diesem Jahr auf die interne Mannschaft, Bürgermeister Simon Frank, Kreisbrandinspektor Franz Hochhäuser und die Kommandanten der Nachbarfeuerwehren beschränkt

„Es war immer wieder einmal irgendetwas los im Priental“ berichtete Stefan Singhartinger. Zu zehn Einsätzen mit 206 Einsatzstunden rückte die Feuerwehr von Sachrang aus, zu einigen wenigen Brände, zu Sturmschäden, Suchfällen und Verkehrsunfällen; der Rest waren Technische Hilfeleistungen und Ordnungsdienst. An 22 Übungsabenden hielten sich die 38 aktiven Feuerwehrleute fit. Zwölf haben die Ausbildung zum Atemschutzgeräteträger, zehn verfügen über den Führerschein CE, sechs Maschinisten und sieben Gruppenführer sind ausgebildet. 206 Stunden erbrachten die Männer im Einsatz, dazu kamen noch 370 Übungsstunden. Die Einsatz- und Übungsstunden halbierten sich fast gegenüber den Vorjahren. Nicht erfasst wurden dabei die Vorstandssitzungen und Besprechungen der verschiedenen Gremien und Gruppen innerhalb der Wehr und überregional, die Wartungs- und Reparaturarbeiten im Feuerwehrhaus und drumherum, die Umbaumaßnahmen im Feuerwehrhaus und die Besorgungsfahrten, „die dafür aufgewendeten Stunden waren auch dabei bedeutend geringer als in den Vorjahren“. Im kommenden Jahr will Kommandant Stefan Singhartinger vor allem die Gerätschaften zum Schwerpunkt der Ausbildung machen. Zusätzliche Einsatzkräfte sollen in den bestehenden Mannschaftsstamm eingebunden werden. Eine Einweisung in den Gebrauch und die Bedienung der Aschauer Drehleiter sind vorgesehen.

Der Vorsitzende Peter Hacherer gab in seinem Bericht einen Überblick über die durch Corona eingeschränkten Aktivitäten des Sachranger Feuerwehrvereins, er dankte allen Mitgliedern für ihre Arbeit und die Unterstützung in seinem Ehrenamt. Bei den weltlichen und kirchlichen Veranstaltungen im Dorf war die Feuerwehr aktiv mit dabei, sei es mit allen Aktiven oder mit der Fahnenabordnung, soweit es möglich war. Kassier Peter Bauer verfügt immer noch über eine gut gefüllte Vereinskasse und schrieb schwarze Zahlen, die Versammlung erteilte ihm und der gesamten Vorstandschaft auf Vorschlag der beiden Kassenprüfer einstimmig die Entlastung.

Der Leiter der gemeindlichen Feuerwehren Bürgermeister Simon Frank – selbst aktiver Feuerwehrmann und ausgebildeter Gruppenführer – dankte den Aktiven für ihre Einsatzbereitschaft und wünschte allen Aktiven, dass sie nach dem Einsatz stets gesund nach Hause kommen mögen. „Die Feuerwehr ist aus Gemeindesicht die wichtigste Einrichtung für die Bevölkerung, daher gilt für sie „Nur das Beste ist gut genug“. Simon Frank versicherte der Versammlung, er habe vollstes Vertrauen in die Einrichtung der Feuerwehr Sachrang. „Die Anwesenheit der Feuerwehrkameraden Franz Bliem und Martin Köstler vom Niederndorfer Berg zeigt uns allen, dass die Bekämpfung von Feuer und Gefahren heute weder durch ehemalige Gemeinde- oder Staatsgrenzen behindert wird. Die Feuerwehr und ihre Arbeit zum Wohle der Gemeinschaft ist grenzenlos. Bei uns auf dem Land überzeugt die Feuerwehr durch verlässliche und saubere Arbeit“. Peter Hacherer kündigt an, dass die Feuerwehr Sachrang am Feuerwehrfest in Umrathshausen teilnehmen wird und auch im kommenden Jahr die Bewirtung beim Handwerkermarkt übernimmt und ein Weinfest am Feuerwehrhaus veranstaltet.

Bericht: Heinrich Rehberg

Foto: Rainer Nitzsche – Blick auf Sachrang

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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