Leitartikel

150 Jahre FFW Grainbach – Festsonntag II

Veröffentlicht von Toni Hötzelsperger

Das Wetter war der Freiwilligen Feuerwehr von Grainbach auf dem Samerberg hold als zum 150jährigen Bestehen zu einem Gottesdienst im Freien eingeladen wurde. Der eigens aufgebaute Feldaltar mit der Ortskirche St. Ägidius und St. Nikolaus im Hintergrund war Treffpunkt für insgesamt gut 500 Feuerwehrleute aus dem Landkreis Rosenheim, aus dem Tiroler Erl und  aus dem Altmühltal  (FFW Altmannstein) sowie für zahleiche Mitglieder der Samerberger Orts- und Traditionsvereine. Sie alle wurden von Grainbachs Feuerwehrvorstand Albert Auer herzlich begrüßt. Die beiden Kirchen- und Festzüge führten die Festmusikkapelle Samerberg und die  Musikkapelle Rohrdorf an. Den von der Samerberger Musikkapelle musikalisch gestalteten Gottesdienst zelebrierte der langjährige Feuerwehrpfarrer Martin Guggenbiller von St. Florian München gemeinsam mit seinem Schwager und Samerberger Diakon Günter Schmitzberger.

Ehrensalut der Gebirgsschützen-Kompanie Samerberg beim Festgottesdienst

 „Feuerwehrdienst ist Gottesdienst“ – nach diesem Grundsatz erinnerte Pfarrer Guggenbiller an den Dichter Eugen Roth und dessen Vierzeiler: „‚Ein Mensch nimmt guten Glaubens an, er hab’ das Äußerste getan, doch leider Gotts versäumt er nun, auch noch das Innerste zu tun‘. Damit dankte der Geistliche den Feuerwehrleuten, dass sie ihr Äußerstes geben und zuweilen gar ihr Leben einsetzen, zugleich aber bat er den über sie wachenden Herrgott nicht zu vergessen. Als Schirmherr, Erster Bürgermeister und oberster Dienstherr für die Grainbacher Feuerwehr sagte Georg Huber: „Helfen in der Not ist unser Gebot. Dieser alte Auftrag gilt zu jeder Tages- und Nachtzeit und ist heute wichtiger denn je“. „Auf die Samerberger Wehren können wir uns verlassen, sie sind gut gerüstet und sie sind seit nunmehr sechs Generationen im Ehrenamt zu unseren Freunden geworden“, so der Bürgermeister bei seiner Gratulation und Spendenzusage.

Kreisbrandrat Richard Schrank von der Kreisbrandinspektion Rosenheim wünschte in seinem Grußwort allen Feuerwehren und speziell der Grainbacher Wehr viele XMV´s und erklärte: „XMV bedeutet einen Xunden Menschenverstand, oft vergessen Leute, sich selbst zu helfen und rufen auch bei Belanglosigkeiten nach der Feuerwehr“. Der Kreisbrandrat dankte noch für den jüngst bei den Hochwasser-Situationen gezeigten Zusammenstand. „102 Feuerwehrkameraden rückten in den Landkreis Pfaffenhofen aus, einen Tag später setzte sich ein weiterer Trupp nach Dachau in Bewegung und wieder einen Tag später hatten wir daheim Land unter“. Insgesamt 1.600 Kräfte von Feuerwehren und weiteren Hilfsdiensten waren zeitgleich im Einsatz, dafür danken wir an einem solchen Tag wie heute allen, die zu den Einsätzen kommen, aber auch all ihren Familien, die hinter dem Dienst der Feuerwehrleute stehen“. Nach dem Gottesdienst und der gemeinsam gesungenen Bayernhymne zogen die Feuerwehren und Ortsvereine mit Kutschen für die Geistlichkeit und Ehrengäste durch den Ort Grainbach zum Festzelt. Dort standen noch das gemütliche Beisammensein sowie die Verteilung der Ehrengaben  auf dem Programm. Den Abschluss der Jubiläumsveranstaltungen im Grainbacher Festzelt bildet am Montag ab 19 Uhr ein gemütliches Kesselfleischessen mit der Kapelle „Boarische Bries“.

(Über die Weihe einer neuen Feuerwehrfahne berichten wir noch gesondert)

Fotos: Rainer Nitzsche

 

 

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Toni Hötzelsperger

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